Aktuelles :: EKvW.dehttp://www.evangelisch-in-westfalen.dedeEvangelische Kirche von Westfalen, LandeskirchenamtSun, 27 Sep 2020 03:41:30 +0200Sun, 27 Sep 2020 03:41:30 +0200TYPO3 EXT:newsnews-1905Fri, 25 Sep 2020 09:27:53 +0200Recklinghausen: Superintendentin Saskia Karpenstein mit feierlichem Gottesdienst ins Amt eingeführthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/offen-sein-fuer-neues-weil-die-zukunft-offen-ist/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ee841ede7b28f1f09871270983dcd73bNicht alle, die gerne dabei gewesen wären, konnten aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen teilnehmen: Am Ende erlebten rund 100 geladene Gäste die Einführung der neuen Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen live vor Ort mit.

In der Christuskirche in Recklinghausen wurde Pfarrerin Saskia Karpenstein von Präses Annette Kurschus mit einem Festgottesdienst mit modernen Musik- und Gesangseinlagen in ihr Amt eingeführt.

Mit einem Mutwort begann die neue Superintendentin ihre Einführungsrede: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost: ich habe die Welt überwunden“. Es war ihr Konfirmationsspruch, der für sie auch heute in unsicheren Zeiten große Bedeutung hat. Sie zielte damit auf die Corona-Krise genauso wie auf Klima- und Gerechtigkeitsfragen an.

Mit Blick auf ihr neues Amt sagte sie, dass sie sich angesichts der neuen Aufgaben nicht verrückt machen lassen will. „Ich werde eher keine Superintendentin sein, die mit einem fixen Programm kommt. Ich möchte offen sein für Neues, weil die Zukunft offen ist - es kann nichts „Fertiges“ im Moment geben, ist meine Überzeugung.”

Als Vorbild für eine mutige Frau in Leitung nannte sie die am Wochenende verstorbene Richterin am amerikanischen Supreme Court, Ruth Bader Ginsberg. „Sie hat sich eingesetzt gegen Diskriminierung und ihr Amt genutzt zum Wohle anderer – wenn mir das Gelingen würde, wäre ich sehr dankbar”, erklärte die neue Superintendentin.  

Probst Jürgen Quante sprach in seinem Grußwort von einer gut funktionierenden Ökumene in Recklinghausen und freute sich auf die Zusammenarbeit mit Saskia Karpenstein. Superintendent Steffen Riesenberg überbrachte Grüße aus dem Nachbarkirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten.

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news-1904Wed, 23 Sep 2020 18:20:28 +0200Dienstantritt: Acht Vikarinnen und zwei Vikare starten am 1. Oktober in Westfalen durchhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/menschen-auf-ihren-persoenlichen-wegen-begleiten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=620733cc2e68db66755d7ca95a19c5f7Zehn Vikarinnen und zwei Vikare treten am 1. Oktober ihren Vorbereitungsdienst in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) an. In einem Gottesdienst am 23. September in der Bielefelder Süsterkirche sind sie von Präses Annette Kurschus und Oberkirchenrätin Katrin Göckenjan-Wessel begrüßt worden.

Nach bestandenem 1. Theologischen Examen erhielten sie ihre Berufungsurkunden und lernen nun zweieinhalb Jahre lang praktische Gemeindearbeit. Darin sind drei Monate Schulpraktikum eingeschlossen. Mit Beginn des neuen Vikariatskurses sind insgesamt 45 westfälische Vikarinnen und Vikare im Vorbereitungsdienst.

"Ich halte es für eine unserer größten und schönsten, manchmal auch traurigsten und schwierigsten Aufgaben im Pfarrberuf, Menschen auf ihren persönlichen Wegen zu begleiten. Auch und gerade auf den Wegen zurück, die das Erinnern und das Staunen und das Dankbarsein lehren", sagte Annette Kurschus, Präses der EKvW, in ihrer Predigt.

Kurschus: "Ja, dazu werden wir, dazu werden Sie besonders dringend gebraucht: Menschen dazu zu ermutigen und ihnen dabei zu helfen, sich zu erinnern, zu staunen und dankbar zu werden. Das eigene Leben und das Geschehen in der Welt im Licht der Güte und Treue Gottes zu sehen. Das geht nicht von selbst. Das braucht Menschen wie Sie, die ihr ganzes Leben daransetzen wollen, die Botschaft von der freien Gnade Gottes in die Welt zu tragen und andere anzustecken mit ihrem Gotteslob. Oft trotz allem, was dagegen spricht. Und deshalb erst recht.“

Ihr Vikariat am 1. Oktober beginnen:

  • Katrin Brexeler
    (Ev. Kirchengemeinde Waltrop, Ev. Kirchenkreis Recklinghausen)
     
  • Geeske Brinkmann
    (Gastvikariat in der Hannoverschen Landeskirche)
     
  • John Hick
    (Ev. Johannes-Kirchengemeinde Lüdenscheid, Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg)
     
  • Alexandra Hinsel
    (Ev.-Luth. Lydia-Kirchengemeinde Bünde, Ev. Kirchenkreis Herford)
     
  • Lea Klaas
    (Ev. Kirchengemeinde Ferndorf, Ev. Kirchenkreis Siegen)
     
  • Daniela Krämer
    (Gastvikarin in der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck)
     
  • Carolin Kremendahl
    (Ev. Kirchengemeinde Bad Laasphe, Ev. Kirchenkreis Wittgenstein)
     
  • Mara Schwäbe
    (Ev.-Luth. Neustädter Marien-Kirchengemeinde, Ev. Kirchenkreis Bielefeld)
     
  • Linda Stucke-Troks
    (Ev.-Luth. Kirchengemeinde Eidinghausen-Dehme, Ev. Kirchenkreis Vlotho)
     
  • Salomo Steiger
    (Gastvikariat von der Nordkirche, Ev. Kirchengemeinde Syburg-Auf dem Höchsten, Ev. Kirchenkreis Dortmund)
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AktuellesGemeindenMitarbeitende
news-1903Wed, 23 Sep 2020 17:31:39 +0200Präses Annette Kurschus ruft zur Teilnahme am Klimaaktionstag (25. September) aufhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ein-kraftvolles-zeichen-fuer-das-klima-setzen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4b4dbfe0fcf4ef94765ee23bc8fd1722MedienInfo 57/2020
 

Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, hat dazu aufgerufen, die Initiative von „Fridays for Future“ zu unterstützen und beim Klimaaktionstag (25. September) mitzuwirken, um „ein kraftvolles Zeichen zu setzen: für eine konsequente Energiewende und den Schutz unseres Klimas.“

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie habe die Klimakrise keine Pause gemacht. Waldbrände und Hitzerekorde im Norden, Dürren und Starkregen in unseren Breiten, Stürme und Überflutungen im globalen Süden ließen erahnen, „was wir noch zu erwarten haben, wenn wir nicht beherzt gegensteuern“, betonte die Präses in einer Videobotschaft.

Kurschus: „Wie das Virus ist auch der Klimanotstand kein Hirngespinst. Daran lässt die Wissenschaft keinen Zweifel. Wie Corona braucht auch die Klimakrise unser entschiedenes Handeln. Hier wie dort geht es um Menschenleben, um unser aller Zukunft.“

Energiegewinnung, Mobilität und Landwirtschaft müssten – konsequent und sozialverträglich – nachhaltig und damit „enkeltauglich“ werden, so Kurschus weiter: „Das ist unsere Aufgabe im Zusammenwirken von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Jede und jeder Einzelne ist gefragt.“ In diesem Kontext plädierte die leitende Geistliche der westfälischen Landeskirche dafür, „den Kohleausstieg weit früher als bisher geplant umzusetzen, die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen weiter auszubauen und die Bepreisung von CO2-Emissionen konsequent umzusetzen.“

Kurschus: „Die Evangelische Kirche von Westfalen hat sich verpflichtet, alle ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auszuschöpfen und ihren Beitrag dafür zu leisten, dass wir die UN-Klimaschutzziele erreichen. Wir begreifen das als eine Aufgabe, die uns die zukünftigen Generationen stellen und als Ausdruck der Dankbarkeit für die Güte und Schönheit der Schöpfung. Wir sind beauftragt und begabt, sie zu bewahren. Es kann uns gelingen, unsere Klimaziele zu erreichen, wenn wir in unserer Gesellschaft in dieser Frage alle an einem Strang ziehen. Und: Es ist allerhöchste Zeit.“

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news-1902Wed, 23 Sep 2020 16:28:27 +0200Kirchenkreis Wittgenstein: Simone Conrad als neue Superintendentin eingeführt / Stefan Berk verabschiedethttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/das-land-ist-hell-und-weit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ebf062e0f73ba9210c80a584d9183c3aOhne Gemeindegesang, dafür mit Musik der Wittgensteiner Band „Yazzmine“: Am Montagabend (21.9.) wurde unter Corona-Bedingungen in der Evangelischen Kirche Erndtebrück Stefan Berk als Superintendent des Kirchenkreises Wittgenstein entpflichtet und Simone Conrad aus Wingeshausen als neue Superintendentin ins Amt eingeführt.

