Aktuelles :: EKvW.dehttp://www.evangelisch-in-westfalen.dedeEvangelische Kirche von Westfalen, LandeskirchenamtSat, 21 Apr 2018 08:35:52 +0200Sat, 21 Apr 2018 08:35:52 +0200TYPO3 EXT:newsnews-1222Thu, 19 Apr 2018 15:02:36 +0200Kirchenrat Henning Juhl zum Urteil des EuGH zum kirchlichen Arbeitsrecht http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kirchenjurist-lockerung-der-einstellungspraxis-vorstellbar/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d5fae305bb0f4b57cc5eb7d8f385f489Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum kirchlichen Arbeitsrecht kann sich der westfälische Kirchenrat Henning Juhl durchaus Änderungen bei der Einstellungspraxis von Kirche und Diakonie vorstellen.

Für die Bereiche Verkündigung, Seelsorge und evangelische Bildung solle die Religionszugehörigkeit als Beschäftigungsvoraussetzung beibehalten werden, sagte Juhl am Mittwoch im WDR5-»Morgenecho«.

»Für alle anderen Tätigkeiten, wo wir jetzt schon Ausnahmemöglichkeiten haben, könnte ich mir auch vorstellen, dass wir da auf diesen Grundsatz verzichten und das noch freier geben, als es bisher schon ist«, erläuterte der Kirchenjurist der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Der EuGH in Luxemburg hatte am Dienstag entschieden, dass kirchliche Arbeitgeber von Bewerbern die Kirchenmitgliedschaft nicht pauschal und unbegründet verlangen dürfen. Bei einer solchen Anforderung an einen Bewerber müsse ein direkter Zusammenhang zwischen der Konfession und der Tätigkeit bestehen. Zudem müsse von einem Gericht überprüft werden können, ob die Voraussetzung einer Kirchenmitgliedschaft »wesentlich«, »rechtmäßig« und »gerechtfertigt« sei. Das könnte die Kirchen und ihre Einrichtungen dazu zwingen, ihre Stellenanforderung künftig stärker zu begründen. (epd)

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news-1221Tue, 17 Apr 2018 15:32:11 +020060 Jahre Ruhrsuperintendenten-Konferenz - Präses Kurschus und Präses Rekowski würdigen Arbeithttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ein-starkes-stueck-kirche-im-ruhrgebiet/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f8d9ef39328c40883a37a1f2959b75ceMit einer Jubiläumstagung hat die Ruhrsuperintendenten-Konferenz (RSK) an ihre Gründung vor 60 Jahren erinnert. Die RSK halte die soziale Frage in der Kirche wach, würdigte die westfälische Präses Annette Kurschus am Montagnachmittag in Dortmund in einem Grußwort die Arbeit der Ruhrsuperintendenten.

Zu den weiteren Gratulanten gehörten der rheinische Präses Manfred Rekowski und NRW-Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner.

Seit 1958 setzen sich die leitenden Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche im Ruhrgebiet dafür ein, in der Ruhrregion und an der Schnittstelle zweier Landeskirchen die gemeinsamen Probleme, aber auch die gemeinsamen Chancen zu thematisieren.

Die soziale Frage müsse auch in Zukunft ganz oben auf der kirchenpolitischen Agenda stehen, unterstrich Präses Kurschus. Nach Ansicht von Präses Rekowski gehören Themen wie Kinder- und Altersarmut, Langzeitarbeitslosigkeit und Zukunft der Arbeit sowie die Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt dazu. »Wir sind hemmungslose Lobbyisten für die Armen«, betonte Rekowski.

Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales, sprach mit den Ruhr-Superintendenten auch über die geplante Ruhrkonferenz der Landesregierung: »Die Ruhrkonferenz wird Impulse für die Weiterentwicklung der Region geben. Sie ist als breiter Prozess angelegt, bei dem alle gesellschaftlichen Gruppen vertreten sind. Den Kirchen kommt in diesem Zusammenhang als identitätsstiftende Kraft eine besondere Rolle zu, auf deren Unterstützung wir gerne bauen.« Holthoff-Pförtner betonte, dass er nach Dortmund gekommen sei, um die Kirchen ausdrücklich zur Mitarbeit an der Ruhrkonferenz zu ermuntern.

»Wo es weh tut«

Zuvor hatte der Moderator der Ruhrsuperintendenten-Konferenz, der stellvertretende Dortmunder Superintendent Michael Stache, hervorgehoben, dass die Evangelische Kirche im Ruhrgebiet dorthin gehe, »wo es weh tut.« Der Ort der Jubiläumstagung, das Wichernhaus in der Dortmunder Nordstadt, unterstreiche diese Selbstverpflichtung und sei ein Signal für die Arbeit der RSK.  

In ihrem Vortrag auf der Jubiläumstagung griff Dr. Kerstin Walther, Professorin für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen an der Evangelischen Hochschule in Bochum, die Frage nach dem Zusammenhang von Armut und Gesundheit auf. »Armut ist ein großer Risikofaktor für die Gesundheit«, erklärte Prof. Walther. So sei es alarmierend, dass im Ruhrgebiet die Kinderarmutsquote knapp 30 Prozent erreiche und damit rund zehn Prozent über dem Landesdurchschnitt in NRW liege.

Nur wenn die sozialen Ungleichheiten verringert würden, könnten positive Konsequenzen für die Gesundheit zahlloser Menschen erreicht werden. Denn, zitierte Walther einen Gesundheitsforscher, »die beste Prävention ist die Lust auf die eigene Zukunft.«

Ruhrsuperintendenten-Konferenz

Der Ruhrsuperintendenten-Konferenz gehören derzeit 15 evangelische Kirchenkreise im Ruhrgebiet mit knapp 1,4 Millionen Gemeindemitgliedern an. Die Konferenz befasst sich seit nun mehr 60 Jahren mit Fragen des Strukturwandels im Ruhrgebiet und fördert den Dialog mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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news-1220Mon, 16 Apr 2018 13:59:23 +0200Plakatmotiv Kirchentag Dortmund – Kurschus: »Jetzt kann es in Westfalen richtig losgehen«http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/was-himmel-und-erde-verbindet/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7241bae229cefc3b122f9602dacf813cEin Mensch, der von Ballons getragen wird: Dieses Bild wirbt ab jetzt für den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund. »Das Motiv verbindet Himmel und Erde miteinander«, sagte Präses Annette Kurschus: »Wenn es gut geht, wird das auch der Kirchentag in Dortmund tun: Mit kräftiger Bodenhaftung vor Ort und mit starkem Vertrauen darauf, dass der lebendige Gott hört und sieht und redet.«

Bei der Vorstellung der Kampagne am Montag (16.4.) erklärte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen in Dortmund: »Der christliche Glaube hält den Himmel offen für alles, was auf der Erde geschieht. Das gibt Kraft und macht Beine, es lässt genau hinsehen und beherzt zupacken.«
 
Dieser Impuls solle die westfälischen Gastgeber des Kirchentags bei ihren Vorbereitungen beflügeln. »Jetzt kann es in Westfalen richtig losgehen«, sagte die Präses. In Gottesdiensten, Gemeindegruppen aller Generationen, in der Arbeit mit Jugendlichen und im Religionsunterricht bis in die breite Öffentlichkeit hinein lasse sich das Kampagnenmotiv vielseitig aufgreifen und – auch kontrovers – diskutieren. Kurschus: »Es macht Lust auf den Kirchentag - in Westfalen und weit über Westfalen hinaus.«
 
Das Bildmotiv zum Motto des Kirchentages »Was für ein Vertrauen« (2. Könige 18,19) hat die Präses gemeinsam mit Kirchentagspräsident Hans Leyendecker, Generalsekretärin Julia Helmke und Andreas Kowarschik, Geschäftsführer der Agentur Part, an der St. Petri-Kirche in der Dortmunder Innenstadt enthüllt.
 
