Aktuelles :: EKvW.dehttp://www.evangelisch-in-westfalen.dedeEvangelische Kirche von Westfalen, LandeskirchenamtFri, 23 Aug 2019 18:14:28 +0200Fri, 23 Aug 2019 18:14:28 +0200TYPO3 EXT:newsnews-1595Wed, 21 Aug 2019 19:03:15 +02001. Westfälischer Pilgerweg mit Flüchtlingen von Osnabrück nach Münster am 30. Augusthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/mit-fluechtlingen-auf-den-spuren-des-westfaelischen-friedens/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3180a9fda1fc494359159f3791715f1eDie evangelische Kirche ruft zur Teilnahme am ersten Westfälischen Pilgerweg mit Flüchtlingen von Osnabrück nach Münster auf. Vom 30. August bis 1. September wollen sich Menschen aus der Region und den Niederlanden zusammen mit Flüchtlingen und Migranten auf die historischen Spuren des Westfälischen Friedens von 1648 begeben. 

Im Gebiet der Evangelischen Kirche von Westfalen führt der Pilgerweg durch die Kirchenkreise Münster und Tecklenburg. Auf der 74 Kilometer langen Route macht die interreligiöse Pilgergruppe dabei Zwischenstationen in Lengerich und Ladbergen, wo vor über 370 Jahren wichtige Verhandlungen zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges stattfanden – ein Ziel dabei ist es, ein friedliches Miteinander zu leben, sich für Frieden einzusetzen und Friedensstifter zu werden, um heute neue Friedensgeschichten erzählen zu können.

Münster und Osnabrück seien historisch bedeutsame Orte, weil mit den dort unterzeichneten Friedensverträgen „neue Hoffnung auf die Erneuerung Europas, auf eine Wendung zum Frieden“ entstanden sei, sagt Pfarrer Jean-Gottfried Mutombo vom Amt für Mission, Ökumene und Weltverantwortung der westfälischen Landeskirche (MÖWe). Damals sei man zu Fuß oder zu Pferd von Osnabrück nach Münster gereist, das wolle man heute nachvollziehen. Laut Mutombo biete der Friedenspilgerweg Gelegenheit zur Begegnung zwischen Menschen, die schon lange in Deutschland leben und solchen, die vor Krieg und Gewalt hierhin geflohen sind.

Die Pilger starten am Freitag, den 30. August, um 10 Uhr am Rathaus Osnabrück. Über Hasbergen geht es zur Stadtkirche Lengerich und einen Tag später weiter nach Ladbergen, wo im Begegnungszentrum Schultenhof ein Begegnungsfest zwischen Flüchtlingen und Einheimischen geplant ist. Die Etappe am 31. August endet in Schmedehausen bei Greven. Die letzte Wanderstrecke am Antikriegstag, dem 1. September, führt dann mit Zwischenhalten an Gedenkorten zum historischen Rathaus Münster, Ankunft ist voraussichtlich gegen 15 Uhr. Dort wird es einen Empfang von Kirchenkreis und Stadt Münster geben, bei dem der westfälische Oberkirchenrat Ulrich Möller ein Grußwort sprechen wird.

Organisiert wird der Pilgerweg in Kooperation des Referates Erwachsenenbildung im Jugend- und Bildungswerk des Ev. Kirchenkreises Münster und dem Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Ev. Kirche von Westfalen.(epd)

]]>
AktuellesSuchendeMitarbeitende
news-1594Wed, 21 Aug 2019 14:42:00 +0200EuropaForum „Dreißig Jahre nach dem Mauerfall“ vom 27. bis 28. September 2019 in Bielefeldhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/1989-2019-von-euphorischen-erwartungen-aktuellen-enttaeuschungen-und-neuen-visionen-in-ost-und-west/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8d855e190516e5b8d7612ea3cb39558dMit dem Fall der Mauer und dem Ende des sogenannten Kalten Krieges begann Europas Öffnung zum Osten. Partnerschaften blühten auf, neue Städtepartnerschaften Richtung Mittel- und Osteuropa wurden etabliert. Und 15 Jahre später nahm die EU viele der ehemaligen Ostblockstaaten als neue Mitglieder in die wirtschaftliche und politische Gemeinschaft auf. Doch nach 30 Jahren ist wenig von der Europa-Euphorie der Anfangsjahre übrig geblieben.

Gleichzeitig zeigte die letzte Europawahl, dass die europäische Bevölkerung Europa neu denken will. Dominiert der Westen in Europa, hat Osteuropa den Westen imitiert? Wie geht ein demokratisches Europa mit nationalistischen und rechtspopulistischen Regierungen um? Welche Konsequenzen kommen im Zuge des Brexits auf Englands Nachbarn und Europa insgesamt zu? Wie geht die Europapolitik mit der Klimakrise um? Und welche Rolle spielen die Kirchen in Europa dabei?

Dazu lädt der Europaausschuss der EKvW Europainteressierte aus Kirchengemeinden, Kirchenkreisen, kirchlichen Partnerschaften und Initiativen sowie europaneugierige Menschen ein, am EuropaForum vom 27. bis 28. September 2019 im Jugendgästehaus Bielefeld teilzunehmen. Das Ziel der Veranstaltung ist es, gemeinsam neue Ideen für Kooperation und Engagement auf europäischer Bühne zu entwickeln, die zum Schluss in einer Ergebnissicherung festgehalten werden. Eine Übernachtung inkl. Verpflegung wird optional angeboten.

Zum Angebot gehören Vorträge, Workshops und viele Gelegenheiten zum Austausch mit Gästen aus der internationalen Ökumene. Sven Giegold, MdEP, Bündnis90 / Die Grünen und der ungarische Politikwissenschaftler Dr. Gregely Pröhle geben in ihren Vorträgen jeweils einen Rück- und Ausblick aus westeuropäischer bzw. mittel- und osteuropäischer Perspektive, während die verschiedenen Workshops unter anderem Input von Fridays for future Bielefeld und Reverend Alan F. Miller von der Church of Scotland erhalten.

Interesse geweckt? Die vollständige Programmübersicht sowie Informationen zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem Flyer des EuropaForums in der rechten Spalte.

]]>
AktuellesSuchendeMitarbeitende
news-1593Tue, 20 Aug 2019 19:41:03 +0200Evangelischer Theologe Rolf Krebs erhält Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/auszeichnung-fuer-ehemaligen-superintendenten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b01fb93cbc451bcafdb744d6be3912d8Der frühere Beauftragte der evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung, Rolf Krebs, wird mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt. Zusammen mit 14 weiteren bekannten Persönlichkeiten und engagierten Bürgern erhält er die Auszeichnung am 23. August im Schloss Nordkirchen im Kreis Coesfeld, wie die Staatskanzlei am Dienstag in Düsseldorf mitteilte.

Der Verdienstorden wird an Menschen verliehen, die sich besonders für soziale und gesellschaftliche Projekte eingesetzt haben. Rolf Krebs war von 1996 bis 2004 Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken. Von 2004 bis 2013 hielt er als Beauftragter der drei evangelischen Landeskirchen in NRW Kontakt zu Landtag und Landesregierung. Als Mitgründer des Rotary-Clubs Gronau habe er zudem geholfen, viele soziale Projekte umzusetzen, erklärte die Staatskanzlei.

Ausgezeichnet werden außerdem Künstler und „Stolperstein“-Initiator Gunter Demnig, der seit 1992 „Stolpersteine“ im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus verlegt, Frank Hoffmann, der ehemalige Intendant der Ruhrfestspiele, und der Radio- und Fernsehmoderator Götz Alsmann für seine Unterstützung der Hospizbewegung Münster und des Vereins „Herzenswünsche“.

Den Verdienstorden erhalten daneben unter anderem der frühere Fußballnationalspieler Horst Hrubesch, der seine Bundesligakarriere bei Rot-Weiß Essen begann, die ehemalige Landeskulturministerin Ute Schäfer (SPD) und der frühere NRW-Finanzminister Helmut Linssen (CDU). Geehrt werden auch die Düsseldorferin Lioba Lichtschlag, die seit 1984 den Männer-Kirchenchor in der Justizvollzugsanstalt Düsseldorf leitet, und der Kölner Mustafa Bayram, der die Kölner Bildungs- und Beratungsstelle „Coach“ mitgegründet hat.

Der Landesverdienstorden ist eine der höchsten Auszeichnungen Nordrhein-Westfalens. Er wurde 1986 zum 40. Geburtstag des Bundeslandes gestiftet. Die Zahl des Landesverdienstordens ist auf 2.500 begrenzt, bis Mai wurden 1.624 Bürger ausgezeichnet. (epd)

]]>
AktuellesMitarbeitende
news-1592Tue, 20 Aug 2019 09:06:06 +0200 Westfälische Präses besucht Konfirmanden-Camp in Wittenberghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kurschus-unsere-kirche-ist-nicht-kirche-ohne-euch/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=81bf2d4c578adf02ebd20aec42ffe29cDie westfälische Präses Dr. h. c. Annette Kurschus hat Konfirmanden auf einem bundesweiten Treffen in Wittenberg dazu ermutigt, sich weiterhin mit Neugier auf die kirchliche Gemeinschaft einzulassen und Kirche aktiv mitzugestalten. „Unsere Kirche ist nicht Kirche ohne Euch“, sagte Kurschus am Sonntag zum Abschluss des dritten „KonfiCamps“ in diesem Jahr.

