Aktuelles :: EKvW.dehttp://www.evangelisch-in-westfalen.dedeEvangelische Kirche von Westfalen, LandeskirchenamtSat, 19 Oct 2019 02:40:05 +0200Sat, 19 Oct 2019 02:40:05 +0200TYPO3 EXT:newsnews-1667Fri, 18 Oct 2019 17:23:05 +0200„Martin Luther King“-Vorstellung von Minden nach Halle verlegthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/martin-luther-king-im-gerry-weber-stadion/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a622e6ef6f361d20c56fbc50fdbca517Auf seiner bundesweiten Tournee 2020 kommt das Chormusical „Martin Luther King – Ein Traum erobert die Welt“ ins Gerry-Weber-Stadion nach Halle/Westfalen. Am Samstag, 22. Februar 2020, singen über 1.000 Sängerinnen und Sänger aus der Region gemeinsam mit internationalen Musical-Solisten und einer Big-Band vom Leben und Wirken des Bürgerrechtlers Martin Luther King, der mit seinem Traum vom gleichberechtigten Miteinander aller Menschen die Welt verändert hat.

Die Aufführung im Gerry Weber Stadion ist die Ersatzveranstaltung für die ursprünglich in der Kampa-Halle in Minden geplanten Aufführungen des Chormusicals. Diese können nach der Schließung der Kampa-Halle nun nicht mehr in Minden stattfinden und werden ins Stadion verlegt. Bereits erworbene Tickets können ab sofort beim Veranstalter umgetauscht werden. Zudem bietet dieser kostenfreie Bus-Shuttles für alle Mitwirkenden und für alle Inhaber bereits gekaufter Eintrittskarten an. Im Rahmen des Tauschvorgangs können die bisherigen Karteninhaber für den Bus-Shuttle buchen. Selbstverständlich können Eintrittskarten gegen Erstattung des Kaufpreises auch zurückgegeben werden. Zudem enthalten alle neuen Eintrittskarten ein ÖPNV-Ticket, mit dem das Gerry Weber Stadion kostenfrei mit Bus und Bahn zu erreichen ist. Es gilt vier Stunden vor bis vier Stunden nach der Veranstaltung in Bussen, Stadtbahnen und Nahverkehrszügen (2. Kl.) im Netz Teuto/ OWL (Bielefeld, Gütersloh, Herford, Lippe, Minden-Lübbecke und „Haller Willem“ bis Osnabrück). Zusätzliche Kosten kommen auf alte oder neue Kartenbesitzer nicht zu.

Das größere Gerry Weber Stadions ermöglicht es zudem noch, als Sängerin oder Sänger Teil der Inszenierung zu werden. Mitmachen kann jede und jeder. Ein Casting findet nicht statt. Die Stücke sind so angelegt, dass auch Laien Spaß bei den Proben und der Aufführung haben. Es werden zusätzliche Chorproben im Raum Bielefeld/Halle angeboten. Mit Bekanntwerden der Schließung der Kampa-Halle hatten sich die Veranstalter nach Alternativen in der Region umgesehen und mit dem Gerry Weber Stadion den einzigen Veranstaltungsort in der Region gefunden, der am selben Aufführungswochenende eine neue Bleibe bieten kann. Alle bereits 1.000 angemeldeten Sängerinnen und Sänger wurden bereits über den Umzug informiert.

„Wir sehen das Ganze mit einem weinenden und einem lachenden Auge”, sagt Projektleiter Marcel Volkmann. „Natürlich bedauern wir sehr, das Chormusical nun nicht mehr in Minden präsentieren zu können. Dennoch überwiegt die Freude, dass ein einmaliges Event nicht ausfallen muss. Mehr noch: Bereits 2017 hatten wir mit dem Pop-Oratorium „Luther“ eine imposante Aufführung im Gerry-Weber-Stadion und bekamen nachher viele begeisterte Rückmeldungen aus dem Chor ebenso wie aus dem Publikum. Durch die kompakte Bauweise des Stadions entsteht eine Art Wohnzimmer- oder Clubatmosphäre, die allen Beteiligten ein hervorragendes Seh- und Klangerlebnis ermöglicht.“ Das wesentlich größere Stadion hat aber noch einen weiteren Vorteil: „Jetzt können noch viel mehr Menschen aus der Region und darüber hinaus bei dieser tollen Veranstaltung mitsingen“, ruft Volkmann alle Interessierten zur Teilnahme auf. „Bei Luther waren es 1.500 Sängerinnen und Sänger, die noch heute von diesem Gemeinschaftserlebnis erzählen.”

Der Kartenvorverkauf für die Aufführung im Gerry Weber Stadion startet am Samstag, 19. Oktober. Tickets sind in allen Kategorien von 20-60 Euro erhältlich. ÖPNV-Ticket ist inklusive. Bereits gekaufte Eintrittskarten werden kostenfrei umgetauscht oder gegen Erstattung des Kartenpreises erstattet. Alle Eintrittskarten, unabhängig davon, über welchen Anbieter oder welche Vorverkaufsstelle diese gekauft wurden, können nur beim Veranstalter Stiftung Creative Kirche getauscht bzw. zurückgegeben werden. Hinweise zum Tausch online unter www.king-musical.de/minden. 

Veranstalter der Aufführung in Halle/Westfalen ist die Stiftung Creative Kirche in Kooperation mit der Evangelischen Kirche von Westfalen, den Evangelischen Kirchenkreisen Halle, Herford, Lübbecke, Minden und Vlotho, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (Baptisten- und Brüdergemeinden). Schirmherren der Veranstaltung sind Dr. Ralf Niermann, Landrat des Kreises Minden-Lübbecke und Jürgen Müller, Landrat des Kreises Herford.

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news-1666Tue, 15 Oct 2019 11:11:00 +0200Zahlreiche Mahnwachen und Demonstrationenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/solidaritaet-mit-den-juedischen-gemeinden/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=159af7b4b14156e29509e41b4f112740Nach dem Mordanschlag auf die Synagoge in Halle haben auch in Westfalen zahlreiche Menschen ihre Solidarität mit den jüdischen Gemeinden zum Ausdruck gebracht.

Noch am Mittwoch (9.10.) gab es in der Dortmunder Innenstadt eine spontane Demonstration mit über hundert Teilnehmern. Am Freitag ergriff der Dialogkreis der Abrahamsreligionen die Initiative: Vertreterinnen und Vertreter der beiden großen christlichen Kirchen und der muslimischen Gemeinden besuchten die jüdischen Gemeinde, die ebenfalls im Dialogkreis aktiv ist. Sie übergaben Grüße an den Dortmunder Rabbiner Baruch Babaev. Dabei zeigte der Dialogkreis sein Motto: „Wir alle sind Dortmund“.

Auch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen (ACK) hat den jüdischen Gemeinden ihre Solidarität erklärt. „Es beunruhigt uns sehr, dass in unserem Land ein solch infamer Angriff auf eine Synagoge stattfinden konnte“, schreibt die ACK-Landesvorsitzende Annette Muhr-Nelson an die jüdischen Gemeinden in NRW. Sie erinnert in dem Brief an die Verantwortung der Zivilgesellschaft für das gesellschaftliche Klima, das Nährboden sei für einen verstärkt auftretenden Antisemitismus und wachsenden Extremismus. „Der Anschlag von Halle rüttelt uns wach und mahnt uns daran, mutiger aufzustehen und hörbarer Partei zu ergreifen, wenn Menschen aufgrund ihrer Religion, ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Sprache, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung diffamiert und diskriminiert werden“, so Annette Muhr-Nelson. Christen seien mit den jüdischen Gemeinden in besonderer Weise verbunden. „Wir versichern Ihnen, dass wir solidarisch an Ihrer Seite stehen, um gemeinsam für eine offene und freiheitliche Gesellschaft einzustehen, in der Hass und Gewalt keinen Platz haben.“

Rund tausend Bielefelder, unter ihnen auch Superintendent Christian Bald vom Evangelischen Kirchenkreis Bielefeld, folgten dem Aufruf des Bündnisses gegen Rechts zu einer stillen Mahnwache an der Synagoge Beit Tikwa am Sonntag (13.10.). Mit 200 Teilnehmern hatten die Organisatoren gerechnet. Irith Michelsohn, Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld: „Sie ermutigen uns. Wir wissen, dass alle hinter uns stehen und lassen uns nicht entmutigen oder einschüchtern.“

Inzwischen wurde bekannt, dass die Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld einen anonymen Drohbrief erhalten hat. Dort heißt es, die Juden sollten „verschwinden“. Polizei und Staatsschutz ermitteln. Das Pamphlet nimmt Bezug auf die frühere Paul-Gerhardt-Kirche, die von der jüdischen Gemeinde erworben und in die Synagoge Beit Tikwa (eingeweiht 2008) umgewandelt wurde. Die Juden hätten das Gotteshaus „weggenommen“, so der anonyme Briefschreiber. Nach der Vereinigung der Paul-Gerhardt-Gemeinde mit der Neustädter Marien-Kirchengemeinde hatte das Presbyterium 2005 den Verkauf der Kirche an die Jüdische Kultusgemeinde beschlossen.

Mahnwachen und Solidaritätsdemonstrationen gab es unter anderem auch in Unna, Düsseldorf, Köln, Wuppertal und Aachen.

 

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news-1665Mon, 14 Oct 2019 12:31:09 +0200Unerwartet verstorbenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/trauer-um-superintendent-ulf-schlien/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0e947a1aa0c781bfa3a75843654b0a38Zum Tod von Ulf Schlien erklärt Präses Dr. h. c. Annette Kurschus:

Mit Schrecken und Bestürzung haben wir heute Morgen die Nachricht vernommen, dass Superintendent Ulf Schlien in der Nacht zum Montag plötzlich und unerwartet verstorben ist.

Ulf-Ekkehard Schlien war seit dem 2. Februar 2018 Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Münster, zuvor langjährig Pfarrer und Synodalassessor im Evangelischen Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken. Er verstarb im Alter von 57 Jahren.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden. In unserer Trauer wenden wir uns zu Gott und bitten ihn um Halt und Trost.

 

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news-1664Fri, 11 Oct 2019 14:31:58 +0200Gottesdienstreihe zu „Kirche und Migration“ in Schwerte – Muslima auf der Kanzelhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ich-bin-fremd-gewesen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ab953eafd9c1ea4b5592abbf34da6a5aEine Gottesdienstreihe zu „Kirche und Migration“ startet am Sonntag (13. Oktober) in Schwerte. Dazu laden die Evangelische Kirchengemeinde und das Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung/MÖWe der westfälischen Kirche ein.

Auf dem Programm stehen bis zum 3. November drei MÖWe-Gottesdienste und die Kanzelrede einer muslimischen Frau zum Thema „Ich bin fremd gewesen und Ihr habt mich aufgenommen“. Über Migration und daraus folgende Veränderungen für die Gemeinden, Kirchenkreise und landeskirchliche Einrichtungen berät und diskutiert derzeit die Evangelische Kirche von Westfalen. Zum Auftakt predigt Pfarrer Martin Ahlhaus um 11.00 Uhr in der Schwerter St.-Viktor-Kirche am Markt zu „Wir haben hier keine bleibende Stadt“. Liturgisch wird der Gottesdienst von Stadtkirchenpfarrer Tom Damm gestaltet.

