Aktuelles :: EKvW.dehttp://www.evangelisch-in-westfalen.dedeEvangelische Kirche von Westfalen, LandeskirchenamtFri, 22 Oct 2021 14:58:01 +0200Fri, 22 Oct 2021 14:58:01 +0200TYPO3 EXT:newsnews-2165Thu, 21 Oct 2021 14:21:37 +0200Diakonie RWL zahlt 15 Millionen Euro an Flutopferhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/100-tage-hochwasserhilfe/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=436534e35d3cba19246664e875999988Hundert Tage ist die verheerende Hochwassernacht her. Seitdem steht das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) an der Seite der Betroffenen. Was wurde bisher geleistet? Wie geht es weiter? Die Diakonie RWL nutzt das Datum, um eine erste Zwischenbilanz der geleisteten Hilfe zu ziehen.

„Die Folgen des Hochwassers werden uns noch über Jahre begleiten“, sagt Diakonie RWL-Vorständin Kirsten Schwenke. „Wir bleiben vor Ort. Wir helfen beim Wiederaufbau und sind auch in den kommenden 600 Tagen für die Menschen da.“
Insgesamt sind über verschiedene Spendenkonten für die Hochwasserhilfe in Deutschland 42,6 Millionen Euro eingegangen. Mit rund 15 Millionen Euro ist knapp ein Drittel der Spenden bereits ausgegeben oder fest verplant.

Bargeldhilfen direkt nach dem Hochwasser

„In den Tagen nach dem Hochwasser haben wir vor allem Soforthilfen ausgezahlt“, so Kirsten Schwenke. 3,2 Millionen Euro wurden an betroffene Menschen bar oder per Überweisung ausgezahlt. Mit dem Geld sind rund 7.000 Haushalte unterstützt worden. „Viele Menschen hatten alles verloren. Von der ersten Soforthilfe konnten sie Kleidung, Medikamente oder die Tankfüllung bezahlen.“ Außerdem hat die Diakonie RWL Bautrockner im Wert von einer Millionen Euro in den Regionen verteilt.

Auch gemeinnützige Einrichtungen erhielten Soforthilfen in Höhe von 200.000 Euro. „Wir unterstützen die Sozialeinrichtungen, damit sie ihre wichtige Arbeit wieder aufnehmen können“, erklärt die Vorständin. Um die Familien und Einrichtungen zu entlasten, organisierte die Diakonie RWL zudem Sommerfreizeiten für Kinder aus Hochwasserregionen.

Nicht nur finanzielle Beratung

Klar ist: Mit Geld allein ist den Menschen nicht geholfen. „Viele brauchen Zuspruch, Trost und ein offenes Ohr, um mit all dem Schrecklichen, das sie erlebt haben, fertig zu werden“, beobachtet Ulrich Christenn, Leiter des Zentrums Drittmittel und Fundraising. Deshalb hat sich die Diakonie RWL mit der Diakonie Katastrophenhilfe, der Evangelischen Kirche im Rheinland und den diakonischen Mitgliedern vor Ort vernetzt. Bei jedem Hilfsangebot suchen die Mitarbeitenden das persönliche Gespräch mit den Menschen. Bei Bedarf kann an einen Seelsorger oder eine Seelsorgerin vermittelt werden. „In den ersten Wochen nach dem Hochwasser haben unsere Mitarbeitenden insgesamt tausende seelsorgerische Gespräche geführt“, sagt Ulrich Christenn.

Viele Betroffene wissen nicht, wo sie finanzielle Unterstützung bekommen. In den Allgemeinen Sozialberatungsstellen und von den neun eingerichteten mobilen Teams werden die Menschen auch zu staatlichen Fördermöglichkeiten informiert. Die Diakonie RWL unterstützt sie mit Haushaltsbeihilfen in Höhe von bis zu 5.000 Euro, damit die Familien zumindest einen Teil der zerstörten Möbel oder Geräte ersetzen können. Rund 620 Anträge sind dafür bislang eingegangen.

So geht es weiter

Geplant ist auch die Beratung beim Wiederaufbau. Menschen, deren Häuser zerstört wurden, können sich mit Statikern und Bauexperten austauschen, ob und wie ein Wiederaufbau aussehen kann.

„Große Sorgen bereitet uns der Herbst und Winter“, betont Diakonie RWL-Vorständin Kirsten Schwenke. „In vielen Regionen kommt es zu Engpässen bei der Wärmeversorgung. Wir haben deshalb unser Wärmeprojekt gestartet.“ Bislang haben die Diakonie Katastrophenhilfe und die Diakonie RWL 150.000 Euro für mobile Heizgeräte und 120.000 Euro für Heizöl ausgegeben. Das Wärmeprojekt sei eine erste provisorische Lösung, erklärt Ulrich Christenn. Es brauche noch Zeit, bis die Infrastruktur überall wieder aufgebaut sei. „Umso wichtiger ist es, dass die Menschen keine falsche Scheu zeigen, unsere Hilfen anzunehmen.“

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news-2163Wed, 20 Oct 2021 12:16:50 +0200Wuppertal/Bethel und Akademie der Ruhr-Uni Bochum starten erstmals gemeinsamen Zertifikatsstudiengang über Interkulturalitäthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/migration-lokal-denken/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=24124af57f13f50331b2cbe908395ac6Die Vereinte Evangelische Mission (VEM), die Kirchliche Hochschule (KiHo) Wuppertal/Bethel und die Akademie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) starten zum Wintersemester 2021/2022 den neuen gemeinsamen Zertifikatsstudiengang „Migration lokal denken. Religiöse Gemeinschaften vor Ort“.

Der Zertifikatsstudiengang möchte die internationale und interkulturelle Pluralität der kirchlichen Landschaft erschließen und sie in den weiten Horizont der Themenfelder Migration, Religion, Rassismus, Identität und interkulturelles Handeln und Kultur stellen. Exkursionen und empirische Forschungsprojekte eröffnen Einblicke in die Praxis vor Ort. Ziel ist es, analytische und handlungsbezogene Kompetenzen in interkulturellen Begegnungen in Kirche und Gesellschaft zu erwerben. 

Das Programm umfasst drei Lehrveranstaltungen, zwei an der RUB und eine an der KiHo Wuppertal/Bethel, sowie eine schriftliche Abschlussarbeit. Die verantwortliche Gesamtleitung liegt bei Prof. Dr. Claudia Jahnel und Dr. Claudia Rammelt vom Lehrstuhl für Interkulturelle Theologie und Körperlichkeit der Evangelisch-Theologischen Fakultät der RUB. 

Der Zertifikatsstudiengang richtet sich an Interessierte aus Kirche, Diakonie und Gesellschaft sowie an Studierende und Berufstätige. Studierende der RUB und der KiHo Wuppertal/Bethel können die Veranstaltungen im Rahmen ihres Studienprogramms besuchen. 

Seminar „Interkulturelles Handeln in Kirche und Gesellschaft“ in Wuppertal 

Das Seminar in Wuppertal trägt den Titel „Interkulturelles Handeln in Kirche und Gesellschaft“. Es ist verortet in der Schnittmenge von Praktischer Theologie und Interkultureller Theologie. Angesichts der Pluralisierung der Gesellschaft und der Tatsache, dass sich in evangelischen Kirchengemeinden selten Menschen mit Migrationshintergrund finden, gewinnt die Frage nach der pluralen Gestaltung von Gemeinden an Bedeutung. Das Seminar führt in die theoretischen Grundlagen der Interkulturalität ein und ermöglicht darüber hinaus die persönliche Reflexion von kulturellen Prägungen und Selbsterfahrung mit dem eigenen Schwarzsein/Weißsein. 

Ziel ist es unter anderem, die Studierenden darin zu befähigen, eigene Strategien für interkulturelles Handeln in bislang monokulturellen Kontexten zu entwickeln. Dazu werden beispielsweise Grundkonzepte der praktischen Theologie auf ihre interkulturellen Potenziale befragt. Die Studierenden sollen zum Abschluss des Seminars auch in der Lage sein, Pfarrpersonen, Presbyter*innen und Gemeindemitglieder darauf vorzubereiten, was die interkulturelle Öffnung für eine Institution wie Kirche heißt und diesen Prozess partizipativ zu gestalten. Lektüre, Diskussion sowie Elemente der Selbstreflexion und die Arbeit an Fallstudien verbinden sich in dem Seminar zu einem ganzheitlichen Lernansatz.

Das Seminar umfasst zwei Präsenz-Blockseminare am 29.-30. Oktober 2021 und am 21.-22. Januar 2022 an der KiHo Wuppertal/Bethel sowie vier digitale Vorlesungen und eine Exkursion. Geleitet wird das Seminar von Dr. Claudia Währisch-Oblau, Missionstheologin und Leiterin der Abteilung Evangelisation der VEM, Dr. Andar Parlindungan, Theologe aus Indonesien mit den Schwerpunkten Missionswissenschaft und Interreligiosität und Leiter der Abteilung Training und Empowerment der VEM sowie Dr. Heike Ernsting, Praktische Theologin, Ecumenical Studies (MPhil) und Pfarrerin der Evangelischen Kirche im Rheinland. 
Interessierte können sich noch kurzfristig anmelden bei der Evangelisch-Theologischen Fakultät der RUB unter: migration.lokal.denken@rub.de. Die Kursgebühren betragen 950,00 Euro.

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news-2159Thu, 14 Oct 2021 10:15:00 +0200Flüchtlingspolitisches Wort der drei nordrhein-westfälischen Landeskirchenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/afghanistan-leitende-geistliche-fordern-einloesung-der-zusagen-des-westens/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1e8d65e0eda43af6b537f2d849e45d37MedienInfo 55/2021

In einem gemeinsamen flüchtlingspolitischen Wort zur Lage in Afghanistan appellieren die leitenden Geistlichen der drei nordrhein-westfälischen Landeskirchen an die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern, „Afghanistan und seine Bewohnerinnen und Bewohner nicht zu vergessen und die Zusagen, die der Westen gemacht hat, einzulösen“. 

„Mit dem Abzug aller Streitkräfte endet unsere Verantwortung als Europäerinnen und Europäer gerade nicht“, heißt es in dem Wort, das von Präses Dr. Thorsten Latzel (Evangelische Kirche im Rheinland), Präses Dr. h. c. Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen) und Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche) unterzeichnet ist.

Die Afghaninnen und Afghanen, die in den vergangenen Jahren beim Aufbau eines demokratischen Landes geholfen hätten, fühlten sich nun zu Recht von Deutschland und von Europa im Stich gelassen. „Diese Menschen sind in besonderer Weise ,unsere Flüchtlinge‘. Gerade auch für sie müssen Fluchtwege nach Europa offengehalten und die Aufnahme von Geflüchteten aus Afghanistan ermöglicht werden“, mahnen die drei leitenden Geistlichen. Sie lenken zugleich den Blick auf die Menschen afghanischer Herkunft, die zum Teil seit vielen Jahren in Deutschland leben und verzweifelt für ihre Verwandten im Herkunftsland nach einem Ausweg suchen.

