Aktuelles :: EKvW.dehttp://www.evangelisch-in-westfalen.dedeEvangelische Kirche von Westfalen, LandeskirchenamtSat, 04 Dec 2021 13:52:43 +0100Sat, 04 Dec 2021 13:52:43 +0100TYPO3 EXT:newsnews-2200Wed, 01 Dec 2021 11:31:47 +0100Beteiligte Einrichtungen erarbeiten derzeit den Kooperationsvertraghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/idwm-wird-an-die-universitaet-bielefeld-verlagert/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=aeafeb160c5e151e2cbe4cd8bf579fd2Zum 1. Januar 2022 soll das Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement (IDWM) von der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel als dezentrale wissenschaftliche Einrichtung der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie an die Universität Bielefeld überführt werden. Dies haben die Universität Bielefeld, die Evangelische Kirche von Westfalen und die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel nach sehr konstruktiven Gesprächen vereinbart.

Die Evangelische Kirche Westfalen und die v. Bodelschwinghschen Stiftungen werden das IDWM weiterhin als Trägerinnen unterstützen und für die notwendige Ausstattung sorgen. Aktuell erarbeiten die beteiligten Einrichtungen einen entsprechenden Kooperationsvertrag.

Das Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement wird seinen Standort im Bielefelder Ortsteil Bethel behalten. Auch das Studienangebot – ein weiterbildender Masterstudiengang in einer nationalen und einer internationalen Ausrichtung sowie ein Promotionsstudiengang – wird fortgeführt. Die aktuellen Studierenden können ihr Studium an der Universität beenden, zukünftige schreiben sich direkt an der Universität ein. Die Beschäftigten des Instituts werden von der Universität Bielefeld übernommen. 

Die Evangelische Kirche von Westfalen und die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel haben sich mit der Universität Bielefeld in diesem Kontext ebenfalls über die Errichtung einer Stiftungsprofessur für Diakoniewissenschaft verständigt. Diese Professur ist ein wesentlicher Baustein der Integration des Instituts für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement in die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität. Das Besetzungsverfahren läuft bereits.

Professor Dr.-Ing- Gerhard Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld: 
„Die Integration des Instituts für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement ist Ausdruck der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den v. Bodelschwinghschen Stiftungen sowie der Evangelischen Kirche von Westfalen. Diese vertrauensvolle Kooperation wird noch einmal gestärkt. Wir freuen uns sehr auf die neuen Kolleg*innen und die Studierenden, die wir dann zum 1. Januar als neue Mitglieder herzlich an der Universität Bielefeld begrüßen möchten. Ich bin sicher, dass sich innerhalb der Universität vielfältige Anknüpfungspunkte und interdisziplinäre Vernetzung ergeben werden. Ich danke allen, die diese Integration mit viel Engagement möglich gemacht haben.“

Professor Dr. Peter Kramper, Dekan der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie:
„Die Abteilung Theologie nutzt die Integration des Instituts für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement in die Fakultät zu einer inhaltlichen Neuausrichtung. Die Integration bietet neue Möglichkeiten und Perspektiven in Forschung und Lehre – innerhalb der Abteilung, der Fakultät und der ganzen Universität. Auf den Input, den die neuen Kolleg*innen in die Fakultät bringen werden, freue ich mich.“

Ulf Schlüter, Theologischer Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen:
„Es geht bei dieser Integration des Instituts einerseits um die Ortsnähe in der Kooperation in Forschung und Lehre wie auch in der Verwaltung – beides war in der räumlichen Distanz zwischen Wuppertal und Bethel nur mit großem Aufwand darzustellen. Daneben bietet die Universität Bielefeld durch ihr exzellentes Forschungsprofil aber auch Vernetzungschancen, die eine Kirchliche Hochschule mit ihrer theologischen Fokussierung nicht leisten kann.“

Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong, Vorstandsmitglied der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel:
„Wir sind dankbar für das Ergebnis der Kooperationsgespräche. Damit ist auf Zukunft gesichert, dass der Standort Bethel ein Zentrum diakoniewissenschaftlicher Forschung und des Austausches mit diakonischer Praxis bleibt. Aus der Integration in die Universität werden sicher weiter fruchtbare Impulse für diesen Dialog entstehen.

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Aktuelles
news-2199Wed, 01 Dec 2021 09:58:35 +0100Interprofessionell Kirche gestaltenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/heute-das-team-fuer-morgen-planen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=50afab2b83bbb3dc756f24e4d983a67fVielfach bereits erprobt sind sie seit diesem Jahr fester Bestandteil der Personalgestaltung unserer Kirche: die Interprofessionellen Pastoralteams.

Durch sie sollen in Zukunft pastorale Aufgaben im konstruktiven Miteinander von Pfarrerinnen und Pfarrern sowie Diakonen und Gemeindepädagoginnen oder Mitarbeitenden aus Kirchenmusik und Verwaltung /Organisation wahrgenommen werden. Darüber hinaus sollen sich aus dieser Form der Zusammenarbeit erweiterte Anknüpfungspunkte für die Zusammenarbeit mit und die Begleitung von Ehrenamtlichen ergeben.

Verantwortliche in Kirchengemeinden und Kirchenkreisen fragen sich nun, ob diese Form der Zusammenarbeit auch für sie vor Ort eine gute Möglichkeit darstellt, den zukünftigen Herausforderungen, die sich für ihre zukünftigen Aufgaben stellen, angemessen zu begegnen. Dazu möchten wir alle, die die Einrichtung eines Interprofessionellen Pastoralteams in Ihrem Verantwortungsbereich planen oder sich zunächst einen Überblick verschaffen wollen, zu einer Informationsveranstaltungam 19. Januar 2022 von 9:00 bis 15:00 Uhr ins Reinoldium in Dortmund einladen.

Sie erwartet einerseits Informationen über grundsätzlichen Rahmenbedingungen und die vielfältigen Möglichkeiten, ein solches Team zu gestalten. Vor allem aber werden Sie Gelegenheit haben, mit Mitgliedern von unterschiedlichen Teams aus ganz Westfalen darüber ins Gespräch kommen. Sie können sich darüber, wie die Idee entstand, ein Team einzurichten, welche Vorarbeiten nötig waren, wie die Erfahrungen in der laufenden Arbeit sind und vieles mehr, austauschen.

Anmelden können sich sowohl Verantwortliche in Kirchengemeinden und Kirchenkreisen (bitte pro Körperschaft maximal drei Personen), als auch am Thema interessierte Einzelpersonen.

Der Teilnahmebeitrag beträgt 15 Euro pro Person und die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Bitte melden Sie sich unter Angabe von Namen und Adressen der anreisenden Personen unter folgender Email-Adresse bis zum 4. Januar 2022 an: Angelika.winkelbach@ekvw.de.

Auf Grund der derzeitigen Einschätzung der Pandemiesituation ist eine präsentische Veranstaltung unter Berücksichtigung der 3G-Regeln möglich. Die Kontrolle der 3G-Regel erfolgt durch uns vor Ort.

Selbstverständlich werden wir unsere Regularien zum Beispiel in Blick auf Zugangskontrollen und -beschränkungen in Abhängigkeit von den jeweiligen politischen Entscheidungen jeweils den aktuell gesetzlich gültigen Vorschriften anpassen. Wir behalten uns vor, die Veranstaltung dann abzusagen, wenn die zum Zeitpunkt der Durchführung gültigen Regularien und Vorschriften uns dazu zwingen würden, die Veranstaltung nicht mit der aus unserer Sicht nötigen Qualität durchzuführen.

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AktuellesGemeinden
news-2198Wed, 01 Dec 2021 09:28:16 +0100Zum 1. Januar 2022: Wechsel vom Ev. Kirchenkreis Dortmund zur Landeskirche nach Bielefeldhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wolfram-scharenberg-wird-neuer-leiter-der-stabsstelle-kommunikation-im-landeskirchenamt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8874793be9b761ffde898d6b54a9ac94MedienInfo 66/2021

Wolfram Scharenberg (61) wird neuer Leiter der Stabsstelle Kommunikation im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) in Bielefeld. Damit verbunden ist auch die Funktion des landeskirchlichen Pressesprechers. 

Geboren in Wolfsburg und aufgewachsen in Braunschweig lebt Wolfram Scharenberg mit seiner Familie inzwischen schon lange in Hamburg. Nach seinem Magisterstudium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Soziologie in Erlangen absolvierte er in Hannover noch den Diplomstudiengang Journalistik. Erste journalistische Erfahrungen sammelte er bei Printmedien sowie im Hörfunk und Fernsehen. Darauf folgten viele Jahre in der Öffentlichkeitsarbeit – vor allem im kirchlich-diakonischen und im Gesundheitsbereich. Zum Beispiel als Kommunikationschef in großen diakonischen Unternehmen, wie der Ev. Stiftung Alsterdorf (Hamburg) oder der Kaiserswerther Diakonie (Düsseldorf). Seit Anfang 2017 leitet Scharenberg, der auch ausgebildeter Prädikant der Evangelischen Kirche von Westfalen ist, die Stabsstelle Kommunikation und Information im Ev. Kirchenkreis Dortmund. 