»Das Motiv erzählt eine Geschichte – und wir brauchen Vertrauensgeschichten«, sagte Generalsekretärin Julia Helmke. »Ein Mensch greift beherzt zu und hat Vertrauen getragen zu werden. Wir sind getragen von vielem und vielen, das macht auch Kirchentag aus.«
 
Kirchentagspräsident Hans Leyendecker betonte: »Wir wollen keinen Wohlfühlkirchentag, bei dem sich die Leute, die sowieso einer Meinung sind, gegenseitig des richtigen Weges vergewissern, sondern wir wollen um die gesellschaftlichen und geistlichen Themen streiten, diskutieren und debattieren. Und gleichzeitig soll es auch ein Kirchentag der »Guten Nachrichten« werden, wo wir der derzeitigen oft propagierten Untergangsstimmung »Gute Nachrichten« entgegensetzen wollen. Das sind für mich die Kernpunkte, die ein Kirchentag Dortmund und der Zeit hinterlassen soll.
 
Der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag findet vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund statt. Anmelden können sich alle Interessierten ab Herbst 2018.

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news-1218Sat, 14 Apr 2018 12:30:00 +0200Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm eröffnen ökumenische »Woche für das Leben« 2018http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wuerde-menschlichen-lebens/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4ebaf92e725a28c4a697dd03c68401d2Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Trierer Dom haben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, heute die bundesweite Aktion »Woche für das Leben« eröffnet, die bis zum 21. April 2018 in katholischen und evangelischen Kirchengemeinden begangen wird.

In seiner Predigt erinnerte Kardinal Reinhard Marx an das Wort »Gott ist ein Freund des Lebens« als die seit 1989 gemeinsam bestehende Grundbotschaft der katholischen und evangelischen Kirche für die »Woche für das Leben« und sagte: »Wir befassen uns in diesem Jahr vor allem mit der Pränataldiagnostik. Ich kann die Sorgen der Eltern sehr gut verstehen: Jeder hofft, dass sein Kind gesund ist. Wenn das in Frage steht, kommen Ängste auf, die Familien sehr belasten.«
Dabei sei es gut, »von der Grundhaltung auszugehen, die in jeder Schwangerschaft notwendig ist: von Zuversicht, Hoffnung und Liebe. Jede Schwangerschaft braucht das Vertrauen, dass das Wagnis des neuen Lebens gut ist. Als Christen können wir darauf hoffen und vertrauen, dass Gott das Leben schützt und liebt.«, so Kardinal Marx.

Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm sprach in seiner thematischen Hinführung im Gottesdienst von den Zielen, an denen sich Pränataldiagnostik zu orientieren hat:
»Als Christen glauben wir, dass uns das Leben von Gott geschenkt ist. Deswegen hat der Schutz dieses Lebens einen so großen Stellenwert für uns. Niemand darf von einem moralischen Hochpodest aus über die schwierigen Konfliktsituationen hinweggehen, die entstehen, wenn Eltern durch Pränataldiagnostik mit abzusehenden schweren Schäden in der embryonalen Entwicklung konfrontiert werden. Sie brauchen einfühlsame Begleitung und Beratung gerade auch in den damit verbundenen ethischen Fragen. Umso wichtiger ist eine bewusste Reflexion der ethischen Dimensionen der heutigen pränataldiagnostischen Möglichkeiten.«
Die Achtung vor der unverfügbaren Würde menschlichen Lebens müsse »die Grundlage und Grenze sein, auf der wir unsere Entscheidungen in den damit zusammenhängenden Fragen treffen.«

An dem ökumenischen Gottesdienst in Trier mit zahlreichen Teilnehmenden aus Gesellschaft, Politik, Bildung, Medizin und Religionsgemeinschaften wirkten außerdem Bischof Dr. Stephan Ackermann, Bischof von Trier, und Christoph Pistorius, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, mit.

Schwerpunktthema 2018

Bei der »Woche für das Leben« geht es in diesem Jahr um Aufgaben und Konsequenzen der Pränataldiagnostik und deren ethische, medizinische und soziale Einordnung. Besonders wird die sich daraus ergebende Frage nach dem Wert des Lebens mit Behinderung in den Blick genommen. Die Bewertung pränataldiagnostischer Methoden ist nicht nur eine medizinisch-technische Sache. Es müssen vornehmlich auch ethische Kriterien und die jeweiligen gesellschaftlichen Auswirkungen berücksichtigt werden. In den medizinischen Fortschritten sehen die katholische und evangelische Kirche nicht nur hilfreiche Maßnahmen für die Gesundheit von Mutter und Kind, sondern auch die Gefahr einer zunehmenden Ablehnung von Kindern mit Behinderung und das Streben hin zu vermeintlich perfekten Menschen.

Die »Woche für das Leben« ist seit mehr als 20 Jahren die ökumenische Aktion der evangelischen und katholischen Kirche für den Schutz und die Würde des Menschen vom Lebensanfang bis zum Lebensende.

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news-1219Sat, 14 Apr 2018 09:40:59 +0200Neue Superintendentin für Dortmundhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/dortmunder-kreissynode-waehlt-heike-proske-an-die-spitze/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fcd30f4771b65887716c88924455d81fDer Evangelische Kirchenkreis Dortmund bekommt eine neue Superintendentin. Die Kreissynode der Evangelischen Kirche in Dortmund, Lünen und Selm wählte am Freitagabend die Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission, Pfarrerin Heike Proske, an seine Spitze.

Die 56-jährige Theologin wird im Sommer die Nachfolge von Superintendent Ulf Schlüter antreten, der als Theologischer Vizepräsident in die Leitung der Evangelischen Kirche von Westfalen wechselt.

Heike Proske setzte sich bei der Wahl, für die die Kreissynode zu einer Sondersitzung in der Stadtkirche St. Reinoldi zusammengetreten war, gegen den Dortmunder Pfarrer Ralf Greth durch. Proske erhielt im ersten Wahlgang 155 der abgegebenen Stimmen. Greth kam auf 58 Stimmen. Zwei Stimmen waren ungültig.

Die künftige Superintendentin kennt Dortmund aus ihrer früheren Gemeindetätigkeit. Bis 2001 war sie zudem Synodalassessorin - stellvertretende Superintendentin - in dem damaligen kleineren Kirchenkreis Dortmund-Mitte. Seit 2009 ist sie leitende Theologin und Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission in Bremen.