Die stellvertretende Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) dankte den Jugendlichen, die aus dem ganzen Bundesgebiet zu dem fünftägigen Treffen unter dem Motto „Trust and Try“ angereist waren, dafür, dass „ihr unserer Kirche euer Gesicht, eure Ideen, eure Hoffnungen und eure Ungeduld gebt“.

Kurschus würdigte das Engagement vieler Jugendlicher für den Klimaschutz. „Ich bewundere seit Monaten, welches Engagement von Euch Jugendlichen ausgeht - für den konsequenten Schutz des Klimas, für die Bewahrung der Schöpfung“, betonte die Theologin. Sie sprach von einem „unerlässlichen Beitrag für den Frieden in unserer Welt“ und räumte selbstkritisch ein, nicht eindeutig genug selbst dafür eingetreten zu sein. Durch den Einsatz der Jugendlichen werde deutlich, dass Veränderungen möglich seien, wenn sich viele mit vereinten Kräften für eine gemeinsame Sache einsetzten, sagte sie.

Das Camp vom 14. bis 18. August in der „Luther-Stadt“ Wittenberg mit Gottesdiensten, Workshops, Aktionen und Konzerten beherbergte in Zelten rund 800 Jugendliche. Es war das dritte und letzte in diesem Jahr. Träger der Konfi-Camps ist seit vergangenem Jahr die Evangelische Wittenbergstiftung. (epd)

]]>
Aktuelles
news-1591Fri, 16 Aug 2019 10:29:26 +0200Immer mehr Schulen in NRW bieten gemeinsamen Religionsunterricht anhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gemeinsamkeiten-staerken/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=73a207cfdee27e85547749665d8374e2Fast doppelt so viele Schulen wie bislang wollen im kommenden Schuljahr in Nordrhein-Westfalen konfessionell-kooperativen Religionsunterricht anbieten. Die Zahl der beteiligten Schulen, die das auf Initiative der evangelischen und katholischen Kirche entstandene Unterrichtsangebot nutzen, steigt von 184 auf 356, wie das Schulministerium am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte.

Mit 193 Grundschulen wird diese Art des Unterrichts vor allem in der Primarstufe aufgegriffen, zudem wird der gemeinsame konfessionelle Religionsunterricht verstärkt in  Gesamt-/Sekundarschulen (82) und Gymnasien (50) vermittelt.

Sie freue sich, dass der konfessionell-kooperative Religionsunterricht im ganzen Land so gut angenommen werde, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). "Dieses Angebot stärkt die Gemeinsamkeiten der Konfessionen und wird ihren Unterschieden gerecht." Durch die Kooperation könnten sich Schülerinnen und Schüler ihrer eigenen konfessionellen Identität bewusster werden, die Sichtweise anderer besser verstehen und dabei ihre persönlichen religiösen Vorstellungen auf besondere Weise reflektieren.

Der konfessionell-kooperative Religionsunterricht startete im Schuljahr 2018/19 in NRW. Er basiert auf einer Vereinbarung zwischen der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Lippischen Landeskirche und den Bistümern Aachen, Münster und Essen sowie dem Erzbistum Paderborn. Das Erzbistum Köln beteiligt sich nicht daran. Im Mittelpunkt des Unterrichts steht die Betonung gemeinsamer christlicher Glaubensüberzeugungen und die Vermittlung der jeweiligen konfessionell unterschiedlichen Sichtweisen.

(epd)

]]>
AktuellesMitarbeitende
news-1590Thu, 15 Aug 2019 10:43:13 +0200Wittgenstein – USA: Siebtes Jugend-Austauschprogramm „Young Ambassadors“http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/die-welt-ein-kleines-bisschen-offener-und-schoener-machen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2ac22e9ae22c8ced95e4b85252a23afbImmer öfter schauen wir irritiert über den Atlantik in die USA und verstehen das Land immer weniger: die Politik und ihre Akteure, die Diskussionen und ihre Tonlage, lasche Waffengesetze und ihre Folgen, den Alltags-Rassismus in dem Land, in dem fast alle Menschen entweder selbst Einwanderer sind oder zumindest von welchen abstammen.

Aber Daneben-Stehen und Kopf-Schütteln helfen nicht weiter, besser ist es, einander zu begegnen, miteinander zu sprechen, den Anderen kennenzulernen. Genau deshalb waren jetzt wieder 15 Menschen aus dem Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein für drei Wochen in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Zum siebten Mal findet das Jugend-Austauschprogramm „Young Ambassadors“ zwischen dem Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein und der United Church of Christ in Indiana und Kentucky statt. Seit einem halben Jahr haben sich 13 junge Ehrenamtliche aus acht Kirchengemeinden unter der Leitung von Daniel Seyfried, Chef vom Kirchenkreis-Kompetenzzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit, und Laura Mengel, Ehrenamtliche im Leitungsgremium der Lukas-Kirchengemeinde und Teilnehmerin der fünften Young-Ambassadors-Generation, auf den Besuch in den USA vorbereitet. Im nächsten Jahr kommen in den Sommerferien die amerikanischen Austauschpartner nach Deutschland, um bei Gastfamilien in Wittgenstein und Hochsauerland und gemeinsamen Aktionen den weltlichen, aber auch kirchlichen Alltag hier zu erleben.

Durch die lange Tradition des Austauschs, der im September groß 25-jähriges Bestehen gefeiert hat, gab es bei den Jugendlichen schon vorher Hoffnungen, auch bei der Hesselbacherin Jacqueline Kopp: „Es ist spannend, wie viele gute Freundschaften in den letzten Generationen entstanden sind, ich hoffe, dass wir auch diese Gemeinschaft über Kontinente hinweg schließen werden. Alle waren gespannt auf Neues, das man in den USA kennenlernen könne, aber der Berleburger David Schneider wollte mehr: „Gleichzeitig möchte ich natürlich ein Stück Wittgenstein nach Amerika bringen.“

Mit einigen Stunden Verspätung in den USA gelandet ging dort alles ganz schnell.Dabei sorgte ein Thema auf deutscher Seite völlig unbegründet für Unbehagen, auch bei Nele Förster aus Bad Berleburg-Berghausen: „Zu Beginn hatte ich etwas Angst aufgrund meines Englischs, doch dies stellte sich als kein Problem heraus.“

„Alles viel riesiger“

Unterschiede zwischen den USA und Deutschland fanden sich schnell und viele, hier eine kleine Auswahl: „In Amerika ist alles grundsätzlich viel riesiger, vor allem die Portionen und Autos“, so der Gleidorfer René Kranefeld; „Besonders die offene und ungezwungene Atmosphäre der Gottesdienste hat mich beeindruckt“, so der Feudinger Philipp Dreisbach; „Die allgemeine Freundlichkeit der Amerikaner hat mich sehr überrascht und ist den Deutschen damit um Längen voraus“, so die Erndtebrückerin Lilly Kreutzer.

Von den zahlreichen Programmpunkten sei hier nur der Besuch in der Freedom School genannt, einer Ferien-Betreuung für Mädchen und Jungen aus sehr unterschiedlichen sozialen Schichten, den Sophie Saßmannshausen aus Bad Berleburg-Berghausen hervorhob: „Es war so schön zu sehen, wie viel Spaß die Kinder beim Spielen, Tanzen, Singen und auch Lesen hatten. Sie haben so eine Freude an kleinen Dingen ausgestrahlt und waren so unfassbar dankbar und offen. Das hat mich sehr berührt.“

Wie eine neue Familie

Konkret auf die Austauschpartner bezogen sagte die Sassenhäuserin Leonie Böttger: „Die neuen Leute, die wir kennengelernt haben, wurden direkt zu guten Freunden beziehungsweise einer neuen Familie. Daher war auch die Verabschiedung sehr emotional, wenn ich mich entscheiden könnte, würde ich direkt nochmal zurück fliegen.“ Das wird zwar erstmal nichts, aber die Austauschpartner revanchieren sich ja aber mit einem Gegenbesuch im kommenden Jahr, dem Melina Grebe aus Dotzlar schon entgegenfiebert: „Ich kann es kaum erwarten, den Amerikanern unser Land zu zeigen.“ Warum diese Begegnung zwischen jungen Protestanten von beiden Seiten des Atlantiks wichtig ist, fasst die Schmallenbergerin Carina Hebestreit ganz anschaulich zusammen: „Weil es wichtig ist, dass Menschen miteinander reden, um sich gegenseitig besser zu verstehen. Besonders heute sollte jeder, der eine Botschaft hat, diese mitteilen, um die Welt, wenn auch nur ein kleines bisschen, offener und schöner zu machen.“

