Aktuelles :: EKvW.dehttp://www.evangelisch-in-westfalen.dedeEvangelische Kirche von Westfalen, LandeskirchenamtFri, 28 Feb 2020 21:55:16 +0100Fri, 28 Feb 2020 21:55:16 +0100TYPO3 EXT:newsnews-1771Fri, 28 Feb 2020 18:44:05 +0100Synode des Kirchenkreises Münster wählt den Theologen im fünften Wahlganghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/holger-erdmann-wird-neuer-superintendent/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=69a15a0ad7192c596ea58ab717a8e2abDie Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Münster hat Holger Erdmann zum neuen Superintendenten gewählt.

Mit 63 Stimmen konnte sich der 48-jährige im fünften Wahlgang durchsetzen. Dr. Lutz Meyer hatte nach dem vierten Wahlgang, in dem er 37 Stimmen erhielt, den Weg frei gemacht, indem er seine Kandidatur zurückzog. Daniela Fricke war nach dem ersten Wahlgang mit 26 erhaltenen Stimmen ausgeschieden.

Unter großem Applaus nahm der frisch gewählte Superintendent die Gratulation des stellvertretenden Superintendenten Thomas Groll entgegen und dankte für das entgegengebrachte Vertrauen.

Der Wahlhandlung waren am Vormittag Vorstellungsreden aller drei nominierten Kandidierenden sowie eine intensive Befragung vorrausgegangen.

In einem sehr konkreten und praxisnahen Vorstellungsvortrag zum Thema Kirche und Kirchenkreis in 20 Jahren hatte Erdmann zu einem klaren Blick auf die Herausforderungen und Probleme aufgerufen, in der die Kirche sich befinde. Dies müsse nicht zur Erstarrung führen, vielmehr gelte es den Wandel zu gestalten. Wer in 20 Jahren Kirche sein wolle, müsse unter anderem interprofessionelle Teams nutzen und dürfe nicht nur auf Pfarrerinnen und Pfarrer setzen. „Die Zukunft ist ungewiss, aber gewiss in Gottes Hand“, beschloss Erdmann seine Rede vor den Synodalmitgliedern.

Der in Witten im Ruhrgebiet geborene Erdmann ist seit 17 Jahren Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Borghorst-Horstmar im Evangelischen Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken, dort seit März 2018 auch stellvertretender Synodalassessor. Darüber hinaus unterrichtet er an der Städtischen Realschule Burgsteinfurt das Fach Evangelische Religionslehre.

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news-1770Fri, 28 Feb 2020 15:10:37 +0100Birger-Forell-Sekundarschule in Espelkamp ist „Verbraucherschule in Gold“http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/verantwortungsbewusste-konsumentscheidungen-treffen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6fdda1117980007743ddc1465afb10b0An der Birger-Forell-Sekundarschule in Espelkamp lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur lesen, schreiben und rechnen. Die evangelische Schule unterstützt sie auch darin, mündige und verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger zu werden und bewusste Entscheidungen zu treffen. Unter anderem: Konsumentscheidungen. Dafür hat die Schule in Trägerschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen nun eine „vergoldete“ Auszeichnung aus den Händen der Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, Christiane Lambrecht, erhalten.

Auf dem Lehrplan der Birger-Forell-Sekundarschule steht schon lange sehr viel mehr als graue Theorie. Auch praktisches Alltagswissen ist fest verankert; dazu gehört auch die sogenannte Verbraucherbildung. Das hört sich sperrig an, doch verbergen sich dahinter so lebenspraktische Dinge wie der Umgang mit Geld, Online-Banking und Kredit, gesunde Ernährung, sicher online unterwegs sein oder umwelt- und klimabewusstes Verhalten. Kurz: Dinge die, im täglichen Leben der Jugendlichen eine Rolle spielen.

Dafür hat die Birger-Forell-Sekundarschule Anfang Februar in Berlin die Auszeichnung „Verbraucherschule in Gold“ erhalten. Mit der Urkunde werden Schulen ausgezeichnet, die sich intensiv mit Verbraucherschutz auseinandersetzen und Maßnahmen zur Vermittlung von Alltagskompetenzen in den Themenbereichen Finanzen, Ernährung, Medien und nachhaltiger Konsum umsetzen. 57 Schulen hatten sich beworben, 27 bekamen die Bestnote, unter ihnen die Birger-Forell-Sekundarschule.

„...Schülerinnen und Schüler auf späteres Leben vorbereiten“

Viele Konsumentscheidungen würden unbewusst und überstürzt getroffen, erklärt dazu Schulleiterin Anja Buhrmann. Dabei beeinflussten Kommunikation, Werbung und Verkaufspraktiken die Schülerinnen und Schüler stark. „Häufig haben diese Entscheidungen ökonomische, soziale und ökologische Folgen für sie selbst und für die Umwelt, die die Schülerinnen und Schüler noch nicht überschauen können. Wir, als evangelische Schule, sehen unseren Auftrag darin, die Schöpfung zu bewahren und unsere Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewussten Konsumenten auszubilden und sie auf ihr späteres Leben in der Berufswelt vorzubereiten.“

Die Verbraucherbildung wurde seit der Gründung der Schule 2013 Schritt für Schritt im Lehrplan der Schule verankert, flankiert durch fächerübergreifende Angebote und außerschulische Partner. Zusätzliche Maßnahmen sind z. B. ein Bauernhofbesuch, eine Wasserwerkstatt  oder Projekte wie der Gesunde Schulkiosk und der Schulsanitätsdienst. 
Die Schule in Espelkamp wird sich aber noch lange nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen: Es sollen weitere, fächerübergreifende Projekte entstehen und zukünftig fester Bestandteil des Lehrplans und des Schulcurriculums werden.

Info: Verbraucherschule

Seit April 2019 wird das Projekt Verbraucherschule durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit auf Beschluss des Deutschen Bundestages sowie durch die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz gefördert. Für die Auszeichnung können sich bundesweit alle allgemein- und berufsbildenden Schulen bewerben, die ihre Schülerinnen und Schüler durch praxisorientierte und innovative Unterrichtsmaßnahmen und Projekte fit für den Alltag machen. 
Die Auszeichnung in Gold gilt für zwei Jahre.

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news-1769Fri, 28 Feb 2020 14:55:31 +0100Präses Annette Kurschus befürwortet gemeinsamen Religionsunterrichthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/begegnung-mit-gelebter-religion/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2df7c8a3f8f6fd945cd712f8096e5c88Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen und stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), befürwortet einen gemeinsamen Religionsunterricht von Christen und Muslimen. Junge Menschen könnten sich so mit der religiösen Vielfalt im Land auseinandersetzen und ihre eigene religiöse Identität entwickeln, schreibt die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen in einem Beitrag für das evangelische Monatsmagazin „chrismon“ (März-Ausgabe).

Die Gefahr einer „Gleichmacherei und Vermischung“, die Kritiker befürchten, sehe sie nicht, betonte Kurschus. Vielmehr könne der gemeinsame Religionsunterricht den eigenen Glauben stärken und das eigene Profil schärfen. Die Theologin verwies auf das Projekt einer evangelischen Schule in Gelsenkirchen, bei dem protestantische, katholische und muslimische Religionslehrer den Unterricht gemeinsam verantworten. Hier erführen Schülerinnen und Schüler die „Begegnung mit gelebter Religion“. Auch andernorts gehe man bereits über den klassischen Religionsunterricht, der nach Konfessionen getrennt ist, hinaus und unterrichte evangelische und katholische Kinder gemeinsam. In manchen Städten würden auch muslimische Lehrkräfte einbezogen.

Die Religion leiste einen Beitrag zur Allgemeinbildung und die Bedeutung von Religion nehme in der Welt eher zu als ab. Daher sei es riskant, den Religionsunterricht gänzlich infrage zu stellen, weil die gemeinsame Grundlage dafür fehle, erklärte Kurschus. Die Allgemeinbildung bliebe unvollständig, wenn sie Religion als „prägende Lebensdimension“ ausklammere. Auch würde eine Abschaffung des Religionsunterrichts reaktionäre und fundamentalistische Kräfte stärken, „beileibe nicht nur im Islam“, schreibt Kurschus. Solche Kräfte könnten in unbeachteten Nischen ein gefährliches Potenzial entwickeln. In einem multireligiösen Land wie Deutschland komme dem Religionsunterricht eine „Schlüsselrolle“ zu.

(epd)

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news-1768Fri, 28 Feb 2020 12:13:16 +0100Kerstin Goldbeck wird Superintendentin im Kirchenkreis Hammhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/zuversichtlich-in-die-zukunft/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=82800344771f0ee88e78335713a28377Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Hamm hat am Donnerstag, 27. Februar 2020, Pfarrerin Kerstin Goldbeck zur Superintendentin gewählt. Sie erhielt 84 Stimmen, deutlich mehr als die erforderliche Mehrheit der 106 stimmberechtigten Mitglieder der Synode.

Kerstin Goldbeck, die bisher als Synodalassessorin stellvertretende Superintendentin war, tritt die Nachfolge des im Juni 2019 verstorbenen Frank Millrath an. Sie wird als erste Frau die leitende Theologin in der über 200-jährigen Geschichte des Kirchenkreises, zu dem rund 78.500 Evangelische in den zwölf Kirchengemeinden im Bereich Ahlen, Ascheberg-Herbern, Bönen, Hamm, Sendenhorst, Werl-Hilbeck und Werne gehören.

