Aktuelles :: EKvW.dehttp://www.evangelisch-in-westfalen.dedeEvangelische Kirche von Westfalen, LandeskirchenamtSat, 13 Aug 2022 01:47:30 +0200Sat, 13 Aug 2022 01:47:30 +0200TYPO3 EXT:newsnews-2338Fri, 12 Aug 2022 12:29:48 +0200Neuer Beauftragter für Notfallseelsorge und Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdiensthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/pfarrer-matthias-rausch-folgt-auf-pfarrer-ralf-radix/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0728c3a183375523614fbde50ca78dbcMedienInfo 37/2022

Pfarrer Matthias Rausch (64) wird neuer Beauftragter für Notfallseelsorge und Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Damit tritt Rausch, der bereits seit 2019 landeskirchlicher Regionalpfarrer für Notfallseelsorge in Ostwestfalen ist, die Nachfolge von Ralf Radix an. Radix ist Anfang August in die landeskirchliche Pfarrstelle „Seelsorge und Beratung“ im Landeskirchenamt berufen worden.

Mit der neuen – zusätzlichen – Beauftragung von Matthias Rausch verbunden ist die Teamleitung der fünf westfälischen Regionalpfarrstellen im Bereich der Notfallseelsorge, die Mitarbeit im „Zentrum Seelsorge“ im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung (IAFW) in Villigst/Schwerte sowie die Vertretung der Notfallseelsorge in der EKvW in zwei Gremien – der Ökumenischen Konferenz Notfallseelsorge NRW sowie der Konferenz Evangelische Notfallseelsorge in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).  

Als langjähriger und passionierter Notfallseelsorger ist Rausch ein „Teamplayer“, wie er selbst von sich sagt: „Denn ohne Teamgeist geht es nicht in der Notfallseelsorge. Weder in Einsätzen vor Ort noch im kollegialen Miteinander auf den verschiedenen Ebenen.“ Besonders liegt ihm die Fortentwicklung der qualifizierten Ausbildung in der Notfallseelsorge am Herzen. „Über das nebenamtliche Engagement vieler Pfarrerinnen und Pfarrer hinaus wird die Notfallseelsorge in Westfalen vor allem von weit über 1000 hochmotivierten Ehrenamtlichen getragen. Deren Engagement zu begleiten und zu fördern ist eine Zukunftsaufgabe unserer Kirche. Daran mitzuarbeiten, macht mir große Freude.“

Matthias Rausch, in Dortmund geboren und aufgewachsen, studierte Evangelische Theologie an den Universitäten in Münster und Basel (Schweiz). Nach seinem Vikariat in Havixbeck arbeitete er zunächst als Pastor im Hilfsdienst in der Kirchengemeinde Altenberge-Nordwalde, von 1992 bis 2007 als Pfarrer der Kirchengemeinde Greven. Seit 1999 ist Rausch auch schon in der Notfallseelsorge aktiv. Nach weiteren beruflichen Stationen beim Diakoniewerk Gotha und im Kirchenkreis Lübbecke, wechselte er 2011 in die St. Jakobus Kirchengemeinde im Kirchenkreis Minden, in dem er 2014 auch die Synodalbeauftragung für Notfallseelsorge übernahm. Im Frühjahr 2019 wurde er zum landeskirchlichen Pfarrer für Notfallseelsorge in der Region Ostwestfalen berufen.

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AktuellesMedien
news-2337Thu, 11 Aug 2022 11:46:47 +0200Konferenz Evangelischer Polizeiseelsorgerinnen und Polizeiseelsorger (KEPP) tagt in Münsterhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/dynamiken-in-der-polizeilichen-berufsbiografie/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d5de5ccec30d4a91bb982251e8c91c0dZu Gast in Westfalen: Die Konferenz Evangelischer Polizeiseelsorgerinnen und Polizeiseelsorger (KEPP) in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) trifft sich in diesem Jahr vom 8. bis 12. August in Münster.

Das Thema der Jahrestagung lautet „Gewaltig_ig – Herausforderung und Dynamiken in der polizeilichen Berufsbiografie“. Neben Vorträgen und Diskussionen gibt es einen gemeinsamen Gottesdienst in der Ev. Lukaskirche, in dem Ulf Schlüter, der Theologische Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), am Dienstag die Predigt hielt. Auf dem Programm stehen auch der Besuch der „Villa ten Hompel“ (Gedenkstätte für Verbrechen von Polizei und Verwaltung in der Zeit des Nationalsozialismus) sowie eine Exkursion in die benachbarten Niederlande – mit Führungen durch den niederländischen Grenzgang „MenSenWerk“ in Soest/NL und die Nationale Gedenkstätte für getötete Polizist:innen in den Niederlanden an der Polizeiakademie Warnsveld/NL.

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AktuellesGemeinden
news-2336Thu, 04 Aug 2022 14:21:57 +0200Einladung zum Westfälischen Schöpfungspreis 2022http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/schoepfungsfest-der-ev-kirche-von-westfalen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=57204d1066edf5a8bff43fbee5a77d98Mit dem Westfälischen Schöpfungspreis ehrt die Konferenz der Umweltbeauftragten und das Institut für Kirche und Gesellschaft das Engagement der vielen Initiativen, Projekte und Einzelpersonen, die sich in der Evangelischen Kirche von Westfalen für die Bewahrung der Schöpfung engagieren.

Zum diesjährigen Schwerpunktthema Umweltkommunikation haben sich 14 spannende und zukunftsweisende Projekte beworben. Wir laden Sie herzlich zum Schöpfungsfest am 03. September in die Pauluskirche nach Dortmund ein.

Im Rahmen der Preisverleihung wird erstmalig ein mit 500€ dotierter Publikumspreis unter den sich vorstellenden Projekten vergeben. Zudem erwartet Sie ein Markt der Möglichkeiten, Workshops zum Thema Umweltkommunikation sowie ein kleiner Imbiss und Gelegenheit zum Kennenlernen der Initiativen und zum Vernetzen.

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AktuellesGemeindenMitarbeitende
news-2335Wed, 03 Aug 2022 15:16:18 +0200Neustrukturierung des Handlungsfeldes Seelsorge/„Zentrum Seelsorge“ im IAFWhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/neue-landeskirchliche-pfarrstelle-seelsorge-und-beratung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e78c6e2763d49580a44db01835f23c03MedienInfo 36/2022

Für Menschen da sein. Ihnen in allen Lebenslagen beistehen. Zuhören. Reden. Zuversicht und Halt geben: Seelsorge ist und bleibt Kernaufgabe der Kirche. Doch dafür braucht es klare Strukturen, die jetzt geschaffen werden – mit der Berufung von Pfarrer Ralf Radix in die landeskirchliche Pfarrstelle „Seelsorge und Beratung“ im Landeskirchenamt (Bielefeld) und der Errichtung eines „Zentrums Seelsorge“ im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung (IAFW) der westfälischen Landeskirche in Haus Villigst/Schwerte.  

Pfarrer Ralf Radix (57), bislang mit jeweils halbem Stellenanteil Beauftragter für Notfallseelsorge in der Evangelischen Kirche von Westfalen und Referent für Seelsorge und Beratung im Landeskirchenamt (Bielefeld), wird sich künftig ausschließlich um die konzeptionelle und strategische Ausrichtung der Seelsorgearbeit in der westfälischen Landeskirche kümmern. Dazu gehören der kirchliche Dienst in der Polizei, die Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge, Seelsorge im Alter, Hospizarbeit und Trauerbegleitung, Telefonseelsorge, Zirkus- und Schaustellerseelsorge, Gehörlosen-, Schwerhörigen und Blindenseelsorge und nicht zuletzt die Notfallseelsorge und Feuerwehrseelsorge. Neben der Fach- und Dienstaufsicht über die zurzeit knapp 50 in diesen Bereichen eingesetzten Pfarrerinnen und Pfarrer sowie der Fachaufsicht über das „Zentrum Seelsorge“ im IAFW koordiniert Radix u. a. die zuständigen Gremien, verhandelt mit Kostenträgern sowie staatlichen Partnern und treibt die konzeptionelle Arbeit in Seelsorge und Beratung voran.

Für Ulf Schlüter, den Theologischen Vizepräsidenten der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), ist die mit der Umstrukturierung verbundene Aufstockung der Pfarrstelle im Landeskirchenamt, einhergehend mit der Bildung des Zentrums Seelsorge, „ein folgerichtiger und notwendiger Schritt, um das in den vergangenen Jahren auf landeskirchlicher Ebene erheblich gewachsene Handlungsfeld Seelsorge verlässlich und qualifiziert zu begleiten und zu steuern und die in diesem Feld vorhandenen hohen Kompetenzen sinnvoll zueinander zu führen.“ Und der theologische Dezernent für den Bereich „Kirchliches Leben“, Landeskirchenrat Dr. Vicco von Bülow, ist davon überzeugt, dass Seelsorge zu den zentralen Handlungsfeldern der Kirche und der kirchlichen Berufe gehört – und dass diese Arbeit so geordnet werden muss, dass sie „heilsam für die Menschen“ ist.

