Aktuelles :: EKvW.dehttp://www.evangelisch-in-westfalen.dedeEvangelische Kirche von Westfalen, LandeskirchenamtTue, 24 May 2022 11:26:53 +0200Tue, 24 May 2022 11:26:53 +0200TYPO3 EXT:newsnews-2296Fri, 20 May 2022 08:39:46 +0200Evangelische Kirchen, Uni Bonn und Ministerium unterzeichnen Vertraghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/arbeit-des-bonner-instituts-fuer-religionspaedagogik-geht-weiter/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=56a6f3b31376690f0fc16ac2c2031aa8Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:
Die Arbeit des Bonner evangelischen Instituts für berufsorientierte Religionspädagogik (bibor) wird fortgeführt. Das haben die drei Kooperationspartner – die evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen, die Universität Bonn und das nordrhein-westfälische Ministerium für Schule und Bildung mit der Unterzeichnung einer neuen Kooperationsvereinbarung beschlossen. Aufgabe des Instituts ist es, den evangelischen Religionsunterricht an Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen wissenschaftsbasiert zu unterstützen.

Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer erklärte: „Mit der neuen Kooperationsvereinbarung wird das bibor seine Arbeit als wichtiger Impulsgeber für den evangelischen Religionsunterricht am Berufskolleg fortsetzen. Zukünftig wird das Institut das Ministerium auch bei der Sicherung der Lehrkräfteversorgung für den evangelischen Religionsunterricht an Berufskollegs unterstützen.“
„Der neue Kooperationsvertrag ist ein ausgesprochen gutes Zeichen für die Kooperation der Evangelisch-Theologischen Fakultät mit den Landeskirchen und dem Ministerium“, sagt die Dekanin der Fakultät, Prof. Dr. Cornelia Richter. „Das Berufsschullehramt gehört zu den gesellschaftlich relevantesten Ausbildungs- und Arbeitsfeldern der evangelischen Theologie. Wir nehmen unsere Aufgabe in diesem Bereich daher sehr ernst und freuen uns auf die Fortsetzung der Kooperation."

„Wir freuen uns, dass das bibor seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen kann. Die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern an Berufskollegs ist ein wichtiges Handlungsfeld der Religionspädagogik, das wir gerne unterstützen“, erklärt Oberkirchenrat Rüdiger Schuch für die evangelischen Landeskirchen.

Das Bonner evangelische Institut für berufsorientierte Religionspädagogik wurde 2010 gegründet, um die Konzeption des Religionsunterrichts am Berufskolleg wissenschaftlich zu begleiten. Die zentralen Aufgaben des Instituts bestehen darin, die Zusammenhänge der Religions- und Berufsdidaktik zu erforschen und für die spezifische Situation an Berufskollegs weiterzuentwickeln. Diese ist gekennzeichnet durch das Aufeinandertreffen von Schülerinnen und Schülern mit verschiedenen Bildungsabschlüssen sowie unterschiedlichen Migrations-, Kultur- und Religionshintergründen.

Auf der Grundlage der neuen Kooperationsvereinbarung wird das bibor künftig auch die Personalsituation in den Blick nehmen. An Berufskollegs unterrichten zu einem nicht unerheblichen Teil Schulpfarrerinnen und Schulpfarrer das Fach Evangelische Religionslehre. Pensionsbedingt wird sich deren Anzahl bis 2030 verringern. Das bibor soll entsprechend an Konzepten zur Weiterbildung anderer Berufsgruppen für den Religionsunterricht mitwirken. Ein weiteres Ziel ist eine enge Kooperation mit den Pädagogischen Instituten der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Evangelischen Kirche von Westfalen. Damit soll eine wissenschaftsbasierte und zugleich unterrichtsnahe Fortbildung gewährleistet werden. Die Kooperation mit dem katholischen Schwesterinstitut in Tübingen unterstützt die Bemühungen um ein abgestimmtes Zusammenwirken der beiden großen Konfessionen im Religionsunterricht.

Finanziert wird das bibor gemeinschaftlich von der Universität Bonn, der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Lippischen Landeskirche und dem Ministerium für Schule und Bildung. Die Kooperationspartner stellen in diesem Zusammenhang Sachmittel und Personal zur Verfügung. Der Kooperationsvertrag läuft bis zum 31. Juli 2029.

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news-2295Tue, 17 May 2022 14:43:28 +0200Superintendentenwechsel im Kirchenkreis Hallehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/bestaendigkeit-und-veraenderung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b01317d224ff5a277f1796c3cdff38beAm 15. Mai 2022 wurde Walter Hempelmann in einem Festgottesdienst aus seinem Amt als Superintendent des Kirchenkreises Halle verabschiedet. Präses Annette Kurschus entpflichtete den langjährigen Superintendenten und führte gleichzeitig seinen Nachfolger Dr. André Heinrich in sein Amt ein.

Mehr als 170 Weggefährten, Freunde, Kollegen und Mitarbeitende waren zur Verabschiedung des scheidenden und zur Begrüßung des neuen Superintendenten in die St. Johanniskirche in Halle gekommen.  

Nur wenige Pfarrer hätten in der westfälischen Kirche dieses Amt so lange bekleidet wie er, gab die Präses Hempelmann mit auf den Weg. Er stünde für Beständigkeit, „aber wer sagt, dass Beständigkeit und Veränderung Gegensätze sind?“ Den Wandel gestalten könne man nur, wenn man das Bewährte und das, was ist, kenne und eine stabile Basis habe. 22 Jahre hat Walter Hempelmann als Superintendent den Kirchenkreis geleitet. Der gebürtige Bünder studierte evangelische Theologie in Bethel, Göttingen und Münster. 1982 legte er bei der Kirchenleitung in Bielefeld das 1. theologische Examen ab und war danach als Vikar in der Gemeinde Dortmund-Wellinghofen tätig.

Nach dem 2. theologischen Examen wurde er Pastor im Hilfsdienst an der Petri-Kirche in Bielefeld, am 1. Dezember 1992 übernahm er die Pfarrstelle in Halle-West und Hesseln. Am 31. Mai 1999 wählte ihn die Kreissynode in einem zweiten Wahlgang zum Superintendenten. Viel hat er bewegt in den fast drei Jahrzehnten im Kirchenkreis.

Als er als Nachfolger von Wilhelm Arning zum Superintendenten gewählt wurde, befand sich der Kirchenkreis mitten in einer Strukturdebatte.  Als der Prozess „Kirche mit Zukunft“ gestartet wurde, traf man im Kirchenkreis Halle bewusst die Entscheidung klein und selbstständig bleiben zu wollen, allenfalls auf Verwaltungsebene mit benachbarten Kirchenkreisen in Gütersloh und Brackwede zu kooperieren. 

„Klein aber fein“ betitelt auch Annette Kurschus den Kirchenkreis und meint mit Anspielung auf die Haller Bachtage: „Da ist Musik drin“.  

Ab dem 1. Juni wird dann Dr. André Heinrich die Leitung des Kirchenkreises übernehmen. Der 48-Jährige ist seit 2011 Pfarrer in der Ev. Kirchengemeinde Brockhagen und seit 2016 Scriba im Kirchenkreis. Im November 2021 wählte die Kreissynode ihn zum neuen Superintendenten. „Sie dürfen diese Wahl durchaus sehr persönlich nehmen, man kennt sie seit 10 Jahren und traut ihnen das zu“, sagte die Präses bei seiner Einführung. „Bleiben sie neugierig und jederzeit auf Neues gefasst“, lautete ihr Rat an den neuen Superintendenten. 

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news-2293Tue, 10 May 2022 10:03:29 +0200Prozess „Kirche in Vielfalt – Interkulturelle Entwicklung“ in Westfalen gestartethttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kirche-ist-kein-club-der-gleichen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a6fa4344fc2a99363884b3cde28d19e1MedienInfo 23/2022

Menschen feiern Gottesdienst, suchen Gemeinschaft und Austausch in einer Kirchengemeinde. Sie kommen aus dem Iran, von den Philippinen, aus Ghana, Tansania, Deutschland oder einem anderen Teil der Welt. In westfälischen Gemeinden gibt es eine große Vielfalt kultureller Prägungen und religiöser Erfahrungen. Rund zehn Millionen Menschen mit christlichen Wurzeln sind mittlerweile aus anderen Ländern nach Deutschland gekommen und bereichern das kirchliche Leben.

Die Evangelische Kirche von Westfalen will diese kulturelle Vielfalt in ihren Gemeinden und Einrichtungen sichtbarer machen und fördern. „Kirche in Vielfalt – Interkulturelle Entwicklung“ ist der Titel des Prozesses, dessen Auftaktveranstaltung am Samstag, 7. Mai, in der Martin-Luther-Kirche in Gütersloh stattfand.

Die westfälische Kirche wolle und werde den eingeschlagenen Weg der interkulturellen Entwicklung und der damit verbundenen Herausforderungen auf allen Ebenen offen gestalten, so Ökumene-Dezernent Albrecht Philipps, der die rund 70 Teilnehmenden in Gütersloh begrüßte. In seinem anschließenden Impulsvortrag beleuchtete der Theologe und Künstler Johannes Weth von der Stiftung Himmelsfels das Bild einer ‚interkulturellen Kirche‘. Die funktioniere nicht als Organisation, „aber sicher als Wunder.“ „Die Kirche macht keinen Sinn, wenn sie ein Club der Gleichen ist und nicht auch die Vielfalt dieser Welt in ihr vor Gott tritt“, so Weth. Es gehe nicht darum, „eins“ zu werden. Die interkulturelle Entwicklung sei vielmehr der große Aufbruch zum anderen Menschen.

