Aktuelles :: EKvW.dehttp://www.evangelisch-in-westfalen.dedeEvangelische Kirche von Westfalen, LandeskirchenamtSat, 17 Nov 2018 04:19:18 +0100Sat, 17 Nov 2018 04:19:18 +0100TYPO3 EXT:newsnews-1385Fri, 16 Nov 2018 14:30:27 +0100Kirchen in der Migrationsgesellschaft in Europa - 8. europäisches Symposion von EKvW und Polnischem Ökumenischen Rat http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kirche-und-migration-1/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e1babf7533cf9fa1815fcf6eca6f71b6Obwohl alle europäischen Gesellschaften in Ost- und Westeuropa Einwanderung aus demografischen und Arbeitsmarktgründen benötigen, ist Zuwanderung seit Jahren ein Streitthema. Migration ist auch für die Kirchen in Mittel-, West- und Osteuropa ein Thema, das sie spätestens seit 2015 verbindet. Dies zeigte sich auf dem achten europäischen Symposion der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und Polnischem Ökumenischen Rat.

Vom 6. – 8. November hatte die Ev. Kirche von Westfalen Kirchenvertreterinnen und –vertreter aus Polen, Westfalen, Ungarn und Italien zu Austausch und Begegnung nach Haus Villigst eingeladen. „Ich bin fremd gewesen und ihr habt mich aufgenommen“ - dieses biblische Motto traf auch auf einen Teil der Gruppe zu. Anne Zell, aus Baden stammende, deutsche Theologin, hat ihre berufliche Bestimmung als Waldenserpfarrerin in Norditalien gefunden. Davide Carbonaro, ein polnischer Methodist, stellte sich als Italiener aus der Lombardei vor, der nun in Warschau lebt und arbeitet und in zwei Sprachen und Kulturen zu Hause ist. Izajasz Techane, ein aus Äthiopien stammender evangelischer Christ mit polnischem Pass, arbeitet aktuell für den Polnischen Ökumenischen Rat als Flüchtlingsberater. Dies waren auch personell gute Voraussetzungen für einen intensiven Austausch über Flüchtlinge, Migration und die unterschiedlichen Reaktionen der polnischen, westfälischen, ungarischen und italienischen Kirchen.

Migration in der Bibel

„Warum fand ich Gnade in deinen Augen (…) da ich doch auch eine Ausländerin bin?“ (Ruth2,13). Der Moabiterin Ruth werden im alten Israel – modern gesprochen – volle Bürgerrechte gewährt, auch wenn sie eine Ausländerin ist.
Biblische Geschichten und Erzählungen über Migration standen am ersten Tag im Fokus der Aufmerksamkeit. Dr. Jan Dirk Döhling, Kirchenrat der EKvW machte anschaulich, im Alten Testament wird ganz häufig über das Volks Israel und seine Fluchterfahrungen gesprochen. Es geht um Fremdheitserfahrungen aber auch um selbstbewusste Migranten, die im Exil gestärkt durch ihren Glauben im Dialog stehen mit den Fremdherrschern. Die biblischen Fluchtgeschichten sind nicht nur Geschichten von Leid und Verfolgung, sondern auch Geschichten der Rettung und des Gelingens.

Kirche und Migration als Thema der Hauptvorlage

Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller, Ökumenedezernent der EKvW, sprach über die in wenigen Tagen beginnenden Landessynode. Sie wird sich mit der neuen Hauptvorlage zum Thema Kirche und Migration  befassen. Ihr Titel lautet: „Ich bin fremd gewesen und ihr habt mich aufgenommen“. Dabei geht es auch um einen ganz neuen Weg der Kommunikation des Themas auf der Synode und in die westfälischen Kirchenkreise und Gemeinden. Die neue Hauptvorlage wird im Internet präsent sein. Neben Informationen und Berichten gibt es Filmdarstellungen und Anklickflächen, die die Nutzerinnen und Nutzer interaktiv durch das Thema Kirche und Migration leiten werden und mit Hintergrundwissen versorgen. Damit startet ein einjähriger Diskussionsprozess in Westfalen. Die Erfahrungen und Reaktionen der internationalen, ökumenischen Partner sollen ebenfalls in den Prozess der Beratung mit einfließen, denn internationaler Dialog bereichert ganz konkret die Arbeit unserer Kirche.

Drei Herausforderungen von Migration für die westfälische Kirche identifizierte Annette Muhr-Nelson, Leiterin des Amtes für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung. Es geht darum, sich als Kirche interkulturell zu öffnen, den interreligiösen Dialog kritisch-konstruktiv zu führen und Position zu beziehen im Gespräch über Flucht und Asyl. Kirche sollte sich für alle sozial Benachteiligten engagieren und das Ehrenamt und diakonisches Handeln an und mit Geflüchteten fördern.

Länderberichte und Modelprojekt

Beunruhigend waren die Länderberichte über die aktuellen, politischen Entwicklungen in Ungarn, Italien, Polen und Deutschland. In Italien wird die Lega Nord zum neuen Sorgenkind der Demokratie. In Triest trat sie auf Demonstrationen Rechtsradikaler auf. Auch ihre propagandistische Jugendarbeit bereitet italienischen Demokraten große Sorgen, berichtete Waldenserpfarrerin Anne Zell. Deutschland sorgt sich um die AfD und ihre Rolle in den unterschiedlichen Länderparlamenten. Ihre fremdenfeindlichen Positionen veranlassten das Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages zu einem Auftrittsverbot 2019. Polens Regierung baut das Justizsystem um, seine Unabhängigkeit ist hoch gefährdet. In Ungarn schürt die Orban-Regierung Hass und Antisemitismus und diskriminiert kirchliche Flüchtlingseinrichtungen und NGOs, die humanitäre und soziale Unterstützung für Geflüchtete organisieren. Sie sind von öffentlicher Anfeindung und staatlicher Kriminalisierung bedroht. „Wir können nur sehr still und leise Unterstützung für Geflüchtete in Ungarn organisieren“, betonte Dora Kaniszai, die Leiterin des reformierten Flüchtlingswerkes.

Eine Exkursion zur Dortmunder Lydiagemeinde rundete das Symposion ab. Hier konnten die Teilnehmenden das Modellprojekt „Gemeinsam Kirche sein“ kennenlernen. Pfarrerin Birgit Worms-Nigmann sprach über Gemeindekooperationen und Erfahrungen mit Christinnen und Christen aus Sri Lanka, Kamerun und Südkorea, die von Gästen zu engagierten Mitgliedern der ev. Gemeinde in der Nordstadt wurden.

Am Ende der Tagung äußerte Dr. Giemza, Direktor des Polnischen Ökumenischen Rates den Wunsch, im Rahmen eines EU-Projektes über Ländergrenzen hinweg, den Erfahrungsaustausch der Kirchen mit Migration und Geflüchteten zu organisieren. Die protestantischen und orthodoxen Kirchen in Polen suchen den Dialog und wollen von den Erfahrungen in Deutschland, Ungarn und Italien lernen.

1988 fand das erste Symposion in Polen statt. „So können wir in diesem Jahr dreißigjähriges Jubiläum feiern. Ein Zeichen gewachsener Partnerschaft, die sich mit neuen Themen immer weiterentwickelt hat“ freute sich Pfarrerin Stephanie Lüders, Vorsitzende des Europunterausschusses der EKvW, der die Symposien verantwortet.

Der Polnische Ökumenische Rat ist die Vertretung von sieben protestantischen und orthodoxen Minderheitskirchen in der Republik Polen. Die Waldenserkirche vertritt etwa 25.000 evangelische Christinnen und Christen in Italien. Die ev.-reformierte Kirche in Ungarn ist mit etwa 1,2 Millionen Mitgliedern die größte evangelische Minderheit in der ungarischen Republik. Mit allen Kirchen ist die EKvW seit Jahrzehnten partnerschaftlich verbunden.

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news-1384Fri, 16 Nov 2018 07:42:01 +0100180 Seiten westfälische Leckereien: Ökofaires Kochbuch zum Kirchentag in Dortmundhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/was-fuer-ein-geschmack/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ada1d7e8aea0d497439cdcd0720b1babUnter dem Titel "Was für ein Geschmack!" stimmt ein neues Kochbuch kulinarisch auf den Kirchentag im kommenden Jahr in Dortmund ein.

Auf 180 Seiten sind typisch westfälische Gerichte für alle vier Jahreszeiten zu finden, die Kirchengemeinden und Beschäftigte der Evangelischen Kirche von Westfalen gesammelt haben, wie der Landesausschuss Westfalen für den Deutschen Evangelischen Kirchentag mitteilte. Die Liste reicht vom warmen Kartoffelbrot über Kastenpickert bis zum deftigen Zwiebel-Majoran-Aufstrich.

Die Rezepte sind dabei "ökofair", klimafreundlich und beschränken sich ausnahmslos auf regionale und saisonale Zutaten, wie es hieß. Ein Teil des Erlöses aus dem Buchverkauf wird an ein Projekt von "Brot für die Welt" gespendet, das Bio-Landbau und Kleinbauern in Brasilien fördert.

Der Deutsche Evangelische Kirchentag ist alle zwei Jahre in einer anderen Stadt zu Gast. In Dortmund werden vom 19. bis 23. Juni rund 100.000 Besucher aus aller Welt erwartet. Dabei wird ein Schwerpunkt auf das Thema Nachhaltigkeit gelegt. So sollen im Stadtgebiet mehrere Routen geschaffen werden, an denen entlang die Gäste außergewöhnliche Stätten des Klimaschutzes, des fairen Handels oder von Integration und gesellschaftlichem Miteinander besuchen können. Bereits ab dem Frühjahr 2019 sollen diese "Wege der Nachhaltigkeit" zugänglich sein, wie es hieß.