Nachdem die Elsofferin Laura Mengel vor acht Jahren Teilnehmerin war, gehörte sie diesmal zum Leitungs-Team. So konnte sie jetzt aus der etwas anderen Perspektive das sehen, was das Austauschprogramm seit Jahren ausmacht: „Etwas ganz Besonderes war es für mich, zu beobachten, wie die Jugendlichen immer mutiger wurden und in ihrem Selbstvertrauen wuchsen. Immer wieder wurden bis dahin bestehende persönliche Grenzen überschritten.“ Während Laura Mengel also Young-Ambassadors-Veteranin ist, war Daniel Seyfried ganz neu in diesem Geschäft, auch wenn ihn im vergangenen Oktober gleich zu seinem Dienstantritt in Wittgenstein eine Reise in die USA führte. Es sei eine große Hilfe gewesen, so Daniel Seyfried, Laura Mengel an seiner Seite zu haben. Während sie an ihm lobte, dass er nie das Wesentliche aus den Augen verloren habe - und: „Ihm war es außerdem ganz besonders wichtig, dass alle sich wohlfühlen und eine gute Zeit in den USA verleben.“

Daniel Seyfried hatte sich seinerseits direkt am Frankfurter Flughafen trotz aller unerwarteten Probleme darüber gefreut, wie die Gruppe hier bei aller spürbaren Anspannung gleich felsenfest zusammenhielt. Und dann in den USA darüber, dass sie trotz ihrer Verspätung auch nachts um Drei mit Fahnen und Bannern von den Amerikanern am Hotel herzlich willkommen geheißen wurden. Dieses Land der Gegensätze mit seinen großen Entfernungen beeindruckte Daniel Seyfried nachhaltig: Die amerikanischen Austauschpartner der 13 Wittgensteiner und zwei Hochsauerländer wohnten teilweise 500 Kilometer voneinander entfernt. Ansonsten teilte der Kompetenzzentrum-Leiter viele der Beobachtungen und Einschätzungen von Laura Mengel und den 13 Jugendlichen.

Beim nächsten gemeinsamen Treffen wird entschieden, ob es noch einen Dankgottesdienst nach dem Amerika-Aufenthalt geben soll. Außerdem sind natürlich in den Teilnehmer-Kirchengemeinden Bad Berleburg, Banfetal, Birkelbach, Erndtebrück, Feudingen, Gleidorf, Raumland und Wingeshausen alle Gemeindeglieder eingeladen, die jungen Leute nach ihrer Zeit in den USA zu befragen: so etwa Philipp Dreisbach im Picknick-Gottesdienst bei der Feudinger Kirche am 18. August und Lilly Kreutzer beim Vorstellungs-Gottesdienst der neuen Katechumenen in der Erndtebrücker Kirche am 15. September. Und nächstes Jahr bekommen der Kirchenkreis und seine Gemeinden Besuch aus Amerika.

]]>
AktuellesSuchendeMitarbeitende
news-1589Thu, 08 Aug 2019 12:51:31 +0200EKD und Polnischer Ökumenischer Rat feiern in Warschau gemeinsamen Gottesdienst zum Gedenken an den Beginn des 2. Weltkriegeshttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/schritte-der-versoehnung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bb26b33b2b8a2e1d5064330fa808a7fb80 Jahre nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 werden Polen und Deutsche in einem ökumenischen Gottesdienst am Sonnabend, 31. August 2019, um 15 Uhr in der Trinitatiskirche in Warschau gemeinsam des Beginns des Zweiten Weltkriegs gedenken.

Die stellvertretende Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Beauftragte des Rates der EKD für die deutsch-polnischen Beziehungen, Präses Annette Kurschus, und der Präsident des Polnischen Ökumenischen Rates, Bischof Jerzy Samiec, werden in diesem Gottesdienst predigen. 

„Dankbar für Schritte der Versöhnung“

„80 Jahre liegt der deutsche Überfall auf Polen zurück – und mit ihm der Beginn des Zweiten Weltkriegs. Unsägliches Leid ist damals von unserem Land ausgegangen. Wir bekennen uns offen und aufrichtig zu dieser Schuldgeschichte und ebenso zur Verantwortung, die uns daraus zuwächst“, sagt Präses Kurschus. „Nach den Jahren der Gewalt, des Leidens und des Schweigens auf beiden Seiten bin ich dankbar für die Schritte der Versöhnung, die wir aufeinander zu und gemeinsam mit unseren polnischen Nachbarn gehen durften. Das ist alles andere als selbstverständlich“, so die stellvertretende Ratsvorsitzende weiter. 

Auch Bischof Samiec hebt hervor, wie weit die Versöhnungsarbeit der EKD und des Polnischen Ökumenischen Rates mittlerweile ist: „Neben der Erinnerung an schwierige Ereignisse ist es uns wichtig zu bedenken, was dank des Einsatzes vieler Menschen im Rahmen der Versöhnung zwischen Polen und Deutschen erreicht worden ist. Ein Beispiel davon sind die Beziehungen zwischen den jungen Generationen beider Nationen: Zusammenarbeit, gegenseitiges Lernen und nicht selten Freundschaften zwischen jungen Deutschen und Polen. Dies ermöglicht es uns, mit Hoffnung in die Zukunft zu blicken und ein gemeinsames Bauen des künftigen Europas zu erwarten.“

Für den Frieden in Europa

Das aktuelle Verhältnis der Kirchen zueinander beschreibt Präses Kurschus: „Heute verbindet unsere Evangelische Kirche in Deutschland eine enge und vertrauensvolle Partnerschaft mit dem Polnischen Ökumenischen Rat. Gemeinsam werden wir unsere Kräfte einsetzen für den Frieden zwischen unseren Ländern und den Frieden in Europa.“

An dem Gottesdienst werden auch Zeitzeugen teilnehmen und zu Wort kommen. Weiterhin werden der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, Erzpriester Radu Constantin Miron, ein Vertreter der Polnischen Bischofskonferenz, ein Vertreter der polnischen Regierung oder des polnischen Staates sowie der deutsche Botschafter in Warschau erwartet.

Deutsch-Polnischer Kontaktausschuss

Der Gottesdienst wurde initiiert und geplant vom Deutsch-Polnischen Kontaktausschuss. Dieses Begegnungs- und Beratungsgremium wurde 1974 zwischen dem Polnischen Ökumenischen Rat und der EKD – als ein Resultat der 1965 veröffentlichten EKD-Denkschrift „Die Lage der Vertriebenen und das Verhältnis des deutschen Volkes zu seinen östlichen Nachbarn“ („Ostdenkschrift“) – gegründet. Seitdem hat der Ausschuss immer wieder Impulse zur Versöhnung zwischen Deutschen und Polen gegeben. (EKvW/EKD)

]]>
AktuellesMedienMitarbeitende
news-1588Tue, 06 Aug 2019 16:12:47 +0200Neue Handreichung: Kirchenland nach ökologischen Kriterien verpachtenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/mit-flaechen-schoepfungsgemaess-umgehen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7534caa2dc86c8bcf5735aa8b28db27eDie Evangelische Kirche von Westfalen möchte mehr Kirchenpachtland nach ökologischen Kriterien verpachten. Dazu hat die Landeskirche in Zusammenarbeit mit der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe eine Handreichung für Kirchengemeinden veröffentlicht.

Die Handreichung will auf diesem Weg auch den Kontakt zwischen Landwirten und Kirchengemeinden intensivieren und ihnen helfen, zu transparenten Entscheidungen zu kommen, so Dr. h. c. Annette Kurschus, Präses der westfälischen Landeskirche.

Das 32-seitige Heft enthält Checklisten mit ökologischen, sozialen und ökonomischen Kriterien für die Entscheidungsfindung und neun ganz konkrete Vorschläge für Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt auf dem Acker und dem Grünland, einschließlich Hinweisen auf Fördermöglichkeit in NRW.

„Uns geht es um dialogische Verfahren auf dem Weg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft“, sagt dazu Dirk Hillerkus, Mitverfasser der Handreichung und als Agraringenieur Referent für nachhaltige Landwirtschaft im Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW.

Volker Rotthauwe, Pfarrer für nachhaltige Entwicklung der EKvW, ergänzt: „Wir haben eine Verantwortung als Kirche mit unseren Flächen schöpfungsgemäss umzugehen. Das wird von der Gesellschaft eingefordert und dem wollen wir mit der Handreichung entsprechen."

Die Handreichung ist gegen eine Schutzgebühr von 2,00 € zzgl. Porto zu bestellen bei: ulrike.neuhaus@kircheundgesellschaft.de 

]]>
AktuellesGemeinden
news-1587Mon, 05 Aug 2019 11:38:36 +0200Barcamp Kirche Online 13. bis 15. September 2019 in Essenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/fuer-kirchliche-onliner-und-digitalpioniere/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=09def0478ba8e9ff3f257a7a6aad2a09Nerds und Neugierige, Digitalpioniere und Vorsichtige, Haupt- und Ehrenamtliche, Programmiererinnen und Datenschützer... - sie alle (und noch mehr) treffen sich im September zum 6. Barcamp Kirche Online.

Das Barcamp Kirche Online ist eine so genannte Unkonferenz - außer dem Zeitplan gibt es im Vorfeld keine festen Referentinnen oder festgelegten Themen. Das Tagungsprogramm entsteht erst vor Ort: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bringen ihre Fragen, Themen und Informationen mit und stellen gemeinsam daraus das Programm zusammen. Alle können Sessions (Mini-Workshops, Vorträge etc.) anbieten und sind damit gleichzeitig aktive und passive Teilnehmende. So können alle von dem Wissen und den Erfahrungen der anderen profitieren.