Im Gottesdienst am 27. Oktober um 11.00 Uhr spricht Pfarrer Romesh Modayil über das Fremdsein. Jesus sagt: „Ich bin fremd gewesen, und ihr habt mich aufgenommen.“ Was heißt das für uns? Was bedeutet das für Romesh Modayil, der deutscher und indischer Staatsbürger ist, ganz persönlich? Die Liturgie gestaltet Pfarrerin Annette Muhr-Nelson. Der Gottesdienst findet in der Evangelischen Kirche Villigst, Villigster Str. 43, statt.

Am 3. November um 9.30 Uhr predigt Pfarrer Dr. Jean-Gottfried Mutombo in Schwerte-Geisecke, Buschkampweg 93, zu dem Jesaja-Wort „Suchet der Stadt Bestes“. Mutombo ist im Kongo geboren und arbeitet seit vielen Jahren in der Evangelischen Kirche von Westfalen, seit 2017 im Amt für MÖWe. Die Liturgie hält Pfarrer Dr. Klaus Johanning.

Am Reformationstag, 31. Oktober, um 18.00 Uhr, erwartet die Schwerter eine Kanzelrede der besonderen Art: Erstmals wird mit Dunya Elemenler eine junge Muslima die Kanzel besteigen und von ihren Erfahrungen als Deutsche, „die anders ist als die Mehrheit“, berichten. Titel der Kanzelrede: „Du bist wie ich, nur so schön anders“. Nach der Kanzelrede in der St.-Viktor-Kirche steht sieh mit Pfarrer Tom Damm im Gemeindehaus zum Gespräch zur Verfügung.

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news-1663Fri, 11 Oct 2019 14:15:07 +0200Annette Muhr-Nelson als Vorsitzende bestätigt – Neuapostolische Kirche nun Gastmitgliedhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/arbeitsgemeinschaft-christlicher-kirchen-ack-in-nrw-waechst/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e4cdd1d345b3c24587b764e178db878cDie Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Vorstand gewählt. Als Vorsitzende wurde die evangelische Pfarrerin Annette Muhr-Nelson auf der Mitgliederversammlung in Schwerte/Ruhr bestätigt.

Die Leiterin des Amtes für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der westfälischen Landeskirche hatte erstmals vor drei Jahren für dieses Amt kandidiert. Die 61-jährige Theologin will in den nächsten drei Jahren mehr junge Leute als Nachwuchs auch für verantwortliche Positionen gewinnen. „Die inhaltliche Arbeit wird zwei große ökumenische Ereignisse in den Blick nehmen: den Ökumenischen Kirchentag im Mai 2021 in Frankfurt am Main sowie die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen im September 2021 in Karlsruhe“, wie sie ankündigte. Für den Herbst 2022 hat die ACK-NRW dazu eingeladen, die bundesweite Eröffnungsveranstaltung zum „Tag der Schöpfung“ im Ruhrgebiet zu feiern.

Als neues Gastmitglied der ACK-NRW ist die Neuapostolische Kirche (NAK) Westdeutschland aufgenommen worden. Der NAK gehören der 480 Gemeinden an, bundesweit hat sie nach eigenen Angaben rund 330.000 Mitglieder in 1.700 Gemeinden.

Der ACK-NRW gehören nun 36 Mitgliedskirchen und 42 lokale Zusammenschlüsse an, die das ökumenische Miteinander untereinander trotz unterschiedlicher christlicher Ausprägungen und Traditionen fördern wollen. Zuletzt war die Koptische-Orthodoxe Kirche in der ACK-NRW aufgenommen worden.

Dem Geschäftsführenden Ausschuss (Vorstand) der ACK-NRW gehören insgesamt acht Personen an. Neu im Gremium ist Pfarrer Cornelius Schmidt (Krefeld) von der Alt-Katholischen Kirche. Wiedergewählt wurden Pfarrerin Dagmar Kunnelis (Evangelische Kirche im Rheinland, Essen), Pastor Marco Alferink (Evangelisch-Methodistische Kirche, Wuppertal), Dr. Michael Kappes (Bistum Münster), Dr. Burkhard Neumann (Erzbistum Paderborn), Erzpriester Peter Sonntag (Orthodoxe Kirche, Düsseldorf) und Harald Pieneck (Freie evangelische Gemeinde, Herford). Der Vorstand wird turnusgemäß alle drei Jahre neu gewählt.

Die Herbsttagung der ACK-NRW am Mittwoch und Donnerstag stand unter dem Thema „#Oikoumene: Ökumene auf Sendung? – Alte und neue Medien“. Daran nahmen rund 50 Mitglieder in der Katholischen Akademie Schwerte teil. Die nächste Versammlung wird im März (11./12.3.2020) in Essen stattfinden. Die ACK-NRW besteht seit 1972, deren Mitglieder kommen zweimal jährlich zusammen.

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news-1662Thu, 10 Oct 2019 15:51:22 +0200Dienstälteste Oberkirchenrätin der Evangelischen Kirche von Westfalenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/doris-damke-in-den-ruhestand-verabschiedet/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4f890ce68009f21bc66f2a7a87ff243eMedienInfo 72/2019
 

Vor 28 Jahren begann sie ihren Dienst als Landeskirchenrätin, vor 24 Jahren wurde sie zur Oberkirchenrätin gewählt: Doris Damke (64) ist am Donnerstag (10.10.) in Bielefeld in den Ruhestand verabschiedet worden.

„Von der Fülle ihrer Gaben und von der Ausstrahlung ihrer Persönlichkeit hat unsere Kirche auf vielfältige Weise profitiert“, würdigte Präses Dr. h. c. Annette Kurschus die scheidende Oberkirchenrätin. In einem festlichen Gottesdienst in der Neustädter Marienkirche erinnerte die Präses auch daran, dass Doris Damke „als weibliche Pionierin“ oft die erste Frau war: als Pastorin im ersten westfälischen Teampfarramt in Bottrop, als erste Gemeindepfarrerin im Kirchenkreis Münster und dort auch als erstes weibliches Mitglied des Kreissynodalvorstandes, schließlich als erstes weibliches hauptamtliches Mitglied der westfälischen Kirchenleitung. Sie habe ihren Dienst „als Mensch mit feinem Gespür für die Zwischentöne und das angemessene Wort und die nötige Tat zur rechten Zeit“ getan, sagte Präses Kurschus.

Doris Damke war die dienstälteste Dezernentin für missionarische Dienste und Diakonie - nicht nur in Westfalen, sondern in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Pfarrer Jürgen Dittrich nannte sie in seinem Grußwort eine „diakonische Marathonläuferin“. Als solche habe sie den langwierigen Vereinigungsprozess der Diakonie in Westfalen, Rheinland und Lippe „mit viel Geduld und konsequenter Beharrlichkeit, aber auch mit dem Mut zu neuen Wegen“ maßgeblich gefördert, sagte der Theologische Vorstand der Evangelischen Stiftung Volmarstein (Wetter/Ruhr). Für Dr. Peter Wick, Theologieprofessor in Bochum, zeichnet sich die „Vollblutpastorin“ Damke durch theologische Leidenschaft und Scharfsinn aus. Das Landeskirchenamt habe sie als ihre Gemeinde verstanden. „Immer suchtest du einen Weg, um unsere Kirche in ihrer Vielfalt zusammenzuhalten, ohne einen Kompromiss mit der Wahrheit und der Klarheit zu machen.“

In ihrer Abschiedspredigt sagte Damke: „Glauben vermittelt sich nur persönlich und durch erfahrbare Gemeinschaft. Und wir verfügen nicht über ihn. Nicht über unseren eigenen noch über den anderer. Aber wir können erfahren, wie er in uns, an uns und durch uns zu wirken vermag. Er will vom Ohr in den Kopf und vom Kopf in das Herz und vom Herz in den Mund.“ Und in die Hand als praktische Nächstenliebe, fügte die langjährige Diakoniedezernentin hinzu: „Denn das Wort handelt auch, indem die Hand verkündigt.“

Doris Damke war auch jahrzehntelang Mitglied im Ständigen Theologischen Ausschuss und im Theologischen Prüfungsamt der EKvW, außerdem auf europäischer Ebene im Exekutivausschuss der Leuenberger Kirchengemeinschaft.

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news-1661Thu, 10 Oct 2019 10:47:09 +0200Statement der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/zum-anschlag-in-halle/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7ed419abb8b6a1b69befe8d4195e3652MedienInfo 71/2019
 

Die westfälische Kirchenleitung erklärt zum Anschlag auf die Synagoge in Halle/Saale:

Wir sind entsetzt über den brutalen Anschlag auf die Synagoge in Halle und die Menschen, die sich dort zur Feier des jüdischen Versöhnungsfestes versammelt haben. Unser Mitgefühl gilt den Toten und ihren Angehörigen. Wir sehen mit größter Sorge, wie rechtsextreme Tendenzen in unserem Land immer stärker an Boden gewinnen. Als evangelische Kirche sehen wir uns so eng mit den jüdischen Kultusgemeinden und ihrer Tradition verbunden, dass wir das Attentat in Halle als einen Angriff auf unsere Brüder und Schwestern verstehen. Wir stehen an ihrer Seite.

Wir erwarten von unserer Justiz und den Sicherheitskräften, in Zukunft hinreichende Schutzmaßnahmen zu treffen. Wir alle sind aufgerufen, dem Antisemitismus in unserem Land in seinen verbalen und gewaltsamen Ausprägungen laut und entschieden zu widersprechen. Das gilt an den Stammtischen, an den Arbeitsplätzen und auf den Schulhöfen – das gilt für alle Bereiche unseres Lebens, im Kleinen wie im Großen. Es geht um unser aller Freiheit, um unsere gemeinsamen Werte, um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.

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news-1659Wed, 09 Oct 2019 11:12:34 +0200Theologiestudierende lernten in Wittgenstein Kirche im ländlichen Raum kennenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kleine-welt-kurze-wege-kirche-im-dorf/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4da2fe40e7ca6e1527a42ca8622b45bdEine dreitägige Perspektivtagung der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) brachte rund ein Dutzend Theologiestudierende der höheren Semester in den Wittgensteiner Kirchenkreis. „Kirche im ländlichen Raum“, so die Überschrift der Veranstaltung, die damit einen hundertprozentig passenden Ort gefunden hatte.