Das Kirchentags-Kochbuch "Was für ein Geschmack!" kann zum Preis von 7 Euro (plus Versandkosten, Einzelexemplare sind versandkostenfrei) im Online-Kirchenshop der westfälischen Landeskirche bestellt werden. (epd)

 

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Kirchentag 2019GemeindenMitarbeitende
news-1382Thu, 15 Nov 2018 12:37:53 +0100Tagung vom 18. bis 21. November in Bielefeld – Landtagspräsident André Kuper kommthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/westfaelische-landessynode-beginnt-am-sonntag/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=68833c761058f89452b8951de02b3bdeDie Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) kommt ab Sonntag in Bielefeld zusammen.

In ihrem Bericht wird Präses Annette Kurschus in einer „Zeitansage“ ein aktuelles Thema für Kirche und Gesellschaft beleuchten. Mit dieser Synode beginnt außerdem ein breiter Diskussionsprozess über Kirche und Migration auf allen Ebenen der EKvW: Die entsprechende Vorlage „Ich bin fremd gewesen, und ihr habt mich aufgenommen“ wird anschließend in Kirchenkreisen und Gemeinden erörtert. Nach einem Jahr wird die Synode die Ergebnisse aufgreifen.

Am Sonntag wird NRW-Landtagspräsident André Kuper als Gast erwartet. Die Synode beschließt auch den Haushaltsplan des kommenden Jahres. Kirchentagspräsident Hans Leyendecker informiert über den Deutschen Evangelischen Kirchentag, der vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund stattfindet.
Die Synode tagt öffentlich in Bielefeld-Bethel. Sie beginnt mit einem Gottesdienst in der Zionskirche am Sonntag, 18. November, um 16 Uhr.

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) ist mit 2,2 Millionen Mitgliedern die viertgrößte Landeskirche unter dem Dach der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Landessynode, in der die 490 Gemeinden über die Kirchenkreise vertreten sind, ist das höchste leitende und gesetzgebende Gremium der EKvW. Unter Leitung der Präses kommen die 202 Mitglieder des „Kirchenparlaments“ einmal jährlich zusammen. (MedienInfo 84/2018)

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Landessynode 2018GemeindenMedien
news-1383Tue, 13 Nov 2018 18:04:00 +0100Internationale Tagung in Witten: Kirchenmusiker aus Afrika, Asien und Europa möchten enger zusammenarbeitenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/musik-verbindet/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1e104d53731d87b535fe92d381e98198„Wir streben eine enge Kooperation und Vernetzung mit Kirchenmusik-Ausbildungsstätten in Indonesien, den Philippinen, Äthiopien, Tansania, Ungarn und Deutschland an“, sagte Professor Hartmut Neumann am 8. November in Witten im Rahmen der Tagung „Singing in the Light of God“, der ersten internationalen Tagung zur Kirchenmusik.

An diesem Morgen hatten sich dreizehn Kirchenmusiker gegenseitig über die Bedeutung und Wirkungsweise von Kirchenmusik in den verschiedenen Ländern informiert – durch Vorträge und musikalische Beiträge. Gemeinsam wollen sie während der Tagung konkrete Pläne für eine mögliche künftige Zusammenarbeit fassen.
Naumann ist Prorektor der Evangelischen Pop-Akademie der Hochschule für Kirchenmusik (Witten) der Evangelischen Kirche von Westfalen. Die Pop-Akademie ist europaweit die erste kirchliche Popakademie.

„Eine zukünftige Zusammenarbeit könnte beispielsweise darin bestehen, dass wir eine zertifizierte Ausbildung im Bereich der Kirchenmusik über Ländergrenzen hinweg anbieten“, sagte Angelika Veddeler, die Leiterin der Abteilung Deutschland bei der VEM. Auch der Austausch von Studierenden und Dozenten könnte im nächsten Jahr angestoßen werden.

Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller ging in seinem sehr persönlichen Grußwort auf die große Bedeutung der Kirchenmusik ein. Die Musik spreche die Seele direkt an, sagte der Dezernent für Weltmission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der westfälischen Kirche. Und das sei in allen Kulturen gleich. Er verband dies mit dem Wunsch, bis zum Jahr 2021, dem 25-jährigen Jubiläum der neu gegründeten internationalen Vereinten Evangelischen Mission, ein Netzwerk zu schaffen, das etwas Sichtbares hervorbringe. Beispielsweise international gestaltete Gottesdienste, Kompositionen und Fortbildungen.

Veranstalter der viertägigen internationalen Tagung waren neben der Evangelischen Popakademie der Hochschule für Kirchenmusik, die Evangelische Kirche von Westfalen und die Vereinte Evangelische Mission. Die Tagung schhoß  am Samstag mit einem gemeinsamen Singen von internationalen Liedern der Ökumene und einem Gottesdienst in der Erlöserkirche in Münster. An diesem Nachmittag wurden sowohl traditionelle Kirchenlieder als auch Lobpreis-Musik, Taizé-Lieder und Gospels angestimmt.

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news-1381Tue, 13 Nov 2018 11:15:36 +0100Beherzte Stellungnahme zu gesellschaftlichen Fragen – ohne jede klerikale Bevormundunghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/theologische-ehrendoktorwuerde-fuer-annette-kurschus/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0499385481e2b35e834f3013aada820eEhrendoktorwürde für Präses Annette Kurschus: Die Evangelisch-Theologische Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster verleiht am 28. Januar der leitenden Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen den Titel einer Doktorin der Evangelischen Theologie ehrenhalber (Dr. theol. h.c.).

Damit würdigt die WWU Münster die besonderen Verdienste der Präses für Theologie und Kirche, insbesondere für den Dialog zwischen Religion und Gesellschaft. „Präses Annette Kurschus kommuniziert klug und sensibel und einfallsreich explizit geistliche Einsichten und Perspektiven in die Gesellschaft hinein“, betont der Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät, Professor Dr. Hans-Peter Großhans. „Sie nimmt beherzt Stellung zu Fragen des politischen und gesellschaftlichen Lebens, und dies ohne jede klerikale Bevormundung.“ So vertrete sie auf gelungene Weise eine Spielart „öffentlicher Theologie“.
Eindrucksvoll sei auch die besondere Kunst von Annette Kurschus, mit den biblischen Texten in ihrem Amt umzugehen.

Vor allem in ihren kürzeren geistlichen Texten zeige sich ihr ausgeprägtes Interesse und ihre Fähigkeit, die biblisch bezeugte Erfahrung in ein unmittelbares Verhältnis zur Gegenwart zu rücken und die Bedeutung freizulegen, ohne unnötige historische und hermeneutische Umwege zu gehen. So trete Annette Kurschus mit kluger Urteilskraft nachhaltig für die Präsenz des Christentums und des Glaubens in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit ein. „Sie vermag es auf gelungene Weise, die christliche Botschaft in einem medialisierten Kontext ebenso elementar wie anschaulich zu bezeugen“, erklärt Hans-Peter Großhans.

Annette Kurschus (55) studierte in Bonn, Marburg, Münster und Wuppertal. Als Gemeindepfarrerin arbeitete sie in Siegen-Klafeld und in Siegen-Weidenau. 2005 wurde sie Superintendentin des Kirchenkreises Siegen. Seit 2012 ist Annette Kurschus Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, seit 2015 außerdem stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie ist Mitherausgeberin des evangelischen Magazins „chrismon“ und der Zeitschrift „zeitzeichen“, seit 2017 auch Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bibelgesellschaft, Stuttgart. (MedienInfo 83/2018)

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news-1380Fri, 09 Nov 2018 13:38:11 +010025 Jahre Creative Kirche in Wittenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ueber-musik-die-gute-botschaft-des-glaubens-vermitteln/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=380fa8e7d76b5e3f57d33726635794dbGeplant war das nicht. Im Gegenteil: Eigentlich wollten die beiden musikbegeisterten jungen Diakone aus Herbede und Sprockhövel im Herbst 1993 nur mal versuchen „Kirche so zu gestalten, wie wir denken, dass es zu uns passt und auch kirchenferne Menschen anspricht“, erinnert sich Ralf Rathmann.

Sie starteten ein christliches Musikprojekt für junge Leute: ein halbes Jahr proben, die Aufführung, fertig. Schon im ersten Jahr kamen 60 Teilnehmende zwischen 15 und knapp 40 Jahren zu „Chor&Quer“. Im zweiten waren es schon 140, „und die hatten eine Power, da wurde uns fast schon etwas bange“, gibt Martin Bartelworth lachend zu.

Heute füllen die Projekte der Creativen Kirche die größten Hallen der Nation, machen Zehntausende singende Menschen glücklich, erreichen damit ein Millionenpublikum – und lassen ihr Macher fast erstaunt zurückblicken auf 25 Jahre Creative Kirche mit einer rasanten Entwicklung und einer bunten Vielzahl an Ergebnissen.

Eines davon ist der Wittener Stadtgottesdienst „Himmelwärts“, zu dem jeden Monat mehrere hundert Menschen und ein prominenter Gast in den Saalbau kommen. Am Sonntag, 4. November, wurde mit 700 Gästen in eigener Sache gefeiert: ein Vierteljahrhundert Creative Kirche unter dem Motto „Folge deiner Berufung“.

Julia Holtz, Superintendentin des Kirchenkreises Hattingen-Witten, gratulierte zu einem „Vierteljahrhundert des geistlichen Lebens in ganz neuem Format“. In ihrem Impuls ermunterte sie dazu, sich die eigenen Stärken bewusst zu machen und sie einzusetzen: „Ich bin überzeugt, dass Gott in jedem Menschen besondere Gaben angelegt hat. Und unsere Aufgabe ist es, herauszufinden: Wofür bin ich eingesetzt, wofür bin ich hier?“

Ein Gottesdienst wie dieser etwa brauche nicht nur die Menschen auf der Bühne, sondern auch die, die für die Technik zuständig sind, den Saal herrichten, die Besucher am Eingang freundlich begrüßen… „Jeder hat seine ganz besondere, individuelle Mischung an Gaben. Und wenn wir mit Gott in Kontakt treten, werden wir merken: Das ist der Platz, an dem ich stehen soll. An dem ich gebraucht werde. Wir werden nicht alle auf dem Treppchen stehen, aber ein erfülltes Leben haben.“

Martin Bartelworth und Ralf Rathmann, Gründer und Vorstände der Creativen Kirche, blickten zurück auf ihr „Baby“, das heute eine Stiftung mit 30 hauptamtlich und über 100 ehrenamtlich Mitarbeitenden ist: Standorte wie Herbede, Sandstraße, Pferdebachstraße und Ruhrstraße; musikalische Weggefährten wie Helmut Jost, Andreas Malessa oder Dieter Falk – und Projekte wie „Die Zehn Gebote“, „Amazing Grace“ oder das Pop-Oratorium „Luther“.