Nur das Oberthema ist fix: Beim Barcamp Kirche Online geht es - wie der Name schon sagt - um Kirche und Internet.

Wann, Wo und Wer?

Veranstaltungsort ist in diesem Jahr das Haus der evangelischen Kirche in Essen. Start ist am Freitagabend mit einem „Meet & Greet“, das Barcamp endet am Sonntag gegen 14 Uhr mit dem gemeinsamen Mittagessen. Highlight am Samstagabend wird ein Besuch beim raumschiff.ruhr in der Marktkirche in Essen.

Eingeladen sind alle, die ehren- oder hauptamtlich für Gemeinden, Kirchenkreise oder kirchliche Einrichtungen im Bereich Internet tätig sind. Egal mit welchem Kenntnisstand! 
Die Teilnahme ist kostenlos und auch tageweise möglich.

Im Vorfeld: Treffen für theologische Bloggerinnen und Blogger

Am Freitagnachmittag um 14 Uhr findet am selben Ort bereits zum zweiten Mal ein Treffen für theologische Bloggerinnen und Blogger statt. Eingeladen sind alle, die theologische Blogs schreiben. Der Impulsvortrag beim diesjährigen Bloggertreffen kommt von Professor Wolfgang Beck, Mitglied vom Autorenteam des theologischen Feuilletons feinschwarz.net.

Erfolgsmodell Barcamp

Das „Kirchen-Barcamp“ hat sich in den vergangenen sechs Jahren zu dem Treffpunkt für Menschen, denen Kirche im digitalen Raum am Herzen liegt, entwickelt. Neben dem von westfälischer, rheinischer und lippischer Landeskirche ins Leben gerufenen Barcamp (West) sind in den letzten Jahren auch Barcamps in Nord-, Ost- und Süddeutschland entstanden.

Alle weiteren Informationen, das Anmeldeformular und ein Forum für Sessionvorschläge gibt's auf der Barcamp Website.

]]>
AktuellesGemeindenSuchendeMitarbeitende
news-1586Tue, 30 Jul 2019 11:37:02 +0200Ev. Pop Akademie Witten: Erster Zertifikatskurs Gemeinde-Musikpädagogik erfolgreich abgeschlossenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/musikpaedagogisch-qualifiziert/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d8ae9363f01b378f0e439a0f92d813b3„Das war genau das, was ich gebraucht habe!“ sagte Stefanie Wessels, eine der ersten Absolventinnen des Zertifikatskurs Gemeinde-Musikpädagogik, den die Evangelische Pop Akademie in Zusammenarbeit mit Dozenten der Evangelischen Hochschule Bochum seit April 2018 angeboten hat. 

„Ich arbeite schon seit langem in unserer Gemeinde in unterschiedlichen Musikgruppen mit und auch als Presbyterin, aber dieser Kurs hat mich sehr nach vorne gebracht“. Mit den anderen Absolventinnen und Absolventen hat sie sich drei Semester lang wöchentlich getroffen. Insgesamt umfasst der Kurs 216 Unterrichtsstunden, die sich auf die Schwerpunkte, „Elementare Musikpraxis für Jung und Alt“ ; „Fachwissenschaftliche Grundlagen der Musik“; „Singen mit Gruppen – Grundlagen der Singleitung“; „Musik – Religion – (Kirchen-)Gemeinde“; „Musik in der Jugend- und Gemeindearbeit - Einstieg in die Bandarbeit“ und „Analoge und digitale Musik- und Filmtechnik“, verteilt haben.

Das Konzept des Kurses hat Professor Thomas Greuel von der Evangelischen Hochschule Bochum in der Zusammenarbeit mit der Evangelischen Pop Akademie in Witten entwickelt. „Der Zertifikatskurs hat sich zum Ziel gesetzt,  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (haupt-, neben- und ehrenamtlich) in Feldern sozialer Arbeit zu qualifizierten Musikpädagoginnen und Musikpädagogen fortzubilden“. Dieses Ziel sei voll erreicht worden, so der Studienleiter des Kurses Pfarrer Johannes Ditthardt. 
 
Nach einem kleinen Werkstattkonzert am 11. Juli, in dem die Kurs-Band jeweils ein Stück von jedem Teilnehmenden präsentierte, das diese zuvor erarbeitet und eingeprobt hatten, wurde nun das Zertifikat in Räumen der Evangelischen Hochschule den Absolventinnen und Absolventen überreicht. Mit einem Lutherzitat machte der Geschäftsführer der Evangelischen Pop-Akademie Martin Bartelworth Mut das Erlernte in die Gemeindearbeit auch einzubringen, denn „Musik ist ein Geschenk und Gabe Gottes, sie vertreibt den Teufel und macht Menschen fröhlich“. 

Zum Sommersemester 2020 soll ein neuer Zertifikatskurs beginnen. Die Plätze sind begrenzt. Anmeldungen sind bis zum 31.1.2020 möglich. Nähere Informationen sind erhältlich unter ev-pop.de.

]]>
AktuellesMitarbeitende
news-1585Thu, 25 Jul 2019 16:07:32 +0200Evangelisches Hilfswerk legt Jahresbilanz vor – 4,7 Millionen Euro Spenden aus Westfalenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/grosses-vertrauen-in-brot-fuer-die-welt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ccfb8b54e53c41a67ff656dc86019ccaMedienInfo 49/2019
 

Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr 4.680.450 Euro Spenden in Westfalen erhalten. Das ist eine Steigerung von fast 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2017: 4.038.466 Euro).

„Durch die Arbeit von Brot für die Welt erfahren Menschen ganz konkret, dass Gott sie weltweit miteinander verbindet“, erklärt Präses Dr. h. c. Annette Kurschus. „Deshalb bin ich froh und dankbar für das große Vertrauen, das westfälische Spenderinnen und Spender Brot für die Welt auch 2018 geschenkt haben. Ihre Gaben sind das Fundament für die weltweiten Projekte gegen Hunger, Armut und Ungerechtigkeit“, so die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Bundesweit haben Spenderinnen und Spender die Arbeit des evangelischen Hilfswerks im vergangenen Jahr mit rund 63,6 Millionen Euro unterstützt - ein Plus von gut 1,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (2017: 61,8 Mio. Euro). 

Neu bewilligt wurden im vergangenen Jahr 726 Projekte, davon mit 246 die meisten in Afrika. Im Zentrum stehen langfristige Maßnahmen, die Hunger und Mangelernährung überwinden, Bildung und Gesundheit fördern, Zugang zu sauberem Wasser schaffen, die Achtung der Menschenrechte und Demokratie stärken und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen unterstützen. 

Brot für die Welt wurde 1959 gegründet und feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag. Aktuell fördert das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen und ihrer Diakonie gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen über 1.500 Projekte zur Überwindung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit in mehr als 90 Ländern.

]]>
AktuellesMedienMitarbeitende
news-1584Wed, 24 Jul 2019 14:57:15 +0200NesT auf gutem Wege: Staat und Zivilgesellschaft teilen sich Verantwortung für Integration von Flüchtlingenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ein-stachel-gegen-die-gleichgueltigkeit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=785b04a76ba8104872d5a600d338ac1cMedienInfo 48/2019
 

Zwei Monate nach dem Beginn des Programms „Neustart im Team“ (NesT) stehen 25 Mentorengruppen bereit, die besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aufnehmen werden – 13 davon im Bereich der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). In dem Programm teilen sich Staat und Zivilgesellschaft die Verantwortung dafür, dass Flüchtlinge begleitet und von Anfang an integriert werden.

Die ersten Flüchtlinge treffen voraussichtlich im September ein. Die Mentoren suchen auch eine Wohnung für sie und übernehmen die Kaltmiete. Die EKvW hat das Programm maßgeblich vorangetrieben und unterstützt die Mentoren aus einem Fonds von 425.000 Euro. 

Wie Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller (Bielefeld) am Mittwoch (24.7.) vor Journalisten in Berlin erläuterte, gibt es mit dem NesT-Programm nach dem Vorbild der kleinen evangelischen Kirchen in Italien nun auch nach Deutschland einen „humanitären Korridor“, der den betreffenden Flüchtlingen die lebensgefährliche Fahrt über das Mittelmeer erspart: „Hier kommen die von der Flüchtlingshilfe der UNO ausgewählten Flüchtlinge bereits mit einem sicheren Bleibestatus an. Sie müssen kein Asylverfahren mehr durchlaufen. Ihre Integration kann sofort beginnen.“ Es sind zunächst 500 Personen in zwei Jahren. Das sei eine kleine Zahl und keine hinreichende Antwort auf das Versagen der europäischen Politik, aber „vielleicht ein Stachel gegen die Gleichgültigkeit, das Wegsehen“. Die Zusammenarbeit von Staat, Kirche und engagierten Einzelnen könne andere animieren und den politisch Verantwortlichen vor Augen führen: „Wir können etwas tun – gemeinsam.“ Die gelingende Integration führe zu mehr Akzeptanz bei jenen, die Sorge haben, dass die Integration die Gesellschaft überfordert. Dann könnten aus den 500 bald 5.000 und mittelfristig sogar 50.000 werden, sagte Möller.