Die Wittgensteiner Kreissynode hatte am Mittwoch (16.9.) die Birkelbacher Gemeindepfarrerin und Wittgensteiner Diakoniepfarrerin Simone Conrad mit 40 Ja-Stimmen bei sechs Enthaltungen zur Nachfolgerin von Stefan Berk gewählt. Dieser hatte sich nach 13 Jahren im Amt gegen eine neuerliche Kandidatur entschieden. Zum Abschied erhielt er ein Geschenk, das mit Wittgenstein zu tun hat: Der Entwurf des Bronzekreuzes, das scheidende Superintendenten oder Superintendentinnen von Präses Annette Kurschus bekommen, stammt vom ehemaligen Wittgensteiner Kreisheimatpfleger Wolfgang Kreutter.

Präses Annette Kurschus erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass sie viereinhalb Jahre als Siegener Superintendentin mit Stefan Berk zusammengearbeitet habe. Er sei ein zuverlässiger, offener Kollege, ein Impulsgeber auf verschiedenen Ebenen: „Du bist anerkannt, bist geschätzt. Du musstest nicht gehen, aber du wolltest.“ Dabei unterstrich die Präses, dass man das nicht als Entscheidung gegen Wittgenstein und Erndtebrück verstehen dürfe, vielmehr habe es einen guten und tiefen Sinn in der evangelischen Kirche, dass Leitungsämter auf Zeit vergeben würden. Da sei sein Wechsel zur Diakonie - Stefan Berk wird in absehbarer Zeit theologischer Referent des Vorstandsvorsitzenden des Evangelischen Johanneswerks - ein echter Neuanfang. Dafür wünschte sie ihm: „Geh getrost und geh mit Gott“.

Der Entpflichtung des scheidenden Superintendenten folgte die Einführung seiner Nachfolgerin Simone Conrad. Nach einem ersten Gespräch mit der neu gewählten Superintendentin in Bielefeld freute sich Annette Kurschus jetzt in Erndtebrück über Simone Conrads nüchternes eigenes Rollenverständnis als „Interimslösung auf Zeit“. Dabei spielte Annette Kurschus auf die mögliche Vereinigung der Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein an, für die von den Synoden in Bad Berleburg und Siegen gerade ein Stellungnahme-Verfahren auf den Weg gebracht wurde.

In ihrer anschließenden Predigt erinnerte sich die neue Superintendentin Simone Conrad an ihren Konfirmationsspruch: „Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“ Das damit transportierte Gottvertrauen ermutige zu Freiheit, Gelassenheit, Lebendigkeit. 
Die letzten Worte des Abends hatten die Wittgensteiner Hauptakteure. Stefan Berk ermutigte „Vertraut einander, hier geht viel“ und Simone Conrad zitierte „Das Land ist hell und weit.“ 

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news-1901Sat, 19 Sep 2020 11:30:14 +0200Premiere: Präses Annette Kurschus verleiht erstmals den Schöpfungspreis der westfälischen Landeskirchehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/der-verantwortung-fuer-die-schoepfung-stellen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=372aa01a7228dc7834be8108454af244Sie engagieren sich in ihrer Gemeinde seit 20 Jahren in nahezu allen Bereichen des Umweltschutzes. Sie gestalten ihren Evangelischen Friedhof unter Umweltaspekten um. Oder sie säen auf dem Gelände ihrer Kindertageseinrichtung eine Wildblumenwiese und insektenfreundliche Blumen aus. Kurz: die Mitarbeitenden, Haupt- wie Ehrenamtliche, setzen den biblischen Auftrag, die Schöpfung zu bewahren, vor Ort konsequent um.

Dafür sind am Samstag, 19. September, drei kirchliche Initiativen und Projekte von Präses Annette Kurschus erstmals mit dem Schöpfungspreis der Evangelischen Kirche von Westfalen ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit insgesamt 3.500 Euro dotiert und wird in diesem Jahr erstmals von der der westfälischen Landeskirche für besonderes kirchliches Engagement zur Bewahrung der Schöpfung verliehen.

„Ich bin froh, dass Menschen in Gemeinden und Initiativen in der Evangelischen Kirche von Westfalen sich auf vielfältige und kreative Weise ihrer Verantwortung für die Schöpfung stellen und sich in vielen einzelnen und keineswegs kleinen Schritten auf den Weg eines nachhaltigen kirchlichen Handelns machen. Sie dienen damit dem Leben“, betonte Präses Annette Kurschus in der Dortmunder Pauluskirche. „Sie alle, die Sie heute hier sind, bezeugen mit Ihrem Engagement Dankbarkeit für die Schönheit der Schöpfung und für die Güte des Schöpfers. In solcher Dankbarkeit gründet unsere Hoffnung, dass nichts so bleiben muss, wie es ist“, so die Präses weiter.

Heute könne und müsse alles, was wir tun und lassen, im Blick auf die ökologischen Folgen analysiert und befragt und bewertet werden. Kurschus: „Es steht nicht nur viel, es steht alles auf dem Spiel: das Leben selbst. Gottlob ist es immer noch möglich, die Folgewirkung unserer Schöpfungsvergessenheit und der Übernutzung unserer Erde so zu begrenzen, dass künftige Generationen leben können.“

Der 1. Preis (2.000 Euro) ging an die Evangelisch-lutherische Paulusgemeinde in Hagen. Sie arbeitet seit 20 Jahren in beispielhafter Weise daran, kontinuierlich Lebensräume für die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu schaffen und trägt dadurch aktiv zur Bewahrung der biologischen Vielfalt bei. Umweltschutz ist laut Jury dabei ein Kernthema der Gemeinde und fest in den Stadtteil eingebunden.

Den 2. Preis (1.000 Euro) hat die Evangelische Kirchengemeinde Friedrichsdorf (Gütersloh) für ihr Projekt „Unser Friedhof lebt“ bekommen. Getragen von einem Umweltteam, das seit 2009 aktiv ist, wird der Friedhof der Gemeinde systematisch umgestaltet. Das Projekt sei im Sozialraum verankert, theologisch differenziert begründet und wissenschaftlich begleitet, so die Jury in ihrer Begründung.

Den 3. Preis (500 Euro) hat schließlich die Evangelische Kindertagesstätte Dünne (Bünde) bekommen. Dort haben die Erzieherinnen 2018 mit dem Projekt „Zeit für Schmetterlinge und Insekten“ begonnen, den Kindern das Thema Schöpfungsbewahrung nahe zu bringen. Es wurde ein Kräuterspirale angelegt, eine Wildblumenwiese ausgesät sowie insektenfreundliche Blumen und Stauden angepflanzt. Gemeinsam mit den Kindern wurden Schöpfungs-Gottesdienste vorbereitet und gefeiert. Und während des Corona-Lockdowns haben die phantasievollen Projekte „Was blüht und krabbelt auf der Wiese“ und „Eine Schnecke kommt selten allein.“ Eltern und Kinder gleichermaßen begeistert.

Gesucht wurden Projekte, die sich besonders im Bereich der Artenvielfalt rund um den Kirchturm oder auf kirchlichen Flächen engagieren und damit ihren Beitrag zum Erhalt zahlreicher Tier- und Pflanzenarten leisten.

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news-1900Thu, 17 Sep 2020 13:27:24 +0200 „Die evangelischen Gemeinden in Westfalen“ jetzt als Gesamtwerk erschienenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ein-erfahrungsschatz-zur-gestaltung-der-kirche-heute/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=db6f4e0f0ec1e73ee1a901acb39f7307MedienInfo 55/2020
 

800 Gemeinden und ihre Geschichte auf 3.800 Seiten: das ist die stolze Bilanz, die Dr. Jens Murken ziehen kann. Im Auftrag der Evangelischen Kirche von Westfalen hat er in jahrelanger Detailarbeit ein "Westfälisches Gemeindebuch" erstellt.

Es umreißt die Geschichte aller über 800 evangelischen Kirchengemeinden auf dem Gebiet der westfälischen Landeskirche und gewährt damit einen Überblick über deren Entwicklung von der Frühzeit bis zur Gegenwart. Dabei reicht der geschichtliche Rückblick bis in das Mittelalter zurück. Denn auch die evangelische Christenheit verfügt über eine vorreformatorische Tradition, die mit der frühmittelalterlichen Missionierung und Christianisierung begann.
Als historisches Nachschlagewerk werden die westfälischen Gemeinden in alphabetischer Reihenfolge in ihrer Geschichte vorgestellt und die Rahmenhandlungen ihrer Entwicklung in den vergangenen Jahrhunderten nachgezeichnet.

Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des kirchlichen Umbaus in der Gegenwart liefert die an Aufbrüchen und Brüchen, an geistlichen Krisen und Erweckungen reiche Geschichte der westfälischen Kirchengemeinden einen Schatz an Erfahrungen zur Selbstreflexion und zur Selbstvergewisserung, aber auch zur Gestaltung der Kirche heute.

Die von dem Bielefelder Historiker und Archivar Dr. Jens Murken verfasste Reihe „Die evangelischen Gemeinden in Westfalen. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart“ besteht aus insgesamt vier Bänden. Band 1 erschien im Jahr 2008 und behandelt die Geschichte der westfälischen Kirchengemeinden von Ahaus bis Hüsten. Band 2 zur Geschichte der Kirchengemeinden von Ibbenbüren bis Rünthe erschien im Jahr 2017. Band 3 aus dem Jahr 2019 behandelt die Geschichte der Kirchengemeinden von Salem-Köslin bis Zurstraße. Und der jetzt erschienene, abschließende Band 4 beinhaltet neben einer Darstellung der Kirchenorganisation in den westfälischen Territorien sowie der Geschichte der westfälischen Kirchenkreise vor allem umfangreiche Personen-, Orts- und Sachregister sowie weitere Hilfsmittel und Schemata, Tabellen und Karten zur Nutzung und Auswertung des Gesamtwerkes.
Dr. Jens Murken arbeitet seit 2001 als Historiker im Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld.

