Aktuelles :: EKvW.dehttp://www.evangelisch-in-westfalen.dedeEvangelische Kirche von Westfalen, LandeskirchenamtFri, 07 May 2021 08:53:36 +0200Fri, 07 May 2021 08:53:36 +0200TYPO3 EXT:newsnews-2043Thu, 06 May 2021 12:31:22 +0200 An der Handreichung sind die drei Landeskirchen in NRW und zwei Bistümer beteiligthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/taufe-konfessionsverbindend-feiern/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c4add09fdcf9c8ff948fcd9e10e6cc7cMedienInfo 21/2021
 

In einigen Gemeinden vor Ort wird die Taufe von Kindern mit einem evangelischen und einem katholischen Elternteil bereits ökumenisch gefeiert. Grundlage dafür bietet die jetzt erschienene „Handreichung für die Taufe von Kindern in konfessionsverbindenden Familien“.

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW), die Lippische Landeskirche, die Evangelische Kirche im Rheinland und das Bistum Essen folgen einer Anregung des Erzbistums Paderborn und haben die praktische Arbeitshilfe gemeinsam zusammengestellt.

„Die ökumenischen Aufrufe im Jahr des Reformationsjubiläums 2017 haben jetzt zu einer weiteren Annäherung zwischen unseren Kirchen geführt in der gemeinsamen Feier der Taufe“, sagt Präses Dr. h. c. Annette Kurschus. Mit der Handreichung werde den Gemeinden eine „zwischen unseren Kirchen vereinbarte liturgische Grundlage für die Gestaltung dieser gemeinsamen Tauffeiern an die Hand gegeben“, so die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen.

In seinem Geleitwort zur Handreichung erklärt der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker, dass die ökumenischen Aufrufe im Rahmen des 500. Jahrestages der Reformation im Jahr 2017 Anlass gewesen seien, die wachsende ökumenische Gemeinschaft mit den evangelischen Nachbarkirchen von Westfalen und Lippe noch konkreter werden zu lassen.

Weiterentwicklung der gemeinsamen Feier der Trauung

Die „Gemeinsame Feier der Taufe“ ist eine Weiterentwicklung gemeinsamer Gottesdienste, die bereits seit mehreren Jahrzehnten schon bei Traugottesdiensten praktiziert werden und für die es mit der „Gemeinsamen Feier der Trauung“ ebenfalls eine von beiden Konfessionen vereinbarte liturgische Grundlage gibt. Die Handreichung wurde von den Ökumenereferenten und Fachkolleginnen und –kollegen der beteiligten Kirchen erarbeitet. Sie enthält eine Theologische Hinführung „Taufe als Eröffnung der Christusgemeinschaft“ mit einer Beschreibung des Prozesses zur wechselseitigen Anerkennung der Taufe, eine biblische Tauftheologie sowie Informationen zur Säuglingstaufe. Die Handreichung führt in die gemeinsame Feier der Taufe ein und enthält einen liturgisch entfalteten Ablauf. Weitere liturgische Texte zur Auswahl stehen im letzten Teil zur Verfügung.

In der Einführung zur neuen Handreichung wird theologisch begründet, dass es nur eine Taufe gibt, durch die Menschen mit Christus verbunden und in eine der bestehenden Konfessionskirchen aufgenommen werden.
„Wer dieses Sakrament empfängt und im Glauben Gottes Liebe bejaht, wird mit Christus und zugleich mit seinem Volk aller Zeiten und Orte vereint“, heißt es in der Magdeburger Tauferklärung von 2007. Die Feier der Taufe verbindet die evangelischen und die katholischen Kirchen, was sich in der gemeinsamen Liturgie ausdrückt. Die eigentliche Taufhandlung vollzieht der Liturg oder die Liturgin der jeweiligen Taufkonfession, in der die Taufe anschließend in das Taufregister eingetragen wird.

In der gemeinsamen Arbeitsgruppe der fünf beteiligten Bistümer und Landeskirchen habe man sich darauf verständigt, so Ökumenedezernent Dr. Ulrich Möller, dass die Zielperspektive dieser gemeinsame Tauffeier die konfessionsverbindenen Familien heute sein sollten. „Gemeinsame und unterschiedliche Tauftraditionen sind berücksichtigt und in einem großen theologischen Konsens in dieser Handreichung aufgenommen worden“, sagt Oberkirchenrat Möller.

Selbstverständliches Miteinander

In ihrem gemeinsamen Vorwort betonen Landessuperintendent Dietmar Arends für die Lippische Landeskirche, Erzbischof Hans-Josef Becker für das Erzbistum Paderborn, Präses Dr. h. c. Annette Kurschus für die Evangelische Kirche von Westfalen, Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck für das Bistum Essen sowie der vorherige Präses Manfred Rekowski für die Evangelische Kirche im Rheinland, dass sich in der ökumenischen Zusammenarbeit der beteiligten Kirchen in den vergangenen Jahrzehnten auf allen Ebenen, besonders in der Ökumene der Gemeinden, ein vielfach selbstverständliches, geschwisterliches Miteinander entwickelt habe.

„Gemeinsam stehen wir als Kirchen vor der Aufgabe, Menschen in ihrem Leben und Alltag zu begleiten und ihnen nahe zu bringen, dass der Glaube an Christus und an sein Evangelium zu einem gelingenden und erfüllten Leben führt“, erklären die leitende Theologin und die leitenden Theologen. Durch die Mitwirkung eines Liturgen oder einer Liturgin der jeweils anderen Konfession solle zum Ausdruck kommen, dass die konfessionsverbindenden Familien ihren selbstverständlichen Platz in den Kirchen haben. „Die Möglichkeit der gemeinsamen Feier der Taufe ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, unsere Sendung als Kirche heute in ökumenischer Verbundenheit zu leben.“

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news-2041Tue, 04 May 2021 18:24:16 +0200Pfarrerin Angelika Weigt-Blätgen in den Ruhestand verabschiedethttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/22-jahre-chefin-der-evangelischen-frauenhilfe/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=87021da50a74b2d67240e5130069d8b8„Wir in der Frauenhilfe sind viele, wir sind bunt und jung und alt und fromm und politisch.“ - 22 Jahre führte Angelika Weigt-Blätgen als leitende Pfarrerin die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. mit Sitz in Soest. Am 1. Mai 2021 wurde sie offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

Ehrenamtliche Leiterinnen von Frauenhilfen empfingen sie oft mit „da kommt die Chefin“, erinnert sich die gebürtige Dortmunderin an die Anfänge ihrer Amtszeit – aus Vergnügen und Stolz auf eine Chefin, da sie die erste Frau in der Geschäftsführung in der Geschichte des Verbandes war. Die Frauenhilfe sei eine starkes Stück Verbandsprotestantismus, ein selbständiger Frauenverband in der westfälischen Kirche, habe sich im Dritten Reich der Bekennenden Kirche angeschlossen, habe geholfen, Kirchengemeinden aufzubauen, sich in Frauen- und Friedensfragen positioniert und sich für Gerechtigkeit eingesetzt - kein Grund also, sich klein zu machen oder sich klein machen zu lassen. „Mir lag daran, dieses Selbstbewusstsein zu befördern durch Bildungsarbeit, in der Kampagnenarbeit, in der politischen Arbeit, in der Anti-Gewalt-Arbeit, durch Vernetzung in der Zivilgesellschaft“, stellt die 66jährige fest.

Auf die Frage, wo sie für die Feministischen Theologien und die Frauenarbeit Handlungsbedarf sähe, antwortet die seit zwei Jahrzehnten in Soest Lebende: „Eine Herausforderung sehe ich in rechtspopulistischen Tendenzen, die antisemitische und antifeministische beinhalten. Geschlechterbewusstsein, Geschlechtervielfalt und alle Bemühungen, die sich mit dem Stichwort „Gender“ verbinden, werden verunglimpft, Menschen*, die sich in diesem Bereich engagieren zum Teil mit verbaler Gewalt bis hin zu tätlichen Angriffen verfolgt. Eine selbstbewusste feministische-theologische Grundhaltung kann helfen, solche Tendenzen zu erkennen und ihnen keinen Raum in Kirche, Gemeinde, Gesellschaft zu lassen.“

Bevor Weigt-Blätgen die Leitung der Frauenhilfe übernommen hatte, hatte sie bereits seit 1983 als theologische Referentin in der Frauenhilfe gearbeitet und kannte so die Verbands- und Gruppenarbeit ebenso gut wie die theologische Bildungsarbeit. 

In ihrer Amtszeit wurde zum einen die Anti-Gewalt-Arbeit des Verbandes weiterentwickelt. Beratungsstellen für Opfer von Menschenhandel sowie für allgemeine Prostituierten- und Ausstiegsberatung kamen hinzu und haben eine breite Unterstützung von Frauen innerhalb und außerhalb der Frauenhilfe erfahren. Das Engagement des Verbandes in der Altenhilfe wurde ebenfalls ausgebaut – sowohl durch die Anzahl der Pflegeeinrichtungen und Pflegeschulen, als auch durch Angebote in der Erwachsenenbildung und durch inhaltliche Profilierung in den Bereichen. Geschlechtergerechtigkeit und Strategien gegen alle Formen der Gewalt sind wichtiger Teil der Konzepte und der alltäglichen Arbeit geworden in den weiter ausdifferenzierten Einrichtungen des Verbandes für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen im Märkischen Kreis und im Ennepe-Ruhr-Kreis. „Frauenhilfe heißt eben: Frauen helfen Frauen. Und: Frauenhilfe heißt eben: Frauen helfen Menschen*“, fasst Angelika Weigt-Blätgen die Entwicklungen zusammen.  