Dass ein solcher Prozess auch Enttäuschungen mit sich bringe, daraus machte Johannes Weth keinen Hehl. Die Kirche im Westen habe lange Zeit gedacht, sie zähle zu den „Guten“, die sich für die Opfer der Geschichte einsetzten. „Heute erkennen wir, dass wir selbst vom Gift der Macht, des Rassismus und des Elitarismus befallen sind.“ Weth mahnte einen schonungslosen „Selbstboykott“ der Privilegierten an und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema.

Menschen würden oft nach ihrem Äußeren beurteilt, konstatierte Mehrdad Sepehri Fard, persisch-sprachiger Seelsorger in den Kirchenkreisen Paderborn, Soest-Arnsberg und Tecklenburg. Aber Gott sehe das Herz an. So sollten in christlichen Gemeinden das gemeinsame Fragen nach Gott im Vordergrund stehen und die Gaben und Fähigkeiten der einzelnen – egal, woher sie kommen.

Migrantinnen und Migranten brächten verschiedene Erfahrungen und Kompetenzen mit, „aber sie haben nicht ohne weiteres die Möglichkeit, sich in der Gemeinde oder in der Gesellschaft zu engagieren“, berichtete Elsie Joy de la Cruz, die von den Philippinen stammt und als westfälische Pfarrerin in Bad Oeynhausen arbeitet. Sie wirbt für eine offene Kirche, in der sich Christinnen und Christen aus verschiedenen Kulturen und mit anderen Frömmigkeitstraditionen begegnen.

Für passende Formen und Strukturen, damit christliche Migrantinnen und Migranten hierzulande ihren Glauben praktizieren könnten, sprach sich auch John Uzuh, Pfarrer in einer Migrationskirche in Münster aus. Vieles sei oftmals „schlicht deutschlastig“. Der aus Nigeria stammende Uzuh begrüßte den Prozess der westfälischen Landeskirche und den Willen nach Veränderungen: „Gott liebt Vielfalt. Er hat bereits Vielfalt in die Schöpfung gelegt. Deshalb drücken die Menschen ihren Glauben unterschiedlich aus. Vielfalt ist für Gott keine Bedrohung.“

Im direkten Austausch der Teilnehmenden untereinander wurden Anregungen etwa zu Seelsorge oder Rassismus, aber auch Gedanken für die Weiterarbeit festgehalten. Ein zentrales Anliegen dabei war und ist es, Kirche mit anderen und nicht Kirche für andere zu sein.

Vielfalt könne auch bedeuten, Abschied zu nehmen von Perfektionismus, sagte die Leiterin des Amtes für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung/MÖWe, Annette Muhr-Nelson, in ihrer Predigt im Gottesdienst zum Abschluss der Auftaktveranstaltung. Das Leben sei schillernd, vieldeutig, bisweilen kompliziert, da dürften verschiedene Interpretationen, unterschiedliche Sichtweisen, auch konträre Standpunkte sein. Mit Gewalt könne man Einstimmigkeit erreichen. Doch gerade die Vielfalt sei eine Stärke der Demokratie, der Kirche und der Religionen. Dieses Potenzial gelte es zu entdecken. „Neues entsteht, wo noch nicht alles eindeutig festgelegt ist, wo es summt und brummt.“

 

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news-2291Thu, 05 May 2022 15:46:17 +0200Auftaktveranstaltung für den Prozess „Kirche in Vielfalt – Interkulturelle Entwicklung“http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kulturelle-vielfalt-foerdern/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=34c99651c6bd5eed61bd0bb02c55e69fDie Evangelische Kirche von Westfalen lädt am 7. Mai zu einer Auftaktveranstaltung für den Prozess „Kirche in Vielfalt – Interkulturelle Entwicklung“ ein, den die Landessynode im letzten Jahr beschlossen hat.

Ziel des Prozesses ist es, die kulturelle Vielfalt in der Evangelischen Kirche von Westfalen zu fördern und sie sichtbar und fruchtbar zu machen. Dazu sind Interessierte, bereits angesprochene Personen für die Mitarbeit in Fachgruppen, Expertinnen und Experten zum Thema und alle, die es werden möchten, am 7. Mai 2022 in die Martin-Luther-Kirche in Gütersloh eingeladen.

Johannes Weth (Stiftung Himmelsfels) wird mit einem inhaltlichen Impulsvortrag zum Thema „Warum interkulturelle Entwicklung für die Evangelische Kirche wichtig und hilfreich ist…“ einstimmen. Im weiteren Verlauf des Tages ist der Austausch im Plenum und ein Austausch in verschiedenen Gruppen (Café international) geplant. Die Fachgruppen werden Gelegenheit haben, sich für ihre weitere Arbeit zu verabreden.

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news-2289Wed, 04 May 2022 10:34:27 +0200Gemeinsame Erklärung der (Erz-)Bistümer und Landeskirchenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/aufruf-der-leitenden-geistlichen-zur-landtagswahl-in-nordrhein-westfalen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fde87706fffe5e4ceacf790111e77f6aMedienInfo 21/2022

Die leitenden Geistlichen der fünf (Erz-)Bistümer und drei Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen rufen die Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an der Landtagswahl am 15. Mai auf: „Gehen Sie zur Landtagswahl und geben so Ihrer politischen Meinung Gewicht!“ Nachfolgend der gemeinsame Aufruf im Wortlaut:

„Ich kann ja doch nichts ändern.“ Wenn es um Politik geht, hört man oft diesen Satz. Nicht wenige Menschen denken, sie hätten keinen Einfluss auf die Politik und „die da oben“ machten ohnehin, was sie wollen. So oft dieser Satz auch gesagt wird, so falsch ist er! Wer wählen geht, bestimmt mit. Wer wählen geht, gibt seiner politischen Meinung Gewicht.

Am 15. Mai dieses Jahres haben die Wahlberechtigten in Nordrhein-Westfalen wieder die Gelegenheit, ihrer politischen Meinung Gewicht zu geben und mitzubestimmen: An diesem Tag entscheiden die Wählerinnen und Wähler bei der Landtagswahl, wer in den nächsten fünf Jahren in unserem Land politische Verantwortung übernimmt.

Unsere Demokratie lebt von den Menschen, die zur Wahl gehen, und von den Menschen, die sich zur Wahl stellen. Erst durch die Beteiligung aller kann sich eine solche Demokratie wirklich entfalten. Und um diese Demokratie, um die Möglichkeit Politik und Zukunft mitzugestalten beneiden uns viele Menschen weltweit. In der Ukraine kämpfen derzeit Menschen um ihre Demokratie und ihre Freiheit. Wir stehen unter dem Eindruck dieses Krieges und unter dem Eindruck der Pandemie, die uns seit mehr als zwei Jahren beschäftigt. Viele von uns schauen sorgenvoll in die Zukunft.

Aber alle Menschen, die zur Wahl gehen, entscheiden über unsere Zukunft mit. Sie entscheiden mit, wie Gemeinwohl und gesellschaftlicher Zusammenhalt, Gerechtigkeit, Solidarität und Schutz der Menschenwürde, wirtschaftliche Entwicklung und Bewahrung der Schöpfung, Frieden und Sicherheit gestaltet werden. Es stimmt: Manchmal ist es mühsam, in einer Demokratie Lösungen zu finden und durchzusetzen. Nicht alle sind mit politischen Entscheidungen gleichermaßen zufrieden. Aber unsere Demokratie setzt auf Konsens. Die Mehrheit sorgt dafür, dass auch Minderheiten zu ihrem Recht kommen. Alle, die daran mitwirken, verdienen Achtung, Respekt und Dank.

Sie können eine Menge mitgestalten: Wer wählen geht, stärkt unsere Demokratie. Wer wählen geht, bestimmt mit. Tun Sie das am 15. Mai 2022: Gehen Sie zur Landtagswahl und geben so Ihrer politischen Meinung Gewicht!

Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Erzbischof Hans-Josef Becker (Erzbistum Paderborn), Bischof Dr. Helmut Dieser (Bistum Aachen), Bischof Dr. Felix Genn (Bistum Münster), Präses Dr. h.c. Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen), Präses Dr. Thorsten Latzel (Evangelische Kirche im Rheinland), Bischof Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen), Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbistum Köln)

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news-2288Tue, 03 May 2022 13:22:13 +0200TeamGeist vergab Förderpreise an zwei westfälische Projekte:http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/spiritpoint-und-sound-silence/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2be62f980415b19138a136d785bfafd6MedienInfo 20/2022

Zwei neue, innovative Projekte wurden am vergangenen Wochenende mit Förderpreisen des Innovationsfonds ‚TeamGeist‘ ausgezeichnet. Mit dem Fonds unterstützt die Evangelische Kirche von Westfalen kreative, zukunftsweisende Projekte kirchlicher Arbeit in Westfalen.

Gesucht werden bei TeamGeist Menschen und Initiativen mit Ideen, Engagement und Gründungsmut, die in unterschiedlichen Bereichen Modelle und Projekte christlichen Lebens entwickeln und in die Tat umsetzen.