Begleitet wurden die jungen Leute von Oberkirchenrätin Petra Wallmann, EKvW-Personaldezernentin, und Pfarrerin Antje Röse, erste Ansprechpartnerin für den theologischen Nachwuchs in Westfalen. Ihnen stand zur Seite als Experte vor Ort: Stefan Berk, der Superintendent des Wittgensteiner Kirchenkreises.
Und hier traf die Gruppe dann weitere Fachleute. Dabei wurde immer wieder klar, wie klein die Welt in Wittgenstein ist, wie kurz deshalb die Wege hier sind. Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann und Stefan Berk buchstabierten beim Termin im Rathaus den Punkt „Gemeinwesen-Orientierung im ländlichen Raum“ als ein eingespieltes Team. Anke Althaus-Aderhold aus Lukas, der Wittgensteiner Kirchengemeinde, die sich das Thema schon vor Jahren auf die Fahnen geschrieben hat, konnte dabei nochmal sehr deutlich machen, wo in diesem Gefüge der Platz für die Kirchengemeinden ist.

Am Nachmittag stand dann die Besichtigung des Berleburger Schlosses auf dem Plan. Dabei trafen die angehenden Pfarrerinnen und Pfarrer Gustav Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, der nicht nur durch die alten Pfarrpatronats-Stellen mit der Kirche verbunden ist. Vor Jahren absolvierten die Wittgensteiner Teilnehmer des Young-Ambassadors-Austauschprogramms vor ihrer Amerikareise bei ihm einen Benimmkurs, den ihnen der Neffe der dänischen Königin exklusiv im Schloss anbot. Und auch beim Wittgensteiner Kirchenwald zum Dortmunder Kirchentag konnte der Kirchenkreis ganz selbstverständlich auf die Wittgenstein-Berleburg‘sche Rentkammer und deren Unterstützung setzen.

Winterberg: Halbe Pfarrstelle für Tourismus

Die kirchliche Gemeinwesen-Orientierung wurde dann in Winterberg nochmal aus einem weiteren Blickwinkel betrachtet. Zum Wittgensteiner Kirchenkreis gehören auch die evangelischen Diaspora-Kirchengemeinden der Esloher, Schmallenberger und Winterberger. Die halbe Gemeindepfarrstelle in Winterberg wurde jetzt zu ihrer Neubesetzung um eine halbe Tourismuspfarrstelle ergänzt. Tourismus ist in allen sechs Kommunen des Kirchenkreises ein wichtiges Thema. Bereits seit Jahren arbeitet der Kirchenkreis beim „Spirituellen Sommer“ mit. Die Gruppe traf sich in Winterberg nicht nur mit der designierten neuen Winterberger Pfarrerin Dr. Sandra Gintere, sondern auch mit dem örtlichen Gemeindereferenten Jörg Willerscheidt, der sich seit einiger Zeit für die katholische Seite mit der Tourismusarbeit beschäftigt. Stefan Berk präsentierte den künftigen Kollegen während der Tagung zudem noch den nagelneuen Innovationsfonds der westfälischen Landeskirche, den er im vergangenen Herbst für den Arbeitskreis „Ländlicher Raum“ als Synodaler bei der Westfälischen Landessynode eingebracht hatte und der künftig mit einer Ausstattung mit drei Millionen Euro helfen soll, frische Ideen für die Kirche im ländlichen Raum auf den Weg zu bringen.

Dankbarkeit ist der Schlüssel

Wie sich Gemeinwesen-Orientierung im Gottesdienstrahmen darstellen kann, das sahen die Gäste ganz anschaulich an ihrem letzten Tag in Wittgenstein. Im Berleburger Bürgerhaus fand in Verbindung mit dem Brotmarkt der große Erntedankgottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde statt. Die erprobte „08/14“-Gottesdienstmannschaft gestaltete den Morgen musikalisch und liturgisch, die Landjugend Wittgenstein kam nach heißen Sommern und wegen schwieriger Wettbewerbsbedingungen in einem Anspiel auf die alles entscheidende Frage „Und jetzt?“, und Stefan Berk versuchte darauf in seiner Predigt eine Antwort zu geben. „Dankbarkeit ist der Schlüssel. Damit geben wir dem Leben die Würde zurück, die es verdient. Und wir finden unsere eigene Würde wieder, gegenüber den Tieren, den Wäldern, der Natur und auch in den Augen unserer Kinder und Enkel, die uns zu Recht fragen, was eigentlich in den letzten 50 Jahren auf unserer Erde passiert ist.“ So das Fazit der Predigt, die rund 300 Menschen im Bürgerhaus gut hörten, denn die meiste Zeit war es so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Die komplette Predigt gibt es auf der Homepage des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein.
Mit diesem beeindruckenden Schlussbild aus einem verkehrsfernen Kirchenkreis ohne eine einzige Autobahnauffahrt, aber noch immer mit ziemlich viel volkskirchlicher Lebendigkeit machten sich die Theologiestudierenden wieder auf den langen Weg zurück in ihre Universitätsstädte.

 

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news-1658Mon, 07 Oct 2019 11:12:25 +0200Drei Aufführungen von „Jesaja – der lange Weg in die Freiheit“ im Oktober in NRWhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/pop-und-gospeloratorium-jesaja-on-tour/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9f411bfd8cd3338b7661194647e87786Was hat eigentlich eine Geschichte von vor zweitausendfünfhundert Jahren mit uns heute zu tun? Themen wie Migration, Anpassung, Sehnsucht nach Freiheit und Überlebenswille sind in unserer heutigen Zeit brandaktuell – und waren es damals offenbar auch.

Das vielbeachtete Pop-Oratorium „Jesaja – der lange Weg in die Freiheit“ aus dem Jahr 2015, geschrieben von Hartmut Naumann, erzählt in klar verständlicher Sprache und mit eindrücklicher Musik aus Pop, Rock und Gospel die Geschichte des Volkes Israel in der Zeit seiner Gefangenschaft in Babylon. Hin und her gerissen zwischen Anpassung, Resignation und der Sehnsucht nach der Heimat Jerusalem erfährt das Volk durch den Propheten Jesaja von der nahen Befreiung durch Gott. Die Hoffnung auf die Freiheit und die Rückkehr in die Heimat wird schließlich durch abenteuerliche Umstände erfüllt.

Das Pop-Oratorium kann man schon bald, am zweiten Oktoberwochenende, in drei Städten in NRW erleben. Am 11.10. um 19:30 Uhr in Hamm-Herringen (Kirche St. Victor), am 12.10. um 17:00 Uhr in Bad Oeynhausen (Auferstehungskirche) und am 13.10. um 17:00 Uhr in Duisburg (Ev. Kirche Mittelmeiderich).
Das Ensemble für diese Aufführungen besteht aus einer Profiband mit Bläserensemble, Solisten und einem 75-köpfigen Projektchor. Dieser Chor ist ein Zusammenschluss aus drei Chören, dem Hochschulchor der Evangelischen Pop-Akademie Witten, dem Kirchenchor St. Victor aus Hamm-Herringen und dem Bad Oeynhausener Chor Rehmissimo. In den Rollen der Gesangssolisten sind
Studierende des Pop-Studiengangs der Hochschule für Kirchenmusik zu erleben. Die Leitung des Ensembles hat der Komponist des Oratoriums, Hartmut Naumann.

Interessierte können jeweils an den Abendkassen ihre Karten für das Konzert erwerben, an allen Spielorten gibt es außerdem Vorverkaufsmöglichkeiten. Die Aufführungen des Pop-Oratoriums „Jesaja – der lange Weg in die Freiheit“ sind ein Projekt der Hochschule für Kirchenmusik Westfalen. Zu ihr gehört die Evangelische Pop-Akademie Witten als Fachbereich Popularmusik. Seit 2016 studieren hier angehende Kirchenmusiker mit dem Schwerpunkt aus Jazz, Rock und Pop.

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news-1657Sat, 05 Oct 2019 19:59:52 +0200Landeskirche und Bauernverband feierten gemeinsam Erntedankhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/bewusstsein-fuer-den-wert-der-lebensmittel-schaerfen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3775ae22fdb098f4c411f4b94f6d9d23MedienInfo 70/2019
 

Ein respektvoller Blick auf die Gaben Gottes und die Verantwortung für kommende Generationen sind das gemeinsame Anliegen von Kirche und Landwirtschaft. Das wurde deutlich bei einer Veranstaltung zum Erntedank am Freitagabend (4.10.), zu der die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) und der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) zusammen nach Herford-Elverdissen eingeladen hatten.

„Es ist unbedingt nötig, dass wir von Ihren Problemen erfahren. Und dass Sie uns sagen, wo Sie uns an Ihrer Seite brauchen“, ließ Präses Dr. h. c. Annette Kurschus die zahlreich erschienenen Vertreterinnen und Vertreter der Landwirtschaft wissen. Deshalb „sollten wir weniger übereinander, sondern mehr miteinander sprechen“, so die leitende Theologin der EKvW. Genau das geschah an diesem Abend. Die Bewahrung der Schöpfung sei für die Kirchen seit Jahrzehnten ein zentrales Thema. „Wir waren schon frühzeitig auf dieser Spur, und es hat sich gelohnt, dass wir konsequent dran geblieben sind.“ Denn es gehe um Verantwortung auch für die nachfolgenden Generationen, so die Präses.

Für WLV-Vizepräsident Wilhelm Brüggemeier gibt es kein besseres Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften als die Land- und Forstwirtschaft – und das seit Jahrhunderten. Er gab zu bedenken, dass vor knapp 50 Jahren vier und heute weltweit acht Milliarden Menschen ernährt werden müssen. Das gehe nicht ohne moderne Produktionstechnik. Dieser Sachverhalt, aber auch das Konsumverhalten müssten viel stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Die Landwirte würden die Öffentlichkeit gerne über Haltungs- und Nutzungsbedingungen informieren.

Das bekräftigte Hermann Dedert, Vorsitzender des WLV Kreisverbandes Herford-Bielefeld. Die Kirche neige aus seiner Sicht zu einem zu wenig differenzierten Bild von der Landwirtschaft, sagte er. Es gebe da manche einseitigen Vorurteile. Die Bauern seien selbstverständlich bereit, über das Wohl ihrer Nutztiere zu sprechen, aber: „Es muss wirtschaftlich machbar sein.“

Die Zielkonflikte zwischen Ökonomie und Ökologie lassen sich zwar nicht so leicht lösen, findet Volker Rotthauwe, Leiter des Fachbereichs Nachhaltige Entwicklung am Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW. Die Kirche müsse das Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel „als Mittel zum Leben“ schärfen und selber mit gutem Beispiel vorangehen: „Da ist noch Luft nach oben, etwa bei der Bratwurst am Gemeindefest.“

Beim Gottesdienst in der Dorfkirche Elverdissen hatte Präses Annette Kurschus zuvor in ihrer Predigt deutlich gemacht: Wer Gott für die guten Gaben seiner Schöpfung dankbar ist, wird sich auch dafür einsetzen, dass andere genug zum Leben haben. „Erntedank heißt zuallererst: ‚Gott sei Dank‘. Und ‚Gott sei Dank‘ heißt immer: Kein Mensch gerät aus dem Blick.“