Forderung nach Aufnahmeprogrammen und sicherem Aufenthaltsstatus

Die obersten Repräsentanten ihrer Landeskirchen fordern daher unter anderem großzügige humanitäre Aufnahmeprogramme, einen erleichterten Familiennachzug, ein nennenswertes Resettlement-Kontingent zur Aufnahme besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge, die in ihrem Erstaufnahmeland nicht bleiben können, und einen sicheren Aufenthaltsstatus für alle in Deutschland lebenden Afghaninnen und Afghanen. Ländern und Kommunen, die sich zu einer Aufnahme bereit erklärt hätten, solle diese endlich ermöglicht werden. Die nordrhein-westfälischen Landeskirchen und ihre Kirchengemeinden seien gerne bereit, „gemeinsam mit einer engagierten Zivilgesellschaft die Aufnahme und Integration der Geflüchteten zu unterstützen und zu begleiten“.

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news-2160Thu, 14 Oct 2021 10:00:00 +0200Wahlen bei der EKD-Synode im Novemberhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/praeses-annette-kurschus-kandidiert-fuer-den-rat-der-ekd/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=103b2f139f84939c7af30e1e87800c30Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen und stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende, kandidiert erneut für den Rat der EKD. Die Vorstellung der 22 Kandidatinnen und Kandidaten und die Wahl der 14 Ratsmitglieder findet während der EKD-Synode im November in Bremen statt.

Der Wahlvorschlag des Ratswahlausschusses umfasst insgesamt 22 Personen, davon elf Frauen und elf Männer. Es kandidieren 13 Theologinnen und Theologen sowie neun Personen anderer Profession, die sich ehrenamtlich in der evangelischen Kirche engagieren. Präses Kurschus möchte „klare protestantische Akzente einbringen in die aktuellen gesellschaftlichen Diskurse - mit unverhandelbarer Option für die Schwachen“, sagt sie in ihrer Vorstellung.

Dem Rat der EKD, der für sechs Jahre gewählt wird, gehören 15 Mitglieder an. 14 dieser Mitglieder werden gemeinsam von Synode und Kirchenkonferenz gewählt. Die Präses der Synode, Anna-Nicole Heinrich, steht als Mitglied des neuen Rates bereits fest. Der Rat leitet die EKD in allen Angelegenheiten, die nicht ausdrücklich anderen Organen vorbehalten sind. 

Der neue Rat wird während der 2. Tagung der 13. Synode der EKD, die vom 7. bis 10. November in Bremen stattfindet, erstmals digital gewählt. Wahlberechtigt sind die 128 Mitglieder der 13. EKD-Synode und die in der Kirchenkonferenz vertretenen Kirchenleitungen der 20 Landeskirchen. Dabei hat jede Landeskirche eine Stimme. Am Sonntag, 7. November, ist die Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten vorgesehen; die Wahl selbst ist für den 9. November geplant. 

Der neu gewählte Rat schlägt aus seiner Mitte eine Kandidatin oder einen Kandidaten für die Nachfolge des scheidenden EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm vor. Ratsvorsitz und stellvertretender Vorsitz werden am Mittwoch, 10. November, von Synode und Kirchenkonferenz gewählt. Die Ratsmitglieder werden im Abschlussgottesdienst der Synode am selben Tag in ihr Amt eingeführt.

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news-2158Tue, 12 Oct 2021 18:06:50 +0200Seelsorge in psychiatrischen Einrichtungen und Kliniken des Maßregelvollzugshttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/acht-neue-pfarrerinnen-und-pfarrer-eingefuehrt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a06f0961089910e01269fc283f309839Acht neue Pfarrerinnen und Pfarrer wurden am 7. Oktober durch Pfarrer Ralf Radix, Theologischer Referent für Seelsorge und Beratung der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), offiziell in ihre Pfarrstellen für Psychiatrieseelsorge und Seelsorge in Kliniken des Maßregelvollzugs eingeführt: Pfarrerin Antje Hirland, Pfarrerin Dr. Britta Jüngst, Pfarrer Dr. Dirk Klute, Pfarrerin Susanne Kuhles, Pfarrer Dr. Jörg Mertin, Pfarrerin Rachel Seifert, Pfarrerin Anke Thimm und Pfarrer Peter Wevelsiep. Nicht dabei sein konnten Pfarrerin Heide Gerland und Pfarrerin Martina Haeseler.

Den Gottesdienst in der Johanneskirche in Hennen (Ev. Kirchenkreis Iserlohn) gestalteten Pfarrerin Anja Franke, landeskirchliche Pfarrerin für Seelsorge im Gesundheitswesen, als Liturgin und Pfarrer Dirk Klute (LWL-Klinik Lengerich/Klinik für den Maßregelvollzug Rheine), der die Predigt hielt. Das Besondere: Zum einen wurden Pfarrerinnen und Pfarrer in neu geschaffene reguläre Pfarrstellen eingeführt, die schon jahrelang an der gleichen Klinik ihren Dienst mit einem Auftrag versehen haben. Andere haben ihre Pfarrstellen bereits vor Monaten angetreten, mussten pandemiebedingt aber bis jetzt auf ihre feierliche Einführung warten.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Empfang für die Eingeführten mit Familienangehörigen, Freunden, Kolleginnen und Kollegen sowie Vertreterinnen und Vertretern von Kliniken und Landeskirchenamt statt. Landeskirchenrat Dr. Vicco von Bülow zeigte sich in seinem Grußwort erfreut, dass die von der Landessynode beschlossenen Pfarrstellen mit kompetenten und erfahrenen Seelsorgerinnen und Seelsorgern besetzt werden konnten. Am Nachmittag wurde dann noch Professor Dr. Dr. Thomas Fuchs, Inhaber der Karl-Jaspers-Professur für philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Leiter der Sektion „Phänomenologische Psychopathologie und Psychotherapie“ an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, für einen Vortrag zum Thema „Ist Schuld ein Gefühl?“ digital zugeschaltet.

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news-2157Fri, 08 Oct 2021 14:21:45 +0200„Brot für die Welt“-Aktion: Landeskirche und Bäckerhandwerk werben für „5000 Brote“http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/das-brot-waechst-nicht-im-regal/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8443ab7d112caa6786bafcd0b869cdb2MedienInfo 54/2021

Volker Ruwe ist Bäckermeister aus Leidenschaft. Schon in dritter Generation. Für den ehemaligen Obermeister der Bäcker-Innung Bielefeld ist Brot mehr als nur ein Grundnahrungsmittel.

Es steht für Traditionshandwerk, Wertschätzung von Rohstoffen und Respekt vor der Arbeit, die dahintersteckt. „Brot wächst schließlich nicht im Regal“, sagt er schmunzelnd, „und kommt auch nicht aus dem Automaten“. Gemeinsam mit Präses Annette Kurschus, der leitenden Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Johanna Schäfer, Bildungsreferentin im Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) der EKvW, sowie Ehrenlandesinnungsmeister Heribert Kamm wirbt er für die bundesweite Aktion „5000 Brote. Konfis backen Brot für die Welt“.

Präses Annette Kurschus unterstützt die Aktion, die seit 2014 jährlich von Erntedank bis zum 1. Advent läuft, bereits von Anfang an. Denn die Kernbotschaft ist ihr ein Herzensanliegen: „Die Jugendlichen lernen schätzen, was uns von Gott durch die Schöpfung anvertraut ist. Sie merken, wie gut es uns geht und dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Sie engagieren sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche in ärmeren Ländern und spüren die Ungerechtigkeit: Denn eigentlich ist genug für alle da – es ist nur ungerecht verteilt.“

Auch Ehrenlandesinnungsmeister Heribert Kamm ist seit Jahren engagiert dabei. Ihm ist es wichtig, Lebensmittel und die damit verbundene Arbeit immer wieder wertzuschätzen. Und diese Botschaft auch an junge Leute immer wieder weiterzugeben. Dass pro Jahr und Kopf durchschnittlich 80 Kilogramm Lebensmittel entsorgt werden, tut ihm weh und ist „eine schreckliche Entwicklung“. Darum freut er sich über das gemeinsame Engagement von Bäckerhandwerk und evangelischer Kirche.

Pandemiebedingt läuft die Aktion auch in diesem Jahr noch etwas anders als gewohnt. Backaktionen von Konfirmandengruppen in örtlichen Backstuben werden bislang noch zurückhaltend geplant – sind unter Einhaltung der aktuellen Hygienebestimmungen aber möglich. Darum ermuntert Johanna Schäfer als Projektkoordinatorin sowohl Konfi-Gruppen als auch Bäckereien in den nächsten Wochen – der Aktionszeitraum endet schließlich erst am 1. Advent - noch mitzumachen. Auch Alternativformate sind möglich. „Wir haben letzten Samstag anlässlich der 5000 Brote Backaktion einen Konfitag in Vlotho veranstaltet, zu dem rund 90 Konfirmandinnen und Konfirmanden gekommen sind. Sie haben sich an verschiedenen Stationen mit Brasilien beschäftigt – weil eins der Spendenprojekte der Aktion in Brasilien ist“, berichtet Projektkoordinatorin Johanna Schäfer. „Unter anderem haben sie Brot gebacken, brasilianisch gekocht, die brasilianische Kampfkunst Capoeira eingeübt und sich mit Lebensmittelverschwendung sowie den Folgen von O-Saft und Soja aus Brasilien auseinandergesetzt.“ Der westfälische Abschluss wird übrigens im Rahmen der „Brot für die Welt“-Aktionseröffnung am 12. Dezember in Siegen gefeiert.

Zum Hintergrund

Bereits seit 2014 backen Konfi-Gruppen in ganz Deutschland mit ihrem lokalen Bäcker Brot zugunsten von „Brot für die Welt“. Mit den Spenden werden jedes Jahr drei unterschiedliche Ausbildungsprojekte für Jugendliche in den Ländern des Südens unterstützt. „5000 Brote“ ist eine bundesweite Aktion der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks. Die jährliche Backaktion ermöglicht es Konfirmandinnen und Konfirmanden, sich mit dem Brot als Nahrungsmittel näher zu beschäftigen. Dabei lernen sie ebenso das Bäckerhandwerk ganz praktisch kennen, indem sie Backstuben besuchen und dort selbst backen. Der Erlös der verkauften Brote geht an „Brot für die Welt“. Damit unterstützt werden benachteiligte Jugendliche in fernen Ländern. In diesem Jahr werden Projekte in Brasilien, Indien und Äthiopien unterstützt. Zu der bundesweiten Aktion „5000 Brote“ laden Brot für die Welt, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und der Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerkes bundesweit ein. Seit Kampagnenbeginn 2014 haben übrigens schon über 50.000 Konfirmandinnen und Konfirmanden fast 200.000 Brote für den guten Zweck gebacken. In Westfalen beteiligen sich daran der Bäckerinnungsverband Westfalen-Lippe und die westfälische Landeskirche.

Ansprechpartnerin: Johanna Schäfer, johanna.schaefer@moewe-westfalen.de, Tel.: 0231 5409-76

 

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news-2161Thu, 07 Oct 2021 13:25:00 +0200Vorstandswahlen der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/mehr-als-60-frauen-bei-der-mitgliederversammlung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1b5c4ba27dc24821c9afe1a7d962abf8Wichtige Entscheidungen standen auf dem Programm, daher kamen mehr als 60 Frauen zur Mitgliederversammlung der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. am 5. Oktober 2021 in Soest. Nach dem Gottesdienst zu Beginn bestimmten Vorstandswahlen die Tagesordnung, außerdem der Jahresbericht des Vorstandes, der Finanzbericht 2020 und die einstimmige Entlastung des Vorstandes.