Ausgezeichnet wurden diesmal Projekte aus der Familienbildung und der modernen Gottesdienstgestaltung. So war die Evangelische Kirchengemeinde Bocholt mit ihrer Bewerbung für das Projekt „Spiritpoint für Familien – offen.herzlich.lebendig“ erfolgreich. Damit will sie Familien mit ihren besonderen Bedürfnissen besonders in den Blick nehmen. Das Projekt startet am 1. September und wird in Kooperation mit der Familienbildungsarbeit im Kirchenkreis Steinfeld-Coefeld-Borken, mit dem Jobcenter Bocholt und der Stadtverwaltung Bocholt durchgeführt.

Im Bocholter Bonhoeffer-Haus soll ein Ort entstehen, an dem Familien Angebote in den Bereichen Bewegung, Gesundheit und Wohlbefinden wahrnehmen können, es gibt Aktionen wie Vater-Kind-Zelten, Familienpilgern oder Erste-Hilfe-Kurse und auch Gottesdienste können die Familien in ihnen angemessener Form miteinander feiern.

Gemeindepädagogin Sandra Wildgrube-Dieckmann und Kirchmeister Gebhart Groth nahmen die Auszeichnung bei der Preisvergabe in Witten vom Theologischen Vizepräsidenten der Evangelischen Kirche von Westfalen, Ulf Schlüter entgegen.

Der zeichnete auch das zweite Projekt der aktuellen TeamGeist-Preisvergabe aus: ‚Sound & Silence‘ aus der Evangelischen Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen im Kirchenkreis Hamm. Darunter verbergen sich Gottesdienste mit Musik und Stille, die Menschen aller Altersstufen mit ihrer Musik und eigenen spirituellen Elementen ansprechen. Gestaltet wird die Gottesdienstreihe von Ulrike Egermann, ehemalige Pop-Kirchenmusikerin der Jugendkirche Hamm, und ihrer Band, sowie Pfarrer Matthias Eichel. Die Band von ‚Sound & Silence‘ steuerte auch gleich selbst den Rahmen zur Preisverleihung bei und begeisterte das kleine Auditorium, das sich zur Preisvergabe zusammengefunden hatte.

Zweimal im Jahr verleiht TeamGeist Förderpreise an Projekte, die sich dafür vorab beim Innovationsfonds bewerben können. Damit unterstützt der Fonds ‚StartUps für die Kirche von morgen‘.

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news-2287Mon, 02 May 2022 13:11:56 +0200Präses besuchte zentrale Unterkünfte mit unterschiedlichen Ausrichtungenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/augenmerk-fuer-alle-menschen-auf-der-flucht/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=18f6f94db37828a2c06edd6c49b8965aMedienInfo 19/2022

In den ersten Tagen nach Ausbruch des Krieges waren in der ehemaligen Kaserne in Soest zeitweise bis zu 1500 Menschen untergebracht, die sich aus ihrer ukrainischen Heimat aufgemacht hatten, um vor Bomben und Raketenbeschuss Zuflucht zu suchen.

Derzeit sind hier deutlich weniger Menschen anzutreffen, aber die Anzahl der Ankömmlinge ändert sich ständig. Wer in der Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes (ZUE) in Soest unterkommt, der verbleibt hier längstens zwei Wochen. Dann werden Geflüchteten weiterführende Unterkünfte in Kommunen zugewiesen.

Um sich einen Eindruck von der Situation vor Ort zu machen, besuchte die westfälische Präses und EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus die Einrichtung. Bei einem Rundgang informierte sie sich über Einrichtung und Logistik und kam auch mit einer ukrainischen Frau ins Gespräch, die vor kurzem zusammen mit ihrer Schwiegertochter und Enkelkindern aus Mariupol eingetroffen war. Ehemann und Sohn mussten die Frauen im umkämpften Gebiet zurücklassen.

Präses Annette Kurschus wie auch der Superintendent des Kirchenkreises Soest-Arnsberg, Manuel Schilling, auf dessen Initiative der Besuch zustande kam, fragten nach konkreten Möglichkeiten, angemessen unterstützen zu können. Beide zeigten sich beeindruckt von der Arbeit der ZUE. In der öffentlichen Debatte ständen fast immer nur Waffenlieferungen an die Ukraine im Fokus, so die Präses. Dabei werde oft vergessen, was sonst noch alles für die von Krieg und Leid geplagten Menschen hier getan werde, beispielsweise in der Soester Einrichtung.

Eine Fluchtgeschichte mit ganz anderem Hintergrund erfuhr die Präses bei der zweiten Station ihres Besuchs. Kelvin Aghaulor, 23 Jahre alt, wurde als Sohn des Führers einer christlichen Bewegung in Nigeria verfolgt. Vor fast drei Jahren floh er aus seinem Heimatland. Jetzt lebt er seit 27 Monaten in der ZUE Möhnesee-Echtrop, sein Asylantrag wurde negativ beschieden, aber Kelvin hofft auf dauerhafte Duldung.

738 Menschen aus 34 Nationen leben derzeit in der ZUE Möhnesee. Auch Kelvin Aghualor teilt sein 7-Bett-Zimmer mit Geflüchteten unterschiedlicher Herkunft. Nicht immer falle da die Verständigung leicht, schilderte er im Gespräch mit der Präses.
Einige der Bewohner*innen in Möhnesee-Echtrop hatten nach Ausbruch des Ukraine-Krieges binnen 48 Stunden ihre bisherige Unterbringung in Soest räumen müssen, um die dortige ZUE für Menschen aus der Ukraine zur Verfügung zu stellen. Das sei nicht sehr glücklich gewesen, beklagte die Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenkreises Elisabeth Patzsch. Dennoch seien die Menschen auch in Möhnesee angemessen untergebracht, so Thomas Sommer, Abteilungsleiter bei der Bezirksregierung, der den Präses-Besuch an beiden Standorten begleitete. Er verwies auf die außergewöhnliche Situation nach dem Kriegsausbruch, auf die niemand vorbereitet gewesen sei.

Als besonders belastend erwies sich aber die Tatsache, dass für Geflüchtete aus verschiedenen Teilen der Welt unterschiedliche Rechtsnormen zur Anwendung kommen. Während Geflüchteten aus der Ukraine auf Basis der ‚Massenzustrom-Richtlinie‘ der EU umfangreiche Rechte gewährt werden und sie so beispielsweise Zugang zu Arbeit, Bildung, Sozialleistungen und medizinischer Versorgung haben, durchlaufen Geflüchtete aus anderen Ländern ein aufwändiges, individuelles Asylverfahren, das vergleichbare Rechte weitgehend ausschließt.

Präses Annette Kurschus teilte die Sorge, dass auf diese Weise eine Ungleichbehandlung von Geflüchteten verfestigt werde. Sie wolle sich mit aller Kraft für die Rechte aller Betroffenen einsetzen, so die Präses. „Unser Ziel muss eine Gleichbehandlung aller Geflüchteten sein, und zwar auf dem Niveau, wie die Geflüchteten aus der Ukraine behandelt werden.“

 

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news-2286Sun, 01 May 2022 18:39:32 +0200Präses Annette Kurschus zur Eröffnung der ‚Woche für das Leben‘http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/die-trotzige-kraft-des-dennoch/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4edbdcfa72cda7e47c45f57df0dce83dMit einem ökumenischen Gottesdienst in der Leipziger Nikolaikirche eröffneten die beiden großen christlichen Kirchen ihre diesjährige ‚Woche für das Leben‘. Die Gemeinschaftsaktion, die in diesem Jahr zum 25. Mal stattfindet, steht unter dem Motto ‚Mittendrin – Leben mit Demenz‘. Sie nimmt Ängste, Sorgen und alltägliche Probleme der Krankheit, von der in Deutschland rund 1,6 Millionen Menschen betroffen sind, in den Fokus. Zugleich bemüht sich die Aktion um Aufklärung und stellt Angebote dar, die an Demenz Erkrankten Hilfe und Unterstützung bieten können.