Das „Westfälische Gemeindebuch“ ist gemeinsam vom Luther-Verlag und vom Verlag für Regionalgeschichte verlegt worden und in der Schriftenreihe des Landeskirchlichen Archivs Bielefeld erschienen:

Die evangelischen Gemeinden in Westfalen. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart

ISBN 978-3-89534-750-4 (Band 1-4) (Verlag für Regionalgeschichte)

ISBN 978-3-7858-0529-9 (Band 1-4) (Luther-Verlag)

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AktuellesMedien
news-1899Wed, 16 Sep 2020 11:35:35 +0200Anja Franke wird landeskirchliche „Pfarrerin für Seelsorge im Gesundheitswesen“http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/seelsorge-konzeptionell-weiterentwickeln/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=162920ed540c992607f77c0a809c579bMedienInfo 54/2020
 

Anja Franke (52) wird neue landeskirchliche „Pfarrerin für Seelsorge im Gesundheitswesen“. Damit wechselt die Teamkoordinatorin der Krankenhausseelsorge im Ev. Kirchenkreis Dortmund zum 1. November 2020 ins Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung (IAFW) der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) nach Villigst/Schwerte.

Neben der Begleitung des Arbeitsfeldes Krankenhausseelsorge gehören auch die Klinikseelsorge in Psychiatrie und Forensik zu ihrem Aufgabengebiet. Schwerpunkte sind u.a. die Förderung der Qualität von Seelsorge im Gesundheitswesen, die Vernetzung unterschiedlicher Praxisfelder und Ebenen sowie die Aus- und Weiterbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen. „Für die Zukunft wird es von großer Bedeutung sein, den Arbeitsbereich Seelsorge im Gesundheitswesen konzeptionell weiterzuentwickeln und abzusichern“, freut sich Franke auf die neuen Herausforderungen. Außerdem reizt sie gemeinsam mit den anderen Teammitgliedern die konzeptionelle Weiterentwicklung des Fachbereiches: „Aufgrund der Überschneidung der stationären Settings und einer zunehmenden Ambulantisierung im Gesundheitswesen setzt das die Zusammenarbeit mit Helga Wemhöner, der Kollegin für Seelsorge im Alter und in Einrichtungen der Altenpflege voraus.“

Anja Franke, in Dortmund geboren und aufgewachsen, studierte Evangelische Theologie an den Universitäten in Bochum und Hamburg. Nach ihrem Vikariat in Lünen absolvierte sie ein sechsmonatiges Sondervikariat beim Diakonischen Werk in Dortmund. Von 1998 bis 2009 war Franke als Gemeindepfarrerin im Dortmunder Westen tätig, bevor sie 2009 in die Krankenhausseelsorge des Kirchenkreises Dortmund-Lünen wechselte. Seitdem hat sie in den Bereichen Seelsorge, Ethik sowie Supervision und Organisationsentwicklung zahlreiche Fortbildungen absolviert. Heute ist sie ausgebildete Notfallseelsorgerin, Trauerbegleiterin und Systemische Supervisorin, sowie Mitglied in der Akademie für Ethik in der Medizin. Die Theologin ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern.

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AktuellesMedien
news-1898Tue, 15 Sep 2020 11:04:28 +0200 Ökumenisches Grußwort zum jüdischen Neujahrsfesthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/statement-gegen-jede-form-des-antisemitismus/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8a738f0089d2ed15123cbb013d9a6835MedienInfo 53/2020
 

Die fünf katholischen (Erz-)Bistümer und die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen haben ein gemeinsames Grußwort an die jüdischen Gemeinden zum jüdischen Neujahrsfest Rosch HaSchana gesendet. Darin schreiben sie: „Möge sich für Sie alle der alte traditionelle Neujahrsgruß bewahrheiten, der vom ‚Eingeschriebenwerden im Buch des Lebens‘ spricht.“

Die Bischöfe und Kirchenleitungen erklären zur Situation in Deutschland: „Wir stehen auch mit Blick auf die erschreckenden antisemitischen Entwicklungen entschieden an Ihrer Seite und wirken aktiv allen Formen judenfeindlicher Haltungen entgegen.“ Anlässlich des Festjahres „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“, das im Jahr 2021 bundesweit begangen wird, beabsichtigen die Kirchen, mit ihrem Engagement dazu beizutragen, dass jüdisches Leben als Teil unserer vielfältigen Gesellschaft erlebbar werde, heißt es weiter.

„Mit unserem Grußwort zu Rosch HaSchana verbinde ich auch meine ganz persönlichen Grüße an die jüdischen Gemeinden und die besten Wünsche zum Neujahrsfest. Jüdinnen und Juden sollen in unserer Mitte gut und sicher leben können. Dafür einzustehen ist - vor dem Hintergrund der Geschichte, wie auch im Sinne unserer Verbundenheit im Glauben - auch unsere kirchliche Aufgabe. Insofern ist das erste gemeinsame Grußwort der katholischen Bistümer und der evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen ein kräftiges Statement gegen jede Form des Antisemitismus und für die freie Entfaltung der jüdischen Kultur in unserem Land“, so Präses Annette Kurschus.

Mit dem jüdischen Neujahrsfest, das in diesem Jahr zwischen dem 18. und dem 20. September gefeiert wird, beginnt der wichtigste Festkreis im jüdischen Jahr, der mit dem Versöhnungsfest Jom Kippur endet. Mit Rosch HaSchana (wörtlich: Kopf des Jahres) beginnt nach jüdischer Zählung das Jahr 5781.

 

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news-1897Tue, 15 Sep 2020 08:34:42 +020011. Kirchliches Filmfestival vom 25. bis 27. September in Recklinghausenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/engagiertes-kino-in-zeiten-der-krise/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=32046ed8e47fdffa40f316912d5f2595Als Sonderedition findet das 11. Kirchliche Filmfestival Recklinghausen vom 25. bis 27. September statt. Zu den Höhepunkten des  Programms zählen  die  Verleihung des Ökumenischen Filmpreises für das Drama GIPSY QUEEN und des Kinderfilmpreises – Der grüne Zweig für INVISIBLE SUE sowie die Weltpremiere des Dokumentarfilms DIE UNBEUGSAMEN als Eröffnungsfilm.

Das ursprünglich im März geplante Festival musste im Frühjahr wegen der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt werden. „In Zeiten von Corona ist das Miteinander unser höchstes Gut. Welche Bedeutung das Kino als Erlebnisort und Diskussionsraum hat,wissen wir mehr denn je. Deshalb ist es uns so wichtig, natürlich  im  kleineren  Rahmen  und  unter  Berücksichtigung  der  Hygieneregeln, zumindest Teile des im März ausgefallenen Festivals nachzuholen“, so Julia Borries und Joachim van Eickels vom Arbeitskreis Kirche & Kino des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen und des Katholischen Kreisdekanats Recklinghausen.

Das Programm umfasst sieben Spiel-und Dokumentarfilme, die nun auf die Leinwand des Festivals kommen können. „Besonders freuen wir uns auf unsere Gäste, die ihre Filme selber präsentieren werden – und die Filmgespräche mit dem Publikum“, so Horst Walther und Michael Kleinschmidt, die künstlerischen Leiter des Festivals.

Veranstalter, Partner und Schirmherren

Veranstalter des Kirchlichen Filmfestivals  ist der Arbeitskreis Kirche & Kino des Evangelischen  Kirchenkreises Recklinghausen und des Katholischen Kreisdekanats Recklinghausen. Partner des Festivals sind die Ruhrfestspielstadt Recklinghausen, das CineworldRecklinghausen und das Institut für Kino und Filmkultur e.V. (IKF). Die Schirmherrschaft übernehmen Bischof Felix Genn (Bistum Münster), Präses Dr. h. c. Annette Kurschus (Ev. Kirche von Westfalen) und Bürgermeister Christoph Tesche (Stadt Recklinghausen).

Förderer und Sponsoren sind das Bistum Münster, die Evangelische Kirche von Westfalen, das Katholische Kreisdekanat Recklinghausen, der Evangelische    Kirchenkreis Recklinghausen, die Evangelische Stiftung „Protestantismus, Bildung und Kultur“, die Deutsche Bischofskonferenz, das Evangelische  Erwachsenenbildungswerk Westfalen-Lippe, und die Sparkasse Vest Recklinghausen.

Karten sind online und im Direktverkauf erhältlich.

 

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news-1896Mon, 14 Sep 2020 09:11:45 +0200 Bedford-Strohm: Wir brauchen den Dialog mit politisch Verantwortlichenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/salz-der-erde-licht-der-welt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c3601435da9993c7c0ef0f3092cd0013MedienInfo 52/2020
 

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Dr. Heinrich Bedford-Strohm, sieht die Kirche in der Pflicht, der Politik immer wieder ethische Leitlinien zu geben. „Wir brauchen den Dialog mit politisch Verantwortlichen - auch und gerade dann, wenn es keine einfachen Antworten gibt“, sagte Bedford-Strohm am Samstagabend (12.9.) auf einer gemeinsamen Tagung der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und der amerikanischen United Church of Christ (UCC).