Dieses bislang aufwändigste Projekt erreichte im Reformationsjahr 2017 ein Millionenpublikum und wurde, moderiert durch Eckart von Hirschhausen, am 31. Oktober vom ZDF im Abendprogramm ausgestrahlt. Außerdem der Gospelkirchentag, zahlreiche Kindermusicals, die von Gemeinden, Schulen und Kindergärten in ganz Deutschland aufgeführt werden, ein eigener Musikverlag und, gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Westfalen, die Evangelische Pop-Akademie Witten, die gerade ihr fünftes Semester begonnen hat.

Und sogar eine eigene Gemeinde mit über 100 Mitgliedern, die zum Kirchenkreis Hattingen-Witten gehört. Neuestes Projekt der Creativen Kirche: Das Chormusical Martin Luther King, das mit 2400 Sängerinnen und Sängern am 9. und 10. Februar 2019 uraufgeführt wird.

„Wir wollten die gute Botschaft weitergeben“, sagt Ralf Rathmann und Martin Bartelworth ergänzt: „Also haben wir uns gefragt: Was für eine Kirche brauchen wir, damit Menschen Heimat finden? Und wir haben eine Form gefunden, in der wir unsere gute Nachricht von der Liebe Gottes mit der Musik in Verbindung bringen. Das wurde dann in ganz Deutschland aufgenommen und verbreitet.“

Ein Wagnis, das geben beide rückblickend zu. Schritte in eine Unsicherheit, die auch von der Familie mitgegangen werden mussten. Aber auch in der Kirche gab es neben Kritik viel Rückenwind „Ich würde es heute wieder so machen“, ist Ralf Rathmann sicher, „meine Talente einbringen und eine Kirche zu gestalten, in der Musik immer eine große Rolle spielt“.

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news-1379Fri, 09 Nov 2018 08:14:10 +0100Evangelisches Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe e. V. fuhr mit multireligiöser Gruppe nach Majdanekhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/blicke-in-vergangenheit-zukunft-und-gegenwart/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9d50e22b46f5510e1fae25f31e3fd03a27 Männer und Frauen im Alter von 23 bis 76 Jahren – Christen, Juden, Eziden, Aleviten und Muslime – haben sich Anfang November in Lublin und Warschau auf Spurensuche begeben. Spurensuche in der deutschen Geschichte, der europäischen und der individuellen. Am Ende wussten sie viel über ihre Unterschiede und noch mehr über ihre Gemeinsamkeiten.

Veranstalter der Gedenkstättenfahrt, die bewusst in der Nähe des 80. Jahrestages der Novemberpogrome lag, waren das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe e. V. (EBW) und das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund. Die Fahrt war Teil des Projekts open4, einem vom Bundesinnenministerium geförderten multikulturellen Bildungsprojekt, mit dem das EBW betraut wurde.

Die Teilnehmenden kamen aus den Kirchenkreisen Dortmund, Siegen und Minden-Lübbecke. Die Studienfahrt führte die multikulturelle und -religiöse Gruppe zur KZ-Gedenkstätte Majdanek und zur islamischen Allianz in Lublin sowie zu Orten des polnischen Judentums in Lubin und Warschau. Die Teilnehmenden diskutierten mit der polnischen Demokratie-Gruppe „Homo Faber“ über die Zukunft Europas und erzählten von Verbrechen und Völkermord in der Geschichte ihrer eigenen Herkunftsländer.

Eine persönliche und bewegende Studienfahrt. Neben Fröhlichkeit, Neugierde auf den Anderen und kulturellem Interesse gab es auch Bedrückendes auf der Reise. Rund 80.000 Lagerinsassen wurden im Konzentrationslager Majdanek durch Gas und die Folgen von Hunger und Arbeitsdienst ermordet. Diese Fahrt gestattete nicht nur einen intensiven Blick in die Vergangenheit, sondern beschäftigte sich auch mit Gegenwart und Zukunft: Im „Theater N. N.“ erfuhr die Gruppe, dass dort seit den 1990er Jahren mit Unterstützung der Stadt, dem ausgelöschten jüdischen Leben wieder eine Geschichte und ein Gesicht gegeben wird – zu jedem der ehemals 41.000 Juden und Jüdinnen in Lublin soll eine Personenakte mit Fotos und Daten angelegt werden.

Beeindruckend war der Besuch beim freien und unabhängigen Verein „Homo Faber“, der eine kleine zentrale Informationsstelle für Migranten und Migrantinnen sowie Geflüchtete eingerichtet hat und Mitorganisator eines jährlichen Filmfestivals zu Krieg und Frieden ist. Zur Reise gehörte auch ein Besuch im Zentrum für Islam, das sich u. a. für den interreligiösen Austausch stark macht. Die Gruppe aus NRW war die erste Delegation, die sich für das muslimische Leben in Polen interessierte. Zum Abschluss der Reise nahm die Gruppe noch an einer kritischen Stadtführung durch Warschau teil.

 

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news-1378Wed, 07 Nov 2018 11:22:32 +0100Willkommen zuhausehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/religioese-identitaet/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=044914d94e636d22abd4ca932c5e2a31Nur ein Konstrukt? Irgendwie allgegenwärtig, aber nur schwer zu fassen? Heutzutage eher eine Art  Patchworkdecke – bunt und vielteilig? Was ist religiöse Identität? Und – genauer gefragt: Was ist jüdische Identität, was ist christliche Identität? Schabbatbox lautet das Stichwort, das zu einer der Antworten gehört.

Aber der Reihe nach. Macht man es nicht zu kompliziert, lässt sich religiöse Identität als religiöse Praxis und religiöses Selbstverständnis definieren. Kurz zusammengefasst ist gemeint: an Gott glauben, beten, biblische Geschichten kennen. „Ich bin im Judentum zuhause“, so klar definiert Michael Rubinstein seine religiöse Identität. Integraler Bestandteil dieser so beschriebenen Identität ist die Auseinandersetzung mit seiner Religion, mit den Gesetzen und der Tradition, und damit dann auch das Leben oder Umsetzen der Inhalte. Michael Rubinstein ist Geschäftsführer  des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, hat gerade eine Tagung über religiöse Identität mitgeleitet.

Das Bild eines Zuhauses verwendet auch Dr. Volker Haarmann, Leitender Dezernent für Theologie im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland und einer der weiteren Veranstalter dieser Tagung in der Reihe „Impulsives. Jüdisch-christliches Lehrhaus“: „Religiöse Identität ist für mich das Bewohnen einer bestimmten Perspektive, die Gott für unsere Sicht auf die Welt in Anspruch nimmt.“

„Willkommen Zuhause“: So lautete der Titel der Tagung. Zuhause, das ist für Michael Rubinstein nicht unbedingt und zwingend die Einhaltung von 613 Ge- und Verboten. Jüdische Identität, sie ist für ihn auch nicht einfach in Abrede gestellt, wenn einer die Kipa nicht trägt oder nicht koscher isst. „Aber ich werde das oft gefragt. Und dann frage ich mich immer, wie diese Leute selbst ihre Religion leben.“

Selbst- und Fremdwahrnehmung

Für religiöse Identität gibt es immer zweierlei: eine Selbstwahrnehmung und eine Fremdwahrnehmung. Das ist den Beteiligten bei der Tagung besonders deutlich geworden. Ist Christ oder Christin, wer ein Kreuz trägt? Oder, ein anderes Beispiel von Michael Rubinstein: wer ein T-Shirt mit einer religiösen Botschaft trägt, zum Beispiel vom Kirchentag. „Ich finde das gut, denn wir sollten stolz sein, religiös zu sein“, erklärt er. Wie wichtig ist es, religiöse Identität äußerlich sichtbar zu machen? Rubinstein: „Ich finde, es sollte niemandem aufoktroyiert werden, es zu zeigen oder verheimlichen zu müssen.“

Einfach den eigenen Glauben leben. Und so erzählt Michael Rubinstein von der Schabbatbox: eine Holzkiste, gefüllt mit dem, was am Freitagabend gebraucht wird, zum Beispiel Brot, Wein, Gebetbücher. Die Box wird dann weiterwandern, zu anderen Gemeindemitgliedern. "Schabbat@home"-Box wurde diese Idee auch schon genannt. Eine Box, die unterstützt, den Glauben zu leben, über den Glauben zu reden, die Identität zu stärken.

Oder die Jewrovision, der größte jüdische Gesangs- und Tanzwettbewerb in Deutschland bzw. Europa. Es ist sozusagen der Eurovision Song Contest der Kinder und Jugendlichen zwischen zehn und 19 Jahren aus den hiesigen jüdischen Gemeinden. In diesem Jahr kamen dazu 1.200 unter dem Motto „The Circle of Live“ nach Dresden. Nächstes Jahr geht’s nach Frankfurt am Main. Willkommen in der Gemeinschaft, die Religion stiftet. Willkommen zuhause.