„Wir werden kleiner, ja, aber darin auch erkennbarer und profilierter“, sagte Goldbeck bei ihrer Vorstellung vor der Synode. „Ich stehe für eine Kirche, die zuversichtlich in die Zukunft geht, die seelsorglich bei den Menschen ist und sich engagiert in den Herausforderungen unserer Zeit. Diese Kirche möchte ich mit all den vielen Menschen, die sich beruflich und ehrenamtlich in unserem Kirchenkreis einbringen, gestalten!“

Pfarrerin Kerstin Goldbeck (Jahrgang 1964) wuchs in Bielefeld-Brackwede auf. Die 55-Jährige studierte in Bethel, Heidelberg und Münster Evangelische Theologie und schloss zusätzlich das Studium der Sprechwissenschaft/Sprecherziehung ab. Nach der praktischen Ausbildung im Vikariat, das sie in Recklinghausen-Süd absolvierte, war Goldbeck dort zunächst als Pfarrerin im Entsendungsdienst tätig, bevor sie 1996 gemeinsam mit ihrem Mann, Pfarrer Matthias Eichel, die Pfarrstelle an der Friedenskirche in Wiescherhöfen antrat. 2012 wurde Goldbeck von der Kreissynode zur Synodalassessorin (stellvertretende Superintendentin) im Evangelischen Kirchenkreis Hamm gewählt. In dieser Funktion leitete sie den Kirchenkreis in der Zeit der Erkrankung von Superintendent Millrath.

Von 2013 bis 2014 war Goldbeck mit einer halben Pfarrstelle im Pfarrbezirk Jakobuskirche der neu gebildeten Evangelischen Kirchengemeinde Pelkum-Wischerhöfen tätig. Seit 2015 ist die Seelsorgerin, die Mutter von drei Töchtern ist, Inhaberin der kreiskirchlichen Pfarrstelle zur Koordinierung und Entwicklung der Seelsorge im Kirchenkreis Hamm. Sie ist ausgebildete Supervisorin und seit vielen Jahren nebenamtlich in der Seelsorgeausbildung für haupt-, ehren- und nebenamtlich Mitarbeitende tätig. Der Nominierungsausschuss des Evangelischen Kirchenkreises Hamm hatte sie nach einer öffentlichen Ausschreibung der Stelle als einzige Kandidatin für das Amt der Superintendentin vorgeschlagen.

Pfarrerin Kerstin Goldbeck wird am Freitag, 13. März, um 17.00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Pauluskirche Hamm durch die leitende Theologin der Westfälischen Landeskirche, Präses Annette Kurschus, als Superintendentin eingeführt. Im Anschluss findet ein Empfang in der benachbarten Jugendkirche Hamm statt.

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news-1767Thu, 27 Feb 2020 09:23:33 +0100Pfarrerinnen und Pfarrer feierten ihr Ordinationsjubiläum in Haus Villigsthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kurschus-pfarrer-und-pfarrerinnen-machen-neugierig-auf-gott/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=04416c4a7b29eb2947750600bc204391175 Pfarrerinnen und Pfarrer der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) haben im vergangenen Jahr ein Ordinationsjubiläum gefeiert. Annette Kurschus, Präses der EKvW, hat sie deshalb zu einem Festgottesdienst mit anschließendem Empfang in Haus Villigst (Schwerte) eingeladen.

79 von ihnen sind der Einladung gefolgt, zum Teil mit Begleitung. Gemeinsam mit dem westfälischen Pfarrverein konnten sie auf 10, 25, 50, 60 oder sogar 65 Jahre pfarramtlichen Dienst seit der Ordination zurückblicken.

„Pfarrer und Pfarrerinnen sind Menschen“, so Präses Annette Kurschus in ihrer Predigt, „die nicht alles wissen, sondern die neugierig machen auf Gott. Die im Gottesdienst, bei Amtshandlungen, in Seelsorgegesprächen, in der Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden aufmerksam machen auf Gottes Stimme. Auf die Stimme, die mich bei meinem Namen ruft und sich für meine Geschichte interessiert; die mir Freiheit gönnt und eigene Erfahrungen; die meine Fragen ernstnimmt – und meine Antwortversuche auch.“

Wenn etwas in Erinnerung bleibe von Kirche, dann sei es oft die Person des Pfarrers oder der Pfarrerin, betonte Kurschus: „Und bei den meisten ist das eine gute Erinnerung.“

„Es war keine schlechte Erfindung der Kirche, dass es Pfarrerinnen und Pfarrer gibt, die gut ausgebildet sind“, sagte Oberkirchenrätin Petra Wallmann. "Sie ermutigte ausdrücklich dazu, regelmäßig Fortbildungsangebote wie z.B. Kontaktstudium oder Oasentage einzuplanen." Zugleich überbrachte sie als Personaldezernentin Grüße und gute Wünsche der Kirchenleitung und dankte den Jubilarinnen und Jubilaren sowie deren Partnerinnen und Partnern für den Dienst. Wallmann: „Wir wissen, wie wichtig Ihr Dienst ist. Sie stehen in der Öffentlichkeit mit Ihrer ganzen Existenz für das Evangelium ein.“

„Die Begleitung von Menschen an wichtigen Punkten ihres Lebens ist mir nach wie vor eine große Freude“, sagte Pfarrerin Sarah Töws (Rheda-Wiedenbrück). Sie hat im vergangenen Jahr das 10-jährige Ordinationsjubiläum gefeiert und ergänzte: „Ich möchte in meinem Dienst und trotz meines Dienstes gesund bleiben bis zum Ruhestand und deutlich darüber hinaus.“

Pfarrerin Silke Niemeyer (Lüdinghausen, vor 25 Jahren ordiniert) betonte, dass für sie die Gemeinde der richtige Ort sei („Ich bin so 'ne richtige Gemeindetante.“) Zugleich plädierte sie dafür, sich am Tag der Feier des Ordinationsjubiläums in Erinnerung zu rufen, „was man in den 25 Jahren alles durfte. Ich bin so dankbar!“ Niemeyer: „Was ist das für ein Geschenk, diesen Beruf zu haben? Und das ist es!“

Pfarrer Wolfgang Heide (früher Matthäusgemeinde in Münster, vor 50 Jahren ordiniert) sagte: „Das größte Potential der Kirche sind die ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Hier komme es darauf an, kontinuierlich Beziehungen zu pflegen. Zudem sei es wichtig, junge Theologinnen und Theologen beizubringen, wie man leitet.“

Von den 175 eingeladenen Jubilarinnen und Jubilaren sind 18 vor zehn Jahren ordiniert worden, 109 vor 25 Jahren, 31 vor 50 Jahren, 11 vor 60 Jahren und sechs vor 65 Jahren.

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news-1765Wed, 26 Feb 2020 10:51:55 +0100Landeskirchenrat Werner Prüßner in den Ruhestand verabschiedethttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/fuer-eine-gute-sache-kann-man-auch-jahrzehntelang-arbeiten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e705e6cc8b5d9796fad2c1ffd51327feMedienInfo 7/2020
 

33 Jahre und zwei Monate war er als Landeskirchenrat für die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) tätig. Als juristischer Dezernent im Bielefelder Landeskirchenamt hat er sich schwerpunktmäßig in all den Jahren um Fragen des Schul- und Bildungsrechtes gekümmert.

Jetzt geht Werner Prüßner in den Ruhestand und sagt von sich augenzwinkernd: „Ich hab immer dasselbe gemacht, aber für eine gute Sache kann man auch jahrzehntelang arbeiten“

Trotzdem ist es dem 64-Jährigen nie langweilig geworden. Das mag sicher auch damit zusammenhängen, dass der Jurist, dem man sein Alter nicht anmerkt, zahlreiche spannende Projekte innerhalb der westfälischen Landeskirche begleitet hat. Allen voran die Planung und Errichtung der Evangelischen Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck (EGG), mit deren Fertigstellung für ihn nach internen Widerständen ein Traum wahr geworden ist. „So eine Schule von Anfang an zu planen und aufzubauen und mitzuerleben, wieviel Anerkennung sie bekommt, ist eine tolle Erfahrung“, sagt Prüßner mit leuchtenden Augen und ergänzt sofort: „Da siehste, wofür du gearbeitet hast.“

Das hat er gerne, ja sogar leidenschaftlich getan. Und er ist zutiefst davon überzeugt, dass die evangelische Kirche Schulen in eigener Trägerschaft betreiben muss. Denn, so Prüßner: „In unseren Schulen haben wir täglich direkten Kontakt zu mehr als 500 Lehrkräften und zu rund 6.000 Schülerinnen und Schülern. Wo gibt es das sonst?“ Diese vielfältigen Kontakte an einer Schnittstelle zwischen Kirche und Welt sind es, die dafür gesorgt haben, dass Werner Prüßner der EKvW über drei Jahrzehnte lang treu geblieben ist. Sie sind es auch, die er am meisten vermissen wird. Ebenso wie Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen von der „Schulabteilung“, wie das Leitungsfeld Bildung im LKA intern bezeichnet wird. Die Umwandlungen der Realschulen in Espelkamp und Breckerfeld in Sekundarschulen seien weitere Highlights seiner Berufsbiografie gewesen, betont Prüßner. Und natürlich die Zusammenarbeit mit Rheinland und Lippe in der Zwischenkirchlichen Schul- und Bildungskonferenz (ZwiKi).