Mit Blick auf seine neue Aufgabe, sagt er: „Ich habe immer Freude am (Mit-)Gestalten in einem guten, engagierten Team. Und ich bringe mich mit dem, was ich kann, gerne ein, um gute Botschaften und Menschen, die sie glaubhaft vermitteln, zu unterstützen und – wenn möglich – gut darzustellen und zu platzieren. Ich glaube, in der Evangelischen Kirche von Westfalen habe ich dazu die Gelegenheit. Zudem reizt mich die weiter gefasste Perspektive, nachdem ich in den vergangenen Jahren die Aufgaben eines Kirchenkreises im Blick gehabt habe.“

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AktuellesGemeindenMedien
news-2202Tue, 30 Nov 2021 09:07:00 +0100Synode des Kirchenkreises Halle wählt Brockhagener Pfarrer zum Nachfolger von Walter Hempelmannhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/dr-andre-heinrich-wird-neuer-superintendent/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c018d23e0b919ea7a35720e96f7b119fEine Ära geht im Mai kommenden Jahres zu Ende, wenn Walter Hempelmann in den Ruhestand geht. Nach 19 Jahren als Superintendent im Kirchenkreis Halle verabschiedet sich der 65-Jährige und macht den Platz frei für seinen Nachfolger.

Den wählte nun die Synode des Kirchenkreises. Mit 46 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen wählten die stimmberechtigten Mitglieder Dr. André Heinrich am 26. November zum neuen Superintendenten. 

Der Nominierungsausschuss hatte zuvor nach eingehender Beratung den Beschluss gefasst, Pfarrer Dr. André Heinrich der Kreissynode als alleinigen Kandidaten für das Amt des Superintendenten vorzustellen. „Dieses Amt, diese Aufgabe, diese Superintendenz ist mit Sicherheit keine leichte Aufgabe, es ist etwas, dem ich mit großem Respekt entgegensehe“, sagte der ausgebildete Fundraiser und Beauftragter für Christlich-Jüdischen Dialog im Kirchenkreis Halle in seiner Vorstellungsrede. 

Dr. Heinrich (48) stammt aus Bielefeld, wuchs in Bünde auf und kam durch die Kinder- und Jugendarbeit zum Glauben und zur aktiven Mitarbeit vor Ort. Er studierte Evangelische Theologie in Göttingen und Leipzig, promovierte an der Universität Göttingen über die Samuel-Bücher im Alten Testament. Seit 2011 ist er Gemeindepfarrer in der Kirchengemeinde Brockhagen, wo es künftig eine ständige Vertretung geben soll, um ihn vor Ort zu entlasten. „Brockhagen, Steinhagen und der Kirchenkreis Halle wurden schnell ein Stück Heimat“, erinnert sich Dr. Heinrich an seine Anfänge. In seiner Ein-Stellengemeinde hat er vor allem die Zusammenarbeit im Team mit Haupt- und Ehrenamtlichen geschätzt, einen Schwerpunkt seiner Arbeit sieht er darin, den Menschen die Möglichkeit zu geben, in Kontakt zu treten mit dem Evangelium und seiner heilsamen Energie. 

Viele Herausforderungen sieht er in der Zukunft, von Corona, über die Digitalisierung bis hin zu den Rückläufigen Zahlen. „Bei all dem wollen wir für die Menschen noch da sein, wollen ihnen die gute Botschaft geben, sie aufatmen lassen und nicht beschweren“, sagt Heinrich. 

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, müsse man die Mitarbeiter stärken, ebenso das Miteinander der Geschwister in den Gemeinden und die geistliche Dimension. Die „Unternehmenskultur“ sollte mehr gepflegt, der gemeinsame Austausch über das, was guttun würde und wie man sich gegenseitig das Leben leichter machen könne, gefördert werden. „Eine gelingende Kultur des Miteinanders in unserer Zeit“ kann für ihn nur auf Augenhöhe und mehr Einbindung der Mitarbeitenden in Entscheidungsprozesse, mehr Identifikation und einem „zusammenwirken“ entstehen. Die Entscheidungsstrukturen sollten modernisiert und weniger kompliziert, benutzerfreundlicher werden, sagt Dr. Heinrich. „Wir sollten häufiger miteinander arbeiten, und zwar so, dass wir uns gegenseitig ergänzen“. Für die Zukunft wünscht er sich den Mut, auch mal etwas auszuprobieren, auch wenn es nicht klappen sollte und die Loyalität unter den Mitarbeitenden, auch im Scheitern hintereinander zu stehen. Auch die Bürokratie sollte vereinfacht und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Kirchengemeinden gestärkt werden. „Unsere Aufgabe muss es sein möglichst viele Freiräume für Menschen und für das Evangelium zu schaffen und Menschen zu schützen“, schloss Heinrich seine Rede.
 

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AktuellesGemeinden
news-2195Mon, 29 Nov 2021 09:05:00 +0100Christlich-jüdischer Workshop in Jerusalemhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ueber-den-wolken-muss-die-freiheit-wohl-grenzenlos-sein/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=668f3b034cf69c996dd1f1ad10d65d47Vom 14.-19. November trafen sich in Jerusalem etwa 35 Jüdinnen und Juden und Christinnen und Christen unterschiedlicher Herkunft, um in einem christlich-jüdischen Workshop das Thema „Grenzen“ zu verhandeln. Aus Westfalen nahmen Verena Mildner, Theologin an der Westfälischen Wilhelms-Universität, und Ralf Lange-Sonntag, zuständiger Referent im Landeskirchenamt, am Workshop in der ehemaligen Martin-Luther-Schule nahe der Erlöser-Kirche in der Jerusalemer Altstadt teil.

Zum Workshop hatten die Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (ELCHL) und die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) in Kooperation mit der EKD, dem International Council of Christians and Jews (ICCJ) und der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) eingeladen. Es war bereits der sechste Workshop, den ELCJHL und EKiR veranstaltet hatten. Die bisherigen Treffen hatten überwiegend im Heiligen Land, aber auch in Deutschland stattgefunden. Neben Vertreterinnen und Vertreteraus Deutschland nahmen diesmal – trotz aller Einschränkungen durch das Corona-Virus – jüdische und christliche Theologinnen und Theologen aus Israel, der Westbank, Chile, Frankreich und England teil.

Drei Tage hatten die Teilnehmenden Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und die verschiedenen jüdischen und christlichen Stimmen zu hören. Es wurde dabei bewusst auf Fachvorträge verzichtet, sondern nach den im ökumenischen Gespräch erprobten Regeln des „safe space“ ans Thema herangegangen. So war viel Zeit für einen intensiven, persönlichen und ehrlichen Austausch mit Raum für unterschiedliche Meinungen und Ansichten, die offen vorgetragen werden konnten und respektvoll behandelt wurden. Eine Regel lautete z.B. „Ich danke Gott, dass ich etwas hören darf, was ich so nicht erwartet habe und auch nicht hören wollte“. Die Regeln des „safe space“ beinhalten auch, dass über die Positionen und Stellungnahmen nichts nach außen dringt, sondern dass das Gesagte in der Gruppe bleibt.
 
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer hatte jeweils einen biographischen und einen biblischen Zugang zum Thema „Grenzen“ vorbereitet, die als Grundlage für das Gespräch dienten. Die Beiträge der Teilnehmenden behandelten die unterschiedlichsten Arten von Grenzen und Begrenzungen: Die historische innerdeutsche Grenze, die Grenze zwischen Israel und der Westbank, Sprachgrenzen, aber auch psychologische Grenzen. Besonders eindrücklich waren die Ausführungen der palästinensischen Christen im Hinblick auf ihre Situation. Als kleine Kirche im arabischen Kontext sorgen sie sich um die Sicherheit ihrer Mitglieder, Kinder und das Fortbestehen ihrer Gemeinden und sehnen sich nach einer Lösung des politischen Konflikts zwischen Israel und Palästina. 

Das gemeinsame Treffen wurde als wichtiger Schritt wahrgenommen, im Gespräch zu bleiben, Vertrauen aufzubauen und sich so gegenseitig Gehör zu verschaffen. Der nächste Workshop ist für August nächsten Jahres geplant und wird im hessischen Heppenheim stattfinden, und zwar im Martin-Buber-Haus, dem Sitz der Geschäftsstelle des ICCJ. Von dort wird eine Delegation der Gruppe nach Karlsruhe zur Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) fahren und dort einen Workshop im sogenannten „Brunnenprogramm“ anbieten.

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AktuellesMitarbeitende
news-2196Fri, 26 Nov 2021 20:30:00 +0100Audiopreise 2021 der Landesmedienanstalt NRW verliehenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kirchen-wuerdigen-bielefelder-lokalradio-beitrag-popsongs-zu-ostern/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=77a979571943ef5d71084e53f3d9791cEine kreative Zusammenarbeit von Lokalradio und Kirche zum Osterfest unter Corona-Bedingungen hat beim Audiopreis 2021 der Landesanstalt für Medien NRW den Preis der evangelischen und katholischen Kirche gewonnen.

Die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung ging an die einstündige Sendung „Popsongs zu Ostern“ von Radio Bielefeld in Kooperation mit dem Evangelischen Kirchenkreis Bielefeld. Das ungewöhnliche Radioformat erzähle die Geschichte des Osterfestes jenseits der üblichen Verkündigungsplätze mit Popsongs, deren Botschaften und persönlichen Erfahrungen der Protagonisten, hieß es am Freitagabend bei der digitalen Preisverleihung in Düsseldorf, die per Livestream übertragen wurde.

Während Präsenzgottesdienste am wichtigsten Fest der Christenheit wegen der Corona-Pandemie nicht möglich gewesen seien, habe das Lokalradio mit seiner Sendung auf unterhaltsame Weise auch Hörerinnen und Hörern die Botschaft von Ostern nahe gebracht, die sich sonst nicht mit Kirche oder dem christlichen Fest befassen würden, urteilte die Jury. Zudem sei den Menschen Mut zugesprochen worden, die unter den Corona-Einschränkungen leiden. Der von der Freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen gestiftete Sozialpreis ging an NE-WS 89.4 , das Lokalradio im Rhein-Kreis Neuss, für einen Beitrag über Betreute und ihre Berufsbetreuer. Die Betreuer leisteten Großartiges für die Gesellschaft und kümmerten sich um die Schwächsten, hieß es.