Ein Mensch könne viel verlieren: Sein Gedächtnis, seine Erinnerungen, seine Persönlichkeit, seine Intelligenz, sein Wesen, sein Vertrauen, seinen Glauben, seine Hoffnung, seine Liebe, sogar sich selbst, sagte die westfälische Präses und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Annette Kurschus in ihrer Predigt zum Beginn der Woche für das Leben. „Gott aber wird diesen Menschen auch dann – und dann erst recht! – nicht verloren geben. Niemals.“

Präses Annette Kurschus stellte den 31. Psalm in den Mittelpunkt ihrer Predigt. Dessen letzte Verse dienten einst als Konfirmationsspruch einer alten Frau mit Demenz, die Kurschus selbst zu Studienzeiten bei ihrer Arbeit in einem Altenheim kennengelernt hatte: ‚Seid getrost und unverzagt alle, die ihr des HERRN harret!‘

Möglicherweise, so die Präses, habe die alte Frau den Inhalt des Psalmgebets nicht oder nicht mehr verstehen können. „Ihr Geist war entflohen, den sie gebraucht hätte, um sich das Gebet zu eigen zu machen“, so Annette Kurschus in ihrer Predigt. „Und doch behält es seine Kraft. Die trotzige Kraft des Dennoch.“ So zwei weitere Verse des Psalms: ‚In deine Hände befehle ich meinen Geist. Meine Zeit steht in deinen Händen.‘ (V.6.16) – „Dieses Gebet nimmt uns hinein in die gewisse Zuversicht: Selbst wenn ich nicht mehr denken und mich nicht mehr erinnern kann, bleibe ich von Gottes Händen gehalten. Selbst wenn ich einmal nichts mehr über mein Leben wissen sollte, werden meine Jahre bei Gott gut aufgehoben sein.“

Wie es wohl sein möge, wenn der Herr die Dementen dieser Welt erlösen werde, fragte die Präses. Ob sie dann „wie die zu neuem Denken Erwachten“ sein würden? Oder ob das alles dann keine Rolle mehr spiele? Vielleicht gelte dann ja nur noch der Ruf Gottes (Jesaja 43,1): ‚Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!‘, so Annette Kurschus, „aber was heißt hier nur?“

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news-2285Thu, 28 Apr 2022 10:25:00 +0200Vom 27. bis 29. Mai in Haus Villigt: Theologie, Gemeindepädagogik, Kirchenmusik und mehrhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kirchliche-berufe-im-fokus-kompasstagung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=72588309cadd7a76914affb0100c8c83Einblicke in den Alltag kirchlicher Berufe, Informationen zu Studiengängen und Berufsperspektiven, Workshops zum Entdecken eigener Talente sowie den Austausch mit Studierenden, Schülerinnen und Schülern – all das bietet die „Kompasstagung“, die die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) vom 27. bis 29. Mai 2022 erstmalig in Haus Villigst anbieten wird.

Ging es bei der früheren „Abi-Tagung“ ausschließlich um das klassische Theologiestudium, dreht sich jetzt alles um unterschiedliche kirchliche Berufsfelder: vom Pfarramt über Kirchenmusik und Gemeindepädagogik/Diakonat bis zum Studium der Theologie auf Lehramt. Und das – nach dem digitalen Auftakt im vergangenen Jahr – erstmals in Präsenz. Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldungen (bis zum 20. Mai 2022) unter machkirche@ekvw.de oder bei Tanja Schneider, Telefon: 0521 594-192.

Weitere Infos über WhatsApp 0160 95243607 oder unter Berufe in der evangelischen Kirche - MACH KIRCHE

 

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news-2284Wed, 27 Apr 2022 19:49:26 +0200Thema „Demenz“ im Zentrum der ökumenischen Woche für das Leben 2022http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/mittendrin-leben-mit-demenz/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=afff0881235083789a1c37b6f446ecfeImmer mehr Menschen sind von Demenz betroffen. Sie sind wertvolle Glieder der Gesellschaft und sollen spüren können, dass ihr Leben schützenswert ist. - Die ökumenische „Woche für das Leben“ vom 30. April bis 7. Mai 2022 steht in diesem Jahr unter dem Thema „Mittendrin. Leben mit Demenz“. 

Der zentrale Auftakt der Woche für das Leben findet am 30. April 2022 ab 10.30 Uhr in der Leipziger Nikolaikirche statt. Der ökumenische Gottesdienst mit der Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Dr. h. c. Annette Kurschus, und dem stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Franz-Josef Bode, wird live im MDR-Fernsehen übertragen.

Im Anschluss diskutieren beim Fachpodium ab 12.00 Uhr Prof. Dr. Andreas Kruse, Psychologe und Gerontologe und ehem. Mitglied des Deutschen Ethikrats, Franz Müntefering, ehemaliger Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft für Seniorenorganisation und Dr. Verena Wetzstein, Studienleiterin der Katholischen Akademie Freiburg.
Auch das Fachpodium ist im Livestream auf www.woche-fuer-das-leben.de verfügbar. Zudem gibt es für alle Interessierten ein offenes Begegnungs- und Informationsangebot auf dem Nikolaikirchhof.

„Menschen mit Demenz haben einen Platz in unserer Mitte!“

Im Vorwort zum Themenheft schreiben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, und die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Annette Kurschus: „Dinge vergessen, die Orientierung verlieren, Vertraute und sich selbst nicht mehr wiedererkennen – solche Erlebnisse sind für einen Teil der Menschen in unserem Land zum dauerhaften, normalen Alltag geworden.“ Wer unter Demenz leide oder Betroffene im Kreis der Familie begleite, erfahre die Unverfügbarkeit und Verletzlichkeit des Lebens. Es werde sichtbar, dass die Kontrolle über das eigene Leben natürliche Grenzen habe. „Es kann dann entlastend und tröstlich sein zu wissen, dass die Würde des Menschen tiefer gründet und unverlierbar ist: Nach christlichem Verständnis hat Gott den Menschen nach seinem Bild geschaffen und bejaht ihn in jedem Moment seines Lebens. Er garantiert seine Würde unabhängig von seiner Gesundheit oder jeglichen anderen Eigenschaften.“ Zudem bekräftigen Bischof Bätzing und Präses Kurschus: „Menschen mit Demenz haben einen Platz in unserer Mitte! Als Kirchen wollen wir dafür Sorge tragen, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen bei uns passende Angebote finden: in der Seelsorge, durch demenzsensible Gottesdienste und Veranstaltungen sowie durch eine umfassende Aufklärung.“

In der im Jahr 2020 begonnenen „Nationalen Demenzstrategie“ der Bundesregierung hat sich eine Vielzahl von Akteuren verpflichtet, Menschen mit Demenz mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, die medizinische, pflegerische und seelsorgliche Begleitung zu verbessern, die Angehörigen stärker zu unterstützen sowie die Forschung zu fördern. Gerne bringen sich die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland in diese Initiative ein.

Hintergrund

Die Woche für das Leben findet zum 27. Mal statt. Seit 1994 ist sie die ökumenische Initiative der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland zur Anerkennung der Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit des menschlichen Lebens in all seinen Phasen. Die Aktion, die immer zwei Wochen nach Karsamstag beginnt und eine Woche dauert, will jedes Jahr Menschen in Kirche und Gesellschaft für die Würde des menschlichen Lebens sensibilisieren.

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news-2281Fri, 22 Apr 2022 15:05:11 +0200KiHo Wuppertal bietet Schnupperstudium für Abiturienten anhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/evangelische-theologie-pfarramtmagister-kennenlernen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bd11a23af5aefa011612ef89a585611aDie Kirchliche Hochschule Wuppertal (KiHo) bietet im Sommersemester ein kostenfreies Schnupperstudium im Studiengang „Evangelische Theologie Pfarramt/Magister“ für Abiturientinnen und Abiturienten an. Vom 27. April bis zum 21. Juli können Interessierte an sechs verschiedenen Lehrveranstaltungen teilnehmen, wie die Hochschule am Freitag ankündigte.

Dabei geht es unter anderem um das Abendmahl als Sakrament, „Luther Lesen“, Seelsorgetheorie oder den Reform-Islam. Ein Teil der Vorlesungen wird auch live aus dem Hörsaal digital übertragen.

Ergänzend zum Schnupperstudium könnten Schulabsolventen, die sich für ein Theologie-Studium interessieren, auch einen persönlichen Schnuppertag vereinbaren, hieß es. Dort könnten sie sich ein eigenes Bild vom Leben und Lernen an der KiHo machen und von älteren Studierenden beraten lassen.

Die Kirchliche Hochschule Wuppertal ist eine staatlich anerkannte Hochschule in kirchlicher Trägerschaft. Auf dem Campus Wuppertal studieren rund 200 zukünftige Pfarrerinnen und Pfarrer evangelische Theologie. (epd)

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news-2280Fri, 22 Apr 2022 14:11:22 +0200Zwei Berufungen für den neuen Fachbereich Personalberatung und Supervisionhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/pfarrer-uwe-jaschke-und-diplom-sozialpaedagogin-meike-zeipelt-berufen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f3c703627ae513bec52426387b88a597Der neu zugeschnittene ‚Fachbereich Personalberatung und Supervision‘ am Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Evangelischen Kirche von Westfalen bekommt zwei neue Mitwirkende in verantwortlichen Positionen. Das Landeskirchenamt berief Pfarrer Uwe Jaschke auf die Stelle ‚Personalberatung‘ und die Diplom-Sozialpädagogin Meike Zeipelt auf die Stelle ‚Supervision‘ im künftigen Fachbereich.

Meike Zeipelt war zuletzt Fachreferentin für Ehrenamt und Mädchenpolitik im Amt für Jugendarbeit der EKvW, Uwe Jaschke wechselt aus Hessen nach Westfalen. Im Bereich der Ev. Kirche in Hessen und Nassau war er bisher als Pfarrer und Studienleiter im IPOS (Institut für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision) tätig.

Beide werden ihre neuen Aufgaben zum nächstmöglichen Zeitpunkt übernehmen.

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news-2276Mon, 18 Apr 2022 17:24:24 +0200 Westfälische Präses musste auf Ostergottesdienste verzichtenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/annette-kurschus-quarantaene-statt-kanzel/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=51d79aba4bb392df58621d56a0b0b58cMedienInfo 17/2022

Überall im Land genossen es evangelische Christinnen und Christen, nach zwei Jahren pandemiebedingter Beschränkungen wieder in den Kirchen miteinander Ostergottesdienste feiern zu können. Nicht so die leitende Geistliche der Evangelischen Kirche von Westfalen. Unmittelbar vor den Osterfeiertagen wurde Annette Kurschus, Präses der EKvW und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) positiv auf Corona getestet.