Im Festgottesdienst in kleinem Kreis in der Kapelle der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen in Soest wurde sie von Ulf Schlüter, Theologischer Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen, entpflichtet. Die Laudatio hielt Angelika Waldheuer, Vorsitzende der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen. Grußworte von Dr. Irmgard Schwätzer, Pfarrerin Dr. Dagmar Pruin, Pfarrer Dr. Martin Zentgraf, Kirchenrätin i.R. Susanne Kahl-Passoth, Maria Loheide und von Oberkirchenrätin i.R. Antje Heider-Rottwilm würdigten ihr hohes Engagement. Ihre Nachfolgerin im Amt der Leitenden Pfarrerin ist Birgit Reiche.

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news-2039Fri, 30 Apr 2021 19:03:00 +0200„TeamGeist“-Förderpreise gehen nach Witten, Herford und Schwelmhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/vom-kruemelreich-zur-digitalen-gemeinde-nach-corona/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e3bbda272a0911011892af6d6ed16566MedienInfo 20/2021
 

Die Kirche der Zukunft braucht kreative Ideen. Sie braucht Projekte, die neue Formen des christlichen Glaubens entwickeln, besondere Zielgruppen ansprechen, Kirche im Stadtteil sichtbar machen und Menschen – über Konfessionsgrenzen hinweg – verbinden. Und weil gute Ideen, Gründungsmut und Engagement auch finanzielle Unterstützung und praktisches Know-how brauchen, gibt es seit 2020 den landeskirchlichen Innovationsfonds „TeamGeist“. Am Freitag (30. April) wurden vier Projekte mit einer Gesamtsumme von insgesamt knapp 400.000 Euro ausgezeichnet. 

Für die zweite Ausschreibung hatte es sieben Bewerbungen gegeben, von denen nun vier ausgezeichnet wurden: das Projekt „Junge Kirche Connect“ der Evangelischen Jugend im Evangelischen Kirchenkreis Schwelm (68.300 Euro); das Projekt „Ein Stärkungsraum im KrümelReich“ für junge Familien (167.700 Euro) aus Witten; das Generationen und Kulturen verbindende Projekt „Tür an Tür“ aus Herford (78.900 Euro); sowie das Projekt „Digitale Gemeinde nach Corona“ der Creativen Kirche aus Witten (80.000 Euro). 

Es war – nach der Auftaktveranstaltung am Reformationstag 2020 (31. Oktober) – die zweite „TeamGeist“-Förderpreisverleihung. Organisiert von „TeamGeist“-Geschäftsführer Pfarrer Andres Michael Kuhn sowie seiner Kollegin Frauke Linke. Wieder digital. Mit Musik von Timo Böcking (Klavier) und Anna Dorothea Mutterer (Violine), kurzen Videopräsentationen der ausgezeichneten Projekte, Interviews mit den Preisträgerinnen und Preisträgern sowie der symbolischen Übergabe der jeweiligen Fördergelder. Moderiert wurde die einstündige Veranstaltung von Ulf Schlüter, dem theologischen Vizepräsidenten der Landeskirche. 

Die nächste Preisverleihung ist für Ende Oktober 2021 geplant. 

Stichwort „TeamGEIST“ 

TeamGEIST: Der Name ist Programm. Denn der für die Jahre 2020 bis 2025 bereits von der Landessynode 2018 beschlossene und mit insgesamt drei Millionen Euro ausgestattete Innovationsfonds der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) fördert kirchliche „Start-ups für die Kirche von morgen“ mit zukunftsweisenden Projekten und Modellen christlichen Lebens. Gesucht werden also Menschen und Initiativen mit Ideen, Engagement und Gründungsmut. Unterstützt werden kleine Projekte mit bis zu 20.000 Euro sowie mittlere und große Projekte mit Summen von 20.000 bis maximal 200.000 Euro, die sich über mehrere Jahre verteilen. Und neben finanzieller Unterstützung gibt’s auch praktisches Know-how: Bewerberinnen und Bewerber werden auf ihrem Weg von der Idee bis zur Umsetzung von Geschäftsführer Pfarrer Andres Michael Kuhn und seinem Team begleitet.

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news-2040Fri, 30 Apr 2021 14:34:33 +0200Aktion „Schick uns Dein Lied!“ startet zum Sonntag Kantate am 2. Maihttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/top-5-fuer-das-neue-gesangbuch-gesucht/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bdc4e16605f328f88f37b8960c34a97a„Lobe den Herrn“ oder „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“? „Anker in der Zeit“ oder „Von guten Mächten“? Welches Lied singen Sie am liebsten im Gottesdienst? Was ist Ihr persönlicher Hit? Bei der Vorbereitung für das neue Gesangbuch fragt die EKD-weite Aktion „Schick uns dein Lied“ nach den Top 5.

Drei Monate lang können alle mitmachen und ihre Lieblingslieder benennen.

Mit den Vorschlägen beschäftigt sich der Liederausschuss der Gesangbuchkommission. Das neue Gesangbuch soll bis 2030 erscheinen ­- zunächst digital, später auch in gedruckter Form.

Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende, unterstützt die Aktion: „Gemeinsam singen würde ich gerne wieder, weil es ein Geben und Empfangen ist: Während ich selbst singe, höre ich, was andere mir zusingen. Aus diesem Zugleich wird auf wundersame Weise ein mehrstimmiges Ganzes.“

Wegen der Corona-Pandemie ist derzeit kein Gemeindegesang möglich, aber umso mehr Zeit, im bisherigen Gesangbuch zu blättern oder neue Lieder zu benennen. „Wenn ich ‚Hinunter ist der Sonne Schein‘ singe, dann schwingen in mir vergangene Jahrhunderte, Kindheit, Elternschaft, Liebe und Vertrauen“, sagt Sänger und Songwriter Eddi Hünecke. Meike Schöfer, Vikarin und Sinnfluencerin, sagt: „Singen ist für mich herzgesteuertes Loben und Danken.“  

Ab Sonntag, 2. Mai, können alle, die mitmachen möchten, drei Monate lang ihre Favoriten im Internet auf der Seite www.ekd.de/top5 eintragen.

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news-2037Thu, 29 Apr 2021 12:21:32 +0200Soforthilfe für Partnerkirche nach Erdbeben in Indonesienhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/deutsche-kirchen-helfen-opfern-mit-15000-euro/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ca10870f7b473c410aed675f94fd07a9MedienInfo 19/2021
 

Mit einer Soforthilfe von insgesamt 15.000 Euro unterstützen die Evangelische Kirche von Westfalen, die Evangelische Kirche im Rheinland und die Vereinte Evangelische Mission (VEM) die Christliche Kirche von Ost-Java (GKJW) in Indonesien bei der Bewältigung der Folgen des Erdbebens im indonesischen Ost-Java am 10. April 2021. 

Das Erdbeben erreichte eine Stärke von 6,1 auf der Richterskala und wirkte sich insbesondere auf die achtgrößte Insel-Stadt Malang aus. Mindestens acht Menschen wurden infolge des Erdbebens und mehrerer Nachbeben am 11. April 2021 getötet, dutzende Menschen wurden verletzt. 1300 Gebäude wurden durch die starken Erschütterungen zerstört, darunter zwölf Kirchengebäude und drei Gemeindezentren der GKJW-Kirche. Insgesamt sind 21 Gemeinden in zwei Kirchenkreisen betroffen.

Die GKJW-Kirche leistet Soforthilfe, indem sie die Opfer mit Mahlzeiten versorgt, Freiwillige für Aufräumarbeiten organisiert und weitere logistische Aufgaben übernimmt wie die Verteilung von Lebensmitteln und Zelten. Ein kirchliches Notfall-Seelsorgeteam hilft vor Ort bei der Traumabewältigung. Die im mehrheitlich muslimischen Java ansässige Mitgliedskirche der VEM kümmert sich um die betroffenen Menschen, unabhängig von deren Religionszugehörigkeit.

Die GKJW bittet die Partnerkirchen um schnelle finanzielle Unterstützung, um ihre diakonische Not- und Wiederaufbauhilfe für die Opfer des Erdbebens in Südost-Java fortsetzen zu können.

Spenden an: Vereinte Evangelische Mission, KD-Bank eG, IBAN DE 45 3506 0190 0009 0909 08, Stichwort: Nothilfe für Ost-Java.

 

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news-2036Wed, 28 Apr 2021 09:33:00 +0200Christian Uhlstein ist neuer Landesjugendpfarrerhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wechsel-aus-witten-ins-amt-fuer-jugendarbeit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=957681ed21bcce19ec4b37a27c865701MedienInfo 18/2021
 

Die Kirchenleitung hat Christian Uhlstein (50) zum neuen Landesjugendpfarrer berufen. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt übernimmt er für die Dauer von acht Jahren die Leitung des Amtes für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).

„Wer sich für Kinder und Jugendliche engagiert, gestaltet das gesellschaftliche Zusammenleben“, sagt Christian Uhlstein, der viel Erfahrungen in der Jugendarbeit und in der Leitung von Freizeiten, als Religionslehrer, als Notfallseelsorger und als Coach von Ehrenamtlichen hat. Er versteht sich als Brückenbauer und Impulsgeber für eine Kirche, „die in der Fläche Menschen begeistern möchte“.

Der 50-Jährige arbeitet seit zwei Jahrzehnten als Pfarrer in Witten. Er ist zudem im Auftrag des Kirchenkreises für die Arbeit mit Menschen anderer Sprache und Herkunft in den drei Innenstadt-Gemeinden von Witten und für die Flüchtlingsarbeit zuständig. Der gebürtige Bochumer hat in Bochum und Marburg Theologie studiert. Sein Vikariat absolvierte er in der Ev. Zions-Kirchengemeinde Herne und schloss ein Sondervikariat im damaligen Amt für missionarische Dienste in Dortmund an.