Sie erinnerte an die zwiespältigen Folgen einer guten Ernte: sinkende Preise – zur Freude der Verbraucher und zum Nachteil der Landwirte. Sie erinnerte an die schädlichen Folgen industrieller Fleischproduktion – von gequälten Tieren bis zum Klimawandel. Aber auch an die Impulse von „Brot für die Welt“ für eine gerechtere Landwirtschaft weltweit. Und ebenso an das „Höfesterben“ bei Familienbetrieben. Vor diesem unübersichtlichen Hintergrund gelte das Versprechen Gottes: Jeder einzelne Mensch ist wichtig und wird gebraucht: „Dein tägliches Mühen ist kein verpuffender Tropfen auf heißem Stein.“ Jeder werde von Gott gehört und zur Verantwortung gerufen: „So, dass du die stummen Bitten derer vernimmst, die immer überhört und überstimmt werden. So, dass dir zu Herzen geht, wenn andere Mangel leiden. So, dass du gar nicht anders kannst, als das Deine zu tun, um wenigstens eine einzige klitzekleine Lücke zu schließen.“ Dankbarkeit richte den Blick auf Gerechtigkeit, auf ein Leben, „in dem alle genug haben, in dem niemand auf Kosten anderer genießt und keiner sinnlos verprasst, was andere bitter nötig bräuchten.“

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news-1654Wed, 02 Oct 2019 08:24:02 +0200Rüdiger Schuch wird Nachfolger von Thomas Weckelmannhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/neuer-beauftragter-bei-landtag-und-landesregierung-nrw/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7be79890801d3c079aea26eaa0794604MedienInfo 69/2019
 

Pfarrer Rüdiger Schuch (50) wird neuer Beauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Lippischen Landeskirche bei Landtag und Landesregierung in Nordrhein-Westfalen. Zum Jahresbeginn 2020 tritt Schuch die Nachfolge von Kirchenrat Dr. Thomas Weckelmann an, der eine neue Aufgabe übernommen hat. Er war seit 2013 Beauftragter der drei Landeskirchen.

Sein Nachfolger ist seit 2014 Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Perthes-Stiftung (Münster), einer diakonischen Einrichtung mit Angeboten für Menschen im Alter, mit Behinderungen, in besonderen sozialen Schwierigkeiten und für Menschen in ihrer letzten Lebensphase.

Als Leiter des Evangelischen Büros Nordrhein-Westfalen pflegt der Beauftragte die Verbindungen zu Landtag und Landesregierung sowie den dazu gehörigen Ministerien. Er hält Kontakt zu den politischen Parteien und zu Vereinigungen und Verbänden auf Landesebene. Gemeinsam mit dem Katholischen Büro ist er verantwortlich für regelmäßige Andachten im Landtag sowie gottesdienstliche Feiern und steht Vertretern des öffentlichen Lebens als Seelsorger zur Verfügung.

Rüdiger Schuch, in Dortmund geboren, studierte Theologie in Bochum, Tübingen und Wuppertal. Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal und Vikar in Wuppertal und Ahaus. Als Gemeindepfarrer arbeitete er in Hagen und in Iserlohn. Von 2006 bis 2013 stand er als Superintendent an der Spitze des Evangelischen Kirchenkreises Hamm. Pfarrer Schuch war Vorsitzender des Ständigen Ausschusses für politische Verantwortung der Evangelischen Kirche von Westfalen und gehört zahlreichen diakonischen Leitungsgremien an. Er arbeitete als Dozent an der Führungsakademie für Kirche und Diakonie in Berlin und hat sich vielfach in den Bereichen Personalführung, Organisationsstruktur und Betriebswirtschaft qualifiziert. Rüdiger Schuch ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

 

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AktuellesMedien
news-1653Tue, 01 Oct 2019 18:54:13 +0200Erstes Europaforum der Evangelischen Kirche von Westfalenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/erwartungen-enttaeuschungen-und-neue-visionen-in-ost-und-west/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6094c7b097972e6b2fc9c5d523cb423cErstmals hatte die Evangelische Kirche von Westfalen zu einem Europaforum eingeladen. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer ging es auf der Tagung am 27. und 28. September in Bielefeld um die zunächst hohen Erwartungen, die anschließenden Enttäuschungen und neue Visionen in Ost und West.

Der Europaabgeordnete Sven Giegold widersprach der Auffassung, Europa werde von den westlichen Staaten dominiert. Es sei ein „falscher Opfermythos“, wenn die Regierungen osteuropäischer Länder wie Polen oder Ungarn behaupteten, Westeuropa würde ihnen seine Ideen von Selbstbestimmung, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit aufzwingen.
Die Darstellung von der westlichen Vorherrschaft stellt für Giegold die Geschichte auf den Kopf. In Osteuropa habe es damals nämlich eine breite Bürgerbewegung gegeben, eine große Übereinstimmung für demokratische Freiheit und Rechtsstaat: „Nach 1989 wollten die Menschen nach Europa.“

Gegen den Opfermythos von der westlichen Dominanz

Zum andern sei die Einschränkung von Grund- und Freiheitsrechten wie in den „illiberalen Demokratien“ Ungarn und Polen keineswegs eine osteuropäische Besonderheit. Korruption gebe es auch in westlichen Ländern, ebenso Versuche, die Gewaltenteilung auszuhebeln. Beispiel: die Zwangspause des Parlaments in Großbritannien. Die Zweiteilung in Ost und West sei also konstruiert. Deutschland nannte der Referent als eines der Länder, die am häufigsten gegen europäisches Recht verstoßen: „Es sind 20 umweltbezogene Vertragsverfahren gegen Deutschland anhängig. Hier müssen wir vor unserer eigenen Tür kehren.“ Überhaupt mahnte Giegold eine differenzierte Sichtweise an. Auch die osteuropäischen Staaten seien kein einheitlicher Block. In Rumänien etwa werde Korruption strafrechtlich verfolgt, in Bulgarien nicht.

Die EU ist als Rechtsgemeinschaft gefordert

Hier sei die Europäische Union als Rechtsgemeinschaft gefordert. „Wenn die EU ernstgenommen werden will, muss sie ihr Recht durchsetzen. Wenn wir hinnehmen, dass sich Mitgliedsstaaten vom Rechtsstaatsprinzip der EU verabschieden, wird sich am Ende die europäische Rechtsgemeinschaft auflösen“, sagte der Europaabgeordnete.
Doch wie sollte die Gemeinschaft wirksam gegen Rechtsverstöße vorgehen? Sie sollte das rechtsstaatliche Handeln genau beobachten und dokumentieren (Rechtsstaatsmonitoring) und zugleich die noch unabhängigen Medien zu stärken, so Giegold. Um den Opfermythos zu entkräften, dürften auch europäische Spitzenämter nicht nur mit Westeuropäern besetzt werden, wie das momentan fast durchweg der Fall ist.

Aber Sven Giegold ist trotz allem optimistisch: Die kritische Zivilgesellschaft sei auch in illiberalen Demokratien nicht zu unterschätzen: „Viele Menschen in diesen Ländern wünschen sich die Werte, für die die EU steht. Bei Protesten in Polen etwa gehen viele mit zwei Fahnen auf die Straße, der polnischen und der europäischen. Das zeigt, dass sie für die EU eintreten und sich zugleich zu ihrer Nation bekennen.“

Miteinander reden – nicht übereinander

Für Verständigung und Versöhnung in Europa sind direkter Kontakt und die Begegnung zwischen Menschen aus den unterschiedlichen Nationen Europas das Wichtigste. Das wurde bei diesem ersten Europaforum deutlich. „Entscheidend ist, dass miteinander und nicht übereinander geredet wird“, sagte der Theologe Dr. Michael Weinrich. Für Partnerschaften gilt das genauso wie auch für die Arbeit der kirchlichen Funktionärsbünde „Konferenz Europäischer Kirchen“ (KEK) und „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ (GEKE) Partnerschaftsarbeit auf kommunaler und kirchlicher Ebene sollte verstärkt gefördert werden, war man sich einig. Dabei müssten aber auch Wirkung und Nachhaltigkeit erfasst werden – keine leichte Aufgabe. Die EU bietet viele Unterstützungsmöglichkeiten. Das ERASMUS-Programm wird in Zukunft noch weiter ausgebaut. „Kirchengemeinden und Kirchenkreise können davon profitieren“, erklärte Thomas Krieger, im Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) der westfälischen Landeskirche für Europa zuständig.

Europa aus ungarischer Sicht

Gergely Pröhle, ehemaliger Botschafter in Berlin und heutiger Laienpräsident der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn, warb für ein besseres Verständnis der ungarischen Geschichte. Der Aufstand 1956 habe zu einer angstbedingten Kompromissbereitschaft geführt, die den sogenannten „Gulaschkommunismus“ ermöglichte: bessere Versorgung mit Konsumgütern, einmal im Jahr war eine Reise in den Westen möglich. So habe sich eine „sozialistische Bürgerlichkeit“ entwickelt. Fatal sei allerdings, dass Ungarn durch die Flucht vieler DDR-Bürger nach Österreich mit Stolz auf die Unterstützung des Mauerfalls blicke, gleichzeitig aber das Unrecht aus der kommunistischen Zeit bis heute nicht richtig aufarbeite. „Die lutherische Kirche ist die einzige Kirche, die die eigenen Verstrickungen in politische Unrechtstaten konsequent aufarbeitet“ sagte Pröhle.
Zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn gehören etwa 300.000 Mitglieder; das entspricht drei Prozent der Bevölkerung. Sie ist eine der beiden ungarischen Partnerkirchen der EKvW. In der Flüchtlingsfrage hat sie sich deutlich von fremdenfeindlichen Auswüchsen in Ungarn distanziert und mit öffentlichen Statements und diakonischer Aktion für die wenigen Mittelmeerflüchtlinge im Land engagiert.

Der Brexit und seine Gefahren

„Einige Unternehmer und Politiker in Großbritannien wollen den Brexit, weil sie Profit schlagen wollen aus einem sogenannten ‚Desaster-Kapitalismus‘, der einem ungeordneten Brexit folgen kann“, sagte Alan Miller, Pfarrer der Church of Scotland. Er hält es für sehr wahrscheinlich, dass nach einem Brexit die Wiedervereinigungsbewegung in Nordirland und Irland wächst, während Schottland wohl erneut über seine Unabhängigkeit abstimmen wird, um anschließend Mitglied der EU zu werden. Eine wirtschaftliche Instabilität Großbritanniens könnte weitere Instabilität in der EU nach sich ziehen. Am härtesten würde es die EU-Bürger treffen, die in Großbritannien leben und die Briten, die in den unterschiedlichen EU-Staaten wohnen.
Die Church of Scotland ist seit 2008 mit der EKvW partnerschaftlich verbunden. Sie ist eine presbyterianische Kirche, die seit einigen Jahren tiefe Umbrüche bewältigen muss. Mitgliederschwund und dramatische Einnahmeverluste zwingen sie zu radikalen Maßnahmen wie einem grundlegenden Wandel der Strukturen und der Arbeit.

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news-1625Sat, 28 Sep 2019 17:30:46 +0200Westfälische Theologen bilanzieren Reise ins Heilige Landhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/mauern-durchbrechen-und-aufeinander-zugehen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ad67f1aad75edae1acf3f510b7bd362fIm Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern macht nach Einschätzung der Theologen Jan-Dirk Döhling und Ralf Lange-Sonntag von der Evangelischen Kirche von Westfalen das Engagement vieler Menschen und Initiativen vor Ort Hoffnung auf Annäherung und auf ein friedliches Miteinander.