Keine Identität ohne Dialog

Steigen wir noch einmal tiefer ein. Religiöse Identität, sagt Volker Haarmann, ist „das Drin-Stehen in einer Geschichte, die unsere Väter und Mütter im Glauben in den biblischen Texten festgehalten haben: Erzählungen, die Gott in der Welt wahrnehmen. Erzählungen, die darauf vertrauen, dass das, was wir sehen, nicht alles ist, dass der Sieg von Ungerechtigkeit und Gewalt nicht das letzte Wort behält.“

Grundsätzlich ist noch festzuhalten: Weil Identität nicht „nur bei mir selbst“ entsteht, gilt: Es gibt keine Identität ohne Dialog, erklärt Haarmann. Identität ist ein Weg, ein Prozess, der immer auch als Gespräch oder Diskurs mit anderen geführt werden muss. Michael Rubinstein betont: „Fundierter Dialog erfordert Ahnung vom eigenen Glauben, und am besten auch vom anderen Glauben.“ Haarmann: „Die weitreichenden Gemeinsamkeiten, die uns als Christen mit dem Judentum verbinden, sind dabei eine wunderbare Entdeckung dieses Dialogs.“

Christliche Identität – dazu berichtet der Theologe von der Tagung: „Eine Teilnehmerin hat ausdrücklich bedauert, dass wir in der christlichen Tradition, anders als im Judentum, wenig konkrete Lebensweisung haben, wie wir unseren Alltag gestalten. Da gibt es in den jüdischen Traditionen sehr viel mehr Konkretes, wie der Alltag gelebt werden soll nach dem Willen Gottes und wie daraus Identität im Gehen dieses Weges entsteht. Ich denke, davon können wir auch im Christentum viel lernen.“

Auch als Exoten

Um genauer zu sein: Auch für Christinnen und Christen geht es um konkretes Tun, nicht nur um ein Gefühl. "Auch bei uns geht es um Lebensweisung und -vergewisserung. Wir haben allerdings kaum noch einen Konsens, was konkret das heißt und wie sich diese christliche Identität ausprägt.“

Und, wie schaut Haarmann auf die Geschwister? „Jüdische Identität hat nicht nur eine religiöse Dimension, sondern viel mit konkretem Leben zu tun, mit der Zugehörigkeit zum jüdischen Volk auf der ganzen Welt.“ Im Judentum sei es daher völlig normal, dass es auch eine säkulare Zugehörigkeit gibt.

„Davon können wir meines Erachtens auch im Christentum noch einiges lernen: Es geht nicht nur um das Teilen eines theologischen Bekenntnisses, sondern es geht um mehr: Es geht für uns Christinnen und Christen um das Bewusstsein, in der Nachfolge Jesu Christi und gemeinsam mit dem jüdischen Volk Gottes Weg zum Leben zu wählen und dafür in der Welt einzustehen. Auch als Exoten, die eben bewusst mit dem ganz anderen Gott für eine ganz andere Gesellschaft eintreten und kämpfen, wie es der Theologe Helmut Gollwitzer einmal formuliert hat.“

Christen bleiben auf das Judentum bezogen

Wahrnehmung ist das eine. Gibt es darüber hinaus eine Art Beeinflussung? „Im Glauben relativ wenig“, sagt Michael Rubinstein. Ostereieressen bleibt einfach mal folgenlos. Aber doch, sagt er, jedenfalls in der Glaubenspraxis: Im Gottesdienst sind hebräische Gebetsbücher im Gebrauch. Und doch betet er manchmal auf Deutsch, „um die Gebete besser zu verstehen. Ich bete dann leise, nicht laut, in der mir verständlichen Sprache“.

Trägt der Glaube des anderen zur eigenen religiösen Identität bei? Haarmann: „Für mich gibt es als Christ keine Identität, die nicht im Kern auf das Judentum bezogen wäre: Weil Jesus Jude war und weil unsere ganze Bibel ein jüdisches Buch ist, das wir beim Alten Testament auch mit dem Judentum teilen, müssen wir beim Judentum lernen, um unsere eigene Identität als Christinnen und Christen finden zu können.“

Christinnen und Christen blieben auf das Judentum bezogen, können ihre Identität nicht unabhängig davon definieren. „Es gehört zur den schlimmsten Fehlern, dass Kirche seit fast 2000 Jahren sich dabei immer nur negativ vom Judentum abgegrenzt hat. Das müssen wir heute überwinden. Mit Jüdinnen und Juden hoffen wir als Christinnen und Christen auf einen neuen Himmel und eine neue Erde. So sagt es unsere Kirchenordnung im Rheinland.“

Angegriffene, bedrohte Identität

Bei der Tagung in Villigst, zu der u. a. auch Prof. Dr. Helga Kuhlmann (Paderborn), Landespfarrer Christoph Nötzel (Wuppertal) und Dr. Sabine Federmann (Villigst) Impulse beitrugen, hat Rabbinerin Gesa Ederberg aus Berlin ihren Impuls zunächst mit einer Gedenkminute an die Opfer des Terroranschlags auf die Synagoge in Pittsburgh begonnen. Jüdische Identität, sagt Dr. Volker Haarmann deshalb, „ist immer wieder eine angegriffene und bedrohte Identität“.

Auch in Deutschland, wo die jüdischen Gemeinden heute rund 100.000 Mitglieder haben. Nordrhein-Westfalen ist das Bundesland mit der größten jüdischen Bevölkerung. Jüdisches Leben hier aber ist „aktuell weder selbstverständlich noch unbeschwert möglich“, konstatiert Michael Rubinstein. Bewachte Gemeindezentren. Eine sich verschärfende Sicherheitslage. Antisemitismus, der „in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist“, in „unseliger Allianz auch unter dem Deckmantel von Israelkritik“. Mobbing jüdischer Schüler auf hiesigen Schulhöfen. „Jude“ wieder ein Schimpfwort. Schmierereien. Beleidigungen. Tätliche Angriffe.

In wenigen Tagen jährt sich das Gedenken an die Pogromnacht in Deutschland zum 80. Mal. Dr. Volker Haarmann: „Mir macht Sorge, dass christliche Identität sehr leicht missbraucht werden kann und in vielen Kontexten auch missbraucht wird: Bolzonaro in Brasilien kommt an die Macht, weil die Evangelikalen ihn unterstützen. Bei Trump ist es ähnlich. Auch bei uns gibt es einen Populismus, der den vermeintlichen Schutz des christlichen Abendlandes zur Waffe gegen andere Identitäten macht. Dagegen müssen wir uns wehren.“

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news-1377Wed, 07 Nov 2018 10:59:30 +0100Christuskirche Bochum als „Big Beautiful Building“ ausgezeichnethttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/architektur-der-freiheit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d00200fc6b00bf771d6288f226e8d76cAls der 2. Weltkrieg zu Ende war, lag Europa zerstört, die Innenstadt Bochums war eine Landschaft aus Trümmern. Aus ihr ragte einsam der Turm der Christuskirche empor. Jetzt wurde sie als „Big Beautiful Building“ besonders gewürdigt und mit einem „Wanderpokal“ ausgezeichnet.

Mit der Auszeichnung wird besonders die Architektur gewürdigt, die Besucherinnen und Besuchern alle Freiheiten lässt. „Die Christuskirche vergegenwärtigt das bauliche Erbe, das sie selber ist“, sagt Dr. Hanna Hinrichs, Geschäftsführerin der StadtBauKultur NRW. „Diese Architektur lebt, die gebaute Zukunft dauert an.“ Dafür stehe auch der Platz des europäischen Versprechens: Das Kunstwerk von Jochen Gerz, 2007 - 2015 aus insgesamt 14.726 Namen von europäischen Bürgerinnen und Bürgern gebaut, sei aus der Christuskirche heraus entstanden. Es nehme vorweg, wie Europa gebaut werden könnte: als eine vielstimmige, eine europäische Demokratie.

Die Christuskirche wurde 1956 von Dieter Oesterlen erdacht, 1959 eingeweiht: ein Ensemble aus modernem Kirchenschiff und einem alten Turm, in dem eine Gedenkhalle überdauert hat, die noch an den Ersten Weltkrieg erinnert, die „Ur-Katastrophe Europas“. Oesterlen hat den neuen Baukörper abgesetzt vom Turm und damit Vergangenheit und Gegenwart im Wortsinn auseinandergesetzt.

Das Kirchenschiff selber hat er aus der alten Achse geschwenkt, also die Blick- und gleichsam die Denkrichtung geändert. Und: Er hat einen Raum geschaffen, der mit allerbesten akustischen Bedingungen vollkommen bilderlos ist. Eine Architektur, die nicht belehrt und nicht befiehlt, die niemandem vorgibt, was er zu denken habe, sondern die allen ihre Freiheit lässt. Oder eben: die alle in ihre Freiheit entlässt. Das ist vielleicht das schönste Kompliment, das man einer architektonischen Form machen kann.

Pro Jahr hat die Christuskirche Bochum mehr Besucher als die Ruhrtriennale. Internationale Größen aus unterschiedlichen Genres (Jazz, Pop, Klassik, Gothic, Ambient, Chor) geben sich in der Kirche gern ein Stelldichein. Gleichzeitig ist sie Spielort für regionale Größen, die ihre Zukunft noch vor sich haben.

„Big Beautiful Buildings. Als die Zukunft gebaut wurde“ heißt das gemeinsame Projekt von StadtBauKultur NRW und der Technischen Universität Dortmund (Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung), gefördert vom Europäischen Kulturerbejahr 2018 sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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news-1376Wed, 07 Nov 2018 09:43:15 +0100Tagung vom 18. bis 21. November in Bielefeldhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/landessynode-laeutet-breiten-diskussionsprozess-um-das-thema-kirche-und-migration-ein/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=67a80f2f9de0e6c0d480dce2c9a68298„Kirche und Migration“ ist der Titel eines Diskussionspapiers, das der Synode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) auf ihrer Tagung vom 18. bis 21. November in Bielefeld vorgelegt wird.

Unter dem biblischen Motto „Ich bin fremd gewesen, und ihr habt mich aufgenommen“ wird ein intensiver Diskussionsprozess in Kirchenkreisen und Kirchengemeinden angestoßen, dessen Ergebnisse und Anregungen auf der Synode im nächsten Jahr zur Beratung stehen.