Abschiednehmen hieß es von Erika Denker (Kreuztal). Die langjährig stellvertretende Vorsitzende kandidierte nicht mehr und verabschiedete sich von der Mitgliederversammlung. Als Nachfolgerin wurde einstimmig Dr. Beate von Miquel (Bochum) gewählt. Die Geschäftsführerin des Zentrums für Geschlechterforschung an der Ruhr-Universität Bochum und Vorsitzende des Deutschen Frauenrates seit 2021 ist Vorstandsmitglied seit 2015. Die 53jährige Theologin und Historikerin hat seit 2005 ein enges Verhältnis zum Verband und forschte zur Geschichte der evangelischen Frauen im Dritten Reich.

Neu als Vorstandsmitglied wurde Dorothe Müller (Schwerte) gewählt. Die 68jährige ist pensionierte Lehrerin und Prädikantin und wird ihre Schwerpunkte im Bereich Ökumene, Theologie und Gemeindeentwicklung einbringen. Mit überzeugenden Mehrheiten wurden Helga Berghoff (Bochum), Pfarrerin Petra Buschmann-Simons (Bergkamen), Rechtsanwältin Christiana Grimm (Werl) und Studienrätin Daniela Stiftel-Völker (Meschede) wiedergewählt. Heike Henrichs-Neuser (Siegen) vervollständigt als berufenes Mitglied seit September 2021 den Vorstand.

Der 16-köpfige Vorstand der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. unter Vorsitz von Angelika Waldheuer (Münster) hat die Aufgabe, die Rahmenbedingungen des Vereins inhaltlich, theologisch und finanziell festzulegen. Er beschließt in seinen Vorstandssitzungen über die Verbandspolitik und Verbandsstrategie.

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news-2156Thu, 07 Oct 2021 11:29:59 +0200„Es wird Zeit für ein neues Mentoring-Programm“: Führungskräfte (w) gesucht!http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/berufsgruppenuebergreifendes-mentoring-startet-im-januar-2022/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=907cef1f7124d78df4b390d304434c28Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) ist auf der Suche nach potenziellen Führungskräften für die mittlere Leitungsebene: Darum startet im Januar 2022 ein neuer Durchgang eines berufsgruppenübergreifenden Mentoring-Programms in der EKvW, der sich an in Kirche arbeitende Frauen richtet.

Aus dem Pfarramt, aus dem Bereich Verwaltung, Recht und Management sowie aus weiteren pädagogischen, diakonischen und kirchenmusikalischen Berufsgruppen sind Frauen aufgefordert, sich mit den Herausforderungen kirchlichen Leitens auseinanderzusetzen und eine interprofessionelle Leitungskultur weiter zu entwickeln.

Für Oberkirchenrätin Katrin Göckenjan-Wessel, Personaldezernentin der westfälischen Landeskirche, ist klar: „Es wird Zeit für ein neues Mentoringprogramm! Wir wollen Menschen, in diesem Programm besonders Frauen in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung fördern.“ Und sie ermutigt, bei sich selbst und anderen vielfältige Talente zu entdecken: „Zu zweit können Menschen voneinander lernen, ihren Horizont erweitern, ihre Erfahrungen austauschen und mit anderen teilen. Wir hoffen auf reges Interesse und freuen uns auf Bewerbungen.“

Das Führungskräfte-Mentoring will durch einen generationen- und berufsgruppenübergreifenden Ansatz die Sensibilität für Diversität erhöhen, um zukünftige Führungskräfte auf ihre vielfältigen Aufgaben vorzubereiten. Mentoring ist ein Instrument der Personalentwicklung, das zur persönlichen Entwicklung beiträgt und gleichzeitig auf die Organisationskultur einwirkt. Dabei bildet die Lehr- und Lernbeziehung einer Mentee mit einer erfahrenen Leitungskraft den Kern des Mentorings.

In Gesprächen, Hospitationen und gemeinsamen Projekten werden die besonderen Herausforderungen kirchlichen Leitens und Führens herausgearbeitet. Gerahmt wird die Arbeit im Tandem durch ein präsentisches und digitales Veranstaltungsprogramm mit Seminareinheiten, Potentialanalyse und Peer-Gruppen-Supervision.

Das Mentoring wird gemeinsam vom Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung, dem Institut für Kirche und Gesellschaft und dem Personaldezernat veranstaltet. Die Programmleitung liegt bei Pfarrerin Anne Heckel im Institut für Kirche und Gesellschaft. Der Teilnahmebeitrag beträgt 600 Euro, der Bewerbungsschluss ist der 15. November 2021.

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news-2155Wed, 06 Oct 2021 11:38:55 +0200Neues Materialheft „Hoffnung für Osteuropa“ zum Kollektensonntag am 10. Oktoberhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/fuer-ein-solidarisches-europa-1/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e9c539e0ae322a54edd79477aedacf76Unter dem Titel „Für ein solidarisches Europa - Brücken bauen und versöhnen – Miteinander gemeinsam Zukunft gestalten“ steht das neue Materialheft der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“.

Damit soll in den westfälischen Gemeinden am 10. Oktober 2021 (19. Sonntag nach Trinitatis) um Spenden für die Arbeit mit armen, alten, kranken, behinderten und benachteiligten Menschen in Osteuropa geworben werden. Allerdings findet auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie kein zentraler Gottesdienst in Westfalen statt.

Das Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung/MÖWe der Evangelischen Kirche von Westfalen hat deshalb zum diesjährigen Kollektensonntag wieder ein Materialheft herausgegeben. Darin werden Projektbeispiele aus Serbien und Rumänien sowie eine langjährige Jugendpartnerschaftsarbeit zwischen Bünde und Belarus vorgestellt. Die Ausgabe mit zwölf Seiten enthält zudem Materialien und Texte für Andacht und Gottesdienstgestaltung. Daneben wird über die Arbeit von „Hoffnung für Osteuropa“ informiert, die seit mehr als 25 Jahren sozialdiakonische Projekte in Mittel- und Osteuropa unterstützt.

Die anhaltende Corona-Pandemie trifft die Projektpartner in ärmeren Regionen Europas besonders hart und die Folgen sozialer Missstände werden immer gravierender. Erschwerend hinzu kommen die akuten Bedrohungen durch die Folgen des Klimawandels – sie sorgen für neue Herausforderungen in der Zusammenarbeit von Kirchen in Ost- und Westeuropa.

Menschen in Mittel- und Osteuropa sind in ihrem Alltag vielfach belastet: Sie verdienen in ihren Berufen zu wenig, manche Krankheiten können nur unzureichend behandelt werden, weil nicht selten Medikamente und medizinische Geräte fehlen. Es werden auch Menschen auch aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit ausgegrenzt. Menschenrechtsverletzungen machen die Projektarbeit bisweilen nahezu unmöglich, wie die Autoren feststellen. Besonders bedenklich sind politischen Entwicklungen in Belarus und Russland, weil sie die Demokratien in Europa bedrohen. Und auch in der EU mehren sich nationalistische und anti-demokratische Töne, wie sie beklagen.

Seit 1994 haben die Kollektenmittel „Hoffnung für Osteuropa“ wichtige Projekte und Kontakte für Kirche und Diakonie ermöglicht. Die Solidaritätsaktion hatten die evangelischen Landeskirchen in Deutschland und ihre Diakonischen Werke gegründet, um damit die Not der Menschen in Mittel- und Osteuropa zu lindern. Mit dem Beitritt zur Europäischen Union (EU) hatten mehrere ost-europäische Staaten gehofft, auch am Wohlstand der EU teilhaben zu können. „Doch dieser Weg ist noch weit. Tatsächlich erleben wir heute ein erhebliches Wohlstandsgefälle zwischen den nordwestlichen, den südöstlichen und östlichen Mitgliedsstaaten der EU“, heißt es in dem Materialheft zum Kollektensonntag.

 

 

 

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news-2154Fri, 01 Oct 2021 09:56:17 +0200 Dienstantritt: Zwölf neue Vikarinnen und Vikare starten am 1. Oktober durchhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/hoffnung-kommt-nicht-ohne-bilder-aus/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=89c329aa66caab8c37e20ef95e62a856Sieben Vikarinnen und fünf Vikare treten am heutigen Freitag, 1. Oktober 2021, ihren Vorbereitungsdienst in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) an.

In einem festlichen Gottesdienst am Mittwoch (29. September) in der Bielefelder Süsterkirche sind sie von Präses Dr. h. c. Annette Kurschus und Oberkirchenrätin Katrin Göckenjan-Wessel begrüßt worden.

Nach bestandenem 1. Theologischem Examen erhielten sie ihre Berufungsurkunden und lernen nun zweieinhalb Jahre lang praktische Gemeindearbeit. Darin sind drei Monate Schulpraktikum eingeschlossen. Mit Beginn des neuen Vikariatskurses sind insgesamt 52 westfälische Vikarinnen und Vikare, 29 Frauen und 23 Männer, im Vorbereitungsdienst.

Mut machen und den Glauben stärken

In ihrer Predigt zum Michaelistag mit Bezug auf Johann Sebastian Bachs „Michaelis-Kantate“ (BWV 19) sowie die biblische Geschichte vom Erzengel Michael, der mit seinen Engeln gegen den Drachen kämpft (Offenbarung 12,7-12), erinnerte die Präses die angehenden Pfarrerinnen und Pfarrern an den eigentlichen Kern der oft befremdlich-dunklen Bilderwelt. Denn die Offenbarung wolle „ursprünglich trösten, Gewissheit geben, Hoffnung nähren, Mut machen, den Glauben stärken, zum beherzten Handeln bewegen“. In ihrer feindlichen Umwelt habe sie das aber verschlüsselt tun müssen, durch Zahlenspiele und Symbole, durch Bilder und apokalyptische Visionen. Das, was über unser Leben und Sterben im Tiefsten zu sagen sei, lasse sich nicht ohne Bilder erahnen, Hoffnung komme nicht ohne Bilder aus: „Vermutlich werden Sie das in Ihrem Dienst immer wieder spüren - ob Sie nun mit Schülerinnen und Schülern oder Konfirmandinnen und Konfirmanden im Gespräch sind; ob sie an einem Krankenbett sitzen oder auf der Kanzel stehen, ob sie mit Trauernden ihre Trauer teilen oder mit Eltern die Freude über ihr neugeborenes Kind, ob Sie theologisch argumentieren müssen oder eher einfühlsam erzählen: Worte geraten an Grenzen.“

„Wir gehen auf das Leben zu – immer“

Aber Gott sei Dank, so Kurschus, gebe es über die großen Bilder der Bibel hinaus auch noch die Musik. Choräle, von jahrhundertelanger Glaubenserfahrung getränkt. Und moderne Lieder, die den Glauben in neue Töne und Rhythmen bringen: „Worte, Bilder, Töne. Sie sagen und zeigen und singen auf unterschiedlichste Weise das Eine: Wir gehen auf das Leben zu – immer. Sogar durch den Tod hindurch. Die Liebe wird am Ende siegen. Ausgebreitete Arme werden auf uns warten und nicht das gähnende Nichts. Friede ist Gottes Ziel mit den Völkern. Und nicht Krieg und gegenseitige Zerstörung.“ Deute man den Sieg des Erzengels Michael über den Drachen als österlichen Sieg Jesu Christi über den Tod, sei „ausgemacht, in wessen Hand wir gehören. Im Leben – und im Sterben. Und darüber hinaus.“