Keine Traumtänzer

„‘Neustart im Team‘ bringt die Werte zum Leuchten, auf die Europa sich gründet. Als Christinnen und Christen bringen wir damit ein, woran wir glauben und wofür wir stehen.“ Edgar L. Born leitet die Zivilgesellschaftliche Kontaktstelle zur Schulung und Begleitung der Mentoren am Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW in Schwerte-Villigst. Dort werden die Mentorinnen und Mentoren für ihre Aufgabe geschult und begleitet. „Das sind engagierte, sehr pragmatische, lösungsorientierte Menschen, gut im Gemeinwesen vernetzt, keine Traumtänzer. Alle hätten sich entschieden, Familien aufzunehmen. „Wir planen Ehrenamt von Anfang ein als selbstbewusstes Element des Programms, weil genau dadurch die Integration gefördert wird.“
Jehan Awan (31) kam 2015 auf der Flucht vor dem Krieg mit Mann und einem kleinen Kind aus Syrien nach Deutschland. Jetzt engagiert sie sich in der Kirchengemeinde Schale in Hopsten im nördlichen Münsterland als Mentorin. Sie möchte etwas zurückgeben von dem Guten, das sie erfuhr: „Ich war so froh, dass Deutschland mich aufgenommen hat.“ Die tatkräftige Hilfe und die menschliche Wärme, die sie erlebte, seien entscheidend dafür, dass sie sich nun hier heimisch fühlt.

Viele Menschen bereit, sich einzusetzen

„Wir brauchen ein Nest, das stark genug ist, die Ängste vor Zuwanderung zu überwinden“, sagte Rüdiger Höcker, Mentor aus Minden. Deshalb seien klare Startbedingungen und die sensible und fachkundige Begleitung durch erfahrene Ehrenamtliche entscheidend. Zu der großen syrischen Community in Minden stehe man in engem Kontakt. 
Martin Dutzmann, der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, sagte: „‘Neustart im Team‘ trägt der Tatsache Rechnung, dass in unseren Kirchengemeinden viele Menschen bereit sind, ihre Zeit, ihre Expertise und auch ihr Geld für besonders schutzbedürftige Menschen einzusetzen. Das können sie nun in einem transparenten und überschaubaren Rahmen tun.“ Dutzmann betonte zugleich die Bedeutung anderer legaler Zugangswege wie Familiennachzug, die darüber nicht vernachlässigt werden dürften, sondern im Gegenteil gestärkt und ausgebaut werden müssten.
Die gegenwärtige humanitäre Katastrophe sei ein „Armutszeugnis für Europa“, erklärte Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland. Aber: „Wir klagen nicht nur an, sondern übernehmen Verantwortung.“ Deshalb sei es gut, dass das NesT-Programm von starken Partnern getragen werde. „Sie ermöglichen eine gezielte und koordinierte Perspektive zur Integration – das ist ein Quantensprung im Vergleich zur Situation vor wenigen Jahren.“

Hintergrund:

NesT ist ein Pilotprojekt, das zusätzlich zu den staatlichen Aufnahmeprogrammen die Aufnahme von zunächst 500 besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen ermöglicht. Es ergänzt die Resettlement-Programme der Europäischen Union. Die Flüchtlingshilfe der Vereinten Nationen (UNHCR) unterbreitet dabei Deutschland anhand fester Schutzkriterien Vorschläge für Aufnahmen. Aus ihnen wählt dann das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) besonders schutzbedürftige Personen aus. Das geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt, den örtlichen Botschaften und den Generalkonsulaten, die die Einreisevisa erteilen. Das Besondere an NesT: Es setzt die Aufnahme über zivilgesellschaftliches Engagement voraus. Es muss sich für die aufzunehmenden Flüchtlinge jeweils eine Mentorengruppe finden, bestehend aus mindestens fünf Personen, die sich verpflichtet, finanzielle und ideelle Unterstützung zu leisten. Die Mentoren werden von einer Zivilgesellschaftlichen Kontaktstelle (ZKS) geschult und begleitet. Einer von drei Standorten dieser ZKS ist im Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen in Schwerte-Villigst angesiedelt, wo ein kompetentes Team zur Verfügung steht.

]]>
AktuellesGemeindenMedienMitarbeitende
news-1583Mon, 22 Jul 2019 12:44:52 +0200Rückläufige Mitgliederzahlenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/der-trend-setzt-sich-fort/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6b47488a2fd0a27a290dd33b073fec1aDie Evangelische Kirche von Westfalen hat auch im Jahr 2018 Mitglieder verloren.

Wie bei den anderen Landeskirchen ist damit die langfristig rückläufige Entwicklung bestätigt, auf die das Forschungszentrum Generationenverträge (FZG) der Universität Freiburg in ihrer Projektion der Kirchenmitglieder und der Kirchensteueraufkommen bereits Anfang Mai hingewiesen hatte. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 gehörten nach aktuellem Stand insgesamt 2.198.111 Menschen zur westfälischen Landeskirche. 2017 waren es noch 2.236.897. Das entspricht einem Rückgang von rund 1,73 Prozent.

Leicht rückläufig ist die Zahl der Kindertaufen: 14.865 (2017: 15.012) und die der Eintritte (Aufnahmen und Erwachsenentaufen): 3.853 (2017: 3.921), während die Austritte mit 15.952 (2017: 14.37) angestiegen sind. Der größte Faktor für den Rückgang sind nach wie vor die Sterbefälle: 23.919 (2017: 21.168)

Auf die finanzielle Situation der evangelischen Kirche hat der Rückgang bei den Mitgliederzahlen zwar zunächst noch keine sichtbaren Auswirkungen. Bedingt durch die positive Entwicklung der Löhne und Einkommen in Deutschland stieg das Kirchensteueraufkommen 2018 leicht an auf 559.448.589 Euro (2017: 554.267.005 Euro). Mit dem Rückgang der Mitgliederzahlen werden sich laut der Projektion des FZG aber auch die finanziellen Möglichkeiten der beiden Kirchen bis 2060 etwa halbieren. Den Berechnungen der Freiburger Wissenschaftler zufolge werden die Mitgliederzahlen beider Kirchen bis 2060 um rund die Hälfte zurückgehen. Aufgrund stärkerer Zuwanderungsströme aus dem Ausland verliert die katholische Kirche derzeit geringfügig weniger Mitglieder als die evangelische.

 

]]>
Aktuelles
news-1582Wed, 17 Jul 2019 08:52:22 +020026 westfälische Pfarrerinnen und Pfarrer kümmern sich 2019 wieder um Feriengästehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/auch-im-urlaub-auf-der-kanzel-4/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=97a77e91de70adce8949b505b3df4be6MedienInfo 47/2019
 

Deutschsprachige Gottesdienste, Seelsorgegespräche und Veranstaltungen unterschiedlichster Art bieten auch in diesem Jahr wieder westfälische Pfarrerinnen und Pfarrer an, die an der Nordsee, im Ausland und an Bord von Kreuzfahrtschiffen in der Urlauberseelsorge aktiv sind. Insgesamt sechs Theologinnen und 20 Theologen verbinden in 2019 ihre Ferien mit Predigt und Seelsorge.

Besonders in deutschsprachigen Urlaubsgebieten übernehmen sie auch schon mal den Dienst des einheimischen Ortspfarrers. Dann gehören Trauungen, Taufen und Beerdigungen zu ihrem Aufgabengebiet. „Spitzenreiter“ unter den Einsatzländern ist in diesem Jahr Österreich, wohin es drei Theologen – gleich mehrfach – zieht. In Italien und den Niederlanden sind jeweils drei Einsätze geplant. Eine westfälische Pfarrerin ist in diesem Jahr in Rumänien anzutreffen.

Der Einsatz dauert bis zu vier Wochen. Die Theologen erhalten dafür bis zu zwei Wochen Sonderurlaub, die restliche Zeit wird mit dem Jahresurlaub verrechnet.

Neben den insgesamt neun Urlauberseelsorgern sind in diesem Jahr eine Pfarrerin und zwei Pfarrer aus Westfalen als Bordseelsorger auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs. Sie führen Seelsorgegespräche und halten Gottesdienste, betreuen die Bordbibliothek und kümmern sich um die Passagiere bei den Bustouren an Land.

Und schließlich arbeiten drei Pfarrerinnen und zwölf Pfarrer als Kurseelsorger im eigenen Land – auf den Nordseeinseln Baltrum, Borkum, Juist, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge sowie an der Küste, in Baden-Württemberg, der Oberpfalz und in Oberbayern.

 

]]>
AktuellesGemeindenMedienMitarbeitende
news-1581Fri, 12 Jul 2019 10:24:33 +0200Pfarrer Holger Gießelmann übernimmt neu geschaffene Stelle der westfälischen Landeskirchehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/verstaerkte-werbung-fuer-kirchliche-berufe/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6dff3837b9cc51fa25a117cf12319e33MedienInfo 45/2019
 

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) wirbt in Zukunft stärker um Nachwuchs für kirchliche Berufe. Auf die dafür neu eingerichtete Pfarrstelle hat die Kirchenleitung Holger Gießelmann (49) aus Herford berufen. Er wird seine neue Aufgabe im November antreten.

