Aktuelles :: EKvW.dehttp://www.evangelisch-in-westfalen.dedeEvangelische Kirche von Westfalen, LandeskirchenamtSun, 17 Feb 2019 15:39:16 +0100Sun, 17 Feb 2019 15:39:16 +0100TYPO3 EXT:newsnews-1451Sun, 17 Feb 2019 11:28:57 +0100DEKT 2019: Präses Dr. h. c. Annette Kurschus predigte am KirchentagsSonntag in Bielefeldhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gottes-guete-ist-nicht-rationiert-und-niemand-kommt-zu-kurz/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e06e0c1ca8bb67a5a0fff126e71d0757Der Countdown für den 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT), der vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund stattfinden wird, läuft. 116 Tage noch – aber mit dem so genannten „KirchentagsSonntag“ kam bereits jetzt Kirchentagsflair in die Gemeinden. Westfalenweit wurden am Sonntag (17. Februar) insgesamt 118 besondere „KirchentagsSonntags-Gottesdienste“ gefeiert. Einer davon mit Präses Dr. h. c. Annette Kurschus in der Bielefelder Matthäuskirche.

In Ihrer Predigt griff die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) den Kirchentagspsalm – Psalm 23 („Der Herr ist mein Hirte“) – auf und warb für einen Kirchentag, „der auch und gerade da, wo er kritisch ist, nicht nörgelt, nicht besser weiß und nicht den moralischen Zeigefinger erhebt, sondern von der Fülle Gottes herkommt und mit dieser Fülle der Wirklichkeit zuprostet.“ Sie wünsche sich, so Kurschus, einen „Kirchentag, auf dem die Menschen erfahren können, dass die Güte Gottes nicht rationiert ist und dass an Gottes Tisch niemand zu kurz kommt, weil sich noch andere mit dazu setzen. Ich wünsche mir, dass beim Kirchentag in Dortmund Menschen dazu frei werden, den eigenen Lebensdurst und den Durst der anderen miteinander ins Gleichgewicht zu bringen. S0, dass sie selbst genug haben – und die anderen auch.“

„Was für ein Vertrauen“

Mit Blick auf die 2019er-Kirchentagslosung „Was für ein Vertrauen“ (2. Könige 18,19) hofft Kurschus, dass dieses „Motto“ viele Fragen aufwirft. Dann heißt es Farbe zu bekennen. Im wahrsten Sinne des Wortes: „Fast vier Tage lang wird die Stadt in frisches Kirchentagsgrün gehüllt sein. Menschen mit seltsamen grünen Schals werden die Stadt bevölkern, und sie werden ganz andere Fan-Gesänge anstimmen als sie sonst in Dortmund üblich sind. Man wird uns fragen: Was ist das für ein Vertrauen, dass ihr in einer multiethnischen und multikulturellen und multireligiösen Großstadt ein derart riesiges christliches Glaubensfest anzettelt? Was für ein Vertrauen in die Kraft der Argumente und in die Kraft des Gebets; was für ein Vertrauen in die Menschen und in die Veränderbarkeit der Welt? Was ist das für ein Vertrauen, dass ihr mitten in den komplexen politischen und sozialen Fragen unserer Zeit nach Gott zu fragt und von ihm Orientierung und Ermutigung erwartet? Was ist das für ein Vertrauen? So fragen wir uns womöglich selbst. Denn es ist ja nicht so, dass der Glaube immer schon Vertrauen und Gewissheit und kluge Antworten bei sich hätte. Im Gegenteil. Gerade der Glaube ist oft ein recht wackeliges Unterwegssein, ein zweifelndes Suchen bisweilen. Der Glaube bleibt angewiesen auf die Quelle, die er nicht selbst zum Sprudeln bringt. Er braucht immer neu einen Tisch, den er nicht selbst gedeckt hat.“ Der Kirchentag 2019 in Dortmund, so Kurschus, wird nach unserem Glauben fragen. Und nach dessen Wirkung in der Welt. Die Präses jedenfalls ist „gespannt, welche Antworten sich dabei einstellen werden“. 