Heike Proske legt besonderen Wert auf die Arbeit im Team. So freut sie sich auf die Zusammenarbeit mit der stellvertretenden Superintendentin Andrea Auras-Reiffen und dem stellvertretenden Superintendenten Michael Stache, aber auch mit den zahlreichen theologischen und nichttheologischen Fachleuten in den Gemeinden, den Diensten und Referaten.

Anders als in anderen Kirchenregionen trägt der Evangelische Kirchenkreis Dortmund, der größte in Westfalen, auch Verantwortung als großer Arbeitgeber. Mehr als 1.300 Frauen und Männer arbeiten hauptamtlich in Arbeitsfeldern wie Seelsorge, Tageseinrichtungen für Kinder, Offene Ganztagsschule, Bildungswerk, Schulreferat, Verwaltung und vielem mehr. Hinzu kommen zahlreiche Menschen, die sich ehrenamtlich in kirchliche Aufgaben einbringen.

Heike Proske stammt aus Oelde in Westfalen. Sie studierte Theologie in Bethel, Tübingen, Heidelberg und Yaoundé/Kamerun. Zu Vikariat und Pfarramt in der Gemeinde kam sie Anfang der neunziger Jahre nach Dortmund.

Wesentliches Anliegen der künftigen Superintendentin ist die Weiterentwicklung des Evangelischen Kirchenkreises mit einem eigenen, klar erkennbaren Profil. Und auch die gesellschaftliche Verantwortung liegt Heike Proske am Herzen. So soll sich die Evangelische Kirche in Dortmund und Umgebung auch unter ihrer Leitung in Themenfeldern wie der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus oder dem interreligiösen Dialog einsetzen.

In der weltweiten Ökumene sieht die künftig leitende Theologin eine große Bereicherung für alle Beteiligten. Mit ihrer internationalen Erfahrung, unter anderem aus einer mehrjährigen Auslandstätigkeit im westafrikanischen Togo, bringt sie wesentliche Impulse mit nach Dortmund.

Heike Proske ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Söhne. Auch in den Jahren im Ausland hat sie sich privat neben anderen Interessen ihre Vorliebe für den Dortmunder Fußball bewahrt.

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news-1217Fri, 13 Apr 2018 12:03:49 +0200Fachtag des Amtes für Jugendarbeit setzt sich mit den Folgen einer zunehmend digitalen Welt auseinanderhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kirche-muss-sich-mehr-in-digitale-wertediskussion-einmischen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=481fd4cb58f971cb273cc18b40356e53Wie wird die Zukunft Evangelischer Kinder- und Jugendarbeit aussehen? Mit dieser Frage im Hintergrund starteten 145 Teilnehmende am Dienstag (10.04.2018) in einen bundesweiten Fachtag mit dem Titel: »Digitalisierung – Fluch und Segen einer industriellen Revolution« in  Haus Villigst.

Das Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen hatte zu diesem Tag Experten und Akteure eingeladen, um die Veränderungen in der kirchlichen Jugendarbeit zu sondieren. Mit der Aussage »Digitalisierung ist nicht nur eine brandneue Technik, sondern das Instrument einer gesellschaftlichen Transformation«, eröffnete Thomas Langkabel den fachlichen Diskurs am Vormittag.

»Kirche muss sich einmischen«

Und Langkabel ist einer, der es wissen muss, denn er ist National Technology Officer von Microsoft Deutschland. Die Botschaft dahinter: Die Gesellschaft befindet sich in einem radikalen und nicht aufzuhaltenden Veränderungsprozess. Künstliche Intelligenz, persönliche Assistenten und 3D-Druck werden in allen Bereich des Lebens nachhaltige Veränderungen mit sich bringen. Wie genau aber die Spielregeln dabei aussehen sollen, das sei bislang viel zu wenig diskutiert worden. Er forderte: »Kirche muss sich deutlich lauter und konstruktiver als bislang darin einmischen, wie die Digitalisierung tatsächlich gestaltet werden soll.«

Prof. Dr. Birger P. Priddat, Ökonom und Philosoph von der Universität Witten/Herdecke, bemängelte, dass Schule heute überwiegend die bloße Aneignung von Wissen lehre, aber nicht das Verstehen der Zusammenhänge. Wichtig sei es, zunehmend zu wissen, was der Mensch nicht mehr zu wissen braucht.

Digitale Mündigkeit

Einig waren sich die Experten darin, dass Digitalisierung das Versprechen auf permanenten Wandel ist und die Fähigkeit, sich in stetigen Veränderungen zurecht zu finden, eine zentrale Zukunftskompetenz sein wird.»Digitale Mündigkeit ist auch ein wichtiges Schlagwort. Die Evangelische Jugend muss sich auch im Bereich des Digitalen dafür einsetzen, ihre Kinder und Jugendlichen fit zu machen für das, was auf der Welt passiert«, folgerte Peter Bednarz vom Amt für Jugendarbeit und Mitorganisator des Tages.

Ganz handfest konnten die Besucherinnen und Besucher des Fachtages aktuelle technische Entwicklungen auf einem medienpädagogischen Marktplatz testen. Von Virtuell Reality Darstellungen mit HoloLens und Oculus Rift bis zum Segensroboter aus Hessen-Nassau wurde betrachtet und ausprobiert. Anschließende Workshops vertieften Aspekte des vielseitigen Themas.

Abschließend resümierte Udo Bußmann, Landesjugendpfarrer der Evangelischen Kirche und Leiter des Amtes für Jugendarbeit: »Wir haben heute eine große Aufgabe bekommen. Zum einen müssen wir wieder neu gemeinsam unveränderliche Werte definieren und als Kirche deutlich dafür eintreten. Zum anderen müssen wir Kinder und Jugendliche unterstützen, vorbereitet zu sein, in einer Welt zu leben, die sich in kürzester Zeit stetig wandelt.«

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news-1216Fri, 13 Apr 2018 11:06:11 +0200Evangelische Publizistik und Evangelische Jugend starten neuen Youtube-Kanalhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/jana-spricht-ueber-den-glauben/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8e33dad61673e31344a3514b1a06c171Heute startet der evangelische Youtube-Kanal »Jana«. Protagonistin ist die 19-jährige Poetryslammerin Jana Highholder. Im Community-Format »Wir« spricht die Studentin aus Münster wöchentlich neu über die kleinen und großen Ereignisse im Leben junger Menschen, über Liebe und über ihren Glauben.

Zum anderen lässt Jana in ihrem Vlog-Format die Zuschauer an ihrem Leben als Slammerin, Christin und Medizinstudentin teilnehmen. »Gerade weil es in einer so schnelllebigen Welt gar nicht so einfach ist, etwas Beständiges zu finden, will ich zeigen, wie mich der Glauben trägt und mir im Leben hilft. Und ich will ständig im Dialog mit denen sein, die mir zuschauen.«, sagt Jana. Die Zielgruppe des Youtube-Angebotes sind junge Menschen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren. Begleitend zum Youtube-Kanal ist Jana auch auf Facebook und Instagram präsent.