Es geht dabei um Herausforderungen und Chancen der Migrationsgesellschaft insbesondere für die Kirche. Präses Annette Kurschus betont in ihrem Vorwort zum Arbeitspapier, dass Geflüchtete und Migranten als mündige Subjekte mit eigener Geschichte nicht ständig Objekte von Mitleid oder Skepsis bleiben wollen. „Dass in den Herausforderungen der Fremdheit Christus selbst begegnet, ist leise Ahnung, kräftige Provokation und tiefe Verheißung zugleich“, so die leitende Theologin der westfälischen Landeskirche.

In ihrem mündlichen Bericht vor der Synode wird Präses Kurschus in einer „Zeitansage“ ein aktuelles Thema für Kirche und Gesellschaft beleuchten. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wird als Gast erwartet (Update)*. Die Synode beschließt außerdem den Haushaltsplan des kommenden Jahres. Kirchentagspräsident Hans Leyendecker informiert über den Stand der Vorbereitungen des Deutschen Evangelischen Kirchentages, der vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund stattfindet. Die Synode tagt öffentlich in Bielefeld-Bethel. Sie beginnt mit einem Gottesdienst in der Zionskirche am Sonntag, 18. November, um 16 Uhr. (MedienInfo 82/2018)

*Update: Anstelle von Ministerpräsident Armin Laschet wird Landtagspräsident André Kuper die Synode besuchen.

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news-1375Mon, 05 Nov 2018 13:53:41 +0100Landeskirchen gedenken der Pogromnacht vor 80 Jahren/Dem Andenken der Opfer verpflichtet http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/entschieden-gegen-alle-formen-der-judenfeindschaft/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=33854c1b2fd039df985fd5cea58533f3Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen) und Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche) rufen zum konsequenten Einsatz „gegen alle Formen der Judenfeindschaft, gegen Antijudaismus und Antisemitismus“ auf. Anlass ist das Gedenken an die Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938.

In einem gemeinsamen „Kirchlichen Wort anlässlich des Gedenkens an die Pogromnacht vor 80 Jahren“ erinnern die beiden leitenden Geistlichen an die Brandanschläge auf Synagogen und jüdische Gemeindehäuser sowie die Demütigung, Verhaftung und Ermordung von Jüdinnen und Juden in Deutschland. Darauf folgte die Shoa, der Völkermord an etwa sechs Millionen Juden. „80 Jahre nach der Pogromnacht erklären wir Jüdinnen und Juden gegenüber öffentlich unsere Scham über das, was geschehen ist, und über das Versagen vieler Christinnen und Christen“, so Kurschus und Arends. Denn auch viele Christen beider Landeskirchen beteiligten sich an den Verbrechen oder nahmen sie widerstandslos hin.

Dem Andenken der Opfer verpflichtet, bleibe es „auch für die Zukunft unsere Aufgabe, den Mechanismus der Intoleranz zu durchbrechen und Respekt vor dem anderen einzufordern, um Grundlagen für ein menschliches Mit- und Füreinander zu schaffen und echte Begegnungen zu ermöglichen.“ Dass Jüdinnen und Juden heute in Deutschland unbehelligt leben könnten, gehöre zur christlichen Identität. (MedienInfo 81/2018)

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news-1374Fri, 02 Nov 2018 12:02:20 +0100Christian Bald am Reformationstag eingeführt und Regine Burg entpflichtethttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wechsel-im-superintendentenamt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6d8719f478e5c5c6fc087d903ad52850Mit einem festlichen Gottesdienst am Reformationstag in der Neustädter Marienkirche wurde Christian Bald als Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bielefeld durch Präses Annette Kurschus eingeführt.

Zugleich wurde Regine Burg in der mit rund 900 Gästen voll besetzten Kirche aus ihrem Amt entpflichtet und in den Ruhestand verabschiedet.

Unmittelbar nach dem zweistündigen Gottesdienst, der von einer großen Bandbreite kirchenmusikalischer Werke im Rahmen der Bielefelder Konzerttage geprägt war, zollten die Grußredner aus der Stadt, der Ökumene und evangelischen Kirche der ehemaligen Superintendentin großen und sehr wertschätzenden Respekt wie Anerkennung für ihren Dienst und hießen den neuen Superintendenten ebenso herzlich wie erwartungsvoll willkommen. Beim anschließenden Fest rund um die Neustädter Marienkirche feierten die Gäste bei Bratwurst, Brezeln und Kaltgetränken ein fröhliches Fest in stimmungsvollem Ambiente.

In ihrer Ansprache an den neuen Superintendenten betonte Präses Kurschus: „Der Kirchenkreis Bielefeld will Ihre Leitung und Ihre Übersicht. Er braucht Ihre Fürsorge und Liebe. Er erwartet von Ihnen orientierende Worte, mutige Entscheidungen und hoffnungsvolle Taten.“

Im Namen der Kirchenleitung dankte Kurschus der scheidenden Superintendentin für ihren Dienst: „Du warst eine der ersten Frauen im westfälischen Superintendentenamt. Und Du hast dieses Amt als starke Frau ausgefüllt.“ Mit Blick auf den zurückliegenden Dienst, mal als Orientierung gebende Leitungspersönlichkeit, mal als vertraute Freundin, betonte die Präses: „Es war Dir immer ein wichtiges Anliegen, betroffene Gemeinden, Einrichtungen und Personen – so gut es ging – mitzunehmen in Entscheidungsprozesse, transparent zu handeln und um Verständnis zu werben für manche schmerzliche Veränderung.“

In seiner ersten Predigt in Bielefeld nahm der neue Superintendent Bezug auf das Verhältnis von Reformation und Freiheit, die untrennbar zusammen gehören: „Eigentlich müssen wir sie in umgekehrter Reihenfolge nennen: Freiheit und Reformation“, denn „die Reformation setzt nicht die Freiheit frei! Die Reformation folgt der Freiheit.“ Diese Freiheit löse jedoch auch bei manchen Ängste oder die Sehnsucht nach Sicherheit aus. Deutlich wandte sich Bald mit Blick auf den zuvor gesungenen Reformations-Choral gegen die „Identitären Bewegungen“, die für sich als die Hüter von Heimat und christlicher Abendlandkultur werben würden: „So denkt und so lebt der Glaube nicht! Gerade weil Gott für uns ‚ein feste Burg‘ ist, brauchen wir unsererseits keine Mauern und Burgen zu bauen: Um unser Leben nicht. Um unser Land nicht. Und auch um Europa nicht.“ Insofern, so Bald, sei der Reformationstag auch kein kirchenpolitischer Gedenktag, sondern ein Tag der Selbstbesinnung: „Gott ist mir unmittelbar nahe – ganz und gar und unbedingt liebevoll!“

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news-1373Wed, 31 Oct 2018 11:57:02 +0100Evangelische Frauenhilfe in Westfalen warnt vor Rassismus und Hetze http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wach-und-wehrhaft-fuer-freiheit-und-selbstbestimmung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6d0b1b866e98c1e4ba11aac3d132718cDie Evangelische Frauenhilfe in Westfalen hat dazu aufgerufen, „wach und wehrhaft zu bleiben“, wenn die Rechte auf Freiheit und Selbstbestimmung eingeschränkt werden.

Auf seiner Mitgliederversammlung Ende Oktober in Soest verabschiedete der Verband eine Stellungnahme, die vor einer dramatischen Verschiebung warnt: „Rassismus und Menschenverachtung werden gesellschaftsfähig. Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit werden offen angegriffen.“

Daher appelliert die Frauenhilfe an ihre 45.000 Mitglieder, sich für den Schutz von Frauenrechten und für eine differenzierte Auseinandersetzung mit Gewalttaten einzusetzen. Jeder Diskriminierung und Hetze sei entschieden entgegenzutreten.

Der Verband ruft auch dazu auf, sich an der Europawahl am 29. Mai 2019 zu beteiligen und diejenigen Parteien zu stärken, die für Menschenrechte, die friedliche Weiterentwicklung Europas und die freiheitliche demokratische Grundordnung eintreten. Europa-Abgeordnete demokratischer Parteien sollten von örtlichen Frauenhilfen und Mitgliedsverbänden zum Gespräch eingeladen werden.

Die westfälische Frauenhilfe schließt sich der Forderung der Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) und anderer Frauenverbände an, den Paragraphen 219a abzuschaffen, der Werbung für Abtreibungen untersagt. Dieses Gesetz beschränke das Selbstbestimmungsrecht und das Recht auf Zugang zu Information als Voraussetzung für eine freie Arztwahl. Die Frauenhilfe plädiert außerdem dafür, bei der Entscheidung über eine Organspende am Grundsatz der Freiwilligkeit festzuhalten.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. wurde Ulf Schlüter gewählt. Der Theologische Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen tritt auch in dieser Funktion die Nachfolge von Albert Henz an, der in den Ruhestand gegangen ist.

 

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news-1372Wed, 31 Oct 2018 11:04:01 +0100Harald Sieger wird Landeskirchenmusikdirektor der westfälischen Landeskirchehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kirchenmusik-gelingt-wenn-sie-die-kirche-insgesamt-bewegt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b723e7b2c3380b6de7f5e5ea80655b8bHarald Sieger (43), Kantor aus Bad Oeynhausen, wird neuer Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirche von Westfalen. Er tritt voraussichtlich im Februar die Nachfolge von Ulrich Hirtzbruch an, der als Dozent an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford arbeitet.

Als Landeskirchenmusikdirektor wird Harald Sieger die Landeskirche in musikalischen Fragen beraten. Dazu gehört maßgeblich die Begleitung der kirchenmusikalischen Arbeit in den Kirchenkreisen und Gemeinden. Im Zusammenspiel mit der Kirchenleitung wirkt er daran mit, strategische Ziele zu entwickeln und umzusetzen. Zu den Aufgaben gehört außerdem die Mitarbeit in zahlreichen Ausschüssen und Fachgremien sowie an Kirchenmusik-Prüfungen.