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe, weil ich davon überzeugt bin, dass lebendiger Glaube, der zugleich ‚gehimmelt und geerdet‘ ist, von großer Relevanz ist. Zusammen mit den vielen engagierten Akteuren der Jugendarbeit möchte ich eine dynamische Kirche weiterentwickeln, die junge Menschen zu Teilhaberinnen und Teilhabern kirchlichen Lebens macht und mit ihnen gemeinsam vielfältige Erfahrungs- und Lebensräume öffnet", sagt Christian Uhlstein. Er setzt auf Dialog und möchte seine erfolgreiche Netzwerkarbeit auch als Landesjugendpfarrer fortsetzen. Uhlstein ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Töchter.

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news-2035Tue, 27 Apr 2021 14:31:08 +0200Landesvorstand der westfälischen Männerarbeit gewählthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/dr-holger-gemba-als-landesvorsitzender-bestaetigt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b10661b92da255ce1f00cb23d74b5f6dNeuland betrat die Männerarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen am vergangenen Samstag: Erstmals fand die Landesvertretertagung der Männerarbeit in digitaler Form als Videokonferenz statt. Dabei hatten die etwa 30 Delegierten aus den fünf Regionalbezirken gleich eine wichtige Aufgabe: Es galt, den neuen Landesvorstand zu wählen.

Das hätte turnusgemäß bereits im vergangenen November geschehen sollen. Jetzt wurde nachgeholt, was im Herbst pandemiebedingt verschoben worden musste.

Als Landesvorsitzender wurde Dr. Holger Gemba mit großer Mehrheit wiedergewählt. Er hatte das Amt Ende 2016 angetreten und wurde nun für vier weitere Jahre bestätigt. Dr. Holger Gemba ist Dozent für Slawistik an der Ruhr-Universität Bochum und Mitglied der westfälischen und der EKDSynode. Zu seinen Stellvertretern wurden Rüdiger Kühn (Dorsten), Herbert Ritter (Kamen) und Jörg Wetjen (Witten) gewählt. Aus dem Vorstand verabschiedet wurden der langjährige stellvertretende Vorsitzende Bernd Müller (Geseke) und Björn Lohe (Bochum), der im Vorstand insbesondere die Belange der Vater-Kind-Arbeit vertreten hatte.

Dr. Gemba unterstrich nach seiner Wiederwahl die Bedeutung der Männerarbeit: „In einer Zeit, in der viele Männer der Kirche den Rücken kehren, braucht es engagierte Ehrenamtliche und ein starkes Team aus Hauptamtlichen, damit es attraktive Angebote und ansprechende Formate für Männer geben kann. Unsere Kirche braucht – um ihrer selbst und der Männer willen – ein starkes Signal für geschlechtsspezifisches Engagement. Gleichzeitig unterstützen wir alle Bemühungen, zusammen mit dem Frauenreferat die Arbeit noch stärker um die Gender-Perspektive zu erweitern.“ Der neue Vorstand nimmt im Mai seine Arbeit auf und wird im Sommer bei einer Klausur Schwerpunkte für die kommenden vier Jahre entwickeln.

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news-2034Mon, 26 Apr 2021 14:57:22 +020021. ökumenische Vesper aus der Erlöserkirche in Attendorn als YouTube Gottesdiensthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/christ-ach-interessant-was-macht-man-da-so/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=17572530680451acfa5bdf50a555646aAls im Jahre 2019 die Evangelische Kirche von Westfalen bei der damaligen Ev. Kirchengemeinde Attendorn anfragte, ob sie in der dortigen Erlöserkirche die ökumenische Vesper 2020 feiern dürfe, war die Freude im Presbyterium der Gemeinde riesengroß. Dass nur kurze Zeit später ein Virus namens Corona sämtliche Pläne durcheinanderbringen sollte, konnte man sich damals gar nicht vorstellen.

Doch die erste Welle dieser Pandemie zwang alle Beteiligten die Vesper auf dieses Jahr zu verschieben. Dabei konnte man sich gar nicht vorstellen, dass eine dritte Welle auch diesen Zeitpunkt belasten könnte. Um jedoch den gemeinsamen Gottesdienst nicht noch einmal verschieben zu müssen, entschloss man sich, ihn nicht als Präsenz-, sondern als YouTube-Gottesdienst anzubieten, damit er von überall mitgefeiert werden konnte. Für die handelnden Personen vor Ort wurde dann ein umfangreiches Schutzkonzept entwickelt. So wurden alle Mitwirkenden vor Beginn der Vesper vom DRK Attendorn auf Corona getestet. Da alle Tests negativ waren, konnte im Gottesdienst – bei notwendigem Abstand zueinander - auf Masken verzichtet werden.

So konnten am Sonntag Jubilate (für die westliche Christenheit) und Palmsonntag (für die östliche Christenheit) der Vorsitzende des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Attendorn-Lennestadt Wolfgang Dröpper und Pfarrer Andreas Schliebener neben Präses Dr. h.c. Annette Kurschus und Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller von der Evangelischen Kirche von Westfalen als Gastgeber der Vesper, noch weitere Mitwirkende zur ökumenischen Vesper begrüßen: den Erzbischof des katholischen Erzbistums Paderborn Hans-Josef Becker, den Dechanten der katholischen Schwestergemeinde in Attendorn Andreas Neuser, den Landessuperintendenten der Lippischen Landeskirche Dietmar Arends, Pfarrer Ralf Prange als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in NRW (ACK) Olpe-Siegen-Wittgenstein, den Superintendenten des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg Dr. Christof Grote, Pfarrer Elias Celik von der Syrisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland, Bischof Anba Damian von der Koptisch-Orthodoxen Kirchen in Deutschland und den Erzpriester Panagiotis Tiriakidis von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland begrüßen.

Die musikalische Leitung dieser ökumenischen Vesper, der 21. in der Geschichte, lag bei der Leiterin des Kirchenchores des Bezirks Attendorn der Ev. Kirchengemeinde Attendorn-Lennestadt Juliane Beckmann (Gesang) und dem Kirchenmusiker im kath. Pastoralverbund Attendorn Michael Wurm an der Orgel.

Die Liste der beteiligten Personen zeige eindrucksvoll, welchen Stellenwert diese ökumenische Vesper inzwischen habe, machte Superintendent Dr. Christof Grote deutlich: „Dass dieses große ökumenische Ereignis in unserem Kirchenkreis stattfindet, ist etwas ganz Besonderes und ein starkes Zeichen der Verbundenheit der Christen untereinander, gerade in diesen schwierigen Zeiten.“

In ihren Einführungsworten betonte Präses Kurschus, dass die Christen zwar wie getrennte Geschwister seien, sie aber keine getrennten Schwestern und Brüder bleiben wollten. Sie machte dies deutlich am Gleichnis vom Weinstock.

Landessuperintendent Dietmar Arends wies in seiner Predigt über die Verse 22 bis 34 des 17. Kapitels der Apostelgeschichte daraufhin, dass es heute nicht mehr selbstverständlich sei, dass alle wüssten, was es bedeute Christ zu sein. Eine Karikatur, die er einmal gesehen habe, mache dies überdeutlich. Sie zeige Menschen auf einer Party beim Gespräch. Auf einer Sprechblase sei zu lesen „Christ? Ach, interessant. Was macht man da so?“

Schon der Apostel Paulus habe sich diese Frage in anderer Form in Athen gefallen lassen müssen. Seine Antwort habe nicht alle befriedigt, allerdings seien zwei seiner Zuhörerinnen und Zuhörer doch dadurch zum Glauben gekommen. Auch wir müssten heute wieder lernen den Mut zu haben vom christlichen Glauben zu erzählen. Leben zu schützen, gerade in dieser Zeit der Pandemie, sei Nächstenliebe, ein Zeichen des Glaubens.

Die ökumenische Vesper wird seit 1999 jährlich abwechselnd in evangelischen und katholischen Kirchen in Westfalen gefeiert und war in diesem Jahr zum ersten Mal in Südwestfalen. (Karl-Hermann Ernst)

### Kollekte im Gottesdienst ###

Mit der Kollekte richtet die Vesper den Blick nach Syrien. Die Bilder von der zerstörten Stadt Homs sind noch im Gedächtnis.
Priester Jihad Nassif setzt der Zerstörung etwas entgegen. Er sammelt Spenden, um die Menschen in der ländlichen Region von Homs medizinisch zu versorgen.

Ihr Beitrag für Medikamente und lebensnotwendige Behandlungen kann in Syrien Leben retten.

Überweisen Sie die Kollekte zur Vesper bitte auf folgendes Konto:

Kontoverbindung: 
Verwendungszweck: Medizinischer Notfonds Homs
Kontoinhaber: Kirchengemeinde Rüdersdorf
Konto-Nr: 8012490
BLZ: 52060410 bei der Evangelischen Bank
IBAN: DE65 5206 0410 0008 0124 90
BIC: GENODEF1EK1

Geben Sie bitte unbedingt den Verwendungszweck „Medizinischer Notfonds Homs“ ein.

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AktuellesPräsesMitarbeitende
news-2033Fri, 23 Apr 2021 14:52:38 +0200Pfarrer Krismas Imanta Barus ist neuer Moderator der GBKP, Indonesienhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kontinuitaet-und-aufbruch/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d1d0016d45a87cceb32ba59db1e26758Während der Generalssynode der Christlich-Protestantischen Karo-Batakkirche (GBKP), Mitgliedskirche der Vereinten Evangelischen Mission in Nord Sumatra/Indonesien, wurde Pfarrer Krismas Barus zum neuen Moderator der GBKP und ihrer Kirchenleitung (Moderamen) gewählt.