Das Projekt verantworten das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) und die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej) für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Produziert wird der Kanal von dem Online-Video-Unternehmen Mediakraft aus Köln. GEP-Direktor Jörg Bollmann sagt: »Wir möchten jungen Menschen zeigen, wie aktuell die christliche Botschaft auch heute ist und sie dort erreichen, wo sie medial unterwegs sind. Und das sind derzeit vor allem Youtube, Instagram und Facebook.« »Jugendliche fragen nach dem Sinn des Lebens. Und sie finden in ihren Medien auf Fragen zu Glaube und Spiritualität fast keine Antworten«, ergänzt aej-Generalsekretär Mike Corsa. »Mit dem neuen Youtube-Kanal wollen wir im Alltag junger Menschen mit unseren Antworten auf ihre Fragen präsenter werden.« 

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news-1215Wed, 11 Apr 2018 17:21:00 +0200Westfälische Landeskirche: Forderungen aussetzen, bis Rechtslage klar isthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wer-fuer-notleidende-gebuergt-hat-soll-nicht-bestraft-werden-1/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4424571e3805bfa02cb53b7462417a73Wer für einen Flüchtling eine Bürgschaft übernommen hat, dem soll daraus keine unverhältnismäßige Belastung entstehen. Deshalb setzt sich die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) dafür ein, dass die nordrhein-westfälische Landesregierung einen ausreichenden Hilfsfonds auflegt. Dafür hat sich Landeskirchenrat Dr. Thomas Heinrich heute (11.4.) im Düsseldorfer Landtag ausgesprochen.

Hunderte von Privatpersonen, aber auch Kirchengemeinden, engagierten sich für Menschen, die vor Krieg und Elend geflohen waren. Insgesamt wurden für 2.593 Personen Verpflichtungserklärungen abgegeben. Solche Bürgschaften wurden geleistet im Vertrauen auf eine entsprechende Erklärung des damaligen NRW-Innenministers, dass die Verpflichtungserklärung »mit der Erteilung eines Aufenthaltstitels« ende. Doch obwohl diese Voraussetzung erfüllt war, kamen saftige Rechnungen von den Sozialämtern: Rund 20.000 Euro pro geleisteter Bürgschaft.

Dagegen erklärte der Jurist Heinrich in einer Anhörung vor dem Integrationsausschuss des Landtags, das Landeskirchenamt sei, ebenso wie die Bürgen, schlüssig davon ausgegangen, dass der Staat, wenn er Asyl gewährt, neben diesem Schutzrecht auch für das Existenzminimum aufkommt. Wenn das unterbleibt, sieht Heinrich »eine deutliche Teilprivatisierung einer staatlichen Aufgabe«. Damit die betroffenen Bürgen möglichst unbürokratisch entschädigt werden können, unterstützt die EKvW einen Antrag an die Landesregierung, einen Hilfsfonds mit zunächst fünf Millionen Euro einzurichten. Außerdem soll sich die NRW-Regierung beim Bund dafür einsetzen, dass die Rückforderungen der Sozialleistungsträger so lange ausgesetzt werden, bis eine tragfähige bundesweite Lösung gefunden ist.

Mit dem Beschluss ihrer Synode hatte die westfälische Landeskirche im November 2017 das gesellschaftliche Engagement für Flüchtlinge gewürdigt. Gleichzeitig appellierte die Synode an die Bundesregierung, eine Lösung zu finden, die Bürgen von unverhältnismäßigen Zahlungsverpflichtungen befreit. An die Landesregierung ging der Appell, die Forderungen und die bereits angelaufene Vollstreckung auszusetzen, bis die Rechtslage geklärt ist. (Pressemitteilung 16/2018)

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Medien
news-1214Wed, 11 Apr 2018 09:49:21 +0200Selbst mitgestalten: Kirchentag lädt zur Mitwirkung einhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/originell-kreativ-und-musikalisch/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f33ae0b8bcb837ec2e019c0a0ca883d4Großes Publikum, geniale Stimmung: Die Kreativen, die Musikerinnen, die Aussteller und Künstlerinnen sind ab sofort eingeladen, sich beim Kirchentag als Mitwirkende zu bewerben. Unter kirchentag.de/mitwirken gibt es alle Informationen, sowie Bewerbungsformulare für die aktive Beteiligung am nächsten Kirchentag in Dortmund.

Die Kategorien lauten »Gottesdienste«, »Markt der Möglichkeiten«, »Messe im Markt«, »Kinder und Jugend« sowie »Kultur« und »Bläser- und Sängerchöre«. Über die Zulassung entscheiden ab Herbst die Gremien des Kirchentages. Beim jüngsten Kirchentag in Berlin und Lutherstadt Wittenberg war mehr als ein Drittel der 100.000 Teilnehmenden zugleich als Mitwirkende dabei.

Kirchentagspräsident Hans Leyendecker sagt dazu: »Kirchentage sind Festivals des Ehrenamts. Wir freuen uns auf engagierte Menschen, ohne die es die fünf Tage in Dortmund nicht geben würde. Sie sind Säulen unserer Bürgergesellschaft und bewegen eine Menge im Land und für das Land. Wo sie sind, da gedeihen Zuversicht und Vertrauen und das wird auf dem Kirchentag in Dortmund zu spüren sein.«

Die Adresse kirchentag.de/mitwirken ist ab sofort aktiv für Bewerbungen mit originellen Gottesdienstformaten, kreativen Aktionen für Zentrum Jugend und Zentrum Kinder, für einen Stand auf dem Markt der Möglichkeiten oder der Messe im Markt sowie für künstlerische, theatrale und musikalische Angebote. Bläser- oder Sängerchöre können sich anmelden, um mit Einsätzen auf Straßen und Plätzen sowie in diakonischen Einrichtungen den Kirchentag zum Klingen zu bringen.

Gastgeber gesucht

Außerdem sucht der Kirchentag Gemeinden aus Dortmund als Gastgeber. Wer mit seinen Gästen gemeinsam während des Kirchentages feiern möchte, kann online Feierabendmahle, Gute-Nacht-Cafés und Tagzeitengebete anmelden.

Ein ganz besonderes Format, zu dem sich Gemeinden und Initiativen aus der Region ebenfalls ab sofort anmelden können, ist der Abend der Begegnung. Bei diesem riesigen Straßenfest in der Dortmunder Innenstadt, bei dem am 19. Juni 2019 bis zu 200.000 Menschen erwartet werden, präsentiert sich die gastgebende Region ihren Kirchentags-Gästen kulinarisch und mit viel Musik.

Jetzt bewerben

Bewerbungen sind möglich...
...bis zum 30. September 2018 für Gottesdienste, Kinder und Jugend, Markt der Möglichkeiten, Kultur
...bis zum 30. November 2018 für Messe im Markt, Feierabendmahl, Gute-Nacht-Café, Tagzeitengebete
...bis zum 15. Januar 2019 für Bläser- und Sängerchöre, Abend der Begegnung

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GemeindenMitarbeitende
news-1213Wed, 11 Apr 2018 08:19:55 +0200In der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag haben sich seit 2004 alle zwei Jahre zahlreiche Kirchentüren geöffnethttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/nacht-der-offenen-kirchen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7d3c0fc5d49c760fc175c9ab734f7fefDie Nacht der offenen Kirchen in Westfalen lockte mit bunten, fantasievollen Programmen – musikalisch, geistlich, literarisch, meditativ, cineastisch, gesellig oder kulinarisch.