Landeskirchenrat Döhling, Leiter des Dezernats für gesellschaftliche Verantwortung, und Lange-Sonntag, als theologischer Referent für den Nahen und Mittleren Osten zuständig, sprachen zum Abschluss einer Nahost-Reise in Tel Aviv mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Sie besuchten vom 22. bis 26. September zusammen mit NRW-Abgeordneten von CDU, SPD, FDP und Grünen sowie weiteren Vertretern der westfälischen und der rheinischen Landeskirche Projekte im Heiligen Land, die von den Kirchen unterstützt werden. Die Delegation sprach in Israel und dem Westjordanland auch mit Diplomaten, Experten und Kirchenleuten.

 

epd: Haben Sie bei dieser Reise nach Israel und ins Westjordanland etwas Neues gelernt?

Lange-Sonntag: Ich habe an der Grabeskirche in Jerusalem durch die Führung von Professor Dieter Vieweger zum ersten Mal wahrgenommen, dass dort die Bögen der alten großen Kirche noch vorhanden sind, die ganz anders ausgerichtet war als die heutige. Gegenüber der alten Kirche stand die Omar-Moschee, die neu gebaut wurde und nun gegenüber dem neuen Eingang der Kirche steht. Das zeigt, dass man sich zwar neuen Gegebenheiten anpasst, aber dabei mit alten Erzählungen weiterarbeitet und an Traditionen und Machtpositionen festhält.

Döhling: Ich habe neu erlebt, wie sehr der Nahost-Konflikt den Alltag der Menschen auf beiden Seiten der Grenze bestimmt. Das wird einem unmittelbar bewusst, wenn man beispielsweise vor der Grenzmauer steht oder mit den Menschen spricht und konkret hört, mit welchen Herausforderungen, Vorurteilen und Kränkungen sie zu tun haben.


epd: Welche Erkenntnisse haben Sie mit im Blick auf das Engagement der westfälischen Kirche im Heiligen Land gewonnen?

Lange-Sonntag: Mir ist klar geworden, dass es gut wäre, mit mehr jüdischen Organisationen in Israel zu kooperieren, die unsere Werte vertreten. Ich möchte konkret auf die Rabbis for Human Rights zugehen, eine Gruppe von Rabbinern, die sich für Menschenrechte einsetzt. Mir ist auch bewusst geworden, wie schwierig es ist, Palästinenserinnen und Palästinenser vor allem aus den besetzten Gebieten zusammenzubringen mit Menschen jüdischen Glaubens. Das wird auf beiden Seiten politisch torpediert.

Döhling: Ich nehme vor allem mit, wie sehr das Politische und das Private aufeinander bezogen sind. Bei Initiativen, die für Frieden und Verständigung arbeiten, habe ich Hoffnung gesehen und gespürt. Während die große Politik buchstäblich vermauert ist, sind uns Menschen begegnet, die sich ihr Engagement nicht haben vermauern lassen, die aus anderen Kraftquellen schöpfen und weiter hoffen, als sie sehen können. Beim Friedensprojekt „Tent of Nations“ bei Bethlehem ist deutlich geworden, dass auch der christliche Glaube eine solche Kraftquelle sein kann. Vor diesem persönlichen Einsatz habe ich Hochachtung und davon können wir auch in Deutschland manches lernen.


epd: Was hat Sie besonders beeindruckt und was macht Hoffnung im Blick auf die Zukunft dieser Region?

Döhling: Für mich sind das vor allem junge Leute, denen wir begegnet sind: Volontärinnen und Volontäre von Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste (ASF), die auf israelischer Seite verstehen und helfen wollen. Und auf palästinensischer Seite Schülerinnen und Schüler, die ihren Weg gehen und ihre Träume umzusetzen versuchen. Das lässt mich hoffen, dass man auf diesen Konflikt in zwei bis drei Generationen zurückschaut und sagt: Diese Menschen haben sich mit den vermauerten Verhältnissen nicht abgefunden, sondern zur Veränderung beigetragen. Auch in Deutschland hätte sich vor Jahrzehnten kaum jemand vorstellen können, dass die Mauer zwischen Ost und West einmal fällt.

Lange-Sonntag: Mich hat besonders beeindruckt, wenn Leute über ihren eigenen Schatten springen und auf andere zugehen. Im christlichen Dorf Nes Ammim in Israel arbeiten ein palästinensischer und ein jüdischer Dozent zusammen. Sie haben Positionen, die der andere nicht vertreten würden, können aber locker damit umgehen und auch darüber lachen. Bei Daoud Nasser und seinem Projekt „Tent of Nations“ bewundere ich die Geduld, im Kampf um sein Land mit juristischen Mitteln Gerechtigkeit einzufordern und nicht zu resignieren oder Gewalt anzuwenden.

Döhling: Wir sind an verschiedenen Stellen Menschen begegnet, die gesagt haben: Wir wissen, dass wir auch darauf angewiesen sind, dass der Friede uns entgegenkommt. Dennoch tun wir die Schritte, die wir gehen können.
 

epd: Kann sich nach dieser Reise eine Zusammenarbeit mit der NRW-Landespolitik bei Projekten im Nahen Osten ergeben?

Döhling: Politik und Zivilgesellschaften haben unterschiedliche Rollen. Die Abgeordneten haben wahrgenommen, wie gut Kirche im Heiligen Land verankert und vernetzt ist und dass sie viel bewirken kann, weil sie näher an den Menschen dran ist als die große Politik. Ein Ziel der Reise war, über dieses Engagement anschaulich und lebendig zu informieren. Wir werden auswerten, ob wir an bestimmten Stellen gezielter zusammenarbeiten können.

Lange-Sonntag: Es wird sicherlich Schnittstellen geben. Wir haben jetzt gezeigt, wo sich die evangelischen Kirchen in NRW engagieren. Ein nächster Schritt wäre, zu erkunden, wo die NRW-Politik in Israel und Palästina konkret tätig ist. Auf lange Sicht sollten wir auch schauen, was die katholischen Bistümer im Nahen und Mittleren Osten machen – auch da könnte es Verknüpfungen geben.
 

epd: Kann in der westfälischen Landeskirche etwas von dem gelernt werden, was Sie bei Ihrer Reise erfahren haben?

Döhling: Wer hier in der Region den Frieden voranbringen will, weiß voneinander und arbeitet miteinander. Wir haben großartige Zusammenarbeit gesehen, lösungsorientiert und auf Augenhöhe. Bewegung wurde immer dort spürbar, wo Menschen Verantwortung bekommen und ihnen etwas zugetraut wird. Auch bei uns fehlt es manchmal daran, dass Menschen als Individuen wahrgenommen werden und gefragt sind, in ihrem jeweiligen Umfeld etwas zu bewegen.

Lange-Sonntag: Ich würde mir wünschen, dass die Komplexität dieses Konflikts allen bewusst wird, die sich in unserer Kirche engagieren – sei es christlich-jüdisch oder in der Menschenrechtsarbeit im Blick auf Palästina. Dass alle verstehen und beherzigen: Es gibt keine einfachen Lösungen. Auf israelischer wie auf palästinensischer Seite gibt es sehr unterschiedliche Facetten und auch die Nachbarstaaten sind Teil des Konflikts. Ich habe den Eindruck, dass sich die Beziehungen der mit Israel oder mit Palästina solidarischen Gruppierungen bei uns zunehmend verhärten, je verhärteter die Fronten in Israel und Palästina sind. Es wäre gut, wenn man zusammenkommen und diskutieren könnte, ohne dass wir gleich die Lösung vorgeben müssen.

Das Kairos-Dokument – ein Papier der palästinensischen Christinnen und Christen – sagt: Kommt und seht. Das ist genau das, was wir bei dieser Reise gemacht haben und was wir weiterhin machen sollten: Wir gehen hin, wir beobachten, wir sprechen mit den Menschen auf beiden Seiten und nehmen ihr Leiden, ihre Hoffnungen und ihre Erwartungen wahr. Es ist viel gewonnen, wenn unsere Reisegruppen von Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und Bildungswerken versuchen, mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Einstellung ins Gespräch zu kommen.

Döhling: Es wäre fatal, sich aus Solidarität und Liebe zu einer der beiden Gruppen von der Sprachlosigkeit anstecken zu lassen, die manche Aspekte dieses Konflikts kennzeichnet. Wenn Menschen in Israel und Palästina bereit und fähig sind, miteinander zu sprechen, muss das auch zwischen denen gelingen, die sich in unseren Kirchen eher der einen oder der anderen Seite verbunden fühlen. Ein offener Dialog auch bei Dissens und gemeinsamer Ratlosigkeit bleibt der einzige Weg.

 

epd-Gespräch: Ingo Lehnick

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AktuellesMitarbeitende
news-1624Fri, 27 Sep 2019 16:44:34 +0200Antisemitische Gewalttaten „Angriffe auf unseren gesellschaftlichen Frieden“http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kurschus-segenswuensche-zum-juedischen-neujahrsfest/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4ebb0d919110b47022f3e59e8c2ba516MedienInfo 66/2019
 

Zum jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana (29.9.-1.10.) hat Präses Dr. h. c. Annette Kurschus die jüdischen Gemeinden in Westfalen ihrer Verbundenheit und Solidarität versichert.

„Wir wenden uns ausdrücklich gegen alle Formen judenfeindlicher Haltungen. Wer Einzelne oder ganze Gruppen rassistisch diffamiert und Stimmungsmache betreibt, handelt gegen unser Grundgesetz“, schreibt die leitende Theologin im Namen der Evangelischen Kirche von Westfalen dem Vorsitzenden des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe, Zwi Rappoport (Dortmund).

Zu Recht fühlten sich viele Jüdinnen und Juden als selbstverständlicher Teil der Gesellschaft in Deutschland, doch ihnen fehle das Gefühl von Sicherheit und die Möglichkeit, ihre Religion frei ausüben zu können. Antisemitische Gewalttaten seien „Angriffe auf unseren gesellschaftlichen Frieden“.

Die Verbundenheit und der intensive Austausch mit jüdischen Gemeinden gehören für die Präses zur Identität der evangelischen Kirche: „Hier geht es um die Wurzeln auch unseres christlichen Glaubens.  Wir freuen uns, wenn wir jüdisches Leben, jüdische Kultur und jüdischen Glauben in unserer Nachbarschaft miterleben können.

Das jüdische Neujahrsfest erinnert an den Bund, den Gott mit seinem auserwählten Volk geschlossen hat. Im Gedenken daran sollen sich Menschen vom Bösen abwenden und nach Gottes guter Weisung handeln. Kurschus: „Dabei vertrauen wir gemeinsam auf Gott, der uns jedes Jahr täglich neu darin stärkt. Gerade in diesen zerrissenen Zeiten wünsche ich Ihnen und uns allen solches Gottvertrauen.“

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news-1623Thu, 26 Sep 2019 12:50:23 +0200Die Evangelische Kirche von Westfalen fördert dienstliche Elektrofahrräderhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wenn-der-pfarrer-mit-dem-e-bike-kommt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=120230d263575bfb1ef88b758abd460eMedienInfo 65/2019
 

Immer mehr evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer in Westfalen treten in die Pedale: Rund hundert „Kirchenräder“, gefördert von der Evangelischen Kirche von Westfalen, sind derzeit im Einsatz – Tendenz steigend.