Zum Hintergrund - und zugleich Auftakt einer Serie über die unterschiedlichen landeskirchlichen Seelsorgefelder, die in den kommenden Wochen und Monaten in loser Folge erscheinen wird:

7 Fragen an Pfarrer Ralf Radix, Referent für Seelsorge und Beratung im Landeskirchenamt

1. Für Außenstehende erklärt: Warum sind die neuen Strukturen mit der Vollzeit-Pfarrstelle „Seelsorge und Beratung“ im Landeskirchenamt und Schaffung eines „Zentrums Seelsorge“ im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung (IAFW) sinnvoll?
Als Kirche ist es unser Auftrag, Menschen in Krisen beizustehen. Mit der Spezialseelsorge verlassen wir die Grenzen der örtlichen Kirchengemeinden und suchen Menschen dort auf, wo sie ihre Belastungen besonders spüren: zum Beispiel in Krankenhäusern und Pflegeheimen, in Haftanstalten, am Arbeitsplatz und in akuten Krisen auch zuhause. Seelsorgerinnen und Seelsorger hören zu, reden, halten das Schweigen aus, beten, sind einfach da. Spüren, was die Menschen um sie herum gerade brauchen. Kirche wird so als unterstützend und stabilisierend und der Glaube an Gott neu erfahren.
Aufgrund der vorhandenen Prognosen zur Entwicklung der Zahl von Pfarrerinnen und Pfarrern brauchen wir in den Feldern der Spezialseelsorge eine strategische Planung, die im Landeskirchenamt geschehen muss. Denn letztlich dreht sich alles um die Frage: Wie kann unsere Landeskirche ihren Auftrag, Menschen in besonderen Krisen hilfreich beizustehen, erfüllen? Ich möchte helfen, Antworten zu finden.
Und was das (Kompetenz-)Zentrum Seelsorge betrifft: Die Anforderungen für Seelsorgende in den genannten Bereichen sind mit den Belastungen der betroffenen Menschen enorm gestiegen. Der Austausch der Seelsorgenden untereinander, das Netzwerken sowie das gemeinsame Nachdenken über und Umsetzen von Qualitätsstandards ist unerlässlich. Um das zu gewährleisten, wird das “Zentrum Seelsorge“ mit den Beauftragten der einzelnen Seelsorgefelder errichtet.

2. Das klingt nach Arbeitstagen mit stundenlangen Gremiensitzungen, Strategiegesprächen, Konzeptentwicklungen und Personalpolitik. Bleibt da überhaupt noch Zeit für das, was Seelsorge eigentlich ausmacht - fürs „Mit-Menschliche“?
In der westfälischen Landeskirche haben wir in den letzten Jahren die Spezialseelsorge ganz bewusst stärker in den Blick genommen und zusätzliche Stellen eingerichtet. Dadurch sollen zum einen die Kirchenkreise von der Verantwortung beispielsweise für die Notfall- oder Gehörlosenseelsorge entbunden werden. Zum anderen will unsere Kirche dadurch ihren Auftrag, auch für die Menschen da zu sein, die sich nicht zu einer Kirchengemeinde halten, ernst nehmen. Dadurch wird sie in der Gesellschaft sichtbarer. Durch die Kolleginnen und Kollegen, die in diesen Arbeitsfeldern seelsorglich tätig sind, findet das statt, was Seelsorge ausmacht. Aber für ihre Arbeit brauchen sie auch Strukturen, gute Rahmenbedingungen und klare Absprachen mit den Trägern der Einrichtungen oder dem Land NRW. Sie benötigen Perspektiven für eine längerfristige Beschäftigung in dem Bereich. Voraussetzung für ihren Dienst ist ja meist schon eine längere spezielle Qualifizierung. Und dafür zu sorgen, ist meine Aufgabe. Ich schaffe also quasi „aus der zweiten Reihe“ heraus die notwendigen Rahmenbedingungen, damit sich unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger vor Ort ganz auf ihre Arbeit mit den Menschen vor Ort konzentrieren können.

3. Was sind für Sie als neuen „Vollzeitpfarrer für Seelsorge und Beratung“ mit Dienstsitz im Landeskirchenamt (Bielefeld) die größten Herausforderungen der nächsten Wochen und Monate?
Für die Umsetzung des Grundlagenbeschlusses zur Neustrukturierung des Handlungsfeldes Seelsorge und Beratung sind noch etliche Details zu klären und weitere Beschlüsse durch die beteiligten landeskirchlichen Gremien zu fassen. Das konkrete Sortieren und Ordnen aller anstehenden Aufgaben fängt jetzt also erst an. Außerdem müssen auch die Aufgaben des „Zentrums Seelsorge“ und der dort angegliederten Beauftragten noch genau beschrieben werden.

4. Gibt es eine Vision, wie Ihr Arbeitsbereich in fünf Jahren aussehen sollte? 
Ich wünsche mir, dass wir in fünf Jahren für die Sonderseelsorge ein landeskirchliches Konzept verabschiedet haben, in dem festgelegt ist, in welchen Seelsorgefeldern wir uns als Landeskirche mit wie viel Personal, Geld und Energie engagieren wollen. Und dass dieses Konzept dann für etliche Jahre tragfähig ist und gilt. Denn damit schaffen wir für alle Beteiligten eine dringend notwendige Verlässlichkeit.  

5. Wie steht es um die Öffnung der hauptamtlichen Seelsorgearbeit für andere Berufsgruppen, zum Beispiel Diakoninnen und Diakone? 
Voraussetzung für den Dienst in der Spezialseelsorge ist eine fundierte theologische und seelsorgliche Ausbildung. Liegt diese Qualifizierung vor, können auch Angehörige anderer Berufsgruppen in der Spezialseelsorge eingesetzt werden. Erste Schritte in diese Richtung hat es bei Stellenausschreibungen bereits gegeben. 

6. Und welche Rolle spielt jetzt und in Zukunft das Ehrenamt?
In einigen Bereichen können Ehrenamtliche gut zum Einsatz kommen – zum Beispiel in der Notfallseelsorge, in der Seelsorge für alte Menschen, in der Krankenseelsorge oder auch in der Gemeindeseelsorge. Für die Qualifizierung der Ehrenamtlichen für diese Arbeit sind Standards und Rahmenbedingungen erarbeitet worden, die gerade im Entscheidungsprozess sind. Ehrenamtliche müssen in ihrem Dienst und Engagement aber fachlich und auch seelsorglich gut begleitet werden. Darum wird es in der Seelsorge nie ohne Hauptamt gehen können.

7. Welche persönlichen Eigenschaften und fachlichen Qualifikationen brauchen gute Seelsorgerinnen und Seelsorger? 
Sie müssen sich selbst sehr gut kennen, ihr Handeln und Denken stets selbst reflektieren. Seelsorgende zeichnet ihre Haltung und ihre Rollenklarheit aus. Sie werden oft mit großem Leid und großer Not konfrontiert und müssen hohe Widerstandskräfte haben, resilient sein. Außerdem brauchen sie Methodensicherheit, um genau abschätzen zu können, was ihr Gegenüber gerade braucht. Neben Mitgefühl und Empathie ist also auch noch eine hohe Professionalität durch fachliche Qualifikation notwendig.

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news-2334Wed, 03 Aug 2022 10:49:39 +0200Neue Fachstelle zum Schutz vor sexualisierter Gewalthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ab-sofort-erreichbar-die-neue-fachstelle-fuer-praevention-und-intervention/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4a544ce10d04a832d3814ec019afc3a2Die neue „Fachstelle für Prävention und Intervention“ der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) zum Schutz vor sexualisierter Gewalt ist jetzt am Start.

Der Sozialpädagoge und Diakon Christian Weber ist seit dem 1. August als Referent für Prävention im Landeskirchenamt erreichbar. Unterstützt wird er im Verwaltungsbereich bereits jetzt von Maria Schulz. Komplettiert wird das Team am 1. September, wenn auch Jelena Kracht als Referentin für den Bereich Intervention ihren Dienst aufnimmt.

Christian Weber ist erreichbar unter der Telefonnummer 0521 / 594-380 sowie per Mail: christian.weber@ekvw.de.
Maria Schulz hat die Telefonnummer 0521 / 594-382 und Mailadresse maria.schulz@ekvw.de

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AktuellesGemeindenMitarbeitende
news-2333Tue, 02 Aug 2022 15:44:19 +0200Soforthilfe für VEM-Kirche nach Erdbeben in den Philippinenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/deutsche-kirchen-helfen-den-opfern-vor-ort-mit-30000-euro/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=346f263ccfa644843aa37157b9510113MedienInfo 35/2022

Mit einer Soforthilfe von insgesamt 30.000 Euro unterstützen die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW), die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) und die Vereinte Evangelische Mission (VEM) die diakonische Nothilfe der Vereinigten Kirche Christi in den Philippinen (UCCP) für die Opfer des Erdbebens vom 28. Juli 2022.