„Die Wahl von Pfarrer Krismas Imanta Barus zum Nachfolger des im November unerwartet verstorbenen Moderators Agustinus Purba ist Grund zu großer Freude, denn Moderator Barus kennt die Evangelische Kirche von Westfalen sehr gut und steht für Kontinuität und Aufbruch in der Protestantischen Karo-Batak-Kirche“, so kommentiert und begrüßt Ökumenedezernent Dr. Ulrich Möller die Wahl des neuen Moderators in der GBKP in Indonesien.

Zum ersten Mal fand die alle fünf Jahre stattfindende Generalsynode aufgrund der Corona-Pandemie als digitale Synode statt. Rund 900 Delegierte aus den Kirchenkreisen und Gemeinden der GBKP sowie den verschiedenen Arbeitsbereichen zählen zur Synode. Dazu gehören auch die Mitglieder des Moderamen. Aufgrund der Pandemie war die Synode von 2020 auf 2021 verschoben worden. Im November war der bisherige Moderator Agustinus Purba an den Folgen einer Covid-19-Infektion überraschend verstorben.

Moderator Krismas Barus wurde am 4. November 1973, in Kabanjahe im Karoland/Indonesien geboren. Über viele Jahre war er Direktor des Tagungszentrums der GBKP in Sukamakmur. 2015 wurde er als hauptamtliches Mitglied in das Moderamen der GBKP gewählt und war zuständig für den Bereich Koinonia.

Besuche in der westfälischen Landeskirche

Krismas Barus ist ausgebildeter Kirchenmusiker und hat am Institut für Liturgie und Musik in Manila/Philippinen studiert. 2010 leitete er beim Internationalen Chorprojekt der Kirchenkreise Herford, Lübbecke, Minden und Vlotho die Delegation aus der GBKP und besuchte dabei mit dem Internationalen Chor das Landeskirchenamt in Bielefeld. In den letzten Jahren hat er in der GBKP ein Ausbildungsinstitut für Kirchenmusik gegründet und die kirchenmusikalische Ausbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern in der GBKP sowie die Bläserarbeit gefördert.

Seit Jahren bemüht er sich um die Erneuerung der Gottesdienste und hat Taizé-Gebete in seiner Kirche eingeführt. Seit 2010 besuchte Krismas Barus immer wieder die Kirchenkreise Herford und Lübbecke sowie die Vereinte Evangelische Mission. 2016 nahm er mit einer Delegation am Weite-Wirkt-Festival in Halle/Westfalen teil.

Krismas Barus gilt als enger Vertrauter des bisherigen Moderators Agustinus Purba. Neuer Generalsekretär wurde Pfarrer Yunnus Bangun. Auch die übrigen Mitglieder der Kirchenleitung wurden neu gewählt. Am vergangenen Sonntag feierte die GBKP ihr 131jähriges Kirchenjubiläum.

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news-2032Fri, 23 Apr 2021 14:35:04 +0200Evangelische Kirche veröffentlicht Denkschrift zur Digitalisierunghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/neue-formen-des-zusammenlebens-und-des-austausches/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0b0918882626c5d91f9bb1361d2922bfDie Digitalisierung hat nahezu alle Lebensbereiche durchdrungen. Durch die Corona-Pandemie wird diese Entwicklung noch einmal verstärkt.

Grundfragen des Lebens stellen sich angesichts dieses epochalen Übergangs neu: In welcher Welt wollen wir leben? Wie gehen wir miteinander um? Wie übernehmen wir Verantwortung für die Umwelt, für die Arbeit 4.0? Wie verändert sich die demokratische Meinungsbildung oder der Umgang mit Sexualität?
Mit der Denkschrift „Freiheit digital. Die Zehn Gebote in Zeiten des digitalen Wandels“ will die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in diesen Fragen ethische Orientierung geben.

„Weil sich die Technologien in den vergangenen zehn Jahren so rasant weiterentwickelt haben, hinken die gesellschaftlichen Normen für ihre Nutzung zwangsläufig hinterher“, so der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm. „Umso dringlicher ist es, die ethischen Folgen der Digitalisierung stärker in den Blick zu nehmen, und sich über einen verantwortlichen Umgang mit den Technologien zu verständigen.“ Die Denkschrift, die sich in Aufbau und Inhalt an den Zehn Geboten orientiert, mache deutlich, wie hilfreich die biblischen Traditionen dafür seien. „Die Zehn Gebote erweisen sich auch in Zeiten des digitalen Wandels als hilfreiches Geländer für ein Leben in Freiheit und Verantwortung“, so Landesbischof Bedford-Strohm.

Jähnichen: Freiheit und Kreativität bewusst positiv nutzen

Erarbeitet wurde die Denkschrift von der EKD-Kammer für soziale Ordnung. Deren stellvertretender Vorsitzender, Traugott Jähnichen, unterstreicht, dass die Denkschrift die Chancen der Digitalisierung darstelle: „Wir können neue Formen des Zusammenlebens und des Austausches entwickeln, Bildungssystem und Arbeitswelt neu gestalten. Es liegt also an uns, unsere Freiheit und Kreativität bewusst positiv zu nutzen. Das gilt auch im Internet, in den sozialen Medien und beim Umgang mit digitaler Technik“, so Jähnichen.

Die Veröffentlichung der Denkschrift wird unter www.ekd-digital.de und in Social Media unter #EKDigital mit einer digitalen Kampagne begleitet. Unterschiedliche Veranstaltungsreihen sollen die Diskussion um einen verantwortlichen Umgang mit der Digitalisierung in Kirche und Gesellschaft verbreitern.

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news-2029Thu, 22 Apr 2021 14:03:00 +0200Kirchenleitung vertagt Entscheidung über die Zukunft der Hochschule für Kirchenmusik Herford-Wittenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/weitere-pruefung-von-chancen-und-finanziellen-risiken/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=263056232b7b4dbe59011859ca39db99MedienInfo 17/2021
 

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKVW) arbeitet zurzeit daran, die Ausbildung von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern mit hoher Qualität zukunftssicher aufzustellen. Eine Entscheidung über die Zukunft der Hochschule für Kirchenmusik Herford-Witten und die mögliche Zusammenlegung der bisher getrennten Fachbereiche „Kirchenmusik Klassisch“ und „Kirchenmusik Popular“ hat die Kirchenleitung am Donnerstag (22. April) vertagt. 

Das Gremium aus 15 haupt- und nebenamtlichen Mitgliedern hat in der Sitzung vom 21./22. April sehr ausführlich verschiedene Alternativen der Kirchenmusikausbildung diskutiert, darunter der mögliche Umzug der beiden Hochschulstandorte Herford und Witten in einen Neubau auf dem Gelände der Evangelischen Hochschule in Bochum und die Beibehaltung und Sanierung der bisherigen Standorte.

Die Kirchenleitung ist in gründlicher Prüfung des Vorhabens zu der Frage gelangt, ob angesichts der aktuellen Pandemie-Entwicklung ein Investitionsrisiko der geplanten Größenordnung überhaupt getragen werden kann. Die Kirchenleitung möchte sich angesichts der zukunftsweisenden Bedeutung der Entscheidung zusätzliche Zeit nehmen, um die Chancen der verschiedenen Optionen und die finanziellen Risiken weiter zu prüfen.

Hintergrund: Die Hochschule

Die Hochschule für Kirchenmusik Herford-Witten ist eine Einrichtung der Evangelischen Kirche von Westfalen an zwei Standorten und bietet deutschlandweit das derzeit größte Studienangebot im Bereich der evangelischen Kirchenmusik.

Der Fachbereich „Kirchenmusik Klassisch“ in Herford bildet aktuell 29 Studierende aus, davon 21 in den Studiengängen Bachelor und Master, der Fachbereich „Kirchenmusik Popular“ in Witten hat aktuell 31 Studierende, davon 28 in den Studiengängen Bachelor und Master.
In Herford hat die Ausbildung in der Kirchenmusik seit 1948 Tradition. 1955 zog die Hochschule in die Menkhoff´sche Villa, die um ein Verwaltungsgebäude erweitert wurde. 1986 wurde auf dem Gelände an der Parkstraße die neue Aula mit Kapelle eröffnet. Der Studiengang „Kirchenmusik klassisch“ bietet neben dem Bachelor- und dem darauf aufbauenden Master-Abschluss die Abschlüsse Künstlerische Reifeprüfung und Konzertexamen.

2016 wurde in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Pop-Akademie in Witten dort der neue Studiengang „Kirchenmusik Popular“ mit Abschluss Bachelor eingeführt. Am Standort kooperiert die Hochschule auch mit dem Institut für Weiterbildung der Evangelischen Pop-Akademie. Seit 2020 wird ein Masterstudiengang angeboten. Neben Pop, Jazz, Rock und Gospel ist auch klassische Kirchenmusik Teil der Ausbildung in Witten.

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news-2031Thu, 22 Apr 2021 12:20:34 +0200Kurz gefragt: Pfarrer Holger Gießelmann über seine erste digitale Berufsmessehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/spannende-berufe-rund-um-kirche/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6bb08d84e3519f1a7c55933013078954Am Donnerstag, 15. April, fand die erste – coronabedingt – digitale Berufsmesse statt, zu der Holger Gießelmann,  Pfarrer für Nachwuchsgewinnung in der westfälischen Landeskirche, eingeladen hatte. Im Kurzinterview zieht er ein positives Resümee.