Gemeindepfarrerinnen und –pfarrer sind viel unterwegs: Sie besuchen Menschen zu Hause, sind an verschiedenen Orten gesellschaftlichen Lebens präsent und müssen Wege zu Predigtstätten und Gemeindehäusern zurücklegen. Das Kirchenrad ist Bestandteil des Mobilitätskonzepts, das die Kirchenleitung vor gut einem Jahr beschlossen hat. Danach fördert die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) die Anschaffung eines dienstlichen E-Bikes mit 1.000 Euro. Den Rest bringt entweder die Gemeinde oder der Kirchenkreis auf, in dem der Pfarrer beschäftigt ist. Vikarinnen und Vikare, die in der praktischen Ausbildung zum Pfarrberuf sind, bekommen das E-Bike komplett finanziert: Die Landeskirche fördert so ihren theologischen Nachwuchs. Die Fahrzeuge können entweder im Internet bestellt oder bei einem örtlichen Fahrradhändler gekauft werden. E-Bikes zur dienstlichen Nutzung dürfen auch für private Zwecke gefahren werden. Auf Strecken bis zu fünf Kilometern ist das Fahrrad mit Elektromotor meistens das schnellste Verkehrsmittel, aber auch bei Entfernungen von bis zu 15 Kilometern kann es durchaus mit dem Auto konkurrieren.

Insgesamt stellt die westfälische Landeskirche 500.000 Euro zur Förderung der Kirchenräder bereit. Dieses Budget ist nun zu einem Fünftel ausgeschöpft. Für die Anstellungsträger, also Gemeinden oder Kirchenkreise, ist das Kirchenrad mittelfristig sogar ein Sparmodell, weil die Erstattung von Dienstfahrten per Auto (30 Cent pro Kilometer) weitgehend entfällt. Nach rund sieben Jahren hat sich die Anschaffung für den Anstellungsträger amortisiert und führt zu Einsparungen. Einige Kirchenkreise haben eigene Mobilitätskonzepte entwickelt, die auch den Öffentlichen Personennahverkehr umfassen und zugleich andere Berufsgruppen unterstützen.

Am Donnerstag (26.9.) sind im Kirchenkreis Soest die ersten 15 von 30 Kirchenrädern mit Elektromotor an Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Kirchenkreis Soest-Arnsberg und Mitarbeiter der Jugendkirche übergeben worden (Fotos).

„Das Kirchenrad spart nicht nur Geld und CO2, sondern dient auch der Gesundheit“, sagt Pfarrer Michael Westerhoff vom Personaldezernat der Landeskirche. Er hat das Mobilitätskonzept gemeinsam mit seinem Kollegen Volker Rotthauwe vom Institut für Kirche und Gesellschaft maßgeblich entwickelt. Von den derzeit insgesamt 1655 Pfarrerinnen und Pfarrern der EKvW arbeiten etwa zwei Drittel in Gemeinden. Die anderen erteilen Religionsunterricht, sind in der Seelsorge in Krankenhäusern, Altenheimen oder anderen Einrichtungen tätig oder nehmen sonstige Aufgaben wahr.

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news-1622Thu, 26 Sep 2019 12:08:33 +0200Bistümer und Landeskirchen fordern Nachbesserungen von der Regierunghttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kita-finanzierung-reicht-trotz-neuem-gesetz-nicht/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=146a7be8183924faaa100e7172a2b84cMedienInfo 64/2019
 

Die drei evangelischen Landeskirchen und die fünf Erzbistümer bzw. Bistümer in Nordrhein-Westfalen begrüßen den Vorstoß der Landesregierung, dass nun das Kinderbildungsgesetz weiterentwickelt wird und dass Land und Kommunen erhebliche Finanzmittel zusätzlich ins System der frühen Bildung geben.

Bei aller Wertschätzung für gute Ansätze im „Gesetz zur qualitativen Weiterentwicklung der frühen Bildung“ üben die Kirchen aber auch deutliche Kritik an dem Entwurf.

Die Landesregierung wolle die Qualität der frühen Bildung in Nordrhein-Westfalen steigern und deren nachhaltige finanzielle Absicherung erreichen. Das sei an einigen Stellen gelungen, erklären die evangelischen Kirchen und die katholische Kirche. Positiv sei zum Beispiel die geplante Ausbildungspauschale, weil sie bei der Gewinnung von Fachkräften helfe. Auch die an der tatsächlichen Preisentwicklung orientierte Dynamisierung der Kindpauschalen ist aus Sicht von Landeskirchen, Diözesen, der Caritas und der Diakonie gut. Das gelte auch für die vom Land und den Kommunen zusätzlich bereitgestellten Mittel in Höhe von 750 Millionen Euro. Zentrale Probleme im Bereich der frühen Bildung in NRW werden jedoch nicht gelöst. Das unterstreichen die Kirchen im Vorfeld der Anhörung im Gesetzgebungsverfahren, zu der sie am 30. September geladen sind.

Vor allem kleine Einrichtungen auf dem Land betroffen

So ist aus Sicht der konfessionellen Träger von Kindertageseinrichtungen die Auskömmlichkeit der zur Verfügung stehenden KiBiz-Mittel nicht erreicht; soll heißen: Das Geld reicht nicht aus. Eine auskömmliche Finanzierung sowohl der Personal- wie der Sachkosten sei aber eine Bedingung für die Sicherung und Steigerung der Qualität der frühkindlichen Bildung. Von diesem Mangel sind nach Angaben der Kirchen vor allem kleine Einrichtungen auf dem Land betroffen. Diese müssten unbedingt erhalten werden, wenn wohnortnahe Versorgung gesichert bleiben solle. Im Gegensatz zu den Personalkosten wurden im Gesetzentwurf die Sachkosten nicht neu berechnet. Die Berechnungen der Freien Wohlfahrtspflege ergeben eine Finanzierungslücke im Sachkostenbereich in Höhe von 570 Millionen Euro jährlich. Damit reicht das Gesamtfinanzierungsvolumen nicht aus, um sowohl die geplante Personalausstattung als auch die erforderlichen Sachkosten zu finanzieren.

Manche Problemlösung steht noch aus

Dass die freien Träger von mehr als 7000 Einrichtungen in NRW nicht in die Verhandlungen zwischen Land und Kommunalen Spitzenverbänden zu den Eckpunkten des neuen Gesetzes einbezogen wurden, hat  aus deren Sicht erkennbare Folgen im Gesetzentwurf. So würden die  konfessionellen Träger  in Summe nicht entlastet, sondern müssten aufgrund der prozentualen Beteiligung am insgesamt wachsenden Finanzvolumen mit in der Summe steigenden Trägeranteilen rechnen. Diese zunehmende Belastung werde für viele konfessionelle Träger nicht mehr zu schultern sein. Die existentielle Abhängigkeit der kirchlichen Träger von freiwilligen kommunalen Zuschüssen ist weiterhin gegeben. Der Gesetzentwurf löse das Finanzierungsproblem der kirchlichen Träger deshalb nicht.

Kirchen befürchten Verschiebungen

Zum anderen, so die Kirchen, ist es bei einer einseitigen Absenkung des kommunalen Trägeranteils geblieben. Sie befürchten, dass diese Entwicklungen sowie die aus kirchlicher Sicht weiterhin bestehende Unterfinanzierung des Gesamtsystems zu einer Veränderung  der Trägerlandschaft zu Ungunsten der freien und kirchlichen Träger führt. Darin sehen die NRW-Kirchen eine Gefährdung des Subsidiaritätsprinzips und des Rechts der Eltern auf freie Wahl der pädagogischen Ausrichtung der Kita für ihre Kinder.

Die Landeskirchen und Diözesen engagieren sich seit Jahrzehnten stark und mit Überzeugung in der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung. Dieser gesellschaftlichen Aufgabe wollen sie sich auch in Zukunft zum Wohl der Kinder und der Familien stellen. Dazu müssten aber die Rahmenbedingungen stimmen.

 

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AktuellesMedien
news-1621Thu, 26 Sep 2019 11:36:14 +0200Interreligiöse Friedenskonferenz der Vereinten Evangelischen Mission auf Sansibarhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/christen-muslime-juden-und-buddhisten-fuer-frieden-und-gerechtigkeit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e1fd06bff001b218f0dbcce0c289ace6Ihren Willen zu Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung im Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit und beim Aufbau inklusiver Gemeinschaften haben die Teilnehmer einer interreligiösen Friedenskonferenz der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) auf Sansibar betont.

70 Vertreter und Vertreterinnen christlicher, muslimischer, jüdischer und buddhistischer Glaubensgemeinschaften aus elf Ländern in Asien, Afrika und Europa trafen sich vom 20.-23. September 2019, um gemeinsam zu beraten, wie Extremismus und Gewalt auf lokaler, regionaler und globaler Ebene überwunden werden können. Die Konferenz fand statt in einem Kontext, der über Jahrhunderte bis heute durch Einflüsse islamischer, christlicher und anderer Religionen geprägt ist.

Gastgeber war das Zanzibar Interfaith Centre (ZANZIC). Die Teilnehmenden besuchten verschiedene interreligiöse Projekte, unter anderem mit Frauen und Jugendlichen. Die Botschaft der Teilnehmenden traf auf großes öffentliches Interesse. Geistliche Würdenträger christlicher, islamischer, buddhistischer und jüdischer Religionsgemeinschaften aus aller Welt stellten diese am Ende der Konferenz in der Stadtmitte von Stone Town vor. Die Kundgebung endete mit einem gemeinsamen interreligiösen Gebet. „In dieser Form hat es bisher einen gemeinsamen Auftritt religiöser Führer aus Sansibar nicht gegeben“, resümierte Father Gaudene Mushi, ein Teilnehmer der Konferenz aus Tansania.

Die Konferenz auf Sansibar knüpfte an die erste interreligiöse Tagung 2017 in Wuppertal an. Neben der VEM waren damals beteiligt die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen und Justitia et Pax. Jochen Motte, Mitglied des Vorstands der VEM, begrüßte die Fortsetzung dieses 2017 begonnenen Prozesses als Pilgerweg für Gerechtigkeit und Frieden. Teilnehmende äußerten den Wunsch, die getroffenen Verabredungen zur verstärkten Zusammenarbeit und Austausch mit einem dritten Zusammentreffen in Asien 2022 zu verbinden.

Die VEM wird auf dem Hintergrund der Tagung prüfen, wie und in welcher Weise interreligiöse Zusammenarbeit in ihren Bildungsprogrammen gestärkt und weiter verankert werden kann.