Das Epizentrum des Erdbebens mit einer Stärke von 7,1 auf der Richter-Skala lag im Norden der philippinischen Insel Luzon in einer Tiefe von zehn Kilometern. Die Auswirkungen des Erdbebens waren bis in die über 400 Kilometer entfernte Hauptstadt Manila zu spüren.
Laut US-amerikanischem Fernsehsender CNN sind bei dem Erdbeben bislang mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen und 130 Personen verletzt worden. Das philippinische Nationale Zentrum für Katastrophenvorsorge und -management berichtet, dass mehr als 21.000 Menschen von dem Erdbeben unmittelbar betroffen sind. Mehr als 400 Häuser, mehrere Schulen, Krankenhäuser und Brücken wurden beschädigt oder zerstört. Die Infrastrukturschäden belaufen sich auf schätzungsweise 687 Millionen US-Dollar.
Darüber hinaus wurden zahlreiche Erdrutsche und Überschwemmungen gemeldet. Zwar konnte die Stromversorgung wiederhergestellt werden, jedoch sei der Zugang zu Trinkwasser nach wie vor nicht sichergestellt, wie der philippinische Präsident, Ferdinand Marcos Jr., bei seinem Besuch in den Katastrophengebieten berichtete. Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie teilte mit, dass sich die Menschen in den Philippinen auf Nachbeben vorbereiten sollten.

Die UCCP, eine Mitgliedskirche der VEM, leistet Nothilfe und verteilt Lebensmittelpakete an die betroffenen Haushalte mit schätzungsweise 3000 bis 5000 Menschen. Die Lebensmittelpakete enthalten Reis, Hülsenfrüchte, Konserven, Öl, Zucker, Salz, Trockenfisch und Wasser in Flaschen. Außerdem sollen Taschenlampen sowie Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel für sanitäre Zwecke bereitgestellt werden. Die UCCP plant außerdem, in den betroffenen Gemeinden eine psychosoziale Beratung anzubieten, um die Erdbebenopfer bei der Traumata-Bewältigung zu unterstützen. Darüber hinaus sollen die beschädigten und zerstörten Wohnhäuser und Kirchen wiederaufgebaut werden, sobald die Regierung eine Rückkehr in die vom Erdbeben zerstörten Gebiete erlaubt. Dazu will die UCCP die dafür notwendigen Baumaterialien bereitstellen.

Die UCCP-Kirche bittet die VEM-Mitgliedskirchen um Fürbittengebete für die Opfer der Katastrophe und für die Hilfsbemühungen durch ihre Mitglieder, die von den Auswirkungen des starken Erdbebens oftmals selbst betroffen sind. Um eine schnelle diakonische Not- und Wiederaufbauhilfe in Nord-Luzon zu gewährleisten, bittet die philippinische Kirche außerdem um Spenden an die: Vereinte Evangelische Mission, KD-Bank eG, IBAN DE 45 3506 0190 0009 0909 08, Stichwort: Erdbeben Nord-Luzon.

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Aktuelles
news-2332Mon, 01 Aug 2022 12:22:09 +0200Aufruf aus Freier Wohlfahrtspflege, Gewerkschaften, Kirche, Wissenschaft und Kulturhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/solidaritaet-mit-den-schwaechsten-der-gesellschaft/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9b2f010935cd07aeb7584c280ca3addbIn einem offenen Aufruf „Für Solidarität und Zusammenhalt jetzt!“ fordern prominente Vertreter und Vertreterinnen von Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Kirche, Wissenschaft und Kultur mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt in Krisenzeiten. Der Angriffskrieg auf die Ukraine, die Corona-Pandemie und weltweit gestörte Lieferketten haben Preissteigerungen vor allem für Energie und Nahrungsmittel ausgelöst, die von Menschen mit geringen bis durchschnittlichen Einkommen kaum noch zu stemmen sind.

Für viele bedeutet die hohe Inflation eine existenzielle Bedrohung. Die Unterzeichnenden fordern deshalb eine zielgenaue und wirkungsvolle Entlastung einkommensarmer Haushalte. Dabei sei insbesondere die Solidarität der Menschen gefragt, die über große Einkommen und Vermögen verfügten, betonen die Erstunterzeichnenden des Appells. „Starke Schultern können und müssen mehr tragen – das ist ein zentraler Grundsatz unserer sozialen Marktwirtschaft.“, heißt es in dem Aufruf: „Wir alle sind jetzt gefragt, unseren persönlichen Beitrag zum sozialen Frieden und zum Zusammenhalt in unserer Demokratie zu leisten.“

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Annette Kurschus, betont: „Solidarität muss sehr konkret und sehr konsequent gelebt werden, und das wird auch uns selbst in unserem Alltag einiges abverlangen. Wir werden erhebliche Preissteigerungen in etlichen Bereichen hinnehmen müssen. Jetzt gilt es, zusammenzuhalten – auch damit die teure Solidarität nicht auf die Knochen und auf Kosten derer geht, die jetzt schon zu wenig haben. Den entschlossenen Willen dazu nehme ich in unserer Gesellschaft deutlich wahr.“

Der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, erklärt: „Menschen mit geringen Einkommen können nicht mehr warten und müssen jetzt wirkungsvoll von der Preisexplosion entlastet werden. Wer bereits heute fast zwei Drittel des Einkommens für Miete, Energie und Lebensmittel ausgeben muss und über keine nennenswerten Rücklagen verfügt, kann der Inflation nicht entkommen. Die Politik muss diejenigen als erste in den Blick nehmen, die am härtesten von den Preissteigerungen getroffen werden, und sie zielgenau unterstützen. Gute Vorschläge dazu liegen auf dem Tisch, jetzt kommt es auf die Umsetzung an.“

Der Aufruf „Für Solidarität und Zusammenhalt jetzt!“ ist abrufbar unter: https://www.policat.org/p/9784

 

Liste der Erstunterzeichnenden:

  • Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland
  • Frank Werneke, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
  • Reiner Hoffmann, ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)
  • Dr. Annette Kurschus, Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
  • Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
  • Karl-Josef Laumann, Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA)
  • Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK
  • Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes
  • Michael Groß, Präsident der Arbeiterwohlfahrt (AWO)
  • Guido Zeitler, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)
  • Jochen Brühl, Vorsitzender der Tafel Deutschland
  • Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB)
  • André Wilken, Geschäftsführer European Cultural Foundation
  • Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
  • Prof. Dr. Gesche Joost, Professorin für Designforschung an der Universität der Künste Berlin
  • Prof. Dr. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)
  • Stefan Wegner, Partner Scholz & Friends
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AktuellesMitarbeitende
news-2331Mon, 01 Aug 2022 12:06:00 +0200VEM und MÖWe unterstützen „Kampagne für Saubere Kleidung“http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/online-petition-fuer-existenzsichernde-loehne-in-der-weltweiten-bekleidungsindustrie/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fd75b3d1b11683c5d203ba7222924b0eMit der Initiative Good Clothes, Fair Pay fordert die Kampagne für Saubere Kleidung verbindliche Rechtsvorschriften für existenzsichernde Löhne in der weltweiten Bekleidungs-, Textil- und Schuhbranche. Als Mitglieder der Kampagne unterstützen die Vereinte Evangelische Mission (VEM) und das Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) die Online-Petition.

Erreicht die Petition ihr Ziel von 1 Million Unterschriften von Bürger*innen der Europäischen Union (EU), so kann die Kampagne von der Europäischen Kommission eine Gesetzgebung fordern, die von Unternehmen aus der Branche eine Prüfung ihrer Lieferketten auf die Einhaltung existenzsichernder Löhne verlangt. Good Clothes Fair Pay zufolge sollen Marken und Einzelhändler gesetzlich dazu verpflichtet werden, die Löhne in ihren Lieferketten zu bewerten, Pläne zur Schließung der Lücke zwischen tatsächlichen und existenzsichernden Löhnen aufzustellen und ihre Fortschritte öffentlich bekannt zu geben.

Laut Aussage der Kampagne bekommen die Arbeiter*innen in der Bekleidungsindustrie der Herstellerländer heute zumeist Mindestlöhne, die nur ein Drittel bis ein Viertel der Ausgaben decken, die sie für sich und ihre Familien benötigen, um über die Runden zu kommen. Trotz zermürbender Arbeitszeiten seien die meisten von ihnen finanziell kaum in der Lage, gesunde Lebensmittel auf den Tisch zu bringen, in angemessenen Wohnungen zu leben, eine medizinische Versorgung zu bezahlen oder das Schulgeld für ihre Kinder aufzubringen.

Die Situation habe sich durch die Covid-19-Pandemie weiter verschlimmert. Hunderttausende von Beschäftigten seien für ihre Arbeit nicht bezahlt worden, als große Markenhersteller ihre Aufträge für bereits produzierte Waren stornierten. Dies führte laut der Initiative zu einer schweren humanitären Krise in den Herstellerländern, da die Arbeitnehmer*innen ohne ein soziales Sicherheitsnetz noch mehr Mühe hätten, ihre Lebensmittel, Gesundheitsversorgung und Mieten zu bezahlen. Die Initiative wird von einer Koalition von Bürger*innen in der EU angeführt und von Nichtregierungsorganisationen wie der Kampagne für Saubere Kleidung , politischen Entscheidungsträger*innen und Expert*innen für existenzsichernde Löhne unterstützt.