1. Was lief rund bei der ersten digitalen Berufsmesse? Und was kann man beim nächsten Mal besser machen?

Gießelmann: Was richtig rund lief, war das Gespräch der an der Ausbildung im Bereich Diakon*in / Gemeindepädagog*in Beteiligten. Die saßen bei dieser Gelegenheit alle an einem (digitalen) Tisch und konnten untereinander und für sich vieles klären an dieser Stelle. Schön ist: alle ziehen am gleichen Strang, ohne sich Konkurrenz zu machen – denn die Möglichkeiten sind jeweils sehr unterschiedlich. Sie ergänzen sich eher, als dass sie aufgrund von Gleichheiten konkurrieren müssten.

Die Werbung in der Fläche ist definitiv eine Baustelle. Für diese Veranstaltung war das OK, denn sie sollte eine eigentlich präsentische Veranstaltung im Gestaltungsraum 8 ersetzen. Westfalenweit werben zu können – und das auch im digitalen Raum – war für die Beteiligten aber so attraktiv, dass es eine Wiederholung im kommenden Februar geben soll – im Nachgang der Abitagung (28.-30. Januar 2022), die dann „Kompasstagung“ heißen wird.

2. Rund um Kirche gibt’s viele spannende Berufe: im Pfarramt und in der Kirchenmusik, in der Gemeindepädagogik und im Diakonat. Welche Bereiche haben die jungen Leute am meisten interessiert?

Gießelmann: Der Fokus lag klar auf dem Berufsbild Diakon*in / Gemeindepädagog*in. Die Präsenzveranstaltung war für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, vor allem an Berufkollegs mit sozialen Bildungsgängen gedacht. Darum hatten wir uns darauf fokussiert. Wir hätten auf Nachfrage auch breiter informieren können.

3. Wie geht’s jetzt weiter? Welche Termine sollten sich zukünftige Berufsanfänger – oder auch potenzielle Quereinsteiger – auf jeden Fall schon mal vormerken?

Gießelmann: Die kommenden Termine sind die beiden (digitalen) „Vocatium“-Berufsmessen in Bielefeld (31. Mai) und Dortmund (29. Juni). Im Sommer wird es eine Studienfahrt nach Schweden (31. Juli bis 14. August 2021) geben, für interessierte Schülerinnen und Schüler, aber auch für jüngere Studierende. Nach dem Sommer sind Orientierungstage geplant und ein (digitales) Infomodul, das zum Beispiel im Rahmen von „Juleica“ (JugendleiterInnen Card)-Schulungen eingesetzt werden kann.

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news-2030Thu, 22 Apr 2021 11:58:01 +0200Lern- und Lehrgespräch über die Pandemie aus theologischer Perspektivehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kurschus-kirche-soll-in-corona-krise-raum-fuer-fragen-geben/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=436c430d377ee7480e2e4c9afc63b79fDie Kirche sollte in der Corona-Krise nach Worten von Präses Annette Kurschus keine vorschnellen Antworten geben. „Dass wir im Moment viele Fragen haben, ist kein Ausdruck von Hilflosigkeit“, sagte Kurschus am Dienstagabend in einer Online-Diskussion mit Theologenprofessorinnen und -professoren. 

„Die Zeit hat mich gelehrt, dass wir aus gutem Grund nicht vollmundig unterwegs sind“, erklärte die leitende Theologin, die auch stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Als Kirche bei den Menschen gehe es darum, die Fragen auszuhalten und sich sicher zu sein, dass Gott zuhöre. Christen wüssten, dass sie einen guten Hirten hätten, auf den sie vertrauen könnten. „Davon etwas in die Welt zu geben, ist unser Auftrag“, unterstrich Kurschus.

Corona mache wie unter Vergrößerungsglas deutlich, was funktioniere und was nicht funktioniere, sagte der Bochumer Theologieprofessor Traugott Jähnichen. In der Pandemie sei die Endlichkeit des Lebens deutlich geworden. Aufgabe der Kirche sei es, Trost im Leben und im Sterben auszusprechen. Kirche könne zudem zu einer „Kultur des Verstehens, des Verzeihens und der Vergebung“ beitragen, erklärte der Professor für Systematische Theologie der Ruhr-Universität Bochum. 

Die Kirche sollte nach Worten der Münsteraner Neutestamentlerin Eve-Marie Becker die Botschaft der Hoffnung betonen. Kirche müsse auf den Feldern, wo sie Kompetenz habe, vorangehen und Lösungsmöglichkeiten vorstellen. Gesamtaufgabe der Theologie sei es, Hoffnung und den Trost durch die Gemeinschaft mit Christus zu verkünden, sagte die Professorin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Die Theologieprofessorin der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel, Konstanze Kemnitzer, nannte es als Herausforderung der Kirche, in der Pandemie zu Vernunft und Liebe beizutragen. Die Kirche sollte für eine Gesellschaft einstehen, in der um Vernunft gerungen werde. „Die Ressource, die wir dafür haben, ist das Evangelium“. 

Ziel des digitalen „Lern- und Lehrgesprächs“, zu dem die Präses eingeladen hatte, war es, über die Pandemie aus theologischer Perspektive ins Gespräch zu kommen. Teilnehmer waren neben Vertretern der Landeskirche neun evangelische Theologieprofessorinnen und -professoren von Universitäten und Hochschulen in Münster, Bochum, Wuppertal, Siegen und Paderborn. (epd)

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news-2028Wed, 21 Apr 2021 11:53:09 +0200KIRCHE+KLIMA: Neuer Fotowettbewerb der Klimaschutzstelle http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/beispiele-fuer-gelebten-klimaschutz-gesucht/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cb4c42d2636554adcb7c97a0e178e8d7Seit dem 8. April 2021 läuft der neu ins Leben gerufene Fotowettbewerb der Klimaschutzstelle der Evangelischen Kirche von Westfalen. Mitmachen dürfen alle, die westfälische Kirche und Klimaschutz in einem Foto kombinieren.

Gesucht sind Fotos, die zeigen, wie Glauben und Handeln in der Kirche praktisch umgesetzt werden. Ob kirchliche Gebäude, Mobilität oder nachhaltige Technologien im Fokus der Fotografie stehen, bleibt der eigenen Kreativität überlassen. Die wichtigsten Voraussetzungen sind, dass das Bild das eigene Werk der Einsenderin oder des Einsenders ist und aus dem Wirkungsbereich der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) stammt.

„In unserer Kirche gibt es so viele inspirierende Beispiele für gelebten Klimaschutz, aber leider kennen wir nur einen Bruchteil davon“, erzählt Simone Hüttenberend, Klimaschutzmanagerin und Initiatorin des Wettbewerbs. „Wir freuen uns auf viele spannende Fotos und die Geschichten. Es sind genau diese Bilder, die uns am meisten bewegen und die wir brauchen, um Veränderungen anzustoßen.“

Bis zum 30. Juni 2021 haben Teilnehmende die Möglichkeit, jeweils max. fünf Fotos einzureichen und attraktive Geldpreise im Gesamtwert von 1000 Euro zu gewinnen. Der erste Preis ist mit 500 Euro, der zweite Preis mit 300 Euro und der dritte Preis mit 200 Euro dotiert.

Aus allen Einsendungen werden zwölf Fotos ausgewählt, die in Form eines KIRCHE+KLIMA Wandkalenders veröffentlicht werden. Jede*r Gewinner*in erhält zusätzlich einen solchen Wandkalender.

 

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news-2027Mon, 19 Apr 2021 11:28:16 +0200Ökumenische Vesper aus der Ev. Erlöserkirche Attendornhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/live-gottesdienst-am-25-april-ab-17-uhr-ueber-youtube/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8708aa848574a2e0994fa0637d236be0### Kollekte im Gottesdienst ###

Mit der Kollekte richtet die Vesper den Blick nach Syrien. Die Bilder von der zerstörten Stadt Homs sind noch im Gedächtnis.
Priester Jihad Nassif setzt der Zerstörung etwas entgegen. Er sammelt Spenden, um die Menschen in der ländlichen Region von Homs medizinisch zu versorgen.

Ihr Beitrag für Medikamente und lebensnotwendige Behandlungen kann in Syrien Leben retten.

Überweisen Sie die Kollekte zur Vesper bitte auf das folgende Konto:

Geben Sie bitte unbedingt den Verwendungszweck „Medizinischer Notfonds Homs“ ein.

Kontoverbindung: 
Verwendungszweck: Medizinischer Notfonds Homs
Kontoinhaber: Kirchengemeinde Rüdersdorf
Konto-Nr: 8012490
BLZ: 52060410 bei der Evangelischen Bank
IBAN: DE65 5206 0410 0008 0124 90
BIC: GENODEF1EK1


MedienInfo 16/2021
 

Der traditionelle Ökumenische Vespergottesdienst der christlichen Konfessionen in Westfalen und Lippe wird am kommenden Sonntag (25. April 2021) in der Ev. Erlöserkirche Attendorn gefeiert. Pandemiebedingt nicht als Präsenzgottesdienst mit Gemeinde, sondern als Gottesdienst über YouTube, der von überall aus mitgefeiert werden kann. 

Die Predigt zum Bibelwort „Durch IHN leben wir doch, bewegen wir uns und haben wir unser Dasein“ (Apostelgeschichte 17,28a) hält der lippische Landessuperintendent Dietmar Arends. Für die ausrichtenden Kirchen gestalten Präses Annette Kurschus und Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller (Evangelische Kirche von Westfalen) sowie Erzbischof Hans-Josef Becker (Erzbistum Paderborn) den Gottesdienst liturgisch mit. 

