Aktuelles :: EKvW.dehttp://www.evangelisch-in-westfalen.dedeEvangelische Kirche von Westfalen, LandeskirchenamtFri, 14 Dec 2018 13:47:50 +0100Fri, 14 Dec 2018 13:47:50 +0100TYPO3 EXT:newsnews-1400Thu, 29 Nov 2018 14:29:14 +0100Wieder da: der WhatsApp-Adventskalender der Evangelischen Kirche von Westfalenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/mit-24-tage-vorfreude-durch-den-advent/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a28bef381bc43585dd6d14dacdda081cAuch in diesem Jahr gibt es ihn wieder – den Adventskalender der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Und zwar, wie schon in den vergangenen zwei Jahren, per WhatsApp direkt aufs Smartphone. Vom 1. Bis 24. Dezember verschickt die westfälische Landeskirche täglich eine Nachricht mit einem adventlichen Gruß.

Das Thema in diesem Jahr heißt „Advent, Advent … 24 Tage (Vor)Freude“. Drei Wochen lang laden kurze Texte und Bilder dazu ein, sich zu öffnen für die (Freuden-)Botschaft: die Geburt Jesu Christi, die an Weihnachten gefeiert wird. Das virtuelle „Türchen“ können WhatsApp-Nutzerinnen und -Nutzer einfach da öffnen, wo sie gerade sind. Die Nachrichten werden täglich ab 8 Uhr versandt. Wer kein WhatsApp benutzt, kann die Einträge auch online ansehen. (MedienInfo 89/2018)

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news-1417Fri, 14 Dec 2018 12:39:59 +0100„Holywood“ - Kirchenmusik im Kinosound am Sonntag in Bochumhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ganz-grosses-kino/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3428665de4536206a5cef422976acff0„Holywood“ ist ein Projekt des Musikers Christian Schnarr, dass am kommenden Sonntag, dem 16.12. um 14.30 Uhr im Union Filmtheater (Bochum) aufgeführt wird.

Das Projekt verbindet Geistliches mit Cineastik: traditionelle und neue geistliche Lieder wurden im Stil der Filmmusik neu für Orchester arrangiert, aufgenommen und nun auf der Leinwand gezeigt. Dazu begleitet Christian Schnarr live auf dem Klavier.

„Als Filmmusikfan bin ich immer wieder fasziniert davon, wie sehr eine gut komponierte und gespielte Filmmusik in der Lage ist, emotional zu bewegen, unterbewusst an vorausgegangene Filmsequenzen zu erinnern und eine Verbindung zwischen der Geschichte und mir zu schaffen“, so Schnarr. Deshalb will er geistliche Musik neu erlebbar machen.

Zusammen mit dem German Pops Orchestra und dessen Leiter Professor Bernd Ruf hat Schnarr das Projekt eingespielt und einen Film produziert; die Klavierbegleitung übernimmt Christian Schnarr selbst. Der Evangelische Kirchenkreis Bochum ist Veranstaltungspartner des Konzertes.

Weitere Aufführungsorte sind:

  • 10.01.2019 Central Kino Center Dorsten
  • 09.03.2019 Kath. Akademie Mülheim
  • 14.05.2019 Ev. Pop-Akademie Witten
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news-1416Fri, 14 Dec 2018 12:30:04 +010003.-05. Januar 2019: Ferienkurse an der Hochschule in Herford-Wittenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/von-orgel-bis-pop/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e18cef0de38e5d52b566fef5d41065c5Die Hochschule für Kirchenmusik Herford-Witten bietet für musikbegabte junge Menschen einen Ferienkurs vom 03.-05. Januar 2019 an.

Es findet Gruppen- und Einzelunterricht durch die Dozenten der Hochschule in verschiedenen Fächern statt. Dadurch bietet sich die Gelegenheit, einen Einblick in das Studium und die Berufsaussichten zu erlangen.
Alternativ findet am 05. Januar ein verkürztes Programm als Informationstag statt.

Auf dem Programm stehen:

  • Unterrichtsstunden in Orgelliteratur/-improvisation, Klavier, Chroleitung, Gesang, Tonsatz, Gehörbildung, Musikgeschichte, Popularmusik etc.
  • Orgelführung in St. Marien
  • Gespräche mit Studierenden der Hochschule

 

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news-1415Fri, 14 Dec 2018 11:23:50 +0100Ehrengäste: Ministerpräsident Laschet und seine Amtsvorgängerhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/steinkohlenbergbau-endet-gottesdienst-im-essener-dom-live-im-wdr/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=565e5b23cae0c7c55c4d488f46bdd3e4Mit einem feierlichen Fernsehgottesdienst im Essener Dom verabschieden die katholische und die evangelische Kirche am Donnerstag, 20. Dezember, um 17 Uhr gemeinsam den Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet.

Einen Tag vor der offiziell letzten Förderschicht des Bergwerks Prosper-Haniel in Bottrop wollen der katholische Bischof Franz-Josef Overbeck (Essen) und Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland) gemeinsam mit Hunderten Besuchern für den Wohlstand danken, den die Arbeit der Bergleute der Region und der ganzen Bundesrepublik gebracht hat. Zugleich sollen in dem live vom WDR übertragenen Gottesdienst die Herausforderungen und Sorgen einen Platz haben, die mit dem Ende dieser traditionsreichen Industrie verbunden sind. Als Ausdruck der guten ökumenischen Verbundenheit zwischen dem Bergbau und den Kirchen halten Bischof Overbeck und Präses Rekowski gemeinsam eine Dialogpredigt. In dem Gottesdienst wirkt auch Präses Annette Kurschus mit, die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Als Ehrengäste werden neben NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und seinen Amtsvorgängern Hannelore Kraft, Jürgen Rüttgers und Wolfgang Clement auch der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm teilnehmen. Auch zahlreiche Oberbürgermeister aus Ruhrgebietsstädten sind mit dabei. Neben Michael Vassiliadis, dem Vorsitzenden der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, werden im Essener Dom die Vorstandsvorsitzenden des RAG-Konzerns, Peter Schrimpf, und der RAG-Stiftung, Bernd Tönjes, erwartet sowie die Vorstandsvorsitzenden von Evonik, Christian Kullmann, und Eon, Johannes Teyssen. Aus den Kirchen nehmen außerdem teil: der frühere Essener Bischof Felix Genn aus Münster, Bischof Helmut Dieser aus Aachen und Erzbischof Hans-Josef Becker aus Paderborn.

Nach der Feier ziehen die Gottesdienstteilnehmer zusammen mit Bergknappen vom Dom durch die Essener Innenstadt zur evangelischen Kreuzeskirche, wo der Abend mit einem Empfang der evangelischen Kirche schließt. (MedienInfo 95/2018)

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news-1414Wed, 12 Dec 2018 14:29:26 +01003. Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit: Abschlussgottesdienst in Kattowitzhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/1800-kilometer-fuer-den-klimaschutz/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ab3b2c2921441d8354c1f225ae2d72a8Mit einem ökumenischen Gottesdienst am Rande der UN-Klimakonferenz in Kattowitz haben die deutsch-polnischen Klimapilger am Sonntag den Abschluss ihres fast 1.800 Kilometer langen Wegs gefeiert - und ihre Forderungen nach besserem Klimaschutz bekräftigt. Sie waren am 9. September am Ort der UN-Klimakonferenz 2017 in Bonn gestartet und durchquerten auf dem Weg in die polnische Stadt unter anderem die drei großen deutschen Braunkohlereviere.

Die Ambitionen der Staaten in ihren Klimaanstrengungen müssten deutlich erhöht werden, fordern die Klimapilger. Bisher bewege sich die Erde mit den Selbstverpflichtungen der Staaten auf eine um drei Grad Celsius wärmere Welt zu. Angestrebt werden höchstens zwei Grad Erderwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Es sei unabdingbar, einen Ausstieg aus dem Verbrennen der fossilen Energien und einen menschengerechten Umgang mit klimabedingten Schäden, Vertreibung und Migration zu erreichen.

Die Klimapilger fordern unter anderem ein verbindliches Regelwerk zur Umsetzung des Pariser Welt-Klimaabkommens von 2015 zur Begrenzung der Erderwärmung, den Ausstieg aus der Kohleverstromung und mehr Gerechtigkeit beim Umgang mit den Auswirkungen der Klimaveränderungen. Ende November wurden die Forderungen in Berlin auch an Vertreter der Bundesregierung und der Kohlekommission übergeben.