Harald Sieger sieht die Musik in der Kirche als Teil des Ganzen: „Kirchenmusik gelingt, wenn sie die Kirche insgesamt bewegt und nach vorne bringt.“ Das bedeutet für ihn: selbstverständliche Kooperation mit allen anderen kirchlichen Arbeitsfeldern wie Theologie, Pädagogik, Diakonie, Ökumene. Deshalb ist ihm Kommunikation ganz wichtig: „Ich werde viel unterwegs sein, möchte meine Ideen mit den verschiedenen Akteuren teilen und dann gemeinsam umsetzen.“ Seine Partner sind die verschiedenen Werke und Verbände, die Kirchenkreise, die Hochschule für Kirchenmusik und das Landeskirchenamt in Bielefeld. Das Verhältnis zwischen „klassischer“ Kirchenmusik und Pop sieht er hoffnungsvoll: „Wir sollten das eine tun und das andere nicht lassen. Viele Kollegen machen beides richtig gut.“ Mit der Evangelischen Pop-Akademie, die auch bei Rock, Pop und Jazz in der Kirche für ein professionelles Niveau sorgt, wurde dafür eine bedeutende Voraussetzung geschaffen. Auch der Bläserarbeit in der Landeskirche gilt Siegers besonderes Augenmerk.

Harald Sieger, in Bonn geboren, studierte an der Kirchenmusikschule der Evangelischen Kirche im Rheinland und anschließend, ebenfalls in Düsseldorf, an der Robert-Schumann-Hochschule, die er 2001 mit dem A-Examen abschloss. Zugleich hat er sich in vielen Bereichen wie Stimmbildung, Singen und Sprechen, Chorleitung, Orchesterleitung und Kinderchorleitung fortgebildet. Nach verschiedenen Kirchenmusikstellen im Rheinland wurde er 2004 Kantor in Bad Oeynhausen und 2009 außerdem Kreiskantor und Beauftragter für Kirchenmusik im Evangelischen Kirchenkreis Vlotho. Er unterrichtet nebenamtliche Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker und ist in verschiedenen musikalischen Verbänden und Vereinen engagiert. Harald Sieger spielt außer Orgel und Klavier auch Trompete, Posaune und weitere Blechblasinstrumente. Er ist verheiratet und hat vier Kinder. (MedienInfo 80/2018)

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news-1371Mon, 29 Oct 2018 08:47:26 +0100Präses Annette Kurschus predigt zum Kirchenjubiläum in Petershagenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/aus-der-kirche-heraus-den-blick-in-die-welt-richten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fd71193f34967568dd794599e0946c7ePräses Annette Kurschus hat auf die Bedeutung von Kirchengebäuden hingewiesen: „Unsere Welt und unsere Seelen, unsere Meinungen von uns selbst und voneinander, unsere Dörfer und Städte würden enger und ärmer ohne sie.“ Zugleich betonte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, dass Kirchen keine Orte des Rückzugs und der Abschottung sind.

Am Sonntag (28.10.) sagte Präses Kurschus im Festgottesdienst zum 400-jährigen Bestehen der Petrikirche in Petershagen bei Minden: „Gottes Nähe werden wir hier nur finden, wenn wir unseren Blick von hier aus in die Welt richten. Auf diejenigen, die keiner will; gegen die sich Hassparolen richten; die kein Ansehen genießen. Dahin, wo Unrecht und Gewalt an der Tagesordnung sind.“ Nach der stärkenden Einkehr des Gottesdienstes an diesem Ort „müssen wir wieder weg von hier, mitten hinein ins Leben. Auch und gerade dahin, wo Gott ganz weit weg scheint.“ Gott sei im Menschen zu finden: „In dem einen Menschen Jesus von Nazareth – und in allen Menschenbrüdern und Menschenschwestern, die im Elend und in Not sind.“Die Kirche sei in diesem Sinne ein „Zwischenraum“. Ohne sie „fehlte ein Raum, der die Ahnung und die Hoffnung atmet, dass da etwas ist, das nicht verschwindet im Werden und Vergehen der Zeiten. Es fehlte ein Ort, der über sich hinausweist auf das, was bleibt; was lange vor mir war und nach mir nicht enden wird.“ Und selbst wenn viele Menschen daran nicht mehr glauben könnten oder wollten, brauche es einen Ort, der die Sehnsucht danach und die Erinnerung daran wachhält. (MedienInfo 79/2018)

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news-1370Mon, 29 Oct 2018 08:15:25 +0100Tagung zur Vernetzung internationaler Kirchenmusik mit Gästen aus Afrika, Asien und Europa / „Singing in the Light of God“ in Münsterhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kirchenmusik-weltweit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4925f99482219d0eefd936519a94e3b3Musik verbindet! Deshalb kommen vom 6. bis 10. November Kirchenmusikerinnen und -musiker aus drei Erdteilen in Wuppertal und Witten zusammen, um gemeinsam internationale Projekte und Kooperationen zu entwickeln. Und das gemeinsame Musizieren wird dabei auch nicht zu kurz kommen.

Die Kirchenmusikerinnen und -musiker sowie Lehrende von Kirchenmusik-Ausbildungseinrichtungen aus Äthiopien, Tansania, Indonesien, den Philippinen, Ungarn und Deutschland folgen der Einladung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und der Hochschule für Kirchenmusik der EKvW mit der Pop-Akademie in Witten.

Grenzüberschreitend

Die Bedeutung von Musik als ein grenzüberschreitendes und kulturverbindendes Element soll im Mittelpunkt der gemeinsamen Beratungen stehen. Dabei sollen Möglichkeiten internationaler Musikprojekte und Kooperationen im Bereich von Musik und Kirche ausgelotet und entwickelt werden. Schwerpunkt der Tagung ist außerdem die Ausbildung von jungen Musikerinnen und Musikern für die musikalische Arbeit in den Mitgliedskirchen der VEM in Afrika, Asien und Deutschland.

Am Mittwoch, den 7. November werden die internationalen Gäste zunächst das Missionshaus der VEM in Wuppertal besuchen, um dann ab dem Nachmittag in der Evangelischen Pop-Akademie in Witten zu Vorträgen und Gesprächsrunden, aber auch zu musikalischen Beiträgen zusammenzukommen.
Die Vormittagsveranstaltung am 8. November widmet sich dem Informationsaustausch über den Klang, die Bedeutung und Struktur der kirchennahen Musik in den verschiedenen Ländern. Am Freitag, den 9. November stehen die Vorstellung der Ausbildungseinrichtungen und Gespräche über konkrete Formen möglicher zukünftiger Zusammenarbeit auf dem Programm.

„Singing in the Light of God“

Im Anschluss an die internationale Tagung treffen am 10. November in Münster Interessierte aus den Kirchenkreis-Partnerschaften und die Teilnehmenden der Tagung aufeinander, um neue musikalische Impulse für aktuelle und zukünftige Partnerschaften zu finden.

Am selben Tag sind ab 14 Uhr Singbegeisterte aus ganz Westfalen eingeladen, um unter dem Motto „Singing in the Light of God“ in der Erlöserkirche in Münster internationale ökumenische Hits zu singen. Für den guten Ton sorgen Studierende der Evangelischen Pop-Akademie Witten und eine hochrangig besetzte Band unter der Leitung des Münsteraner Popkantors H. W. Scharnowski. Als ,Special Guest' ist die Sängerin Judy Bailey eingeladen, um mit und für die Besucherinnen und Besucher zu singen.

Den Abschluss des Tages und der Konsultation bildet um 19 Uhr ein internationaler musikalischer Gottesdienst, die Predigt wird gehalten von dem aus der Demokratischen Republik Kongo stammenden Pfarrer Dr. Jean Gottfried Mutombo.

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news-1369Fri, 26 Oct 2018 12:44:58 +0200Von Bodypercussion bis Worship Akademie: Jahresprogramm der Evangelischen Pop-Akademiehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/musik-neu-erleben/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9564f7241bbf01f8c367625f72f8aad9Es läuft: Vor gerade mal anderthalb Jahren wurde die Evangelische Pop-Akademie in Witten eröffnet. Das Weiterbildungsprogramm kann jetzt schon auf über 7000 absolvierte Bildungs-Stunden zurückschauen. Und auch 2019 geht es mit vielen interessanten Angeboten weiter.

„Die Evangelische Pop-Akademie brummt: Im vergangenen Jahr haben in 46 Angeboten über 1.000 Musikbegeisterte ihre eigene Musikalität und Entwicklung gestärkt“, stellt Martin Bartelworth, Geschäftsführer der Creativen Kirche und des Aus-, Fort- und Weiterbildungsbereichs der Evangelischen Popakademie, im Vorwort des aktuellen Programms fest. Und freut sich über „die vielen positiven Reaktionen der Teilnehmenden.“

Was gibt es Neues?

Die Vision einer begeisternden, singenden und musizierenden Gemeinde sei dabei der Antrieb der Pop-Akademie. Da gebe es „auf dem Feld der Vermittlung von Popmusik in Ergänzung zur traditionellen Kirchenmusik noch viel zu tun.“

Die Pop-Akademie hilft hierbei auch 2019 mit einem vielfältigen Programm weiter: Um dem Chorleitermangel entgegenzuwirken gibt es z.B. erstmalig einen Schnuppertag und einen Grundkurs „Pop- und Gospelchorleitung“. Premiere hat auch die Grundausbildung „Worshipleitung“, bei der einige der erfahrendsten Worshipleiter Deutschlands an drei Terminen ihr Wissen mit den Teilnehmenden teilen. Neu sind auch der Grundkurs Chorleitung mit Hans Werner Scharnowski oder das Singer-Songwriter Camp mit Johannes Falk.

Daneben gibt es zahlreiche Workshops, Fortbildungen und Open Classes, die thematisch einen weiten Bogen spannen von Bodypercussion über Chormanagement, Fundraising und  Sologesang bis zu Worship Akademie.