Für Präses Annette Kurschus war Werner Prüßner 33 Jahre lang „ruhender Pol und Garant für Kontinuität“. Sowohl bei personellen Veränderungen an der Spitze der seiner Dezernate im Landeskirchenamt als auch bei den schul- und bildungspolitischen Kurswechseln in Düsseldorf. „Und ich weiß,“ so Kurschus: „Mit unseren evangelischen Schulen in landeskirchlicher Trägerschaft hätte es bis zum heutigen Tag nicht so gut funktioniert ohne Ihre juristische Expertise, ohne Ihre menschliche Verlässlichkeit und ohne Ihren engagierten Einsatz.“, so Kurschus. „Ich habe Sie immer wohltuend verblüffungsfest in Sachfragen erlebt; klar und schnörkellos in juristischen Auskünften; tief verankert in der Botschaft des Evangeliums, aktiv begeistert für die Blechbläserei – nicht nur bei unseren Landessynoden –, ehrlich zugewandt und interessiert an den Menschen.“

In den letzten vier Jahren seiner Laufbahn hat Prüßner als Vorsitzender des Hausvorstandes von Haus Villigst (Schwerte) u.a. die Renovierung des Gästehauses mitgestaltet. Als Ortsdezernent hat er die Vereinigung der Dortmunder Kirchenkreise zum größten Kirchenkreis in Westfalen und einem der größten in der gesamten EKD begleitet. Und in der Evangelischen Schulstiftung in der Evangelischen Kirche in Deutschland hat er von Beginn an die westfälische Landeskirche vertreten, sechs Jahre davon als stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsvorstands.

Prüßner ist in Talle (Kalletal) im Kreis Lippe geboren. Nach dem Jurastudium in Bielefeld war er bis 1986 als Rechtsanwalt in Bad Salzuflen tätig, bevor er Anfang 1987 ins Landeskirchenamt wechselte. Er ist passionierter Blechbläser und hat 38 Jahre lang den Posaunenchor seiner Kirchengemeinde geleitet, in dem er seit 52 Jahren Waldhorn bläst. In dieser Funktion und als frisch gewählter Erster Vorsitzender des Fördervereins für die Lippische Bläserarbeit und nicht zuletzt als Mitglied des Vereins Ev. Schule in Westfalen e.V. wird er der Kirche weiterhin verbunden bleiben.

Die Evangelische Kirche von Westfalen betreibt sieben Schulen an sechs Standorten (Bielefeld, Breckerfeld, Espelkamp, Gelsenkirchen, Lippstadt und Meinerzhagen).

 

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news-1764Wed, 26 Feb 2020 09:50:05 +0100Gemeinde bewegen: Kirchengemeinden entscheiden über neue Presbyterinnen und Presbyterhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ich-finde-es-spannend-gemeinde-zu-gestalten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6f95fbd3f7201038cd5ac306e21316fbIn der rheinischen, westfälischen und lippischen Kirche werden wieder die Gemeindeleitungen, die Presbyterien, neu bestimmt. Die Suche nach geeigneten Bewerbern ist nicht leicht. Die meisten Gemeinden finden gerade so viele, wie sie brauchen.

Helga Trölenberg wollte nach ihrem Umzug ins westfälische Minden neue Leute kennenlernen. Die Einladung in die Kantorei der evangelischen St.-Martini-Gemeinde nahm sie deshalb gern an. Beim Chorsingen allein blieb es nicht. Vor vier Jahren wurde die Unternehmensberaterin ins Presbyterium gewählt, das Leitungsgremium ihrer Kirchengemeinde. „Ich trage gerne Verantwortung und finde es spannend, Gemeinde zu gestalten“, sagt die 58-Jährige, die bei der Kirchenwahl am Sonntag erneut antritt.

Alle vier Jahre stehen in den evangelischen Landeskirchen Rheinland, Westfalen und Lippe mit ihren zusammen 4,75 Millionen Mitgliedern die Wahlen zu den Presbyterien und Kirchenvorständen an. Sie sind besetzt mit Ehrenamtlichen, die gleichberechtigt mit den Pfarrern Verantwortung für das Gemeindeleben vor Ort tragen. In den Gremien befassen sie sich etwa mit Fragen zum Gottesdienst und Jugendarbeit oder stellen Personal ein. Das griechische Wort Presbyter heißt übersetzt „Ältester“.

Rasch habe sie gemerkt, dass ihr Blick aus der Wirtschaft hilfreich für die Gemeinde ist, erzählt Trölenberg. Als Kirchmeisterin ist sie auch für Bau- und Finanzfragen zuständig. Über das Alltagsgeschäft der Gemeindeleitung hinaus befasst sich die Beraterin auch mit konzeptionellen und strategischen Fragen: „Kirche muss sich als Organisation in ihrem Selbstverständnis verändern, um zu bestehen.“

Die Mindener Presbyterin darf sich bereits als gewählt betrachten: Genau zehn Gemeindeglieder kandidieren am Sonntag in St. Martini für ebenso viele Sitze im Presbyterium. Da es nicht mehr Wahlvorschläge gibt, entfällt die Abstimmung an der Urne. Die Mindener Gemeinde ist damit kein Einzelfall. Nach Angaben der drei Landeskirchen wird am Sonntag in der großen Mehrheit der insgesamt rund 1.200 Kirchengemeinden so verfahren. Mit den Slogans „Gemeinde mit dir“ und „Gemeinde bewegen“ warben sie im Vorfeld für die Kirchenwahl 2020.

Die Evangelische Kirche von Westfalen habe bei ihrer Kampagne die Kandidatensuche in den Vordergrund gerückt, sagt der Herforder Superintendent Michael Krause. Denn das Finden interessierter und geeigneter Menschen, die sich eine Mitarbeit im Leitungsgremium einer Gemeinde vorstellen können, werde schwieriger: „Gerade Menschen in den mittleren Lebensjahren sehen sich immer stärkerer beruflicher Belastung ausgesetzt, etliche müssen sich auch um ihre alten Eltern kümmern“, berichtet er.

Hinzu kämen wachsende Anforderungen an Fachwissen für Presbyter, zum Beispiel durch das Neue Kirchliche Finanzsystem, dem sich nicht jeder gewachsen fühle, erläutert der Theologe, der mit einer Arbeitsgruppe der Landeskirche die Kirchenwahl begleitet. In Krauses Kirchenkreis haben die Kirchenmitglieder am Sonntag in vier von 25 Herforder Gemeinden eine "echte Wahl". Es gibt mehr Kandidaten als Ämter.

Auch die Kirchengemeinde Lechenich bei Köln, die zur Evangelischen Kirche im Rheinland gehört, kann einen "Überhang" an Kandidaten vorweisen: Elf Frauen und Männer bewerben sich um die zehn Plätze im Presbyterium. "Man kann natürlich fragen, ob sich der Aufwand lohnt, wenn dann nur eine Person herausfällt", sagt Mirco Sobetzko, der seit acht Jahren dem Leitungsgremium angehört. Aber dann wäre die Wahl zwei Mal hintereinander ausgefallen. "Bei dem Gedanken war uns auch nicht so recht wohl", erklärt der 34-Jährige.

Sobetzko selbst wuchs über sein Engagement für den Jugendtreff vor Ort in die Leitungsaufgabe hinein. Dafür trat er eigens von der katholischen zur evangelischen Kirche über. Der Industriekaufmann und Betriebswirt kümmert sich als Presbyter neben der Jugendarbeit um die kulturellen Veranstaltungen der Gemeinde und um die Öffentlichkeitsarbeit. Seit über zwei Jahren ist Sobetzko als Finanzkirchmeister für Haushaltspläne und Jahresabschlüsse verantwortlich. Als ideale Voraussetzung für das Presbyteramt sieht er "Lust an Leitung, auch an dem damit verbundenen Pro und Kontra".

Bei der vorherigen Kirchenwahl blieb die Beteiligung in den Gemeinden, wo 2016 tatsächlich abgestimmt wurde, eher mäßig: in der rheinischen Kirche gingen damals zehn Prozent der Gemeindemitglieder zur Wahl, in der westfälischen sechs und in der vergleichsweise kleinen lippischen Kirche immerhin 15 Prozent.

Um hier das Interesse anzukurbeln, setzen immer mehr Kirchengemeinden auf Briefwahlen. Die westfälische Kirchengemeinde Löhne-Ort bei Herford konnte so vor vier Jahren eine Rekord-Wahlbeteiligung von fast 30 Prozent erzielen, fünf Mal mehr als üblich. In diesem Jahr folgen laut Bielefelder Landeskirchenamt weitere westfälische Gemeinden dem Beispiel. Auch in über 60 Gemeinden im Rheinland gibt es eine "Allgemeine Briefwahl".  (Thomas Krüger (epd))

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news-1766Wed, 26 Feb 2020 08:16:00 +0100Gemeinsame Erklärung der Vorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz zum Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötunghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/grundlegende-fragen-unseres-menschseins/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e8b00e62d82f7ee6f76d8cfa14b35421Anlässlich des am 26. Februar 2020 ergangenen Urteils des Bundesverfassungsgerichts zum § 217 StGB und der Aufhebung des Verbots der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung, erklären der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm:

„Mit großer Sorge haben wir zur Kenntnis genommen, dass das Bundesverfassungsgericht am heutigen Tag (26. Februar 2020) das Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung (§ 217 StGB) aufgehoben hat. Dieses Urteil stellt einen Einschnitt in unsere auf Bejahung und Förderung des Lebens ausgerichtete Kultur dar. Wir befürchten, dass die Zulassung organisierter Angebote der Selbsttötung alte oder kranke Menschen auf subtile Weise unter Druck setzen kann, von derartigen Angeboten Gebrauch zu machen. Je selbstverständlicher und zugänglicher Optionen der Hilfe zur Selbsttötung nämlich werden, desto größer ist die Gefahr, dass sich Menschen in einer extrem belastenden Lebenssituation innerlich oder äußerlich unter Druck gesetzt sehen, von einer derartigen Option Gebrauch zu machen und ihrem Leben selbst ein Ende zu bereiten.