Zum Gottesdienst luden die Pilger am Sonntag laut der Koordinationsstelle beim Evangelisch-Lutherischen Missionswerk Leipzig in die Christkönigskathedrale in Kattowitz ein. Die Umweltaktivisten legten nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen rund 1.770 Kilometer zurück, bevor sie am Freitag Kattowitz erreichten. Auf ihrem Weg machten sie an 78 Stationen halt, darunter in Düsseldorf, Hannover, Braunschweig, Halle, Leipzig, Dresden, Cottbus, Potsdam und Berlin.

Der dritte ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit wurde von der  Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der katholischen Deutschen Bischofskonferenz sowie einem ökumenischen Bündnis aus 40 Organisationen, Initiativen und Unternehmen unterstützt. Dazu zählen die Hilfswerke "Brot für die Welt" und Misereor sowie das Kindermissionswerk "Die Sternsinger".

In Kattowitz beraten Delegierte aus mehr als 190 Ländern bis Freitag über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Unter anderem geht es um Transparenzregeln und Berichtspflichten für die Klimaschutz-Anstrengungen der Staaten. Verhandelt wird auch über Finanzhilfen für arme Staaten, die besonders unter den Folgen des Klimawandels leiden. (epd)

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news-1408Wed, 12 Dec 2018 13:09:00 +0100Martin Luther King: 2.000 Sängerinnen und Sänger für Musicalaufführung beim Kirchentag gesuchthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ein-traum-veraendert-die-welt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d61169691f0821a3b68ea0af42a14f33Wenn vom 19. bis 23. Juni 2019 ganz Dortmund zum Kirchentag wird, gibt es eine Veranstaltung, bei der allein schon die Zahl der Mitwirkenden jeden Rahmen sprengt: Das neue Chormusical „Martin Luther King – Ein Traum verändert die Welt“ wird am Donnerstag, 20. Juni 2019, in der Westfalenhalle 1 aufgeführt, mit internationalen Musicaldarstellern, Big-Band, Streichorchester – und einem riesigen Chor als Herzstück der Inszenierung.

„Wir suchen bis zu 2.000 Sängerinnen und Sänger, die mitmachen möchten“, sagt Ralf Rathmann, Vorstand der Stiftung Creative Kirche, die das Stück zusammen mit dem Kirchentag auf die Bühne bringt. „Mitsingen kann jeder. Die Stücke sind so angelegt, dass auch Laien Spaß bei den Proben und der Aufführung haben. 1.000 Choristen sind schon angemeldet.“

Es ist dann die zweite Aufführung des Werkes über den vor 50 Jahren ermordeten Friedensnobelpreisträger und Baptistenpastor King und seinen Kampf für eine Welt, die die Menschen nicht nach Hautfarbe, sondern nach Charakter beurteilt. „Kings Traum und sein Mut, gewaltlos Widerstand zu leisten, kann uns noch heute in unserem gesellschaftlichen Engagement als Vorbild dienen“, sagt Christoph Stiba, Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (Baptisten- und Brüdergemeinden), die bei diesem Projekt ebenfalls Kooperationspartner sind. 

Die Uraufführung des Chormusicals von Andreas Malessa (Text), Hanjo Gäbler und Christoph Terbuyken (Musik) findet am 9. und 10. Februar 2019 als ökumenisches Projekt in der Grugahalle in Essen statt. „Das Stück nimmt in einer gelungenen Mischung aus Gospel, Rock’n‘Roll, Motown und Pop die Zuschauer mit in eine Zeit, die erstaunlich viele Parallelen zu unserer Gegenwart hat“, sagt Wolfgang Beiderwieden, stellvertretender Pressesprecher der Evangelischen Kirche im Rheinland, „die Songs sind einfach klasse. Nun sind wir gespannt auf die Umsetzung und die Reaktionen des Publikums.“

Großer Chor probt abwechselnd dezentral und gemeinsam

Das Nachfolgeprojekt des vielumjubelten Pop-Oratoriums „Luther“ aus dem Reformationsjahr wird wieder einen riesigen Chor in Szene setzen: Dessen Sängerinnen und Sänger bereiten sich dezentral an ihren jeweiligen Wohnorten vor, proben zwischendurch in großer Runde und singen dann auf dem Kirchentag gemeinsam die Aufführung in der großen Westfalenhalle 1. Für Andreas Duderstedt, Pressesprecher der Evangelischen Kirche von Westfalen, ein besonderer Grund zur Freude: „Wir hatten schon die Pop-Oratorien ,Luther‘ und ,Die 10 Gebote‘ in der Westfalenhalle, beidesmal ein großartiges Erlebnis. ,Martin Luther King‘ zum Kirchentag nach Dortmund zu holen war da nur folgerichtig.“

Besonders attraktiv ist die Möglichkeit zur doppelten Teilnahme: „Wer sich zum Mitsingen beim Chormusical anmeldet, erhält einen Ausweis, der zum Besuch aller Kirchentagsveranstaltungen während der fünf Tage berechtigt“, sagt Carsten Kranz vom Vorstand des Kirchentags.

Im Rahmen der Aktion Gospel für eine gerechtere Welt unterstützt das Musical ein Projekt von Brot für die Welt im Norden Kenias, das den Zugang zu sauberem Trinkwasser sichert. Weitere Aktionspartner sind die Bank im Bistum Essen und die Versicherer im Raum der Kirchen. Die begleitende Bildungskampagne wird gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW. Das Chormusical in Dortmund ist ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Evangelischen Kirche im Rheinland und des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland.

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Kirchentag 2019GemeindenMitarbeitende
news-1413Tue, 11 Dec 2018 16:29:38 +0100Präses Annette Kurschus würdigt Christuskirche in Grevenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gesegnet-und-gestaerkt-in-den-alltag/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b72b76c76a507f9406a6084f6c49818fPräses Annette Kurschus hat die Christuskirche in Greven zu ihrem 125. Kirchenjubiläum gewürdigt. „Wir brauchen Orte wie diese Kirche. Orte, die anders sind als die Räume, in denen wir uns sonst bewegen“, sagte Kurschus in ihrer Festpredigt.

Auch Städte und Kommunalgemeinden benötigten solche Orte, die anders als Privaträume, Büros oder Fabriken seien. „Denn hier begegnen wir nicht uns selbst, sondern dem ganz Anderen“, sagte die leitende Theologin der viertgrößten Landeskirche. „Und hier werden wir von einer Hoffnung angesteckt, die uns hilft zu leben.“

Vor dem Bau der Kirchen hätten sich die dortigen evangelischen Christen sonntags im Gottesdienstzimmer im Grevener Bahnhofsgebäude getroffen, sagte Kurschus weiter. Der Weg zur evangelischen Kirche nach Emsdetten sei beschwerlich gewesen. Manche hätten sich nach Münster zum Gottesdienst aufgemacht, andere hätten die katholischen Gottesdienste am Ort besucht. Schließlich sei mitten im katholischen Kernmünsterland der Bau einer evangelischen Kirche geplant worden.

Seitdem seien 125 Jahre ins Land gegangen, in denen sich Grevener Christuskirche Tag für Tag und Jahr für Jahr gefüllt habe mit Lebensgeschichten und Glaubensgeschichten von Männern, Frauen und Kindern, sagte Kurschus in ihrer Predigt. Hier würden Menschen auch heute mit ihrem Glauben ein Zuhause finden: „Von hier aus gehen sie gesegnet und gestärkt in den Alltag. Als Salz der Erde und als Licht der Welt.“ (epd)

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news-1412Tue, 11 Dec 2018 15:53:42 +0100Arnsberger Superintendent Pfarrer Alfred Hammer feierlich aus seinem Dienst verabschiedethttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wer-das-glaubt-kann-wunder-erleben/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=34ca6f244c0009864d69df900010866c35 Jahre lang war Alfred Hammer Pfarrer in der Kirchengemeinde Marsberg, davon leitete er neun Jahre als nebenamtlicher Superintendent den Kirchenkreis Arnsberg. Am Freitag vor dem Zweiten Advent wurde er von Präses Annette Kurschus, leitender Theologin der Ev. Kirche von Westfalen,  in einem feierlichen Gottesdienst von beiden Diensten entpflichtet.

Höhepunkte seiner Amtszeit waren die Feste anlässlich eindrucksvoller Jubiläen: 50 Jahre Kirchenkreis Arnsberg im Jahr 2014 und 500 Jahre Reformation im Jahr 2017. Viel Energie steckte er in die Vorarbeiten zur Bildung  des neuen Evangelischen Kirchenkreises Soest-Arnsberg, der am 1. Januar 2019 seine Arbeit aufnimmt.