Weitere Mitwirkende sind: Pfarrer Andreas Schliebener und Wolfgang Dröpper (Kirchengemeinde Attendorn-Lennestadt), Superintendent Dr. Christof Grote (Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg), Dechant Andreas Neuser (Kath. Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist, Attendorn) Pfarrer Ralf Prange (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Olpe-Siegen-Wittgenstein), Pfarrer Elias Celik (Syrisch-Orthodoxe Kirche in Deutschland), Bischof Anban Damian (Koptisch-Orthodoxe Kirche in Deutschland) und Erzpriester Panagiotis Tiriakidis (Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland). Musikalisch gestalten den Gottesdienst Organist Michael Wurm und Sopranistin Juliane Beckmann.

Bereits seit 1999 feiern die christlichen Konfessionen in Ostwestfalen-Lippe alljährlich einen ökumenischen Gottesdienst. Die leitenden Theologen predigen dabei im Wechsel.

 

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news-2026Fri, 16 Apr 2021 13:06:52 +0200 Pflanzaktion der Ev. Friedhöfe: Präses Annette Kurschus lädt Gemeinden zur Teilnahme einhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/baeume-der-hoffung-fuer-die-opfer-der-corona-pandemie/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3b39e1013c142294b630bc4a830b6117MedienInfo 15/2021

Mit „Bäumen der Hoffnung“ will die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) zum Ewigkeitssonntag 2021 (21.11.) der Opfer der Corona-Pandemie gedenken. Präses Annette Kurschus lädt alle westfälischen Kirchengemeinden ein, sich mit ihren Evangelischen Friedhöfen an der ganz besonderen Pflanzaktion zu beteiligen.

„Mit der Aktion ‚Bäume der Hoffnung‘ wenden wir uns an alle, die in Pandemiezeiten einen geliebten Menschen verloren haben“, sagt die leitende Theologin der EKvW. „Wir laden dazu ein, für diesen Menschen auf einem unserer Evangelischen Friedhöfe einen Baum zu pflanzen. So findet das Gedenken einen konkreten Ort und die persönliche Trauer erhält einen sichtbaren Ausdruck. Die Bäume werden wachsen und grünen und blühen – und sind damit Bilder eines Lebens, das stärker ist als der Tod.“

Die Idee: Die „Bäume der Hoffnung“ – alte Obstsorten und klimaresistente Laubgehölze – sollen ab dem Ewigkeitssonntag 2021 gepflanzt werden. Die westfälische Landeskirche unterstützt die Pflanzaktion, indem sie den ersten zehn Evangelischen Friedhöfen, die sich daran beteiligen, den jeweils ersten Baum kostenlos zur Verfügung stellt. Ideengeber ist übrigens Pfarrer Hendrik Meisel von der Ev. Kirchengemeinde Neubeckum, der für seinen Friedhof bereits die ersten Sponsoren und Baumspenderinnen gewinnen konnte.

Das Ziel: „Auf unseren Evangelischen Friedhöfen werden blühende Orte des Gedenkens entstehen. Sie halten die Erinnerung an die Pandemiezeit lebendig – und an die Menschen, die in dieser Zeit gestorben sind. Als ‚Orte der Hoffnung‘ bringen Evangelische Friedhöfe unsere christliche Gewissheit zum Ausdruck, dass wir zu jeder Zeit auf das Leben zugehen – auch im Sterben und durch den Tod hindurch“, so Präses Annette Kurschus.

Weitere Auskünfte zu den „Bäumen der Hoffnung“ erteilen Ulrike Jurczik (ulrike.jurczik@lka.ekvw.de) oder Brigitte Goldbach (brigitte.goldbach@lka.ekvw.de).

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news-2025Thu, 15 Apr 2021 15:47:09 +0200Altsuperintendent Klaus-Peter Röber gestorbenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/frueherer-superintendent-des-kirchenkreises-herne-wurde-81-jahre-alt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bbf96fa698a72e26fd58ab531a9b6d7bAm Samstag nach Ostern (10. April 2021) ist Pfarrer Klaus-Peter Röber, Superintendent des Kirchenkreises Herne von 1985 bis 2004, im Alter von 81 Jahren gestorben.

Röber kam 1968 in die Kirchengemeinde Rauxel, wo ihn das Presbyterium nach einem Jahr als Hilfsprediger Ende 1969 in die Pfarrstelle wählte. Bereits 1972 übertrug ihm die Kreissynode das Amt des Synodalassessors und machte ihn damit zum Stellvertreter von Superintendent Fritz Schwarz. Nach dessen plötzlichem Tod am 5. Juli 1985 wählte ihn die Kreissynode am 14. September 1985 zum Superintendenten. Dieses Amt übte er auf eigenen Wunsch zusammen mit dem Pfarramt in Rauxel bis zu seiner Pensionierung Ende 2004 nebenamtlich aus.

Der Kontakt zu seiner Gemeinde rund um die Pauluskirche, wo er bis zuletzt den Gottesdienst besuchte, wollte Röber auch als Superintendent nicht missen. „Hier hatte ich mit Menschen jeden Alters zu tun, vom Baby bis zum Greis“, hatte er vor einigen Jahren in einem Interview über die Besonderheit des Pfarrberufs gesagt. „Was mir am meisten Freude gemacht hat, war das Predigen.“

Klaus-Peter Röber ist in der vergangenen Woche ins Krankenhaus gekommen. Noch am Donnerstag hat Pfarrer Johannes Ditthardt ihn hier besucht und mit ihm das Heilige Abendmahl gefeiert, am Samstagvormittag ist er eingeschlafen. Röber hinterlässt seine Frau Monika. „Wir sind mit unseren Gedanken und Gebeten bei ihr und allen, die um ihn trauern“, so Superintendentin Claudia Reifenberger.

Die Beerdigung ist am Montag, 19. April, um 12 Uhr auf dem Evangelischen Friedhof Castrop.

 

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news-2024Wed, 14 Apr 2021 13:14:15 +0200Raum für Trauer in Pandemie-Zeiten / Präses Annette Kurschus beim Treffpunkt Gendarmenmarkt der EKDhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/das-sterben-und-der-tod-werden-zunehmend-vom-leben-ferngehalten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dfb99aaf4e8b16d457b2344c2805d687Präses Annette Kurschus und Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau sprachen beim „Treffpunkt Gendarmenmarkt“ der EKD darüber, wie Corona-Beschränkungen die Trauerkultur verändern. Wie wichtig der persönliche Abschied ist, daran erinnern eine Gedenkveranstaltung für die Verstorbenen der Corona-Pandemie in Berlin und die ökumenische Woche für das Leben.  

Isolation und Einsamkeit bestimmen in Corona-Zeiten nicht nur den Alltag, sondern auch das Sterben und Trauern vieler Menschen. Vor diesem Hintergrund fragte der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Prälat Martin Dutzmann, am Dienstagabend (13. April) bei der digitalen Veranstaltung „Treffpunkt Gendarmenmarkt“, wie Trauer trotzdem Raum bekommen kann. Seine Gesprächsgäste waren Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und stellvertretende Vorsitzende des Rates der EKD, und die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau.

Ein Tag des Innehaltens: Gedenkfeier für die Verstorbenen der Coronazeit

„80.000 Tote sind eine schier unfassbare Zahl. Wie viele mehr Menschen mögen wohl um diese 80.000 trauern?“, fragte Dutzmann. Es gebe so viele ungehörte letzte Worte und so viele nicht gehaltene Hände, es fehlten so viele bekannter Gesichter bei der Beerdigung. Ein Trost soll die zentrale Gedenkfeier von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Sonntag in Berlin sein. „Auch wenn die Pandemie noch nicht überwunden ist, soll dies ein Tag des Innehaltens sein, der zeigt, dass wir als Gesellschaft Anteil nehmen, die Toten und das Leid der Hinterbliebenen nicht vergessen“, teilte des Bundespräsidialamt mit.

Präses Kurschus hat im April 2015 bei der Trauerfeier für die Hinterbliebenen der Opfer des Germanwings-Absturzes in den französischen Alpen im Kölner Dom gepredigt. „Ich habe gespürt, in allem Schrecken, wie heilsam gemeinsames Trauern sein kann. Unsere Tradition hält Musik, Gesten und Worte bereit, die dabei helfen – etwa Choräle, Gebete und Psalmen“, sagte sie in der Diskussion über kollektives öffentliches Gedenken. Politikerin Pau hat bei den Gedenkveranstaltungen nach den Amokläufen an Schulen in Erfurt und Minden erlebt, „wie wichtig es ist, die Menschen einzubinden und mit ihnen zu sprechen“.  

„Keiner dieser Menschen von Gott vergessen“

Gefragt nach den unterschiedlichen Aufgaben von Staat und Kirche in der Pandemie sagte Kurschus: „Wir halten das Oberlicht offen für eine Kraft, die über unsere eigenen Möglichkeiten hinausgeht.“ Die Kirche gebe einen Trost weiter, den sie selbst empfange: „Wir gedenken der Menschen, die einsam gestorben sind, in der tiefen Gewissheit, dass keiner dieser Menschen von Gott vergessen und aus Gottes Händen gefallen ist.“ Die Corona-Krise sei zugleich wie ein Brennglas, das vorhandene Missstände sichtbar werden lasse, auch mit Blick auf die Trauerkultur. „Das Sterben und der Tod werden zunehmend aus der Öffentlichkeit ausgelagert und vom Leben ferngehalten. Die Tendenz, Sterbende allein zu lassen, hat sich in dramatischer Weise verstärkt“, sagte die Präses. Das Abschiednehmen in kleinstem Kreis sei gegenwärtig notwendig. Dabei brauche das Trauern eine Öffnung und die Erinnerung einen Resonanzraum derer, die die Verstorbenen kannten.