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AktuellesMitarbeitende
news-2330Thu, 21 Jul 2022 09:48:42 +0200UCC-Forum 2022: Schwierige Entscheidungen in Zeiten von Krieg und Aggressionhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/macht-es-euch-nicht-zu-einfach/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=75715432a82a448792f8c943a9cade97Das jährlich stattfindende UCC-Forum der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) steht in diesem Herbst unter dem Motto „Macht es Euch nicht zu einfach! Schwierige Entscheidungen in Zeiten von Krieg und Aggression“. Am 9. und 10. September lädt die westfälische Landeskirche alle am Austausch mit der amerikanischen Partnerkirche United Church of Christ (UCC) Interessierten ein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Auf dem Programm der teilweise hybriden Veranstaltung stehen u.a. drei Impulsvorträge: Jens Lattke, der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirchen in Mitteldeutschland (EKM) und Leiter des Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrums, referiert über „Gerechtigkeit und Frieden im Angesicht des Ukrainekrieges“. Sven Giegold (Bündnis 90/Die Grünen), Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT), spricht zum Thema „Schuld ist unvermeidlich“. Und UCC-Pfarrer i.R. Paul Jahn (Indiana/USA) macht sich Gedanken zu „Just Peace and the UCC“. Außerdem werden Neuigkeiten aus der Kirchengemeinschaft diskutiert.

Tagungsort ist die Evangelische Tagungsstätte Haus Villigst, Iserlohner Straße 25, 58239 Schwerte. Die Tagungskosten – inklusive Unterkunft und Verpflegung – betragen 50 bzw. ermäßigt 25 Euro.

Weitere Informationen und Anmeldungen bei Petra Steiner, Altstädter Kirchplatz 5, 33602 Bielefeld, Telefon: 0521/594-244, E-Mail: oekumene@ekvw.de und online unter: UCC-Forum :: Evangelisch in Westfalen - EKvW (evangelisch-in-westfalen.de)

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AktuellesGemeinden
news-2329Mon, 18 Jul 2022 23:10:20 +0200Der ehemalige Leiter des IKG verstarb im Alter von 75 Jahrenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/abschied-von-pfarrer-ir-heinz-georg-ackermeier/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e5c870ba52b1247c98aaea334e64fef2Pfarrer i.R. Heinz-Georg Ackermeier ist tot. Der langjährige Landesmännerpfarrer und Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft (IKG) der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) verstarb am 10. Juli im Alter von 75 Jahren. Präses Annette Kurschus würdigte ihn als „einen prägenden Zeugen des Evangeliums und der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung der Kirche“.

Mit seiner Leidenschaft für Themen und Menschen, seiner Freude an der Durchführung von Veranstaltungen und Seminaren, mit der Begeisterung für Begegnung und Dialog und nicht zuletzt mit seinem feinen Humor und seiner Musikalität werde er vielen in Erinnerung bleiben. „Wir sind traurig, einen prägenden Pfarrer unserer Kirche verloren zu haben, und zugleich dankbar für alles, was Gott uns durch ihn und sein Wirken geschenkt hat“, so Kurschus.

Von 1995 bis 2004 war Ackermeier Landesmännerpfarrer der westfälischen Landeskirche und in der Zeit von 1999 bis 2011 auch Theologischer Vorsitzender der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Über viele Jahre war Heinz-Georg Ackermeier eine prägende Gestalt der kirchlichen Männerarbeit. Mit seiner Leidenschaft für die Anliegen von Männern, mit seiner Freude an der Gestaltung von Veranstaltungen und Seminaren, mit seiner Begeisterung für Begegnungen stand er für eine lebendige Männerarbeit. Alle, die ihn erlebten, erinnern sich mit Dankbarkeit und Vergnügen an seinen feinen Humor und seine große Musikalität.

Als Beauftragter der EKvW für agrarsoziale Fragen hat sich Heinz-Georg Ackermeier mit Leidenschaft der ökologisch und sozial gerechten Entwicklung des ländlichen Raumes und der Landwirtschaft gewidmet. Als Landesmännerpfarrer unserer Kirche und langjähriger Vorsitzender der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland hat er wichtige Impulse für die Männerarbeit gesetzt. Als erster Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft hat er die schwierige Aufgabe übernommen, den Neuanfang des IKG am Standort Villigst zu begleiten, nachdem Haus Ortlohn (Iserlohn) als Bildungsstandort der westfälischen Landeskirche geschlossen wurde. Besonders am Herzen lag ihm die Begegnungs- und Versöhnungsarbeit im Kinder- und Jugendzentrum Nadeshda in Belarus, für dessen Aufbau und Weiterentwicklung er sich stets eingesetzt hat. 

 

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Aktuelles
news-2328Tue, 12 Jul 2022 11:31:34 +0200Präses Annette Kurschus über Gedenken und Hoffnung zum Jahrestag der Flutkatastrophehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/weiter-fuereinander-einstehen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ada17e4281d763d9947bed0c5ae422d7Mitte Juli des vergangenen Jahres – im Ahrtal und weiteren Teilen des Rheinlands und Westfalens reißen Wassermassen Bäume, Autos, Mauern mit sich. Die Fluten kommen unvermittelt und mit mächtiger Gewalt; Häuser, ganze Siedlungen werden zerstört, Existenzen drohen unterzugehen, 180 Menschen sterben. Noch heute, ein Jahr danach, sind wir schockiert von den Bildern und Nachrichten, entsetzen wir uns über das Erlebte.

Ein Jahr nach der furchtbaren Flut ist es Zeit, dem Gedenken an die Katastrophe, an die Menschen, die von ihr unmittelbar betroffen waren, erneut Gehör zu verschaffen, es einmal wieder öffentlich kundzutun. Denn ihrer gedacht haben wir seitdem immer, mit ihnen gehofft, für sie gebetet.

Dankbar und froh sind wir ob der riesigen Hilfsbereitschaft, die den Menschen in den betroffenen Hochwasserregionen zuteilwurde. Allein über die Diakonie Katastrophenhilfe wurden 43,4 Millionen Euro gespendet. Nach wie vor sind Helferinnen und Helfer der Diakonie vor Ort im Einsatz.

Aber auch darüber hinaus war die Bereitschaft zu helfen immens. Menschen fuhren spontan in die Flutgebiete, um mit anzupacken, Firmen stellten Knowhow und Arbeitskraft zur Verfügung, Geld- und Sachspenden gingen auf unterschiedlichen Wegen an die Betroffenen. Das macht Mut. Denn hier wird deutlich, dass Menschen füreinander einstehen, dass sie in der Not Solidarität üben und in der Lage sind, miteinander zu leiden, Mitleid zu haben – ganz im Sinne Jesu, der Mitleid und Zuwendung vorgelebt hat.

Aber auch ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe ist vielerorts noch keine Normalität zurückgekehrt. Noch immer kämpfen die Menschen um die Rückkehr in einen geregelten, weitgehend unbeschwerten Alltag. Nach wie vor sind die betroffenen Regionen schwer von den Zerstörungen gezeichnet.

Und so bedarf es weiter der Anstrengung vieler, die Folgen der Flut zu beseitigen und den Menschen im Ahrtal und anderswo zur Seite zu stehen, damit sie ihr Leben lebenswert gestalten können. Da sind einerseits Politik und Verwaltung herausgefordert, zum anderen darf und wird aber auch die Hilfsbereitschaft von Organisationen und Privatpersonen nicht abreißen. Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe hat seine langfristige Hilfe zugesagt. Darüber sind wir sehr froh.

Und auch die Kirchen in den betroffenen Regionen bleiben aktiv, durch Seelsorge vor Ort, Beratung, finanzielle Unterstützung – und in Gebet und Fürbitte. Passend zur immer neuen Hoffnung, die die Menschen bei ihrem Neubeginn stärken soll, steht die Losung am ersten Jahrestag der Hochwasserkatastrophe: ‚Der Herr ist allen gütig und erbarmt sich aller seiner Werke. (Ps. 145,9)‘

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AktuellesFlut-Katastrophe2021
news-2327Sun, 10 Jul 2022 20:35:54 +0200Präses Annette Kurschus über Grundsätze und seelsorgerliche Gründehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kirchliche-trauung-ohne-kirchenmitgliedschaft/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e0bc4883b091a6dc2227804334a286dbDie Hochzeit von Bundesfinanzminister Christian Lindner und Franca Lehfeldt sorgt bundesweit für Aufmerksamkeit. Sie wurden in einer evangelischen Kirche auf der Insel Sylt kirchlich getraut, obwohl beide – dem Vernehmen nach – nicht Mitglieder der Kirche sind.
In einem Interview mit dem in Bielefeld erscheinenden ‚Westfalenblatt‘ verweist Präses Annette Kurschus auf die Rechtslage, die Bedeutung von Sakrament und Segen und seelsorgerliche Beweggründe:

Westfalenblatt: Die evangelische Kirche St. Severin auf Sylt war nicht die bloße Kulisse einer weltlichen Hochzeitsfeier, sondern Ort einer kirchlichen Trauung durch eine Pastorin – obwohl Bräutigam Christian Lindner und Braut Franca Lehfeldt aus der Kirche ausgetreten waren. Das führt nun zu Diskussionen – auch innerhalb der evangelischen Kirche. Was denkt Annette Kurschus, die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen und seit November EKD-Ratsvorsitzende über das Geschehen?

Annette Kurschus: Eine Meinung habe ich nur zu Dingen, deren Sachverhalt ich genau kenne. Ich weiß zum Beispiel nicht genau, ob Herr Lindner oder Frau Lehfeldt vor der Trauung Kirchenmitglieder waren oder wurden. Zu den Aufgaben im Traugespräch gehört ja ausdrücklich, die Möglichkeit eines Kircheneintritts anzusprechen.  Insofern habe ich Grundsätze, aber keine Meinung. Bevor ich  die darlege: Erst einmal herzlichen Glückwunsch an das Ehepaar Franca Lehfeldt und Christian Lindner! Ich wünsche den beiden, dass sie glücklich bleiben und dass ihre Liebe, die jetzt so im Rampenlicht steht, im grauen Alltag Bestand hat.