Präses Kurschus würdigte den scheidenden Superintendenten als einen, der in seiner „eigenen unverwechselbaren Art“ gewirkt habe: „Verletzlich und stark, aufbrausend und leise“ sei er und in der Lage, „verfahrene Situationen im Gespräch wieder in Bewegung zu bringen“. Ganz und gar der Ökumene verpflichtet habe Hammer Brücken gebaut. „Und das hat Früchte getragen.“ Seine Liebe zum Kirchenkreis Arnsberg habe er in seinen Schritten auf den Kirchenkreis Soest zu gezeigt. Die Menschen beider Kirchenkreis habe er in seine Hoffnung auf den neuen Kirchenkreis Soest-Arnsberg hineingenommen.  „Das ist ein  großer Dienst an unserer Kirche“, würdigte sie Hammers hohen Einsatz im Prozess, der am 1. Januar 2019 mit der Gründung des neuen Evangelischen Kirchenkreises Soest-Arnsberg an sein Ziel kommt. „Du bist nun frei“, entpflichtete sie ihn, segnete ihn und sprach ihm zu, dass er weiterhin predigen und Sakramente austeilen dürfe. „Dass ich Pastor bleibe, das gefällt mir“, zitierte sie Hammer und bekräftigte: „ Das ist gut so.“ Zuletzt überreichte sie Hammer das Bronzekreuz der Ev. Kirche von Westfalen. „Gold und Silber haben wir nicht. Aber, das, was wir haben, geben wir gerne“.

Als Pastor hatte er zuvor über die fünfstimmige Motette „Jesu, meine Freude“ gepredigt. Die Musik von Johann Sebastian Bach basiert auf einem Choral von Johann Franck aus dem 17. Jahrhundert. Er beschreibt die Welt mit Not, Tod und Furcht und singt dennoch: Jesu, meine Freude. „Ich gehe lieber in den Protest“, gab Hammer zu  und stellte dagegen das Gottvertrauen, das in dem Satz gipfelt: „Tobe, Welt und springe, ich steh hier und singe.“ Er schloss mit dem Bekenntnis: „Jesus ist wirklich in dieser Welt. Wer das glaubt, kann Wunder erleben. Daraus lebe ich. Daran glaube ich. Das hat mir Kraft gegeben.“
Den Gottesdienst gestalteten mit ihm Synodalassessor Rainer Müller und Schulpfarrerin Irene Bauer-Jungmann. Das Evangelium las der Mescheder Benediktiner Abt Aloysius. Die Fürbitten sprachen: Christian Korte, Geschäftsführer der Diakonie Ruhr-Hellweg, Verwaltungsleiter Bernd Göbert, Schulpfarrer Ulrich Homann für die Arbeitsgemeinschaft der kreiskirchlichen Dienste, der stellvertretende Landrat Michael Schult, Schwester Maria Ignatia vom Bergkloster Bestwig für die katholische Kirche und Superintendent Dieter Tometten für den Kirchenkreis Soest.
Die musikalische Gestaltung übernahmenen der von Horst Jerzembek geleitete Posaunenchor der Ev. Auferstehungskirchengemeinde Olsberg-Bestwig und  Kirchenmusikdirektor Gerd Weimar an der Orgel, der auch den Kammerchor leitete und darin die Bassstimme übernahm.

Ortsdezernentin Doris Damke würdigte Hammer als „einen Mann mit Eigenschaften“. Leidenschaftlich sei er, wenn es um die Sache Jesu gehe. Sie dankte ihm für die Mitarbeit im Direktorium der Von Cansteinschen Bibelgesellschaft. Die Mitarbeiterinnen des Kindergartenträgerverbundes erinnerten an den kleinen Alfred, der im katholischen Kindergarten von einer Nonne, Schwester Andrea, geprägt wurde. Als Superintendent hatte Hammer den ökumenischen Dialog auf der mittleren Ebene gefördert. 

Alfred Hammer dankte am Ende: „Das hat gut getan. Es war mir eine große Freude, im Kirchenkreis zu arbeiten. Ich lasse viele wunderbare Menschen los. Ich sehe Sie vor mir und danke  von Herzen, dass Sie gekommen sind.“ Besonders bedankte er sich bei Verwaltungsleiter Bernd Göbert, Christian Korte von der Diakonie Ruhr-Hellweg und Dieter Tometten, Superintendent im Kirchenkreis Soest. 

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news-1411Tue, 11 Dec 2018 14:11:02 +0100Landeskirchenrat Dr. Dieter Beese scheidet Ende des Jahres aus dem aktiven Dienst aushttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ein-scharfer-denker-geht/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=152936433790b4c94f788998c1bba3c6Im August 2014 hat Professor Dr. Dieter Beese (62) sein Amt als Landeskirchenrat angetreten. Knapp viereinhalb Jahre lang war er seitdem im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Westfalen als Dezernent für die Bereiche Theologische Ausbildung, Hochschulangelegenheiten und gemeindebezogene Dienste zuständig. Zum Ende dieses Jahres geht er in den Ruhestand. 

„Du bist ein scharfer Denker, ein kluger Theologe, ein Rhethoriker, der komplexe Sachverhalte treffend und verständlich auf den Punkt bringt“, würdigte Präses Annette Kurschus die Qualitäten von Dieter Beese nach seiner letzten Hausandacht im Landeskirchenamt. Er habe „viele wichtige Impulse gegeben und starke Akzente gesetzt.“

Zu seinen Aufgaben gehörte der Kontakt zu den Evangelisch-Theologischen Fakultäten der Universitäten Münster und Bochum. Darüber hinaus war Beese für die Begleitung der Theologiestudierenden, die sich auf den Pfarrberuf vorbereiten, zuständig. Sein Verantwortungsbereich umfasste außerdem die Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel und die Evangelische Fachhochschule Bochum, die von der westfälischen und der rheinischen Landeskirche gemeinsam getragen werden, und andere Einrichtungen der Forschung und Lehre. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt waren die gemeindebezogenen Dienste mit Berufsgruppen wie Gemeindepädagogik, Jugendarbeit und Küsterdienst.

Dieter Beese stammt aus Mülheim an der Ruhr. Nach dem Theologiestudium in Wuppertal, Münster und Bochum lernte er als Vikar praktische Gemeindearbeit im Kirchenkreis An der Ruhr. 1985 wurde er Pfarrer in Mülheim, 1990 erfolgte die Promotion. 1991 wurde er Lehrbeauftragter an der Polizeiführungsakademie in Münster sowie Landespolizeipfarrer der westfälischen Kirche. 2001 habilitierte er sich über „Ethik im Polizeiberuf“.

Seit 2007 ist er Professor für Praktische Theologie an der Ruhr-Universität Bochum. Von 2001 bis 2012 stand Dieter Beese als Superintendent an der Spitze des Evangelischen Kirchenkreises Münster. Vor seiner Zeit im Landeskirchenamt wirkte er als Dozent für Gemeindepädagogik und Diakonie an der Evangelischen Fachhochschule Bochum an der Ausbildung von Gemeindepädagoginnen, Diakonen, Erzieherinnen und Sozialarbeitern mit.

Die offizielle Verabschiedung findet am 17. Januar 2019 in Bielefeld statt.

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news-1410Tue, 11 Dec 2018 11:06:39 +0100Kurschus lädt polnische Christinnen und Christen zum Kirchentag nach Dortmund einhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kirchentags-flyer-in-polnischer-sprache/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5a4d747456401ae7c802b0acd46912a0Präses Annette Kurschus hat bei einem Besuch in Warschau zur Teilnahme am Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund eingeladen.

Bei einem Treffen der deutsch-polnischen Kontaktgruppe der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit Vertreterinnen und Vertretern des Ökumenischen Rates Polen präsentierte die leitende Pastorin der Evangelischen Kirche von Westfalen eigens produzierte Einladungs-Flyer in polnischer Sprache.

Annette Kurschus ist neben ihrem Amt als stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auch Beauftragte des Rates der EKD für die Beziehungen zu den polnischen Kirchen und Mitglied des Präsidiums des Kirchentags.

Der Kirchentag findet vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund statt.

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Kirchentag 2019SuchendeMitarbeitende
news-1409Sun, 09 Dec 2018 14:34:17 +0100Isolierung von Flüchtlingen verschärft Fremdenfeindlichkeithttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/staatssekretaer-verteidigt-praxis-der-zentralen-unterkuenfte-des-landes/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e1b2d6bd6132997c1fd25f028ccc7e40Kirchenrat Dr. Jan-Dirk Döhling von der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) hat deutliche Kritik am Umgang des Landes NRW mit Flüchtlingen geübt: „Eine Isolierung von Schutzsuchenden und Asylbewerbern von der Zivilgesellschaft schadet nicht nur den Menschen, sondern verschärft auch die Tendenz zur Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft“, sagte er auf dem Asylpolitischen Forum, einer Fachtagung der EKvW, am Wochenende (7.-9.12.) in Schwerte-Villigst.