Auch wenn dies nun nicht mehr landeskirchenweit stattfindet, hat jede evangelische Kirchengemeinde, jeder evangelische Kirchenkreis in Westfalen und Lippe die Möglichkeit, die Marke »Nacht der offenen Kirchen« für eigene Veranstaltungen zu nutzen. Die Voraussetzung: Das Ereignis lebt vom Reiz eines nächtlichen Kirchenraumes und ist nicht nur eine Abendveranstaltung, sondern von entsprechender Dauer, zum Beispiel bis Mitternacht. Material für die Öffentlichkeitsarbeit, zahlreiche Anregungen und Ideen sowie Fotos und Videos von der Nacht der offenen Kirchen 2016 gibt es auf dieser Themenseite.

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news-1212Mon, 09 Apr 2018 15:52:54 +0200Typisch protestantisch: Konfirmationhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/bekraeftigt-und-bestaerkt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8064905c7190560a9559e4b796288a5bEs ist ein herausragendes Ereignis im Leben der evangelischen Jugendlichen: Zwischen April und Juni werden in den 494 Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Westfalen an die 18.000 Gemeindemitglieder konfirmiert.  

Die Konfirmation gehört zum protestantischen Selbstverständnis. In der Bibel kommt die Konfirmation allerdings nicht vor, anders als die Taufe, mit der sie zusammenhängt. Bei der Konfirmation bekräftigen die Jugendlichen, was ihre Eltern und Paten bei der Taufe im Säuglingsalter stellvertretend versprochen haben: ein Leben im christlichen Glauben zu führen. Daher der Name: Konfirmation kommt vom lateinischen confirmare: bekräftigen, bestärken.

Das erste Abendmahl

Die Konfirmation wird häufig mit der katholischen Firmung verglichen. Die wurde von den Reformatoren im 16. Jahrhundert als Sakrament allerdings abgelehnt. Die Taufe bedürfe keiner Ergänzung, sagte etwa Martin Luther. Andere Reformatoren wie Martin Bucer hielten an einer Bekräftigung der Taufe fest. So entstand in den Anfangsjahren der Reformation aus unterschiedlichen Motiven mit der Konfirmation eine eigene protestantische Feier, bei der Jugendliche außerdem zum ersten Mal am Abendmahl teilnahmen. Sie war zugleich das Ende eines kirchlichen Unterrichts – mit Martin Luthers Kleinem Katechismus oder dem Heidelberger Katechismus als Lernstoff.

Auch heute geht der Konfirmation noch eine anderthalbjährige Zeit der Vorbereitung voraus. Die evangelische Kirche spricht dabei jedoch eher von Konfirmandenarbeit als von Unterricht. Evangelische Jugendliche nehmen in der Regel im 7. und 8. Schuljahr daran teil und werden im Alter von 14 Jahren konfirmiert. Die Konfirmation ist heute aber nicht mehr zwingend Voraussetzung für die Teilnahme am Abendmahl: In immer mehr Gemeinden sind auch kleinere Kinder dazu eingeladen, wenn sie getauft sind. Nach der Konfirmation können die Jugendlichen Pate oder Patin werden.

Konfi-Cup und Nachdenken über das Leben

Natürlich spielen Freizeiten, Fahrten und andere gemeinsamen Aktivitäten mit Gleichaltrigen eine große Rolle in der Konfi-Zeit. Aber nicht nur das: die Heranwachsenden beschäftigen sich auch mit religiösen Themen.

Eine bundesweite Studie zur Konfirmandenarbeit stellte dazu fest, dass 86 Prozent der Jugendlichen in ihrer Konfizeit mehr über Gott und den christlichen Glauben erfahren haben. 80 Prozent sagten, dass sie darüber ins Nachdenken gekommen sind, was gut oder schlecht für ihr Leben ist.

Dabei tritt in der modernen Konfi-Arbeit das reine Weitergeben von Inhalten durch Auswendiglernen immer mehr in den Hintergrund. Das Erleben und Entdecken von Leben und Glauben in der Gemeinschaft ist ein zentraler Bestandteil geworden. Wie zum Beispiel beim Konfi-Cup, der deutschlandweiten Fußball-Meisterschaft für Konfis. Hier geht es um faires Spiel, um die Freude am Gewinnen, aber auch um das Verlierenkönnen. So erfahren Jugendliche ihre Kirche als lebendige Gemeinschaft.

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news-1211Sun, 08 Apr 2018 12:37:51 +0200Präses Annette Kurschus zur Amokfahrt in Münsterhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ich-bete-fuer-alle-die-unmittelbar-betroffen-sind/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=faf4c9c829764083ea2e856514183308Aus buchstäblich heiterem Frühjahrshimmel legte es sich wie eine dunkle Wolke über die Menschen: Zuerst über diejenigen, die es in Münsters Altstadt hautnah miterlebt haben. Dann über diejenigen, die in Windeseile davon erfuhren.

Plötzlich sind dort, wo man eben noch gemeinsam in der Sonne saß, Tote, schwer Verletzte, Schockierte. Menschen in Lebensgefahr, in Angst, in Trauer. Unzählige, die sofort helfen, sind da auch. Gott sei Dank.

Was hat den Menschen getrieben, der dieses zerstörerische Szenario auslöste und anschließend seinem Leben ein Ende setzte? Wozu sind Menschen fähig, immer und immer wieder?

Wieder einmal tun sich unheimliche Abgründe auf. Es bleibt tiefes Erschrecken. Es bleiben Fragen. Es bleibt Angst.

Wir Christen haben gerade Ostern gefeiert. Den Sieg des Lebens über den Tod.Im Horizont der österlichen Hoffnung stellt sich manche Frage besonders quälend. Die Gewissheit, dass Gott für alle das Leben will, macht das Entsetzen über ein solches Geschehen umso tiefer.Und: Wir lassen nicht ab, uns an den lebendigen Gott zu wenden.Auch jetzt. Gerade jetzt. Ja, jetzt erst recht

Ich richte mein Klagen und meine Fragen an ihn, den Lebendigen. Ich bete für alle, die unmittelbar betroffen sind. Ich bitte um Kraft für diejenigen, deren tätiger Einsatz für Leib und Seele jetzt bitternötig ist. Und ich bitte für uns alle: Dass die Liebe uns hilft beizustehen, wo wir können. Dass die Angst uns nicht zu vorschnellen Verurteilungen verleitet. Dass die ungelösten Fragen uns nicht zu schädlichen Spekulationen verlocken. Dass das Unbegreifliche uns nicht in Hass und Verachtung treibt

»Christus spricht: Was ihr nicht getan habt einem von diesen, das habt ihr mir auch nicht getan«, heißt es im biblischen Lehrtext des gestrigen Tages. Das Umgekehrte gilt ebenso: »Was ihr getan habt einem von diesen, das habt ihr mir getan.« (Matthäus 25, 45.40)

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news-1193Tue, 03 Apr 2018 11:48:00 +02004. westfälischer FrauenKirchenTag in Kamenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/was-bedeutet-gutes-leben/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5c23e7345cc219f57dbd5b6f1b61a982Der 4. westfälische FrauenKirchenTag der steht in diesem Jahr unter dem Motto »Die Welt braucht uns! 1001 Ideen für ein gutes Leben«. Er findet am 9. Juni 2018 von 9:30 bis 17 Uhr in Kamen statt.