 

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AktuellesSuchende
news-1620Thu, 26 Sep 2019 10:30:46 +0200Dienstantritt: Elf neue Vikarinnen und Vikare starten am 1. Oktober durchhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ein-feiner-blick-fuer-menschen-ihre-sehnsuechte-und-sorgen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fd30dcba69b65aaee9332ae70d4e9884Sechs Vikarinnen und fünf Vikare treten am 1. Oktober ihren Vorbereitungsdienst in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) an. In einem Abendmahlgottesdienst am Dienstag (24. September) in der Bielefelder Süsterkirche sind sie von Präses Dr. h. c. Annette Kurschus und Oberkirchenrätin Petra Wallmann begrüßt worden.

Nach bestandenem 1. Theologischem Examen erhielten sie ihre Berufungsurkunden und lernen nun zweieinhalb Jahre lang praktische Gemeindearbeit. Darin sind drei Monate Schulpraktikum eingeschlossen. Mit Beginn des neuen Vikariatskurses sind insgesamt 51 westfälische Vikarinnen und Vikare, 27 Frauen und 24 Männer, im Vorbereitungsdienst.

In ihrer Predigt zu 1. Mose 28 („Jakob und die Himmelsleiter“) wünschte Präses Kurschus den angehenden Pfarrerinnen und Pfarrern für Sensibilität und einen „feinen Blick“: „Einen Blick, der genau hinsieht. Der Kleinigkeiten wahrnimmt und wichtig nimmt, so dass er auch winzige Nuancen bemerkt, die manchmal alles verändern. Auch und gerade mitten im Leben.“ Und diesen feinen Blick brauche es nicht nur für die biblischen Texte. „Neben offenen Ohren und einem offenen Herzen brauchen Sie einen feinen und genauen Blick auf die Welt. Einen wachen Blick auf die Menschen, auf deren Leben und Arbeiten, auf deren Sehnsüchte und Träume, auf deren Sorgen und Ängste.“ Ein solcher Blick, ermutigte Kurschus, achte gerade im genauen Hinsehen und Wahrnehmen das Geheimnis. Er halte den Raum offen für das Unerklärliche und Unverfügbare. Und er ahne das Kostbare und Würdevolle auch im Kleinen und Schäbigen und vermeintlich Unansehnlichen. Ihr Fazit: „Einen solchen Blick werden Sie brauchen für Ihre Arbeit in der Schule, in der Gemeinde und überall dort, wo Sie später einmal Ihren Dienst als Pfarrerinnen und Pfarrer versehen werden.“

Ihr Vikariat am 1. Oktober 2019 beginnen:

  • Valeria Danckwerth
    Ev. Kirchengemeinde Pelkum-Wischerhöfen, Ev. Kirchenkreis Hamm
  • Daniel Fuhrwerk
    Ev. Kirchengemeinde Haßlinghausen-Herzkamp-Silschede, Ev. Kirchenkreis Schwelm
  • Andreas Hoenemann
    Ev. Kirchengemeinde Werdohl, Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg
  • Christin Jeworrek
    Ev.-Luth. Stephanus-Kirchengemeinde, Ev. Kirchenkreis Herford
  • Wolf-Tilmann Marek
    Institut für Kirchengeschichte in Münster
  • Angelika Mayer-Ullmann
    Ev.-Ref. Kirchengemeinde Neunkirchen, Ev. Kirchenkreis Siegen
  • Friederike Melloh
    Ev. Emmaus-Kirchengemeinde Gelsenkirchen, Ev. Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid
  • Jan-Philipp Nagel
    Ev. Nikolai-Kirchengemeinde Siegen, Ev. Kirchenkreis Siegen
  • Katrin Pferdmenges
    Ev. Kirchengemeinde Marsberg, Ev. Kirchenkreis Soest-Arnsberg
  • Carsten Rahe
    Ev. Stadt-Kirchengemeinde Marl, Ev. Kirchenkreis Recklinghausen
  • Mirjam Westermann
    Ev. Philippus-Kirchengemeinde Dortmund / Ev. Kirchenkreis Dortmund
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AktuellesMitarbeitende
news-1619Wed, 25 Sep 2019 17:26:47 +0200Norbert Lammert wird mit dem protestantischen Hans-Ehrenberg-Preis geehrt http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/leidenschaft-esprit-und-stil/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=237dc822268f6d8fdf115785d0a562a5Der langjährige Präsident des Deutschen Bundestages, Professor Norbert Lammert, wird mit dem protestantischen Hans-Ehrenberg-Preis geehrt. Die Laudatio auf den Bochumer Politiker und jetzigen Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung hält der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider.

Lammert, so der Bochumer Superintendent Dr. Gerald Hagmann, Vorsitzender der Findungskommission, habe „die demokratische Kultur der Republik in einer Weise geprägt, die Leidenschaft, Esprit und Stil vereint. Die Art, in der er öffentliche Ämter bekleide, macht erfahrbar, dass Demokratie mehr ist und anderes als eine Verfahrensform: Sie ist Lebensart, Haltung, ein bürgerlicher Habitus, der einen demokratischen Alltag prägt“.

Die würdevolle Leichtigkeit dieses bundesrepublikanischen Stils, heißt es in der Begründung der Jury für den Hans-Ehrenberg-Preis, habe Lammert im bewussten Kontrast zu der traumatischen Erfahrung entwickelt, dass Demokratien sterblich seien, weil sie nur durch das Engagement aller überdauern können: „Herzschlag der Demokratie ist jede einzelne Stimme.“

Geehrt wird Lammert für seine Verdienste um die liberale Demokratie am 13. Oktober um 18:00 in der Christuskirche Bochum, der Predigtstätte Ehrenbergs, die heute am Platz des europäischen Versprechens liegt. Der Festakt steht unter dem Thema „Die Zukunft der Demokratie“.

Mit dem protestantischen Preis erinnern die Evangelische Kirche in Bochum gemeinsam mit der Evangelischen Kirche von Westfalen an den Vordenker und Wegbereiter des kirchlichen Widerstands gegen das Nazi-Regime, den Bochumer Pfarrer und Publizisten Hans Ehrenberg. Wie kein anderer Theologe habe Ehrenberg darauf bestanden, dass jede Art von Antisemitismus und autoritärer Ideologie unvereinbar sei mit biblischen Denken, „sie stehen dem kirchlichen Auftrag unversöhnlich gegenüber“, sagte Hagmann. 

Die Evangelische Kirche Bochum verleiht den mit 5 000 € dotierten Hans-Ehrenberg Preis an Persönlichkeiten, die, so die Statuten, „in öffentlicher Auseinandersetzung protestantische Positionen beziehen“. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem der Künstler Wim Wenders, der Publizist Robert Leicht, die Politikerin Antje Vollmer sowie der damalige EKD-Vorsitzende Manfred Kock gemeinsam mit dem unlängst verstorbenen Karl Kardinal Lehmann.

Die Teilnahme steht allen Interessierten offen. Um formlose Anmeldung wird gebeten: info@christuskirche-bochum.de oder Telefon 0234 96290414

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news-1618Wed, 25 Sep 2019 08:54:00 +0200Neu: Evangelisches Gütesiegel Familienorientierung erfolgreich eingeführthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/guetesiegel-ermutigt-und-unterstuetzt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d8193339e6e5b3f90ee1f0296013063cIn einer gemeinsamen Initiative haben die Diakonie Deutschland und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) das „Evangelische Gütesiegel Familienorientierung“ entwickelt.

Das Gütesiegel ermutigt und unterstützt Träger, Einrichtungen und Dienste, ihre Personalpolitik familienorientiert weiterzuentwickeln und nach innen wie außen sichtbar zu machen. Damit setzen sich Kirche und Diakonie auch als Arbeitgeberinnen für Menschen mit familiären Aufgaben ein. Am 19. September wurden die ersten zwölf Einrichtungen mit dem Evangelischen Gütesiegel in einem Festakt u. a. durch Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey zertifiziert. Noch immer sei es eine Zukunftsfrage, wie es besser gelingen kann, dass Frauen* und Männer* sowohl eine ambitionierte Berufstätigkeit ausüben können als auch über genügend Zeit und Flexibilität verfügen, um gleichzeitig für Kinder und Angehörige sorgen zu können, so der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, in seiner Begrüßungsrede. Unter den zertifizierten Einrichtungen waren auch zwei Institutionen aus Westfalen: der Wirtschaftsbetrieb (WIB GmbH) des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Recklinghausen gGmbH und der Evangelischer Kirchenkreis Dortmund. Nach der erfolgreichen Pilotphase wird das Evangelische Gütesiegel Familienorientierung in der nun folgenden Implementierungsphase deutlich ausgebaut und langfristig etabliert. Dies wird von 17 Landeskirchen und Diakonischen Werken unterstützt und anderem auch von der EKvW.

Dazu Präses Dr. h. c. Annette Kurschus: „Es ist nur konsequent, dass sich unsere westfälische Kirche, die sich in einem breiten Diskussionsprozess auf allen Ebenen intensiv mit dem Thema Familie beschäftigt hat, nun ebenso intensiv weiterfragt: Wie fördern wir aktiv eine gute Vereinbarkeit von beruflichem Engagement und der Pflege familiärer Verpflichtungen für Frauen und Männer?“

Wer Interesse hat an dem nächsten Zertifizierungsprozess teilzunehmen, kann sich bei Martin Treichel oder Nicole Richter im Institut für Kirche und Gesellschaft melden.

 

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news-1617Tue, 24 Sep 2019 14:34:58 +0200Gespräch mit dem früheren israelischen Botschafterhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/avi-primor-antisemitismus-gelassen-bleiben/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=74d6d5a0b3de9e896cb7b3d592c6ea5fAuf Einladung der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Evangelischen Kirche im Rheinland informieren sich zur Zeit Landtagsabgeordnete von CDU, SPD, FDP und Grünen aus NRW auf einer gemeinsamen Nahost-Reise mit Vertretern der beiden Landeskirchen über kirchliches Engagement in Israel und den Palästinensergebieten. Sie trafen auch den früheren israelischen Botschafter in Deutschland, Avi Primor. Er ist Vorsitzender der Israelischen Gesellschaft für Auswärtige Politik und lehrt an der Universität Tel Aviv.

In der Debatte über Antisemitismus in Deutschland rät Primor zu Gelassenheit. Antisemitismus habe es zwar in Deutschland immer gegeben, er sei aber im Laufe der Jahre „ständig zurückgegangen“, sagte er. Das habe sich nach seiner Einschätzung nicht geändert: Die große Mehrheit der Deutschen sei nicht antisemitisch.

Antisemitismus sei nicht dadurch gefährlicher geworden, dass er möglicherweise lauter auftrete als früher. Damit müsse Deutschland zurechtkommen. Wenn Antisemitismus tabuisiert würde, wäre er dadurch nicht weniger real. Allerdings sei durch die Zuwanderung aus der arabischen Welt eine andere Art von Antisemitismus in der Bundesrepublik präsent, sagte der 84-jährige Ex-Diplomat.