Die Pfarrerin in Keitum hat entschieden, die beiden zu trauen, und ich muss ihr vertrauen, dass sie dies nach dem Gespräch mit dem Paar nach reiflichem Nachdenken getan hat. Ein solches Gespräch unterliegt der seelsorglichen Verschwiegenheit. Wir wissen nicht, was Herr Lindner und Frau Lehfeldt erklärt haben. „Seelsorgliche Gründe“ sind allerdings keine Allerweltsgründe. Es wäre verantwortungslos sie zu banalisieren. Sonderangebote für Reiche und Wichtige zu machen ist nicht unser Ding, und das wird es auch nie sein.

WB: Auf der Seite der Ev. Landeskirche von Westfalen steht zu den Folgen eines Kirchenaustritts unter anderem: „Sie können nicht in einer Kirche heiraten“. Entsteht jetzt nicht der Eindruck, dass man zwar die Kirchensteuer sparen, aber bei Bedarf kirchliche Sakramente wie ein „Event“ buchen kann?

 Kurschus: Was auf unserer Homepage steht, ist die Rechtslage auch in der Nordkirche. Es gibt einzelne Fälle, in denen eine Pfarrperson aus besonderen seelsorglichen Gründen davon abweicht und dies mit ihrem Gewissen vertritt. Leider ist im Fall der prominenten Trauung des Ehepaars Lindner und Lehfeldt der von Ihnen genannte Eindruck entstanden. Dass man in Medien jetzt das Wort „Lindner-Zeremonie“ liest, wo ein Gottesdienst gemeint ist, ist ungut. Wir sind beileibe nicht knauserig mit Gottes Gaben. Aber fest steht: Sakrament und Segen sind niemals eine Ware, die wir wohlfeil anbieten. Ich möchte allerdings ergänzen, dass eine Trauung in der evangelischen Kirche kein Sakrament ist. Die Ehe sei ein „weltlich Ding“, hat Martin Luther gesagt.

In einem Traugottesdient wird die Bibel ausgelegt, wir beten für das Paar und segnen es und die Partner bekräftigen öffentlich, dass sie verlässlich, verbindlich, treu und in Liebe zusammenleben wollen.

WB: Würden Sie denn ein Paar trauen, das sich bewusst gegen eine Mitgliedschaft in der Kirche entschieden hat?

Kurschus: Nein, ich sehe mich an die Ordnung unserer Kirche gebunden. Aber als Christin, zumal als evangelische Christin, die zur Freiheit berufen ist, würde ich aus erwähnten schwerwiegenden seelsorglichen Gründen Barmherzigkeit über das Recht stellen. Ich will ein Beispiel nennen, um das zu veranschaulichen. Menschen, die Gewalterfahrungen in der Kirche gemacht haben, sind nicht immer dem Glauben und dem Gottesdienst feind. Sie haben manchmal sehr ambivalente Haltungen. Es kann sein, dass jemand, dem Leid angetan wurde durch einen Pfarrer, trotzdem den Wunsch hat kirchlich zu heiraten, aber beschlossen hat, dass er nicht mehr zur Institution Kirche gehören und keinen Cent mehr an sie zahlen will. In solch einem Fall würde ich zum Beispiel, auch wenn der Partner oder die Partnerin dieses Menschen kein Kirchenmitglied ist und also kirchenrechtlich eine kirchliche Trauung zu versagen ist, eine solche vornehmen.

WB: Wäre eine Trauung auch für jeden anderen Ausgetretenen möglich gewesen?

Kurschus: Wie gesagt, jede Trauung ist einzigartig, ob bei Lindner und Lehfeldt oder bei jedem anderen, weil sie alle einzigartige Menschen mit ihren Geschichten sind. Und jedes Mal gilt es nach dem Recht unserer Kirche zu handeln und zugleich Anfragen, denen dieses Recht entgegensteht, nicht einfach abzutun, sondern sorgfältig zu betrachten und verantwortungsvoll zu entscheiden.

WB: Ist folglich auch eine kirchliche Bestattung trotz Kirchenaustritts möglich? 

Kurschus: Sie ist schon lange möglich. Denn Tote zu bestatten, gehört im christlichen Glauben zu den sieben Werken der Barmherzigkeit. Von den Toten ist, anders als bei der Trauung, kein Versprechen und kein Ja-Wort gefragt. Ich zitiere wieder aus der Ordnung unserer Kirche: „Verstorbene, die nicht oder nicht mehr Glieder der evangelischen Kirche waren, können ausnahmsweise kirchlich bestattet werden, wenn dies aus seelsorglichen Gründen angezeigt erscheint. Eine kirchliche Bestattung findet nicht statt, wenn die Verstorbenen sie ausdrücklich abgelehnt haben.“

Ich habe in meiner Zeit als Pfarrerin immer nach den Gründen geforscht, warum Angehörige eine kirchliche Trauerfeier wollten. Es gibt viele Fälle, in denen es ein tiefer Wunsch der Familie ist, dass ihr geliebter Verstorbener mit christlicher Hoffnung, Gebet und Segen auf den letzten Weg gegeben wird. Wenn Angehörige gleich mit dem Angebot kamen, eine große Spende zu machen, hat mich das misstrauisch gemacht. Eine kirchliche Amtshandlung ist grundsätzlich kostenlos, auch für Herrn Lindner und Frau Lehfeldt übrigens.

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AktuellesPräsesGemeinden
news-2325Tue, 05 Jul 2022 12:57:49 +020041-Jährige Verwaltungsexpertin wechselt von der Kreisverwaltung Herford ins Landeskirchenamt nach Bielefeldhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/sonika-mohme-wird-neue-leiterin-des-geschaeftsbereichs-zentrale-verwaltung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=953838b1636f709763049a6870894668MedienInfo 31/2022

Sonika Mohme (41) ist neue Leiterin des Geschäftsbereichs Zentrale Verwaltung im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).

Die erfahrene Verwaltungsexpertin hat ihre neue Aufgabe am 1. Juli 2022 angetreten und sich am heutigen Dienstag (5.7.) den Mitarbeitenden im Landeskirchenamt offiziell vorgestellt. Präses Annette Kurschus begrüßte die neue Kollegin, wünschte ihr Gottes Segen und nannte ihren Dienstantritt den „Beginn einer neuen Ära im Landeskirchenamt“. Denn zum ersten Mal steht eine Frau an der Verwaltungsspitze.    

Sonika Mohme ist gebürtige Portanerin. Nach dem Abitur wählte sie zunächst die Inspektorenlaufbahn bei der Stadt Minden und absolvierte 2000 bis 2003 ein Studium zur Diplom-Verwaltungswirtin (FH). Anschließend wechselte Mohme zur Kreisverwaltung Herford und studierte berufsbegleitend noch „Öffentliches Management“ an der Universität Kassel (2004-2006). Insgesamt war Sonika Mohme fast 20 Jahre – seit 2003 – beim Kreis Herford tätig: zunächst im Amt für Umwelt, Planen und Bauen und im Steuerungs- und Qualitätsmanagement, dann in der Wirtschaftsförderung, in der Geschäftsstelle der „Initiative Wirtschaftsstandort des Kreises Herford e.V.“, im Finanz- und Liegenschaftsmanagement sowie zuletzt als Amtsleiterin im Straßenverkehrsamt.

Als Leiterin des gerade neu strukturierten Geschäftsbereichs Zentrale Verwaltung ist Sonika Mohme künftig für vier Arbeitsbereiche mit jeweils eigenen Bereichsleitungen verantwortlich: „Personal & Personalentwicklung“ – „Service & Zentrale Dienste“ – „Organisation & Organisationsentwicklung“ – sowie „Digitalisierung, Datenschutz & Dokumentenmanagement“. Sonika Mohme freut sich auf die neuen Herausforderungen im Landeskirchenamt. Ihr Ziel: den Wandel des Landeskirchenamtes in eine moderne und dienstleistungsorientierte Verwaltung aktiv mitzugestalten.   

Das Landeskirchenamt mit rund 350 Mitarbeitenden ist die Verwaltung und der Sitz der Kirchenleitung der EKvW.

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AktuellesMedien
news-2324Mon, 04 Jul 2022 10:10:39 +0200Bewerbungsfrist verlängerthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/westfaelischer-schoepfungspreis-2022/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3f8ee39020e73c167a721c132dfe418eNoch bis Ende dieses Monats können Interessierte ihre Bewerbungen für den Westfälischen Schöpfungspreis einreichen. Die Bewerbungsfrist wurde um einen Monat bis zum 31. Juli verlängert.

Mit dem Westfälischen Schöpfungspreis ehren die Konferenz der Umweltbeauftragten und das Institut für Kirche und Gesellschaft das Engagement der vielen Initiativen, Projekte und Einzelpersonen, die sich in der Evangelischen Kirche von Westfalen für die Bewahrung der Schöpfung engagieren. Schwerpunktthema in diesem Jahr ist die Umweltkommunikation. Die Preisverleihung erfolgt am 3. September in der Dortmunder Pauluskirche.