So blieb der westfälischen Präses nichts anderes, als die geplante Teilnahme an Gottesdiensten zu Ostern abzusagen. Annette Kurschus wollte am Ostersonntag in der Betheler Zionskirche predigen – hier hatten sich auch Fernsehteams von ARD und ZDF zur Berichterstattung in den jeweiligen Hauptnachrichtensendungen angesagt – und sie hatte sich für Ostermontag auf ihre Predigt bei einem Kantaten-Gottesdienst in der Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld gefreut.

Letztlich musste die Präses am diesjährigen Osterfest aber die Kanzel durch häusliche Quarantäne ersetzen. Annette Kurschus plagten starke Krankheitssymptome, sie befindet sich mittlerweile aber auf dem Weg der Besserung.

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news-2283Fri, 15 Apr 2022 11:03:00 +0200Landeskirchliches Archiv unter neuer Leitunghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/start-fuer-den-digitalen-lesesaal/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f18213eb9d409d20e701cb6952e77cd8Das Landeskirchliche Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen mit Sitz in Bielefeld hat eine neue Leitung: Zur Nachfolgerin des bisherigen Archivleiters Wolfgang Günther, der in den Ruhestand gegangen ist, ernannte die Kirchenleitung dessen bisherige Stellvertreterin, die Diplom-Archivarin Ingrun Osterfinke.

Das Landeskirchliche Archiv sichert Schriften der westfälischen Landeskirche und berät auch Kirchengemeinden, kirchliche Werke und Vereine bei der Einrichtung eigener Archive. Zum Teil geht das Archiv- und Kulturgut bis in die Zeit vor der Reformation zurück. Neben Akten, Urkunden, Kirchenbüchern oder Nachlässen kirchlicher Persönlichkeiten zählen hierzu künftig auch digitale Daten aus den kirchlichen Verwaltungen.

„Das gesamte Archivwesen befindet sich am Wendepunkt der digitalen Transformation“, so Ingrun Osterfinke. „Ich freue mich auf die schöne Herausforderung, die Zukunft unseres Archivs strategisch gestalten zu können.“ Besonders am Herzen liegt der Archivarin dabei, der interessierten Öffentlichkeit einen einfachen und niederschwelligen Zugang zu den historischen Quellen zu ermöglichen. Denn ein kirchliches Archiv sei nicht nur Gedächtnis der Kirche, sondern diene darüber hinaus als Wissenslieferant, um das kirchliche Wirken in der Gesellschaft zu dokumentieren und somit als Teil der historischen Forschung sichtbar zu machen, so Osterfinke.

Ein wichtiger Baustein ist schon mit dem Start eines digitalen Lesesaals gelungen. Mithilfe der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) und des Deutschen Bibliotheksverband konnte das Landeskirchliche Archiv Bestände digitalisieren, die auch weit über den westfälischen Bezug hinaus von zentraler Bedeutung sind. Einen einzigartigen Quellenfundus bietet darunter die Bielefelder Sammlung zum Kirchenkampf der Bekennenden Kirche in der NS-Zeit. Schon jetzt stehen rund 450.000 Einzeldigitalisate zur Einsichtnahme zur Verfügung. Bald sollen diese auch im Portal der Archive in Nordrhein-Westfalen (www.archive.nrw.de) abrufbar sein.

Auch Familienforscher können im Bielefelder Archiv online suchen. Sie finden über das Kirchenbuchportal Archion (www.archion.de) digital Daten aus sämtlichen historischen Kirchenbüchern aus dem Bereich der Landeskirche.

„Derzeit digitalisieren wir noch weitere zentrale Bestände“, freut sich Ingrun Osterfinke, „darunter die Protokolle der frühesten Synoden in Westfalen seit dem 17. Jahrhundert sowie die Sammlung Kurt Gerstein, die das Wirken einer der umstrittenen Figur des deutschen Widerstands in der NS-Zeit dokumentiert.“

 

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news-2275Thu, 14 Apr 2022 14:58:00 +0200Botschaft von Präses und EKD-Ratsvorsitzender Annette Kurschus zum Osterfesthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/trotz-dem-alten-drachen-trotz-dem-todesrachen-trotz-der-furcht-dazu/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dbdde301aa8b8bbd54a3d98a3a69545bMedienInfo 16/2022

„Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“ Das werden wir ausrufen, einander zurufen in der Osternacht, am Ostermorgen, wenn das Licht des Tages sich allmählich Bahn bricht.

Die einen mit jener Ängstlichkeit, die vielen von uns in den Gliedern steckt, andere mit unbändigem Zorn über den Massenmord in der Ukraine. Wir werden die Botschaft von der Auferstehung des gefolterten und getöteten Gottessohnes Jesus Christus laut werden lassen – gegen die dumpfen Parolen des Angriffskrieges, voller „Trotz dem alten Drachen, Trotz dem Todesrachen, Trotz der Furcht dazu!“ Gott trotzt dem Triumph der Gewaltherrscher und ihrer gottlosen Büttel und Mitläufer. Und wir tun das in seinem Namen auch.

Solch österlicher Trotz ist ein Glaube gegen den Augenschein. Gerade deshalb ist er buchstäblich not-wendig. Denn das Augenscheinliche wendet keine Not; es führt vielmehr in die Verzweiflung. Wir sind es den Menschen, denen die Kraft zu glauben und zu hoffen fehlt, schuldig, stellvertretend für sie zu glauben und zu hoffen.

Ich glaube an die Auferstehung aus dem Tod, an das Ende von Gewalt und Krieg. Und ich wünsche mir, dass es viele sind und dass es mehr werden, die das mit mir zusammen glauben.

Darum werden zum Osterfest die Glocken läuten. Es sind keine Totenglocken. Sie künden vom Leben und rufen in die Welt: Auch wenn Gewalt und Menschenmord jetzt obenauf sind, sie werden gerichtet werden. Liebe wird siegen, und Friede wird blühen. „Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“ Und er wird kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

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news-2273Thu, 14 Apr 2022 09:37:00 +0200Karfreitagsbotschaft der westfälischen Präses und EKD-Ratsvorsitzenden Annette Kurschushttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gott-selbst-an-der-seite-der-gemarterten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4c0697869b7a6363975099f4a694fb95MedienInfo 15/2022

„Das Kreuz vom Karfreitag steht für das Schlimmste und Brutalste, was Menschen einander antun können. Golgatha – das ist heute in Butscha, Mariupol, Charkiw. Jesus ist ein Leidensgenosse der Menschen, die dort von Soldaten gefangengenommen, gefoltert und getötet werden. Er ist ein Leidensgenosse derer, mit denen die Schergen der Kriegsherren ihren Mutwillen treiben und die aus kaltherzigem Machtkalkül geopfert werden. Und wie Jesus rufen, denken, seufzen viele: Mein Gott, mein Gott, warum? Warum hast du mich verlassen?“, sagt Annette Kurschus, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und zugleich Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, in ihrer Karfreitagsbotschaft.

Der Karfreitag mutet uns zu, der Verzweiflung der Leidenden bis in die tiefste Tiefe nachzugehen und denen, die von ihr überwältigt sind, beizustehen. Gott selbst stellt sich in Jesus an die Seite derer, die sich von Gott verlassen wähnen.

In diesem Jahr, so Kurschus, treffe die Botschaft des Karfreitags auf Menschen, die von der langen Zeit der Corona-Pandemie erschöpft sind. Menschen, die Angst vor dem Krieg im Osten Europas haben, die wütend sind auf den skrupellosen russischen Präsidenten Putin und dessen brutalen Angriffskrieg; Menschen, die Mitleid haben mit den Opfern auf beiden Seiten des Krieges. Viele von ihnen fragen: Stimmt es wirklich mit der Botschaft vom Leben, das stärker ist als der Tod?

Kurschus: „Der Tod mit seiner zerstörerischen Macht wird weder schöngeredet noch ausgeblendet. Die Botschaft von der Leidensgenossenschaft Jesu mit den Gemarterten trifft mitten hinein in das schiere Entsetzen, das der Tod verbreitet. Am Kreuz setzt der Tod seinen Stachel ins Leben Gottes. Und da muss er ihn lassen, wie ein giftiges Insekt. Am Ende wird das Leben siegen. Doch an Karfreitag sind wir da noch nicht. An Karfreitag will die elende Todesnot ausgehalten sein.“

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news-2272Fri, 08 Apr 2022 17:40:32 +0200Präses und Ratsvorsitzende sprach bei Gedenkstunde im ehemaligen KZ Niederhagenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gegengift-gegen-die-moral-des-mordens/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b8d073565224bf42032d3bf2a24fecd1Anfang April vor 77 Jahren kam für die letzten der Gefangenen im Konzentrationslager Niederhagen in Wewelsburg die Befreiung. Zum Gedenken an die Insassen des Lagers, die unter den Gräueltaten der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gelitten haben, fand auf dem Gelände des ehemaligen KZ eine Feierstunde statt. Eine Ansprache zum Gedenken hielt die westfälische Präses und Ratsvorsitzende der EKD Annette Kurschus.