„Die Botschaft, von der wir leben, ist größer als unser Herz“

„In ihrem Dienst als Pfarrerinnen und Pfarrer wird es darauf ankommen, dass die Menschen Ihnen diese Gewissheit abspüren“, sagte Kurschus und machte den jungen Theologinnen und Theologen Mut, etwas von ihrem eigenen Glauben und ihren persönlichen Hoffnungen, von ihren Zweifeln und ihrer Furcht zu zeigen. Aber sie dürften in ihrer Verkündigung nicht beim Erzählen von sich stehen bleiben: „Was wir weiterzugeben haben, ist mehr als unsere persönliche Erfahrung. Es darf sich nicht in anschaulichen Geschichten erschöpfen. Gott sei Dank ist die Wahrheit, die wir in die Welt zu tragen haben, unserer eigenen täglichen Wirklichkeit voraus. Die Hoffnung, von der leben, ist größer als unsere persönliche Gewissheit. Die Botschaft, von der wir leben, ist größer als unser Herz. Sie gilt. Auch und gerade dann, wenn es mir gerade schwerfallen sollte, daran zu glauben. Diesen Überschuss des Glaubens sind wir in unserem Dienst den Menschen schuldig.“

Ihr Vikariat am 1. Oktober 2021 beginnen:

Nadja Brune
Ev. Kirchengemeinde Heessen, Ev. Kirchenkreis Hamm

Lisa-Marie Bürger
Ev. Markus-Kirchengemeinde Münster, Ev. Kirchenkreis Schwelm

Roxanne Carmen-Vogel
Ev. Kirchengemeinde Lippstadt, Ev. Kirchenkreis Soest-Arnsberg

Maximilian Dietrich
Ev.-Luth. Stiftskirchengemeinde, Ev. Kirchenkreis Bielefeld

Luisa Großelohmann
Ev. Kirchengemeinde Rüdinghausen, Ev. Kirchenkreis Hattingen-Witten

Marcel Kreft
Ev. Kirchengemeinde Recke, Ev. Kirchenkreis Tecklenburg

Madita Nitschke
Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück, Ev. Kirchenkreis Gütersloh

Martha Nooke
Ev. Kirchengemeinde Warendorf, Ev. Kirchenkreis Münster

Andreas Scheuermann
Ev. Trinitatis Kirchengemeinde Buer, Ev. Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid

Lars-Manuel Stötzel
Ev.-Luth. Kirchengemeinde Herford-Mitte, Ev. Kirchenkreis Herford

Sabrina Zaffke
Ev.-Luth. Kirchengemeinde Dortmund-Asseln / Ev. Kirchenkreis Dortmund

Stefan Zorn
Ev. Kirchengemeinde Bockum-Hövel, Ev. Kirchenkreis Hamm

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news-2153Thu, 30 Sep 2021 10:30:27 +020025 Diakoninnen und Diakone eingesegnethttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/diakonische-gemeinschaft-nazareth/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=47bc202a91f8b5d86740f7120cb9787325 neue Diakoninnen und Diakone sind jetzt in der Betheler Zionskirche in ihr kirchliches Amt eingesegnet worden. Die deutlich höhere Zahl als in den vergangenen Jahren erklärt sich dadurch, dass erstmals auch Diakoninnen und Diakone, die in der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal bei Bernau arbeiten, dabei waren.

Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, nahm die Einsegnung im Beisein des Vizepräsidenten der Ev. Kirche von Westfalen, Pfarrer Ulf Schlüter, in einem festlichen Gottesdienst vor.

Ulf Schlüter betonte in seiner Ansprache, von einer solch großen und gut ausgebildeten Gruppe von Diakoninnen und Diakonen gehe ein Hoffnungszeichen für die Kirche aus. Sie übernähmen in der Diakonie und in der Kirche wichtige Aufgaben in der Begleitung von Menschen und in den sich verändernden Strukturen der Kirche.

Ulrich Pohl und seine Vorstandskollegin Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong zeigten sich besonders erfreut über die ersten Diakoninnen und Diakone der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal bei Bernau. Sie absolvierten die berufsbegleitende Ausbildung zur Diakonin und zum Diakon in der Ev. Bildungsstätte für Diakonie und Gemeinde in Bethel. Die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, die seit ihrer Gründung 1905 zum Verbund Bethels gehört, war immer schon ein Einsatzort für Diakoninnen und Diakone aus Bethel. Auch während der Teilung Deutschlands waren Diakone aus Bethel in Lobetal tätig. Die neuen Fachkräfte für diakonisches Profil knüpfen nun an diese Tradition an.

Dr. Johanna Will-Armstrong hob die Bedeutung der Diakoninnen und Diakone als Brückenbauer zwischen Diakonie, Kirche, Gemeinde und Gesellschaft hervor. Überall würden „Ankermenschen“ benötigt, an und mit denen sich evangelisches und diakonisches Wirken erleben lasse. Zwölf der neu eingesegneten Diakoninnen und Diakone sind Absolventinnen des Studiums Diakonie im Sozialraum der Fachhochschule der Diakonie, in dem sowohl ein Abschluss in Sozialer Arbeit als auch in Diakonik erreicht wird.

Diakon Wolfgang Roos-Pfeiffer, Ältester der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth, freut sich über die Aufnahme der 25 neuen Diakoninnen und Diakone sowie vier weiterer Schwestern und Brüder in die Gemeinschaft. Er wies auf die Vielfältigkeit der Einsatzmöglichkeiten von Diakoninnen und Diakonen in Kirche und Diakonie hin. Mit dem Abschluss der Diakonenausbildung sind nahezu alle erforderlichen Module der Ausbildung zu Prädikantinnen und Prädikanten erfüllt und von der Kirche anerkannt. Auch Grundlagen der Seelsorgeausbildung sind Bestandteil der Ausbildung. In der Stiftung und Diakonischen Gemeinschaft Nazareth erhalten die Mitglieder zahlreiche Angebote der Weiterbildung, Reflexion und des geistlichen Lebens. Roos-Pfeiffer: „Unsere Gemeinschaft, zu der 900 Mitglieder gehören, ist ein starkes Stück Kirche.“

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news-2152Wed, 29 Sep 2021 16:16:16 +0200Abstimmung für das neue Gesangbuch abgeschlossenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/das-lied-von-guten-maechten-gewinnt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ef8eda28b06aa546231a4d7bf1eaa9afDas Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ nach einem Text von Dietrich Bonhoffer hat beim Wettbewerb „Schick uns Dein Lied“ der EKD die meisten Stimmen bekommen. Rund 10.000 Menschen beteiligten sich an der Abstimmung für das neue evangelische Gesangbuch.

Seit Mai waren alle aufgerufen, ihre persönlichen Top-5-Lieder für das neue Gesangbuch zu wählen. Insgesamt haben knapp 10.000 Menschen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ihre Favoriten mitgeteilt. Dabei wurden insgesamt 2500 verschiedene Lieder genannt, die sich Menschen für das neue Gesangbuch wünschen. Mit allen genannten Liedern wird sich der Liederausschuss der Gesangbuchkommission beschäftigen.

Nach „Von guten Mächten“ folgen auf dem zweiten bis fünften Platz die Choräle „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ und „Großer Gott, wir loben Dich“, das irische Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen“ und der Choral „Wer nur den lieben Gott lässt walten". Das Lied auf Platz fünf ist einer der Lieblingschoräle von Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende. Sie hatte zur Teilnahme an der Liederaktion aufgerufen und sagt: „Für mich ist das Großartige am Singen, dass ich nicht zustimmen muss, um einzustimmen. Im Singen bin ich meiner eigenen Hoffnung oft meilenweit voraus.“

Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm freut über das Lied auf Platz eins: „Diese Worte von Dietrich Bonhoeffer entstanden an der Schwelle von Leben und Tod. Sie haben eine große Kraft, die wir spüren, sobald wir sie singen.“ Für ein Video haben Henrieke Kuhn und Lina Wittemeier, Studentinnen im Pop-Bereich der Hochschule für Kirchenmusik Herford-Witten, zusammen mit Siegfried Fietz die fünf beliebtesten Kirchenlieder eingespielt. Zum Ende des Jahres sollen die zehn meistgenannten Lieder außerdem in der Liederapp Cantico veröffentlicht werden.

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news-2151Tue, 28 Sep 2021 09:41:05 +0200Chorverband der EKvW feiert Jubiläum 125+1http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/auszeichnung-fuer-kirchenmusikerin-meike-pape/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=908dd80fd352802e7b414b593377c268Meike Pape, Kantorin in Hemer und Vorsitzende des Chorverbands Westfalen, hat den Ehrentitel Kirchenmusikdirektorin bekommen. Am Wochenende feierte der Chorverband sein Jubiläum nach. Im Rahmen des Festgottesdienstes „125+1 Jahre Chorverband Westfalen“ überreichte Landeskirchenrat Dr. Vicco von Bülow der überraschten Kirchenmusikerin in der Reinoldikirche Dortmund die Ernennungsurkunde.

Als Kirchenmusikdirektorin zählt Meike Pape zu den Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), „die überragende Leistungen erbringen und deren Wirkung über den Bereich einer Kirchengemeinde hinausgeht“. In seiner pointierten Laudatio würdigte von Bülow ihr bereits 15 Jahre währendes Engagement als Vorsitzende des Chorverbandes, ihre wesentlichen Weichenstellungen und unermüdlichen Bestrebungen um die Pflege des Chorwesens. In der Geschichte des Chorverbandes habe es nur sieben Vorsitzende gegeben; sie sei durch ihre engagierte Tätigkeit über 15 Jahre hinweg bereits ein großer Teil dieser Geschichte. 

In seiner Predigt im Festgottesdienst schlug von Bülow einen Bogen zum Gloria von Matthias Nagel, das zum Jubiläum erstmals erklang. „Gott ist groß! Kein Mensch kann ihn so sehn!“, heißt es im Text. „Auch die Geschichte des Chorverbands in der Evangelischen Kirche von Westfalen kann so eine Möglichkeit sein, Gottes Spuren rückblickend zu erkennen“, sagte der Landeskirchenrat. „Von der Reformation bis heute war und ist evangelischer Glaube ohne Gesang nicht denkbar.“

Etwa seit dem 17. Jahrhundert gibt es Chöre im heutigen Sinne, 1895 fand die Gründungsversammlung des westfälischen Chorverbands statt. Von Bülow zitierte die „Einsetzungsworte der Kirchenmusik“ in Kolosser 3,16: „Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in eurem Herzen.“

Diesem Auftrag wurde der Chorverband in 125+1 Jahren gerecht, denn Ziel war damals wie heute, das Singen in den Gemeinden zu stärken und zu verbessern. Der Verband hat nicht nur unzählige Chorleitende fortgebildet und Chortreffen veranstaltet, sondern auch eine beachtliche Noten- und Zeitschriftensammlung angelegt. Im Gründungsjahr 1895 wurden die ersten 16 Chöre Mitglieder. Einen Höhepunkt verzeichnet die Chronik im Jahr 1965 mit 405 Chören und insgesamt 10.931 Mitgliedern. Aktuell vertritt der Chorverbnd rund 6500 Chorsängerinnen und -sänger aus rund 200 Chören. 