Radio Bielefeld heimste zwei weitere Auszeichnungen ein: in der Kategorie „Recherche“ mit Daten zur Corona-Lage und in der Kategorie „Vor Ort“ mit dem Format „#mitreden“. Weitere Preise gingen in der Kategorie „Leben, Service, Wissen“ an Radio Emscher Lippe  für einen Erste-Hilfe-Crashkurs, in der Kategorie „Moderation“ an Carmen Schmalfeldt von Radio Leverkusen für die Sondersendung „Explosion in der Sondermüllverbrennungsanlage“ und in der Kategorie „Unterhaltung“ an Tobias Böhle für „Tobis wirre Welt“ (Radio Köln). Auszeichnungen erhielten zudem in der Kategorie „Respektvoller Umgang im Netz“ der Beitrag „Unser Leben mit Social Media“ (Radio Hochstift), in der Kategorie „Werbekampagne“ die Sendung „Weihnachtsbaumverkauf auf Platt“ (Antenne Niederrhein) und in der Kategorie „Promotion“ der Sender Antenne Münster für den Beitrag „Doch noch in die Ferien - Dein 'Münsterland Moment'“.

Eine besondere Anerkennung sprach die Jury zwölf Privatradios für ihre Berichterstattung über die Flutkatastrophe im Juli aus. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten jeweils 2.500 Euro. Das Preisgeld für die besondere Anerkennung wird im Namen der Jury und der beteiligten Sender an die Fluthilfe der Aktion Lichtblicke e.V. gespendet. Die Landesanstalt für Medien (LfM) NRW vergibt den Audiopreis seit 1992, um hochwertige Audiobeiträge vor allem im privaten Hörfunk zu würdigen und neue Wege und Qualität in Publizistik und Werbung zu fördern. (epd)

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news-2197Fri, 26 Nov 2021 18:06:09 +0100Westfälische Kirche und Weltläden starten wieder Orangen-Aktion http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/suess-statt-bitter-1/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9ee10463933ea50aa69a65f33260be13Orangen gehören zum Winter und zur Weihnachtszeit dazu. Viele Tonnen der süßen Früchte kommen aus Italien und werden dort oft von afrikanischen Migranten für einen Hungerlohn geerntet. Mit der Aktion „Süß statt bitter“ bietet die Evangelische Kirche von Westfalen zur Adventszeit wieder Orangen an, die „ohne Sklaverei und Gift“ geerntet werden. Beteiligt daran sind viele Weltläden und weitere Unterstützergruppen. Mitgetragen wird die Aktion vom Bistum Münster.

Mehr als 50 Tonnen Orangen kommen Anfang Dezember in Nordrhein-Westfalen an: Vom Ruhrgebiet übers Münster- und Sauerland bis nach Ostwestfalen, in Solingen und am Niederrhein werden die Früchte um den Nikolaustag in Kirchengemeinden, Kitas, Schulen, sozialen Einrichtungen, Weltläden sowie bei Verbraucherzentralen und bei Einzelhändlern angeboten. Die Aktion wird im Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung/MÖWe in Dortmund koordiniert.

Die Orangen liefert der Verein „SOS Rosarno“ in Kalabrien. Er zahlt den Bäuerinnen und Bauern faire Preise für Früchte aus ökologischem Anbau sowie den Erntehelfern Mindestlöhne. Meist diktieren große Konzerne und Handelsketten den Preis, weshalb viele kleinbäuerliche Betriebe ihre Orangen für einen Preis verkaufen müssen, der kaum die Kosten für das Pflücken abdeckt. Der Verein wehrt sich dagegen und schaltet den Zwischenhandel aus.

Mit dem Kauf bio-solidarischer Orangen aus Süditalien könnten Menschen ein Zeichen gegen Ungerechtigkeit setzen, erklärt der zuständige Dezernent der Landeskirche, Dr. Albrecht Philipps (Bielefeld). „Als Landeskirche setzen wir uns mit unserer Partnerkirche in Italien, den Waldensern, für eine menschenwürdige Migration ein. Mit der Orangenaktion leisten wir gemeinsam einen konkreten Beitrag, um der Ausbeutung der Migranten in Süditalien etwas entgegenzusetzen.“ Zudem werde die Flüchtlingsarbeit der Waldenser Kirche - das Projekt „Mediterranean Hope“ - unterstützt. Ein Teil des Geldes aus dem Früchteverkauf geht an das Projekt “Lichter auf Rosarno“, um Fahrräder der Erntehelfer mit Lampen auszustatten.

Über die große Resonanz freut sich Katja Breyer, die für Entwicklungspolitik im Amt für MÖWe zuständig ist. Nach den positiven Erfahrungen mit der Orangen-Aktion in der letzten Saison seien viele neue Gruppen dazugekommen, die an weiteren Orten faire Früchte verkaufen werden. Die Beteiligung vieler Weltläden, Eine-Welt-Gruppen, Kirchengemeinden und Pfarreien zeige, „wie viele Menschen sich für ein solidarisches Miteinander einsetzen.“

Allein in Süditalien schuften rund 2.000 Erntehelfer auf Kalabriens Obstplantagen. Sie bekommen meist nur einen Hungerlohn – etwa 25 Euro für einen Tag harter Arbeit. Und die Obstbauern erhalten für ein Kilo oft nur zwölf Cent. „Das deckt nicht die Produktionskosten von mindestens 20 Cent und reicht nicht für gerechte Löhne“, erklärt Giuseppe Pugliese von „SOS Rosarno“. Die Bauern müssten die Früchte auf den Bäumen entweder verfaulen lassen oder die Tagelöhner ausbeuten. Sein Verein stellt hingegen den direkten Kontakt zwischen Bauern, Arbeitern und Einkaufsgemeinschaften her. Er organisiert den Vertrieb an kleine Bioläden und Gruppen solidarischen Konsums. „Wir verkaufen und produzieren zu einem fairen Preis“, sagt Pugliese. Die Unterstützung der westfälischen Kirche bedeute: „Solidarität kennt keine Grenzen.“

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news-2192Wed, 24 Nov 2021 10:55:12 +0100Die Initiative 150 x 150 Euro soll die volle Stelle des zweiten Landesposaunenwarts finanzierenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/spendenaktion-fuer-vollen-posaunenklang-gestartet/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=39a335072287511e60f80fde59fbdb36MedienInfo 65/2021

Wenn bei einem Gottesdienst in der Kirche oder im Freien die Posaunenchöre musizieren, dann jubelt die Seele. Wer solche Momente erlebt hat, weiß, wie wichtig die Posaunenarbeit und besonders die Jungbläserarbeit in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) ist. Ein Kreis musikbegeisterter Menschen hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die halbe Stelle des zweiten Landesposaunenwarts mit Hilfe einer Spendenaktion auf eine Vollzeitstelle aufzustocken. 

Die Initiative „150 x 150 für vollen Posaunenklang“ sucht 150 Spenderinnen und Spender, die sich mit einem Beitrag von 150 Euro pro Jahr beteiligen. Die Landesposaunenwarte sorgen dafür, dass sich die Bläserarbeit mit rund 10.000 Aktiven in 260 Chören, darunter 2000 Jungbläser, gut entwickelt: Ulrich Dieckmann arbeitet dabei seit dem 1. Oktober 2021 mit Andreas Tetkov zusammen. Der zweite Landesposaunenwart ist ein Vollblutmusiker, was fehlt ist noch die Vollzeitstelle für sein Gebiet, das westliche Westfalen, und seinen Schwerpunkt Jungbläserarbeit.

„150 x 150 ist eine Aktion für alle, die der Kirchenmusik verbunden sind. Man muss kein Instrument spielen können, um für vollen Posaunenklang in unseren Kirchen zu sorgen“, sagt Landeskirchenmusikdirektor Harald Sieger. „Wir setzen mit der Spendenaktion einen Beschluss der Landessynode zur Finanzierung der zweiten Landesposaunenwart-Stelle um.  Andreas Tetkov soll die Chöre vor Ort in ihrer wichtigen kirchlichen und kulturellen Aufgabe hoffentlich bald in Vollzeit unterstützen“, ergänzt Landeskirchenrat Dr. Vicco von Bülow. 

So funktioniert die Spendenaktion

Um für die Stelle eine tragfähige Perspektive aufbauen zu können, ist das Landesposaunenwerk auf einen regelmäßigen Beitrag angewiesen. Daher bittet die Initiative um eine Lastschriftermächtigung oder einen Dauerauftrag. Beides können die Spenderinnen und Spender jederzeit ohne Angabe von Gründen kündigen. Wenn der Betrag von 150 Euro die finanziellen Möglichkeiten übersteigt, ist auch ein Beitrag von 75 Euro im Jahr dankbar. Als Spende für die kirchenmusikalische Arbeit ist der Beitrag steuerlich absetzbar.
 

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news-2191Tue, 23 Nov 2021 15:25:38 +0100Dr. Albrecht Philipps als Landeskirchenrat eingeführt / Abschied von Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wechsel-an-der-spitze-der-westfaelischen-oekumene/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5c2ea2acc3331d4e69112d05d035de6aMedienInfo 64/2021

Ein Gottesdienst in der Altstädter Nicolaikirche gab am Montagnachmittag den festlichen Rahmen für den Wechsel an der Spitze des Leitungsfelds Ökumene der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Präses Dr. h. c. Annette Kurschus verabschiedete Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller in den Ruhestand und führte Dr. Albrecht Philipps als Landeskirchenrat ein. 