Evangelische Pop-Akademie

Die Evangelische Pop-Akademie Witten Ruhr wurde 2015 als gemeinnützige GmbH in gemeinsamer Trägerschaft der Stiftung Creative Kirche, der Evangelischen Kirche von Westfalen und des Kirchenkreis Hattingen-Witten gegründet. Seit WS 2016/7 kann ein achtsemestriges Vollzeitstudium für kirchliche Popularmusik mit dem B.A. als Studienziel absolviert werden, das die Studierenden auf das Tätigkeitsfeld als hauptberufliche Kirchenmusikerinnen und -musiker vorbereitet.

Das Institut für Weiterbildung der Pop-Akademie bietet Aus-, Fort- und Weiterbildungsmodule für die semiprofessionelle und ehrenamtliche Szene im Bereich der kirchlichen Popularmusik. Das Fortbildungsprogramm bietet Kurse an, die für alle Musikbegeisterten offen sind.

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news-1368Thu, 25 Oct 2018 09:01:21 +0200Klartext beim 27. Villigster Mädchen- und Frauentreffenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/maedchen-und-frauen-erheben-ihre-stimme/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d098ded1008db7a0a6835eb1e58d210e1918 war es soweit, das Frauenwahlrecht war verankert. 1919 gingen Frauen das erste Mal in Deutschland zur Wahl. Die Veranstalterinnen des Villigster Mädchen- und Frauentreffens wollen an dieses bedeutende Ereignis erinnern.

Vom 17. bis 18. November 2018 laden sie nach Haus Villigst zum 27. Villigster Mädchen- und Frauentreffen ein. „Dieses Treffen ist einmalig, es gibt keine Veranstaltung, wo junge Mädchen ab 13 Jahren und Frauen bis 99 über feministische Themen sprechen und miteinander feiern,“ so Meike Zeipelt, Referentin für Ehrenamt und Mädchenpolitik im Amt für Jugendarbeit der EKvW. Zusammen mit Nicole Richter vom Frauenreferat der EKvW und Kolleginnen aus der Evangelischen Jugend bereiten sie das intergenerative Treffen  vor.

Der Samstag bietet Raum sich auszuprobieren in Workshops wie pointiertes Schreiben, Entspannung und Meditation, die Stimme erheben gegen Stammtischparolen oder Boxen. Am Sonntag stehen Mädchen und Frauen im Fokus, die ihre Stimme lautstark für feministische Anliegen heute erheben. Auf einem Podium stellen sie ihr Engagement vor und kommen mit den Teilnehmerinnen ins Gespräch. Der abschließende Gottesdienst
wird gestaltet von Dr. Iris Keßner, Pfarrerin am Pädagogischen Institut für Konfirmandinnen und Konfirmandenarbeit.

 

 

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news-1367Tue, 23 Oct 2018 10:49:51 +0200Altpräses Manfred Sorg wird 80 / Bildungsauftrag der Kirche gestärkt / Juden und Christenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gruendlichkeit-achtsamkeit-und-augenmass/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=183fe3285ea599ed160acf997cc887c2Manfred Sorg, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) von 1996 bis 2004, feiert am kommenden Donnerstag (25. Oktober) seinen 80. Geburtstag.

Die Amtszeit von Präses Sorg war eine Zeit der Umbrüche und Herausforderungen: Die Mitgliederzahlen gingen zurück, sinkende Einnahmen kündigten sich an, kirchliche Traditionen begannen ihre Selbstverständlichkeit zu verlieren. In dieser Situation leitete Sorg den Reformprozess „Kirche mit Zukunft“ ein. Damit war die westfälische Landeskirche eine der ersten in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die sich zu einer missionarischen Profilschärfung kirchlichen Handelns verpflichtete.
So wurden 17 Ämter und Werke der viertgrößten Landeskirche zu sieben Einrichtungen zusammengelegt, unter Sorgs Leitung entstanden auch innerkirchliche Kontaktbörsen wie der Presbyter-Tag oder der Tag der gemeinsamen Dienste.

Präses Annette Kurschus würdigte das Engagement ihres Amtsvorgängers: „Als Manfred Sorg 1996 Präses wurde, taten sich sinkende Kurven vor ihm auf: Weniger Kirchenmitglieder, schwindende Kenntnis von Glaubenstraditionen, Löcher in den Kassen. Präses Sorg reagierte darauf nicht aktionistisch, im Gegenteil. Er fragte nach den Ursachen und rief den Reformprozess Kirche mit Zukunft ins Leben. Die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen rückte er in den Mittelpunkt mit der Kampagne Ohne uns sieht eure Kirche alt aus.“

Leidenschaftlich für den Bildungsauftrag der Kirche

Der frühere Direktor des Pädagogischen Instituts machte sich also auch als Präses weiterhin leidenschaftlich für den Bildungsauftrag der Kirche stark. So wurde in Gelsenkirchen-Bismarck, wo viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte leben, eine Evangelische Gesamtschule in Trägerschaft der Landeskirche gebaut. Mit der NRW-Landesregierung rief er 2001 ein „Bündnis für Erziehung“ ins Leben.

Ein weiterer Schwerpunkt Manfred Sorgs war das besondere Verhältnis zwischen Christen und Juden. Ein Thema, mit dem sich die Landessynode 1998 und 1999 beschäftigte und das inzwischen in die Kirchenordnung Eingang gefunden hat. Präses Annette Kurschus: „Manfred Sorg sah hellsichtig, was dran war in seiner Zeit. Die erkannten Aufgaben ging er an mit Gründlichkeit, Augenmaß und Achtsamkeit für das Tempo und die Bedürfnisse seiner Weggefährten. Dabei war und ist er gegründet im Glauben an den Gott des Volkes Israel, der in Jesus Christus Menschen zu sich ruft aus allen Völkern.“

Sorg arbeitete außerdem für die drei evangelischen Landeskirchen in NRW im Beirat des Kompetenznetzwerks Stammzellforschung. Zudem hat der Theologe den Vorsitz des Kuratoriums der Evangelischen Stiftung Protestantismus, Bildung und Kultur inne und war Mitbegründer des Initiativkreises „Sicherheit durch Therapie im Maßregelverzug“, der sich für eine qualifizierte Therapie in der Forensik, für kleine Einrichtungen an dezentralen Standorten und eine sachliche Information der Öffentlichkeit einsetzt.

Geboren wurde Sorg in Darmstadt, aufgewachsen ist er im westfälischen Hagen. Nach dem Theologiestudium in Wuppertal, Mainz und Münster war er Vikar in Bochum und Hattingen. 1967 wurde er Gemeindepfarrer in Hattingen. Ab 1972 lehrte Sorg regelmäßig am Pädagogischen Institut (PI) der westfälischen Landeskirche in Schwerte-Villigst. Sein Arbeitsschwerpunkt war der Kirchliche Unterricht. Zunächst blieb er im eingeschränkten Dienst Gemeindepfarrer, bis er 1985 zunächst zum Dozenten und drei Jahre später zum Direktor des PI berufen wurde. Im November 1995 wählte ihn die Landessynode zum Nachfolger von D. Hans-Martin Linnemann, am 29. Februar 1996 trat er sein Amt als Präses der EKvW an. Sorg ist verheiratet und (Groß-)Vater von drei erwachsenen Kindern und sieben Enkelkindern. Er lebt mit seiner Frau Christa in Schwerte. (MedienInfo 78/2018; mit Material von epd)

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news-1366Fri, 12 Oct 2018 14:41:24 +0200Generalsekretär wirbt für starke ökumenische Gemeinschaft in Europahttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wiederentdecken-was-oekumenische-bewegung-bedeutet/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fba8bcb359c487cd2bf43841e6d4614aDer Generalsekretär der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), Heikki Huttunen, hat sich für eine starke ökumenische Gemeinschaft in Europa ausgesprochen. So müsse wiederentdeckt werden, was ökumenische Bewegung bedeute, sagte der finnische Erzpriester am Donnerstagabend in Bielefeld. Auch müsse neu definiert werden, was es bedeute, Christ zu sein. Wichtig sei dafür, Europa stärker aus der Perspektive des Anderen zu sehen, mahnte Huttunen. Es sei eine ökumenische Herausforderung, über Schubladen hinaus zu denken.

Huttunen warnte zugleich davor, sich nur auf Europa zu beschränken. Alle wichtigen Herausforderungen seinen global und könnten nicht nur auf europäischer Ebene gelöst werden, sagte der Theologe in seinem Vortrag im Bielefelder Landeskirchenamt. Wenn nicht die Ursachen angegangen würden, die West-Afrika arm machten, dann habe auch Europa keine Zukunft. Auch der Klimawandel könne nur in globalen Anstrengungen bekämpft werden.

Huttunen zog zudem eine positive Bilanz der Vollversammlung der KEK im Mai im serbischen Novi Sad. Dabei habe sich gezeigt, dass Europa mehr sei als die EU, sagte der KEK-Generalsekretär. Wichtig sei der Austausch und das gemeinsame Gebet mit Menschen unterschiedlicher Kirchen. Europa habe als Zusammenschluss unterschiedlicher Staaten nur eine Zukunft in ökumenischer Gemeinschaft, erklärte Huttunen. Die KEK-Vollversammlung hatte als Schwerpunkte für die nächsten Jahre unter anderem die Themen Wirtschafts- und Klimagerechtigkeit, Flüchtlinge und Migration sowie Populismus bestimmt.

Der Oberkirchenrat der westfälischen Landeskirche, Ulrich Möller, erklärte, dass keines der drängenden wichtigen Probleme allein im nationalen Rahmen gelöst werden könne. Als Herausforderungen nannte Möller Migration, Flucht und den Klimawandel.  (epd)

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news-1365Thu, 11 Oct 2018 08:09:12 +0200Zentraler Gottesdienst in Marl zugunsten der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ in Westfalenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/zeichen-setzen-fuer-ein-gerechtes-europa-1/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0d538d28a4fedc6bfe2e006cb33435a8Viele Länder im Osten, Südosten und zunehmend auch im Süden bilden Europas neues Armenhaus. Die Menschen dort haben kaum das Nötigste zum Leben. Sie hungern, sind krank und haben oft kein Dach über dem Kopf. Kinder können nicht zur Schule gehen, Jugendliche bekommen keine Ausbildung. Die Lebensumstände vieler Menschen in Mittel- und Osteuropa haben sich in den letzten Jahren noch weiter verschlechtert.