Die Zentralen Unterbringungseinrichungen (ZUE) des Landes dürften nicht zu „Ausreise- und Rückführungszentren“ umorganisiert werden.

Wo Menschen ohne Perspektive ausharren und ihre soziale und berufliche Entwicklung nicht mitgestalten können, machten sich Verzweiflung, Langeweile, Unsicherheit, Wut und Gewalt breit. „Wo Menschen von der Gesellschaft abgegrenzt und daran gehindert werden, sich als Teil derselben zu erleben, bleiben sie dieser Gesellschaft fremd und die Gesellschaft ihnen“, sagte Döhling. Stattdessen sollten Schutzsuchende so früh wie möglich dezentral in den Kommunen untergebracht werden. Von Anfang an solle die Integration beginnen.
Nach dem sogenannten Asylstufenplan des Landes NRW können alle Geflüchteten bis zu sechs Monaten in einer ZUE festgehalten werden; Asylbewerber, deren Antrag im Schnellverfahren des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) abgelehnt wurde, sogar bis zu zwei Jahre. Döhling: „Auch abgelehnte Asylbewerber sind keine Kriminellen.“ Durch die enge Verknüpfung der Landesunterkünfte mit Ausreise, Rückkehr und Abschiebung sei das individuelle Recht auf Asyl gefährdet. Döhling forderte eine Grundentscheidung in der Flüchtlingspolitik, alles für optimale Rahmenbedingungen zur Integration zu tun. Das sei „eine riesig gesellschaftliche Aufgabe, die alle zivilgesellschaftliche, politische und administrative Energie braucht“. Die evangelische Kirche sei jederzeit bereit, hier Verantwortung zu übernehmen.

Staatssekretär Andreas Bothe vom NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration verteidigte das Ziel des Landes, den Kommunen nur noch anerkannte Flüchtlinge zuzuweisen, um sie zu entlasten. Die Asylverfahren müssten kürzer werden. „Das Land NRW hat großes Interesse an einer zuverlässigen und fachlich optimalen Betreuung der Geflüchteten“, sagte Bothe. Sie bräuchten Beratung, also qualifizierte Informationen über Verfahren und Rechte. Diese Beratung erfolge in NRW jedoch nicht durch das Bamf, wie es das Konzept der sogenannten Ankerzentren des Bundesinnenministeriums vorsieht: „Man kann nicht gleichzeitig Berater und Entscheider sein.“ Regelmäßig werde überprüft, ob die Standards eingehalten werden. Der Staatssekretär verwies u.a. auf Sportaktivitäten und Deutsch-Grundkurse in den Unterkünften und räumte zugleich ein: „Das ist alles noch nicht optimal.“ Bothe betonte aber auch, dass Personen, die sich nicht integrieren wollen, „zügig zurückgeführt werden“. Das würde die Rechtsstellung derjenigen stärken, die auch ohne Bleiberecht Integrationsleistungen erbracht haben. „Unser Ziel ist, gut integrierten Ausländern eine Bleibeperspektive zu eröffnen.“

Erklärung: Grundrecht auf Asyl stärken

Abschließend riefen die Teilnehmenden des Forums in einer gemeinsamen Erklärung dazu auf, das Grundrecht auf Asyl zu stärken und „die Abschottungspolitik aufzugeben“. Sie forderten ein europäisches Asylsystem mit gleich hohen Standards in allen Mitgliedsstaaten der EU. Die Erstaufnahme in den Landesunterkünften solle sechs Wochen Aufenthaltsdauer nicht überschreiten. Weitere Forderungen sind u.a. der uneingeschränkte Familiennachzug, keine Abschiebungen in Länder wie Afghanistan, wo Gefahr für Leib und Leben droht, oder der Ausbau der staatlichen Seenotrettung.

Zum Asylpolitischen Forum kamen 150 Haupt- und Ehrenamtliche, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind. Das Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen lädt dazu gemeinsam mit dem Flüchtlingsrat NRW, PROASYL, Amnesty International, der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche ein. (MedienInfo 94/2018)

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MedienMitarbeitende
news-1407Fri, 07 Dec 2018 13:37:00 +0100Westfälische Landeskirche stärkt Gehörlosenseelsorge / Neue Pfarrstellen geschaffenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/beten-mit-herz-und-hand/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=da754c7af288657b0c8f2283cdbc2307Seelsorge ist und bleibt Kernaufgabe der Kirche. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Landessynode, also das einmal jährlich in Bielefeld-Bethel tagende „Kirchenparlament“, die Weiterentwicklung der „Gesamtkonzeption Seelsorge in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW)“ beschlossen. Und jetzt hat die Kirchenleitung insgesamt acht neue Pfarrstellen – mit unterschiedlichem Stellenanteil – gezielt für die Gehörlosenseelsorge geschaffen.

Das Aufgabenspektrum dieser „leisen Seelsorge mit Herz und Hand“ ist vielfältig und stellt die Pfarrerinnen und Pfarrer vor besondere Herausforderungen. Zu ihren Aufgaben gehören regelmäßige Gottesdienste in Deutscher Gebärdensprache (DGS) in den Gehörlosengemeinden und Regionen; Taufen, Trauungen und Bestattungen für Gehörlose und deren hörende Angehörige; Einzelseelsorge; bei Bedarf auch Konfirmandenunterricht mit Elternarbeit in Kooperation mit den Schulen vor Ort; die Gewinnung, Ausbildung und Begleitung von ehrenamtlich Mitarbeitenden in den Gemeinden; die Erstellung und Nutzung visuell ansprechender Medien und Publikationen; Kontakte zu ökumenischen Partnern und vieles mehr.

Ab dem 1. Februar 2019 werden als landeskirchliche Pfarrerinnen und Pfarrer im Bereich der Gehörlosenseelsorge tätig sein:

  • Region Münsterland: Pfarrerin Eleonore Hauschild (100 Prozent)
  • Region Ruhrgebiet: Pfarrer Ludwig-Hendrik Korthaus (100 Prozent)
  • Region Iserlohn, Lüdenscheid-Plettenberg, Hagen, Hattingen-Witten, Schwelm und Hamm: Pfarrerin Christine Brokmeier (100 Prozent)
  • Region Bielefeld, Gütersloh, Halle und Paderborn: Pfarrerin Heike Kerwin (100 Prozent)
  • Landeskirchliche Beauftragung sowie Region Herford, Minden, Lübbecke und Vlotho: Pfarrer Christian Schröder (insgesamt 100 Prozent)
  • Region Bochum, Herne, Gelsenkirchen und Wattenscheid: Pfarrerin Katja Lueg (50 Prozent)
  • Region Siegen und Wittgenstein: Pfarrerin Barbara Plümer (50 Prozent)

Eine weitere Berufung für die Region Arnsberg, Soest und Unna (50 Prozent) wird noch folgen. (MedienInfo 93/2018)
 

 

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news-1406Wed, 05 Dec 2018 09:31:40 +0100Björn Corzilius als persönlicher theologischer Referent der Präses eingeführthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/es-ist-dir-gesagt-mensch-was-gut-ist/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=25d75481d00909695d1adb2daa77cb5aDr. Björn Corzilius (38) ist am 3. Dezember von Präses Annette Kurschus in sein Amt als ihr persönlicher theologischer Referent eingeführt worden. Zugleich dankte die Präses dem Vorgänger Dr. Jan-Dirk Döhling (46) für seinen Dienst.

Im Gottesdienst in der Bielefelder Süsterkirche sprach die Präses über das prophetische Wort: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was Adonaj bei dir sucht: Nichts anderes als Gerechtigkeit tun, Freundlichkeit lieben und behutsam mitgehen mit deinem Gott“ (Micha 6,8). „Gott sucht dich und mich und was gut ist für uns und die Menschen und seine ganze Schöpfung“, sagte Kurschus. „Er nimmt uns an die Hand; wirbt darum, dass wir behutsam mit ihm gehen – hin zu den Menschen. So, dass Rand und Mitte heilsam durcheinander geraten und alle genug haben. So, dass Achtung und Respekt unser Miteinander bestimmen.“

Seit 1. November ist Björn Corzilius, der vorher Gemeindepfarrer in Höxter war, in seinem neuen Aufgabenbereich tätig. Seine Chefin beschrieb ihn als freundlich und behutsam und „mit feinem Gespür für das, was Recht ist“. Pfarrer Corzilius sagte in seiner Predigt über den Einzug Jesu in Jerusalem (Matthäus 21,1-11): „Seine Sanftheit ist die Fähigkeit, mit der er sich berühren lässt vom Unrecht, vom Kummer des Anderen, vereint mit dem Mut zur klaren Kante.“

Dr. Jan-Dirk Döhling, Vorgänger von Corzilius als persönlicher Referent, wird mit Beginn des kommenden Jahres als Landeskirchenrat das Dezernat für politische und gesellschaftliche Verantwortung leiten. Außerdem ist er derzeit in der westfälischen Landeskirche für Planung und Durchführung des Deutschen Evangelischen Kirchentags vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund verantwortlich.