Möller habe 21,5 Jahre lang die ökumenische Dimension von Kirche stark gemacht, so Präses Kurschus: „Du bist an vielen Orten der Erde heimisch. Normalerweise würde sich das auch an der heutigen Gästeschar abbilden.“ Pandemiebedingt fand der Festgottesdienst vor einer kleineren Gemeinde statt, parallel verfolgten Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter eine YouTube-Übertragung. Die Kontakte in die Partnerkirchen auf der ganzen Welt, die Ulrich Möller bei Besuchen, Projekten, Kampagnen und Hilfsaktionen aufgebaut und gepflegt hat, sind auch auf Distanz stabil.

„Diakonie und Ökumene werden das Gesicht einer Kirche der Zukunft sein“, sagte Albrecht Philipps in seiner Predigt zur Einführung. Er ist zum 1. November 2021 von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zur westfälischen Landeskirche gewechselt. Philipps war bei der EKD bereits mit Themen der Konfessions-Ökumene, der weltweiten Ökumene, der Weltbünde und Zusammenschlüsse, des Ökumenischen Rates der Kirchen und der Zusammenarbeit mit den Weltreligionen sowie den diakonischen Partnern befasst.

Der Theologe kehrte nach 17 Jahren ins Bielefelder Landeskirchenamt zurück. Er hatte bereits von 2001 bis 2004 als Pfarrer im Entsendungsdienst im Präsesbüro gearbeitet. „Es reizt Sie offenbar, in völlig neuer Rolle und mit ganz anderen Aufgaben nochmal einzusteigen“, sagte Annette Kurschus. Philipps sei als Theologe neue Wege gegangen und bringe eine weite Sicht auf die Kirche mit.

Nach dem Studium der evangelischen Theologie in Göttingen, Paris, Halle (Saale) und Münster und dem Vikariat in Kamen Heeren-Werve war Philipps von 2004 bis 2016 Gemeindepfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Ochtrup-Metelen. Die „Diaspora im Münsterland“ war auch Thema seiner Dissertation. Seit dem 1. September 2016 war Philipps Oberkirchenrat der Union Evangelischer Kirchen (UEK) im Kirchenamt der EKD in Hannover. Philipps ist mit der Pfarrerin Imke Philipps verheiratet und Vater von vier Söhnen.

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AktuellesPräsesTermineGemeindenMedienMitarbeitende
news-2190Mon, 22 Nov 2021 15:47:58 +0100Ewigkeitssonntag: „Bäume der Hoffnung“ zum Gedenken an Corona-Totehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/hoffnung-die-man-sehen-und-riechen-kann/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=df0d5d05f1158769e1745709cef25046Noch ist es ein eher zartes Pflänzchen, das die jüngst zur EKD – Ratsvorsitzenden gewählte Annette Kurschus zusammen mit Heiner Montanus, Superintendent des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid und Monika Vogt, Pfarrerin der Kirchengemeinde Wattenscheid, auf dem Evangelischen Friedhof Wattenscheid in die Erde setzte. Doch schon bald wird die Robinie, ebenso wie 21 weitere Bäume, die allesamt gespendet wurden, hier als ein sichtbares Zeichen der Hoffnung ihre Äste in den Himmel strecken.

„Mit der Aktion ‚Bäume der Hoffnung‘ wenden wir uns an alle, die in Pandemiezeiten einen geliebten Menschen verloren haben“, erläuterte Präses Annette Kurschus die Idee. „Wir laden dazu ein, für diesen Menschen auf einem unserer Evangelischen Friedhöfe einen Baum zu pflanzen. So findet das Gedenken einen konkreten Ort und die persönliche Trauer erhält einen sichtbaren Ausdruck.“

Sichtbares, hoffnungsvolles Gedenken

„Dieser Baum wird nach neuem Leben duften, wenn die Frühlingssonne seine üppigen weißen Blüten hervorlockt, und er wird die Bienen nähren.“ In ihrer Predigt während des Gemeindegottesdienstes in der Trauerhalle des Friedhofs ging die leitende Geistliche der westfälischen Landeskirche auf das Trostspendende der Baumpflanzaktion ein.

„Die Robinie, die ich heute pflanze, wird nicht allein dastehen. Sie wird in Gesellschaft anderer Bäume sein, auch Obstbäume sind darunter. Die werden Früchte tragen, Äpfel und Birnen. Und ich stelle mir Menschen vor, wie sie mit Vergnügen in einen der Äpfel beißen. Und Kinder, wie sie im Herbst in den bunten Blättern spielen. Welch eine Vorstellung: Hoffnung, die sich sehen und riechen lässt. Hoffnung, in die man hineinbeißen und die man schmecken kann. Wie bitter nötig brauchen wir solche Hoffnung! Baumhoch müsste sie sein. Und baumstark.“

Der Andrang zu diesem Gottesdienst auf dem Friedhof Wattenscheid war groß. Wegen der begrenzten Zahl der Sitzplätze in der Halle wurde er per Lautsprecher nach draußen übertragen. Musikalisch begleitet wurde er von der Cellistin Inga Rumpenhorst sowie Anita Jüntgen mit Gesang und E-Piano.

In ihrer Predigt sprach Präses Annette Kurschus die Formen, Gesten und Rituale der Trauer an. Trost brauche die gemeinsame Feier, das gemeinsame Gebet, das gemeinsame Gedenken. All dies war während der Zeit des Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen nicht möglich. Mit der Baumpflanzaktion soll nun an die Verstorbenen erinnert werden. „Heute pflanzen wir Bäume der Hoffnung. Sie wurzeln im Kummer dieser Tage, ihre Wurzeln sind getränkt mit den Tränen unserer Fragen und Unsicherheiten, unserer Angst und Trauer. Die Bäume werden wachsen und auch künftige Generationen daran erinnern, was wir im Augenblick durchmachen. Sie geben unseren Toten ein sichtbares, hoffnungsvolles Gedenken.“

Auf vielen Evangelischen Friedhöfen in Westfalen begann am Ewigkeitssonntag solch eine Pflanzaktion.

Ein Gedenkwald in Bochum-Linden

Im Kirchenkreis Bochum erhielt unter anderem die Kirchengemeinde Querenburg einen Baum der Evangelischen Kirche von Westfalen. Insgesamt pflanzten sie zum Ewigkeitssonntag vier Bäume auf ihren beiden Friedhöfen: Auf dem Alten Friedhof Ümmingen wächst nun ein Amberbaum. Zwei Winterlinden zur Ergänzung der Lindenallee und ein Apfelbaum im Garten der Erinnerung bereichern den Friedhof an der Schattbachstraße. „Im Frühjahr wollen wir zudem noch eine Bank aufstellen, sodass es dann auch möglich ist, in Ruhe in der Sonne zu sitzen und die Blüte der Bäume zu genießen“, erklärte Friedhofskirchmeisterin Ulrike Frielinghaus.

Die Kirchengemeinde Linden möchte mit einem kleinen Gedenkwald einen Erinnerungsort schaffen – besonders auch für Menschen in Linden, deren Angehörige an anderen Orten bestattet wurden. Eine Familie, auf die das zutrifft, spendete dafür eine Linde. Sie wurde am Ewigkeitssonntag gepflanzt, zwei weitere Linden und zwei Trauerbuchen sollen noch folgen.

Die Pflanzaktion

Mit diesen Bäumen – alte Obstsorten und klimaresistente Laubgehölze – gedenkt die Evangelische Kirche von Westfalen der Opfer der Corona-Pandemie. Nun sollen die Bäume wachsen, grünen und blühen und so die Erinnerung an die Pandemiezeit lebendig halten.

Die Landeskirche unterstützt die Pflanzaktion, indem sie den ersten zehn Evangelischen Friedhöfen, die sich daran beteiligen, den jeweils ersten Baum kostenlos zur Verfügung stellt. In den Kirchenkreisen Gütersloh, Bochum und Steinfurt-Coesfeld-Borken wurden je zwei der Bäume gepflanzt, sowie je einer in den Kirchenkreisen Lübbecke, Schwelm, Tecklenburg sowie Gelsenkirchen und Wattenscheid.

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news-2188Fri, 19 Nov 2021 14:09:56 +0100Ratsvorsitzende Kurschus predigt am Ewigkeitssonntag in Wattenscheidhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/im-gedenken-bleiben-wir-einander-verbunden/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=81b79dc2fe112265646ba9b5de8f02c6MedienINFO 63/2021

Zum Ewigkeitssonntag (21.11.) hat die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Annette Kurschus, daran erinnert, wie nötig der Trost für die Menschen ist: „Unzählige haben in der Pandemie erlebt, wie es ist, wenn kein Mensch da ist, der ein Wort des Trostes spricht. Die Trostlosigkeit war wirklich zum Verzweifeln.“ 

Die Zeit der Corona-Pandemie habe uns neu gelehrt, wie nötig wir Trost brauchen. „So nötig wie die Luft zum Atmen und das tägliche Brot. Die vergangenen Monate haben uns noch etwas gelehrt: Der Trost braucht Gesten und Formen und Rituale. Er braucht die gemeinsame Feier, das gemeinsame Gebet, das gemeinsame Gedenken“, so die Ratsvorsitzende und fügte hinzu: „Wir würdigen damit nicht allein unsere Toten, die uns ja nur eine Zeitspanne voraus sind. Wir schöpfen daraus Trost für uns Lebende. Im Gedenken bleiben wir miteinander verbunden. Weil der lebendige Gott unser gedenkt. In seiner Hand sind wir geborgen – die Lebenden und die Toten.“

Die Frage nach dem notwendigen Trost insbesondere in der Zeit der Pandemie steht auch im Fokus der Predigt von Kurschus, die diese im Rahmen der Aktion „Bäume der Hoffnung“ am Ewigkeitssonntag um 15 Uhr auf dem Ev. Friedhof Wattenscheid hält.

Der Ewigkeitssonntag im November, auch Totensonntag genannt, ist dem Andenken an Verstorbene gewidmet. Neben dem Totengedenken wird in vielen Gottesdiensten auch zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit ermutigt. Der Gedenktag geht auf die Reformationszeit zurück. Mit dem Ewigkeitssonntag endet das Kirchenjahr.