Pau hält körperliche Nähe nicht nur in Begleitung eines Sterbenden für wichtig, sondern auch bei Besuchen in Alten- und Pflegeheimen. „Menschen sind nicht nur an Corona, sondern auch an Einsamkeit gestorben“, sagte sie. Die Politik müsse auch die Folgen ihrer Entscheidungen für die Gesellschaft und ihren Zusammenhalt bedenken. Die Bundestagsabgeordnete der Linken hätte Ostern gerne einen Freiluftgottesdienst besucht und mit Abstand gesungen. „Wir als Entscheidungsträger sind in der beständigen Verantwortung, nicht nur zu erklären, was wir tun, sondern es auch immer wieder zu überprüfen.“

Gedenkakt und Gottesdienst für die Verstorbenen der Coronazeit

Am Gedenkakt am Sonntag, 18. April, um 13 Uhr im Konzerthaus Berlin am Gendarmenmarkt nehmen die Spitzen der Verfassungsorgane und Hinterbliebene teil. Von 10.15 bis 11 Uhr findet ein ökumenischer Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche statt.
Der Gedenkakt wird unter anderem live im ZDF, im Deutschlandfunk und auf verschiedenen ARD-Hörfunkwellen übertragen.

Woche für das Leben

Die „Woche für das Leben“ unter dem Motto „Leben im Sterben“ beginnt am 17. April um 10.30 Uhr mit einem Auftaktgottesdienst im Livestream aus dem Dom zu Augsburg.

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news-2023Tue, 13 Apr 2021 11:10:11 +0200Kirchen in NRW grüßen zum Beginn des Ramadan 2021http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gemeinsamer-einsatz-fuer-eine-bessere-welt-nach-corona/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f8697e5453cf38b318d2c683931e0d9eMedienInfo Nr 14/2021

Zum beginnenden muslimischen Fastenmonat Ramadan wenden sich die fünf katholischen (Erz-)Bistümer und die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen mit einer gemeinsamen Grußbotschaft an Musliminnen und Muslime.

Wie das christliche Osterfest, so steht auch der Fastenmonat Ramadan zum zweiten Mal in Folge unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. Dabei hat die Krankheit angesichts vieler erkrankter oder verstorbener Menschen mittlerweile ein Gesicht bekommen. Das ganze Ausmaß zeigt sich im Internet in Listen mit den Namen unzähliger an Corona verstorbener Menschen, die sich dem Vergessen entgegenstellen. „Die überwältigende Dynamik der Pandemie zeigt uns, wie gut es ist, dass wir als muslimische und christliche Gläubige darauf vertrauen dürfen, dass Gott selbst uns in seinem Erinnern umfasst“, heißt es dazu im Grußwort. Dieses Vertrauen trägt in den alltäglichen Herausforderungen der Corona-Zeit. Es bietet darüber hinaus die Grundlage im gemeinsamen Einsatz für eine bessere Welt in der Zeit nach der Pandemie. „Die Corona-Zeit zeigt uns an vielen Stellen, was wir in unserer Gesellschaft besser, gerechter, menschenfreundlicher gestalten können und müssen. Davon nicht zu schweigen und da, wo wir können, engagiert zu handeln, ist unsere Aufgabe als Glaubensgemeinschaften.“

Das Grußwort sieht Muslime und Christen somit in der Pflicht, sich gemeinsam für alle einzusetzen, die der Hilfe bedürfen: „Muslimische und christliche Stimmen sind nötig, wenn wir nach dieser Pandemie vor der Frage stehen, ob alles so bleiben kann, wie es bisher gewesen ist. Diese Stimmen können nur im Austausch und in der Begegnung ihren vollen Klang entfalten und so das Bewusstsein für das Gemeinwohl in unserer Gesellschaft vertiefen.“

Unterzeichner des Grußwortes sind Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Erzbischof Hans-Josef Becker (Erzbistum Paderborn), Bischof Helmut Dieser (Bistum Aachen), Bischof Felix Genn (Bistum Münster), Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen), Präses Thorsten Latzel (Evangelische Kirche im Rheinland), Bischof Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen) und Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbistum Köln).

 

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news-2022Mon, 12 Apr 2021 13:49:27 +0200Kirchliche Hochschule bietet „Schnupperstudium“http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/digitale-lehrveranstaltungen-in-evangelischer-theologie/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e28170c6225adc46389980b20478cd4fDie Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel bietet jungen Menschen die Möglichkeit, kostenlos in das Studienfach „Evangelische Theologie“ hineinzuschnuppern. Dazu können sie digitale Lehrveranstaltungen besuchen, die in dem am 13. April startenden Sommersemester angeboten werden.

Das „Schnupperstudium“ richtet sich an junge Menschen bis 20 Jahre mit Abitur. Das Angebot ist kostenfrei und beinhaltet 18 speziell für diese Zielgruppe ausgewählte Lehr- und Informationsveranstaltungen der Kirchlichen Hochschule. Die Anmeldung ist ab sofort bis zum 30. April per E-Mail an schnupperstudium@kiho-wuppertal-bethel.de möglich.

Die Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel ist eine staatlich anerkannte Hochschule in kirchlicher Trägerschaft mit Standorten in Wuppertal und in Bielefeld. Auf dem Campus Wuppertal studieren zukünftige Pfarrerinnen und Pfarrer Evangelische Theologie, ab 2021 auch in dem Weiterbildungsstudiengang „Master of Theological Studies“. Am Standort Bielefeld qualifizieren sich Leitungskräfte aus diakonischen Verbänden und sozialwirtschaftlichen Unternehmen sowie Studenten aus Kirchen des globalen Südens in den Studiengängen Diakoniemanagement, Diaconic Management und Diakoniewissenschaft. (epd)

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news-2021Wed, 07 Apr 2021 19:25:09 +0200Evangelische Kirchen und Diakonie ermutigen mit Broschüre zum Bau günstiger Wohnungenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/eigentum-nutzen-wohnungsnot-verringern/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=62f2c65212844f702642fcfccdd8a7d4MedienInfo 13/2021
 

Noch nie war ein Zuhause so wichtig wie in der Corona-Pandemie. Doch in Deutschland fehlen jährlich etwa 400.000 bezahlbare Wohnungen. Diakonie und Kirche wollen gegen Wohnungsnot aktiv werden und nutzen dafür eigene Grundstücke und Immobilien. Ein neuer Praxisleitfaden des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) unterstützt sie dabei.

"Wohnen ist in Deutschland zur neuen sozialen Frage geworden. Immer mehr Menschen können die stark steigenden Mieten nicht zahlen und geraten dadurch in Armut", betont Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann. "Als Kirche und Diakonie haben wir eine besondere Verantwortung dafür, dass bedarfsgerechter und bezahlbarer Wohnraum entsteht. Er ist eine wesentliche Grundlage für das Wohlergehen, die Lebensqualität und die Teilhabe von Menschen in unserer Gesellschaft", ergänzt Kirchenrat Volker König von der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Tipps zu Konzept, Planung und Finanzierung

Unter dem Titel "Weil alle ein Zuhause brauchen. Wohnraum planen – sozial und nachhaltig" gibt die Broschüre Tipps, wie mit einem guten Konzept, sorgfältiger Planung, kreativen Finanzierungsmodellen und Kooperationen neue faire Wohnformen entstehen können. Die Empfehlungen basieren auf Erfahrungen der Evangelischen Kirchen im Rheinland und in Westfalen, Diakonischer Werke, der Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) sowie der Kirchlichen Zusatzversicherungskasse Rheinland-Westfalen (KZVK Dortmund).

Nicht immer müssen Kirche und Diakonie alleine die Bauherrinnen sein, wie ein Projekt im Kreis Minden zeigt. Die "Aufbaugemeinschaft Espelkamp", eine kirchlich und diakonisch mitgetragene Wohnungsbaugesellschaft, realisiert gerade ein Bauprojekt für 3,5 Millionen Euro. Eine örtliche Kirchengemeinde stellt das Grundstück als Erbbaurecht, die Aufbaugemeinschaft baut das Haus und eine diakonische Stiftung mietet die Wohnungen für Jugendliche, die sozialpädagogisch betreut werden.

Generationsübergreifendes Wohnen

In Köln, der Stadt mit der höchsten Altersarmut in NRW, hat die Diakonie Michaelshoven mit der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Köln-Sülz auf einem eigenen Grundstück 24 barrierefreie Appartements für Seniorinnen und Senioren mit geringem Einkommen gebaut. Sie werden von zwei Studierenden unterstützt, die dort für eine sehr günstige Miete wohnen.

Die rheinische Kirche nimmt neben älteren Menschen auch junge Familien in den Blick, die es auf dem angespannten Wohnungsmarkt in Düsseldorf besonders schwer haben. Auf dem Gelände ihres ehemaligen Funk-, Film- und Fernsehzentrums errichtet sie ein Gebäude mit einer Tagespflegeeinrichtung für Senioren, preisgünstigen Wohnungen für ältere Menschen mit betreutem Wohnen sowie Wohnungen für junge Familien. Rund 25 Millionen Euro investiert sie in das Projekt.

"Es gibt viele gute Beispiele, wie Kirche und Diakonie daran mitwirken, fairen und barrierefreien Wohnraum zu schaffen", sagt Landeskirchenrat Dr. Jan-Dirk Döhling von der Evangelischen Kirche in Westfalen. "Wir wünschen uns, dass es noch mehr werden. Dazu soll unsere Handreichung ermutigen."