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AktuellesKlima
news-2323Thu, 30 Jun 2022 12:13:28 +0200Infoveranstaltung am 25. August in Dortmundhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/interprofessionell-kirche-gestalten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=438670325b71f33d07446f470e9f1533Vielfach bereits erprobt sind sie seit diesem Jahr fester Bestandteil der Personalgestaltung: die Interprofessionellen Pastoralteams in der westfälischen Landeskirche.

Durch sie sollen in Zukunft pastorale Aufgaben im konstruktiven Miteinander von Pfarrerinnen und Pfarrern sowie Diakonen und Gemeindepädagoginnen oder Mitarbeitenden aus Kirchenmusik und Verwaltung/Organisation wahrgenommen werden.

Für Verantwortliche in Kirchengemeinden und Kirchenkreisen, die sich fragen, ob diese Form der Zusammenarbeit auch für sie vor Ort eine gute Möglichkeit ist, die zukünftigen Herausforderungen zu meistern, gibt es am Donnerstag, 25. August 2022, eine Informationsveranstaltung im Dortmunder Reinoldinum. Von 9 bis 15 Uhr erhalten die Teilnehmenden zahlreiche nützlich Infos und Tipps zum Thema – zum Beispiel über die grundsätzlichen Rahmenbedingungen und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Vor allem bleibt aber auch Gelegenheit, mit Mitgliedern von unterschiedlichen Teams aus ganz Westfalen darüber ins Gespräch zu kommen.

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AktuellesGemeinden
news-2322Fri, 24 Jun 2022 09:53:00 +0200Präses und Ratsvorsitzende wirbt in ihrer Johannisrede dafür, Frieden und Sicherheit nicht gegen Klima- und Umweltschutz auszuspielenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kurschus-beim-ekd-jahresempfang-wir-sind-der-immer-neuen-krisen-muede/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1b2685a19e5c49b119bacfd30e78a438Für einen besonnenen, umsichtigen Umgang mit den Herausforderungen durch immer neue Krisen hat die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Annette Kurschus, in ihrer Rede anlässlich des Johannisempfangs der EKD in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin geworben.

Gegenwärtig mache sich in Kirche und Gesellschaft eine gereizte und latent aggressive Erschöpfung breit. „Wir sind der immer neuen Krisen überdrüssig“, sagte Kurschus in Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie zahlreichen Bundespolitiker*innen. Zusätzlich zum Krieg gegen die Ukraine und der Bedrohung durch Corona sorgten die Transformationsprozesse in Sachen Mobilität, Digitalisierung und Klimaschutz für Überforderung und hoch emotionale Wallungen. „Wenn Wallung der Gemüter auf körperliche und seelische Erschöpfung trifft, dann wird´s brenzlig. Hoch explosive Begegnungen können daraus entstehen, die hier und da ein Gift freisetzen, das lange nachwirkt.“ Dabei dürfe es nicht bleiben, so die Ratsvorsitzende: „Frönen wir nicht dem Verdruss!“
 
In ihrer mit „Eine Zeitansage im Sommer“ überschriebenen Rede warnt Kurschus vor dem Trugschluss, „die Welt in den Griff zu bekommen und das Unverfügbare verfügbar zu machen“. Aus christlicher Perspektive sei die Unverfügbarkeit weder Fluch noch böses Schicksal, sondern gehöre zur menschlichen Existenz. „Es ist weise und redlich, wenn wir zugeben, in den großen Fragen von Leben und Tod, Krieg und Frieden keine leicht fertigen und darin leichtfertigen Antworten zu haben.“ Zwar fordere das „neue Kriegs- und Seuchenzeitalter“ dazu heraus, Entscheidungen zu treffen und Fragen zu beantworten, „aber ein simples Ja oder Nein darf die komplizierte Wirklichkeit, der die Antwort gelten und standhalten soll, nicht eindampfen und beschneiden.  
 
Kurschus: „Könnte es auch im gegenwärtigen Streit um Krieg und Frieden die Aufgabe von Christinnen und Christen sein, sich als Anwälte und Anwältinnen der Unverfügbarkeit zu verstehen? Also ausdrücklich dem Nichtwissen das Wort zu geben, der Skepsis ihr Recht einzuräumen, dem Zweifel den Platz freizuhalten? Ich meine: ja, unbedingt.“ Aporien und Dilemmata müssten akribisch benannt werden, so die Ratsvorsitzende. „Die Orientierung an Jesu Wort verlangt danach, immer neu auszuloten, wie wir das Recht und die Würde von Menschen in Not verteidigen und uns zugleich für Frieden einsetzen können. Das ist mühsam! Und es führt in eine bisweilen unauflösbare Spannung, in der es oft kein eindeutiges „Richtig“ oder „Falsch“ gibt“, so die Ratsvorsitzende.
 
Gleichzeitig dürften Fragen nach Frieden und Sicherheit nicht ausgespielt oder aufgerechnet werden gegen Fragen des Klimaschutzes und der Bewahrung der Schöpfung. „Klimawandel ist der größte Hungertreiber. Klimapolitik ist auch eine Frage von Gerechtigkeit und Sicherheit. Wenn Menschen um ihre Existenzgrundlage kämpfen, wenn es so kommt wie prognostiziert, nämlich dass sich bis 2030 rund 700 Millionen Klimaflüchtlinge auf den Weg machen werden, um ihr Leben zu retten, dann steigt die Kriegsgefahr. Deshalb halte ich es für kurzsichtig, an der einen Seite zu sparen und alles in die Aufrüstung zu stecken. Klima- und Sicherheitspolitik, die ihren Namen verdient, wird nie zu Lasten, sondern stets zugunsten der Armen in aller Welt und auch zugunsten der Armen in unserem Land geschehen können und müssen. Darauf werden wir als Christ*innen achten, und daran werden wir erinnern. Auch und zuallererst uns selbst. Alles hängt mit allem zusammen, und darum brauchen wir sie so dringend: himmelweite Hoffnung und unerschöpfliches Vertrauen“. Gerade in Krisen- und Kriegszeiten sei es „rettungsvoll realistisch, wenn wir mit der Möglichkeit des Unmöglichen rechnen – also damit, dass Gott in die Welt kommt. Unverfügbar. Unvermittelt. Unverhofft“, sagte Kurschus.
 
Der Einladung zum Jahresempfang am Berliner Gendarmenmarkt waren zahlreiche Gäste aus Politik, Kirchen, Kultur und Wirtschaft gefolgt. Im Rahmen des Empfangs wurde der Bevollmächtigte des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Martin Dutzmann, in den Ruhestand verabschiedet. Dutzmann hatte das Amt des Bevollmächtigten seit Oktober 2013 inne. Zuvor war er Bischof für die Evangelische Seelsorge in der Bundeswehr und Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche. Bis zur Wahl einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers übernimmt der stellvertretende Bevollmächtigte, Stephan Iro, seine Aufgaben.

EKD/EKvW

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AktuellesPräses
news-2321Thu, 23 Jun 2022 10:35:35 +0200Neue Fachstelle in Bielefeldhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/westfaelische-kirche-intensiviert-praeventionsarbeit-zu-sexualisierter-gewalt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=af15d6cd7b072a918de9f2065bcbf321MedienInfo 30/2022

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) intensiviert ihre Arbeit zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Zum 1. August dieses Jahres nimmt in Bielefeld die neue landeskirchliche Fachstelle für Prävention und Intervention ihren Dienst auf. Sie hat ihre Büroräume im Haus des Landeskirchenamts.

Personell ausgestattet sein wird die neue Fachstelle mit zwei Referent*innen und einer Verwaltungskraft. Als Referent für Prävention tritt zunächst Christian Weber in die Arbeit der neuen Fachstelle ein. Der Sozialpädagoge und Diakon war zuletzt Fachreferent im Amt für Jugendarbeit der EKvW. Hier standen die Arbeit mit Kindern und speziell der Einsatz im Themenfeld sexualisierte Gewalt im Focus seiner Aufgaben. Ab dem 1. September wird Jelena Kracht als Referentin für den Bereich Intervention in der Fachstelle hinzukommen. Die Sozialarbeiterin mit Schwerpunkt auf Management in Sozialwirtschaftlichen und Diakonischen Organisationen arbeitete zuvor ebenfalls im Jugendbereich als Teamleiterin. Unterstützt wird die Stelle im Verwaltungsbereich von Bürokauffrau Maria Schulz.

Mit der Schaffung der neuen Fachstelle verstärkt die Evangelische Kirche von Westfalen ihren Einsatz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Eine Aufgabe der neuen Einrichtung soll die konzeptionelle Begleitung von Kirchenkreisen und kirchlichen Einrichtungen sein. So wird sie Standards zur Entwicklung von Schutzkonzepten definieren, Handreichungen erarbeiten, Multiplikator*innen vor Ort schulen und deren Vernetzung, Koordination und Austausch untereinander fördern. Darüber hinaus steht die Fachstelle für die Meldung von Verdachtsfällen auf sexualisierte Gewalt zur Verfügung. Mitarbeitende aus dem kirchlichen Kontext können sich zur Einschätzung eines Verdachts an sie wenden, Leitungsverantwortliche erhalten bei Bedarf Interventionsberatung.
Auf Basis des ‚Kirchengesetzes zum Schutz vor sexualisierter Gewalt‘, das die Landessynode für den Bereich der EKvW im Jahr 2020 beschlossen hatte, erarbeiten alle Kirchenkreise und kirchlichen Einrichtungen in Westfalen für ihre jeweiligen Wirkungsfelder Schutzkonzepte und führen Schulungen für haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende durch.