Wegen der Corona-Pandemie fand dieses jährliche UCC-Forum erstmals im Internet statt. Das Thema war: „Kirche bleibt öffentlich!“ Im Gespräch mit dem UCC-Präsidenten Dr. John Dorhauer und seiner Stellvertreterin Traci Blackmon erörterte Bedford-Strohm auch den Konflikt zwischen klaren Positionen, denen nicht alle folgen, und dem Ziel, möglichst viele Menschen für die Kirche zu gewinnen. Ein Beispiel dafür ist das von der EKD im Bündnis mit vielen anderen Organisationen auf den Weg gebrachte Schiff „Sea Watch 4“, das jetzt im Mittelmeer unterwegs ist, um Flüchtlinge zu retten. „Wenn Menschen ertrinken, müssen wir handeln“, sagte der Ratsvorsitzende. Eine „Festung Europa“ dürfe es nicht geben. Er bekannte: „Ich möchte meine Kirche verändern“, damit sie - nach dem Jesuswort - „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“ sein könne.

Für UCC-Vizepräsidentin Traci Blackmon aus St. Louis/Missouri steht außer Frage, dass die Kirche sich auf allen Ebenen eindeutig zu Wort melden muss: parteilich auf der Seite der Schwachen und Unterdrückten. Die US-amerikanische Gesellschaft sei mit einer zweifachen Herausforderung konfrontiert: „Wir kämpfen nicht nur gegen Corona, sondern auch gegen das Virus des strukturellen Rassismus.“ Der Zusammenhang zwischen beidem zeige sich darin, dass schwarze Amerikaner viel stärker von der Pandemie betroffen sind als Weiße. Schwarze, im Allgemeinen deutlich ärmer, könnten sich nicht so gut vor Ansteckung schützen. Traci Blackmon betonte: „Rassistische, soziale und ökologische Ungerechtigkeit hängen zusammen.“ Dass die Waldbrände in Kalifornien jetzt ein nie dagewesenes Ausmaß erreichten, sei eine Folge des Klimawandels, „aber unser Präsident kümmert sich nicht darum“. Sie mahnte den sofortigen Umstieg von fossiler zu erneuerbarer Energie an. Für die Theologin ist es ein Gebot der Nachfolge Jesu, dass die Kirche zu all dem ihre Stimme erheben muss.

Die westfälische Landeskirche ist seit 30 Jahren mit der UCC in Kirchengemeinschaft verbunden. Die UCC, die zum Teil auf deutsche Auswanderer des 19. Jahrhunderts zurückgeht, hat rund eine Million Mitglieder. Mit ihrer großen Offenheit für alle Menschen, unabhängig von Hautfarbe oder sexueller Orientierung, unterscheidet sie sich von fast allen anderen Kirchen in den USA.

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news-1895Fri, 11 Sep 2020 11:54:35 +0200Neue Website zu kirchlichen Arbeitsfeldern / Praktikumsbörse / Gute Berufsaussichtenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/mach-kirche/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b5b851591066c84087ab027f5cc59216MedienInfo 51/2020
 

„Mach Kirche!“ heißt die neue Website, mit der die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) für kirchliche Berufsfelder wirbt. Und zwar für vier Berufsgruppen, die immer auch ein Stück Berufung sind: Pfarrerinnen und Pfarrer, Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, Religionslehrerinnen und Religionslehrer sowie Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen, Diakoninnen und Diakone.

Neben zahlreichen Informationen rund um die einzelnen Berufe – u.a. zu Anforderungen, Ausbildungsdauer und Einsatzorten – gibt es auch eine interaktive Praktikumsbörse, einen Talente-Check, einen FAQ-Bereich und Jahreskalender mit wiederkehrenden Veranstaltungshinweisen sowie zahlreiche Geschichten von Studierenden oder Hauptamtlichen aus allen Berufsgruppen. Wer mag, kann unter dem Hashtag #machkirche einen eigenen Beitrag posten, sich über Instagram vernetzen oder einfach unkompliziert über WhatsApp Kontakt zur westfälischen Landeskirche aufnehmen.

Initiator der „Mach Kirche!“-Kampagne ist Pfarrer Holger Gießelmann (50), der seit November 2019 die im Landeskirchenamt neu geschaffene „Pfarrstelle zur Nachwuchsgewinnung für kirchliche Berufe“ innehat. Seine Aufgabe: Netzwerke aufbauen und Multiplikatoren gewinnen, Projekte entwickeln, zielgruppengerechte Veranstaltungen durchführen und auf Berufsmessen präsent sein. Kurzum: Junge Menschen für kirchliche Berufe begeistern.

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AktuellesMedien
news-1894Fri, 11 Sep 2020 10:12:10 +0200 Ideensammlung zu den Advents- und Weihnachtsgottesdiensten (nicht nur) zu Coronazeitenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/weihnachten-2020-stille-nacht/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ccca601cfc0f915973a5435ed018deccMedienInfo 50/2020
 

Weihnachten 2020 wird anders. Die Covid-19-Pandemie wird sich auch auf die Weihnachtsgottesdienste auswirken. Die üblichen Heiligabend-Erwartungen lassen sich 2020 nicht erfüllen. Es gibt in diesem Jahr kein „normal“, „wie früher“ oder „wie immer“. Das mögen viele bedauern.

Zugleich bietet es aber auch die Chance, den Advent und das Weihnachtfest mit allen Gottesdiensten neu zu denken und bewusst anders zu gestalten. Dafür hat der Fachbereich Gottesdienst und Kirchenmusik im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung (IAFW) der Evangelischen Kirche von Westfalen jetzt zahlreiche kreative Ideen zu den Advents- und Weihnachtsgottesdiensten zusammengestellt und veröffentlicht.

Ob „Advent in der Tüte“, Krippenweg oder Laternenwanderung, Hausandacht im kleinen Familienkreis oder große Freiluft-Christvesper im Sportstadion, auf dem Marktplatz oder Bauernhof: Tolle Ideen, die dieses Jahr Weihnachten – trotz aller Einschränkungen  - zu etwas Besonderem machen könnten, gibt es zahlreiche. Für drinnen und draußen. Analog und digital. Häufig kommt es gar nicht darauf an, große Events zu inszenieren, sondern die Weihnachtsbotschaft auch dieses Jahr – mit Abstands- und Hygieneregeln – möglichst vielen Menschen zu überbringen.

Das derzeit 30-seitige Dokument, das in den nächsten Wochen und Monaten fortlaufend ergänzt und aktualisiert wird, liefert aber nicht nur Ideen. Es stellt auch praktische Fragen und liefert Antworten: zu geltenden Hygienerichtlinien und zu erstellenden Schutzkonzepten, Zeitplänen, technischen Erfordernissen und kirchenmusikalischen Möglichkeiten.

Ansprechpartner für Rückfragen:
Pfarrer Carsten Haeske
Leiter des Fachbereichs Gottesdienst und Kirchenmusik
im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKvW
Telefon: 02304 755-140
Mail: Carsten.Haeske@institut-afw.de

 

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AktuellesMedien
news-1893Wed, 09 Sep 2020 16:37:20 +0200Nach Brand in Moria: Evangelische Bischöfinnen und Bischöfe appellieren gemeinsamhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/es-muss-endlich-geholfen-werden/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e95e996a4c7b5313ec7b1c07eafdfb6eMit einem gemeinsamen Appell haben die Leitenden Geistlichen der Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) heute auf den Brand im griechischen Lager Moria reagiert.

„Wir sind erschüttert über das Leid, das erneut über die schutzsuchenden Menschen gekommen ist und entsetzt, dass es der Europäischen Union trotz vielfacher Warnungen nicht gelungen ist, diese Eskalation der menschenunwürdigen Situation in dem Lager zu verhindern“, heißt es in der an die deutsche Ratspräsidentschaft und den Bundesinnenminister gerichteten Erklärung der Bischöfinnen und Bischöfe. Sie setzen sich darin für eine europäische Lösung für die Verteilung der Schutzsuchenden auf aufnahmebereite Länder ein und appellieren, die Angebote von Bundesländern und Kommunen, Geflüchtete aus den griechischen Lagern aufzunehmen, anzunehmen. „Mit diesem Appell wollen wir an die auf erschreckende Weise deutlich gewordene Dringlichkeit erinnern, den Geflüchteten, die in den Lagern unter menschenunwürdigen Bedingungen leben. sofort und dauerhaft zu helfen“, so der EKD-Ratsvorsitzende, Heinrich Bedford-Strohm. Eine gemeinsame Erklärung der Leitenden Geistlichen der Gliedkirchen der EKD hatte es zuletzt 2015 gegeben.

Appell der Leitenden Geistlichen

Jesus Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“
(Matthäus 25,40b – Wochenspruch für die Woche vom 6. bis 12. 9. 2020)

In der vergangenen Nacht hat es im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos gebrannt. Nach allem, was wir zurzeit wissen, haben die meisten der 13.000 dort lebenden Geflüchteten nun auch ihr letztes Dach über dem Kopf verloren. Hinzu kommt, dass, wie von vielen befürchtet, inzwischen auch mit dem SARS-CoV-2-Virus infizierte Menschen darunter sind.