Jedes Jahr im Herbst startet in den westfälischen Kirchengemeinden ein Kollekten-Aufruf. In allen Gottesdiensten wird Geld für die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ gesammelt. Im vergangenen Jahr konnten mehr als 50.000 Euro gesammelt werden.

Der zentrale Gottesdienst dazu findet in diesem Jahr erstmals in Marl am Sonntag, 14. Oktober, um 11.00 Uhr in der Evangelischen Auferstehungskirche (Westfalenstraße 92) statt. Es predigt Pfarrer Ulrich Walter. Nach dem Gottesdienst informiert die Aktion über ihre Arbeit, mit der sie Zeichen setzen will für ein gerechtes Europa. Zu dem Gottesdienst mit anschließendem Gespräch laden das landeskirchliche Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) in Dortmund und die Evangelische Stadtkirchengemeinde Marl ein.

Die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ (HfO) war 1994 in den evangelischen Landeskirchen in Deutschland gegründet worden, um die Not der Menschen in den Ländern zu lindern. Sie leistet mit Spenden konkrete Hilfe.

In Westfalen werden Projekte mit Fördergeld unterstützt, die in südosteuropäischen Ländern "Hilfe zur Selbsthilfe" leisten. Kollekten und Spenden ermöglichen Projektförderungen in Gemeinden, in der Diakonie, in der Frauenförderung, in der Bildungs- und Versöhnungsarbeit und im Umweltbereich. Mit dem Geld unterstützt werden beispielsweise Waisenhäuser, Jugend- und Bildungsstätten, Krankenhäuser, Altenheime, Jugendfreizeitstätten, Frauenhäuser und Kindergärten.

Westfälische Projekte können auf Antrag noch in diesem Jahr gefördert werden. Die Frist endet am 12. November 2018. Mehr Informationen dazu gibt es im Amt für MÖWe bei Thomas Krieger, thomas.krieger@moewe-westfalen.de, Telefon 0231 5409-77, und Andrea Wiesemann, andrea.wiesemann@moewe-westfalen.de, Telefon 0231 5409-70.

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news-1364Wed, 10 Oct 2018 12:40:00 +0200„Da passiert Weitergabe des Glaubens“http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/dienstgemeinschaft-praeses-kurschus-diskutiert-mit-erzieherinnen-und-erziehern/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=87eaa682f463d818deef208553b8f094„Wir brauchen Ihre pädagogische Kompetenz ganz dringend in der Kirche.“ Das hat Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, vor rund 50 Erzieherinnen und Erziehern in Bielefeld betont.

In Zeiten, wo an religiöser Sozialisation immer weniger vorausgesetzt werden könne, werde die Arbeit in evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder umso kostbarer. „Was Sie jeden Tag tun, das wird Früchte tragen“, motivierte die Präses die Expertinnen und Experten aus den evangelischen Kindergärten. Kurschus: „Seien Sie darauf gefasst, dass Gott Ihrer täglichen Saat Ernte verheißen hat.“

Sabine Prott, Leiterin des Geschäftsfeldes „Tageseinrichtungen für Kinder“ bei der Diakonie RWL, fasste die aktuelle Lage der evangelischen Kitas zusammen und erntete dafür den Applaus der Anwesenden: „Hochengagierte Fachkräfte tun Tag für Tag das Beste für die Kinder und versuchen gleichzeitig, widrige Rahmenbedingungen zu kompensieren.“ Dazu zählten neben einer permanenten Unterfinanzierung auch eine angespannte Personalsituation.

Daneben sei die Bedeutung der frühkindlichen Bildung in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und mit ihr die Verantwortung, der sich Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas als erste Stufe im Bildungssystem ausgesetzt sehen. Schließlich seien die Mitarbeitenden einem ständigen Wandel, einer permanenten Weiterentwicklung unterworfen.

Oberkirchenrätin Doris Damke bezeichnete Kindergärten als die „präsentesten Einrichtungen der Kirchengemeinden“. Damke: „Da passiert Weitergabe des Glaubens. Das, was an anderen Stellen oft ausfällt.“ Kindergärten seien zudem Orte, an denen gemeinschaftliches Leben eingeübt werde. Erzieherinnen und Erzieher trügen deshalb „in erheblichem Maß zur Gestalt und Gestaltung der Gesellschaft bei“.

Im Verlauf des Tages hatten die Erzieherinnen und Erzieher Gelegenheit, mit Präses Annette Kurschus ins Gespräch zu kommen. Und die diskutierte munter mit und hörte aufmerksam zu. Denn deshalb hatte sie eingeladen: um sich in Sachen Kindergarten auf den aktuellen Stand bringen zu lassen und die Sorgen und Nöte dieser Berufsgruppe wahrzunehmen.

Am Nachmittag wurden zwei „Good practise“-Beispiele vorgestellt: die Kita Uphoff aus Hamm und das Netzwerk für Familien aus Herne. Beide sind in diesem Jahr mit dem deutschen Kita-Preis ausgezeichnet worden.

Nach dem Prozess „Das Pfarramt in der Dienstgemeinschaft unserer Kirche“ bildet das Treffen mit den Erzieherinnen und Erziehern den Auftakt einer Reihe von Gesprächen, die Präses Annette Kurschus mit anderen Berufsgruppen führen wird.

Derzeit gibt es 906 evangelische Kitas in Westfalen, von denen 647 integrativ arbeiten. Sie werden von 57.781 Kindern zwischen 5 Monaten und der Einschulung besucht und dabei von 8300 Erzieherinnen und Erziehern betreut. Von den 906 Kindergärten befinden sich aktuell 495 im Qualitätsentwicklungsverfahren. 319 Kitas haben bereits das Evangelische Gütesiegel BETA erhalten.

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news-1363Sat, 06 Oct 2018 09:44:51 +0200Feierlicher Gottesdienst zur Einführung in der St. Reinoldikirchehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/dortmunder-superintendentin-proske-jetzt-offiziell-im-amt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=539e26f0612d99a03bb45ee40a6b4e59„Seien Sie darauf gefasst, dass Gott Ihrer Saat Ernte verheißt.“ An dieses göttliche„ Versprechen erinnerte Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, die neue Dortmunder Superintendentin Heike Proske, die sie am Freitag in der vollbesetzten Dortmunder Stadtkirche St. Reinoldi in ihr neues Amt einführte.

Knapp ein halbes Jahr nachdem die Kreissynode der Evangelischen Kirche in Dortmund, Lünen und Selm sie zur Superintendentin gewählt hatte, hat Pfarrerin Proske zu Beginn dieses Monats ihre Arbeit in der Superintendentur des größten westfälischen Kirchenkreises aufgenommen. 

„Sie werden wohlbestellte kirchliche Felder vorfinden“, so Präses Kurschus bei ihrer Ansprache. „Einen Kirchenkreis, der sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung stellt und Profil zeigt. Jede Menge Samen. Jede Menge wunderbarer Pflänzchen und Pflanzen.“

In ihrer Predigt ermutigte Superintendentin Proske die Dortmunderinnen und Dortmunder, „in allen Schwierigkeiten unterwegs“ zu bleiben „auf dem Weg des Friedens.“ „Denn im gelebten Frieden bringen wir Menschen zum Ausdruck, dass wir von Gott geschaffen sind.“ Angesichts einer Welt, die durch Vertreibung, Flucht und Zerstörung der Infrastruktur ganzer Völker aus den Fugen gerate, „erscheint mir die Bitte um Frieden notwendiger denn je.“

Heike Proske führt künftig den mit rund 200.000 Mitgliedern in 28 Gemeinden größten evangelischen Kirchenkreis in Westfalen. Sie folgt auf Ulf Schlüter, der im Sommer als Theologischer Vizepräsident in die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen gewechselt war. Die aus dem westfälischen Oelde stammende Proske war seit 2009 Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission mit Sitz in Bremen. Davor war sie acht Jahre lang für die Seemannsmission in Lomé (Togo) tätig.

Aber auch Dortmund kennt sie gut. Von 1993 bis 2001 war Heike Proske Pfarrerin in der Dortmunder Apostel-Kirchengemeinde. Von 1996 bis 2001 trug sie zudem Verantwortung als Synodalassessorin im damaligen Kirchenkreis Dortmund-Mitte.

Heike Proske studierte Theologie in Bethel, Tübingen, Heidelberg und Yaoundé/Kamerun. Sie ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Söhne.

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news-1362Fri, 05 Oct 2018 13:14:14 +0200#lautstärke: Liederbuch zum Kirchentag in Dortmund ab sofort erhältlichhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/was-fuer-ein-gesang/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bfffae866ca68a505434010dcce13523Das Liederbuch zum Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund 2019 steht ab sofort im KirchentagsShop zum Verkauf.

Unter dem Titel #lautstärke präsentiert es mit 126 Liedern altes und neues Liedgut, pflegt Traditionen und wagt den Sprung in neue musikalische Gewässer. Darunter sind viele Lieder, die eigens zur Losung „Was für ein Vertrauen“ (2. Könige 18,19) neu getextet und komponiert wurden.

Ein erster Eindruck lässt sich auch jetzt schon online erleben: Das erste Lied im neuen Liederbuch „Auf dich vertraun“ hat Annika Lohaus komponiert. Wie ihr Song live ankommt, hat die 25-jährige Dortmunderin jetzt schon einmal bei einem Konficamp mit 300 Jugendlichen ausprobiert - und alle begeistert.

Weitere Informationen:
#lautstärke, Strube Verlag, München und 37. Deutscher Evangelischer Kirchentag Dortmund 2019 e.V., 5 Euro inkl. MwSt. plus Versandkoste.

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