Die Veranstaltung beginnt mit einem Bibliolog mit Dr. Susanne Wolf. Um gemeinsam eine Antwort auf die Frage zu finden, was ein wirklich »gutes Leben« ausmacht, werden Workshops angeboten. Die Themen der Workshops sind facettenreich und bieten Möglichkeiten für alle, auch der eigenen Antwort näher zu kommen.

Zur Auswahl stehen unter anderem »Ökologischer leben!«,  »Das Leben tanzen!« und »Beherzt Singen!«. Auch bei »Atmen und Lächeln!« oder »Fallen und Aufstehen!« lassen sich Ideen und Anregungen finden. Außerdem beschäftigen sich die Teilnehmerinnen mit dem Thema der gewaltfreien Kommunikation.Das Angebot wird durch einen Büchertisch und die Möglichkeit der Seelsorge ergänzt. Das Programm schließt mit einem Podiumsgespräch zu der Frage des Tages und einem spirituellen Abschluss. Der Westfälische FrauenKirchenTag versteht sich auch als Einstimmung auf den Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Weitere Informationen und den Flyer zum Fachtag sowie zu den Veranstalterinnen, Konferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der EKvW, Ev. Frauenhilfe in Westfalen e.V., Frauenreferat der EKvW, Amt für Mission, Ökumene und Weltverantwortung der EKvW, finden Sie auf der Internetseite.

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news-1210Sun, 01 Apr 2018 01:00:00 +0200Präses Annette Kurschus: Die Welt braucht die Botschaft von der Überwindung des Todeshttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ostern-leuchtet-gegen-gleichgueltigkeit-und-gewalt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3d253b59354bfe63f3a25e7baf1bf910Die Botschaft vom auferstandenen Christus befreit von einer düsteren Sicht auf die Welt, betont Präses Annette Kurschus: »Das österliche Licht will sich auch und gerade in den Dunkelheiten des menschlichen Herzens ausbreiten; in dessen Fragen und Zweifeln vermag es sich besonders tröstlich zu spiegeln«, schreibt die leitende Theologin in ihrem Osterbrief an ehren- und hauptamtlich Beschäftigte der Evangelischen Kirche von Westfalen.

»Schwer wiegen Lüge und Leid. Gewalt und Gleichgültigkeit lassen den Blick trüb werden«, heißt es in dem Brief. Doch Christen könnten lernen, zweimal hinzuschauen und weiter und tiefer zu sehen. »Wir sollen uns einüben in Gottes Blick auf die Welt und uns die verbittert-verächtlichen Blicke wie Schlaf aus den Augen reiben«, schreibt Präses Kurschus.

Die Welt brauche nichts dringender als die Botschaft von der Überwindung des Todes. »Sie macht uns Menschen zu Liebhaberinnen und Liebhabern des Lebens. Sie fordert die Kirche zum Einspruch gegen den Tod heraus. Und sie lässt uns entdecken, wie Christus lebendig ist – hier und jetzt, mitten unter uns.«

Annette Kurschus dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Zeit, Kraft und Geduld im Einsatz für das Evangelium. Sie wünscht ihnen »Lust und Mut und Fantasie, Ihren Glauben und Ihre Zweifel mit den Menschen in Ihrer Kirchengemeinde, an Ihrem Arbeitsplatz und in Ihrem Verantwortungsbereich zu teilen«. (Pressemitteilung 14/2018)

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news-1208Wed, 28 Mar 2018 13:01:42 +0200Dortmunder Kreissynode wählt neue Spitzehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/greth-und-proske-kandidieren/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2012de7dbc269f2ff484a84304f33b6cDer Evangelische Kirchenkreis Dortmund braucht eine neue Superintendentin oder einen neuen Superintendenten. Zur Wahl stehen zwei Kandidierende, die der Nominierungsausschuss des Kirchenkreises der Kreissynode nach intensivem Vorauswahlverfahren vorgeschlagen hat: Pfarrerin Heike Proske, derzeit Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission in Bremerhaven, und der Dortmunder Gemeindepfarrer Ralf Greth. Die Wahl findet am Freitag, 13. April, in der Stadtkirche St. Reinoldi statt.

Der amtierende Superintendent des Kirchenkreises, Ulf Schlüter, verlässt den Kirchenkreis und wird im Juli sein neues Amt als Theologischer Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen aufnehmen.

Heike Proske war bis 2001 Gemeindepfarrerin in Dortmund, wechselte dann in einen mehrjährigen Auslandsdienst nach Togo und wurde 2009 zur leitenden Theologin der Seemannsmission gewählt. Jetzt zieht es die gebürtige Westfälin zurück nach Dortmund, wo sie ihre vielfältige Erfahrung in die Leitung des Kirchenkreises einbringen will.

Ihr Mitbewerber Ralf Greth ist Gemeindepfarrer in der Gemeinde Syburg-Auf dem Höchsten und engagiert sich seit vielen Jahren in Gremien des Kirchenkreises. Derzeit ist er unter anderem stellvertretendes theologisches Mitglied im Kreissynodalvorstand. Eine seiner Vorlieben gilt dem Sport, etwa beim alljährlichen ›Fußballturnier der Religionen‹.

Die Kreissynode, der zur Zeit 241 gewählte und berufene Mitglieder angehören, ist das oberste Leitungsorgan der Evangelischen Kirche in Dortmund, Lünen und Selm. Sie tritt in der Regel zweimal im Jahr zusammen. Die Sitzung am 13. April wurde zusätzlich angesetzt und dient insbesondere der Wahl der neuen Leitungsperson.

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news-1207Tue, 27 Mar 2018 13:09:39 +0200Konfessionelle Jugendverbände fragen im Landtag nach den Themen Fairer Handel und Nachhaltigkeithttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/faires-fruehstueck-mit-der-jugend-im-landtag/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=62585b66421e6a289a45bdd058925f0fBei einem Fairen Frühstück am Donnerstag (22. März) im Düsseldorfer Landtag  haben Vertreterinnen und Vertreter der kirchlichen Jugendverbände Abgeordnete des Landtags nach den Fortschritten in Sachen »Nachhaltiger Einkauf« befragt.

Zu dem Frühstück haben die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in NRW (AEJ-NRW) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend NRW (BDKJ NRW) gemeinsam mit dem Landtagspräsidenten und den Beauftragten der Kirchen am Landtag eingeladen. Es findet einmal im Jahr statt.

Landtagspräsident André Kuper lobte das Engagement der Verbände und informierte sich zusammen mit den Abgeordneten über die »faire Grillkohle«. Mit diesem eigenen Produkt der Jugendverbände wird ganz praktisch gezeigt, dass ein verantwortungsvoller Einkauf nicht im Gegensatz zur sozialen Marktwirtschaft stehen muss.