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news-2150Mon, 27 Sep 2021 16:29:26 +0200Aktionstag „Exit Fast Fashion“ in Dortmundhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/kuenstlicher-kleiderberg-weckt-aufmerksamkeit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e30698b8929f9e9392bde96927ccc769Um Auswege aus dem System der Billigmode geht es beim neuen Projekt „Exit Fast Fashion“ der Evangelischen Kirche von Westfalen. Der erste öffentliche Aktionstag dazu lockte am Samstag in der Dortmunder Innenstadt rund 100 Passanten und Passantinnen an. Ein großer künstlicher Kleiderberg vor der evangelischen Stadtkirche St. Reinoldi weckte besondere Aufmerksamkeit.

Die Projektkoordinatorin Miriam Albrecht beim landeskirchlichen Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung/MÖWe und ein zehnköpfiges Team erklärten in Gesprächen die Folgen der ständigen Billigmodeproduktion für Mensch und Umwelt. Bei dem Projekt, das sich vor allem an junge Leute wendet, geht es um Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie sowie um Aspekte der Nachhaltigkeit. Kritisiert wurde nicht nur der Massen-Konsum, sondern einen Tag nach dem globalen Klimastreik wurde auch gezeigt, wie jede und jeder für Klimaschutz aktiv werden kann und wie eine nachhaltige Mode aussieht. Daneben konnten am Aktionsstand Abschminkpads selbst genäht werden und ein Glücksrad mit Fragen rund ums Thema gedreht werden.

„Exit Fast Fashion“ will das System Billigmode durchbrechen. Denn immer schneller und immer billiger werden enorme Mengen an Kleidung produziert – mit massiven Folgen: Müllberge aus Altkleidern wachsen, kostbares Wasser wird verschmutzt und ist nicht mehr trinkbar, (Mikro-)Plastikmüll gelangt ins Meer, Menschen werden ausgebeutet und auch der Klimawandel wird so angeheizt.

Das Projekt lädt ein, aktiv zu werden: zu Hause, in der Jugendgruppe, in der Öffentlichkeit. Zahlreiche Aktionsideen wie ein Kleiderschrank-Check, ein Kleiderberg oder eine Fashion for Future-Challenge gibt es auf der Projekt-Homepage. Gruppen, die mitmachen wollen, werden beraten und bekommen Unterstützung. Ansprechpartnerin für das Projekt ist Miriam Albrecht im Amt für MÖWe (info@exit-fast-fashion.de).

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news-2147Thu, 23 Sep 2021 09:27:12 +020012. Kirchliches Filmfestival ab 29. September an zwei Ortenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/festival-der-unbequemen-filme/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=45604c90906c40a82fa38dd5391f661c15 Spiel- und Dokumentarfilme werden vom 29. September bis 3. Oktober beim 12. Kirchlichen Filmfestival in Recklinghausen und Marl gezeigt. Das ökumenische Festival setzt dabei erstmals auf eine neue Spielstätte jenseits der Stadtgrenzen von Recklinghausen.

„Wir starten mit unserem Programm in der evangelischen Pauluskirche in Marl. Damit vergrößern wir uns und gehen weiter in die Fläche“, sagte Marc Gutzeit vom Veranstalterteam.

Der mit 2.000 Euro dotierte ökumenische Filmpreis des Festivals geht in diesem Jahr an den Film „Nowhere Special“ des italienischen Regisseurs Uberto Pasolini. Der Film erzählt die Geschichte des Fensterputzers John aus Nordirland, der seinen vierjährigen Sohn Michael alleine aufzieht. Als der Vater tödlich an Krebs erkrankt, sucht er für seinen Sohn eine neue Familie.

Zudem werden noch weitere Preise im Rahmen des Festivals verliehen. Die Kinderjury vergibt ihren Preis „Der grüne Zweig“ an den deutsch-slowakischen Film die „Sommerrebellen“ von Martina Saková, der österreichische Spielfilm „Ein bisschen bleiben wir noch“ von Regisseur Arash T. Riahi erhält den Jugendfilmpreis.

Thematische Schwerpunkte beim diesjährigen Festival seien „Klimagerechtigkeit und Jugendprotest“ sowie „Familien“, hieß es. In allen Filmen spiele zudem die Frage nach dem Sozialen als Basis der Gemeinschaft eine Rolle. „Und es wird thematisiert, was sie gefährdet: sei es Menschenfeindlichkeit, Zerstörung unserer Lebensgrundlagen, Antisemitismus oder die Gefährdung der Demokratie“, erklärte Michael M. Kleinschmidt, einer der beiden künstlerischen Leiter. Zum Abschluss präsentiert das Festival mit „Das neue Evangelium“ einen Jesusfilm von Regisseur Milo Rau.

Ausgewählt wurden die Filme von den Mitgliedern des Arbeitskreises Kirche und Kino des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen und des Katholischen Kreisdekanats Recklinghausen.

Die Schirmherrschaft des deutschlandweit einzigen ökumenischen Filmfestivals haben auch in diesem Jahr wieder Präses Dr. h. c. Annette Kurschus (Ev. Kirche von Westfalen), Bischof Dr. Felix Genn (Bistum Münster) und Bürgermeister Christoph Tesche (Stadt Recklinghausen) übernommen.


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news-2146Tue, 21 Sep 2021 18:13:08 +0200UCC-Forum 2021: Partnerschaftstreffen zwischen Westfalen und den USA befasste sich mit persönlichen und sozialen Verunsicherungen in der Corona-Pandemiehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/pandemie-und-partnerschaftsarbeit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e63f9a1dd2ba753510b32d85014a92cfDie Corona-Pandemie hat die Grundfesten kirchlichen Lebens erschüttert. Gottesdienste in Kirchen waren nicht mehr möglich, selbst am Grab war kein tröstendes Umarmen mehr erlaubt. Wie kann nach diesen Erfahrungen eine Zukunft der Kirche aussehen? Brauchen wir eine neue Positionsbestimmung der Kirche?  Mit diesen Fragen beschäftigten sich 80 Menschen aus der United Church of Christ in den USA und der Evangelischen Kirche von Westfalen am 10. und 11. September 2021 beim UCC-Forum 2021.

Das jährliche Treffen fand zum zweiten Mal als Onlinekonferenz statt. Diana Butler Bass, Historikerin, Theologin und Verfechterin eines progressiven Christentums in den USA sprach über verschiedene Formen der Verunsicherung durch die Corona-Pandemie.

Die eigene Geschichte und auch die Geschichte des Landes habe einen großen Bruch erlebt. Viele Menschen hätten ihr Gefühl für körperliche Nähe und geografische Entfernungen verloren. Man wisse nicht mehr, wie man sich verhalten darf, wenn man die eigenen Freunde wieder ohne Abstand und Maske sehen darf, wie es ist, wieder in großen Gruppen zu sein. Jetzt kommt laut Diana Butler Bass den Gemeinden nicht nur die Aufgabe zu, Orte der Trauer und Klage und für Seelsorge zu sein. Vielmehr ermutigt sie Gemeinden, gerade auch prophetisch aufzutreten. Dazu gehöre das Suchen nach neuen Denkansätzen für die Zukunft.

Am zweiten Tag griffen Conference Minister Reverend Chad Abbot (Indiana Kentucka Conference), Reverend David Long-Higgins (Heartland Conference) und Ökumenedezernent Dr. Ulrich Möller (EKvW) die Thesen auf und setzten sie in Relation zum kirchlichen Alltag in den drei unterschiedlichen Partnerkirchen. Es wurde deutlich, dass wir auch bei Kirche über unsere Verwundbarkeit sprechen und das gesellschaftliche Narrativ, immer stark und unverletzlich zu sein, in Frage stellen müssen. Für Gemeinden bedeutet das z. B., zu entdecken, welcher nicht nur finanzielle Reichtum in einer übergemeindlichen Solidargemeinschaft liegt, die es ermöglicht, dass Gemeinden sich gegenseitig unterstützen.

Arbeitsgruppen, unter anderem zu den Themen Facebook-Church oder Thema Rassismus, und ein Online-Gottesdienst mit Abendmahl rundeten die Tagung ab. Im Gottesdienst wurde anlässlich des 20. Jahrestages von 9/11 der über 3.000 Toten der Terroranschläge in New York gedacht.

UCC Forum

Seit 1990 sind die Evangelische Kirche von Westfalen und die United Church of Christ in den USA in Kirchengemeinschaft miteinander verbunden. Jährlich treffen sie sich auf dem UCC-Forum. „Auch in diesem Jahr waren persönliche Besuche nicht möglich, mit Hilfe des Internets können wir uns jedoch auch in diesen schwierigen Zeiten hören und sehen“, sagte Dr. Elga Zachau, Vorsitzende des UCC-Ausschusses der EKvW. Und im nächsten Jahr freuen sich alle Beteiligten schon auf ein Wiedersehen in Haus Villigst. Dann wird sich zeigen, wie fundamental die Pandemie auch die Partnerschaftsarbeit zwischen zwei Kontinenten verändern kann.

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news-2145Tue, 21 Sep 2021 15:18:16 +0200Evangelischer Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken wählt neue leitende Theologinhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/susanne-falcke-ist-neue-superintendentin/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ea3a4390fe186bc1c4b9eff2335d0aabSusanne Falcke wird neue Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken. Bei der Wahlsynode am Freitagabend (17.9.) in der Großen Kirche Burgsteinfurt wählte die Synode die 46-Jährige im fünften Wahlgang mit 55 Ja-Stimmen, 13 Nein-Stimmen und 13 Enthaltungen ins höchste Leitungsamt des Kirchenkreises.

Ihr Gegenkandidat Oliver Günther hatte seine Kandidatur nach dem vierten Wahlgang zurückgezogen. Es ist das erste Mal in der Geschichte des Evangelischen Kirchenkreises, dass eine Frau das Amt der Superintendentin bekleidet.

Der Entscheidung war ein Wahlkrimi vorausgegangen, da in den ersten vier Wahlgängen keiner der beiden Kandidierenden die notwendige Mehrheit von mindestens 49 stimmberechtigten Synodalen auf sich vereinen konnte. Im ersten Wahlgang hatte Falcke 46 Stimmen bekommen, Günther erhielt 37 Stimmen bei einer Enthaltung. Auch der zweite (Falcke: 47, Günther: 35, Enthaltungen: 1), dritte (Falcke: 43, Günther: 38, Enthaltungen: 2) und vierte (Falcke: 46, Günther: 34, Enthaltungen: 3) Durchlauf brachte keine endgültige Entscheidung.