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news-1405Tue, 04 Dec 2018 10:19:42 +0100Westfälische Landeskirche schafft fünf neue Pfarrstellenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/notfallseelsorge-zukunftssicher/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=47f91a7aa05e0fe373b1e9c2d4d258fcDie Evangelische Kirche von Westfalen stärkt die Notfallseelsorge. Für die Regionen Münsterland, Ostwestfalen, Hellweg, Ruhrgebiet und Südwestfalen sind jetzt entsprechende Pfarrstellen geschaffen worden.

Wenn bei Verkehrsunfällen Verletzte oder Tote zu beklagen sind, wenn Menschen sich das Leben genommen haben – in solchen und anderen akuten Notlagen werden Seelsorgerinnen und Seelsorger aktiv. Sie stehen Menschen bei, die an Körper und Seele verletzt sind, überbringen Todesnachrichten an Angehörige, helfen durch einfühlsame Zuwendung. Ihre Arbeit tun sie in enger Kooperation mit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Auch die Seelsorge an Feuerwehrleuten und Sanitätern gehört dazu.

Die Notfallseelsorge in der westfälischen Landeskirche steht nun auf einer neuen organisatorischen Grundlage. Als gesamtkirchliche Aufgabe ist diese besondere Form der Seelsorge damit langfristig gesichert. Die fünf neuen hauptamtlichen Notfallseelsorger – vier Männer und eine Frau – sind ab 1. Februar bzw. 1. März in den Regionen verortet. Sie sind dort für die Gewährleistung der Notfallseelsorge verantwortlich und u.a. für die Unterstützung und Ausbildung der Teams vor Ort zuständig. Die ständige Rufbereitschaft sichern immer mehr Ehrenamtliche sowie Pfarrerinnen und Pfarrer zusätzlich zu ihren anderen Aufgaben.

In den einzelnen Regionen sind ab 1. Februar bzw. 1. März tätig:

Münsterland: Pfarrerin Alexandra Hippchen; Ostwestfalen: Pfarrer Matthias Rausch; Hellweg: Pfarrer Ingo Janzen; Ruhrgebiet: Pfarrer Peter Rutz; Südwestfalen: Pfarrer Frank Rüter. (MedienInfo 92/2018)

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news-1404Mon, 03 Dec 2018 08:48:31 +0100NRW-Eröffnung der 60. Aktion von Brot für die Welt in Gelsenkirchenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/hunger-nach-gerechtigkeit-hunger-nach-brot/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6a6bf4cd7047833042b3cd53786fff15Dass der Hunger nach Gerechtigkeit bei uns größer wird als der Hunger der Menschen in armen Ländern nach Brot– das wünschte Präses Annette Kurschus zu einem besonderen Jubiläum.

Seit 1959 ruft Brot für die Welt zu Spenden für Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika auf. Der nordrhein-westfälische Auftakt zur 60. Aktion der evangelischen Hilfsorganisation im Gelsenkirchener Rathaus am Sonntagabend (2.12.) verband Informationen mit Unterhaltung.

Präses Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, beschrieb Gerechtigkeit als sozialen Begriff. Gerechtigkeit im biblischen Sinne habe immer die Gemeinschaft als Ganzes im Blick: „Es geht doch darum, dass für alle gesorgt ist.“ Der Einsatz für Gerechtigkeit sei typisch für den Protestantismus: „Himmel und Erde gehören zusammen. Das singen wir zu Heiligabend: Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden. Da kann es uns nicht egal sein, was in der Welt geschieht. Flucht, Migration und Hunger hängen eng zusammen. Es ist doch ein Skandal, wenn täglich Tausende Menschen an Hunger und Mangelernährung sterben.“

Jesus habe gezeigt, wie Teilen geht und sich den Menschen zugewandt, denen es am Notwendigen fehlt. Es sei das große Verdienst von Brot für die Welt, das Bewusstsein wach zu halten für Ungerechtigkeit und die ungleiche Verteilung der Güter in der Welt. „Darin dürfen wir nicht nachlassen! Der Hunger nach Gerechtigkeit ist ein Hunger, der nicht zu schnell gestillt werden darf, damit alle ein Leben in Fülle haben, wie Jesus es verheißen hat!“ so Präses Kurschus.

Wie hilft Brot für die Welt? Das wurde am Beispiel des Ausbildungszentrums CAPA in Bukavu/Kongo anschaulich. Dessen Leiter Banywesize Mukuza berichtete von ehemaligen Kindersoldaten, die in dem vom Krieg geschundenen Land Schlimmes erlebt und auch selbst schreckliche Verbrechen begangen haben. In CAPA lernen sie Berufe wie Automechaniker, Elektriker, Maurer, Schuhmacher, aber auch Kapitän oder Instrumentenbauer. Die produktive Arbeit hilft ihnen, mit den traumatischen Erlebnissen umzugehen. Bis jetzt haben rund 700 frühere Kindersoldaten dort eine Ausbildung absolviert und psychosoziale Betreuung erhalten.

Über Armut vor der eigenen Haustür sprach Heiner Montanus, Superintendent des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid. Er berichtete von Kindern, die morgens ohne Frühstück in den Evangelischen Kindergarten kommen. „Viele kennen nicht den Unterschied zwischen einem Apfel und einer Birne oder wissen nicht, was Kohlrabi ist. Wir haben diese Kinder vor uns, und die sollen was Vernünftiges zu essen bekommen.“ Christian Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, sprach von einem neuen Blick auf die sozialen Probleme im eigenen Land, der durch Brot für die Welt möglich werde. Was das für Gelsenkirchen bedeutet, erklärte Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Als arme Stadt setzen wir einen großen Schwerpunkt auf Bildung – wenn wir einen Euro zur Verfügung haben, investieren wir ihn lieber in Bildung als in Straßensanierung.“ (MedienInfo 91/2018)

 

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news-1403Fri, 30 Nov 2018 16:52:17 +0100Neue Texte und Lieder für den evangelischen Gottesdiensthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/nicht-alles-neu-aber-viel-neues/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cf6379da348b36c198b0926ce9d91753Mit einem Festgottesdienst in der Schlosskirche in Wittenberg wird am 1. Advent 2018 die neue „Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder“ eingeführt. Der Band mit dem etwas sperrigen Namen gilt als Richtschnur für die Lesungen und Predigttexte in den evangelischen Gottesdiensten an Sonn- und Feiertagen.

„Die ‚Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder‘ ist ein Einheitsband des deutschen Protestantismus wie die Lutherbibel und das Gesangbuch“, erläutert der Vorsitzende der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK), Kirchenpräsident Christian Schad. Angeregt durch die revidierte Lutherbibel 2017 und eine stärkere Besinnung auf das Alte Testament seien viele traditionsreiche Texte aufgenommen worden, die bis heute nichts an Aktualität verloren haben. 

Bei der Neuordnung wurde rund ein Fünftel der biblischen Texte ausgetauscht: In Zukunft werden in evangelischen Gottesdiensten mehr Texte aus dem Alten Testament zu hören sein, mehr Texte, in denen Frauen eine wichtige Rolle spielen. Auch Texte wie das Buch Hiob, die eine große Resonanz in Kunst und Kultur gefunden haben, sind stärker berücksichtigt worden. 

Bei den vorgeschlagenen Predigttexten gibt es nun eine größere Vielfalt: unterschiedliche Textgattungen wechseln sich ab, erstmals sind auch Psalmen als Predigttexte vorgesehen.  „Durch die Zusammenstellung der Texte und Lieder erschließt sich der Reichtum der biblischen Tradition noch einmal ganz neu“, so Landesbischof Meister, Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD): „Jeder Sonn- und Festtag hat eine eigene Prägung. Das ist ein Schatz, den wir zur Geltung bringen wollen.“ 

Landesbischof Meister und Kirchenpräsident Schad halten gemeinsam die Predigt in dem Wittenberger Festgottesdienst. Geleitet wird er von der Direktorin des Evangelischen Predigerseminars Wittenberg, Sabine Kramer. Größere Veränderungen gibt es auch bei den Liedern der Woche bzw. des Tages: Zu jedem Sonn- und Festtag werden nun zwei Lieder aus unterschiedlichen Epochen vorgeschlagen, darunter etwa ein Drittel zeitgenössische Lieder oder solche, die in den vergangenen Jahrzehnten populär geworden sind. Einige Fest- und Gedenktage sind neu in die Ordnung aufgenommen worden, zum Beispiel der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) und der Tag des Gedenkens an die Novemberpogrome (9. November), aber auch der Martinstag (11. November) und der Nikolaustag (6. Dezember). 