Wie in den vergangenen Jahren wurde auch diesmal wieder zwischen fairem Kaffee und ressourcenschonender Nussnougatcreme über die dramatischen und zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels gesprochen.

Peter Bednarz von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend resümiert: »Es ist gut, dass wir so einen Tag im Landtag haben. Immer wieder nachzufragen, wie es um Nachhaltigkeit und Fairen Handel steht, zeigt den Politikern deutlich, dass diese Themen der Jugend keineswegs egal sind – ganz im Gegenteil.«

 

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news-1206Mon, 26 Mar 2018 12:14:06 +0200ACK-NRW will intensives Miteinander zwischen Konfessionen fördernhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/oekumene-mit-neuen-chancen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d369d16a99a826e0814b89b95a242c19Die Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen in Nordrhein-Westfalen (ACK-NRW) unterstützt die Bemühungen, die ökumenische Zusammenarbeit untereinander voranzutreiben.

Die Mitgliedskirchen wollten den Weg zu einer weiteren Intensivierung der Ökumene 500 Jahre nach der Reformation begleiten und mitgestalten, erklärte deren Vorsitzende, die westfälische Pfarrerin Annette Muhr-Nelson (Dortmund). Im ökumenischen Gespräch, gerade auch zwischen großen und kleinen Kirchen, liege die besondere Chance, »sich den Veränderungen kirchlichen Lebens gegenseitig zu stellen, sich zu ermutigen, zu entlasten und zu stärken«, befand die ACK-NRW auf ihrer Frühjahrsversammlung in Schwerte/Ruhr.

Bei ihrem Treffen begrüßten die Vertreter der 31 christlichen Kirchen im Land die ökumenischen Aufrufe zwischen den evangelischen Landeskirchen mit den katholischen Bistümern Essen, Münster und Paderborn. So sollen Gemeinden beispielsweise gemeinsam Konzepte für die Zukunft entwickeln. Ziel ist es, die ökumenische Gemeinschaft und das ökumenische Handeln auf allen kirchlichen Ebenen zu intensivieren oder neu zu beleben. Die ökumenischen Aufrufe wollen sich die Mitgliedskirchen zu eigen machen und die multilaterale Ökumene in die ökumenische Arbeit vor Ort einbringen.

Nach den Erklärungen zum Reformationsjubiläum im vergangenen Jahr haben die Kirchen verbindlich und konkret vereinbart, enger zusammenzuarbeiten und das Miteinander weiter zu stärken.

Die Aufrufe sind von den evangelischen Kirchen im Rheinland, in Westfalen und in Lippe mit den Bistümern Essen (Titel: »Ökumenisch Kirche sein«, 22.1.2017), Münster (»Gemeinsam Zukunft gestalten«, 5.6.2017) und Paderborn (»Ökumenisch Zukunft gestalten«, 29.9.2017) unterzeichnet worden.

Auch sieht die ACK-NRW die Vereinbarungen zwischen evangelischen Landeskirchen und Bistümern in NRW zum konfessionell-kooperativen Religionsunterricht sehr positiv. Danach soll die ganze Breite der Ökumene konfessionsbewusst und sensibel für die Unterschiede vermittelt werden, hieß es.

Der Unterricht wird abwechselnd von katholischen und evangelischen Fachlehrern erteilt, so dass die Schüler verschiedene konfessionelle Sichtweisen kennenlernen. Die Kirchen wollen den gemeinsamen Religionsunterricht ab dem Schuljahr 2018/19 anbieten. Dies gilt für Grundschulen und weiter-führende Schulen bis zur zehnten Klasse.

An der Planung und Umsetzung der ökumenischen Impulse und Ziele will sich die ACK-NRW aktiv beteiligen, wie Muhr-Nelson betont, die das Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung/MÖWe der Evangelischen Kirche von Westfalen leitet. Auch könne die Arbeitsgemeinschaft das Gespräch zwischen den großen Konfessionen und den zahlenmäßig sehr viel kleineren, verschiedenen orthodoxen Kirchen, Freikirchen und sonstigen Glaubensgemeinschaften vermitteln.

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news-1205Mon, 26 Mar 2018 11:12:00 +0200Landeskirchenbaudirektor Reinhard Miermeister geht in den Ruhestandhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/verkuendigung-ohne-worte/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3c88356c86496d7442a126130dd344b2Knapp 6.000 Gebäude, mehr als 1.000 Gottesdienststätten und rund 600 Baudenkmäler: das ist der Nährboden für die tägliche Arbeit der Mitarbeitenden im Baureferat der Evangelischen Kirche von Westfalen. Reinhard Miermeister, seit 30 Jahren Chef der Truppe, geht Ende März in den Ruhestand.

Im Juli 1987 kam er aus Aachen, wo er an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Architektur studiert und seine ersten Arbeitsjahre verbracht hatte, nach Bielefeld und wurde Mitarbeiter des Bauamtes im Landeskirchenamt. Schon neun Monate später war er dessen Leiter.  

»Ich hab als Youngster den Chef gemacht«, sagt Miermeister heute rückblickend. Und er hat es gerne gemacht. Kaum beginnt er, von westfälischen Kirchen zu erzählen, fangen seine Augen an zu leuchten. Das mag auch damit zusammenhängen, dass er als Kirchenarchitekt nicht nur die Steine sondern immer auch die spirituelle Dimension der kirchlichen Gebäude mit im Blick hat.

»Beim Bauen und Modernisieren von Gottesdienststätten geht es auch um Fragen der Liturgie«, ist sich Miermeister sicher und denkt dabei an zahlreiche spannende Gespräche mit Pfarrerinnen und Pfarrern zurück. Räume anzubieten, die den Bedürfnissen und Wünschen der Menschen entgegenkommen, war das Ziel, das er in seiner Arbeit für die Landeskirche immer verfolgt hat. Es gehe nicht um »Steine statt Menschen«, sondern um »Steine für Menschen«.

»Kirchen sind Verkündigung ohne Worte«, sagt der scheidende Architekt. Sie seien das Gesicht der Kirche im Stadt- und Dorfbild und damit in der Öffentlichkeit.

Anders als vor 30 Jahren bestehe in vielen Gemeinden heute eine größere Offenheit, mit Räumen kreativer umzugehen. Menschen müssten sich mit der Architektur identifizieren, damit Räume angenommen und genutzt würden, so Miermeister. Zuerst sind Menschen für ein Projekt zu begeistern. »Das mit  der Finanzierung kriegt man dann meistens irgendwie hin.« In diesem Zusammenhang sei es erfreulich, dass Kirchengemeinden vermehrt überdurchschnittliche Architekturentwürfe anstreben und bereit sind dafür Architekten -und Künstlerwettbewerbe auszuschreiben.

Stichwort Identifikation: laut Miermeister ist die Identifikation mit kirchlichen Gebäuden unabhängig von der persönlichen Nutzung. Auch Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, identifizierten sich mit Kirchen und seien bereit, Geld zu spenden. Etwa für notwendige Instandsetzungsarbeiten, für eine neue Orgel oder künstlerische Verglasungen.