Mindestens 1285 Menschen seien bis zur Befreiung des Lagers in Niederhagen ermordet worden, so die Präses. Und diejenigen, die überlebten und das KZ verlassen konnten, hätten das grausam Erlebte nie vergessen können. „Es ist nicht vorbei, weil das Grauen noch in den Kindeskindern von Opfern und auch Tätern wohnt und ihre Seelen und Leben prägt. Es ist nicht vorbei, weil es Ihre und Eure und meine Aufgabe ist, es nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, damit es nie, niemals wieder passiert“, so Annette Kurschus.

„Aber“, so fragte die Präses, „was heißt hier: ‚es ist geschehen‘?“ „Wer hat das getan?“ Es heiße, die Täter seien Unmenschen. „Doch das ist falsch und schädlich.“ Die „Vermonsterung der Verbrecher“ sei keine Erklärung sondern vielmehr eine Verklärung, sagte Kurschus. Diejenigen, die gehasst, gefoltert und getötet hätten – und dies anderswo auch heute täten – seien keine verrückten Sadisten, sondern Väter, Mütter, … Brüder, Schwestern, Freunde, Nachbarn, Arbeitskolleginnen … . „Es waren ‚normale‘, stinknormale Leute, die diese Todesmaschinerie in Gang gesetzt, das Morden organisiert, optimiert und millionenfach durchgeführt haben. Sie waren, sie sind aus der Mitte der Gesellschaft. Sie waren, sie sind wie du und ich.“

Es folge die Frage: „Wie kann das geschehen?“ Annette Kurschus bezog sich dabei auf die Gewaltforscher Jan Philipp Reemtsma und Harald Welzer. Anfangs, so deren Feststellungen, hätten fast alle Gewalttäter Schwierigkeiten damit, wehrlose Menschen umzubringen. Es gelänge ihnen aber, ihre Opfer einer Gruppe zuzuordnen, die sie als Gefahr und Bedrohung ausmachten und die aus vermeintlich gutem Grund nicht dieselben Rechte wie sie selbst hätten. Dann werde es zunehmend normal, ja sogar sinnhaft, diese Menschen zu quälen und zu töten.

Keine Moral aber, auch keine Massenmördermoral, komme ohne Glauben aus, hob Annette Kurschus hervor. „Nicht umsonst haben die Nazis das Christentum vernichten wollen, diese Idee, jeder Mensch sei zum Ebenbild Gottes geschaffen, dieses Gebot der Nächsten- und Feindesliebe, diese Religion, die einen Juden ihren Herrn nennt.“ Stattdessen sollte eine neue Religion mit neuen Göttern das Schmiermittel für die Tötungsmaschine sein. So habe Heinrich Himmler die Wewelsburg zur Kultstätte für eine aberwitzige germanische Religion ausbauen wollen, erinnerte die Präses.

Die vierte Frage schließlich: „Was ist das Gegengift gegen die Moral des Mordens?“ Annette Kurschus beantwortete sie direkt: „Erinnern, erinnern, erinnern.“ Aber das allein reiche nicht aus, so die Präses. Entscheidend sei, welches Gottesbild für die Menschen leitend sei, ob man sich selbst, einen anderen Menschen eine Nation, eine so genannte Rasse oder auch Geld zum Gott mache. „Wenn dein Gott aber einer ist, der die Menschen liebt und sie zu Barmherzigkeit und Nächstenliebe befreit, wirst du deinen Mitmenschen zum Leben helfen und ihn nicht zum Tode befördern.“

Es gehe letztlich um die Gottesfrage, um das, woran man sein Herz hänge, um die Frage, was das Höchste, und Tiefste, der Sinn und Grund im Leben sei, sagte Annette Kurschus und wandte sich an die 120 Gäste, die bei Kälte und Schnee an die Stätte des ehemaligen KZ gekommen waren: „Was auch immer Sie glauben, lassen Sie sich nie, niemals!, in der Überzeugung beirren: Dieser Mensch da ist mein Mitmensch. Er ist Mensch wie ich. Ihn zu achten und zu respektieren wie mich selbst, das ist meine Aufgabe.“

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news-2268Wed, 06 Apr 2022 11:02:21 +0200Führender Repräsentant der bundesweiten Klima-Allianz http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/altpraeses-buss-wird-75/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7f18d910727fefb1e9f7c031f358fafdDer frühere westfälische Präses Alfred Buß wird am Mittwoch (6. April) 75 Jahre alt. Er stand von 2004 bis 2012 als leitender Theologe an der Spitze der Evangelischen Kirche von Westfalen, mit rund 2,1 Millionen Mitgliedern die viertgrößte Landeskirche in Deutschland.

Bis Ende 2018 war er sechs Jahre lang Sprecher der Sendung "Das Wort zum Sonntag" (ARD). Von 2011 bis Dezember 2021 engagierte er sich als Vorstandsvorsitzender der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen. Bis 2018 war er zudem Beiratsvorsitzender des Martin-Luther-Forums Ruhr.

In der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) leitete der Theologe, der seit 2009 die Ehrendoktorwürde der Universität Münster trägt, von 2004 bis 2009 die Kommission für Migration und Integration. Als ein führender Repräsentant der bundesweiten Klima-Allianz machte er sich in seiner Amtszeit als Präses zudem für den Atomausstieg und erneuerbare Energien stark.

Umweltthemen stellte Buß auch beim „Wort zum Sonntag“ häufig nach vorne, etwa indem er dazu aufrief, den Fleischkonsum zu reduzieren und nur Fleisch aus artgerechter Haltung zu kaufen. Besondere Sendungen waren für den Theologen das „Wort zum Sonntag“ 2015 nach dem Attentat auf die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) und beim Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 live aus Wittenberg. Heftige Reaktionen erhielt er nach einem Beitrag zu den Olympischen Spielen 2016, in dem er sagte, Olympia habe seine Seele verkauft.

Der aus Ostfriesland stammende Buß studierte Theologie in Bethel und Tübingen. Nach einer Zeit als Studienleiter war er Pfarrer und Superintendent in Unna am östlichen Rand des Ruhrgebiets, wo er jetzt wieder wohnt. Buß ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern sowie Großvater von fünf Enkelinnen und Enkeln.

Auch im Ruhestand versteht sich Buß weiter als Pastor und steigt auf die Kanzel oder hält Vorträge. In letzter Zeit sei er „vermehrt zum Prediger in plattdeutscher Sprache geworden“, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Corona-Pandemie und eine schwere Erkrankung seiner Tochter hätten seine Aktivitäten allerdings erheblich eingeschränkt. Gleichwohl ist er weiterhin Autor von Radioandachten und engagiert sich als Kuratoriumsmitglied beim Bildungsverband „Berid“ für Zirkus- und Schaustellerkinder sowie im Freundeskreis der liberalen jüdischen Gemeinde und einer Geschichtswerkstatt in Unna.

Seine Zeit im Ruhestand nutze er auch, um „kritischer hinzusehen, woran manches gescheitert ist und scheitert in Kirche und Gesellschaft“, sagte Buß dem epd. Er wolle konstruktiv kritisieren und „gemeinsam Wege suchen zwischen gestern, heute und morgen“. Mit Blick auf seinen runden Geburtstag habe er „das eigene Verfallsdatum im Blick“ und sehe „die 75 als ,Mindesthaltbarkeitsdatum‘“ an. „Es geht noch was, aber auf Zeit. Bist du weise, wirst du leise“, sagte Buß und zitierte einen Bibelvers aus den Sprüchen Salomos (Kapitel 2, Vers 6): "Denn der Herr gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommen Erkenntnis und Einsicht." (epd)

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news-2267Mon, 04 Apr 2022 11:19:06 +0200IKG und Umweltbeauftragte fördern Projekte zur Umweltkommunikationhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/westfaelischer-schoepfungspreis-thema-umweltkommunikation/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a737f26927ad9417af1491cf0462d2b2Mit dem Westfälischen Schöpfungspreis ehrt die Konferenz der Umweltbeauftragten und das Institut für Kirche und Gesellschaft das Engagement der vielen Initiativen, Projekte und Einzelpersonen, die sich in der Evangelischen Kirche von Westfalen für die Bewahrung der Schöpfung engagieren. Schwerpunktthema in diesem Jahr ist die Umweltkommunikation.

Der Westfälische Schöpfungspreis fand 2020 zum ersten Mal mit dem Schwerpunkt Biodiversität statt. Die große Resonanz in den Kirchengemeinden, Kindertagesstätten und Friedhöfen der Landeskirche gab dabei einen ungewöhnlich ganzheitlichen Einblick in die praktische Arbeit zum Schutz der Diversität in der Evangelischen Kirche von Westfalen. Die 14 Bewerbungen zeigten einen Rundumschlag von Projekten und Akteuren, die sich für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Dabei wurden mit viel Engagement und Tatkraft kleine und große Veränderungen angestoßen. Allen gemeinsam war das Ziel, zum Erhalt der Biologischen Vielfalt beizutragen.