Wir, die leitenden Geistlichen der Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland, sind erschüttert über das Leid, das erneut über die schutzsuchenden Menschen gekommen ist, und entsetzt, dass es der Europäischen Union trotz vielfacher Warnungen nicht gelungen ist, diese Eskalation der menschenunwürdigen Situation in dem Lager zu verhindern.

Es muss endlich gehandelt werden. Wir bitten die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, umgehend eine europäische Lösung für die Verteilung der Schutzsuchenden auf aufnahmebereite Länder zu finden. Wir erwarten vom Bundesminister des Innern, sich den Angeboten von Bundesländern und Kommunen, Geflüchtete aus den griechischen Lagern aufzunehmen, nicht länger zu widersetzen. Unsere Unterstützung sagen wir zu.

 

Bildnachweis:
Cathsign - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0,

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AktuellesMitarbeitende
news-1892Wed, 09 Sep 2020 11:51:32 +0200Präses Annette Kurschus ruft zur Teilnahme an der Kommunalwahl aufhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wer-waehlt-staerkt-unsere-demokratische-kultur/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=daf926914be8f0317cdff89ce6c35f8aPräses Annette Kurschus ruft in einem kurzen youtube-Video zur Kommunalwahl 2020 am kommenden Sonntag (13. September) in NRW auf.

Darin dankt sie auch allen, die sich kommunalpolitisch engagieren. Ihre Bitte: „Gehen Sie am Sonntag zur Wahl und geben Sie Ihre Stimme den Parteien und Personen, die sich für ein gelingendes Miteinander in unseren Kommunen einsetzen.“

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AktuellesMitarbeitende
news-1891Tue, 08 Sep 2020 12:32:34 +0200Am Sonntag (13. September) ab 10 Uhr live aus der Ev. Apostelkirche Münsterhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wdr-radiogottesdienst-mit-praeses-annette-kurschus/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4b35ef7f40ae5be7eac55b1163f505ffMedienInfo 49/2020
 

Im WDR-Radiogottesdienst am kommenden Sonntag (13. September) predigt Präses Annette Kurschus. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) überträgt den Gottesdienst auf WDR 5 ab 10 Uhr live aus der Ev. Apostelkirche in Münster.

Der Predigt liegt der Bibeltext Lukas 17, 11-18 zugrunde. Liturg ist Pfarrer Heinrich Kandzi. An der kirchenmusikalischen Gestaltung des Gottesdienstes wirken Kirchenmusikdirektor Klaus Vetter (Orgel), Heike Hallaschka (Sopran), das Bläserensemble unter der Leitung von Volker Grundmann sowie Mitglieder der Kantorei an der Apostelkirche mit.

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AktuellesMedien
news-1890Tue, 08 Sep 2020 10:31:46 +0200Präses Kurschus skeptisch gegenüber Sonntagsöffnungen in Corona-Krisehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ladenoeffnungen-sollten-wegen-der-corona-pandemie-ausnahmen-bleiben/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=25676322390d84eb2dd6cba99b66011cDie westfälische Präses Annette Kurschus dringt darauf, dass zusätzliche sonntägliche Ladenöffnungen wegen der Corona-Pandemie Ausnahmen bleiben.

Sie könne nachvollziehen, wenn sich Kommunen und Gesetzgeber bemühten, die während der pandemiebedingten Ladenschließungen ausgefallenen verkaufsoffenen Sonntage ausnahmsweise nachzuholen, sagte Kurschus in Bielefeld dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das dürfe jedoch nicht zur Regel werden.

Die Pandemie habe Entwicklungen im Einzelhandel beschleunigt, der es auch zuvor schwer gehabt habe, sagte die leitende Theologin der viertgrößten deutschen Landeskirche. Sie habe großen Respekt vor den Unternehmern und Ladeninhabern im Einzelhandel, „die in dieser Ausnahmesituation mit verlässlichen Löhnen und guten Arbeitszeiten für ihre Angestellten sorgen und sich für das wirtschaftliche Leben in unseren Dörfern und Städten einsetzen“, betonte Kurschus, die auch stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist.

Es sei wichtig, dass die Gesellschaft an einem gemeinsamen Tag in der Woche innehalte und so deutlich mache, „dass das Leben mehr ist als Arbeiten und Einkaufen“. Offene Läden am Sonntag lohnten sich wirtschaftlich nur dann, wenn dadurch noch mehr gekauft und konsumiert werde als in einer Sechstagewoche. „Der dauernde Drang zum Mehr“ habe jedoch gefährliche Konsequenzen für den Einzelnen sowie für die gesamte Schöpfung: „Dafür hat uns die Pandemie erneut alle Sinne wachgerüttelt.“

Kurschus warnte davor, über Einzelfragen der Corona-Pandemie die größeren Zusammenhänge aus dem Blick zu verlieren. Der globalisierte Handel und der wachsende weltweite Verkehr steigerten die Gewinne, erhitzten das Klima und beschleunigten die Verbreitung von Krankheiten. Die Pandemie sei auch Anlass, darüber nachzudenken, wie die Menschen verantwortlich leben könnten, so dass auch nachfolgende Generationen eine fruchtbare und lebenswerte Erde vorfinden, unterstrich die leitende Theologin der westfälischen Kirche. (epd)

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news-1889Tue, 08 Sep 2020 09:10:00 +0200Synode des Evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg wählt leitenden Geistlichen mit großer Mehrheithttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/superintendent-andre-ost-wiedergewaehlt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6cbba8862de34a0f56d97872bce8e1b8„Ich bedanke mich für diesen tollen Vertrauensbeweis“, freute sich Superintendent André Ost nach seiner Wiederwahl vor der Synode. Die Kreissynode tagte am 7. September in der Ev. Stadtkirche in Lengerich.

Die Synodalen wählten André Ost mit großer Mehrheit bei 70 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen erneut für eine Amtszeit von acht Jahren zum Superintendenten. „Ich habe mich in den letzten Jahren in diesem Amt wohl gefühlt. Ich habe mich unterstützt und getragen gesehen“, meint Ost zu seiner persönlichen Motivation.

Der 56-jährige Theologe ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Er studierte Evangelische Theologie in Bielefeld/Bethel, Kiel und Münster. Als Pfarrer war er in den Gemeinden Ennepetal-Voerde (Kirchenkreis Schwelm) und Tecklenburg tätig.

Seit 2011 hat er das Superintendentenamt im Evangelischen Kirchenkreis Tecklenburg inne. In dieser Funktion ist er Vorsitzender des Verwaltungsrats des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Tecklenburg e.V. und seit 2014 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ledder Werkstätten gGmbH. Von 2016-18 war und seit 2019 ist André Ost Vorsitzender des Verbandes der Kirchenkreise Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg für die gemeinsame Verwaltung.

Zu seinem Stellvertreter wählte die Synode ebenfalls erneut Pfarrer Jörg Oberbeckmann (Wersen-Büren). „Wir sind ein gutes Tandem, ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit“, so Ost.

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news-1888Tue, 08 Sep 2020 08:52:53 +0200 Theologe erhält das Bronzekreuz der Landeskirchehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/hohe-kirchliche-auszeichnung-fuer-professor-brakelmann/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=28607d0a0d159cea540e8bd203cc793eDer Theologe und Sozialethiker Professor Günter Brakelmann hat von Präses Annette Kurschus das Bronzekreuz der Landeskirche als Anerkennung seiner Arbeit erhalten. „Engagiert und unnachgiebig hat Günter Brakelmann unsere christliche Verantwortung mit den sozialen Herausforderungen in unserer Gesellschaft konfrontiert“, sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen bei der Übergabe.

„Als geachteter Hochschullehrer und streitbarer Mitmensch hat er sich für soziale Gerechtigkeit, für menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen und gegen jede Geschichtsvergessenheit stark gemacht – und wird darin längst nicht müde. In einer unverwechselbaren Weise verkörpert er damit das soziale Gewissen von Theologie und Kirche. Sein Einsatz hat beide bereichert. Dafür gebührt ihm unser Dank und unsere große Anerkennung“, würdigte Kurschus den Wissenschaftler.

Im Dezember hatte sich Brakelmann, der am 3. September sein 89. Lebensjahr vollendet hat, aus seiner langjährigen Referententätigkeit bei der Evangelischen Stadtakademie verabschiedet. Fast 50 Jahre hatte er in der Evangelischen Kirche von Bochum gewirkt. Nachträglich überreichte nun Annette Kurschus das Bronzekreuz als sichtbares Zeichen der Anerkennung: Gemeinsam mit Superintendent Gerald Hagmann von der Evangelischen Kirche in Bochum besuchte sie Professor Brakelmann zuhause. „Mit seinem unbeschreiblichen Engagement hat Günter Brakelmann das Denken und Handeln der Kirche und ihrer Gemeinden auf allen Ebenen bereichert und in zahlreichen Vorträgen den Blick für den Auftrag der Kirche geschärft“, sagte Hagmann.

Prof. Günter Brakelmann war von 1972 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1996 Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Ruhr-Universität. Daneben war der Theologe, Sozialwissenschaftler und Historiker Mitglied der Sozialkammer der EKD und der Grundwertekommission der SPD, Gründungsrektor des Instituts zur Geschichte der Arbeiterbildung in Recklinghausen und ab 1984 Leiter des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD in Bochum. Brakelmann gilt als engagierter Vermittler zwischen Kirche und Arbeitswelt. Bekannt wurde der in Bochum geborene Wissenschaftler durch seine Arbeiten zur sozialen Frage im 19. Jahrhundert und seine Forschungen zur Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus.