Wir haben die sehr verantwortliche gesellschaftliche und politische Debatte zum assistierten Suizid, die über mehrere Jahre und auf vielen Ebenen geführt wurde, aktiv begleitet. Den Kompromiss, den schließlich eine breite politische Mehrheit über alle Fraktionen des Deutschen Bundestages hinweg gefunden hat, haben wir als maßvolle Regelung empfunden, die die Selbstbestimmung besonders verletzlicher Menschen in ihrer letzten Lebensphase schützen sollte. Die Einbettung dieser gesetzlichen Maßnahme in den Kontext einer deutlichen Verbesserung der palliativen und hospizlichen Versorgung überzeugt uns nach wie vor.

An der Weise des Umgangs mit Krankheit und Tod entscheiden sich grundlegende Fragen unseres Menschseins und des ethischen Fundaments unserer Gesellschaft. Die Würde und der Wert eines Menschen dürfen sich nicht nach seiner Leistungsfähigkeit, seinem Nutzen für andere, seiner Gesundheit oder seinem Alter bemessen. Sie sind – davon sind wir überzeugt - Ausdruck davon, dass Gott den Menschen nach seinem Bild geschaffen hat und ihn bejaht und dass der Mensch sein Leben vor Gott verantwortet. Die Qualität einer Gesellschaft zeigt sich gerade in der Art und Weise, wie wir einander Hilfe und Unterstützung sind. Daher setzen wir unsere Bemühungen fort, Menschen in besonders vulnerablen Situationen Fürsorge und Begleitung anzubieten. Neben den bereits bestehenden und weiter auszubauenden Angeboten palliativer und hospizlicher Versorgung gehört dazu auch zunehmend die Frage, wie wir Menschen, die einsam sind, Hilfe anbieten und sie seelsorglich begleiten können. So wollen und werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass organisierte Angebote der Selbsttötung in unserem Land nicht zur akzeptierten Normalität werden.“ (EKD)

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news-1763Mon, 24 Feb 2020 16:55:46 +0100IKG und Umweltbeauftragte fördern Projekte zur Artenvielfalt rund um den Kirchturmhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/landeskirche-verleiht-ersten-westfaelischen-schoepfungspreis/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=91ee638be45294de00ee437d2a57d610Premiere für den „Westfälischen Schöpfungspreis“: Erstmalig schreiben das Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) und die Konferenz der Umweltbeauftragten in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) den „Westfälischen Schöpfungspreis“ aus. Gesucht werden Projekte, die sich besonders im Bereich der Artenvielfalt rund um den Kirchturm oder auf kirchlichen Flächen engagieren und damit ihren Beitrag zum Erhalt zahlreicher Tier- und Pflanzenarten leisten. Die Preisverleihung durch Präses Annette Kurschus findet am 21. Juni 2020 in der Evangelischen Akademie Villigst (Schwerte) statt.

„Der Mensch lebt nicht nur inmitten seiner menschlichen Umwelt“, so Kurschus. „Er ist Teil eines ökologischen Systems, Teil der einen Schöpfung aus Erde, Luft und Wasser, aus Pflanzen und Tieren. Viele Arten und Formen sterben heute ein für allemal aus, ohne dass wir sie jemals kennenlernen. Wir alle leben inmitten von Leben, das leben will, sagte schon Albert Schweitzer. Und nur weil und solange dieses vielfältige Leben lebt, leben auch wir.“ Mit diesen Worten ermutigt Präses Kurschus zum Engagement für die Artenvielfalt und rief alle westfälischen Gemeinden auf, sich an der Ausschreibung für den Westfälischen Schöpfungspreis zu beteiligen.

„Rund um den Kirchturm summt und brummt es“, so Volker Rotthauwe, Umweltpfarrer und Initiator des Preises. „Viele Gemeinden und Initiativen haben sich auf den Weg gemacht, ihren Beitrag zum Verlust der Artenvielfalt zu leisten. Da werden Nistkästen auf Kirchtürmen angebracht, Wildblumenwiesen ausgesät, Insektenhotels in Kindergärten gebaut, Friedhöfe ökologischer gestaltet oder kirchliche Pachtflächen nach ökologischen Kriterien verpachtet.“ Angesichts des dramatischen und anhaltenden Verlustes vieler Arten insbesondere vieler Insektenarten, sei es erfreulich, dass viele Gemeinden ihren biblischen Auftrag, die Schöpfung zu bewahren, sehr ernst nehmen. Das soll mit diesem Preis gewürdigt und gefördert werden.

Der Preis ist mit insgesamt 3.500 Euro dotiert. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

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AktuellesKlima (nur Aktuelles)SuchendeMedienMitarbeitende
news-1762Mon, 24 Feb 2020 15:26:44 +0100Neues Team im „Leitungsfeld Personal“ des Landeskirchenamtes kompletthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/vier-auf-einen-streich/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4fd1f8e7ebee7f506d846262e6e2b0afUnterm Strich ändert sich kaum etwas. Jedenfalls für drei von den Vieren. Trotzdem ist es eine kurze Nachricht wert. Denn Holger Gießelmann, Frank Fischer und Antje Röse sind von Oberkirchenrätin Petra Wallmann in der Bielefelder Süsterkirche in ihr Amt eingeführt worden.

Gießelmann in die Pfarrstelle „Nachwuchsgewinnung für kirchliche Berufe“, Fischer als Referent für diakonisch-gemeindepädagogische Mitarbeitende und Berufsprofile und Röse in die Pfarrstelle „Begleitung und Förderung des theologischen Nachwuchses“. Damit ist das Team im „Leitungsfeld Personal“ des Landeskirchenamtes komplett.

Dazu gehört auch Michael Westerhoff, dessen Stelle künftig komplett im Bielefelder Landeskirchenamt angesiedelt ist. Einzig bei Frank Fischer ändert sich einiges. So bekommt er etwa Kompetenzen, die bisher der übergeordnete Dezernent hatte. Künftig ist er der Vertreter des Landeskirchenamtes gegenüber den hauptamtlichen Mitarbeitenden, die in Verkündigung, Seelsorge und Bildungsarbeit (außer Pfarrdienst) tätig sind.

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news-1761Sun, 23 Feb 2020 07:29:00 +0100Fürbitte für die Opfer der rassistischen Gewalttat in Hanauhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ach-gott-was-ist-geschehen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4a4f82bfd60314fa8a8f8c0bd6d42fdfBarmherziger, ewiger Gott, erschrocken und voller Trauer kommen wir vor Dich, angesichts der rassistischen Morde in Hanau. Sprachlos sind wir, auch wütend, beschämt und ratlos über den Hass und die Verachtung und die Gewalt inmitten unseres Landes. Ach Gott, was ist geschehen? Und was können, was sollen wir tun?

So nehmen wir unsere Zuflucht zu Dir, dem Gott allen Trostes, der Liebe und der Gerechtigkeit.

Für die Familien, die Eltern, die Kinder und Partner der Getöteten bitten wir um Deinen Trost und Segen, um Menschen, die mit ihnen schweigen und weinen und beten.

Für die Menschen, die Angst haben müssen, wegen ihrer Hautfarbe, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Religion bitten wir um die Gewissheit, nicht allein gelassen zu werden.

Für die Menschen in den Stadträten und Parlamenten, in Verwaltungen und Medien, für Seelsorger, für Polizistinnen, für Ärzte und Psychologen und die Geistlichen aus allen Religionen, bitten wir um Respekt und Anerkennung, die sie verdienen und um Kraft und Besonnenheit, die sie brauchen.

Für alle, die sich verloren haben in Dummheit, Vorurteil und Hass, bitten wir um Besinnung, um Reue und Umkehr.

Für die Bürger und Bürgerinnen in Hanau, hier in unserer Stadt und an allen Orten in unserm Land bitten wir um Zivilcourage, um den Mut, dem Hass zu widersprechen, um Phantasie für neue Worte und Taten der Güte und Menschlichkeit.

In Jesu Namen. Amen.

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news-1760Thu, 20 Feb 2020 09:28:32 +0100Kirchenkreis Münster sucht neue Leitunghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/eine-kandidatin-und-zwei-kandidaten-stehen-zur-wahl/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=51dd87175b2415e04ddd0cbf6dbbbf61Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Münster wird am 28. Februar über die Nachfolge von Superintendent Ulf Schlien entscheiden, der im Oktober 2019 plötzlich verstorben ist.

Nach intensiven Gesprächen mit den Bewerbern und einem ausführlichen Beratungsprozess durch den Nominierungsausschuss des Kirchenkreises unter dem Vorsitz von Pfarrer Thomas Groll, zur Zeit stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises, steht der gemeinsam mit dem Kreissynodalvorstand getroffene Beschluss fest: Der Kreissynode werden Holger Erdmann, Daniela Fricke und Dr. Lutz Meyer als Kandidierende für die Wahl vorgeschlagen.

Holger Erdmann (48) ist Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Borghorst-Horstmar, Evangelischer Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken.

Daniela Fricke (52) ist Kirchenrätin in der Evangelischen Kirche von Westfalen mit Sitz in Bielefeld.

Dr. Lutz Meyer (56) ist Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Cuxhaven-Altenbruch, Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover.

Die ca. 110 Mitglieder der Synode werden sich bereits im Vorfeld durch schriftliche Informationen ein Bild von den drei Kandidierenden machen, bevor dann auf der Synode eine persönliche Vorstellung in Form eines Vortrags mit anschließender Befragung erfolgt.