Zum Hintergrund

Zum nächsten Deutschen Evangelischen Kirchentag werden rund 100.000 Teilnehmende in Westfalen erwartet. Über konfessionelle und religiöse Grenzen hinweg erleben sie Gemeinschaft, feiern Gottesdienste, lauschen Konzerten und nehmen an politischen Debatten teil. Der Kirchentag ist auch 2019 zivilgesellschaftliches Forum, das über eine kirchliche Veranstaltung weit hinausgeht. Circa 2.500 Einzelveranstaltungen widmen sich genauso der internationalen Politik wie dem Zusammenleben von Menschen in Familie und Gesellschaft. In Podien, Streitgesprächen, Vorträgen und Workshops gestalten prominente Referentinnen und Referenten mit viel Publikumsbeteiligung die Themen des Kirchentages. Um Gemeinden auf den Kirchentag einzustimmen, gibt es seit 2007 diesen besonderen Sonntag, den KirchentagsSonntag. Am Sonntag Septuagesimae gefeiert, ist er eine Station auf dem Weg zum Kirchentag. Er soll informieren, Lust machen auf die Bibeltexte und Themen, in die jeweilige Kirchentagsstadt einladen, die Gemeinden mitnehmen auf diesem Weg.

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GemeindenMedienMitarbeitende
news-1450Fri, 15 Feb 2019 09:45:51 +0100Stellungnahme des Friedensbeauftragten der westfälischen Landeskirche zur Aufkündigung des INF-Abrüstungsabkommenshttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/dem-frieden-nachjagen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8ebaa42a140bf0dc37d7fe62c39cd754„Ein neues atomares Wettrüsten darf nicht sein! Weil Krieg um Gottes willen nicht sein darf. Und weil Atomwaffen grenzenlos das vernichten, was sie zu schützen vorgeben.“ Das betonte Heiner Montanus, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen, in einer Stellungnahme zur Aufkündigung des INF-Abrüstungsvertrages durch die USA und Russland.

Beide Vertragspartner hatten Anfang Februar angekündigt, nach der festgeschriebenen Kündigungsfrist aus dem Vertrag auszusteigen. Ein neues atomares Wettrüsten drohe, so Montanus.

Deshalb ruft er die Vertreterinnen und Vertreter von Kirche und Politik dazu auf, sich für ein Festhalten am INF-Vertrag einzusetzen. „Die Vertragsparteien müssen an den Verhandlungstisch zurückkehren.“ Dazu biete die am Wochenende stattfindende Münchener Sicherheitskonferenz eine Gelegenheit, auch wenn der amerikanische Präsident seine Teilnahme bereits abgesagt hat. Miteinander zu sprechen sei weiterhin ein wichtiges Mittel, um gegenseitiges Vertrauen zu stärken.

Die Drohung mit atomarer Massenvernichtung kehre zurück. Zeitgleich mit dieser Nachricht überlegten Christinnen und Christen, was ihnen die biblische Losung für 2019 „Suche Frieden und jage ihm nach.“ (Psalm 34,15) zu sagen hat. „Dass Frieden ist, steht nicht ein für alle Mal fest. Frieden ist ein flüchtiges Gut. Man muss ihm auf den Fersen bleiben, sonst ist er weg!“, so der westfälische Friedensbeauftragte.