Pfarrer Gießelmann wird schwerpunktmäßig Nachwuchswerbung für Gemeindepädagoginnen, Diakone, Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Kirchenmusiker betreiben und dabei eng mit den entsprechenden landeskirchlichen Einrichtungen zusammenarbeiten. Er wird Netzwerke aufbauen – auch mittels Instagram, Twitter und Facebook - und Multiplikatoren gewinnen, etwa im Bereich der Schulen, Hochschulgemeinden, der Jugendarbeit und der Berufsverbände. Zu seinen Aufgaben gehört es auch, spezielle Projekte zu entwickeln und zielgruppengerechte Veranstaltungen durchzuführen, um junge Menschen an kirchliche Berufe heranzuführen. Er wird zudem dafür sorgen, dass die EKvW auf Berufsmessen und Berufsorientierungstagen präsent ist. „Die Evangelische Kirche von Westfalen kann ihren Auftrag der Verkündigung des Evangeliums an alle Welt nur nachkommen, wenn sie dafür geeignete Menschen gewinnt, ausbildet und fördert“, erklärt Oberkirchenrätin Petra Wallmann als Personaldezernentin.

Die neue Stelle zur Nachwuchsgewinnung verstärkt die bisherigen Aktivitäten in dieser Richtung. Dazu zählen die Kampagnen „Bodenpersonal gesucht“ der EKvW und „Dein Beruf. Das volle Leben.“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ebenso wie eine jährliche kostenlose Info-Veranstaltung zum Pfarrberuf für Oberstufenschüler. Als Ansprechpartnerin für westfälische Theologiestudierende steht außerdem eine Pfarrerin zur Verfügung – Antje Röse in Münster -, die sie in allen inhaltlichen und organisatorischen Fragen des Studiums begleitet und berät.

Holger Gießelmann studierte Theologie in Bethel und Göttingen sowie interkulturelle Kommunikation in Örebro/Schweden. Als Vikar lernte er praktische Gemeindearbeit in Bielefeld und gab Religionsunterricht an einem Bielefelder Gymnasium. In Dortmund arbeitete er als Pfarrer im Entsendungsdienst und war Beauftragter für die Konfirmandenarbeit im damaligen Kirchenkreis Dortmund-West, ebenso später im Kirchenkreis Unna, wo er sieben Jahre als Gemeindepfarrer in Hemmerde-Lünern tätig war. Seit 2012 arbeitet er als Religionslehrer am August-Griese-Berufskolleg in Löhne. Pfarrer Gießelmann hat zahlreiche Projekte mit Konfirmanden und in der Jugendarbeit entwickelt und durchgeführt. Er hat am Berufskolleg Erfahrungen in der Beratung von Schülern gesammelt, die auch die berufliche Laufbahn betrafen. Außerdem war er mit der Organisation und Durchführung von internationalen Erasmus-Projekten beauftragt. Holger Gießelmann ist verheiratet und Vater zweier Töchter.

]]>
AktuellesSuchendeMedienMitarbeitende
news-1580Thu, 11 Jul 2019 11:26:36 +0200Schulleiterin des Ev. Gymnasiums Lippstadt tritt Nachfolge von Wolfram von Moritz anhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/monika-pesch-studiendirektorin-wird-landeskirchenraetin/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c82706af29e1ce50878ed99b27c7d4dfMedienInfo 46/2019
 

Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) hat Monika Pesch (50), Schulleiterin am Evangelischen Gymnasium Lippstadt, mit Wirkung zum 1. August 2020 zur Landeskirchenrätin berufen: Sie tritt die Nachfolge von Bildungsdezernent Dr. Wolfram von Moritz an, der dann in den Ruhestand geht.

In ihrem neuen Wirkungsfeld im pädagogischen Schuldezernat der westfälischen Landeskirche möchte Monika Pesch „evangelische Schulen in ihrer Arbeit unterstützen, zu ihrer weiteren Vernetzung beitragen und ihnen Mut machen, Neues zu wagen. „Als Lehrerin und Schulleiterin habe sie die Chance, so Pesch, vielen Kindern und Jugendlichen „Perspektiven zu geben, sie beim Lernen und in ihrer Identitätsentwicklung zu unterstützen“. Bildungsgerechtigkeit ist ihr ein Herzensanliegen, für das sie sich auch künftig als Vertreterin der Landeskirche als Schulträgerin engagiert einsetzen wird.

Monika Pesch, im Siegerland geboren und aufgewachsen, studierte an der Universität / Gesamthochschule Siegen und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Mathematik und Ev. Religionslehre auf Lehramt (Sekundarstufe I/II). Nach dem Referendariat trat sie 1998 ihre erste Stelle am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Lünen an. Von 2005 bis 2011 arbeitete Pesch an der Deutschen Schule Shanghai, davon vier Jahre als Oberstufenkoordinatorin. Nach ihrer Rückkehr aus China und einem Jahr als Studienrätin am Gymnasium Arnoldinum (Steinfurt) wurde die Pädagogin im August 2012 an das Ev. Gymnasium Lippstadt berufen, zunächst als stellv. Schulleiterin und seit August 2017 als Schulleiterin. Zu ihren weiteren Qualifikationen zählen u. a. zwei Masterstudiengänge an der TU Kaiserslautern in Schulmanagement und Personalentwicklung. Außerdem ist Monika Pesch Vorsitzende des Bundes evangelischer Religionslehrerinnen und Lehrer an Gymnasien und Gesamtschulen in Westfalen und Lippe.

Hintergrund

Das pädagogische Schuldezernat in der Dezernatsgruppe „Bildung und Erziehung“ im Landeskirchenamt der EKvW nimmt zunächst die Aufgabe der pädagogischen Schulaufsicht für die landeskirchlichen Schulen wahr. Kernaufgaben sind u. a. die Beratung der Schulen in ihrer pädagogischen Entwicklung, speziell auch des evangelisch-diakonischen Profil; die Gewährleistung eines Qualitätsmanagements; sowie die Unterstützung bei der Personalgewinnung. Hinzu kommt – in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Institut der EKvW – die Konzeption von Fortbildungsmaßnahmen für Lehrerinnen und Lehrer an Evangelischen Schulen. Das kirchliche pädagogische Schuldezernat ist aber nicht nur Schulaufsicht, sondern zugleich auch Vertreter der Schulträgerin gegenüber den Schulen und den jeweiligen kommunalen Partnern.

]]>
AktuellesMedienMitarbeitende
news-1576Tue, 09 Jul 2019 12:43:31 +0200Evangelische Kirche von Westfalen erweitert ihr System von Prävention und Interventionhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/alles-tun-um-sexuelle-uebergriffe-zu-verhindern/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=705727eb0d0f3f4aa0cd6b7838aad1cdDie Evangelische Kirche von Westfalen baut ihr bereits bestehendes System von Prävention und Intervention zur Vermeidung sexueller Gewalt weiter aus. Das hat Präses Dr. h. c. Annette Kurschus am Montag (8.7.) vor Journalisten in Hamm berichtet.

„Die Schulung und Sensibilisierung von Mitarbeitenden in allen kirchlichen Arbeitsbereichen, die Erarbeitung eines verbindlichen Verhaltenskodex und von Schutzkonzepten, die auf die jeweilige Gemeinde oder Einrichtung zugeschnitten sind – all das gehen wir derzeit an.“ Vor einem halben Jahr hat die Kirchenleitung dazu eine hauptamtliche Beauftragte berufen, Kirchenrätin Daniela Fricke. Sie steht den Opfern von Missbrauch und Gewalt als Ansprechpartnerin zur Verfügung, hört zu, berät, vermittelt Hilfen, treibt die Aufklärung voran und tritt für die Ansprüche der Betroffenen ein. Sie arbeitet eng zusammen mit der 2013 geschaffenen „Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung“ (FUVSS) in Düsseldorf. Ein Kirchengesetz, das hier für Verbindlichkeit sorgt, ist in Vorbereitung.

Präses Kurschus betonte, dass die westfälische Landeskirche Fälle sexueller Übergriffe nicht intern regelt, sondern bei hinreichendem Verdacht Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Ebenso wird die beschuldigte Person sofort vom Dienst freigestellt.

„Im Raum der Kirche können und dürfen Menschen erwarten, dass sie als geliebte Geschöpfe Gottes vor jedem Übergriff geschützt sind, der sie an Leib und Seele verletzt“, sagte die Theologin. „Solche Übergriffe sind also besonders gravierende Brüche des Vertrauens, das uns entgegengebracht wird. Sie sind ein Hohn auf das Evangelium, das wir verkünden.“

]]>
AktuellesMedien
news-1577Tue, 09 Jul 2019 12:42:00 +0200Präses Annette Kurschus: Hope-Speech statt Hate-Speechhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wahrheit-ist-dynamisch-und-zielt-auf-veraenderung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=70d02f64a6c9b69832630db85963656dGezielt und wiederholt verbreitete Unwahrheiten drohen die Wirklichkeit zu verändern. Davor hat Präses Dr. h. c. Annette Kurschus gewarnt. Am Montag (4.7.) sagte die leitende Theologin beim Jahresmediengespräch der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) in Hamm:

„Gefährlich wird es, wenn sich die gezielt verfälschte Wirklichkeit gegen bestimmte Gruppen innerhalb unserer Gesellschaft richtet, wenn menschenverachtende Parolen Hass verbreiten. Gegen ‚Hate-Speech‘ brauchen wir eine Kultur, die auf Austausch und Vertrauen aus ist, auf Brückenbauen und Verständnis. Wir brauchen eine ‚Hope-Speech‘-Kultur.