Bevor der fünfte Wahlgang eingeleitet wurde, meldete Günther sich schließlich zu Wort: „Ich möchte der Synode anbieten, meine Kandidatur zurückzuziehen, um den Weg für Susanne Falcke freizumachen, da für mich keine Mehrheit ersichtlich ist.“ Von der Synode erhielt er anschließend langanhaltenden Applaus. Wahlleiter Pfarrer Uwe Riese bedankte sich bei dem Pfarrer aus Oberholzklau (Kirchenkreis Siegen) für dessen Kandidatur: „Dies ist sicherlich kein einfacher Schritt. Der ausgiebige Applaus bestätigt unsere Wertschätzung.“

Nachdem Susanne Falcke im anschließenden Wahlgang ohne Gegenkandidaten schließlich die erforderliche Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen konnte, war ihr die Erleichterung sichtlich anzumerken. „Ich bin froh, dieses Amt nun antreten zu dürfen und trete dabei in große Fußstapfen“, so Falcke. „Ich bedanke mich für das Vertrauen und bitte diejenigen, die es anders gewollt hätten, mir auch dieses Vertrauen entgegenzubringen.“

Der Wahlhandlung waren Vorstellungsreden der beiden Kandidierenden sowie eine intensive Befragung vorrausgegangen. Falcke hatte darin deutlich gemacht, dass die Kirche für sie aus drei fundamentalen Bausteinen bestehe: Den Menschen, die sich in der Kirche in verschiedensten Ämtern einbringen, dem Glauben als zentralem gemeinsamen Anker und den Außenstehenden, welche die Kirche nicht aus dem Blick verlieren dürfe. „Als Gemeinschaft werden wir erleben, wie Gottes Kraft uns bewegt – das ist meine Vision von Kirche.“

Falcke ist seit 2011 Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Dülmen. Erst im vergangenen Jahr hatte die Synode des Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken sie zur Stellvertreterin (Assessorin) von Superintendent Joachim Anicker gewählt. Die gebürtige Recklinghäuserin studierte Theologie in Münster und Berlin und kam 2008 als Pfarrerin nach Dülmen wo sie 2011 auf die 1. Pfarrstelle gewählt wurde. Sie ist verheiratet und hat drei Töchter.

Susanne Falcke löst nach 17 Jahren Superintendent Joachim Anicker an der Spitze des Evangelischen Kirchenkreises ab, der zum Ende des Jahres in den Ruhestand tritt. Die Amtsübergabe findet zum Jahreswechsel statt.

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news-2143Mon, 20 Sep 2021 17:35:45 +0200Präses Annette Kurschus begleitet als Schirmherrin den 5. Ökumenischen Pilgerweg auf der Etappe durch Bielefeldhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/geht-doch-ist-aufforderung-und-ermutigung-zum-klimaschutz/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d4138d8af116c03cf5c05d2a52fcadc3MedienINFO 53/2021

Der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit von Polen nach Glasgow hat am Montag (20.09.) Bielefeld erreicht. Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), begleitete die Pilgergruppe auf dem Hermannsweg. Der Teutoburger Wald ist für die Pilger zugleich einer der Schmerzensorte auf ihren Etappen durch Ostwestfalen und Lippe, denn Dürre und Borkenkäfer haben an vielen Stellen tote Bäume hinterlassen.

„Der Klimawandel zeigt auch hier bei uns deutliche Spuren. Dass Sie sich auf den Weg gemacht haben, ist daher mehr als ein symbolisches Zeichen“, begrüßte die Präses die Pilgergruppe. Das Motto „Geht doch!“ sei Aufforderung und Ermutigung zugleich, beim Klimaschutz voran zu gehen. Annette Kurschus, stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ist Schirmherrin des Klimapilgerwegs. Die gemeinsamen Kilometer nutzte sie zum Austausch über die Erfahrungen und Erlebnisse der Pilgerinnen und Pilger.

Rosanna Brusadelli aus Zug in der Schweiz, die schon alleine nach Jerusalem gepilgert ist, schätzt die ökumenische Zusammensetzung der Gruppe. „Gerade beim Thema Klimagerechtigkeit ist es wichtig, dass sich die Kirchen gemeinsam auf den Weg machen“, sagt sie. Das zeigt sich auch am Wegesrand: Elf Ordensgemeinschaften aus dem Erzbistum Paderborn halten parallel zum Pilgerweg durch OWL 25. Gebetstage für Klimagerechtigkeit ab. In der Lippischen Landeskirche war die Gruppe am Wochenende von Vinsebeck (Steinheim) nach Detmold gelaufen, wo Landessuperintendent Dietmar Arends sie mit einer Andacht in der evangelisch-reformierten Kirche Hiddesen weiter auf den Weg nach Oerlinghausen schickte.

Die Etappe von Oerlinghausen nach Bielefeld war eigentlich als erholsamer Tag gedacht, doch der Weg zum Klimaschutz ist zuweilen steil und steinig, was ein ungeplanter Umweg am Montagmorgen deutlich machte. Mit mehr als einer Stunde Verspätung kamen die 29 Teilnehmenden schließlich zum Mittagessen im Bielefelder Citykloster an. Am Dienstag geht es weiter nach Marienfeld.

„Wir sind Teil der Schöpfung“ 

Von Ostwestfalen und Lippe bleibt noch ein weiterer Schmerzensort im Gedächtnis, wie die Pilgerinnen und Pilger berichteten: das 1994 stillgelegte Kernkraftwerk Würgassen in Beverungen im Kreis Höxter, das nicht zurückgebaut wird, sondern als zentrales Eingangslager für das Endlager Konrad genutzt werden soll. Kraft tankten die Teilnehmenden hingegen an den Externsteinen und im Lebensgarten Amelunxen. „Das Besondere am Klimapilgerweg ist, dass es keine rein spirituelle Wanderung ist, sondern dass damit eine Botschaft verbunden ist, dass etwas in Bewegung kommt“, sagte Präses Kurschus. „Wir sind Teil der Schöpfung und davon abhängig, dass diese Erde geschützt wird.“ Die Kirchen müssten ihre gesellschaftliche Relevanz nutzen und beim Klimaschutz vorangehen.     

Der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit führt seit dem 14. August vom polnischen Zielona Góra bis ins schottische Glasgow zur dortigen Weltklimakonferenz, wo die Gruppe am 29. Oktober ankommen will. Er wird von evangelischen Landeskirchen, katholischen Bistümern und kirchlichen Hilfswerken getragen. Auch kirchliche Organisationen in Polen, den Niederlanden, England und Schottland unterstützen das überregionale europäische Projekt. Koordiniert wird der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit durch die Geschäftsstelle im Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen. Jede und jeder kann die Anliegen des Klimapilgerwegs unterstützen und mitpilgern.

Klimaaktionstag 24. September 2021

Die Evangelische Kirche von Westfalen ruft zur Beteiligung am Klimaaktionstag von „Fridays for future“ am Freitag, 24. September, auf.
„Wir müssen jetzt entschlossen handeln, damit die Jugendlichen heute und die künftigen Generationen nicht ihrer natürlichen Lebensgrundlage beraubt werden“, sagt Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der EKvW. Sie kündigte an, dass die nächste Landessynode im November über verbindliche Vereinbarungen beraten werde, um als Gesamtkirche klimaneutral zu werden, vom Landeskirchenamt bis in die einzelnen Gemeinden. „Die Klimakrise erfordert eine Umkehr, und zwar jetzt. Der Klimaaktionstag am Freitag ist eine Gelegenheit, hierfür einzutreten“, so Kurschus.

Die Evangelische Kirche von Westfalen setzt sich in ihrer täglichen Arbeit für die Chancengleichheit zukünftiger Generationen ein. Um genau diese Jugend und um genau diese Zukunft geht es am 24. September auf Klimaktionen in ganz Deutschland. Aus diesem Grund unterstützt auch das Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) die Aktion von Fridays for Future.
Auftakt des Aktionstages in Dortmund ist eine Klima-Andacht von Christinnen und Christen. Sie findet um 15.30 Uhr an der Heilig-Kreuz-Kirche in der Kreuzstraße statt und bildet den Startpunkt für eine der anschließenden Laufdemos. Eine Übersicht über alle Orte und -termine gibt es auf der Seite von Fridays for Future.

Um die Teilnahme zu dokumentieren, freut sich das IKG, wenn die Teilnehmenden eine Fotoaktion unterstützen, die im Fachbereich Umwelt + Soziales organisiert wird. Dabei sollen sich diejenigen, die beim Klimaktionstag dabei sind, mit Schildern fotografieren, die zusammen eine Strophe des Liedes „Die Erde ist des Herrn“ ergeben. Mit dieser Aktion kann die EKvW eine starke Präsenz zeigen. Mehr Informationen auf der Seite www.kircheundklima.de.

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news-2144Mon, 20 Sep 2021 15:39:00 +0200Superintendent Dr. Karsten Schneider im Evangelischen Kirchenkreis Unna eingeführt - Abschied von Altsuperintendent Böckerhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/der-glaube-aendert-die-sicht-auf-die-welt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d4108139c0d2a29112d86154683d8142Eine gefüllte Kirche, Gesang und ein feierlicher Empfang – so zu feiern war in den letzten eineinhalb Jahren nicht möglich. Am 17. September konnte die Verabschiedung von Altsuperintendent Hans-Martin Böcker und die Einführung seines Nachfolgers, Superintendent Dr. Karsten Schneider, im Evangelischen Kirchenkreis Unna in eben solch einem festlichen Rahmen gefeiert werden.

Dr. Karsten Schneider ist seit dem 1. Mai 2020 der leitendende Theologe für die dreizehn Gemeinden und die kreiskirchlichen Dienste in Bergkamen, Kamen, Holzwicke, Unna und Fröndenberg mit ca. 70.000 evangelischen Christen. Schneider wurde am 5. Februar 2020 von der Synode des Ev. Kirchenkreises Unna zum Nachfolger von Hans-Martin Böcker gewählt.

Als Christen in der Welt wirken

Der Glaube daran, dass Gott da ist, dass er uns halte, ändere die Sicht auf die Welt, so Dr. Schneider in seiner Predigt: „Es ist ein Unterschied, sich einfach so in dieser Welt vorzufinden oder sich als von Gott geliebt zu begreifen. Es ist ein Unterschied, im anderen einen zu sehen, der halt da ist, oder im anderen ein von Gott geliebtes Mitgeschöpf zu sehen.“ Diese Sichtweise müsse auch immer gepflegt werden, denn: „als Vereinzelte kommen wir nicht weit. Wir brauchen uns immer wieder gegenseitig als Mitmenschen, die sich einander die Augen öffnen.“ Denn es sei die Aufgabe von Kirche, anderen von dieser Sichtweise zu erzählen. Schneider: „Mit anderen unsere Sichtweise teilen, ihnen unseren Blick auf die Dinge anbieten, ihnen die Augen führen. Und dann, so bin ich überzeugt, werden wir als Christinnen und Christen im Sinne Jesu in dieser Welt wirken können.“

Abschied und Einführung

Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Dr. h.c. Annette Kurschus, verabschiedete zunächst den ehemaligen Superintendenten. Sie betonte, dass mit Hans-Martin Böcker eine Persönlichkeit von Bord gegangen sei, die ihre Stärke in den leisen Tönen und in der seelsorglichen Nähe zu den Menschen habe, dem es nicht um Macht und Wirkung ginge. Kurschus: „Gerade das hat Sie wohl in der Zeit starker Umbrüche für diesen Kirchenkreis als Leitungsperson attraktiv gemacht.“ In seinem Dankeswort blickte Böcker zurück auf eine erfüllte Zeit: „Wichtig waren mir immer die Menschen, mit Dankbarkeit schaue ich zurück.“

In der Einführung des neuen Superintendenten Dr. Karsten Schneider beschrieb Präses Kurschus kirchenleitendes Ordnen als: „keineswegs etwas für Funktionäre und Erbsenzähler. Es ist ein hoch geistliches Geschäft. Es braucht Liebe zu Gott. Und Liebe zu den Menschen. Beides hat die Synode offenbar bei Ihnen gespürt, sonst wären Sie jetzt nicht hier.“ Der Auftrag, den der Kirchenkreis ihm gegeben habe, sei der nach klarer Leitung: „Und diesem Auftrag stellen Sie sich. Mit klugem Verstand, mit theologischem Profil, mit hintergründigem Humor und wachen Sinnen, mit der nötigen Portion Nüchternheit, mit entwaffnender Redlichkeit und viel feinem Gespür für das, was dran ist.“