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news-1887Mon, 07 Sep 2020 12:12:14 +0200 Präses Kurschus führt Olaf Reinmuth als Superintendent ein und verabschiedet Michael Krausehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ende-und-anfang-einer-dienstfahrt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e6f74acbdaa33aeb695c1902fef1e2d7Mit einem Gottesdienst im Herforder Münster wurde am Freitag, 4. September, Pfarrer Dr. Olaf Reinmuth (57) von der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen Annette Kurschus in sein Amt als neuer Superintendent des Kirchenkreises Herford eingeführt. Gleichzeitig entpflichtete die Leitende Theologin der Landeskirche den bisherigen Superintendenten Michael Krause von seinem Amt.

Krause übernimmt die Aufgabe des Theologischen Geschäftsführers für den Bereich „Bethel im Norden“ der von Bodelschwingschen Stiftungen Bethel.

Vom Vikar zum Superintendenten

„Wer hätte das damals gedacht“, sagte die Präses angesichts der Tatsache, dass der gebürtige Badener Reinmuth, der am 1. April 1993 seinen Dienst als Vikar in der damaligen Herforder Münsterkirchengemeinde angetreten hatte, 27 Jahre später in seiner Vikariatskirche als Superintendent eingeführt wurde.

„Längst ist Ihnen Herford zur Heimat geworden“, sagte Kurschus zu Reinmuth, der zuletzt 20 Jahre lang Pfarrer in der jetzigen Kirchengemeinde Herford-Mitte war. Sie wies aber auch darauf hin, dass der Wechsel ins Superintendentenamt eine Zäsur darstelle: „Sie haben ab heute eine komplett neue Aufgabe und Rolle.“ Als Superintendent habe Reinmuth nun die „Draufsicht“ auf alle Gemeinden und Arbeitsbereiche des Kirchenkreises und müsse Entscheidungen für den Kirchenkreis treffen.

Eine „legendäre“ Zeit

Dem scheidenden Superintendenten Michael Krause dankte die Präses für seine Arbeit in Kirchenkreis und Theologischem Ausschuss der Landessynode und erinnerte an dessen „legendäre“ Einbringungsreden in den Landessynoden, die die Synode auch bei heiklen Themen auf konstruktive Wege geführt hätten. „Wir verdanken dir viel“, sagte Kurschus und überreichte Krause das Bronzene Kreuz der Landeskirche.

In seiner Antrittspredigt ging Reinmuth auf die aktuelle Situation ein: Corona habe sich wie Mehltau über die Stimmung gelegt. Christen hofften aber, dass es auch in Zeiten der Veränderung und Verunsicherung eine Art „Energiestoß von oben“ geben könne. Der christliche Glaube schenke Erfahrungen der Fülle, an die man sich erinnern könne und die helfen würden, auch Zeiten der Dürre zu überstehen. Auch in Zeiten der Krise könne man so „tiefenentspannt“ aus der Kraft des Geistes leben.

Als Vertreter der Kommunalpolitik würdigte Landrat Jürgen Müller die Arbeit Krauses und wünschte seinem Nachfolger „gutes Gelingen, viel Energie und viel Freude“ für sein neues Amt. Die Kirche biete auch in Krisenzeiten als eine Art Dach den Menschen Schutz. Pfeiler dieses Daches seien Toleranz, Liebe, Fürsorge und Verantwortung.

Probleme und Chancen

Für den Kirchenkreis sprach Verwaltungsleiterin Sabine Lampka. „Sie haben Menschen in Verbindung gebracht“, sagte sie zu Krause und nannte als aktuelle Projekte den Neubau eines Mehrgenerationenhauses mit Kita, Jugendzentrum und Altenclub in der Herforder Waisenhausstraße und die Planungen für einen Umbau des Johannes-Falk-Hauses, der Förderschule des Kirchenkreises in Lippinghausen. Dem neuen Superintendenten gegenüber sagte sie: „Es ist gut, dass Sie die Probleme und Chancen und Ressourcen des Kirchenkreises gut kennen.“ Wichtig für die Zukunft sei, dass die evangelische Kirche als solche erkennbar bleibe.

Michael Krause sprach in seinem Schlusswort vom Ende seiner „Dienstfahrt“ durch den Kirchenkreis und davon, dass vieles nur als „Teamwork“ möglich gewesen sei. „Wir haben viel geschafft, ich danke Ihnen und Gott dafür“, sagte Krause, bevor er Reinmuth zu Beginn von dessen „Dienstfahrt“ das Wort übergab. Der dankte allen, die es ermöglicht hatten, dass trotz Corona die Amtsübergabe in einem Gottesdienst gefeiert werden konnte, und nahm ein Bild aus dem Fußball auf, dass Krause bei seiner Abschiedsfeier vor einer Woche verwendet hatte: Ein Superintendentenwechsel sei eine Art Trainerwechsel. „Nun kommt es darauf an, dass wir auch Punkte machen“, sagte Reinmuth.

„Kom’ma Herr“-Band

Während der Gottesdienst musikalisch von der „Kom’ma Herr“-Band aus Rödinghausen und Hans-Martin Kiefer an der Orgel begleitet wurde, spielten Bläser aus dem Kirchenkreis im Anschluss an den Gottesdienst auf dem Münsterkirchplatz. Hier war auch Gelegenheit für die Gottesdienstbesucher, sich von Michael Krause persönlich zu verabschieden und dem neuen Superintendenten Dr. Olaf Reinmuth zu gratulieren. (Bernd Höner)

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news-1886Mon, 07 Sep 2020 12:05:18 +0200Kirchenkreis Minden: Synode wählt Dortmunder Pfarrer im ersten Wahlganghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/michael-mertins-wird-superintendent/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a1f3e6b990ea0dc22a65ac781ecc68d4Pfarrer Michael Mertins (Dortmund) wird neuer Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Minden. Damit folgt er auf Superintendent Jürgen Tiemann, der Ende Oktober in den Ruhestand geht.

Bereits nach dem ersten Wahlgang stand das Ergebnis fest. Denn Mertins konnte auf Anhieb 63 Stimmen auf sich vereinen. 55 Stimmen wären mindestens erforderlich gewesen. Zur Wahl stellten sich neben Mertins Pfarrerin Dr. Sabine Breithaupt-Schlak, und Pfarrer Dr. Kai-Uwe Spanhofer.

Der neue Superintendent ist geboren in Ludwigslust in der damaligen DDR; im Alter von fünf Jahren siedelte er mit seiner Familie über nach Minden-Meißen, wo sein Vater 16 Jahre lang Pfarrer war. Er studierte Evangelische Theologie in Berlin, Göttingen und Hamburg.

Sein Vikariat absolvierte er in Bielefeld, den Entsendungsdienst ab 2003 in Paderborn. Ab 2006 war er Pfarrer in Ennepetal. Seit 2010 ist er Pfarrer in der Christusgemeinde in Dortmund. Mertins hat eine Langzeitausbildung in Themenzentrierter Interaktion absolviert („Gruppen leiten mit Begabung und Methode“) und sich weitergebildet für Arbeitsfelder wie Leitung, Öffentlichkeitsarbeit, Moderation, Präsentation und Veranstaltungsmanagement.

Auf Kirchenkreisebene hat Mertins den Vorsitz des Leitungsausschusses der gemeinsamen Trägerschaft von 64 Kindertageseinrichtungen, ist Synodalbeauftragter für Flüchtlingshilfe, stellvertretender Assessor, Mitglied des Diakonieausschusses und des Teams für Gemeindevisitationen. Mertins ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder; in seiner Freizeit spielt er gern Trompete und fährt Kajak. Dem Mindener Land fühlt er sich bis heute stark verbunden.

Die Verabschiedung von Jürgen Tiemann und die Einführung von Michael Mertins  durch Präses Dr. Annette Kurschus findet am 31. Oktober statt.

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news-1885Fri, 04 Sep 2020 11:37:58 +0200 (Un-)Ruhestand: Nach 32 Jahren im Landeskirchamt freut sich Rolf Otremba jetzt auf Eisenbahn und Enkelkinderhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/weichen-werden-kuenftig-auf-dem-dachboden-gestellt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4e0be12ae8ff15ec3284d33ac13656feFür Rolf Otremba (65) gab es am 1. September gleich zwei Anlässe zum Feiern: sein 50-jähriges Dienstjubiläum und den (Fast-)Eintritt in den Ruhestand.

In einer kleinen Feierstunde würdigte Präses Annette Kurschus zum Abschied die langjährigen Verdienste des stellvertretenden Verwaltungsdirektors und erinnerte mit einem Augenzwinkern auch an den Beginn seiner kirchlichen Laufbahn, die 1988 mit einem Brief ans Landeskirchenamt (LKA) begann: „Es war eine vorsichtige Anfrage, die Sie am 2. April 1988 – zu diesem Zeitpunkt waren Sie Stadt-Oberinspektor bei der Stadt Bielefeld – an das Landeskirchenamt richteten: Sehr geehrte Damen und Herren, da ich an einem Wechsel in das Landeskirchenamt interessiert wäre, möchte ich hiermit anfragen, ob bei Ihnen jetzt oder in absehbarer Zukunft Stellen des gehobenen Dienstes zu besetzen sind… .“ Und ja – sie waren es.