Die „Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder“ sieht für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres drei biblische Lesungen und zwei Lieder vor, dazu einen Psalm, einen Halleluja-Vers und einen Spruch des Tages bzw. der Woche; drei weitere biblische Texte vervollständigen die Predigtreihen. Damit hat jeder Sonn- und Feiertag sein eigenes Thema. Die neue Ordnung steht mit dem 1. Advent, dem Beginn des neuen Kirchenjahres, in allen Gemeinden der Gliedkirchen der EKD in Geltung. Sie gilt als verbindlich, jedoch nicht als verpflichtend. Die Neuordnung ist eine Überarbeitung der bisherigen Ordnung, die seit 1978 galt. Ihre Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück. (EKD)

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news-1402Fri, 30 Nov 2018 12:44:04 +0100Präses Annette Kurschus in St. Reinoldi / Westfälischer Thementag Israel-Palästinahttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/doppelte-solidaritaet-mit-juden-und-palaestinensern/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2dc37efc637eab7509124a0f6181015eWenn es um die Solidarität mit den Menschen in Israel und Palästina geht, gibt es für Präses Annette Kurschus kein Entweder-oder, sondern nur ein Sowohl-als-auch: „Als Kirche nehmen wir das Leid der Menschen in Israel und Palästina wahr, das in der letzten Zeit eher zugenommen als abgenommen hat. Wir wollen uns der Verhärtung der Fronten entgegen stellen und suchen daher das Gespräch mit Israelis und Palästinensern; wir fördern Versöhnungsinitiativen auf beiden Seiten der Mauer.“

Das sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) auf dem Westfälischen Thementag Israel-Palästina am Freitagabend (30.11.) in der Dortmunder St. Reinoldi-Kirche.

Die westfälische Landeskirche, so Kurschus, stehe ebenso wie die Mehrheit der evangelischen Kirchen und Einrichtungen in Deutschland hinter der Positionsbestimmung der Evangelischen Mittelostkommission (EMOK). Darin heißt es: „Nur Recht und Gerechtigkeit können die Grundlage eines Friedens sein, der beiden Völkern ein Leben in Freiheit und Sicherheit ermöglicht. Die Achtung geltender Menschen- und Völkerrechtsnormen ist die Grundlage jeder gelingenden Friedenslösung.“

Diese „doppelte Solidarität“ mit der jüdischen und der palästinensischen Bevölkerung, so Kurschus, sei aber nur sinnvoll, wenn sie zugleich als „kritische Solidarität“ verstanden werde. Kritische Aspekte dürften nicht ausgeklammert werden. So zum Beispiel die Frage nach dem Siedlungsbau in der Westbank, dem Verlauf der Mauer oder der Verhältnismäßigkeit israelischer Reaktionen auf palästinensische Provokationen. Aber auch die Frage nach dem Engagement der palästinensischen Regierung für den Aufbau einer Zivilgesellschaft auf der Basis einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung oder der konsequenten Abgrenzung von Gruppierungen, die das Existenzrecht Israels immer noch ablehnen.

Für die tiefe Verbundenheit evangelischer Christinnen und Christen mit Israel und Palästina nannte Präses Kurschus vier Gründe: Die zahlreichen geografischen Orte von Nazareth über Jerusalem und Bethlehem bis nach Jericho, die fest im christlichen Glauben verwurzelt seien. Die besondere – auch in der westfälischen Kirchenordnung verankerte – Verbundenheit mit dem heutigen Judentum. Die schuldhafte Verstrickung der evangelischen Kirche in die Shoa, also die Zerstörung jüdischen Lebens während der Zeit des Nationalsozialismus, und die daraus erwachsene besondere Verantwortung. Und die ökumenische Verbundenheit mit christlichen Kirchen in der Region, vor allem der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (ELCJHL). (MedienInfo 90/2018)

 

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news-1401Fri, 30 Nov 2018 08:35:25 +0100Fortbildung erfolgreich abgeschlossen: 15 Küster aus Westfalen und Lippehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wenn-der-herr-nicht-das-haus-baut/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5f01807dfdda13f88c175aab9cc480b9Acht Küsterinnen und sieben Küster aus Westfalen, drei davon aus Lippe, haben ihre berufsbegleitende Fortbildung erfolgreich abgeschlossen und aus der Hand von Landeskirchenrat Dr. Dieter Beese das entsprechende Zertifikat erhalten. „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen“ – dieses biblische Motto aus Psalm 127 steht auf den Urkunden ganz oben.

Der Küsterberuf zählt zu den ältesten kirchlichen Berufen. „Es ist kein eigentlicher Lehrberuf, aber Sie werden durch kompetente Fortbildungen entsprechend weiterqualifiziert“, sagte Dieter Beese.

In drei Einheiten lernten sie Grundlegendes über Kirche und Diakonie, über Gemeindemanagement oder Gesprächsführung, aber auch zu so verschiedenen Themen wie ökologisches, nachhaltiges Wirtschaften, Umgang mit Glocken oder Erste Hilfe. Das erste Modul des Kurses dauerte fünf, die anderen beiden jeweils drei Tage. Am Abschluss stand ein Kolloquium, ein Gespräch über Ablauf, Inhalte und die Erfahrungen während der Fortbildung sowie über die eigene berufliche Situation.

 

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news-1399Wed, 28 Nov 2018 12:51:39 +0100Präses Annette Kurschus spricht in Brüssel über Grundlagen des Vertrauenshttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/aus-feinden-gegner-machen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=10509a00039a0fd17dbfda9cd9f7cb5eEin „erwachsenes Verhältnis“ zwischen Wählern und Politik, zwischen Bürgern und Institutionen ist im Miteinander von Politik und Gesellschaft dringend notwendig, sagte Präses Annette Kurschus am Mittwoch (28.11.) in Brüssel. Die Voraussetzung: „lesbare“ Autoritäten – Persönlichkeiten, die in ihren Möglichkeiten und Grenzen erkennbar sind, auch mit dem, worauf sie vertrauen.

Die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen sprach bei einem gemeinsamen Empfang der Vertreter beider großen Kirchen in Deutschland bei der Europäischen Union. Für Christen sei „das Vertrauen auf Gott und das in Christus Mensch gewordene Vertrauen Gottes in uns“ maßgeblich: „Von Gott her fließen uns Menschen grundlegende Anerkennung und bedingungslose Liebe zu. Das ermöglicht uns, die erfahrene göttliche Liebe zu anderen Menschen weiterfließen zu lassen.“ Solches Empfangen und Weitergeben bestimme auch das soziale Miteinander: „Kein Mensch lebt aus sich selbst. Wir bleiben angewiesen aufeinander. Auch im Gemeinwesen sind wir immer Empfangende und Weitergebende zugleich“, sagte Kurschus, die auch stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist.

Als Grundlage für eine humane Politik hob die Präses die Unterscheidung von Tat und Person hervor, also zwischen dem, was ein Mensch tut und dem, was er ist. Menschen, auch politische Gegner, seien immer mit ihrer „unverlierbaren Anerkennung durch Gott“ wahrzunehmen und ernstzunehmen. Andernfalls werde die „rote Linie“ zivilgesellschaftlichen und politischen Handelns überschritten. Eine der dringlichsten Aufgaben sei es, „aus Feinden Gegner zu machen“, Menschen also, die einander wenigstens soweit vertrauen, dass sie miteinander reden, „statt einander zu bekämpfen, zu beschimpfen oder zu beschweigen“. Solche „entschlossene und besonnene, konsequente und geduldige Entfeindung“ sei in der Lage, grundlegende Unterschiede auszuhalten und strebe gleichzeitig danach, sie zu versachlichen. „Die Demokratie und die demokratischen Institutionen brauchen als Ferment, als Katalysator und als kritisches Gegenüber erwachsene Bürgerinnen und Bürger: Kritisch und selbstkritisch, kundig und mündig, fähig zum Diskurs und zum Konflikt.“

Eingeladen hatten zu dem Empfang der Bevollmächtigte des Rates der EKD und das katholische Kommissariat der Deutschen Bischöfe bei der Europäischen Union in Brüssel. (MedienInfo 88/2018)

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news-1398Tue, 27 Nov 2018 11:57:05 +0100NRW-Auftakt zur 60. Aktion von „Brot für die Welt“ in Gelsenkirchenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/hunger-nach-gerechtigkeit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=987d20681a4b0c3539c0720c8f4eb3fe60 Jahre „Brot für die Welt“ – das wird auch in NRW gefeiert. Der nordrhein-westfälische Auftakt der 60. Aktion von „Brot für die Welt“ ist am Sonntag, 2. Dezember, in Gelsenkirchen. „Hunger nach Gerechtigkeit“ lautet das Motto der Spendenaktion im Jubiläumsjahr.