Die Wahlsynode findet am 28. Februar in der Erlöserkirche in Münster statt. Die neue Superintendentin/der neue Superintendent wird für den Zeitraum von acht Jahren gewählt.

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news-1759Tue, 18 Feb 2020 09:31:19 +0100Rekordanmeldezahlen in der Evangelischen Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarckhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/erfolg-durch-freies-lernen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d5b126de5831cd295043d28d5b494096Einen Rekord kann die Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck (EGG) vermelden: So viele Kinder wie noch nie in den letzten zehn Jahren haben sich für das kommende fünfte Schuljahr angemeldet. In der gesamten Geschichte der Schule wurde diese Zahl nur einmal übertroffen.

Insgesamt 387 Kinder hatten sich im Aufnahmeverfahren für das Schuljahr 2020/2021 für das fünfte Schuljahr angemeldet.

Schulleiter Volker Franken sieht diese Zahl mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn die EGG kann nur 144 Plätze in dem neuen Jahrgang anbieten: „Insgesamt – so kann man nur sagen - hätten wir liebend gerne mehr Kinder an unserer Schule aufgenommen, sind aber durch unsere Klassenhäuser in unseren räumlichen Kapazitäten begrenzt“, bedauert der Schulleiter.

Da sich die Evangelische Gesamtschule als Stadtteilschule und Schule für Gelsenkirchen versteht, stammen beinahe alle aufgenommenen Schülerinnen und Schüler aus Gelsenkirchen und mehr als die Hälfte stammt aus dem Stadtbezirk. Unter den aufgenommenen Schülern befinden sich auch rund 10 Prozent, die in den vergangenen Jahren als Flüchtling- oder Zuwandererkinder nach Gelsenkirchen gekommen sind.

Familiäre Atmosphäre und individuelle Förderung

Gepunktet hat die EGG bei vielen der Eltern insbesondere durch pädagogische Gesichtspunkte wie die familiäre Atmosphäre und das Freie Lernen, eine an der EGG durchgeführte Maßnahme der individuellen Förderung.

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten dabei eigenverantwortlich und wenn möglich allein an den in allen Klassen identisch vorliegenden Materialien der jeweiligen Fächer. Die Lehrerinnen und Lehrer fungieren hier verstärkt als Lernbegleiter und stehen bei Nachfragen zur Verfügung. Zudem unterstützen sie ihre Schüler bei der Planung ihres Lernweges. „Dieser reformpädagogische Weg der EGG, der sich beispielhaft im Freien Lernen abzeichnet, soll auch zukünftig an unserer Schule weiter beschritten werden“, so Schulleiter Volker Franken.

Auch Inklusion wird praktisch umgesetzt. Insgesamt knapp 55 Schülerinnen und Schüler mit allen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfen werden an der EGG unterrichtet. Für das Schuljahr 2020/2021 wurden bereits im Januar acht inklusiv zu beschulende Kinder aufgenommen und werden auf mehrere Klassen im Jahrgang verteilt. Sechs Sonderpädagogen sind fest an der EGG eingestellt. Daneben bildet die Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck auch seit mehr als zwei Jahren Referendare für das sonderpädagogische Lehramt aus.
Link: zum EGG

 

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news-1756Mon, 17 Feb 2020 15:07:22 +0100Klimafasten vom 26.02. bis 12.04.2020http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/so-viel-du-brauchst-fastenaktion-fuer-klimaschutz-klimagerechtigkeit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d2383b421986fa7bf9fa7f5a0eae7497Was brauche ich wirklich für ein gutes Leben? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Klimafastenaktion 2020.

Luft zum Atmen, gesundes Essen, sauberes Wasser – und ein Klima, das Leben ermöglicht. Vieles andere ist dagegen eher zweitrangig, manches überflüssig, anderes belastet sogar unnötig. Warum nicht die Fastenzeit nutzen um über das nachzudenken, was man wirklich braucht und was man im Alltag ändern kann, um das Klima zu schützen? In der Fastenzeit 2020 – von Aschermittwoch bis Ostersonntag – lädt die Fastenaktion „Soviel Du brauchst“ deshalb zum nunmehr sechsten Mal ein, sich sieben Wochen lang Zeit zu nehmen um zu erproben, wie es sich klimafreundlicher leben lässt.

Klimafasten – das können Sie für sich alleine oder mit ihrer Familie. Oder Sie treten einer Klimafastengruppe bei, um sich mit anderen Menschen auszutauschen und zu bestärken. Wie wär's mit einer Andachtsreihe oder einer Gemeindeaktion anlässlich des Klimafastens? Alle Materialien dazu finden sie auf der verlinkten Website. Klimafasten geht übrigens auch ökumenisch.

Kernstück der Fastenkampagne ist die 24-seitige Klimafasten-Broschüre. Diese begleitet Sie durch die gesamte Passionszeit. Woche für Woche gibt es zu jedem Thema einen einleitenden Text, ein Zitat oder Bibelspruch und natürlich Tipps für Ihren Alltag.

Die Fastentipps wurden für dieses Jahr umfassend neu gestaltet. Zum Beispiel wird in der vierten Woche angeregt, bewusster mit Smartphone, Computer und Internet umzugehen. Denn die intensive Nutzung des Internets, gerade von Streamingdiensten u.a., verursachen große Emissionen. Aber auch die Herstellung und die Entsorgung der Geräte wirken sich vielfach negativ aus, auf Mitmenschen und auf die Schöpfung.

Auf der neu gestalteten Website der Aktion Klimafasten finden sich Informationen und vielfältige Materialien zu den verschiedenen Themen. Und über den Instagram-Kanal @sovieldubrauchst wird die Aktion regelmäßig mit Impulsen und Eindrücken begleitet. Hier werden, während der 6. Fastenwoche, Jugendgruppen aus dem Kirchenkreis Recklinghausen den Instagram-Kanal maßgeblich gestalten.

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news-1757Mon, 17 Feb 2020 14:12:18 +0100Evangelischer Theologe Eckhard Lessing gestorbenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/verdienste-fuer-theologie-und-westfaelische-kirche/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9c80de813d4b4fbaae8cf9d8fd690a7cDer langjährige Direktor des Seminars für Systematische Theologie und des Instituts für Ökumenische Theologie an der Universität Münster, Eckhard Lessing, ist tot. Der emeritierte Theologieprofessor starb am 6. Februar im Alter von 84 Jahren, wie die Hochschule am Donnerstag mitteilte. 

„Die Evangelisch-Theologische Fakultät an der Westfälischen Wilhelms-Universität trauert um einen Kollegen, für dessen Lehren, Forschen und Kollegialität sie sehr dankbar ist“, erklärte Dekan Hans-Peter Großhans. Fast ein Vierteljahrhundert habe Lessing an der Fakultät gelehrt und dabei ihren Weg maßgeblich mitgeprägt. 

Auch nach seiner Emeritierung im Jahr 2000 habe er seine Forschungen fortgeführt und drei Bände zur "Geschichte der deutschsprachigen evangelischen Theologie von Albrecht Ritschl bis zur Gegenwart" veröffentlicht. Mit der Publikation, die er aufgrund zum Teil schwerer Erkrankungen ab 2009 nicht mehr fortsetzen konnte, habe er die herkömmlichen Theologiegeschichtsschreibungen um eine bemerkenswerte neue wissenschaftliche Perspektive bereichert, betonte Großhans.

In der Evangelischen Kirche von Westfalen hat sich Lessing über viele Jahre hinweg mit seiner Expertise im Theologischen Ausschuss der Landeskirche eingebracht.

Der gebürtige Chemnitzer Eckhard Lessing studierte den Angaben nach Theologie in Bethel, Tübingen und Göttingen, wo er promovierte. Vor seinem Wechsel nach Münster 1976 war Lessing an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Mainz tätig. Seine Forschungsschwerpunkte waren die Lehre von der Kirche, Zukunftsfragen der Ökumene sowie die Geschichte der Theologie im 19. und 20. Jahrhundert. (epd/ EKvW)

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news-1755Tue, 11 Feb 2020 14:06:02 +0100Schüler-Infotagung über den Pfarrberuf in Haus Villigst http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/erste-abitagung-2020-ein-voller-erfolg/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b4cda85d24368d609f0a935b405fb935Am 8./9. Februar fand wieder eine Schüler-Infotagung über den Pfarrberuf in Haus Villigst (Schwerte) statt. Insgesamt angemeldet hatten sich 15 Schülerinnen und Schüler aus ganz Westfalen, ein großer Teil davon noch mindestens ein Jahr vor dem Abitur.

Viele hatten sich zuvor bereits mit dem Beruf auseinandergesetzt und konkrete Fragen mitgebracht. Dabei zentral: „Werde ich den Anforderungen gerecht?“ Als Gesprächspartner standen die Studierenden Jonathan Reimann, Maren Günther und Eva Meisel zur Verfügung, die aus ihrer Sicht Informationen zum Studienfach beisteuerten. „Die drei Sprachen sind zwar nicht leicht, aber es ist eine machbare Aufgabe. Vor allem lernst Du in dieser Zeit noch mal zu lernen“, so brachte es eine der Studierenden auf den Punkt. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren darüber hinaus von Jan Philipp Turck aus erster Hand, wie es ist, einige Semester im Ausland zu studieren und von Antonia Rumpf, welche Möglichkeiten ein Promotionsvorhaben bietet.