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news-2187Wed, 17 Nov 2021 16:43:28 +0100Hilfe für Geflüchtete an polnischer Grenze / „Hoffnung für Osteuropa in Westfalen“ spendet 5.000 Eurohttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/elend-nicht-einfach-hinnehmen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=43270efdfceea3c6fa43f9f1d7904df3„Eine sichere Grenze ist eine Grenze, an der niemand stirbt.“ So macht die polnische Stiftung Ocalenie auf die aktuelle humanitäre Katastrophe an der polnisch-belarussischen Grenze aufmerksam. Zusammen mit der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen und der Diakonie organisiert sie schnelle Hilfe für die dort gestrandeten Geflüchteten. Den Aufruf haben der lutherische Bischof und der Diakonie-Präsident gemeinsam verfasst.

Abends wird es kalt im polnisch-belarussischen Grenzgebiet und die Flüchtlinge, die dort campieren, brauchen Lebensmittel, Decken, warme Kleidung - manche auch medizinische Hilfe. All das wird augenblicklich durch Spendenaktionen organisiert. 

Ende Oktober erreichte eine erste Hilfslieferung der lutherischen Kirche in Polen das Grenzgebiet. Zum Gelingen tragen mehrere Unterstützer bei, darunter die polnische Nichtregierungsorganisation Okalenie ebenso wie das Büro des polnischen Menschenrechtsbeauftragten und engagierte Mitarbeiter des polnischen Grenzschutzes sowie die Seelsorger und Militärkaplane des Grenzschutzes.
Weitere medizinische Hilfe wird über das Krankenhaus in Hajnowka organisiert, in dem Geflüchtete medizinisch versorgt werden. Das Krankenhaus befindet sich in der Ende September ausgerufenen Sperrzone 20 Kilometer entfernt von der polnisch-belarussischen Grenze.

Um die Not der Menschen, die bei winterlichen Temperaturen schutzlos an der Grenze zwischen Belarus und Polen gestrandet sind, zu lindern, hat die Aktion „Hoffnung für Osteuropa in Westfalen“ eine Spende in Höhe von 5.000 Euro für die humanitäre Hilfe der lutherischen Kirche zur Verfügung gestellt. „Das Elend der politisch instrumentalisierten Geflüchteten an der belarussisch-polnischen Grenze dürfen und können wir nicht einfach hinnehmen“, sagt der für Europa-Themen zuständige Referent im Amt für MÖWe, Thomas Krieger. Die Menschen seien Opfer „politischer Machtkämpfe“. Er hält Kontakt zu den polnischen Partnern, um sich über die aktuelle Lage zu informieren.

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news-2185Wed, 17 Nov 2021 14:02:41 +0100Präses Annette Kurschus mit dem Ökumenischen Predigtpreis 2021 in Bonn ausgezeichnet http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/mitten-in-der-welt-von-gott-reden/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b4d45a2332e65705d4d4d336acde7074MedienINFO 62/2021

Es ist eine Auszeichnung für Predigten, die Standards setzen: Präses Annette Kurschus hat in Bonn den Ökumenischen Predigtpreis 2021 in der Kategorie „Lebenswerk“ erhalten. Bei der Preisverleihung am Buß- und Bettag in der alt-katholischen Namen-Jesu Kirche sagte Laudator Professor Reinhard Schmidt-Rost: „Mitten in der Welt von Gott reden“, darauf komme es an. Die Preisträgerin habe berührende Ansprachen von öffentlichem Interesse gehalten und Grundgedanken für die akademische Theologie formuliert.

Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und neu gewählte EKD-Ratsvorsitzende, predigte beispielsweise 2015 beim Gedenkgottesdienst für die Opfer des Germanwings-Absturzes im Kölner Dom und zu Ostern 2020 im ZDF-Gottesdienst während des ersten Corona-Lockdowns.  

Der Predigtpreis 2021 für die beste Einzelpredigt ging an Marco Voigt, Rundfunkpastor beim NDR, für seinen Beitrag zum Thema „Hören“. Der Vorsitzende der Jury, der Bonner Theologieprofessor Eberhard Hauschildt, hob hervor, dass beide Ausgezeichneten mit ihren Predigten „mediale Wirkung in der Öffentlichkeit und für die Gesellschaft“ entfalten. Das gelinge durch „Sprachbilder, die Nachdenklichkeit erzeugen und Menschen zueinander finden lassen“.

Präses Kurschus sagte bei der Verleihung: „Über diesen besonderen Preis freue ich mich von Herzen. Weil er wahrnimmt, was mir zutiefst kostbar ist und worauf ich größten Wert lege. Weil er würdigt, was mir selbst geschenkt ist - und worum ich mich zugleich immer neu bemühe.“ Aus ihrer frühen Lust am Hören sei die Freude am Formulieren geworden, so die EKD-Ratsvorsitzende: „Selber Worte finden, die aufhorchen lassen. Mit Sprache Bilder malen und Gleichnisse wagen, Erlebtes in Geschichten kleiden, alt Vertrautes mit neuen Worten beschreiben, so dass es heilsam fremd wird. Sprache kann so viel – und ich traue ihr jede Menge zu.“ Wenn das Wort Gehör finde in der Gesellschaft, sei das ein Geschenk.

Die öffentliche Verleihung des Predigtpreises in Bonn soll den Dialog zwischen Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft fördern. Seit dem Jahr 2000 ist der nicht dotierte Preis zu einem anerkannten Maßstab für die Qualität christlicher Rede geworden.  Zu den bisherigen Trägern in der Kategorie „Lebenswerk“ zählen Norbert Lammert, Eberhard Jüngel, Hanns Dieter Hüsch, Fulbert Steffensky und Walter Jens.

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news-2184Wed, 17 Nov 2021 11:02:12 +010063. Aktion von Brot für die Welt wird am 1. Advent eröffnethttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/eine-welt-ein-klima-eine-zukunft/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=16c0ef6600fc685f543f02bb44a280d5Am 1. Advent (28. November) eröffnet Brot für die Welt die 63. Aktion unter dem Titel „Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft!“. Im Mittelpunkt steht Klimagerechtigkeit. Das evangelische Hilfswerk ruft zu Spenden und Kollekten auf, um Menschen zu unterstützen, die besonders hart von den Folgen des Klimawandels betroffen sind und sich anpassen müssen. Für Westfalen wird die Aktion am 12. Dezember um 10.30 Uhr in der Martini-Kirche in Siegen mit einem Gottesdienst eröffnet. Die Kanzelrede hält der Europa-Abgeordnete Sven Giegold (Bündnis 90/Die Grünen).

Menschen im südlichen Afrika beispielsweise leiden seit vielen Jahren unter Dürren und zerstörerischen Zyklonen. In Simbabwe unterstützt TSURO, eine Partnerorganisation von Brot für die Welt, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Sie erhalten trockenheitsresistentes Saatgut und Beratung zu Anbaumethoden, um mehr von dem kostbaren Regenwasser im Boden zu halten.  Brot für die Welt bittet dafür um Spenden und Kollekten. Ebenso sollen viele andere Projekte, darunter  in Bangladesh, unterstützt werden.

Um auf seine Arbeit hinzuweisen, hat Brot für die Welt mehrere Materialien erstellt, wie Plakate, Faltblätter, Artikel für Gemeindebriefe oder auch einen Gottesdienstentwurf. Mit einem QR-Code kann auf Liedzetteln oder Aushängen in Schaukasten um Spenden gebeten werden, zudem können Spendentüten kostenlos bestellt werden. Anhand der Weltkarte Klimagerechtigkeit erfahren Konfirmandinnen und Konfirmanden mehr zu den Folgen des Klimawandels und über die Arbeit von Brot für die Welt.

Anmeldungen zum Gottesdienst in Siegen sind möglich ab dem 1.12.2021 unter: www.martini-siegen.de

Die bundesweite Eröffnung der 63. Aktion findet am 27. und 28. November in Detmold statt. Anmeldungen unter: www.brot-fuer-die-welt.de/aktion-63-eroeffnung

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news-2183Tue, 16 Nov 2021 12:49:14 +0100Zum Ewigkeitssonntag: Veranstaltungen in der Offenen Kirche St. Simeonis in Minden http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/mit-kindern-ueber-tod-und-sterben-sprechen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1a50d49ab9a525b54b398feb5dcf889fWie spricht man mit Kindern über den Tod? Was können Erwachsene tun, um Kindern zu helfen, die um einen nahen Angehörigen trauern? Fragen wie diesen gehen am kommenden Wochenende zwei Veranstaltungen in der Offenen Kirche St. Simeonis nach. Sie sind ein besonderes Angebot zum Ewigkeitssonntag, der in diesem Jahr am 21. November stattfindet.

Am Freitag (19.11.) ist um 16 Uhr in der Offenen Kirche St. Simeonis ein Theaterstück für Kinder ab fünf Jahren zu sehen. Unter dem Titel „Käpt’n ausgestorben – oder wie man in See sticht“ ermöglicht das Stück auf leichte und kindgerechte Weise eine Annäherung an das Thema Tod und Sterben. Birgit Klinksieck und Stella Ballare von „Wilmas Theater-Welt“ haben das Stück in Zusammenarbeit mit dem Hospizkreis Minden entwickelt und mit Detlef Schmidt als Regisseur einstudiert. In ihren Rollen als Lila und Lola gehen sie der Frage nach, wo der richtige Ort für das Holzkreuz ist, das Lila für ihren verstorbenen Großvater gebaut hat, und erleben dabei eine abenteuerliche Erinnerungs-Reise. Die Spieldauer beträgt rund 45 Minuten.