Sechs Wochen später kam das positive Antwortschreiben, ein knappes halbes Jahr darauf der Wechsel an den Altstädter Kirchplatz 5. Und dort warteten schon einige seiner ehemaligen Kollegen von der Stadt auf ihn, darunter Achim Brinker, Reinhold Huget und Wolfgang Voigt. Vier Karrieresprünge (vom Landeskirchen-Oberinspektor bis zum LK-Oberverwaltungsrat) hat er gemacht und vier Präsides (Hans-Martin Linnemann, Manfred Sorg, Alfred Buß und Annette Kurschus) an der Spitze des Hauses erlebt. Sich mit Angelegenheiten der Kirchenkreise, dem kirchlichen Wahlrecht, Siegeln und Kirchenbüchern beschäftigt und seit 2000 die ständige Vertretung des Verwaltungsdirektors übernommen.

Kompetenz, Herz und sorgsamer Blick auf die Menschen

Durch ständige Fortbildungen, so Kurschus, habe er deutlich gemacht: „Dies ist nicht nur ein Job für mich, sondern ich will mich in meiner Arbeit weiterentwickeln, neue Anstöße erhalten, meinen Horizont weiten, mir weitere Sachgebiete erschließen – und nicht zuletzt mein Wissen und meine gesammelten Erfahrungen weitergeben.“ Zum Beispiel als Dozent am Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Brandenburg. Doch nicht nur fachlich, auch menschlich hinterlässt Rolf Otremba seine Spuren im Landeskirchenamt: „Mit Ihrer freundlichen, hilfsbereiten und mitmenschlichen Art haben Sie die Atmosphäre des Hauses auf positive Weise mitgeprägt“, dankte ihm die Präses. „Sie haben hier nicht nur mit Kompetenz und Umsicht gearbeitet, sondern auch mit Herz und einem feinfühligen und sorgsamen Blick auf die Menschen.“

Wenn Rolf Otremba selbst an seine Zeit im Landeskirchenamt zurückdenkt, erscheinen ihm die 32 Dienstjahre „gar nicht so lange“. Und eigentlich, verrät er schmunzelnd, sei er jeden Tag gern zur Arbeit gegangen: „Es gab nur ganz wenige Tage, an denen ich lieber weggeblieben wäre.“ Zum Beispiel als das LKA um die Jahrtausendwende für einige Monate zur Großbaustelle wurde. Oder als Bielefeld am Morgen der Amtseinführung von Präses Buß – mit Live-Fernsehgottesdienst – im Schneechaos versackte.

Modelleisenbahn, Familienbesuche, Meer und Berge

Am Ende bleiben die schönen Erinnerungen – und der Dank von Präses Annette Kurschus: „Wir danken Ihnen von Herzen für fast 32 Jahre Dienst in diesem Haus. Manches Gleis haben Sie mit gelegt; manche Weiche mit gestellt.“ Apropos Weichen. Die werden künftig zwar nicht mehr im LKA gestellt – dafür aber auf dem heimischen Dachboden. Denn dort wartet die alte Modelleisenbahn aus Kinder- und Jugendtagen darauf, wieder in Betrieb genommen zu werden. Am liebsten mit den Enkelkindern. Zwei sind schon da und ein drittes ist unterwegs. Von Langeweile also keine Spur. Rolf Otremba freut sich auf die neue Freiheit und Zeit für spontane Kurztrips zu den Kindern und Enkelkindern nach Emden und Aachen. Und natürlich auf seine Lieblingsinsel Wangerooge. Aber jetzt geht’s mit seiner Frau erstmal in die Berge nach Südtirol.

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news-1884Thu, 03 Sep 2020 16:36:56 +0200Westfälische Kirche fördert mit Innovationsfonds neue Konzepte des Gemeindelebens / Bereits über 30 Bewerbungenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/teamgeist-gesucht/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=34829731fd8e3deed2f3b18c936f573bKirchengemeinden möchten ein Café für Familien mit kleinen Kindern einrichten, ein Bildungshaus will sich zum regionalen Nachhaltigkeitszentrum entwickeln, ein Kirchenkreis erkundet, wie Digitalisierung christliche Gemeinschaft stiften kann: Das sind nur drei von über 30 Projekten, die sich für eine Förderung durch den neuen Fonds „TeamGEIST - Start-Ups für die Kirche von morgen“ der Evangelischen Kirche von Westfalen beworben haben.

„Wir sind überrascht, dass trotz der Pandemie so viele Leute an zukunftsweisenden Konzepten für das kirchliche Leben arbeiten“, freut sich der Geschäftsführer des Innovationsfonds, Pfarrer Andres Michael Kuhn.

Dabei war der Start von „TeamGEIST“ alles andere als leicht. Gleich das Auftakttreffen für die „Start-ups für die Kirche von morgen“ musste im März coronabedingt abgesagt werden. Kuhn und sein Team sattelten von analog auf digital um. Bei einem eintägigen Online-Workshop im Mai informierten sich rund 100 Interessenten unter anderem über Konzeptentwicklung, Sozialraum-Projekte und Fundraising. Infolge gingen bis Anfang Juni rund 30 Projektideen und -überlegungen in der Dortmunder Geschäftsstelle ein, wie Kuhn erzählt. Die Konzepte werden nun mit den Antragstellern überarbeitet.

Mit dem Förderprogramm reiht sich die westfälische Kirche in die Suche nach innovativen Konzepten für das Gemeindeleben ein. Die benachbarte Landeskirche Hannovers hatte bereit 2015 einen Fonds „Missionarische Chancen“ aufgelegt, ebenso lange gibt es die „Erprobungsräume“ zur Förderung anderer Gemeindeformen in Mitteldeutschland. Auch die Lippische Landeskirche und die rheinische Kirche haben erste „Erprobungsräume“ gestartet. Zu den bisher ausgewählten Initiativen im Rheinland gehören unter anderem eine virtuelle Kirche, eine Kindergemeinde und ökumenische Segensfeiern.

Die Evangelische Kirche von Westfalen stellt für „TeamGEIST“ drei Millionen Euro bereit, die bis 2025 ausgeschüttet werden können. Erstmals ist das in diesem Jahr zum Reformationstag am 31. Oktober der Fall, ab 2021 wird es jeweils zwei Vergabe-Termine geben. Ein wichtiges Förderkriterium sei etwa, ob die Projekte mit neuen überzeugenden Formen die christliche Botschaft unter die Menschen bringen, erläutert Kuhn. Chancen haben demnach auch Konzepte, die traditionelle kirchliche Strukturen zukunftsfähig umgestalten.

Große thematische Bandbreite

Pfarrer Kuhn lobt die thematische Bandbreite der eingereichten Ideen: „Es geht um Jugendarbeit und Familien, um Gemeinwesenarbeit und Musikprojekte, um Nachhaltigkeit und Digitalisierung.“ Zwei Initiativen wollen etwa neue Apps entwickeln, je eine digitale Datenbank für christliche Musik und ein evangelisches Informationsangebot. Eine andere Gruppe möchte ein christliches Netzwerk für Computerfans („Nerds“) ins Leben rufen. Anderswo soll der Klettergarten in einer Kirche dauerhaft finanziell gesichert oder ein weiteres Gotteshaus zu einer interaktiven Lernwerkstatt entwickelt werden.

Kleinere Projekte können nach den Regeln von „TeamGEIST“ mit höchstens 25.000 Euro gefördert werden, mittlere und größere Vorhaben mit maximal 200.000 Euro, verteilt auf bis zu drei Jahre. „Ab einer bestimmten Intensität der Arbeit geht es nicht mehr ohne Personalmittel“, weiß Kuhn. Einige der Antragsteller bäten deshalb um Gelder für zusätzliche Stellen, zumeist im pädagogischen Bereich. Natürlich werde sich nicht alles realisieren lassen und Zuschüsse könnten auch unter der beantragten Summe liegen, räumt der Pfarrer ein.

Mehr als Fördermittel

Ohnehin sei der Fonds nicht primär als Fördermittelgeber gedacht, betont Kuhn: „Wir möchten Haupt- und Ehrenamtliche bei ihren Vorhaben beraten und begleiten - thematisch, spirituell, juristisch - und ihnen Kontakte vermitteln.“ Die Antragsteller sollten sich von vornherein überlegen, Kooperationen einzugehen, und sich Gedanken machen, wer ihr Projekt sonst noch finanziell fördern könne, heißt es bei „TeamGEIST“.

Die rund 30 Anträge für den diesjährigen Vergabe-Termin kommen aus allen Regionen der westfälischen Kirche: Aus Bochum im Ruhrgebiet werden gleich drei christliche Projektideen Rennen schickt. Drei Anträge kommen aus dem Münsterland, fünf aus Ostwestfalen und sieben aus dem südlichen Westfalen. Jugendreferate sind laut Kuhn ebenso unter den Antragstellern wie Frauenhilfe und Männerarbeit, Kirchenkreise und Kirchengemeinden, die zum Teil mit Diakonischen Werken oder kommunalen Einrichtungen kooperieren. (Von Thomas Krüger (epd))

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news-1883Wed, 02 Sep 2020 15:28:33 +0200Bischöfliche Kirchenmusikschule (BKMS) des Bistums Essen bildet ab dem Herbst 2020 ökumenisch aushttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/was-fuer-ein-wunderbares-geschenk/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=009fb8d4bcbf6157d8997f9efd6f5a42Die Bischöfliche Kirchenmusikschule (BKMS) des Bistums Essen bildet ab dem Herbst 2020 ökumenisch aus: Der Kurs zum nebenberuflichen Kirchenmusiker ist für Musikerinnen und Musiker aller Konfessionen offen und eröffnet Anstellungsmöglichkeiten in beiden großen Kirchen. Für den Ausbildungsbeginn zum Wintersemester sind noch Anmeldungen möglich.