Politik und Kirchen betonen Zusammenarbeit

In den Grußworten aus Politik und der Ökumene klangen die vielen Formen der Zusammenarbeit an. Der stellvertretende Landrat Martin Wiggermann betonte dabei auch die gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung: „Solange es noch arme Kinder in unserem Kreis gibt, und solange noch 24 Stunden Polizei vor der Synagoge stehen muss, haben wir noch viel zu tun, das wollen wir gerne auch in Zukunft mit Ihnen an der Seite tun.“ Die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde ha-kochaw in Unna, Alexandra Khariakova, dankte besonders Hans-Martin Böcker für sein Engagement für den jüdisch-christlichen Dialog. „Ohne ihre Unterstützung gäbe es unsere Gemeinde so nicht.“ Sie freute sich darüber, dass sein Nachfolger auch schon Mitglied des Freundeskreises der jüdischen Gemeinde sei und damit in der guten Tradition der Vorgänger stünde. Superintendentin Kerstin Goldbeck aus Hamm beschrieb das Verhältnis der Nachbarschaft der beiden Kirchenkreise mit einem Bibelwort: „Ein Nachbar in der Nähe ist besser als ein Bruder in der Ferne. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam viel zu einer guten Nachbarschaft beitragen können.“

Feiern unter Coronabedingungen

Am Gottesdienst konnten unter geltenden Coronabedingungen 250 Personen teilnehmen, alle nach Anmeldung und unter Vorlage eines 3G-Nachweises. Auch das war wieder möglich: im Anschluss an den Gottesdienst blieben die Gäste noch lange zusammen und genossen es, sich wieder zu einem solchen Fest zu begegnen. Wegen der einschränkten Möglichkeiten des Besuches wird ein Zusammenschnitt des Gottesdienstesals Video sowohl auf der Seite des Kirchenkreises Unna wie auf dem kreiskirchlichen youtube-Kanal veröffentlicht.

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news-2142Fri, 17 Sep 2021 13:10:50 +0200Stellungnahme der Evangelischen Kirche von Westfalen zum vereitelten Anschlag auf die Synagoge in Hagenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/angriff-auf-das-miteinander-in-unserer-gesellschaft/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=11d03fd5d91f21008a6a54ecd20251dbMedienInfo 52/2021

Nach dem vereitelten Anschlag auf die Synagoge in Hagen hat Präses Annette Kurschus der jüdischen Gemeinde Hagen in einem Brief Solidarität und Mitgefühl ausgesprochen.

Die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) verurteilt darin den „Angriff auf das Miteinander in unserer Gesellschaft“. Außerdem ruft die westfälische Landeskirche ihre Gemeinden zu Fürbitten in den Gottesdiensten am Sonntag auf.

„Mit Bestürzung und Zorn haben wir in der Evangelischen Kirche die Nachrichten über den vereitelten Anschlag auf die Synagoge in Hagen aufgenommen. Das nach jetzigem Kenntnisstand hinterhältig geplante Attentat trifft in erster Linie Sie als zahlenmäßig kleine Gemeinde, die seit Jahren für Ihre Offenheit in die Stadtgesellschaft hinein bekannt ist. Die Gottesdienste an Ihrem höchsten Feiertag, Jom Kippur, mussten abgesagt werden. Das Gefühl der Unsicherheit und lebensgefährlichen Bedrohung in den Reihen Ihrer Gemeinde wächst weiter“, schreibt Präses Kurschus, und weiter: „Der Anschlag, der wohl nicht zufällig zwei Jahre nach dem traumatischen Attentat auf die Synagoge in Halle stattfinden sollte, ist auch ein Angriff auf das Miteinander in unserer Gesellschaft. Er zielte darauf, Hass, Feindschaft und Unfrieden zu säen – und dies ausgerechnet an Jom Kippur, dem Versöhnungstag, der nicht nur ein Tag der Aussöhnung zwischen Mensch und Gott ist, sondern zur Versöhnung zwischen Mensch und Mitmensch aufruft.“

Nach den Vorfällen in Bochum, Münster und Gelsenkirchen im April und Mai dieses Jahres habe der Antisemitismus durch den vereitelten Anschlag auf die Synagoge in Hagen eine neue Stufe erreicht, so die leitende Geistliche: „Dies dürfen und werden wir als Kirche und als Gesellschaft in Deutschland nicht hinnehmen. Als Evangelische Kirche halten wir es für unsere Pflicht, den wachsenden Antisemitismus zu benennen und ihm entschieden entgegenzutreten.“

 

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AktuellesPräsesGemeindenMedien
news-2141Fri, 17 Sep 2021 09:31:49 +0200Sommergespräche 2021: Präses Annette Kurschus besucht das Perthes-Haus, eine Alten- und Pflegeeinrichtung der Ev. Perthes.-Stiftung, in Paderbornhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/mit-naechstenliebe-solidaritaet-und-teamgeist-durch-die-corona-zeit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=58d0ae37dd319c4a814528090b360591MedienINFO 49/2021

An den 21. März 2020 erinnert sich Heidemarie Hellwig noch ganz genau. Es war ein Samstagnachmittag, als das Gesundheitsamt der Stadt Paderborn die Einrichtungsleiterin über den ersten Corona-Infektionsfall im Perthes-Haus, einem Alten- und Pflegeheim der Ev. Perthes-Stiftung, informierte.

Die Wochen und Monate, die dann folgten, waren die härtesten, die sie und ihre Kolleginnen und Kollegen bislang erlebt haben: 39 von 60 Bewohnerinnen und Bewohner erkrankten an Covid-19, neun von ihnen starben. Und da zeitweise auch ein Großteil der Mitarbeitenden krankheitsbedingt ausfiel oder in Quarantäne musste, arbeiteten alle an der Belastungsgrenze. Oft auch darüber hinaus. Immer bemüht, neben der professionellen Pflege auch die persönlichen Sorgen und Ängste der Bewohnerinnen und Bewohner und ihrer Angehörigen im Blick zu behalten. Nächstenliebe leben. Dafür zu sorgen, dass Menschlichkeit und Nähe trotz enormer Arbeitsbelastung und notwendiger Distanz erhalten bleiben. Und irgendwie haben sie es gemeinsam geschafft.

Dafür sind sie dankbar. Für das gute Miteinander auf allen Leitungsebenen. Für die Kooperation mit den städtischen Behörden. Für das Wir-Gefühl unter den Mitarbeitenden. Für die vielen großen und kleinen Zeichen der Solidarität aus der Bevölkerung – die gespendete Schutzkleidung, als Masken und Kittel noch knapp waren, die Briefe und Bilder aus dem Kindergarten, das kleine Posaunenkonzert des Bläserkreises der Abdinghofkirche im Innenhof und vieles mehr. Davon berichteten sie am Mittwoch (15.9.) Präses Annette Kurschus.

Präsesbesuch ist „Ausdruck des Respekts“

Die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) war im Rahmen ihrer „Sommergespräche 2021“ ins Perthes-Haus nach Paderborn gekommen, weil sie – in Anknüpfung ihrer bereits im Dezember 2020, auch mit Medizinern und Pflegekräften, geführten „Lockdown-Gespräche – hören wollte, was die Zeit mit den Menschen gemacht hat, wie sie die Krise erlebt haben, und wie es jetzt weitergeht: „Mein Besuch ist Ausdruck des Respekts, weil Sie sich in dieser schweren Zeit einer fast schier unlösbaren Aufgabe gestellt haben – für die Menschen, die Ihnen anvertraut sind, da zu sein.“ Neben Heidemarie Hellwig freuten sich auch Pflegedienstleiterin Ulrike Müller, Wilfried Koopmann, Vorsitzender der Ev. Perthes-Stiftung e.V, sein Stellvertreter Pastor Dr. Jens Beckmann, Geschäftsbereichsleiter Felix Staffehl (Altenhilfe Mitte) und Superintendent Volker Neuhoff auf den offenen Austausch und den Besuch.

„Schön, dass Sie bei uns sind“, begrüßte Wilfried Koopmann die Präses. Auch bei ihm hat die Corona-Pandemie mit insgesamt 140 Todesfällen in Einrichtungen der Ev. Perthes-Stiftung. Spuren hinterlassen. Vieles muss noch verarbeitet werden. Vor dem, was die Mitarbeitenden über Wochen und Monate hinweg geleistet haben, hat Koopmann hohen Respekt: „Wir hatten tolle Teams!“ Und auch Felix Staffehl lobt das gute Miteinander im Paderborner Perthes-Haus, das mit 60 Plätzen die kleinste Alten- und Pflegeeinrichtung im Bereich der Ev. Perthes-Stiftung ist. Als von jetzt auf gleich 19 Mitarbeitende in Quarantäne mussten, seien zur Unterstützung sofort Pflegekräfte aus anderen Häusern und der Tagespflege eingesprungen. Für deren „Bereitschaft, ein persönliches Risiko auf sich zu nehmen und eine andere Einrichtung zu unterstützen“, sei er unglaublich dankbar. Ebenso wie für das Vertrauen zwischen Geschäftsführung und Einrichtungsleitung: „So heftig die ersten zwei Monate auch waren, sie haben gezeigt, dass die Teams vor Ort hervorragend arbeiten.“ Das zeige auch die Tatsache, dass der Ruf der Einrichtung trotz der anfangs massiven Medienberichterstattung nicht gelitten habe und kein Makel zurückgeblieben sei.

„Der Zusammenhalt im Team war einfach toll“

Als Pflegedienstleitung weiß Ulrike Müller auch von den Ängsten und Sorgen ihrer Kolleginnen und Kollegen: „Manchmal konnten sie wegen der hohen Belastung eigentlich nicht mehr und hatten auch Sorge um die eigene Gesundheit … aber sie haben trotzdem durchgehalten. Der Zusammenhalt im Team war einfach toll.“ Umso mehr freut sie sich deshalb auch über die gesellschaftliche Anerkennung: „Unser Beruf ist in ein anderes, ein besseres Licht gerückt.“ Auch im Freundes- und Bekanntenkreis habe sie immer wieder aufrichtige Wertschätzung für ihr berufliches Engagement erfahren. Manche Kolleginnen hatten aber auch mit Problemen zu kämpfen, wie in einer abschließenden Gesprächsrunde mit einigen Pflegekräften sowie Bewohnerinnen und Bewohnern deutlich wurde. Da gab es Familienangehörige, die ehrlich Angst um die Gesundheit der Pflegekräfte hatten, was zuhause auch schon mal für Diskussionen sorgte. Oder Mitarbeitende, die sich im privaten Umfeld isolierten, um weder Freunde und Familie noch ihre Arbeitskollegen zu gefährden.

Einige Mitarbeiterinnen, die sich selbst mit dem Coronavirus infizierten, leiden heute noch unter den Langzeitfolgen. Gelitten haben die hoch engagierten Mitarbeitenden auch unter dem belastenden Gefühl, „nie genug gemacht“ zu haben. Obwohl sie wissen, dass sie Überdurchschnittliches geleistet und ihr Bestes gegeben haben – jede Infektion, die nicht verhindert werden konnte, tut ihnen weh. Ebenso wie die Momente der Traurigkeit und Einsamkeit, die sie bei den Bewohnerinnen und Bewohnern spürten, und in denen oft die Zeit fehlte, einfach nur da zu sein.