Die Aufgaben der Meldestelle und allgemeinen Präventionsarbeit wurden bislang durch die ‚Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung‘ (FUVSS) beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. wahrgenommen. Mit dem Aufbau der eigenen landeskirchlichen Fachstelle verdeutlicht die westfälische Landeskirche den außergewöhnlich hohen Stellenwert, den sie der Prävention und dem Schutz vor sexualisierter Gewalt in allen kirchlichen Zusammenhängen beimisst.

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AktuellesMedien
news-2320Thu, 23 Jun 2022 09:22:19 +0200 Schülerinnen und Schüler des Ev. Gymnasiums Meinerzhagen äußern sich zum Steinmeier-Vorschlaghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kontrovers-diskutiert-das-soziale-pflichtjahr-fuer-junge-menschen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=66736b41a362ae47440441613c743314Politisch wird sie gerade kontrovers diskutiert: die von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier eingebrachte Idee zur Einführung eines sozialen Pflichtjahres für junge Menschen.

Für die Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen (EGM) gehört soziales Engagement schon lange zum Schulalltag – zwar kein Jahr, aber immerhin für mindestens drei Wochen.

Denn in dieser Zeit machen alle Jugendlichen der Jahrgangsstufe Q1 verpflichtend ein Praktikum in einer diakonischen Einrichtung – im Krankenhaus-, Senioren- oder Behindertenbereich, aber auch in Kindergärten oder Grundschulen. Dieses sogenannte Diakonische Praktikum wird im Laufe der Stufe Q1 vorbereitet, durchgeführt und reflektiert. Viele Schülerinnen und Schüler sagen hinterher: Das, was man dort im praktischen Leben lernt, ist wirklich eine tiefe, persönliche und besondere Erfahrung, die unvergesslich bleibt.

Jetzt hat die Journalistin Simone Benninghaus Schülerinnen und Schüler des EGM für einen Artikel (siehe rechts) zum geplanten Pflichtjahr befragt.

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Aktuelles
news-2319Wed, 15 Jun 2022 18:25:57 +0200Landessynode erfolgreich beendethttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/erste-praesenz-synode-nach-zwei-jahren-in-bielefeld/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e156c45bf37c2458ab75ead2a5dc74fcsynodeAKTUELL Nr. 9

Zum ersten Mal nach zwei Jahren, in denen coronabedingt nur digitales Tagen möglich war, trafen sich 193 Synodale aus ganz Westfalen zur Tagung der Frühjahrssynode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) im Tagungszentrum Assapheum in Bielefeld-Bethel. Jetzt ging die Synodentagung nach vier Tagen intensiver Beratungen zu Ende.

Im Mittelpunkt der Landessynode stand zunächst der ausführliche Bericht der Präses der EKvW Annette Kurschus. Die leitende Theologin, die auch Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, beeindruckte dabei die Synodalen mit ihrer differenzierten Positionierung in wichtigen gesellschaftlichen Themen. Dabei warb sie für Betrachtungen, die nicht der üblichen binären Logik von ‚richtig‘ oder ‚falsch‘ folgten. Stattdessen bedürfe es einer Kommunikation des Lernens, die es auch zulasse, Meinungen zu ändern – ohne dass dies „gönnerhaft als unentschiedenes Schwanken belächelt oder mit Häme als Schwäche aufgespießt“ werde. Kurschus bezog dieses Postulat sowohl auf die friedensethische  Auseinandersetzung um den Krieg in der Ukraine als auch auf die sensible Diskussion um die Möglichkeit eines assistierten Suizids.

Hauptthema im weiteren Verlauf der Synode war die Debatte um die ‚Klimakonzeption 2040 der EKvW‘. Hier beschloss das oberste Entscheidungsgremium der Evangelischen Kirche von Westfalen, zu dem Synodale aus allen 27 Kirchenkreisen der Landeskirche gehören, wichtige Schritte auf dem Weg zur Klimaneutralität, die sich die Landeskirche schon zuvor bis zum Jahr 2040 als Ziel gesetzt hatte. Dabei geht es um konkrete Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs und der Treibhausgas-Emissionen, um die Einführung eines verbindlichen Energieverbrauchs-Monitorings, klimarelevante Gebäudeoptimierung, die Schaffung und Koordination von Beratungskompetenz für effektives Energiemanagement  und weitere konkrete Umsetzungsoptionen.

Darüber hinaus verabschiedete die Synode die Forderung nach einem Paradigmenwechsel im Sinne einer humanen und gerechten Flüchtlings- und Integrationspolitik des Landes. Zudem setzte sich das oberste Kirchengremium für die Gleichbehandlung von Geflüchteten aus allen Krisenregionen der Welt ein. Maßstab solle dabei die Praxis der EU-Massenzustromsrichtlinie sein, die Geflüchteten Sozialleistungen gewährt und ihnen die umgehende Aufnahme von Arbeit bzw. Schulbesuch ermöglicht. Es dürfe keine Zweiklassenbehandlung von Geflüchteten geben, so das Postulat der Synode.

Neben anderen Beschlüssen zur Kirchenordnung, beispielsweise zur Flexibilisierung der Arbeitsweise in kirchlichen Gremien, brachte die Synode ein Kirchengesetz auf den Weg, das die Beteiligung junger Menschen in kirchlichen Leitungsgremien erreichen soll.

Westfälische Kirchengeschichte schrieb die Landessynode mit dem Beschluss, dem Zusammenschluss zweier Kirchenkreise zuzustimmen. Die Evangelischen Kirchenkreise Wittgenstein und Siegen werden künftig gemeinsam kirchliche Arbeit gestalten. Die Befassung der Landessynode war laut Kirchenordnung erforderlich geworden, weil zuvor keine Einstimmigkeit aller beteiligten Kirchengemeinde erzielt worden war.

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AktuellesKlimaPräsesGesellsch. VerantwortungTermineFlucht und AsylLandessynode 2022GemeindenMedienMitarbeitende
news-2318Wed, 15 Jun 2022 15:48:54 +0200Kirchliche Gebäude auf dem Prüfstand/Treibhausgas und Energiekosten reduzierenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/klimapauschale-zur-finanzierung-der-klimaschutzkonzeption/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c528282d7bcf25fa6fdb4edd420b3606synodeAKTUELL Nr. 8

Um die Ziele der bereits auf der Herbstsynode 2021 beschlossenen „Klimaschutzkonzeption 2040 der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW)“ zu erreichen, müssen kirchliche Gebäude in den kommenden Jahren massiv reduziert und nachhaltig saniert werden.

Der dafür notwendige Prozess wird jetzt in Gang gesetzt – das hat die Landessynode am heutigen Mittwoch (15.6.) in Bielefeld-Bethel beschlossen. Ebenso wie ein Sofortprogramm zur Treibhausgas- und Energiekostenreduktion. 

Die geforderten Maßnahmen zur Anpassung der Gebäudestruktur beinhalten u.a. die Entwicklung verbindlicher Standards zum Klimaschutz bei der Sanierung oder Errichtung von Gebäuden, zum Beispiel die Verwendung nachhaltiger Baustoffe oder Prüfung der Nutzung erneuerbarer Energien. Außerdem sollen weitere – möglichst öffentlich geförderte – Personalstellen für ein Netzwerk auf Landeskirchen- und Kirchenkreisebene sowie in einem „Klimabüro EKvW“ geschaffen werden.

Um die Finanzierung des Gesamtprozess langfristig zu sichern, ist eine zweckgebundene „Klimapauschale“ in Höhe von mindestens vier Prozent der landeskirchlichen Kirchensteuerzuweisungen geplant, die in den Kirchenkreisen für Klimaschutzmaßnahmen ausgegeben werden.

Zum ebenfalls beschlossenen Sofortprogramm zur Treibhaus- und Energiekostenreduktion gehören die verbindliche und flächendeckende Erhebung und Übermittlung aller Energieverbräuche aller Gebäude und Körperschaften innerhalb der Landeskirche unter Verwendung eines einheitlichen Daten-Monitoring-Tools. Dazu kommt ein Planungsstopp für Heizungsanlagen mit fossilen Brennstoffen für sämtliche kirchlichen Immobilien. Außerdem soll es eine gesamtkirchliche Förderung energetischer Sofortmaßnahmen in kirchlichen Gebäuden geben – als Anreiz für kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zur zeitnahen und zugleich nachhaltigen Reduktion der Energiekosten und Treibhausgasemissionen.    

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AktuellesKlimaLandessynode 2022Medien
news-2316Wed, 15 Jun 2022 10:31:52 +0200Westfälische Landessynode positioniert sich zu flüchtlingspolitischen Themenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/vorrang-fuer-humanitaet-und-integration/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4b1c67542072d4833338c4e843b52f76synodeAKTUELL Nr. 7

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) erhofft sich von der künftigen nordrhein-westfälischen Landesregierung einen Paradigmenwechsel in der Flüchtlings- und Integrationspolitik. Auf Beschluss der noch bis heute (15.6.) in Bielefeld-Bethel tagenden Landessynode wird sich die Kirchenleitung für humane, gerechte und den Zusammenhalt der Gesellschaft fördernde politische Weichenstellungen stark machen.