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news-2016Fri, 02 Apr 2021 07:00:00 +0200Stichwort: Karfreitaghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/der-stille-feiertag/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=551aa8c9a6e3c49080220beda227ca96Am Karfreitag (2. April) erinnern Christen an das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz. Karfreitag wird damit in Verbindung mit Ostern, der Feier der Auferstehung Jesu, zu einem zentralen kirchlichen Feier- und Gedenktag. Für evangelische Christen hat der Karfreitag eine besonders große Bedeutung. Er ist zudem ein sogenannter stiller Feiertag.

In der Bibel wird die Geschichte erzählt, wie Jesus, nachdem er von einem seiner Jünger an seine Widersacher verraten wurde, in Jerusalem zum Tod durch das Kreuz verurteilt wird. Die Kreuzigung war damals die grausamste Art der Hinrichtung. Jesus muss sein Kreuz zur Todesstätte außerhalb der Stadtmauern selbst tragen, aus Spott wird ihm eine Dornenkrone auf den Kopf gesetzt. Schließlich wird Jesus ans Kreuz genagelt und stirbt. Das Christentum wurde so zur Religion des Kreuzes.

Viele Christen finden Trost darin, dass Gott das Leid der Menschheit kennt und sich ihm selbst aussetzt. Weil Gott Jesus am dritten Tag nach seinem Tod auferweckt, glauben Christen, dass Jesus Gewalt, Schmerzen und Tod ein für alle Mal überwunden hat und somit das Leben über den Tod gesiegt hat. Viele Christen verstehen seinen Tod auch als Sühne, indem er die Sünden der Menschen auf sich genommen und sie dadurch mit Gott versöhnt hat.  Die Vorstellung, Jesus sei ein Opfer, das stellvertretend zur Sühne erbracht wurde, wird heute theologisch unterschiedlich interpretiert.

Die Leidensgeschichte Jesu, auch Passion genannt, ist zentraler Bestandteil aller biblischen Evangelien. Auf sie läuft Jesu Geschichte hinaus und aus ihr lässt sie sich verstehen. So wird die Passionsgeschichte zu einer "Grunderzählung" des Christentums. Entsprechend oft wurde sie in Musik und Kunst rezipiert, etwa in den großen Oratorien von Johann Sebastian Bach. Die Kehrseite der Passionsgeschichte ist die Förderung eines christlichen Antijudaismus. Christen gaben Juden in der Folge häufig die Schuld an Jesu Kreuzigung. Heute lehnen die katholische und die evangelische Kirche jede Form von Antijudaismus ab.

In den meisten Gemeinden schweigen am Karfreitag die Kirchenglocken. Taufen oder Trauungen finden nicht statt. In einigen katholisch geprägten Gegenden tritt an die Stelle des Morgen-, Mittag-, und Abendgeläuts der Brauch, mit Ratschen und Klappern durch die Straßen zu ziehen. Gottesdienste werden oft gegen 15 Uhr zur Todesstunde Jesu gefeiert. Manchmal sind der Altar und das Kreuz verhängt. In diesem Jahr werden zum zweiten Mal während der Corona-Pandemie in vielen Gemeinden Gottesdienste ohne anwesende Gemeinde stattfinden.

Öffentliche Sportveranstaltungen, Jahrmärkte, Musik- und Tanzveranstaltungen fallen am Karfreitag aus. Auch Kinos und Theater müssen ihr Programm dem stillen Charakter des Tages anpassen, wie es in den Feiertagsgesetzen der Bundesländer heißt. Diskotheken und Spielkasinos müssen vielerorts schließen. Darum gibt es gesellschaftliche Diskussionen, weil insbesondere nicht-gläubige Menschen sich in ihren Grundrechten eingeschränkt fühlen. (epd)

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news-2019Thu, 01 Apr 2021 11:00:00 +0200Themenseite der EKD bündelt evangelische Angebote zu Osternhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ostergottesdienste-geben-hoffnung-in-der-pandemie/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a0f1b435ad42dba22a74d2ccd89d74d6Auch die diesjährige Karzeit und die Ostertage werden von der Corona-Pandemie geprägt sein. Von umso größerer Bedeutung ist es, die Osterzeit als Zeit des Trostes und der Hoffnung zu gestalten. Dazu tragen wesentlich auch die Gottesdienste bei, in denen Christinnen und Christen sich an Christi Kreuzigung, Tod und Auferstehung erinnern. Auf der Themenseite www.ostergottesdienste.de bündelt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ab sofort Informationen und Impulse rund um die Karwoche und Ostern.

Für alle, die sich im Vorwege über evangelische Gottesdienste von Karfreitag bis Ostermontag informieren möchten, steht auf der Themenseite eine Datenbank zur Verfügung, in der die evangelischen Landeskirchen eine Auswahl ihres gottesdienstlichen Angebotes zusammengestellt haben. Evangelische Gottesdienste werden bundesweit sowohl in Funk und Fernsehen und in digitalen Gottesdienstformaten als auch in den vertrauten Kirchenräumen in präsentischen Gottesdiensten oder unter freiem Himmel gefeiert. Die Entscheidungen für oder gegen Präsenzgottesdienste werden von den Gemeinden unter Berücksichtigung der pandemischen Situation vor Ort - insbesondere der Inzidenzwerte - verantwortungsvoll getroffen. In allen Präsenzgottesdiensten gelten strenge Hygiene- und Schutzkonzepte, die auch der veränderten Situation durch die besonders aggressive Virusmutation Rechnung tragen werden.
 
Die zahlreichen Übertragungen von Gottesdiensten in Fernsehen, Rundfunk und per Livestream ermöglichen auch den Menschen, die wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr den Gottesdienst von zuhause mitfeiern wollen, die Teilnahme an einer liturgischen Feier. Die Internetseite www.ostergottesdienste.de bietet darüber hinaus auch Materialien und Anregungen für Hausandachten. (EKD)

 

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news-2018Thu, 01 Apr 2021 09:00:00 +0200Präses Annette Kurschus: Österliche Hoffnung und Osterjubel trotz Schutzmaßnahmenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ostern-ist-anders-immer/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=550d40e057753c6ff02e304c75a9e3e8MedienInfo 12/2021
 

Ostern findet statt. Auch im zweiten Jahr der Pandemie anders als gewohnt. Aber landeskirchenweit haben sich westfälische Kirchengemeinden kreativ und engagiert darauf vorbereitet, „die Osterbotschaft mit ihrer hoffnungsvollen Kraft unter die Leute zu bringen“. Präses Annette Kurschus würdigt in ihrer Osterbotschaft 2021 das vielfältige Engagement zahlreicher Haupt- und Ehrenamtlicher und ist gewiss: „Zu Ostern werden wir die Kraft des Auferstandenen spüren!“  

Die Osterbotschaft von Präses Annette Kurschus im Wortlaut:

„Ostern ist anders. Immer. Neu und überraschend anders. Mit unermüdlichem Elan und reizvollen Ideen haben sich unsere Kirchengemeinden auch in diesem Jahr – dem zweiten der Pandemie – darauf vorbereitet, die Osterbotschaft mit ihrer hoffnungsvollen Kraft unter die Leute zu bringen. Jugendliche und junge Erwachsene werden mit ihren technischen Kenntnissen zum Segen und helfen mit, Gottesdienste in großer Zahl und mit vielen Teilnehmenden digital zu feiern. 
Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker sind mit hohem Einsatz unterwegs und probieren ungewohnte Wege aus, um uns den Osterjubel in die Ohren zu spielen und ins Herz zu singen. Kirchenräume sind geöffnet zur Einkehr und zum Gebet. Auf Friedhöfen wird in österlicher Hoffnung der Toten gedacht. Unzählige Ehrenamtliche haben für ihre Gemeinden Kreuzwegandachten zum Mitnehmen vorbereitet, planen Osterspaziergänge, halten Bildergeschichte für Kinder bereit. Hier gibt es Tulpen mit Ostergrüßen an der Kirchentür, dort werden Blumenzwiebeln verteilt, um daheim neues Leben zu pflanzen. Seelsorgerinnen und Seelsorger sind in Ruf- und Reichweite.

Für die Evangelische Kirche von Westfalen haben wir entschieden, unseren Gemeinden die Feier von leibhaftigen Gottesdiensten mit den erforderlichen Schutzmaßnahmen nur bis zu einem Inzidenzwert von 100 im jeweiligen Landkreis bzw. in der kreisfreien Stadt zu empfehlen. In vielen Kirchengemeinden werden die ersehnten Ostergottesdienste daher auf andere Weise gefeiert. Lassen Sie sich überraschen! Ja, ich gebe zu: Auch in diesem Jahr werde ich die vertrauten Gottesdienste zu unserem höchsten christlichen Fest, vor allem die direkte Begegnung mit den Menschen und das gemeinsame Singen und Musizieren, erneut schmerzlich vermissen. Ich weiß, dass ich damit nicht allein bin. Zugleich bin ich gespannt, wie in diesem Jahr Ostern wird. Ostern ist anders. Immer. Was wir in diesen Tagen feiern, lebt ja nicht im Kern aus den vertrauten Ritualen und bewährten Formen – so lieb sie uns sind. Was wir feiern, empfangen wir aus der Botschaft der Engel am Grab Jesu: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden!“

Diese Botschaft stellt alles auf den Kopf. Nichts ist mehr sicher. Nicht einmal der Tod. Zu Ostern ist die schöpferische Kraft des lebendigen Gottes am Werk, von der es heißt: „Siehe ich mache alles neu.“ Mag sein, dass wir selbst hier und da mit unseren Kräften am Ende sind. Zu Ostern bekommen wir´s mit der Kraft des Auferstandenen zu tun. Wir werden sie spüren, hautnah, womöglich kaum wahrzunehmen, hauchzart nur. In jedem Fall neu und überraschend. Anders eben. Auch und gerade in diesem Jahr.“

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