„Wir wollen kein neues atomares Wettrüsten! Wir wollen, dass die INF-Vertragsparteien an den Verhandlungstisch zurückkehren! Wir wollen, dass sie die vereinbarten Kontrollmechanismen nutzen, um die Einhaltung des Vertrages zu kontrollieren und sicherstellen“, erklärt Montanus. „Dafür müssen sich Christinnen und Christen, dafür müssen sich Kirchen in ökumenischer Verbundenheit weltweit stark machen.“ (MedienInfo 12/2019)

 

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Medien
news-1449Thu, 14 Feb 2019 20:53:22 +0100Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht: NRW-Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer zu Gast in der Gesamtschule Friedenstal in Herfordhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/win-win-modell-kokoru/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c34b5260ac273b430aac8ba9f85d7593„Gemeinsamkeiten stärken - Unterschieden gerecht werden“ – so lautet das Programm des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts – kurz: kokoRU –, der seit dem aktuellen Schuljahr in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens und damit auch in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) möglich ist. An der Gesamtschule Friedenstal in Herford wird kokoRU schon seit einigen Jahren im Modell getestet.

Prominenter Besuch machte sich jetzt vor Ort ein Bild davon: NRW-Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer besuchte heute die Schule und war beeindruckt von den Ergebnissen, die die Schüler und Schülerinnen des 9. Jahrgangs zu den sieben Werken der Barmherzigkeit in Diakonie und Caritas erarbeitet hatten.

„Zeiten der homogenen Lebenswelten sind vorbei“

Die evangelischen Landeskirchen Rheinland, Westfalen und Lippe sowie die katholischen Bistümer Aachen, Münster, Essen und Paderborn haben im Juli 2017 eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet, die kokoRU an Grundschulen und in der Sekundarstufe I ermöglicht. Landeskirchenrat Fred Sobiech: „Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht nimmt ernst, dass unsere Welt, unsere Wirklichkeit, unsere Gesellschaft plural sind. Die Zeiten der homogenen Lebenswelten sind vorbei. Verschiedenheit und Vielfalt sind heute der Normalfall. In dieser Wirklichkeit sind Identität und religiöse Mündigkeit nur noch im Modus des Dialogs zu haben. Dies wird nun in einer geregelten transparenten Organisationsform ermöglicht. Damit werden Schule und Lehrer entlastet, die hier bisher eigene Wege in einer „rechtlichen Grauzone“ gehen mussten: eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“

Bernd Höner, kommissarischer Schulleiter, betonte: „Dialog ist der tragende Pfeiler des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts.“ Und Christoph Glins, katholischer Religionslehrer, ergänzte: „Konfessionalität wird greifbarer, die Qualität des Unterrichts steigt“.

Die Realisierung von kokoRU muss bei der Schulaufsicht beantragt werden, für einen Antrag ist eine Fortbildung der Religionslehrer obligatorisch. Bisher haben in NRW ca. 1.900 Religionslehrer an den als Unterstützung konzipierten Fortbildungen teilgenommen. Im Bereich der EKvW sind bisher 169 Schulen beteiligt, NRW-weit insgesamt 221 Schulen. Unterrichtet wird im Wechsel von einer Lehrkraft für katholische und evangelische Religion, um beide konfessionellen Perspektiven authentisch kennenzulernen. Die jeweils konfessionellen Lehrpläne werden dabei aufeinander bezogen.
Die bisherigen Rückmeldungen von Lehrkräften, Schulaufsicht und Schulleitungen sind überwiegend positiv. Eine wissenschaftliche Evaluation ist vorgesehen.

Als die Landeskirchen und Bistümer 2017 ihre Vereinbarung über den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht unterzeichneten, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer, das Ziel religiöser Bildung sei es, aus der eigenen religiösen Identität heraus dem anderen „respektvoll, tolerant und
neugierig zu begegnen“. Davon, ob dies im konfessionell-kooperativen Religionsunterricht gelingt, konnte die Ministerin sich jetzt in der Gesamtschule Friedenstal überzeugen. (MedienInfo 11/2019)

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MedienMitarbeitende
news-1448Thu, 14 Feb 2019 10:27:26 +0100Kirchentagssonntag am 17. Februar: Viele Gottesdienste auf dem Weg nach Dortmund / Präses Kurschus predigt in Bielefeldhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ein-stueck-kirchentag-vor-ort/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1286d761194ab1e262399d31584c7a52Am 17. Februar ist Kirchentagssonntag: Auf dem Weg zum Kirchentag in Dortmund feiern über 150 Gemeinden bundesweit, davon über 100 in Westfalen, besondere Gottesdienste, die auf den Kirchentag einstimmen. Präses Dr. h. c. Annette Kurschus predigt in der Bielefelder Matthäuskirche, Kirchentagspräsident Hans Leyendecker in St. Reinoldi in Dortmund.