Ehrengast ist Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen. Konkrete Einblicke in die Arbeit des Spendenhilfswerkes gibt eine Ausbildungsstätte für Kriegsopfer im Ostkongo, vorgestellt von ihrem Leiter. Als Gastgeber wirkt Frank Baranowski mit, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen. Der Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Christian Heine-Göttelmann, und der Gelsenkirchener Superintendent Heiner Montanus sprechen mit Konfirmanden und Konfirmandinnen aus Gelsenkirchen. Die Jungen und Mädchen werden selbstgebackene Brote zugunsten des Hilfswerkes verkaufen. In den vergangenen Wochen hatten sie sich an der Aktion „5.000 Brote – Konfis backen für Brot für die Welt“ beteiligt, um so Bildungsprojekte für junge Menschen in armen Ländern zu unterstützen. Durch den Abend führt Stefan Göke, bekannt durch seine Reportagen für den WDR. Es gibt internationale Musik von und mit Michel Sanya, Kurzfilme und eine Ausstellung.

„Brot für die Welt“, das Hilfswerk der evangelischen Kirche, eröffnet immer zum Beginn des Kirchenjahres, am 1. Advent, seine Spendenaktion für das kommende Jahr. Die erste Aktion startete im Dezember 1959. Die NRW-Festveranstaltung zur Eröffnung der 60. Aktion am 2. Dezember beginnt um 16.30 Uhr. Sie kommt zum ersten Mal nach Gelsenkirchen. Alle Interessierten sind eingeladen zu diesem Informations- und Unterhaltungsfest im Gelsenkirchener Rathaus, Ebertstraße 11, 45879 Gelsenkirchen. Um Anmeldung wird gebeten: ewz-info@kk-ekvw.de oder 02323/994970. (MedienInfo 87/2018)

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news-1397Fri, 23 Nov 2018 11:08:17 +0100Evangelische Friedhöfe werden sichtbar zu Orten der Hoffnunghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/hoffnungsvoll-und-einladend/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cd0ef3655434c9775d007d7b63acfa15Friedhöfe sind Orte der Hoffnung. Das waren sie schon immer, doch nun soll dieses Grundprinzip deutlicher zum Ausdruck kommen: „Evangelischer Friedhof – Ort der Hoffnung“ heißt eine neue Initiative der evangelischen Landeskirchen in NRW, die am Ewigkeitssonntag (25. November) startet.

„Die christliche Hoffnung gründet im Vertrauen darauf, dass der Tod nicht das letzte Wort hat“, sagt Präses Annette Kurschus. „Ein Friedhof ist ein Ort der Erinnerung, wo neben Trauer und Schmerz auch die Zuversicht ihren Raum hat, dass die Verstorbenen bei Gott geborgen sind“, so die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen. Ihr Kollege Präses Manfred Rekowski von der Evangelischen Kirche im Rheinland fügt hinzu: „Die Initiative ‚Ort der Hoffnung‘ rückt ins Bewusstsein, wofür evangelische Friedhöfe stehen. Sie sind ein Ort gelebten Glaubens. Wie wir Friedhöfe gestalten, drückt aus, wie wir als Gemeinde mit dem Tod umgehen. Er behält nicht das letzte Wort, sondern weist ins Leben zurück.“

Gemeinden, die sich an der Initiative „Ort der Hoffnung“ beteiligen, legen Wert auf eine besondere Friedhofsgestaltung und sorgfältigen Umgang mit Beerdigungen. Wenn Verstorbene keine Angehörigen haben, gehen Gemeindemitglieder zur Beerdigung. Viele Friedhöfe haben ein Grabfeld für „Sternenkinder“: Tot- und Fehlgeburten können hier beerdigt werden. Oder die Friedhofskapellen werden so gestaltet, dass Trauernde dort Ruhe und Besinnung finden können. Auf Gehwegen regen Stelen mit Bibelversen zum Nachdenken an. Ein eigenes Logo auf Schildern, in Schaukästen, auf Briefpapier oder Postkarten weist auf die „Orte der Hoffnung“ hin.

Am „Ort der Hoffnung“ gibt es keine anonymen Grabstätten. Dazu Landessuperintendent Dietmar Arends, Lippische Landeskirche: „Niemand ist ohne Namen – zu jedem Menschen gehören Erinnerungen, Würde, Identität und Einzigartigkeit.“ Oft tut es den Hinterbliebenen gut, einen bestimmten Ort zu haben, wo sie ihren Schmerz und ihre Trauer zulassen können.

Die Initiative unterstützt Gemeinden, die sich in Trauerbegleitung engagieren und Friedhöfe ins Gemeindeleben einbeziehen, beispielsweise durch Andachten auf dem Friedhof und Besuch von Gemeindegruppen.

Schon vor dem eigentlichen Start dabei sind in der Evangelischen Kirche von Westfalen:
•    Ev. Kirchengemeinde Friedrichsdorf (Gütersloh)
•    Ev.-Luth. Kirchengemeinde Spenge
•    Ev. Kirchengemeinde Wattenscheid    
(MedienInfo 86/2018)

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news-1396Thu, 22 Nov 2018 10:09:30 +0100Kirchen und Wirtschaft in NRW unterzeichnen gemeinsame Erklärunghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/religionsunterricht-besonderer-beitrag-zur-beruflichen-bildung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b9fa72c66e6e9e2aefa65403de768dc5Den Wert des Religionsunterrichts an Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen haben Kirchen und Wirtschaftsvertreter herausgestellt. Seine Inhalte und Ziele „tragen unverzichtbar zur Wahrnehmung der öffentlichen Bildungsverantwortung im beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Bereich bei“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die evangelische Landeskirchen, katholische Bistümer sowie Vertreter von Handwerk, Unternehmensverbänden und Gewerkschaften in Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf unterzeichnet haben.

Religionsunterricht ermutige Schülerinnen und Schüler, ihre Persönlichkeit zu entwickeln, schärfe den Blick für den Anderen und fördere so ein integratives Schulklima, heißt es in der Erklärung. Der Religionsunterricht vermittle wichtige Inhalte der Sozialethik und Soziallehre der Kirchen als Grundlage der sozialen Markwirtschaft. Er unterstütze zudem Schülerinnen und Schüler dabei, in beruflichen, privaten und gesellschaftlichen Lebenssituationen ethisch verantwortlich zu handeln. Damit gehe er über reine Werteerziehung hinaus. „Der Religionsunterricht tritt für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ein. Getragen durch ein christliches Menschenbild ermutigt er zum Engagement für eine zunehmend inklusive Gesellschaft. Der Religionsunterricht wirkt fundamentalistischen Entwicklungen durch religiöse Bildung entgegen“, schreiben die Unterzeichner weiter.

Die gemeinsame Erklärung trägt den Titel „Berufsbildung in Nordrhein-Westfalen. Bildung und Kompetenz mit Religionsunterricht“. Unterzeichner sind der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, der Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche, Dietmar Arends, der Erzbischof von Köln, Rainer Maria Kardinal Woelki, der Erzbischof von Paderborn, Hans-Josef Becker, der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, der Bischof von Aachen, Dr. Helmut Dieser, der Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck, der Präsident Handwerk.NRW, Andreas Ehlert, der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalens, Arndt Günter Kirchhoff, und die Vorsitzende des DGB Nordrhein-Westfalen, Anja Weber. (MedienInfo 85/2018)

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news-1395Wed, 21 Nov 2018 14:31:01 +0100EKvW erwartet im kommenden Jahr 507 Millionen Euro an Kirchensteuernhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/landessynode-beschliesst-haushalt-2019/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f4a03cb44ad7a1a8458d11d5b0edf73eDie Evangelische Kirche von Westfalen hat für 2019 einen Haushalt in Höhe von 346.476.575 Euro. Das hat die Landessynode als höchstes Entscheidungsgremium nach ausführlicher Beratung am Mittwoch (21.11.) beschlossen. 