Highlights seiner Laufbahn waren neben der Beratung anspruchsvoller Neu- und Umbauten in den Kirchengemeinden u.a. die Betreuung zahlreicher Denkmalpflegemaßnahmen an wertvollen historischen Kirchen einschließlich der jahrzehntelangen Restaurierung der Wiesenkirche in Soest (»Es ist immer gelungen, sie zusammen mit der Bauhütte in Fahrt zu halten«), , der Bau der konzeptionell innovativen Evangelischen Gesamtschule in Gelsenkirchen, die Modernisierung und Erweiterung der Evangelischen Tagungsstätte »Haus Villigst« mit dem Neubau der Kapelle.

Für die Zukunft wünscht sich Reinhard Miermeister mehr offene Kirchen und Vertrauen seitens der Verantwortlichen. Selbst wenn eine Kirche nicht verlässlich geöffnet werden könne, sollte es, so Miermeister, sich organisieren lassen, an einem festgelegten Ort den Schlüssel zu erhalten.

Seine Tipps für die Zukunft (Baukirchmeister aufgepasst!): mit Geduld, Beharrlichkeit und Gelassenheit die Dinge angehen. Erst die objektive Bestandsaufnahme (Gebäudestrukturuntersuchung), dann die Diagnose, schließlich die Therapie. Bei all dem sei es wichtig, Menschen mitzunehmen und  sie von den neuen Chancen der notwendigen Reduktion zu überzeugen. So könne man gemeinsam mit engagierten Ehrenamtlichen viel erreichen. Wichtig sei es zudem, kirchliche Bauvorhaben nicht auf ein reines Immobilienproblem zu reduzieren.

Wir haben ein flächendeckendes Netz von intakten Kirchen. »Das ist eine riesengroße Chance«, sagt Reinhard Miermeister und fügt hinzu: »Das macht Mut.« Wer baut, habe Hoffnung und eine Erwartung für die Zukunft. Vielleicht ist es diese Erkenntnis, die ihn in seiner kirchlichen Arbeit durch all die Jahre getragen hat.

Neben seiner Tätigkeit im Baureferat der EKvW war Miermeister unter anderem 30 Jahre lang Mitglied der Bauamtsleiterkonferenz der EKD, davon 23 Jahre als Vorsitzender, Mitglied im Präsidium des Evangelischen Kirchbautages (23 Jahre) und hat 26 Jahre lang  mit einer Autorengruppe die Geschäftezur Erstellung des Kirchlichen Bauhandbuches der EKD zum energiesparenden und umweltschonenden Bauen geführt.

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news-1204Fri, 23 Mar 2018 15:09:52 +0100Drei Vikarinnen und acht Vikare treten am 1. April ihren Dienst anhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gott-ist-nicht-fertig-mit-dir-er-faengt-immer-neu-mit-dir-an/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=668a4bab1d9bc46ff32b06c7e028b9d9Drei Vikarinnen und acht Vikare treten am 1. April ihren Vorbereitungsdienst in der Evangelischen Kirche von Westfalen an. In einem Abendmahlsgottesdienst in der Bielefelder Süsterkirche sind sie von Präses Annette Kurschus und Oberkirchenrätin Petra Wallmann begrüßt worden.

Nach bestandenem 1. Theologischen Examen erhielten sie ihre Berufungsurkunden und lernen nun zweieinhalb Jahre lang praktische Gemeindearbeit. Darin sind drei Monate Schulpraktikum eingeschlossen. Mit Beginn des neuen Vikariatskurses sind insgesamt 40 westfälische Vikarinnen und Vikare im Vorbereitungsdienst.

Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! (1. Johannes 3,1): »Das, liebe Vikarinnen und Vikare, ist – in einem kurzen Satz zusammengefasst – die Botschaft, die Sie in Ihrem schönen Beruf als Pfarrerin, als Pfarrer unter die Menschen zu bringen haben«, rief Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, die Vikarinnen und Vikare in ihrer Predigt auf. »Ein Staunen liegt darin. Ein leises Werben auch. Als müssten der oder diejenige, die das ausrufen, sich immer neu selbst daran erinnern.« Gotteskind zu sein, so Kurschus, das sei seit der Heiligen Nacht das Geheimnis unseres Lebens, der Segen unseres Lebens – und seine unverlierbare Würde. »Wir sind Gotteskinder, an jedem Tag, und all die Menschen, denen Sie in Ihrem Berufsleben begegnen werden – auch an den durchschnittlichsten, grausten, alltäglichsten Tagen, an denen es scheinbar so gar nichts Besonderes zu sehen und zu erleben gibt.«

Wenn es im Predigttext aus dem 1. Johannesbrief weiter heißt: »Es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden«, dann ist das für Kurschus Trost und Ansporn zugleich: »Weil Gott noch lange nicht fertig ist mit uns, seinen Kindern, und mit dieser Welt, in die er seinen Sohn gesandt hat. Gott hat gerade erst angefangen mit uns und mit der Welt – und er fängt immer neu an. Das ist unsere Rettung.« Und den jungen Theologinnen und Theologen gab sie mit auf den Weg: »Vielleicht gehört das zum Größten und Wichtigsten, was Sie den Menschen weiterzugeben haben: Gott ist nicht fertig mit dir. Er fängt immer neu mit dir an.« In dieser Gewissheit könnten sie sich mit den Menschen auf Wege begeben – in der Gemeinde, in der Schule und auf speziellen Feldern der Seelsorge. Auf Wege neuer Gemeindekonzeptionen, auf Wege der Trauer oder des Glücks, auf Wege der Hoffnung, auf Wege des Sterbens, auf Wege der Heilung, auf Wege des Protest und des Widerstandes, auf Wege der Hilfe und der Fürsorge.


Ihr Vikariat am 1. April beginnen:

  • Birger Falcke (Ev. Kirchengemeinde Bönen, Kirchenkreis Hamm)
  • Larissa Figgen (Ev. Kirchengemeinde Warstein, Kirchenkreis Arnsberg)
  • Stefan Hinsel (Ev. Kirchengemeinde Annen, Kirchenkreis Hattingen-Witten)
  • Alexander Jasczyk (Ev. Kirchengemeinde Hemmerde-Lünern, Kirchenkreis Unna)
  • Gereon Krämer (Ev. Kirchengemeinde Bad Lippspringe, Kirchenkreis Paderborn)
  • Jan Lübking (Ev.-ref. Kirchengemeinde Klafeld, Kirchenkreis Siegen)
  • Katjana Pogorzelski (absolviert zunächst ein sechsmonatiges Sondervikariat beim Amt für missionarische Dienste, Dortmund)
  • Stefan Prill (Ev. Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde, Kirchenkreis Bielefeld)
  • Sebastian Renkhoff (Ev. Kirchengemeinde Hiltrup, Kirchenkreis Münster)
  • Sebastian Stussig (Ev.-Luth. Philippus-Kirchengemeinde Bünde, Kirchenkreis Herford)
  • Kira Weweler (Ev. Kirchengemeinde Beckum, Kirchenkreis Gütersloh)

Außerdem absolviert Thilo Neuhaus bereits seit dem 1. März 2018 ein Gastvikariat in der Ev.-Luth. Kirche in Bayern (ELKB).

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