Weitere Gesprächspartner waren Tabea Esch und Holger Gießelmann, die aus ihrer Arbeit als Pfarrerin oder als Pfarrer berichteten. Eine vielgestellte und ernst gemeinte Frage war: „Wie steht es denn mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf?“ Dass die Erwartungen an den Beruf groß sind war den Schülerinnen und Schülern klar. Die erfahrenen Pfarrerinnen und Pfarrer berichteten, wie am besten mit den Anforderungen umzugehen ist und wie sich der Beruf mit Privat- und Familienleben vereinbaren lässt.

„Aus erster Hand“

Auch geistliche Impulse standen auf dem Programm: Die Studierenden hatten eine Andacht zum Thema „Herzensdinge“ - also die Angelegenheiten, die einen Menschen emotional beschäftigen und binden - vorbereitet. Am Sonntag ging es um die Geschichte von den anvertrauten Talenten. „Mach was draus, aus dem was dir als Gabe mitgegeben wurde“, so lautete die Botschaft des Gottesdienstes am Sonntagmorgen, der von allen gemeinsam vorbereitet und gestaltet worden war. Fazit: mit Talenten sollte man am besten handeln und sie nicht vergraben.

Am Ende stand ein durchgehend positives Resümee – die Tagung hatte sich gelohnt. 13 Jugendliche meinten am Ende der Tagung: in diesem Beruf liegt Sinn. 10 fanden, dass man in diesem Beruf sein Talent gut einsetzen könne. Für 12 Teilnehmende kommt der Pfarrberuf auch nach der Tagung noch in Frage. „Bei welchem anderen Beruf bekommt man so viele Informationen aus erster Hand“, fasste es einer der Teilnehmenden zusammen.

Im kommenden Jahr soll die Organisationsform der Tagung verändert, dabei vor allem der Kreis der eingeladenen Schülerinnen und Schüler erweitert werden. Denn neben dem Pfarrberuf gibt es eine Reihe weiterer attraktiver Berufe in der evangelischen Kirche – warum also nicht auch darüber informieren? Über Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, über Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen und natürlich auch über Pfarrerinnen und Pfarrer.

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news-1754Mon, 10 Feb 2020 13:56:13 +0100Fastenkalender 2020 der Werkstatt Bibel http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/40tage-40orte-bis-ostern-mit-der-bibel/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5cbf2ec39a1aa302e117dad046aeeca2Die Werkstatt Bibel bietet auch in diesem Jahr einen digitalen Fastenkalender an. Von Aschermittwoch bis Ostermontag wird sie auf ihren Facebook- und Instagram-Kanälen sowie in WhatsApp-Gruppen täglich ein Bild und einen Text zu einem biblischen Ort posten.

Die Texte liefern Informationen zum jeweiligen Ort, Vorschläge für Bibeltexte zum Lesen, Impulse zum Weiterdenken und Anknüpfungspunkte für das eigene Leben. Leitend ist dabei Psalm 139,9+10: „Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“

Die biblischen Geschichten sind nicht nur als Zeugnis einer (vergangenen) linearen Zeit zu verstehen. Gerade die Lebensgeschichten vieler Personen an besonderen Orten erreichen uns vielmehr als sich wiederholende Geschichte.
„Du kommst auch drin vor“ heißt die Biographie von Hanns Dieter Hüsch. Das könnte auch eine Überschrift der Bibel sein. Wenn wir biblische Geschichten als Möglichkeit wahrnehmen, das eigene Leben in einem Spiegel zu betrachten, bekommen wir Handlungsoptionen vorgestellt, wie wir wie wann auf was auch immer reagieren können.

Wie kann man mitmachen? Entweder täglich den Facebook- oder Instagram-Account der Werkstatt Bibel anklicken oder die Texte auf der Homepage verfolgen. Wer die täglichen Impulse lieber direkt auf’s eigene Handy haben möchte, kann sich dafür per E-mail unter info@werkstatt-bibel.de anmelden.

Das Ganze ist eine Aktion der von Cansteinschen Bibelanstalt in Westfalen e.V. und dem Institut für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste der Ev. Kirche von Westfalen.

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news-1753Fri, 07 Feb 2020 12:22:52 +0100Innovationsfonds der Landeskirche fördert kirchliche Start-ups mit drei Millionen Eurohttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/jetzt-gehts-los-teamgeist-sucht-innovative-projektideen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=39573e4a3484c31a056b2e5843e64b99„Endlich geht es los. Richtig los“, freut sich Vizepräsident Ulf Schlüter über den Start von TeamGEIST. Ab sofort sucht die Evangelische Kirche von Westfalen „Start-ups für die Kirche von morgen“. Zukunftsweisende Projekte und Modelle christlichen Lebens werden aus einem eigens geschaffenen Innovationsfonds gefördert.

„Gesucht sind Menschen und Initiativen mit Ideen, Engagement und Gründungsmut, die christliches Leben in ihren Bezügen neu gestalten und zum Leuchten bringen“, so Schlüter. Gemeinsam mit Pfarrer Andres Michael Kuhn, Geschäftsführer des Innovationsfonds, stellte er das Projekt am Freitag (7. Februar) vor Journalisten in Bielefeld vor.

„TeamGEIST“, so Schlüter, der als Dezernent für das Projekt verantwortlich ist, „weist als Name des Innovationsprozesses darauf hin, dass insbesondere Vernetzung und Zusammenarbeit vor Ort gefragt sind. Ausgestattet ist der Fonds für die Jahre 2020 bis 2025 mit insgesamt drei Millionen Euro und einer Geschäftsstelle, die die Projekte und den Auswahlprozess begleiten wird.“ Zudem habe die westfälische Kirchenleitung eine Projektgruppe berufen, die den Prozess vorantreiben soll.

Gefördert werden kleine Projekte mit bis zu 20.000 Euro sowie mittlere und große Projekte mit Summen von 20.000 bis maximal 200.000 Euro, die sich über mehrere Jahre verteilen. Allerdings: „TeamGEIST ist als Zuschussgeber keine Stiftungsbank“, stellt Andres Michael Kuhn klar, sondern biete den Mitwirkenden in erster Linie „einen Startplatz und einen Gründungsraum zur Vernetzung für eigene Projektentwicklungen“.

Neben finanzieller Unterstützung gibt’s nämlich auch praktisches Know-how: „Wir besprechen gemeinsam die Projektideen, ermutigen, im Quartiersraum Kooperationspartner zu gewinnen und begleiten die Bewerberinnen und Bewerber auf ihrem Weg von der Idee bis zur Umsetzung.“

Die nächsten Termine:

  • TeamGEIST Kick-off
    Samstag, 14 März 2020, von 11.30 bis 15 Uhr in der der Ev. Stadtkirche St. Petri Dortmund
     
  • TeamGEIST Workshop-Tag
    Samstag, 9. Mai 2020, von 9.30 bis 16 Uhr im Wilhelm-Hansmann-Haus, (direkt bei S/U Stadthaus), Märkische Straße 21, Dortmund
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news-1752Fri, 07 Feb 2020 12:10:35 +0100Neuer Superintendent im Evangelischen Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorstenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kreissynode-waehlt-pfarrer-steffen-riesenberg/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f2c920120ab3881565c8767f6920f0acSteffen Riesenberg wird neuer Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Gladbeck-Bottrop-Dorsten. Die Kreissynode wählte den 37-jährigen Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrop auf ihrer Tagung in der St. Stephani-Kirche in Gladbeck zum Nachfolger von Pfarrer Dietmar Chudaska, der auf eine zweite Amtszeit verzichtet hatte. 

Riesenberg setzte sich im ersten Wahlgang mit 43 Stimmen gegen seine Mitbewerberin Pfarrerin Renate Wefers aus Vlotho durch.

„Meine ersten Schritte als Superintendent werden mich in die Gemeinden führen“, kündigte Riesenberg vor der Synode an. „Bottrop kenne ich natürlich ganz gut, so dass ich zuerst die Gemeinden in Gladbeck und Dorsten besser kennenlernen möchte“. Dazu wolle er die Begegnung suchen – mit den Presbyterien und den Gottesdienstgemeinden. „Wichtig ist mir von Anfang an auch der Kontakt zum Diakonischen Werk und zu unseren Nachbarn im Kirchenkreis Recklinghausen.“

Für Riesenberg sind drei Themenbereiche im Moment besonders dringlich: „In einem Konzeptionsprozess wollen wir uns vergewissern, wie wollen wir als Kirche für die Menschen hier sein?“ Sei diese Frage geklärt, werde die Frage, welche Strukturen dafür gut seien, leichter zu beantworten sein. Sowohl mit Blick auf die Trägerschaften als auch auf die Vereinigung mit dem Kirchenkreis Recklinghausen.

Da man im Kirchenkreis die Trägerschaften neu durchdenkt, sehe er es als seine Aufgabe als Superintendent an, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen. Sorgen mache ihm das neue kirchliche Finanzsystem, räumte Riesenberg ein, den auch die Zukunft des Pfarrdienstes beschäftigt. „Wie können wir angesichts fehlender Theologinnen und Theologen die Pfarrstellen in unserem Kirchenkreis auch in Zukunft attraktiv machen?“ 

Besonders am Herzen liege ihm die kirchliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, unterstrich Steffen Riesenberg. „Auch als Superintendent möchte ich da einen Schwerpunkt setzen.“ Er fände es darüber hinaus schön, wenn er in den Gemeinden und Kirchen im Kirchenkreis hin und wieder predigten könnte. „Ich will gerne Pfarrer und Prediger bleiben.“

Der designierte Superintendent unterstrich, dass sich die Kirche für die Schwachen stark machen müsse und zeigte klare Kante gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus, nicht zuletzt mit Blick auf die jüngsten Ereignisse in Thüringen.
Den Beschluss der Synode für die Hauptamtlichkeit im Superintendentenamt deutete Riesenberg auch als Wunsch an einem „mehr“ an Kirchenkreis. „Für Ideen dazu bin ich offen.“ Er habe in seinem Leben viele Erfahrungen mit Umbrüchen, Abbrüchen und Aufbrüchen gesammelt und gemerkt: „Der Wandel macht mir keine Angst.“ Das reize ihn an der neuen Aufgabe: „Veränderungen begleiten und gestalten zu können.“ Mit offener und transparenter Kommunikation auf allen Ebenen des Kirchenkreises.