Und am Sonntag (21. November) lädt der Kirchenkreis zu einem Gottesdienst für trauernde Kinder im Alter von vier bis elf Jahren und ihre Familien in die Offene Kirche St. Simeonis ein. Dieser besondere Gottesdienst wird gestaltet von Pfarrerin Melanie Drucks und ihrem Team. Drucks ist Krankenhausseelsorgerin am Johannes Wesling Klinikum und dort u. a. im Eltern-Kind-Zentrum im Einsatz. Der Besuch des Kinder-Theaterstücks und des Gottesdiensts sind ohne Anmeldung möglich. Der Eintritt zu den drei Veranstaltungen ist frei; in der Offenen Kirche St. Simeonis ist die 3-G-Regel verbindlich. 
 

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AktuellesGemeinden
news-2189Mon, 15 Nov 2021 14:32:00 +0100Superintendent i.R. Werner Schmeling verstorbenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/er-engagierte-sich-fuer-die-selbstaendigkeit-des-kirchenkreises/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=086479968d567900c7b775193963491cIm Alter von 93 Jahren verstarb am 24. Oktober der frühere Superintendent des Kirchenkreis Halle. Schmeling war der 13. Superintendent im Kirchenkreis Halle und ein echtes „Ravensberger Kind“. Er wurde am 1. Juli 1938 in Bethel (Bielefeld) geboren, wo seine Eltern im diakonischen Dienst standen.

Nach dem Abitur an den Friedrich-von-Bodelschwingh-Schulen in Bethel studierte er zunächst an der Theologischen Schule in Bethel Evangelische Theologie, dann an der Universität Göttingen und schließlich an der Universität Münster. 1953 legte er in Bielefeld das erste theologische Examen ab, danach war er in den Gemeinden Alswede, Milspe und Bielefeld Neustadt als Vikar tätig. Nach einem halben Jahr im Predigerseminar in Brackwede legte er 1955 das 2. Theologische Examen ab und wurde noch im selben Jahr in der Paulus-Kirche in Bielefeld ordiniert.

Zum 1. Oktober wurde er, nach Dozententätigkeit an der Berufsschule in Bielefeld, in die 2. Pfarrstelle nach Halle berufen, wo er dann in der Gemeinde und im Kirchenkreis eine reiche Tätigkeit entfaltete.

Lange Jahre hatte er das Amt des Synodalkatecheten inne und war an der Arbeitsgemeinschaft Kirche und Schule wesentlich beteiligt, die „rechte Zurüstung“ der Lehrer für den Religionsunterricht lag ihm dabei besonders am Herzen. In gleicher Weise war er als Vertrauensmann für den Männerdienst tätig. Hier führte er Seminare und Erwachsenenbildungsarbeit durch. In der Obhut von Pastor Schmeling lag auch die Polizeiseelsorge. In der theologisch wissenschaftlichen Diskussion ging es ihm immer um den Vorrang der Theologie vor der Soziologie in der Gemeinde.

Am 31. März 1979 wurde Pastor Schmeling schließlich in das Amt des Superintendenten eingeführt und trat damit die Nachfolge von Heinrich Baumann an.

Werner Schmeling engagierte sich vor allem für die Selbständigkeit des Kirchenkreises, um die gute Gemeinschaft zu bewahren.

In seiner Zeit wurde erstmals eine Fachberatung für Kindergärten im Kirchenkreis Halle eingeführt, es wurden neue Gemeindehäuser in Harsewinkel und Versmold gebaut, sowie neue Kindergärten in Werther und Steinhagen. Auch die Eröffnung des Hauses Tiefenstraße in Werther und die Übertragung des Gemeindehauses in Bokel an die Gemeinde fielen ebenso wie eine Neuausrichtung des Kreismissionsfestes in seine Wirkungsphase. Während seiner Amtszeit schloss sich zudem 1988 schloß Versmold als letzte Gemeinde auch mit Verwaltungsgeschäften dem Kirchenkreis an.

Eine besondere Leidenschaft verband Schmeling mit der Kirchenmusik, die er sowohl in der Kirchengemeinde wie auch bei den Haller Bach Tagen förderte.

Anfang 1990 kündigte Schmeling an, dass er vorzeitig mit 62 Jahren in den Ruhestand gehen wolle, sein Nachfolger wurde im Herbst des selben Jahres Wilhelm Arning.

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AktuellesMitarbeitende
news-2182Sat, 13 Nov 2021 18:15:09 +0100Herbstsynode beschließt Priorität für den Klimaschutz / Gebäude als wichtigster Faktorhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/landeskirche-soll-bis-2040-klimaneutral-werden/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=43bc0228aaa6b7f11be6a12e01559b52SynodeAKTUELL  Nr. 5/2021

Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen hat beschlossen, die Erreichung der Klimaschutzziele bis 2040 mit höchster Priorität zu verfolgen. Die Synodalen lassen außerdem prüfen, ob eine vorgezogene Klimaneutralität bis 2035 möglich ist. Dieser Zeitplan entspräche einem aktuellen Beschluss der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).  

„Wir müssen jetzt entschlossen handeln, damit unserer Kinder und Kindeskinder nicht ihrer natürlichen Lebensgrundlage beraubt werden“, sagte Präses Annette Kurschus, die seit ihrem Klimaversprechen 2019 vorantreibt, alle Bereiche des kirchlichen Lebens konsequent in den Blick zu nehmen. „Das wird kein bequemer Weg, aber ein sehr nötiger Weg.“

Die Kirchenleitung der EKvW wird laut Beschluss gebeten, Vorschläge für verbindliche Maßnahmen zum Klimaschutz zu erarbeiten und der Landessynode zu ihrer Frühjahrstagung 2022 erneut zur Diskussion vorzulegen. Grundlage ist das Bilanz- und Impulspapiers „EKvW klimaneutral 2040“, das einen Synodenbeschlusses von 2019 umsetzt und das bei der aktuellen Synode ausführlich diskutiert wurde. 

„Je für sich und gemeinsam müssen wir kirchliche Mobilität, unsere Beschaffung und den Umgang mit Pachtland und Wald neu denken. Aber vor allem müssen wird konsequent unseren Gebäudebestände analysieren, diskutieren, sanieren und – ja – auch reduzieren“, sagte Dr. Jan-Dirk Döhling, Dezernent für gesellschaftliche Verantwortung, in seiner Einbringungsrede. Wie im Bundesschnitt seien auch bei der Landeskirche Gebäude der wichtigste Faktor: „Sie machen 80 Prozent unserer Emissionen aus und müssen ins Zentrum der Veränderung rücken“, sagte Döhling. 

Die Landessynode bittet die Kirchenleitung, grundlegende rechtliche, finanzielle und personelle Rahmenbedingungen für den Klimaschutz in der EKvW zu erarbeiten. Kurzfristig sollen erste Klimaschutzmanagerinnen und -manager in den Kirchenkreisen eingesetzt werden, unterstützt von Fachleuten auf landeskirchlicher Ebene. Der aktuelle Beschluss soll Leitplanken setzen für die Arbeit der kommenden Synoden.

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AktuellesKlimaLandessynode2021GemeindenMedien
news-2181Sat, 13 Nov 2021 17:58:50 +0100Landeskirche fördert Präventionsarbeit in Kirchenkreisen und -Gemeinden mit 1,1 Mi0. Eurohttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/die-augen-oeffnen-fuer-das-unrecht-in-unserer-kirche/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7e95bd5567053bd56bfd00227f3d36c0SynodeAKTUELL Nr. 4/2021

Präventionsarbeit im Bereich „Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung“ (UVSS) ist und bleibt für die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) ein wichtiges Thema. Um diese Arbeit künftig auch auf Kirchenkreisebene weiter auszubauen und damit zu stärken, hat die westfälische Landessynode am Samstag (13.11.) dafür die Finanzierung eines Sockelbetrages in Höhe von 1,1 Millionen Euro beschlossen. 

Angeregt von den Superintendentinnen und Superintendenten dokumentiert die Aufnahme der kreiskirchlichen Präventionsarbeit gegen sexualisierte Gewalt in den „Haushalt gesamtkirchlicher Aufgaben“ den Charakter als verpflichtende Regelaufgabe. Finanziert werden sollen davon u.a. Stellenanteile hauptamtlicher Präventionsfachkräfte, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Fortbildungskosten.

Für Superintendent Gerald Hagmann (Bochum), der die Vorlage aus dem Ausschuss „Gesamtkirchliche Aufgaben im Haushalt“ vor der digital tagenden Synode im Plenum einbrachte, ist es unverzichtbar und alternativlos „die Augen zu öffnen für das fürchterliche Unrecht, das in unserer Kirche geschehen ist. Und das mitunter auch nach wie vor geschieht. Wir wollen alles dafür tun, Unrecht zu verhindern. Und auf geschehenes Unrecht so gut es geht im Sinne Betroffener sexualisierter Gewalt zu reagieren. Dazu, so Hagmann, seien in den vergangenen Jahren ja bereits umfangreiche Schritte eingeleitet worden, „die alle Ebenen unserer Kirche betreffen. Um eine gleichmäßige Finanzierung der wichtigen Präventionsarbeit zu sichern, wird sie künftig über einen Sockelbetrag gemeinsam finanziert.“

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news-2180Sat, 13 Nov 2021 17:17:52 +0100Landessynode stärkt die Ehrenamtsförderung / 384.000 Euro für konkrete Maßnahmenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/die-kirche-lebt-aus-dem-ehrenamt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f4c84fd05fd9df37f11b2d959e391fedSynodeAKTUELL Nr. 3/2021

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) stärkt das Ehrenamt: Für die Weiterentwicklung der Ehrenamtsförderung hat die Landessynode am Samstag (13.11.) über den gesamtkirchlichen Haushalt finanzielle Mittel in Höhe von 384.000 Euro bereitgestellt. Mit dem Geld sollen die Ehrenamtskoordination ausgebaut, Angebote und Kräfte gebündelt sowie Leitungskompetenzen gestärkt werden. 