Musikerinnen und Musiker, die sich in der zwei- bis vierjährigen Ausbildung auf die „C-Prüfung“ für eine nebenberufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit als Organistin/Organist oder Chorleiterin/Chorleiter vorbereiten, lernen an der Bischöflichen Kirchenmusikschule ab dem neuen Semester nicht mehr nur katholische, sondern auch evangelische Inhalte. „In dieser Form ist das bislang bundesweit einmalig“, sagt Schulleiter Jörg Stephan Vogel. Dank einer engen Zusammenarbeit mit den evangelischen Landeskirchen im Rheinland und in Westfalen können sich die so ausgebildeten Musikerinnen und Musiker künftig sowohl auf Stellen in katholischen als auch in evangelischen Gemeinden bewerben.

Für die westfälische Landeskirche hat Kirchenmusikdirektor Andreas Fröhling den Konzeptionsprozess des ökumenisch ausgerichteten C-Kurses an der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen maßgeblich begleitet und mitgestaltet. Mit großer Begeisterung freut sich der Kreiskantor auf den nun beginnenden Ausbildungsgang: „Ich bin der Bischöflichen Kirchenmusikschule mittlerweile seit 25 Jahren als Orgellehrer verbunden und habe in dieser Zeit eine große Offenheit für die Ökumene erfahren. Mehrere Absolventinnen und Absolventen arbeiten mit großem Engagement auch in evangelischen Gemeinden. Umso mehr freue ich mich, dass es nun soweit gekommen ist, dass eine ökumenische Ausbildung inhaltlich und strukturell in der BKMS verankert ist - was für ein wunderbares Geschenk!“

Chance einer „wertvollen Horizonterweiterung“

In der gemeinsamen Ausbildung katholischer und evangelischer Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker sieht auch Landeskirchenmusikdirektor Harald Sieger die Chance einer wertvolle Horizonterweiterung für alle Teilnehmer des Kurses: „Als Kind einer konfessionsverbindenden Familie kenne und schätze ich die traditionellen Ausprägungen beider Konfessionen. Während der Studienzeit wurde mein Liturgisches Orgelspiel von Kommilitonen oftmals als etwas katholisch klingend bezeichnet. Ich habe das stets als positive Feedback verstanden und freue mich darauf, dieses Kompliment in Kürze an die Teilnehmenden des C-Kurses der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen weitergeben zu können.“

Kirchen können sich „musikalisch und spirituell bereichern“

„Für uns ist dies ein neuer, wichtiger Schritt der ökumenischen Zusammenarbeit im Ruhrgebiet“, sagt der Generalvikar des Bistums Essen, Klaus Pfeffer. „Die Kirchenmusik ist ein hervorragender Bereich, um hier mit unseren evangelischen Partnern zu kooperieren. Schließlich gibt es kaum etwas, das uns hier ernsthaft trennt, aber so vieles, mit dem wir uns gegenseitig musikalisch und spirituell bereichern können“, betont Pfeffer. Nicht zuletzt gebe es auch strukturell gute Gründe für eine Kooperation: Während das Bistum seit über 50 Jahren eine eigene Kirchenmusikschule betreibt, läuft die Ausbildung der nebenamtlichen Kirchenmusikerinnen und -musiker in den benachbarten evangelischen Kirchenkreisen an wechselnden Standorten und in unterschiedlichen Kurs-Konstruktionen. „Hier öffnen wir unsere Strukturen, um dank der Kooperation mit den evangelischen Landeskirchen nun auch den evangelischen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern eine verlässliche Ausbildung bei uns anbieten zu können.“ Angesichts zurückgehender Kirchenmusikerzahlen in beiden Kirchen zeige sich auch hier, dass Christinnen und Christen „in einem Boot sitzen“ und ihre konfessionellen Grenzen gerade in der Praxis immer weiter überwinden müssen, so Pfeffer.

Nicht nur evangelische Dozenten, sondern auch Prüfer

Auch in den vergangenen Jahren hatte die Bistumsschule „schon immer auch evangelische Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Ausbildung“, erläutert Vogel. Mit dem rein katholischen Abschluss in der Tasche hätten diese im Anschluss jedoch stets noch einen ergänzenden Kurs und eine Prüfung in der eigenen Landeskirche absolvieren müssen. Dies kann Vogel seinen evangelischen Teilnehmenden künftig ersparen, weil das Bistum in enger Abstimmung mit den beiden Landeskirchen und den Kirchenkreisen Essen, Mülheim sowie Gelsenkirchen und Wattenscheid Lerninhalte ergänzt hat und sich künftig nicht nur evangelische Dozenten, sondern auch evangelische Prüferinnen und Prüfer ins Haus holt.

Neue Inhalte in Liturgik und Hymnologie

„Rund 5 bis 10 Prozent“ der Lerninhalte, die die angehenden Kirchenmusiker bis zu ihrem Abschluss in einem flexiblen Modulsystem parallel zu Schule, Studium oder Beruf lernen, seien bislang konfessionell verschieden gewesen, schätzt Vogel. Anpassungen und Ergänzungen waren vor allem in Hymnologie – der Lehre vom Kirchenlied – und Liturgik (Gottesdienstgestaltung) nötig. Für diese beiden Fächer gibt es künftig zweimal pro Semester an einem Freitagabend und Samstag ein Kompaktseminar. „Künftig lernen alle alles“, betont Vogel. Die Protestanten lernen die katholischen – und die Katholiken auch die evangelischen Inhalte. Große konfessionelle Unterschiede erwartet der Kirchenmusiker ohnehin nicht: „Uns geht es darum, unsere Kurs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer mit einer großen Offenheit für den musikalischen Schatz beider Kirchen und mit Reflektionskompetenz in die Praxis zu entlassen.“

Semestereröffnung am Reformationstag

Feierlich eröffnet wird das neue Semester der Bischöflichen Kirchenmusikschule am 31. Oktober, dem evangelischen Reformationstag. Bis Anfang Oktober können sich Interessierte noch für eine Aufnahme in dem Kurs bewerben. Angesichts des neuen ökumenischen Profils rechnet Vogel mit einem größeren Zulauf und schätzt, dass nach den erfolgten Aufnahmeprüfungen im Oktober „rund 15 bis 20 Kurs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer im neuen Semester beginnen“, dass nach wie vor von zahlreichen Corona-Regeln geprägt sein werde. Trotz des modularen Aufbaus ist ein Einstieg in die Ausbildung zur „C-Prüfung“ immer nur zum Wintersemester möglich.

Weitere Informationen und eine persönliche Ausbildungsberatung gibt es bei Schulleiter Jörg Stephan Vogel: E-Mail: kirchenmusikschule@bistum-essen.de oder Telefon: 0201 2204-284.

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news-1882Wed, 02 Sep 2020 08:33:50 +0200Stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus erinnert an Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen. Aufsatzband erschienenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/geteilte-erinnerung-versoehnte-geschichte/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=52399ed441434fd76f0ae657b3f31f90Aus Anlass des 81. Jahrestages des deutschen Überfalls auf Polen und des Beginn des Zweiten Weltkrieges hat die stellvertretende Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Annette Kurschus, an das von Deutschland in Polen verursachte Leid erinnert:

„Noch heute prägen dieser Krieg und seine Folgen das Verhältnis unserer beiden Länder. Sich an Leid und Schuld zu erinnern, ist schwer. Zugleich liegt darin eine heilsame Kraft: die Kraft zu verwandeln und zu versöhnen. Wer sich erinnert, ist zur Verantwortung gerufen. Erinnerung, die zur Verantwortung rufen, verwandeln und versöhnen kann, bedarf der historischen Expertise, die zudem die verschiedenen Perspektiven und Deutungen miteinander ins Gespräch bringt“, sagte Kurschus, die zugleich Beauftragte der EKD für die deutsch-polnischen Beziehungen ist.
 
Zum Jahrestag ist jetzt ein von Präses Kurschus mit herausgegebener Aufsatzband „Geteilte Erinnerung – versöhnte Geschichte?“ erschienen.
 
Das im Kohlhammer-Verlag veröffentlichte Buch vereint Arbeiten deutscher und polnischer Historiker zur Geschichte der evangelischen Kirchen in Polen und ihrer Beziehungen zu Deutschland während des 20.Jahrhunderts. Nachgezeichnet werden u.a. der Einfluss nationalistischer Politik und Ideologie auf die kirchliche Arbeit, die Instrumentalisierung der Kirchen in der Zeit der „Volkstumskämpfe“, Flucht und Vertreibung der deutschsprachigen Protestanten, der Wiederaufbau des kirchlichen Lebens in Polen unter dem kommunistischen System und die kirchlichen Bemühungen um einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen Deutschen und Polen bis in die Gegenwart. Diesen Studien sind Reden von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Präses Annette Kurschus und Bischof Jerzy Samiec anlässlich des 80. Jahrestages des deutschen Überfalls vorangestellt.

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