Steffen Riesenberg ist in Horn-Bad Meinberg in Ostwestfalen geboren und aufgewachsen. Das Theologiestudium führte ihn nach Bonn und Göttingen. 2007 wanderte er nach Schweden aus, hat dort sein Examen gemacht und ist 2010 in der schwedisch lutherischen Kirche ordiniert worden. In der Hauptstadt Stockholm hat Riesenberg in einer großen Gemeinde als Kinder- und Jugendpfarrer gearbeitet, bevor er Ende 2014 nach Deutschland zurückkehrte und zum Pfarrer in Bottrop gewählt wurde.
Riesenberg ist seit drei Jahren mit einer Lehrerin verheiratet und Vater eines kleinen Sohnes. 

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news-1751Thu, 06 Feb 2020 11:37:19 +0100Kreissynode im Ev. Kirchenkreis Unna wählt Pfarrer aus Dortmund zum Nachfolger von Hans-Martin Böckerhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/dr-karsten-schneider-wird-nach-wahlmarathon-neuer-superintendent/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=55de65a9b1d701bf1f6df5d333d3cd2eDie Synode des Ev. Kirchenkreises Unna hat am 5. Februar Dr. Karsten Schneider aus Dortmund zum neuen Superintendenten gewählt. Er erhielt erst am Ende eines dreistündigen Wahlmarathons im siebten Wahlgang die erforderliche Stimmenmehrheit.

Am 30. April wird Schneider damit das Amt als leitender Geistlicher des Ev. Kirchenkreises Unna mit seinen ca. 71.000 evangelischen Christen in Bergkamen, Kamen, Unna, Holzwickede und Fröndenberg antreten.

Um gewählt zu werden, wird laut Kirchenordnung die Stimmen der Mehrheit des Bestandes der Synode benötigt. Dies sind 97 Personen, somit waren 49 Stimmen für die Mehrheit nötig. Zur Wahl standen Dorothea Goudefroy aus Menden, Andreas Müller aus Unna und Dr. Karsten Schneider aus Dortmund. Im ersten Wahlgang entfielen auf Goudefroy 22 Stimmen, auf Müller 36 und auf Schneider 31 Stimmen. Beide letzteren traten damit in den zweiten Wahlgang. In den ersten drei Durchgängen konnte dort keiner die Mehrheit erlangen: mit jeweils zwei bis vier Stimmen lag Schneider zwar vorne, aber er erhielt nicht die erforderliche Zahl von 49 Stimmen. So ging es zunächst in eine 40-minütige Personaldebatte, an der nur die stimmberechtigten Mitglieder der Synode teilnahmen. Doch auch in den folgenden zwei Durchgängen, den insgesamt mittlerweile fünften und sechsten, kam es lediglich zu einem Ergebnis von 43 zu 45 bzw 41 zu 47 Stimmen für Schneider. Mit genau den erforderlichen 49 Stimmen gewann Dr. Karsten Schneider den siebten Durchgang.

Dr. Karsten Schneider kommt aus der Nachbarstadt Dortmund neu in den Evangelischen Kirchenkreis Unna. Er hat sich, wie die beiden anderen Bewerber am Samstag vorher, intensiv den Mitgliedern der Synode vorgestellt. „Es ist unglaublich wichtig, wenn sich Kirche jetzt und in Zukunft einsetzt für soziale Gerechtigkeit und auf Missstände aufmerksam macht.“ Dazu bedürfe es, ebenso in den anderen Themen, eines eigenen konsequenten Vorbildes. „Und es ist unbedingt richtig, wenn Kirche die Nachricht von der Liebe Gottes verbreitet, und das fröhlich und bunt.“ In seiner Vision mache Kirche dies alles auch, weil sie sich nicht zu schade sei, zu verändern. „Ich traue unserer Kirche viel zu.“

Pfarrer Dr. Karsten Schneider, geboren 1965, aufgewachsen in Ostwestfalen, studierte in Marburg, Bonn, Bochum und in Rom Evangelische Theologie, Philosophie und Geschichte und promovierte in Theologie an der Ruhr-Universität Bochum. In der Ev. Kirchengemeinde Bochum-Eppendorf folgte das Vikariat, als Pfarrer war Schneider tätig in der Johannis-Kirchengemeinde Witten und seit 2001 ist er in der Ev. Philippus-Kirchengemeinde Dortmund. Bis zur Vereinigung der Dortmunder Kirchenkreise war er Vorsitzender des Strukturausschusses im Kirchenkreis Dortmund-Süd. Im Evangelischen Kirchenkreis Dortmund ist er Vorsitzender des Fachausschusses Bildung (u.a. Begleitung des Ev. Bildungswerkes Dortmund) und hat die Synodalbeauftragungen für Männerarbeit, Gustav-Adolf-Werk und Ev. Bund inne. Schneider lebt in Dortmund, ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Einführung und Abschied

Die Amtseinführung des neuen Superintendenten findet am 30.4. um 17 Uhr in der Ev. Stadtkirche Unna durch die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, statt. In diesem Rahmen wird auch Hans-Martin Böcker verabschiedet.  Er war seit 2015 Superintendent im Evangelischen Kirchenkreis Unna und geht in den Ruhestand.

 

 

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Aktuelles
news-1750Mon, 03 Feb 2020 15:35:13 +0100Erklärung des Friedensbeauftragten der Evangelischen Kirche von Westfalenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gerechten-frieden-exportieren/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ff1ecc295274c1bc8eaf5ee64cfafebfAm 17. Dezember hat die Fachgruppe „Rüstungsexporte“ der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) ihren Rüstungsexportbericht vorgelegt. Dieser belegt: Der weltweite Waffenhandel hat erneut zugenommen. Deutschland liegt auf Platz vier der Rüstungsexportnationen. Auch Staaten in Krisenregionen werden weiterhin mit Waffen beliefert.

Die Nachrichten der letzten Wochen zeigen konkrete Auswirkungen solcher Exporte: Als der Iran am 08. Januar zwei irakische Militärstützpunkte angreift, kommen importierte Waffen zum Einsatz. Am gleichen Tag sterben 176 Menschen, als ihr Flugzeug beim Start in Teheran von zwei Raketen getroffen wird. Diese, von den iranischen Revolutionstruppen abgefeuert, stammten wahrscheinlich aus russischer Produktion. Ein wesentliches Ziel der Libyen-Konferenz am vergangenen Wochenende in Berlin war es, den Import von Waffen zu unterbinden. Denn diese befeuern die kriegerischen Auseinandersetzungen.

Angesichts der konkreten Beispiele für den weltweiten Handel mit Waffen, an dem auch Deutschland beteiligt ist, erklärt der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche von Westfalen, Heiner Montanus:

 

Wir dürfen das Leid und das Sterben anderer nicht in Kauf nehmen. Der Verkauf von Rüstungsgütern bringt mehr und anderes als wirtschaftlichen Aufschwung. Er bringt den Tod. Kriegswaffen sind keine Wirtschaftsgüter wie andere Waren. Ihr Export kann einen Exportweltmeister nicht stolz machen.

Rüstungsexporte in Krisenregionen sind unverantwortlich. Die Politischen Grundsätze zur Rüstungsexportpolitik müssen dem Rechnung tragen.

Koalitionsvereinbarung zur Überarbeitung zum Stopp deutscher Rüstungsexporte in Gebiete mit Krieg oder Kriegsgefahr muss umgesetzt werden.

Die Genehmigung von Rüstungsexporten gehört nicht ins Wirtschaftsministerium, sondern ins Auswärtige Amt.

Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von „Brot für die Welt“, hat Recht: „Mehr Waffen führen nicht zu mehr Frieden.“

Die Bundesregierung hat das richtige Zeichen gesetzt, als sie eine Konferenz zur Lösung der Konflikte in Libyen einberufen hat. Sie vertraut auf Verhandlungen und damit auf gewaltfreie Konfliktlösungen. Dafür ist ihr zu danken.

Ebenso ist ihr zu danken für die Klarstellung, dass importierte Waffen wesentlich dazu beitragen, den Konflikt in Libyen fortzuführen.

Zivile Friedensdienste und Initiativen zur gewaltfreien Konfliktlösung müssen gestärkt werden. Auch finanziell.

Christinnen und Christen begleiten solche Dienste und Initiativen durch Fürbitte und Fürsprache.

 

Heiner Montanus,

Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen

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news-1749Mon, 03 Feb 2020 14:51:15 +0100Fachtagung "Praise 'n' Worship, NGL & Co." über die Kirchenmusik der Zukunft http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/die-gemeinde-braucht-singbare-lieder/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a939a02e270c6d1ac6d7230ab669c37eDie Kirchenmusik muss breiter aufgestellt werden. Das ist das Ergebnis einer Fachtagung der Evangelischen Kirche von Westfalen. Moderne Formen wie Neues Geistliches Lied, Gospel und Worship haben im Gemeindealltag längst ihren Platz erobert. Die Ausbildung von Kirchenmusikerinnen und -musikern muss diesen Bereich neben der traditionellen klassischen Musik sehr viel stärker berücksichtigen.