„Niemand musste bei uns alleine sterben“

Einfach nur da sein: In Phasen des Abschiednehmens und Sterbens war das allerdings immer möglich. Auch in Corona-Zeiten. Das ist Heidemarie Hellwig wichtig, weil es das diakonische Selbstverständnis des Hauses und auch ihr eigenes betrifft: „Niemand musste bei uns allein hinter verschlossenen Türen sterben. Angehörige konnten kommen, sich verabschieden und wurden auch begleitet. Wenn auch anders als sonst …“ Für Wilfried Koopmann ist Seelsorge ebenfalls ein Herzensanliegen: „Palliativbegleitung war und ist immer möglich. Uns als diakonischem Träger ist es ganz besonders wichtig, zu sagen: Niemand musste und muss alleine sterben.“
Wenn die Bewohnerinnen und Bewohner an die schwere Zeit der Isolation zurückdenken, schwingt auch immer noch Traurigkeit mit: kein Singen, kein Musizieren, keine Gruppenangebote, nur eingeschränkte Kontakte zu den Angehörigen. All das hat ihnen gefehlt. Trotzdem sind sie dankbar für das, was trotzdem möglich gemacht wurde. Und umso mehr freuen sie sich über all das, was jetzt wieder in Gemeinschaft geht. Präses Kurschus bewundert ihre unverzagte „Wir schaffen das“-Haltung: „Sie haben schon so viel in Ihrem Leben erlebt. Das merkt man. Sie gehen viel stärker damit um als wir Jüngeren.“

Solidarisches Miteinander hat durch die Krise getragen

Am Ende ihres Besuches zeigte sich Präses Annette Kurschus beeindruckt von der guten Atmosphäre des Hauses und Krisenmanagement in der Corona-Pandemie. Es sei deutlich geworden, wie sehr das solidarische Miteinander alle Beteiligten durch die Krise getragen habe. Sowohl vor Ort im Perthes-Haus als auch im gemeinsamen Handeln unterschiedlichen Leitungsebenen. „Die Einbindung der Einrichtungen in das gesellschaftliche Leben vor Ort ist eine Stärke der Ev. Perthes-Stiftung“, so Kurschus.

Sommergespräche 2021

Mit den „Sommergesprächen“ knüpft Präses Annette Kurschus an ihre Lockdown-Gespräche aus dem vergangenen Winter an. Sie hatte sich bei sechs digitalen Terminen mit Betroffenen aus verschiedenen Berufsgruppen und gesellschaftlichen Bereichen über die Auswirkungen der Corona-Schutzmaßnahmen ausgetauscht. Lockerungen und niedrige Inzidenzwerte ermöglichen jetzt Besuche und Gespräche vor Ort: Nach ihren Besuchen im Konfi-Camp des Ev. Kirchenkreises Gütersloh und bei Schaustellern im Dortmunder Kirmespark „freDOLino 2021“ im Juli war Präses Annette Kurschus jetzt zu Gast im Paderborner Perthes-Haus, einer Einrichtung der Evangelischen Perthes-Stiftung e. V., einem überörtlichen diakonischen Träger mit Einrichtungen und ambulanten Diensten im Bereich der Diakonie Rheinland-Westfalen Lippe e. V..

 

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news-2140Thu, 16 Sep 2021 17:13:41 +0200Henning Waskönig neuer Superintendent im Kirchenkreis Hagenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/es-gibt-jede-menge-zu-tun/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=db1e1c55c18c6cd4d9650d234d163500Pfarrer und Assessor Henning Waskönig (Ev. Lydia-Kirchengemeinde) ist mit deutlicher Mehrheit zum neuen Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Hagen gewählt worden. Bei der Wahlsynode in der Lutherkirche der Ev.-Luth. Kirchengemeinde in Wetter setzte sich Henning Waskönig im ersten Wahlgang gegen Pfarrerin Sandra Sternke-Menne aus Dortmund und Pfarrer Matthias Heuer (Ev. Dreifaltigkeits-Gemeinde) durch.

42 Stimmen wären nötig gewesen, um die Wahl zu gewinnen. Henning Waskönig erhielt 60, Sandra Sternke-Menne elf und Matthias Heuer zwei Stimmen. „Ich danke Ihnen und Euch sehr für das große Vertrauen“, so der Assessor, der seit dem Weggang der ehemaligen Superintendentin Verena Schmidt ihre Aufgaben kommissarisch übernommen hatte.

Henning Waskönig ist seit Mai 2011 Gemeindepfarrer in Hagen - bis zum 31. Dezember 2020 als Pfarrer der Evangelischen Jakobus-Kirchengemeinde Hagen und seit 1. Januar 2021 als Pfarrer der Evangelischen Lydia-Kirchengemeinde, die ein Zusammenschluss fünf Hagener Gemeinden (u. a. der Ev. Jakobus-Kirchengemeinde) ist. Seit Mai 2014 ist er Synodalassessor des Evangelischen Kirchenkreises Hagen. Der Theologe ist verheiratet und hat drei Kinder.

„Es gibt jede Menge zu tun“, so Waskönig, der in seiner Ansprache in jeder Hinsicht die Zuwendung zu den Menschen in den Vordergrund stellte. „Die Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit wahrzunehmen und zu sehen, wer uns im Kirchenkreis Hagen anvertraut ist, sind zwei wesentliche Aufgaben in diesem Amt.“ Dabei setzt der 44-Jährige auf Teamarbeit. „Leitung ist teilbar“, sagt Henning Waskönig. „Das habe ich zum Beispiel während der Hochwasserkatastrophe erfahren“.

Er selbst sei im Urlaub gewesen, habe aber im stetigen Austausch mit seinen Kolleginnen und Kollegen vor Ort gestanden. „Das hat sehr gut funktioniert.“ Grundsätzlich sei wichtig zu sehen, dass auch die Evangelische Kirche vor großen Herausforderungen steht. Vieles verändere sich. „Die Richtungsangabe unseres Tuns aber bleibt: Wir sind zu den Menschen gesandt, um ihnen mit Worten und Taten, Herz und Verstand, Gottes Liebe nahe zu bringen.“

Nachdem die letzten Synoden aufgrund der Corona-Situation digital abgehalten werden mussten, konnte die Wahlsynode in Wetter in Präsenz stattfinden. „Wie schön, dass wir uns hier gegenübersitzen können“, so Karsten Malz, Gemeindepfarrer der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Wetter, der als stellvertretender Assessor die Synode leitete. Als Gäste waren unter anderem Ortsdezernentin Monika Pesch und Julia Holtz, Superintendentin des Kirchenkreises Hattingen-Witten zu einem Grußwort in die Wetteraner Kirche gekommen.

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news-2138Thu, 16 Sep 2021 15:00:01 +0200Präses Annette Kurschus nimmt Forderungen von Christians For Future für Klimagerechtigkeit auf http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/bewahrung-der-schoepfung-braucht-mehr-verbindlichkeit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=507db7bd0de8d5e2a1f52847a74c114aMedienINFO 51/2021

Die Gruppe Christians For Future hat am Donnerstag (16.09.) ihre Forderungen zum Klimaschutz an Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, übergeben. Das Gespräch im Bielefelder Landeskirchenamt war Teil einer bundesweiten Aktion, die sich an insgesamt 36 katholische (Erz-)Bistümer und evangelische Landeskirchen richtete.

Die Bielefelder Christians For Future, die von Mitgliedern von Parents For Future und der Ev. Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Bielefeld unterstützt wurden, begrüßen die Texte und Initiativen der Kirchen für Klimagerechtigkeit. „Wir wollen unterstützen und ermutigen, dass die Umsetzung noch schneller passiert. Der Einsatz für die Armen und Schwachen muss außerdem mehr in die Liturgie und die Gemeinden getragen werden“, sagte Margret Oetjen. Phyllis Bollgönn ergänzte: „Wir möchten, dass die Kirche politischer wird und dem Staat auf die Füße tritt.“ Christians For Future ruft die Gemeinden zudem auf, am Klimaaktionstag am 24. September teilzunehmen.

Landeskirchenamt soll bis 2030 klimaneutral werden 

„Die Klimafrage muss zutiefst unser aller Anliegen sein. Sie gehört in die Mitte unserer Gesellschaft, unserer Kirche und unserer Gottesdienste“, sagte Präses Kurschus. Sie knüpfte an ihr Klimaversprechen bei der Landessynode 2019 an, das nach wie vor gelte: „Gemeinsam werden wir sämtliche Bereiche unseres kirchlichen Lebens konsequent in den Blick nehmen. Das wird Veränderungen erfordern, die sich bis in die kleinsten Abläufe unseres Alltags bemerkbar machen.“ Das Landeskirchenamt als Institution soll bis 2030 klimaneutral werden.

Als Teil der Fridays-For-Future-Bewegung engagieren sich Christians For Future für Klimaschutz, Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Sie haben ihre Forderungen am Donnerstag an vielen Orten und ökumenisch gestellt, um gemeinsame Kraft zu entfalten. „Die Bewahrung der Schöpfung ist schon lange ein Thema, das unbedingt mehr Verbindlichkeit und klare Konkretionen bekommen muss“, sagte die Präses, die den Dialog fortsetzen wird. Die Klimaschutzexpertinnen und -experten aus dem Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW sind ebenfalls mit Christians For Future im Austausch.  

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AktuellesKlimaPräsesGemeindenMedien
news-2137Thu, 16 Sep 2021 12:26:06 +0200Präses Annette Kurschus ruft zur Wahl des Deutschen Bundestages am 26. September aufhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/es-darf-nicht-nur-um-die-eigenen-interessen-gehen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=484c07d7deb50096f9ed0c3c4baf01f2MedienInfo 49/2021

Lebendige Demokratie braucht Teilnahme: Präses Annette Kurschus ruft die Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf, ihr Wahlrecht auszuüben und am 26. September 2021 den Deutschen Bundestag zu wählen.

Die leitende Theologin und stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende unterstreicht zugleich den ökumenischen Aufruf zur Wahl, den die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) veröffentlicht haben.

„Als christliche Kirchen sehen wir uns in der Mitverantwortung für unser demokratisches Gemeinwesen. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, den politischen Weg unseres Landes aktiv mitzugestalten“, heißt es in dem Aufruf der Kirchen. Annette Kurschus betont: „Wir sollten unsere Stimme abgeben und damit die Möglichkeit nutzen, an einem System politischer Pluralität und Freiheit mitzuwirken.“ Christen und Christinnen könne es bei ihrem politischen Engagement und an der Wahlurne nicht nur um die eigenen Interessen gehen, so die Präses. Das Evangelium richte ein besonderes Augenmerk auf die Schwachen unserer Gesellschaft: Arme, Ausgegrenzte, Fremde, Kranke, Kinder.

„Solche klare Parteinahme für das Leben ist nicht zu verwechseln und darf auch nicht verwechselbar werden mit parteipolitischer Einseitigkeit. Aber der christliche Glaube kann nicht neutral sein, wenn es um Fragen der sozialen und globalen Gerechtigkeit geht, wenn Gottes Geschöpfe leiden, wenn die Erde Schaden nimmt durch Raubbau, Gedankenlosigkeit und Trägheit, wenn künftigen Generationen der Zusammenbruch aller natürlichen Lebensgrundlagen droht“, sagt Kurschus.

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