Auch in diesem Jahr erwarten die Veranstalter wieder vielfältige Bewerbungen aus allen Bereichen des kirchlichen Lebens. Dabei sollen Aspekte der Umweltkommunikation im Vordergrund stehen. Beispielsweise können sich Projekte bewerben, die an besonderen Orten stattfinden. Projekte, die sich ungewöhnlicher pädagogischer Methoden und Konzepten bedienen. Auch wer innovative digitale Formate zur Wissensvermittlung nutzt, kann sich bewerben. Ebenso können spezifische Zielgruppen ein Projekt einzigartig machen oder die Verknüpfung von mehreren Themen der Schöpfungsbewahrung.

Die Preisverleihung wird im Rahmen des westfälischen Schöpfungstages am 3. September 2022 von 10.00 bis 13.00 Uhr in der Pauluskirche Dortmund stattfinden. Der Preis wird von Präses Dr. h. c. Annette Kurschus verliehen. Der Schöpfungstag wird neben einer Präsentation und Ausstellung der Projekte auch einen Markt der Möglichkeiten beinhalten. Von den Gästen vor Ort wird außerdem der Publikumspreis bestimmt. Für die drei Hauptpreise und den Publikumspreis sind Preisgelder in Gesamthöhe von 4000€ ausgelobt.
Bewerbungen mit Text und Bildern aus denen hervorgeht, welche Ziele das Vorhaben hatte, wer sich engagiert hat, wie es evtl. weitergeht und was das besonders Preiswürdige an dem Vorhaben ist, können bis zum 24. Juni 2022 eingereicht werden.

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news-2266Mon, 04 Apr 2022 08:33:32 +0200Tagung in Bethel blickte aus historischer Perspektive in die Zukunfthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/modell-volkskirche-ein-auslaufmodell/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a66769233f7f7926fc10e7b4bcd8ec8dZwei Tage lang befasste sich die Konferenz der Kommission für kirchliche Zeitgeschichte der Evangelischen Kirche von Westfalen mit Strukturen, Praxis und Perspektiven des ‚Modells Volkskirche‘ und beleuchtete das Modell in der Rückschau über ein „Jahrhundert im Wandel“.

„Volkskirche ja – aber wie?“ zitierte Landeskirchenrat Vicco v. Bülow in seiner Begrüßung zur Tagung eine Frage des ehemaligen westfälischen Präses Ernst Wilm. „Eine Frage, der wir uns auch heute stellen müssen, wenn wir die Spannung nicht nach einer Seite auflösen wollen. Und in dieser Tagung wollen wir uns ihr stellen“, so Vicco v. Bülow, der quarantänebedingt nicht selbst in der Betheler ‚Neuen Schmiede‘, dem Ort der Veranstaltung, sein konnte. An seiner Statt verlas Archivleiterin Ingrun Osterfinke seine Begrüßungsworte.

In hochkarätigen Vorträgen beleuchteten mehrere Referentinnen und Referenten unterschiedliche historische Entwicklungen und Stationen des Volkskirchen-Modells. Vorgestellt wurden unter anderem die Gemeindepflege der Sareptadiakonissen in Westfalen und im Ruhrgebiet, konkurrierende Konzeptionen von Volkskirche in der Zeit des Nationalsozialismus, Überlegungen zum Volkskirchenbegriff in der ehemaligen DDR oder Aspekte der Kirchenkritik um 1968.

Ob und in welcher Weise Idee und Modell einer Volkskirche Zukunft haben, damit befasste sich eine abendliche Podiumsdiskussion. Unter der Moderation von Reinhard Mawick, Chefredakteur des Magazins ‚Zeitzeichen‘, diskutierten der Anhalter Kirchenpräsident Joachim Liebig, der Bischöfliche Generalvikar im Bistum Essen Klaus Pfeffer und der ehemalige theologische Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen Albert Henz. Er vertrat die Präses der Landeskirche Annette Kurschus, die ihre Teilnahme kurzfristig absagen musste.

Nominell, so waren sich die Podiumsteilnehmer einig, wird es angesichts stetig sinkender Mitgliederzahlen immer schwieriger, von einer Volkskirche in Deutschland zu sprechen. Dieser Tage gehören erstmals weniger als 50 Prozent der Menschen in Deutschland einer der beiden großen Kirchen an. In Anhalt, dem Gebiet der kleinsten EKD-Gliedkirche, sind lediglich noch maximal 14 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Kirchenmitglied, so Anhalts Kirchenpräsident Joachim Liebig.

Dennoch könne weiter von einer ‚Volkskirche‘ gesprochen werden, wenn die Botschaft der Kirche an alle Menschen gewiesen bleibe, so Liebig. Albert Henz verwies in diesem Zusammenhang auf die Botschaft der Weihnachtsgeschichte, die „allem Volk widerfahren“ sei, wie es das Lukas-Evangelium berichte.

Klaus Pfeffer kritisierte den Anspruch zahlreicher Vertreter seiner, der katholischen Kirche, an althergebrachten Vorstellungen von kirchlichen Leben und Formen festzuhalten. So verstanden beschreibe das Modell der Volkskirche eine Kirche der Vergangenheit, so Pfeffer. Zu viele Menschen würden die Entwicklung der Gesellschaft verkennen. „Die Zeit der Volkskirche ist vorbei“, sagte der Essener Generalvikar. Es sei dringend geboten, dass Kirche sich erheblich pluraler und diverser aufstelle. In Bezug auf die veränderte Sicht auf inhaltliche Herausforderungen wie die Sexual- oder Ehemoral skizzierte Pfeffer die Möglichkeit einer bevorstehenden „katholischen Revolution“.

Alt-Vizepräsident Albert Henz verwies auf die Notwendigkeit von Identitätsbildung und eindeutiger Haltung. Das gelinge mittlerweile im Bereich der Diakonie besser als in amtskirchlichen Bezügen. Er beschrieb eine gegensätzliche Entwicklung in Kirche und Diakonie der vergangenen Jahre. Während sich diakonische Einrichtungen wirtschaftlich konsolidiert hätten und kontinuierlich wüchsen, verliere die verfasste Kirche mehr und mehr Mitglieder. Henz erinnerte an die frühe Christenheit als Bewegung. Kirche müsse wieder den Charakter einer inhaltlich motivierten Bewegung erreichen, um die Menschen zu erreichen.

Einigkeit herrschte auf dem Podium über die Notwendigkeit, grundlegende Veränderungen in den beiden großen christlichen Kirchen herbeizuführen. Die Haltung, es müsse alles bleiben, wie es ist, dürfe nicht weiter vorherrschen, so Kirchenpräsident Joachim Liebig: „Das Selbstreferentielle ist unser Ende.“

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news-2265Fri, 01 Apr 2022 13:42:03 +0200Kirchen in NRW grüßen Musliminnen und Muslime zum Ramadanhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/geduld-gottvertrauen-und-hoffnung-in-krisenzeiten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cc70d3c5e41ce768af3eadc6f6135756MedienInfo 13/2022

Zum muslimischen Fastenmonat Ramadan, der an diesem Freitag nach Sonnenuntergang beginnt, wenden sich die drei evangelischen Landeskirchen und die fünf katholischen (Erz-)Bistümer in Nordrhein-Westfalen mit einer gemeinsamen Grußbotschaft an Musliminnen und Muslime im Land.

Angesichts aktueller weltweiter Krisen heben die christlichen Kirchen die Bedeutung von Geduld und Gottvertrauen hervor – „gute Gaben“, die auch im Islam eine große Bedeutung besäßen. „Sie bewahren uns vor Resignation einerseits und kopflosem Handeln andererseits, denn sie sind eng verbunden mit einer weiteren wichtigen Gabe – der Hoffnung“, heißt es in dem Grußwort. Sinnvolles Handeln in der Krise brauche den Funken der Hoffnung, der aus Gottvertrauen und Geduld erwachse.

Direkten Bezug nehmen die Kirchen auf die Klimakrise, die Coronapandemie und den Angriff Russlands auf die Ukraine, der ein nicht zu ermessendes Leid über Menschen bringe. „Ohne Hoffnung und ohne Nächstenliebe werden wir es nicht wagen, diese komplexen Herausforderungen anzugehen“, so die christlichen Kirchen in ihrem Grußwort. Die Hoffnung aber mache stark im gemeinsamen Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

„Möge dieser Ramadan Ihnen und Ihren Gemeinden und Familien eine Quelle der Geduld, des Gottvertrauens und der Hoffnung eröffnen, die unsere Welt so sehr braucht“, wünschen die christlichen Kirchen in NRW den Musliminnen und Muslimen – „einen segensreichen Ramadan und ein frohes Fest des Fastenbrechens!“

Das Grußwort ist unterzeichnet von: Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Erzbischof Hans-Josef Becker (Erzbistum Paderborn), Bischof Helmut Dieser (Bistum Aachen), Bischof Felix Genn (Bistum Münster), Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen), Präses Thorsten Latzel (Evangelische Kirche im Rheinland), Bischof Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen) und Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbistum Köln).

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news-2263Fri, 01 Apr 2022 08:43:14 +0200Ukraine-Krieg: Präses und EKD Ratsvorsitzende Annette Kurschus zu biblisch begründeter Friedensethikhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kein-mensch-kommt-da-ohne-schuld-heraus/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=15482fbaba60cccd580a5db410280f32Eine „biblisch begründete und theologisch gefütterte“ Friedensethik hat nach den Worten der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, immer auch mit Dilemmata zu tun. Eine Friedensethik könne nie klar sagen, dass etwas richtig oder falsch sei, sondern bewege sich dazwischen, sagte die 59-jährige Theologin am Donnerstag im Deutschlandfunk.