Grundlage des Haushalts ist ein erwartetes Kirchensteueraufkommen von 507 Millionen Euro. 11,8 Millionen Euro fließen zur Unterstützung finanzschwächerer Landeskirchen in Ost- und Mitteldeutschland in den EKD-Finanzausgleich. Von den verbleibenden 495,2 Millionen Euro gehen knapp 313,9 Millionen Euro an die 28 westfälischen Kirchenkreise mit ihren insgesamt 490 Gemeinden. Darin enthalten ist auch die Pfarrbesoldung.

Der Allgemeine Haushalt, der alle unmittelbaren Aufgaben der Landeskirche – von Ämtern und Werken bis zur Leitung und Verwaltung – umfasst, hat einen Etat von rund 53,4 Millionen Euro. Knapp 41,6 Millionen enthält der Haushaltsetat für gesamtkirchliche Aufgaben – unter anderem für Aufgaben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie Weltmission, Ökumene und Kirchlichen Entwicklungsdienst. (Synode aktuell 8/2018)

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Landessynode 2018GemeindenSuchendeMedienMitarbeitende
news-1394Wed, 21 Nov 2018 14:14:39 +0100Westfälische Landessynode positioniert sich zu vielen Einzelfragenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/fuer-die-rechte-von-fluechtlingen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=25cc7cb8b108b88cb592b361b9ee202fDie Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) macht sich weiterhin für die Rechte von Flüchtlingen stark. Das hat die Synode als höchstes Leitungsgremium der EKvW am Mittwoch (21.11.) mit einer Reihe von Beschlüssen zum Ausdruck gebracht.

„Drei Jahre nach dem großen Flüchtlingsstrom haben sich die politischen Bedingungen verschärft“, erklärt dazu Präses Annette Kurschus. Die EKvW hat jetzt einen einjährigen Diskussionsprozess auf allen kirchlichen Ebenen angestoßen. „Flucht und Migration bedeuten Herausforderungen und Chancen, die auch uns als Kirche verändert haben und weiter verändern“, so Präses Kurschus.

Grundwerte der Europäischen Union

Erinnert wird an das Grundrecht auf Asyl in der Europäischen Union (Grundrechtecharta Artikel 18-19), das garantiert, dass Schutzsuchende in der EU Sicherheit finden und ihre Menschenwürde geachtet wird. In den vergangenen Jahren habe sich die EU davon immer weiter entfernt. So sei staatliche Seenotrettung reduziert und private Rettung kriminalisiert worden, Tausende ertrinken im Mittelmeer. Flüchtlinge würden so zu Opfern einer Abwehr- und Abschottungspolitik. „Das Leid und das Unrecht, das den Schutzsuchenden dadurch angetan wird, nehmen wir in unserer Flüchtlingsarbeit mit den einzelnen Betroffenen und auch in den Kirchenasylen wahr“, so die Landtagsabgeordnete Sigrid Beer, Mitglied der westfälischen Kirchenleitung. Nach dem Willen der Synode soll sich die Kirchenleitung gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesregierung und den europäischen Institutionen dafür einsetzen, dass die menschenrechtlichen Verpflichtungen der EU künftig wieder verbindlich werden.

Kirchenasyl unter verschärften Bedingungen

Beim Kirchenasyl soll das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) wieder zu einer Entscheidungspraxis zurückkehren, die die individuellen Härten ernsthaft würdigt, so die Synode. Seit 1. August 2018 bestehen für Schutzsuchende, die das Bamf als Härtefall ablehnt und die damit als „flüchtig“ gelten, verschärfte Regeln: Die sogenannte Überstellungsfrist für sie wurde von sechs auf 18 Monate verlängert. Das bedeutet: Eine Kirchengemeinde muss bis zu 18 Monate Asyl gewähren, bevor der Flüchtling ein Verfahren in Deutschland erhält – eine starke Belastung für viele Gemeinden. Dies betrifft Flüchtlinge nach dem Dublin-Verfahren, also die meisten.

Nach dem Dublin-Verfahren ist dasjenige Land für das Asylverfahren zuständig, in dem der Flüchtende zuerst die Europäische Union betreten hat. Wenn er in Deutschland Asyl beantragt, obwohl ein anderer EU-Staat zuständig ist, muss Deutschland dort um die Aufnahme des Flüchtlings ersuchen. Dieser Staat muss dann binnen zweier Monate antworten. Dann hat Deutschland sechs Monate Zeit für die Überstellung. Wenn der Schutzsuchende „flüchtig“ ist, wird die Frist auf 18 Monate verlängert. Es liegen bereits Gerichtsurteile vor, die dieses Vorgehen des Bamf bei Kirchenasylen für rechtswidrig erklären.

Keine Glaubensprüfung für Asylbewerber

Asylbewerber, die zum christlichen Glauben übertreten und sich taufen lassen, werden nicht selten vom Bundesamt oder vom zuständigen Gericht einer „Glaubensprüfung“ unterzogen – unter dem Verdacht, die Entscheidung für die Taufe geschehe aus taktischen Gründen. Dazu bekräftigt die Synode ihren Beschluss von 2017 und stellt fest, dass sich trotz vieler Gespräche mit Vertretern des Staates die Entscheidungspraxis zu Lasten der Asylbewerber entwickelt habe. Präses Annette Kurschus: „Gerichte müssen anerkennen, dass sich der taufende Pfarrer von der Ernsthaftigkeit des Glaubensübertritts überzeugt hat. Einer staatlichen Behörde steht es nicht zu, die religiöse Überzeugung und Identität eines Betroffenen zu prüfen.“ Außerdem stelle sich die Frage nach ihrer Sachkompetenz in Fragen des christlichen Glaubens und der Religion. „Behördliche Glaubensprüfungen reduzieren den Glauben auf die Aneignung von Wissen und vernachlässigen die Beziehungsebene, das wachsende Vertrauen in Gottes Verheißungen“, erklärt die leitende Theologin.

Wer für Notleidende gebürgt hat, soll nicht bestraft werden

Hunderte von Privatpersonen, aber auch Kirchengemeinden, engagierten sich für Menschen, die vor Krieg und Elend geflüchtet waren: Sie haben sich verpflichtet, so lange für den Unterhalt von Flüchtlingen aufzukommen, bis diese das Bleiberecht haben. Allein in Minden und im Kreis Minden-Lübbecke wurden insgesamt 567 solcher Bürgschaften geleistet - im Vertrauen auf eine entsprechende Erklärung des damaligen NRW-Innenministers, dass die Verpflichtungserklärung „mit der Erteilung eines Aufenthaltstitels“ ende. Doch obwohl diese Voraussetzung erfüllt war, kamen Rechnungen von den Sozialämtern: Rund 20.000 Euro pro geleisteter Bürgschaft. Bereits 2017 hatte die Synode beschlossen, auf Bundes- und Landesebene auf eine Lösung hinzuwirken. Die Forderungen an die Bürgen sollten ausgesetzt werden, bis die Rechtslage geklärt ist. „Bis heute haben weder der Bund noch das Land NRW eine nachhaltige Lösung vorgelegt“, sagte Superintendent Jürgen Tiemann (Minden). Die Forderungen würden erhoben, aber gegenwärtig nicht eingetrieben. Mittlerweile gibt es dazu verschiedene Gerichtsurteile, die sich zum Teil widersprechen. Die Synode unterstützt die Bürgen nach wie vor und hat ihren entsprechenden Beschluss von 2017 erneuert.

Für Familiennachzug

Auch für den Familiennachzug von Flüchtlingen setzt sich die Synode ein. Kinder, Mütter, Väter oder Eheleute, die in Deutschland subsidiär geschützt werden, also nur eingeschränkten Schutz genießen, dürfen seit März 2016 keine Verwandten mehr nachkommen lassen. Seit August 2018 ist das zwar nach Einzelfallprüfung wieder möglich, doch lediglich für tausend Menschen pro Monat. Dieses Verfahren ist sehr schleppend angelaufen. Nach dem Willen der Synode soll das monatliche Kontingent von tausend Personen unverzüglich umgesetzt werden.

Für menschenwürdige Flüchtlingsquartiere

Nicht länger als drei Monate sollen Asylbewerber in Unterbringungseinrichtungen des Landes NRW bleiben, fordert die Synode. Sie widerspricht damit dem „Asylstufenplan“ des Landes, wonach die maximale Aufenthaltsdauer in einer der rund 40 Zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE) des Landes auf zwei Jahre, bei bestimmten Gruppen sogar auf unbestimmte Zeit erhöht wird. Die Flüchtlingsquartiere würden damit „krankmachende, desintegrierende Orte der Perspektivlosigkeit und oftmals der Gewalt“, erklärt dazu Pfarrer Volker Jeck (Unna). (Synode aktuell 7/2018)

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