"Es ist an der Zeit, das Schubladendenken aufzugeben", sagte der Leiter des Instituts für Aus-, Fort- und Weiterbildung der westfälischen Kirche, Peter Böhlemann, am Donnerstag in Witten. "Nur wenn sie gemeinsam auftritt, hat die Kirchenmusik eine Zukunft", betonte auch der in der Landeskirche zuständige Dezernent, Landeskirchenrat Vicco von Bülow. Die Evangelische Kirche von Westfalen sieht er dabei auf einem guten Weg: Mit der Evangelischen Popakademie Witten und der Ausbildung von Popkantorinnen und -kantoren habe man die Weichen in die richtige Richtung gestellt.

Mehr als 100 Pfarrerinnen und Pfarrer, Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker sowie interessierte Gemeindemitglieder diskutierten im Lukaszentrum Witten unter dem Titel "Praise 'n' Worship, NGL & Co." die Frage: "Welche Popularmusik braucht die Gemeinde?“. Die Antwort war eindeutig: Die Gemeinde braucht singbare Lieder, es macht dabei keinen Unterschied, aus welcher Zeit oder Kategorie sie stammen. 

Referenten und Teilnehmer berichteten, wie sehr Richtungskämpfe und Abgrenzungen die Entwicklung von Gottesdiensten und Gemeinden blockieren können. Neben dem Streit, ob der klassische Orgelchoral oder moderne Bandmusik geeigneter sei, kämen auch Auseinandersetzungen um neuere Formen der Musik hinzu. So sehe sich die Worshipmusik, die an vielen Stellen für volle Kirchen sorgt, oft innerkirchlicher Kritik ausgesetzt. „Die Lobpreisszene verengt das biblische Gottesbild auf den Vater und König, und sie hat die Tendenz, den christlichen Glauben ganz auf das individuelle Wohlgefühl im Moment der Anbetung zu reduzieren“, bemängelte etwa der Publizist Andreas Malessa. Vielen Kirchenmusikern und Pfarrerinnen sei sie auch musikalisch zu simpel in Aufbau und Textform. „Da wird ein Vers dreimal wiederholt und nur ein Wort dabei ersetzt“, so Malessa.

Neues geistliche Lied stammt aus den 60ern

Allerdings seien auch andere, vermeintlich moderne Formen der Kirchenmusik für weite Teile der Bevölkerung längst veraltet. „Das sogenannte neue geistliche Lied stammt aus den 60ern, die Musik, die wir im Radio oder Internet hören, ist längst weitergegangen“, erklärte Experte Malessa. Notwendig sei es aber nicht, derartige Ansätze wie Worship, Gospel oder NGL aufzugeben, sondern sie weiterzuentwickeln. Außerdem werde es immer wichtiger, Musik nicht nur vorzutragen, sondern die Gemeinde anzusprechen, ihre Emotionen zu wecken und sie zum Mitsingen zu bringen, so Malessa. 

An dieser Stelle betonten etliche der anwesenden Kirchenmusikerinnen und - musiker, dass ihre Ausbildung sie auf derartige Aufgaben nicht vorbereite. Ansätze wie der Evangelischen Kirche von Westfalen, inzwischen auch Pop-Kantoren auszubilden, seien ein Schritt in die richtige Richtung. Notwendig sei aber, nicht nur Teilzeitstellen, sondern ausreichend 100-Prozentstellen einzurichten. Wo das einer Gemeinde alleine nicht möglich sei, solle man über Kooperationen  mit Nachbargemeinden nachdenken. Dabei dürfe auch die Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche kein Tabu sein. (Gerd-Matthias Hoeffchen)

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news-1748Thu, 30 Jan 2020 09:20:29 +0100 LWL zeichnet die evangelische St. Paulikirche in Soest als Denkmal des Monats aushttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/sanierung-in-vorbildlicher-qualitaet/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=61f2f64ecd1d08227617c71c85c18d66Die evangelische Kirchengemeinde St. Pauli hat das Dachwerk der St. Paulikirche in Soest in der Zeit von 2017 bis 2018 instandgesetzt und saniert sowie das Langhaus und den Turm neu eingedeckt. Deshalb hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die St. Paulikirche jetzt als Denkmal des Monats ausgezeichnet.

„Die Kirchengemeinde hat die Baumaßnahmen mit großem handwerklichen und finanziellen Aufwand in vorbildlicher Qualität ausgeführt“, lobt LWL-Denkmalpfleger Dr. Bruno Kretzschmar. „So wurde der Turmhelm nach 100 Jahren erstmals wieder vollständig mit Blei eingedeckt und das Langhausdach mit einem Naturschiefer. Damit ist die historische Dachlandschaft der Soester Kirchen weitgehend wiederhergestellt.“

Das Dach der evangelischen St. Paulikirche zählt neben dem der Wiesenkirche zu den bedeutenden, weitgehend erhaltenen gotischen Kirchendächern der Stadt Soest und ist von überregionaler Bedeutung. Die LWL-Experten haben durch dendrochronologische Untersuchungen (Baumringdatierung) nachgewiesen, dass die Dachkonstruktion in mehreren Etappen zwischen 1365/66 und 1405/06 errichtet wurde. „Damit konnten wir die bisherigen Datierungen und die Bauphasen präzisieren“, so Kretzschmar.

Die Sanierung war nötig geworden, weil durch Undichtigkeiten im Bereich des Daches am Fuß des Dachwerkes nach und nach immer größere Schäden aufgetreten waren, woraufhin auch die Holzverbindungen nachgaben. Diese Schäden wurden bei der Sanierung instandgesetzt. Das Langhausdach erhielt nun statt der Dachpfannendeckung wieder einen Naturschiefer in „altdeutscher Deckung“, wie es zuletzt 1957 der Fall war. Das entsprach sowohl dem Wunsch der Kirchengemeinde als auch der denkmalpflegerischen Zielsetzung.

Anders verhielt es sich beim Turm, bei dem der Naturschiefer durch eine Bleideckung ersetzt wurde. Denn bauhistorische Recherchen haben ergeben, dass der Turm ursprünglich so eingedeckt war. Im Vorfeld wurde das Turmdach mit Netzen gesichert, da die Schieferdeckung zum Teil akut absturzgefährdet war.

Möglich wurden die Arbeiten, weil die Kirchengemeinde die Kirche seit 2010 teilweise als Kolumbarium nutzt, in dem Urnen beigesetzt werden, und so einen Teil der nötigen Mittel erwirtschaftet hat. Dazu kamen noch Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und Bundesmittel.

Hintergrund

Die evangelische St. Paulikirche in Soest ist seit 1986 eingetragenes Baudenkmal. Sie wird aber schon seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert vom westfälischen Denkmalpflegeamt betreut. Die typische dreischiffige, westfälische Hallenkirche mit stattlichem Westturm wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts errichtet, indem sukzessive von Westen nach Osten der spätromanische Vorgängerbau ersetzt wurde.

 

 

 

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news-1747Wed, 29 Jan 2020 08:14:08 +0100Drei Kandidierende für die Superintendentenwahl im Kirchenkreis Unna http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/so-wird-ueber-die-nachfolge-von-hans-martin-boecker-entschieden/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a51c7bd095f4642a614a0e8a22b07f89Der Evangelische Kirchenkreis Unna geht Anfang Februar in großen Schritten auf die Neubesetzung des Superintendentenamtes zu: Eine Vorstellung der Kandidierenden findet am 1. Februar und die Wahl am 5. Februar statt.

Drei Kandidierende stehen zur Wahl: Dorothea Goudefroy aus Menden, Andreas Müller aus Unna und Dr. Karsten Schneider aus Dortmund sind aus dem Nominierungsverfahren hervorgegangen. Damit die Mitglieder der Kreissynode eine Entscheidung treffen können, stellen sich zunächst alle drei vor. Am 1. Februar um 10.30 Uhr beginnt die hierfür einberufene Synodalversammlung im Ev. Gemeindehaus Heeren-Werve. Jeweils eine Viertelstunde haben alle drei Zeit, um einen Einblick in das eigene Denken, Glauben und Leben zu geben. Anschließend begegnen sich die Kandidierenden in einer moderierten Fragerunde, mit vorbereiteten Fragen ebenso wie mit Fragen aus dem Publikum.

Am darauffolgenden Mittwoch, 5. Februar, kommt die Kreissynode zu einer Sondertagung zusammen. Im Gemeindehaus Kamen, Schwesterngang, beginnt die Wahl um 17 Uhr. Gewählt ist, wer die Mehrheit der Stimmen der Mitglieder der Kreissynode erhält, unabhängig von der Zahl der Anwesenden. Erhält niemand die erforderliche absolute Mehrheit, stehen die beiden Kandidaten, auf die die meisten Stimmen entfallen sind, im zweiten Wahlgang. Gewählt ist, wer dann die erforderliche Stimmenzahl erhält. Die Wahl bedarf dann noch der Bestätigung durch die Landeskirche. Nicht zuletzt aus diesem Grund nehmen Vertreter der Ev. Kirche von Westfalen an der Wahlsynode teil.

Die Amtsgeschäfte beginnen für die oder den neuen Superintendentin oder Superintendenten nach der Einführung in das Amt. Am 30. April geschieht dies in einem Gottesdienst in der Ev. Stadtkirche Unna gemeinsam mit der Verabschiedung von dem dann aus dem Amt scheidenden Superintendenten Hans-Martin Böcker.

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