Kernanliegen sind die Abschaffung des Asylstufenplans und eine beschleunigte Zuweisung der Flüchtlinge in die Kommunen; die Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen Flüchtlingsberatung; die Abschaffung von Kettenduldungen; die Vermeidung von humanitären Härten bei Abschiebungen; die Integrationsförderung und Überwindung von Diskriminierung und Rassismus; sowie ein Landesprogramm für die Aufnahme von Flüchtlingen.

Außerdem begrüßte die Landessynode die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine, die eine schnelle Integration ermöglichen. Notwendig seien aber gleiche Standards zur Aufnahme und Integration von allen geflüchteten Menschen in humanitären Notlagen – unabhängig von ihrem Herkunftsland.

Ein weiterer Beschluss zur Flüchtlingspolitik nimmt die Finanzierung der bewährten Strukturen zur Beratung und Begleitung von geflüchteten Menschen, deren Zahl durch den Krieg in der Ukraine sprunghaft gestiegen ist, sowie das unverzichtbare ehrenamtliche Engagement in den Blick. Weitere finanzielle Mittel sollen helfen, die zusätzlichen Herausforderungen in der Beratungsarbeit für mindestens zwei weitere Jahre zu bewältigen. Und zum Thema Dank heißt es: „Die Landessynode dankt allen haupt- und ehrenamtlich Helfenden, insbesondere in den Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und Diakonischen Werken, für ihr schnelles und entschlossenes Engagement für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine. Die Landessynode nimmt wahr, dass dieses Engagement mit sehr hohen Belastungen einhergeht. Sie ermutigt, die Engagierten trotz aller Herausforderungen im Einsatz für die geflüchteten Menschen nicht nachzulassen.“     

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AktuellesLandessynode 2022Medien
news-2317Tue, 14 Jun 2022 21:59:00 +0200Gedanken über Digitalität und Kirche im Online-Talkhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kirche-digital-ein-synodaler-podcast/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4c65113da5ee3fe36aeeed99257705acsynodeAKTUELL Nr. 6

Was soll, kann und muss Kirche in sozialen Medien tun? Kann es Abendmahl auch per Videocall geben? Und wie ist das Ganze theologisch zu verstehen? Um solche und andere Fragen geht es bei einem Podcast, der auf der Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) vorgestellt wurde.

Der Podcast trägt den Titel ‚Kirche_digital‘. Mehrere Gesprächsfolgen reflektieren, in welcher Weise der digitale Wandel auch Themenfelder der Kirche erfasst. Es geht darum, wie Digitalität und Kirche konstruktiv zusammen gedacht und theologisch reflektiert werden können. Damit kamen die Podcast-Autor*innen einem Auftrag der Landeskirche nach. Im Jahr 2020 hatte die Landessynode dem Theologischen Ausschuss der EKvW das Thema ‚Digitalisierung und Theologie‘ ans Herz gelegt.

Per QR-Code konnten jetzt die Synodalen der Frühjahrstagung die sieben Podcastfolgen zum Thema abrufen. Flankiert wird der Kirchen-Podcast von einem mehrseitigen Papier, in dem der Theologische Ausschuss theoretische Gedanken zum Thema ‚Digitalität und Theologie‘ festgehalten hat.

Dass digitale Nutzung im kirchlichen Rahmen mehr bedeutet als Apps und ‚technischen Schnickschnack‘, davon erzählen die unterhaltsamen Podcastfolgen.

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AktuellesLandessynode 2022Medien
news-2315Tue, 14 Jun 2022 21:58:54 +0200Fusion der Ev. Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein beschlossenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/zwei-kirchenkreise-schliessen-sich-zusammen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d93dee7f7bcc32a3a5d2cab3e5b60df4synodeAKTUELL Nr. 5

Die Vorbereitung war lang und sorgfältig. Jetzt kann der Zusammenschluss der Evangelischen Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein vollzogen werden. Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) stimmte der Fusion der beiden Kirchenkreise im südlichen Westfalen mit großer Mehrheit zu.

In beiden Kirchenkreise war der Entscheidung ein intensiver Beratungsprozess vorausgegangen. Am Ende stand eine deutliche Mehrheit der Beteiligten hinter dem Projekt, künftig als gemeinsamer Kirchenkreis zu agieren.

Ein einstimmiges Votum konnte auf den Kreissynoden beider Kirchenkreis jedoch nicht erzielt werden. Insgesamt hatten sich drei Kirchengemeinden gegen eine Zusammenlegung beider Kirchenkreise ausgesprochen. Und so hatte sich gemäß Artikel 84.3 der Kirchenordnung die Synode mit dem Antrag zu befassen. Bei Einstimmigkeit hätte die Zustimmung der Kirchenleitung ausgereicht.

Erstmals entschied daher die Landessynode der EKvW formal über die Zusammenlegung zweier Kirchenkreise und schrieb damit westfälische Kirchengeschichte, so der Vorsitzende des Tagungs-Gesetzesausschusses der Synode, der Lüdenscheid-Plettenberger Superintendent Christof Grote.

Die Synodalen schlossen sich mit großer Mehrheit dem klaren Mehrheitswillen aus den beantragenden Kirchenkreisen an. 120 Ja-Stimmen standen lediglich 5 Nein-Stimmen gegenüber. 11 Synodale enthielten sich der Stimme.

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news-2314Tue, 14 Jun 2022 13:12:49 +0200Präsidentin von ‚Brot für die Welt‘ sprach auf westfälischer Synodehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/klimawandel-als-hungertreiber/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=60c66ff23e5dd9e101ee4c9488a42cf4synodeAKTUELL Nr. 4

Am Horn von Afrika droht die stärkste Dürre seit Jahrzehnten. Die Folge: zerstörte Ernten, Wasserknappheit und massive Hungersnot. Wie an vielen Orten des globalen Südens bedrohen Auswirkungen des Klimawandels die Lebensgrundlage der Menschen. Darauf wies die Präsidentin von ‚Brot für die Welt‘ Dagmar Pruin bei der Tagung der westfälischen Landessynode hin. Ihr Vortrag in Bielefeld trug den Titel: Internationale Klimagerechtigkeit.

Werden Klimafolgen zunehmend auch in Gebieten von Mitteleuropa wahrnehmbar – etwa durch Überschwemmungen, Orkane oder Starkregen – so sind die Länder des globalen Südens schon jetzt stark von Schäden durch den Klimawandel betroffen. Vielerorts gerieten dadurch vor allem benachteiligte Bevölkerungsgruppen in Bedrängnis, sagte die ‚Brot für die Welt‘-Präsidentin.
Dürren und andere Wetterextreme führten dazu, dass ein Überleben großer Teile der Bevölkerung auf Dauer kaum noch möglich sei. Bis zum Jahr 2030, so stellten Prognosen in Aussicht, könnten in Afrika daher bis zu 700 Mio. Menschen zu Klimaflüchtlingen werden. Etwa die Hälfte der Bevölkerung hätte somit in ihren Heimatländern keine Lebensperspektive mehr und müsste Rettung in der Flucht suchen.

Das sei der Grund, warum sich die Organisation ‚Brot für die Welt‘ auch intensiv mit Klima- und Nachhaltigkeitsthemen befassen müsse, erläuterte Dagmar Pruin. „Der Klimawandel ist der stärkste Hungertreiber“, er zerstöre alles, was in den letzten Jahren in Sachen Entwicklungshilfe und Armutsbekämpfung erreicht worden sei, so die ‚Brot für die Welt‘-Präsidentin.

Im Hinblick auf die gegenwärtige Neuausrichtung der Sicherheitspolitik verdeutlichte die Theologin, die auch der Diakonie Katastrophenhilfe vorsteht, dass auch die Klimafrage eine Sicherheitsfrage darstelle, ebenso wie das Problem weltweiten Hungers. Verstärkt werde die Gefahr der Nahrungsmittelknappheit gegenwärtig zudem durch den Ukraine-Krieg. Schätzungen zufolge litten in absehbarer Zeit noch rund 50 Millionen mehr Menschen als bisher unter Hunger und Unterversorgung.

Trotz dieser globalen Katastrophenszenarien würden derzeit staatliche Entwicklungshilfemittel proportional weniger. Dagegen und gegen die Ursachen der Krisen gelte es anzugehen, postulierte Dagmar Pruin. Stetige Aufgabe der Kirchen sei es, die Probleme immer wieder in die öffentliche und politische Diskussion einzubringen. „Ohne dass wir als Kirchen auch politischen Druck ausüben, wird das alles nicht funktionieren“, sagte die Theologin.

Dagmar Pruin dankte den Vertreterinnen und Vertretern der Evangelischen Kirche von Westfalen für ihre langjährige, tatkräftige Unterstützung der Entwicklungsarbeit von Brot für die Welt. Die habe gerade in Ländern des globalen Südens vorrangig die Unterstützung von Kleinbäuerinnen und -bauern im Blick. Denn kleinbäuerliche Betriebe sorgen insgesamt für 80 % der Lebensmittelproduktion.

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