Die 20 evangelischen Landeskirchen in Deutschland hatten in der vergangenen Woche erklärt, die Ukraine habe angesichts des russischen Angriffskriegs ein Selbstverteidigungsrecht. Der Einsatz von Waffen auf ukrainischer Seite zur Selbstverteidigung sei ein Mittel, „das auch wir an dieser Stelle gutheißen können“, sagte Kurschus. Sie betonte zugleich, dass Gewalt und Waffen keinen Frieden schaffen könnten, dies sei nur mit Diplomatie und Gesprächen möglich.

„In dieser Situation ist es gerade so, dass egal wie wir uns positionieren, wir um Schuld und Sünde nicht herumkommen“, unterstrich die Theologin. „Wenn ich mich an die Seite der ukrainischen, sich selbst verteidigenden Menschen stelle, gedanklich, dann bin ich ihnen in Nächstenliebe nah und ich erkenne an, dass sie Gewalt anwenden, zu ihrer Selbstverteidigung.“ Aber auch das sei wieder Sünde, da so auch russische Soldaten zu Tode kämen. „Wie wir uns auch drehen und wenden, wir kommen nicht darum herum, schuldig zu werden in einem Krieg“, sagte die oberste Vertreterin des deutschen Protestantismus. „Und das ist das Teuflische an Kriegen überhaupt: Kein Mensch kommt da ohne Schuld heraus.“

Der russische Präsident Wladimir Putin greife ein Volk an, weil er mit seinem „besonders egomäßigen Machtstreben“ seinen persönlichen Einfluss weiter ausdehnen wolle, kritisierte die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen. „Das Perfide daran ist, dass er es nun anscheinend auch irgendwie religiös verbrämt und meint, damit würde die Welt vor schädlichen Einflüssen des Westens gerettet.“

Mit Blick auf die russisch-orthodoxe Kirche ist die EKD nach Kurschus' Worten sehr bemüht, den Kontakt nicht abreißen zu lassen. Die russisch-orthodoxe Kirche sei nicht mit dem Patriarchen Kyrill gleichzusetzen. Dieser hatte den russischen Angriff auf die Ukraine unter anderem als Verteidigung gegen eine kulturelle und militärische Bedrohung Russlands gerechtfertigt. „Man kann ja kaum hören, was dieser Mann sagt, weil das in meinen Augen tatsächlich gotteslästerlich ist“, sagte die EKD-Ratsvorsitzende. Seine Position sei mit dem Evangelium nicht zu vereinbaren. Es gebe aber auch etliche innerhalb der russisch-orthodoxen Kirche, die sich zu einer Unterschriftenaktion gegen den Krieg zusammengefunden hätten. (epd)

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news-2262Thu, 31 Mar 2022 08:56:57 +0200Acht neue Vikarinnen und Vikare für die westfälische Landeskirchehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ganz-ohr-fuer-gott/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d6af5c0d511fa4184ee1461e6d1bcb00Im vergangenen Jahr erhielten die neuen Vikarinnen und Vikare, die im April ihren Dienst in Gemeinden der Evangelischen Kirche von Westfalen aufnahmen, ihre Berufungsurkunden per Post. Ein gemeinsamer Gottesdienst in Präsenz war aufgrund der Pandemie nicht möglich gewesen. Die jungen Frauen und Männer, die in diesem Frühjahr ihr Vikariat beginnen, nahmen ihre Urkunden im Rahmen eines gemeinsamen Gottesdienstes persönlich in Empfang.

Zusammen mit Mentorinnen und Mentoren aus ihren künftigen Gemeinden und engen Angehörigen waren sie am 30. März in die Bielefelder Süsterkirche gekommen. Die Personaldezernentin der Landeskirche, Oberkirchenrätin Katrin Göckenjan-Wessel, hieß die neuen Vikarinnen und Vikare willkommen. Stellvertretend für Präses Annette Kurschus sandte sie die künftigen Pfarrerinnen und Pfarrer in ihre nächste Station auf dem Weg ins Pfarramt, auf der sie Gottesdienste feiern, Sakramente verwalten und seelsorgerliche Aufgaben übernehmen werden.

Auch wenn es in Zeiten eines Krieges in Europa und „mitten im Leid“ schwerfalle, Gott zu loben und gute Worte oft beinahe im Halse stecken blieben, brauche es Menschen, die erklären könnten, was es bedeute, Gott zu vertrauen, so Göckenjan-Wessel. Sie ermutigte die Absolventinnen und Absolventen des 1. Theologischen Examens, ihre neue Aufgabe mit Mut und Zuversicht anzugehen. „Gottes Geist ruht auf Menschen, die sich senden lassen“, so die Oberkirchenrätin. „Bleiben Sie in Verbindung mit Gottes Lebensatem.“

Hoffnung sei ein rares Wort geworden in dieser Zeit. Sie dennoch zu verkünden und auf Gottes guten Geist zu vertrauen, sei gleichsam „ein Akt des Widerstands in der Welt des Faktischen“, sagte Katrin Göckenjan-Wessel. Sie riet den angehenden Vikarinnen und Vikaren, herauszufinden, „auf welchen Wegen und Kanälen Menschen senden und empfangen.“ In ihrem künftigen Dienst, der sie für zweieinhalb Jahre in eine Gemeinde führt und dabei auch ein dreimonatiges Schulpraktikum einschließt, sollten sie offen für die Menschen und „ganz Ohr für Gott“ sein. Denn das sei sicher: „Von Gottes Geist Begeisterte bleiben nicht allein.“

Sieben der acht Vikarinnen und Vikare konnten in der Süsterkirche dabei sein. Lediglich eine von ihnen, Luise Klein, musste aufgrund einer aktuellen Quarantäne auf die Teilnahme am Gottesdienst verzichten.

Das sind die neuen Vikarinnen und Vikare in Westfalen:

  • Malte Cramer
    Ev. Kirchengemeinde Recklinghausen-Ost
  • Carmen Jäger
    Ev. Kirchengemeinde Raumland (Wittgenstein)
  • Luise Klein
    Ev. Kirchengemeinde Tecklenburg
  • Madlene Maciejczyk
    Ev. Kirchengemeinde Dahlhausen (Bochum)
  • May-Britt Melzer
    Ev.-luth. Stephanus-Kirchengemeinde Borchen (Paderborn)
  • Jonathan Robker
    Ev. Kirchengemeinde Lengerich (Tecklenburg)
  • Josephine Schmidt
    Ev. Kirchengemeinde Voerde (Schwelm)
  • Lea Wippich
    Ev.-luth. Marien-Kirchengemeinde Stiftberg Herford

 

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news-2258Wed, 23 Mar 2022 15:24:58 +0100Globaler Klimastreik am 25. März: Institut für Kirche und Gesellschaft ruft zum Mitmachen aufhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/fuer-frieden-und-klimaschutz/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fda24f75b4e86afd589496aa89160e78Das Institut für Kirche und Gesellschaft der Ev. Kirche von Westfalen unterstützt als Teil des breiten Bündnisses „Churches for Future“ die Forderungen von Fridays for Future nach echter Klimagerechtigkeit und konsequentem Handeln der Politik. Verbunden damit ist der Aufruf zur Beteiligung am „Globalen Klimastreik“ am 25. März 2022.

Fridays for Future setzt ein deutliches Zeichen: Es #ReichtHaltNicht! Die Bundesregierung wird aufgefordert entschieden zu handeln, um die 1,5°C-Grenze einzuhalten und den Wandel sozial gerecht zu gestalten.

Die Bewegung solidarisiert sich angesichts Putins Angriffskrieg mit den Menschen in der Ukraine. Dazu Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft: „Die Menschen vor Ort und auf der Flucht leiden am meisten unter diesem völkerrechtswidrigen Krieg. Er muss sofort beendet werden. Der Krieg zeigt uns aber auch unmissverständlich, dass die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern gestoppt werden muss. Klimaschutz und sozialer Ausgleich, Energie- und Sicherheitspolitik müssen jetzt eng verzahnt und der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern noch schneller vorangebracht werden. Die Regierung ist gefordert, die Energie-, Verkehrs- und Wärmewende mit allen Mitteln voranzutreiben.“

Die christlichen Vorstellungen des „guten Lebens für Alle“ und auch der „Ethik des Genug“ sind starke Leitbilder für die große Aufgabe des sozial-ökologischen Wandels. Alle sind eingeladen, selbstkritisch zu sein, sich für die Klimagerechtigkeit einzusetzen und die Anliegen des Klimastreiks aktiv zu unterstützen.

Bundesweit beteiligen sich viele Kirchengemeinden und kirchliche Initiativen am 25. März mit verschiedenen Aktionen an dem Globalen Klimastreik. Die geplanten Aktivitäten sind zu finden auf der Website www.kirchen-fuer-klimagerechtigkeit.de/churches-for-future/aktuelles

Auch die Klima-Allianz Deutschland geht an dem Aktionstag am 25. März gemeinsam mit Fridays for Future auf die Straße. Das IKG ist von Beginn an in diesem Bündnis von Kirchen, Entwicklungsorganisationen, Umwelt- und Sozialverbänden, Gewerkschaften, Verbraucherschutzorganisationen und Jugendverbänden aktiv.

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