„Die Kirche lebt aus dem Ehrenamt. Das zeigt sich an den Zahlen der Mitarbeitenden ebenso wie an den vielschichtigen Aufgaben, die im Ehrenamt übernommen werden. Und zwar auf allen Ebenen: In vielen dienlichen Formen des Füreinander-Daseins ebenso wie in verantwortungsvollen Leitungsfunktionen“, so Gerald Hagmann, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Bochum und Mitglied der westfälischen Kirchenleitung, vor der an diesem Wochenende (12./13.11.) digital tagenden Synode. Sein Appell: „Wir wollen und müssen das Ehrenamt in unserer Kirche stärken. Und das kostet Geld. Wir müssen Geld in die Hand nehmen, um Ehrenamtliche in den verschiedenen Ebenen unserer Kirche mehr als bisher zu qualifizieren und zu begleiten.“

Zu den konkreten Maßnahmen, die in dem von der landeskirchlichen „Arbeitsgruppe Ehrenamt“ vorgelegten Konzept „Ehrenamt mit starken Perspektiven“ genannt werden, gehören u.a. die Unterstützung von Kirchengemeinden bei der Erstellung von Ehrenamtskonzepten, die Etablierung von Ehrenamtsverantwortlichen in den Kirchenkreisen, die digitale Unterstützung ehrenamtlich Engagierter, der Auf- und Ausbau von Netzwerken sowie digitale und Vor-Ort-Fortbildungsangebote.

Zum Hintergrund
Ehrenamtliches Engagement ist eine unverzichtbare Signatur der Evangelischen Kirche von Westfalen. 23.500 beruflich Tätigen standen in den vergangenen Jahren ca. 85.000 ehrenamtlich Aktive gegenüber. Etwa 5.000 Menschen tragen ehrenamtlich Verantwortung in den kirchlichen Leitungsorganen vom Presbyterium bis zur Landessynode. Nach den Monaten der Corona-Pandemie erhält dies eine besondere Dringlichkeit. 2020 ging die Zahl der ehrenamtlich Engagierten um etwa 8 Prozent auf 78.463 zurück. An vielen Stellen ist Aufbauarbeit nötig und zugleich Freiraum für neue Ansätze entstanden. Insgesamt wandeln sich die Formen kirchlichen Lebens. In Zukunft werden ehrenamtlich wahrgenommene Aufgaben eine noch größere Rolle spielen. Damit das gelingt, muss die Gewinnung, Begleitung und Qualifizierung ehrenamtlich engagierter Menschen ausgebaut werden.

 

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news-2179Sat, 13 Nov 2021 17:09:32 +0100EKvW erwartet im kommenden Jahr erneut 510 Millionen Euro an Kirchensteuernhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/landessynode-beschliesst-haushalt-2022/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5cef57220a79911f9e1614b2b3983856SynodeAKTUELL Nr. 2/2021

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) hat für 2022 einen Haushalt in Höhe von 313.163.060 Euro. Das hat die Landessynode als höchstes Entscheidungsgremien nach ausführlicher Beratung am Samstag (13.11.) beschlossen. 

Grundlage des Haushalts ist ein erwartetes Kirchensteueraufkommen von 510 Millionen Euro. 11,6 Millionen Euro fließen zur Unterstützung finanzschwächerer Landeskirchen in Ost- und Mitteldeutschland in den Finanzausgleich der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Von den verbleibenden 498,4 Millionen Euro gehen rund 308 Millionen Euro an die 27 westfälischen Kirchenkreise mit ihren insgesamt 465 Gemeinden. Darin enthalten ist auch die Pfarrbesoldung.

Der Allgemeine Haushalt, der alle unmittelbaren Aufgaben der Landeskirche – von Ämtern und Werken bis zur Leitung und Verwaltung – umfasst, hat einen Etat von rund 44,9 Millionen Euro. 50,2 Millionen Euro enthält der Haushaltsetat für gesamtkirchliche Aufgaben – unter anderem für Aufgaben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie Weltmission und Ökumene.

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news-2178Fri, 12 Nov 2021 16:25:49 +0100Vizepräsident Dr. Arne Kupke legt Haushaltsplanung für 2022 vor / 510 Millionen Euro erwartethttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/aufbruch-in-vielerlei-hinsicht-ist-jetzt-gefragt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8ce14804e729b5beb36700a63bcc65edSynodeAKTUELL Nr. 1

Für Dr. Arne Kupke ist der 12. November 2021 „ein historisch bedeutsamer Tag“. Denn: „Das erste Mal in der Geschichte der Evangelischen Kirche von Westfalen ziehen wir finanzpolitische Bilanz. Und wir tun gut daran!“ In seiner Haushaltrede vor der an diesem Wochenende (12./13.11.) in Bielefeld-Bethel digital tagenden Finanzsynode begrüßte der Juristische Vizepräsident der westfälischen Landeskirche am Freitagnachmittag (12.11.) das endgültige Ende der Ära kameralistischer Buchführung.

Durch die flächendeckende Umstellung auf die doppische, also kaufmännische, Buchführung wird es künftig eine transparentere Finanzpolitik geben. Dadurch zum Vorschein kommen aber auch hohe Verschuldungen in den Rückstellungen, vor allem der kirchlichen Versorgungskasse. „Das seit dem Mittelalter geprägte Bild vom Reichtum der Kirche löst sich auf und wir stehen da wie bei des Kaisers neuen Kleidern“, so Kupke. „Ich bedauere sehr, dass wir nicht schon 2009 eine Eröffnungsbilanz vorgelegt haben. Dann hätten wir heute sehen und allen zeigen können, dass sich die große Lücke durch kraftvolle Sanierung seit dem Jahr 2009 bereits halbiert hat.“

Finanzkraft für Umbau, Rückstellungen und neue Projekte

Von der traditionell konservativ-vorsichtigen Kirchensteuerschätzung profitierte die Landeskirche auch im vergangenen Pandemiejahr: „Wir waren wieder gut westfälisch vorsichtig und wurden durch eine echte Erholung der Wirtschaft freudig eingeholt“, freut sich Kupke. Sein Fazit: „Wir sind also dank unserer Vorsicht in 2021 gut ausgestattet und starten mit guten Aussichten für 2022, wenn es nicht noch zu Einbrüchen kommt. Das gibt uns Finanzkraft für Umbau, Rückstellungszuweisungen und Projekte. Und das sollten wir nutzen.“ Dazu gehören die Förderung der Präventionsarbeit gegen sexualisierte Gewalt (1,1 Millionen Euro) oder die Weiterentwicklung der Ehrenamtsförderung in der Evangelischen Kirche von Westfalen (384.000 Euro).

Haushaltsplanungen 2022

Der Planung für das Haushaltsjahr 2022 liegt – wie im vergangenen Jahr – ein voraussichtliches Kirchensteueraufkommen von 510 Millionen Euro zugrunde: 498,4 Millionen Euro fließen im kommenden Jahr u.a. in die Verteilung an die Kirchenkreise, in die Pfarrbesoldung, den Allgemeinen Haushalt der Landeskirche und in gesamtkirchliche Aufgaben (u.a. Weltmission und Ökumene). Die Landessynode verabschiedet den Haushalt 2022 voraussichtlich am Samstagnachmittag (13.11.).

Stichwort: Neues Kirchliches Finanzmanagement (NKF) – von der Kameralistik zur kirchlichen Doppik

Ausgangslage für die Einführung des NKF ist der Beschluss der Kirchenleitung vom 15. März 2007 zur Umstellung des Haushalts- und Rechnungswesens aller Rechtsträger der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) von der Kameralistik auf die kirchliche Doppik unter Verwendung einer einheitlichen Software. Entscheidender Faktor für die Finanzkraft der EKvW ist die Mitgliederentwicklung (sinkende Mitgliederzahlen) und die angespannte Haushaltssituation (Faktoren z.B. Arbeitslosigkeit, Lohnzuwächse, Steuern, Zinsen, Demografie, etc.). Um sich über diese Grundlagen ein klareres Bild zu verschaffen, um Ressourcen zu erkennen, darzustellen und generationenübergreifend effizient zu nutzen, wird die Umstellung einer Ist- zu einer Sollbuchführung vollzogen.

Kameralistik (lateinisch camera = „Zimmer/Gewölbe“, hier in etwa „fürstliche Schatztruhe“), ist ein Verfahren der Buchführung, entwickelt 1762 vom österreichischen Hofrat Johann Mathias Puechberg. In der kameralen Buchführung soll vor allem die Ausführung des Haushaltsplanes nachgewiesen werden – Zahlungsströme stehen hier mehr im Mittelpunkt. Planrechnungen werden auf Basis von Prognosen erstellt.

Doppik steht für „doppelte Buchführung“: Doppelte in Konten. Diese sogenannte „kaufmännische Buchführung“ zeichnet sich aus durch ein Haushaltsbuch, durch Kosten- und Leistungsrechnung. In der Doppik werden das bewertete Vermögen und der Schuldenstand, erweitert um das Jahresergebnis, dargestellt. Das ermöglicht den Einsatz betriebswirtschaftlicher Anwendungen wie Controlling, Kostenrechnung und Liquiditätsmanagement.

Die Landessynode, in der die 465 Gemeinden vertreten sind, ist das höchste leitende und gesetzgebende Gremium der Evangelischen Kirche von Westfalen. Unter Leitung von Präses Annette Kurschus kommen die insgesamt 193 Mitglieder in diesem Jahr erstmals zu einer Frühjahrs- und einer Herbstsynode zusammen. Stimmberechtigt sind 164 Synodale einschließlich Kirchenleitung. Von den stimmberechtigten Synodalen sind 67 Theologen und 97 Nichttheologen. Hinzu kommen 28 beratende Mitglieder. Die Synode tagt im Herbst 2021 pandemiebedingt digital.