Mit politischen Kräften, die „Fake News“ verbreiten, bleibe die evangelische Kirche im Gespräch, aber nur auf der Basis von Vertrauen, Menschenwürde und Demokratie. Diese Grundlage habe die AfD verlassen. „Ihre Verantwortungsträger lassen rechtsradikale Hetzer in ihren Reihen gewähren.“

Wahrheit nach christlichem Verständnis, betonte Kurschus, ist dynamisch, zielt auf Veränderung und  sucht Vertrauen. „Wahrheit dringt von Gott her in die Welt und ereignet sich. Die reine, absolute Wahrheit ist Gott vorbehalten – wir streben nach ihr, und dieses Streben nach der Wahrheit hinter den Dingen bestimmt ihre Dynamik.“ Deshalb schließe Wahrheit immer mehr Möglichkeiten ein als auf den ersten Blick sichtbar: „Ein Mehr an Wirklichkeit, ein Mehr an Erfahrbarem“, sagte die Theologin.

Und weiter: „Glaube ist nicht ein Gegensatz zum Wissen, sondern es ist ein Mehrwert, der unser Wissen einbindet in etwas ungleich Größeres. Genau darin liegt unsere Kraft. Wer damit rechnet, muss nicht hinnehmen, was ist, sondern zielt auf Veränderung und nimmt sie in die Hand.“ Schließlich: Wahrheit im biblischen Sinne habe mit Treue, Zuverlässigkeit und Vertrauen zu tun. Kurschus: „Wer auf Wahrheit zielt, ist auf Vertrauen aus. Das gilt es vom biblischen Zeugnis her klar zu betonen – auch und gerade jetzt, in unseren ‚postfaktischen‘ Zeiten. Denn Vertrauen ist das erste, das darin zunehmend verloren geht.“

Die Präses gab auch zu bedenken, dass sich die knappen Formen von Twitter, Facebook und Instagram auf die Inhalte auswirken: „Da geht Differenzierung verloren. Das Digitale kann das Analoge nicht ersetzen, gerade wenn es um Vertrauen geht.“

]]>
AktuellesMedien
news-1575Tue, 09 Jul 2019 12:36:51 +0200Vizepräsident Ulf Schlüter übt deutliche Kritik am Bundesamt für Migration und Flüchtlingehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/nichts-ist-notwendiger-als-das-kirchenasyl/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=06e8adfaf0e37f67a58e39485dd33344Ulf Schlüter, Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen, hat die Notwendigkeit des Kirchenasyls unterstrichen und es gegen Kritik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) verteidigt.

Er widersprach am Montag (8.7.) vor Journalisten in Hamm der Aussage von Bamf-Präsident Hans-Eckhard Sommer, seine Behörde könne mittlerweile Härtefälle selbst verlässlich erkennen und berücksichtigen. Schlüter verwies dagegen auf die Tatsache, dass sich ein Drittel aller 2018 gerichtlich überprüften Bamf-Bescheide als fehlerhaft erwies und durch die Gerichte aufgehoben werden musste. „Damit ist deutlich: Nichts ist notwendiger und sinnvoller als das Instrument des Kirchenasyls! Denn genau darin liegt sein Ziel und Zweck: in besonderen Härtefällen und angesichts größter menschlicher Not zwischen die staatlichen Behörden und die betroffenen Flüchtlinge zu treten, um eine erneute, gründliche und faire Überprüfung der Verfahren zu erreichen. Kirchenasyl schafft keinen rechtsfreien Raum, es verhilft dem Recht zu seiner Geltung.“

Das Bamf lasse jedoch derzeit das Kirchenasyl auf kaltem Wege ins Leere laufen. 2015 war nach wachsender Kritik von politischer Seite eine Vereinbarung ausgehandelt worden: Jede Gemeinde, die Kirchenasyl gewährt, erstellt über den aktuellen Fall ein Dossier für das Bundesamt. Dieses prüft, ob wirklich alle rechtsstaatlichen Mittel ausgeschöpft sind, und trifft dann eine Entscheidung. Die Kirchengemeinden hätten sich an die Spielregeln gehalten, so Schlüter. Er berichtete, dass sie in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres dem Bamf 250 neue Fälle gemeldet haben, 147 Dossiers wurden geprüft. Ganze zwei dieser 147 Fälle hat das Bundesamt in dieser Zeit als besondere Härtefälle anerkannt, also 1,4 Prozent. In der Vergangenheit lag die Anerkennungsquote dagegen phasenweise bei über 80 Prozent, acht von zehn Kirchenasyle endeten mit einem Verbleib in Deutschland. „Es entsteht der klare Eindruck, dass das Individualrecht auf Asyl und Schutz durch ein mechanisches und pauschales Prüfverfahren ersetzt wird, dessen Ergebnis von vornherein festzustehen hat“, sagte der Theologische Vizepräsident. „Mit dieser Aushöhlung eines individuellen Grund- und Menschenrechts werden wir uns nicht abfinden, sondern ihr entschieden entgegentreten.“ Die Landeskirche ermutige ihre Gemeinden auch weiterhin, trotz dieser vorsätzlich erschwerten Bedingungen an der Praxis des Kirchenasyls festzuhalten – immer dort, wo eine gründliche Überprüfung ergibt, dass dies im Interesse des Menschenrechts geboten ist. Schlüter dankte allen Menschen in Gemeinden und Kirchenkreisen, die das Kirchenasyl auch weiterhin durch ihren oft immensen Einsatz als rechtsstaatlich notwendiges und aus christlicher Nächstenliebe gebotenes Verfahren praktizieren.

 

]]>
AktuellesMedien
news-1574Tue, 09 Jul 2019 12:32:00 +0200Präses Annette Kurschus für eine sozialverträgliche CO2-Bepreisunghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/fridays-for-future-kirche-macht-sich-forderungen-zu-eigen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b687f9f98b54933dc5508bea4e67d5bd„Sie zeigen uns Älteren: Es ist die Zukunft der jungen Generation, die wir mit jeder Tonne Kohle verheizen“, sagte Präses Dr. h. c. Annette Kurschus über die Bewegung „Fridays for Future“. „Wir klopfen ihnen nicht gönnerhaft auf die Schulter, sondern nehmen sie ernst und machen uns ihre Forderungen zu eigen.“

Die leitende Theologin sprach sich am Montag (8.7.) vor Journalisten in Hamm dafür aus, den Kohleausstieg zu beschleunigen. Notwendig sei außerdem eine grundlegende Verkehrswende: „Weg vom Autoverkehr, weg vom Flugverkehr – hin zu einem preiswerten öffentlichen Nah- und Fernverkehr, hin zu alternativen Antriebssystemen. Weg von einer ständig wachsenden Wirtschaft, die Ressourcen frisst - hin zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise mit regionalen Kreisläufen.“ Ebenso: eine Wende in der Landwirtschaft. Die Agrarpolitik müsse die Natur bewahren und die globalen sozialen Ungleichheiten abmildern, statt sie zu verstärken.

Kurschus hält politische Instrumente für notwendig, die einen ökologisch vorbildlichen Lebensstil und nachhaltiges Wirtschaften belohnen und eine klimaschädliche Lebens -und Wirtschaftsweise sanktionieren. Ein erster Schritt dazu: „CO2-Emissionen werden kostenpflichtig, auf allen Sektoren: Energie, Verkehr, Wirtschaft, Handel. Klar ist dabei: Das darf nicht die Finanzschwachen treffen.“ Für eine sozialverträgliche Bepreisung von CO2-Emissionen gebe es bereits zahlreiche Entwürfe. Als weiteren Schritt nannte sie Tempo 130 auf Autobahnen, wie es die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland bereits 2008 empfohlen hat.

Die Präses bekräftigte ihr „Klimaversprechen“, das sie auf dem Kirchentag in Dortmund gegeben hat: In der westfälischen Landeskirche werden jetzt alle Bereiche des Handelns durchleuchtet, um den Schutz von Klima und Ressourcen noch systematischer voranzubringen. „Wir glauben an die Verheißung, dass Gott es anders mit dieser Welt vorhat“, sagte die Theologin. „Er will, dass alle genug haben und nicht nur einige. Und dass alle gut leben und nicht nur wir. Diese Verheißung treibt uns zum Handeln und beflügelt uns.“

 

]]>
AktuellesMedien
news-1579Sat, 06 Jul 2019 19:43:00 +0200Vizepräsident Ulf Schlüter: Europa kann Lösungen findenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wer-seenotrettung-verweigert-gehoert-ins-gefaengnis/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ff7d0da06d2d771c91a0efc883ce650f„Ein Politiker, der bewusst und mit Vorsatz Rettung verweigert und Menschen eiskalt ersaufen und sterben lässt, um seiner Macht willen oder aus irgendeinem anderen Grund, der gehört in kein Ministerium, sondern ins Gefängnis. Am besten sofort. Weil er die uralten, glasklaren Grundlagen einer humanen Gesellschaft mit Füßen tritt.“ Das sagte Ulf Schlüter, Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), am Samstag (6.7.) in Dortmund.