Ungewisse Regierungsbildung in Israel

Nachdem bei der Parlamentswahl am vergangenen Dienstag kein Lager eine Mehrheit bekommen hat, steht Israel nach Primors Worten vor einer ungewissen Regierungsbildung, auch eine Neuwahl sei möglich. Im Konflikt mit den Palästinensern sei ebenfalls unklar, wie es weitergeht. Das Thema habe im Wahlkampf keine Rolle gespielt, auch weil die Bevölkerung von der Politik keine Lösung mehr erwarte.

Eine Friedenslösung wäre nach Einschätzung des früheren Botschafters nur möglich, wenn die USA Druck auf Israel für eine Zwei-Staaten-Lösung machen würden. Bei einer solchen Lösung müssten im Zuge eines Gebietsaustauschs verstreute israelische Siedlungen im Westjordanland geräumt werden. „Das ist möglich, wenn Regierung und Bevölkerung dahinter stehen“, unterstrich Primor. Allerdings sei offen, welche Nahost-Politik US-Präsident Donald Trump künftig verfolgen werde „und ob er wirklich einen Friedensplan hat“.

Avi Primor war von 1993 bis 1999 israelischer Botschafter in Deutschland. (epd)

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news-1616Mon, 23 Sep 2019 09:15:04 +0200Der Evangelische Friedhof Gütersloh wird „Ort der Hoffnung“http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/mehr-als-ein-marketing-konzept/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7fcb9675effe488a66b091f32c1c4e71MedienInfo 63/2019
 

„Auf unseren Friedhöfen ist mehr als Abschied und Erinnerung, hier ist mehr als Tränen und Schmerz. Hier trifft die unendliche Wirklichkeit Gottes voller Kraft und Leben auf die menschliche Wirklichkeit des Endlichen und Vergänglichen. ‚Jetzt‘ und ‚Noch nicht‘ begegnen einander. Schmerzlich und tröstlich. Verwirrend und hoffnungsvoll“.

Das hat Dr. h. c. Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, am Tag des Friedhofs (22. September) in Gütersloh betont. Dort eröffnete sie zusammen mit Pfarrer Eckhard Heidemann (Vorsitzender des Presbyterium) den Evangelischen Friedhof Gütersloh als „Ort der Hoffnung“.

„Wenn der Evangelische Friedhof Gütersloh ab jetzt ‚Ort der Hoffnung‘ heißt, dann ist das weit mehr als nur ein neuer Name für Altbekanntes. Mehr als ein Label oder Marketing-Konzept", so die leitende Pastorin der westfälischen Landeskirche. „Ort der Hoffnung: Dieser Name weiß um das Loch in der Mauer; um die göttliche Stimme, die wir von jenseits hören; um den Gegen-Ort, der unser Zuhause sein wird und der sein Licht und seine Wärme schon jetzt aus der Ewigkeit in die Zeit schimmern lässt.

Landeskirchenrat Martin Bock, der im Landeskirchenamt für die Kampagne verantwortlich ist, erinnerte in seinem Grußwort an den Wandel in der Bestattungskultur und wünschte der Evangelischen Kirchengemeinde Gütersloh, „dass diese Positionierung den Evangelischen Friedhöfen hilft, im Wandel der Zeiten besser erkennbar zu werden, dass Gemeindeglieder und Bürgerinnen und Bürger der Stadt Gütersloh auf den Evangelischen Friedhöfen erfahren, dass es sich um kirchliche Orte handelt. Orte, an denen sie willkommen sind, an denen sie von anderen Menschen Unterstützung in der Trauer erfahren, eine professionelle serviceorientierte Verwaltung erleben und empathische Menschen treffen, die ihre Hoffnung auf Überwindung des Todes vereint.“

Ort der Hoffnung

Vor zehn Monaten, zum Ewigkeitssonntag des vergangenen Jahres (25. November), hatte die Evangelische Kirche von Westfalen die Initiative „Evangelischer Friedhof - Ort der Hoffnung“ gestartet. Ziel der Kampagne ist es, den evangelischen Friedhof von seinem Kern aus neu zu denken und die Hoffnung, die Christenmenschen antreibt, mit Leben zu füllen und auf dem Friedhof sichtbar und spürbar zu machen.

Gemeinden, die sich an der Initiative beteiligen, legen deshalb Wert auf eine besondere Friedhofsgestaltung, einen liebevollen Umgang mit trauernden Angehörigen sowie auf würdevolle Bestattungen. Die Landeskirche unterstützt Gemeinden, die sich auf den Weg machen, etwa durch Fortbildungen, Gestaltung von Schildern und Drucksachen sowie in organisatorischen Fragen.

Nach der Eröffnung in der Kapelle des Neuen Friedhofs konnten sich die Besucherinnen und Besucher selbst ein Bild davon machen, wie die Evangelische Kirchengemeinde Gütersloh ihren Friedhof in einen das „Ort der Hoffnung“ verwandelt hat. Als sichtbares Zeichen der Hoffnung pflanzte Präses Annette Kurschus zusammen mit Susanne Laab, Leiterin der Friedhofsverwaltung, am Sternenkinderfeld einen Apfelrosenstamm während alle anderen Besucherinnen und Besucher Gelegenheit hatten, auf der Insektenwiese Blumenzwiebeln zu setzen.Rund 50 von 503 evangelischen Friedhöfen in NRW sind inzwischen „Orte der Hoffnung“. Zahlreiche weitere haben sich bereits auf den Weg gemacht und werden es in absehbarer Zeit sein.

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news-1615Fri, 20 Sep 2019 14:01:03 +0200Präses Annette Kurschus beim Klima-Aktionstag in Dortmundhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/wir-sind-bislang-nicht-konsequent-genug/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6a9471ac658822fba6484b504e77dee7MedienInfo 62/2019
 

Eindringlich und selbstkritisch hat Präses Dr. h. c. Annette Kurschus am Klima-Aktionstag zu einer Änderung der Politik und des persönlichen Verhaltens aufgerufen: „Wir waren bislang nicht beharrlich genug, um einer nachhaltigen Politik aufzuhelfen. Wir sind bislang nicht konsequent genug, vor unserer eigenen Haustür zu kehren. So viel hätte längst geschehen können und müssen. Es muss in die Köpfe, in die Herzen und in die Systeme“, sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) am Freitag (20.9.) in Dortmund.

Präses Kurschus appellierte an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, in Kirche und Gesellschaft und an jede und jeden Einzelnen, nach dem Aktionstag nicht wieder zur gewohnten Tagesordnung überzugehen: „Womöglich gibt es etwas, das ich selbst in meinem täglichen Leben wirksam verändern kann. Heute schon. Und sei es etwas vermeintlich Klitzekleines.“
Der Auftrag Gottes, seine Schöpfung zu bewahren, werde von uns Menschen als Freibrief für Raubbau und Ausbeutung missbraucht, als „Erlaubnis, das Meer zu vermüllen und die Luft zu verpesten“. Längst sei der segensreiche Rhythmus von Brachliegen und Blühen, von Säen und Ernten in lebensbedrohliches Stolpern geraten. Deshalb: „Jetzt ist Zeit zu handeln! Noch ist Zeit. Höchste Zeit zum Aufhorchen und Umdenken. Heute unterbrechen wir demonstrativ unseren Alltag und setzen gemeinsam ein Zeichen – für das Leben, das Gott schuf und vollendet und das er unserer Liebe und Fürsorge anvertraut.“

Vor der großen Demonstration auf dem Friedensplatz hatte der Evangelische Kirchenkreis Dortmund zu einem „Innehalten“ an der Reinoldikirche eingeladen. Pfarrer Friedrich Stiller, Umweltbeauftragter des Kirchenkreises, und Pfarrerin Sandra Laker lasen eine heiter-nachdenkliche Version der biblischen Schöpfungsgeschichte, in der auch die „Schmetterlinge im Bauch“ als Geschöpfe Gottes vorkamen. Der stellvertretende katholische Stadtdechant Ansgar Schocke rezitierte Auszüge aus dem „Sonnengesang“ des Franz von Assisi. Bevor man gemeinsam zum Friedensplatz zog, rief Pfarrer Friedrich Laker dazu auf, sich der gemeinsamen Klima-Initiative der Dortmunder Kirchengemeinden anzuschließen: „Bleibt mit uns dran! Wir lassen ab heute nicht mehr nach!“

Überall in der westfälischen Landeskirche beteiligten sich Gemeinden und Kirchenkreise am Klima-Aktionstag. Sie folgten damit einem Aufruf von Präses Annette Kurschus. In vielen Kirchen läuteten um die Mittagszeit die Glocken und luden zu Gottesdiensten, Andacht und Gebet.

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news-1614Thu, 19 Sep 2019 15:22:59 +0200Andreas Heidemann wird Nachfolger von Werner Prüßnerhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/neuer-landeskirchenrat-fuer-bildung-und-jugend/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=42cbe81a6cd5bded27a74279179dcedcAndreas Heidemann (43), Jurist bei der Lippischen Landeskirche, wird Landeskirchenrat für den Bereich Bildung und Jugend der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Er tritt zum 1. Februar 2020 die Nachfolge von Werner Prüßner an, der zum 1. März in den Ruhestand geht.

Sein Aufgabenbereich umfasst die Leitung der Personalverwaltung und der Haushaltsangelegenheiten der sieben Schulen der EKvW. Er ist für die Rechtsangelegenheiten im schulischen Bereich zuständig, insbesondere zum Religionsunterricht, berät die Leitungsgremien und führt die Aufsicht über die Bauangelegenheiten der Schulen.

Um den Herausforderungen mit Blick auf Kinder und Jugendliche zu begegnen, bedarf es nach Überzeugung des künftigen Landeskirchenrates „der kreativen und konstruktiven Zusammenarbeit verschiedener Professionen wie Theologen, Pädagogen, Social-Media-Experten und Verwaltungsfachleute, die bereit sind, auch unbequeme Fragen zu stellen und unkonventionelle Wege zu gehen“. Auch künftig sei es für die Kirche wichtig, beim Religionsunterricht verlässlicher Partner des Staates zu bleiben. Von großer Bedeutung sei auch die möglichst flächendeckende und regelmäßige Zusammenarbeit zwischen örtlichen Kirchengemeinden und Schulen. Heidemann möchte seine Kompetenz dafür einsetzen, dass die landeskirchlichen Schulen weiterhin „evangelische Profil-Leuchttürme“ bleiben.

Andreas Heidemann, in Frankfurt/Main geboren, ist überwiegend in Gütersloh aufgewachsen. Er studierte ab 1996 Jura in Bielefeld und arbeitete als selbständiger Rechtsanwalt und als Leiter der Inkassoabteilung einer Bielefelder Firma. Seit 2014 ist er bei der Lippischen Landeskirche (Detmold) beschäftigt. Ehrenamtlich übernimmt er Leitungsverantwortung in seiner Kirchengemeinde Friedrichsdorf in Gütersloh, ebenso in der Kreissynode des Kirchenkreises Gütersloh und im Vorstand des Kirchenkreisverbandes Gütersloh – Halle – Paderborn. Andreas Heidemann ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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