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news-2177Fri, 12 Nov 2021 11:21:53 +0100Kirchenleitung der Evangelische Kirche von Westfalen entscheidet sich angesichts der Corona-Lage gegen Hybridtagung in Bielefeldhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/landessynode-startet-ausschliesslich-digital/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=062400dca40b01b056999fb389335899MedienInfo 61/2021

Die Finanzsynode der Evangelischen Kirche von Westfalen findet am 12. und 13. November ausschließlich digital statt. Das hat die Kirchenleitung am Freitagmorgen angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen und der aktuellen Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI) entschieden. 

Präses Annette Kurschus informierte die Synodalen unmittelbar nach der Entscheidung und rief dazu auf, nicht nach Bielefeld anzureisen. Ausgenommen sind die für die Übertragung aus Bethel notwendigen Personen, darunter auch die Vorsitzenden der Tagungs- und Schwerpunktausschüsse.  Nach zwei ausschließlich digitalen Synoden sollte Herbstsynode 2021 in Hybridform stattfinden. Zugangsvoraussetzung für die Präsenztagung in Bielefeld-Bethel war 2G (geimpft/genesen) und ein tagesaktueller Antigen-Test. 23 der 193 Teilnehmenden wollten sich digital zuschalten. 

„Die Kirchenleitung ist weiterhin von dem für die Synode geltenden Schutzkonzept überzeugt. Dennoch möchten wir vermeiden, in einen ausdrücklichen Widerspruch zu den Empfehlungen des maßgeblichen wissenschaftlichen Instituts zu geraten; während der gesamten Pandemie hat die EKvW sich in besonderer Weise an den Empfehlungen der Wissenschaft orientiert“, sagte Präses Annette Kurschus. 
 

Stichwort Synode
Die Landessynode, in der die 465 Gemeinden vertreten sind, ist das höchste leitende und gesetzgebende Gremium der Evangelischen Kirche von Westfalen. Unter Leitung von Präses Annette Kurschus kommen die insgesamt 193 Mitglieder in diesem Jahr erstmals zu einer Frühjahrs- und einer Herbstsynode zusammen. Stimmberechtigt sind 164 Synodale einschließlich Kirchenleitung. Von den stimmberechtigten Synodalen sind 67 Theologen und 97 Nichttheologen. Hinzu kommen 28 beratende Mitglieder. Die Synode tagt im Herbst 2021 pandemiebedingt digital.
 

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news-2176Thu, 11 Nov 2021 12:59:13 +0100Finanzsynode der westfälischen Landeskirche macht Kassensturzhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/eroeffnungsbilanz-und-klimakonzept-sind-themen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=838cfb98595e09146d8582a525870612+++ Aktualisierung: MedienINFO 61/2021 +++

Die Finanzsynode der Evangelischen Kirche von Westfalen findet am 12. und 13. November ausschließlich digital statt. Das hat die Kirchenleitung am Freitagmorgen angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen und der aktuellen Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI) entschieden. weiter lesen

MedienINFO 60/2021 (aktualisiert: 12.11.2021)

Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) tagt am Freitag und Samstag, 12. und 13. November 2021, erstmals mit einem Schwerpunkt auf Finanzen. 

In seiner Haushaltsrede zieht Vizepräsident Arne Kupke zum ersten Mal eine finanzpolitische Bilanz nach kaufmännischen Regeln und erläutert die Ergebnisse des Kassensturzes. Die Eröffnungsbilanz zeigt: „Wir haben lang Zeit erheblich über unsere Verhältnisse gelebt, aber das 2009 gestartete Sanierungsprogramm greift“, so Kupke. Neben dem Haushaltsplan 2022 steht auch die Klimaschutzstrategie 2040 der westfälischen Landeskirche zur Beratung.

Die Plenumssitzungen der Landessynode können im LiveStream verfolgt werden.

Stichwort Synode

Die Landessynode, in der die 465 Gemeinden vertreten sind, ist das höchste leitende und gesetzgebende Gremium der Evangelischen Kirche von Westfalen. Unter Leitung von Präses Annette Kurschus kommen die insgesamt 193 Mitglieder in diesem Jahr erstmals zu einer Frühjahrs- und einer Herbstsynode zusammen. Stimmberechtigt sind 164 Synodale einschließlich Kirchenleitung. Von den stimmberechtigten Synodalen sind 67 Theologen und 97 Nichttheologen. Hinzu kommen 28 beratende Mitglieder.
Die Synode tagt im Herbst 2021 pandemiebedingt digital.Nach zwei ausschließlich digitalen Synoden sollte Herbstsynode 2021 in Hybridform stattfinden. Zugangsvoraussetzung für die Präsenztagung in Bielefeld-Bethel war 2G (geimpft/genesen) und ein tagesaktueller Antigen-Test. 23 der 193 Teilnehmenden wollten sich digital zuschalten. 

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news-2175Wed, 10 Nov 2021 16:54:45 +0100Zahlreiche Glückwünsche für die neue EKD-Ratsvorsitzende http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/praeses-annette-kurschus-dankt-fuer-die-unterstuetzung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=924273b98782265447f3f542f271d3fcZahlreiche Grüße und Glückwünsche erreichen die westfälische Präses Annette Kurschus zu ihrer Wahl als EKD-Ratsvorsitzende. Von der laufenden EKD-Synode in Bremen aus dankte sie für den „starken Rückenwind“ für ihr neues Amt.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, schreibt an die neue Ratsvorsitzende: „Mit Ihrer Wahl bin ich zuversichtlich, dass wir weiter den eingeschlagenen ökumenischen Weg der Kirchen in Deutschland in guter und engagierter Weise fortsetzen werden.“
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst twittert: „Es ist nicht nur für die Evangelische Kirche von Westfalen, sondern für ganz Nordrhein-Westfalen eine große Ehre, dass mit Annette Kurschus eine Persönlichkeit an die Spitze der EKD rückt, die so eng mit NRW verbunden ist.“

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Ralf Meister (Hannover), sagt über die neu Gewählte: „Aus der geistlichen Mitte heraus theologisch reflektiert öffentlich zu reden und zu handeln, dafür steht Annette Kurschus. Mit ihr als Ratsvorsitzende, die Erfahrung und Veränderungsbereitschaft verbindet, wird die Evangelische Kirche mutig in die Zukunft gehen.“ Bischof Thomas Adomeit, Ratsvorsitzender der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, schreibt: „Theologisch gegründet trifft sie den Ton, um Kirche in der Gesellschaft eine mutige und vernehmbare Stimme zu geben.“

Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, gratuliert seiner westfälischen Amtskollegin: „Die EKD hat mit Dir eine kluge Theologin, eine einfühlsame Seelsorgerin und eine weitsichtige Kirchenpolitikerin zur Ratsvorsitzenden gewählt.“ Dietmar Arends, Landessuperintendent der benachbarten Lippischen Landeskirche, sieht den Platz der Kirchen ebenso wie Kurschus bei den Armen und Schwachen: „Dies hat sie im Blick auf die drängenden Themen Klimagerechtigkeit und den Umgang mit den Geflüchteten heute klar benannt.“

Brot für die Welt, Diakonie Katastrophenhilfe und Diakonie Deutschland gratulieren in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: „Wir verstehen es als ein hoffnungsvolles Vorzeichen, dass Annette Kurschus in dem Landstrich lebt und arbeitet, der wie kein anderer von der Präsenz diakonischer Träger geprägt ist. Bielefeld und Bethel stehen 'pars pro toto' für den Brückenbau zwischen Diakonie und Kirche, ja, mehr noch für die nachhaltige Entwicklung einer diakonischen Kirche im Sozialraum."

Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker schreibt: „In Ihrer Funktion als Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen arbeiten wir seit dem Jahr 2012 vertrauensvoll zusammen. In diesen Jahren habe ich Sie auch in Ihrer menschlichen Wertschätzung und Zuwendung zu den „Kleinen und Schwachen“ erleben dürfen. Besonders in Ihrem Einsatz für die Flüchtlinge und Migrantinnen und Migranten hat sich dies für mich gezeigt. Zugleich waren und sind Sie in Ihrer theologischen Positionierung klar und profiliert."

Die westfälische Präses Annette Kurschus folgt auf den bisherigen Amtsinhaber, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm aus Bayern, der nicht für eine weitere sechsjährige Amtszeit kandidiert hatte. Zur stellvertretenden Ratsvorsitzenden wurde die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs gewählt. Der neue Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland wird im Abschlussgottesdienst feierlich eingeführt.

In neun Wahlgängen hatte die Synode am Dienstag sieben Frauen und sieben Männer in das Leitungsorgan gewählt. Mit Tobias Bilz (Sachsen) und Volker Jung (Hessen-Nassau) gehören dem Rat insgesamt vier leitende Geistliche an.  Zu den Ratsmitgliedern gehören außerdem aus der Politik Kerstin Griese (SPD) und Thomas Rachel (CDU) sowie die Universitäts-Professoren Jacob Joussen und Michael Domsgen. Weitere Ratsmitglieder sind der Unternehmer Andreas Barner, die hannoversche Landeskirchenamtspräsidentin Stephanie Springer und Michael Diener, Dekan in Germersheim. Ebenfalls gewählt wurden die Politikwissenschaftlerin Silke Lechner, die Juristin Anna von Notz und Josephine Teske, Pastorin in Büdelsdorf. Als 15. Mitglied gehört Anna-Nicole Heinrich, Präses der EKD-Synode, dem Rat an.

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