Schlüter sprach für die EKvW, deren Präses Dr. h. c. Annette Kurschus zu diesem Termin verhindert war. Die Demonstration wurde von der Aktion „Seebrücke“ in über 60 Städten organisiert. Er erinnerte daran, dass im Mittelmeer seit 2018 mehr als 2.000 Menschen auf der Flucht ertrunken sind. Für die Europäische Union sei es unabdingbar, Lösungen für die einzelnen Staaten zu finden, mit deren Hilfe neue Todesopfer im Mittelmeer verhindert werden können, sagte er mit Bezug auf den Palermo-Appell. Dieser gemeinsamen Erklärung des Bürgermeisters der sizilianischen Hauptstadt, Leoluca Orlando, und des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschkland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, haben sich inzwischen viele zivilgesellschaftliche Organisationen angeschlossen.

Schlüter betonte, dass die Seenotrettung allein nicht alle Probleme löst. „Wir haben hier an Land viele Fragen, die wir lösen müssen, damit Gerettete auch eine Zukunft haben. Aufenthaltstitel, Wohnraum, Ausbildung, Arbeit, Gesundheit – da gibt’s reichlich zu tun und zu regeln.“ Europa habe dafür große Möglichkeiten.

Die „Seebrücke“ ist eine breite soziale Bewegung, die sich mit über 100 Lokalgruppen bundesweit für sichere Fluchtwege und die kommunale Aufnahme von aus Seenot geretteten Menschen einsetzt. Seit Juni 2018 erklärten sich bereits über 60 Städte und Gemeinden, darunter auch Dortmund, zu sogenannten Sicheren Häfen. Vor Kurzem gründete sich beim Seebrücke-Kongress das kommunale Bündnis „Städte Sicherer Häfen“.

]]>
AktuellesMedienMitarbeitende
news-1573Sat, 06 Jul 2019 13:12:19 +0200Westfälische Kirche dankt Mitwirkenden beim Kirchentaghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kraftort-und-vertrauensraum/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=382e1a87888590244d8f162e58ebca95Mit einem bunten Sommerfest hat die Evangelische Kirche von Westfalen am Freitagabend den rund 13.500 Menschen der Landeskirche gedankt, die beim 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund mitgewirkt haben.

Präses Annette Kurschus sagte vor knapp 300 Gästen in Haus Villigst (Schwerte), sie sei dankbar und stolz, dass so viele Menschen mit Engagement und Ideen zum Gelingen des evangelischen Glaubensfestes in der westfälischen Metropole beigetragen hätten: „Ich bin aus tiefstem Herzen dankbar für das, was wir da alle gemeinsam hinbekommen haben.“

Den Kirchentag vom 19. bis 23. Juni bezeichnete Kurschus als Kraftort und Vertrauensraum, der Menschen beflügelt und mit seiner „wunderbaren Atmosphäre“ angesteckt habe. Unter den insgesamt 121.000 Besuchern seien allein 55.000 aus Westfalen gewesen. Die leitende Theologin plädierte dafür, dem Dank in der Kirche mehr Raum zu geben. So könnte ergänzend zur Fürbitte der „Fürdank“ einen festen Platz in der Liturgie erhalten.

Der Dortmunder Kirchentag sei westfälisch im besten Sinne gewesen. Kurschus: „Am Abend der Begegnung haben wir unsere westfälische Landeskirche und ihr Lokalkolorit zum Leuchten gebracht. Mit unseren westfälischen Zentren Wandel und Sport haben wir innovative Impulse gesetzt. Der rote Faden ,Migration, Integration, Anerkennung‘ zog sich als Querschnittsthema durch über einhundert Veranstaltungen.“
    
Darüber hinaus hätten die Sorge um das Klima und die „Leidenschaft für unseren Planeten“ die Diskussionen bestimmt. „Für unsere westfälische Kirche haben wir erklärt, dass wir alle Bereiche unseres Handelns noch intensiver durchleuchten werden, um den Klima- und Ressourcenschutz noch systematischer voranzubringen. Es ist allerhöchste Zeit. Ich bin der jungen Generation von Herzen dankbar, dass sie uns hier lautstark und unerbittlich in die Pflicht nehmen. Jetzt sind wir gefragt“, unterstrich Kurschus.

Und weiter: „Gott gebe, dass uns die Strahlkraft, der Glanz und die Aufbruchstimmung unseres westfälischen Kirchentags lange erhalten bleiben. Wir haben in Dortmund auf einzigartige Weise Gott erfahren. Wir haben neuen Zuspruch und neue Weisung für unser Leben empfangen. Neuen Mut geschöpft für unseren Weg als Kirche.“

Kirchentagspräsident Hans Leyendecker sagte, der Dortmunder Kirchentag unter der Losung „Was für ein Vertrauen“ sei ein „grandioses Glaubensfest“ mit klaren gesellschaftlichen Zeitansagen gewesen. (mit epd-Material)

]]>
AktuellesGemeindenMitarbeitende
news-1572Fri, 05 Jul 2019 19:25:06 +0200Einweihung der neuen Synagoge Unnahttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/hakochaw-der-stern-soll-glaenzen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=52892cb8d3d740fa44eda532546475df„Der Stern soll strahlen! haKochaw soll glänzen.“ Das wünschte Präses Dr. h. c. Annette Kurschus der jüdisch-liberalen Gemeinde in Unna zur Einweihung ihrer neuen Synagoge haKochaw (der Stern) am Donnerstag (4.7.).

Die Präses betonte, wie wichtig die Weitergabe des jüdischen Glaubens ist: „Das Hören auf die heiligen Worte der Torah und auf die großartige jüdische Tradition ihrer Auslegung darf nicht verloren gehen.“ Zugleich unterstrich sie den Wert der interreligiösen Gemeinschaft: „Wir Menschen werden nur dann im Schalom leben, wenn wir hören und lernen und uns von unserer je eigenen Tradition berühren lassen. Und wie viel besser werden wir leben können, wenn die Treue zur eigenen Tradition uns nicht eng macht und verschließt, sondern wenn sie uns öffnet für die Anderen und für Anderes. Menschen, die im Vertrauen auf Gott leben, dürfen staunen über das, was Anderen heilig ist.“

Die Botschaft, für die der Stern haKochaw steht, solle Menschen tröstlich berühren und dann auch davor bewahren, sich erneut dem Hass zu verschreiben. Und wo dies dennoch geschehe, „sind wir als Kirche nah, sind da und sagen unüberhörbar Nein zu jedweder Form des Antisemitismus und zu allen anderen Formen von Feindschaft gegen Menschen“, sagte Annette Kurschus.

An der Einweihungsfeier nahmen unter anderem NRW‐Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU), Zentralratsvizepräsident Abraham Lehrer und Vertreter weiterer jüdischer Verbände teil. Das Gebäude, eine frühere evangelische Kirche, war in den vergangenen Monaten entsprechend den Bedürfnissen der Jüdischen Gemeinde umgebaut worden. Die 2007 gegründete Gemeinde haKochaw umfasst etwa 120 Mitglieder.

]]>
AktuellesSuchendeMitarbeitende
news-1578Thu, 04 Jul 2019 13:03:00 +0200„Er verkörperte den Reichtum der presbyterial-synodal verfassten Kirche“http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/friedhelm-knipp-ist-tot/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a21ede65f77ae418972436a7ba041571Friedhelm Knipp, langjähriges Mitglied der Westfälischen Landessynode und der Kirchenleitung, ist am 12. Juni im Alter von 81 Jahren gestorben.

Friedhelm Knipp gehörte seit dem Jahr 2000 der Landessynode an und von 2004 bis 2012 als nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung. Viele Jahre wirkte er in seiner Gemeinde Kreuztal im Siegerland als Kirchmeister und als Vorsitzender des Finanzausschusses des Kirchenkreises Siegen. Der gelernte Ingenieur Knipp arbeitete auch im Verteilungsausschuss der Kirchenleitung für Weltmission und Ökumene mit.

„Er verkörperte in besonderer Weise den Reichtum der presbyterial-synodal verfassten Kirche“, würdigt Präses Dr. h. c. Annette Kurschus den Verstorbenen. „Geerdet in der gemeindlichen Partnerschaftsarbeit vor Ort im Siegerland, initiierte er nachhaltige Wasserbauprojekte in Südafrika und lebte glaubwürdig vor, was es bedeutet, dass wir als Christen in Nord und Süd nur gemeinsam in der Einen Welt Boten der Liebe Gottes sein können, die allen Menschen gilt.“

 

]]>
AktuellesGemeindenSuchende