Vier Monate vor dem Großereignis stellen sich die Dortmunder Kirchengemeinden an diesem Sonntag schon einmal auf die Gastgeberschaft für den Kirchentag ein. Hier stehen in den meisten Gemeinden die Gottesdienste unter der Losung des Kirchentags „Was für ein Vertrauen“. So gestalten beispielsweise in der Stadtkirche St. Reinoldi um 11.30 Uhr Kirchentagspräsident Hans Leyendecker und Superintendentin Heike Proske den Gottesdienst. In St. Marien predigt um 10 Uhr der Theologische Vizepräsident der Landeskirche und frühere Dortmunder Superintendent, Ulf Schlüter. Dr. Julia Helmke, Generalsekretärin des Kirchentages, predigt um 18 Uhr in St. Petri.

Präses predigt in Bielefeld

Die leitende Theologin der gastgebenden Evangelischen Kirche von Westfalen predigt über das wohl bekannteste Gebet aus dem Alten Testament der Bibel, den 23. Psalm. Er beginnt mit den Worten: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“. Um das Vertrauen, das hier anklingt, geht es auch in der Losung des Kirchentages: „Was für ein Vertrauen“ aus dem 2. Buch der Könige, Kapitel 18, Vers 19. Dazu wird Pfarrer Gerhard Sternberg mit Konfirmanden szenische Lesungen präsentieren. Christian Bald, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bielefeld, wirkt ebenfalls an dem Gottesdienst mit. Der Gottesdienst beginnt um 10.30 Uhr.

Der Deutsche Evangelische Kirchentag findet vom 19. bis 23. Juni in Dortmund statt. Mit der Feier des Kirchentagssonntags kommt schon jetzt ein Stück vom besonderen Flair des Kirchentages in die Gemeinden. (mit Material von epd)

 

 

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Kirchentag 2019GemeindenSuchendeMitarbeitende
news-1447Wed, 13 Feb 2019 19:35:28 +0100Fachtag des Amtes für Jugendarbeit: Studie „Generation Lobpreis und die Zukunft der Kirche“ vorgestellthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/jung-engagiert-und-eigenwillig/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=abe633333465a158bec8144bda5aec2cNur, wenn es gelingt, junge Menschen auf allen Ebenen zu Akteuren kirchlichen Handelns werden zu lassen, werden diese die Kirche der Zukunft bilden. Das war das Ergebnis eines Fachtags des Amtes für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen unter dem Titel „Jung, engagiert und eigenwillig – Die Zukunft der Kirche?!“ Anfang Februar in Schwerte. 

Kirche - Zukunft - Jugend: Das passe einfach alles nicht mehr zusammen, heißt es immer häufiger. Schlagworte wie Traditionsabbruch, Werteverlust, Säkularisierung, demographischer Wandel, Individualisierung und Privatisierung jugendlichen Glaubens suggerieren: es sieht nicht gut aus für die Institution Kirche.

Dass dieses Thema auch innerhalb der kirchlichen Jugendarbeit auf großes Interesse stößt, belegte der mit rund 180 Teilnehmenden bis auf den letzten Platz besetzte Fachtag des Amtes für Jugendarbeit in Haus Villigst. Grundlage des Tages waren die im Überblick vorgestellten Forschungsergebnisse der neuen Studie „Generation Lobpreis und die Zukunft der Kirche“, die das Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen beim Institut empirica in Auftrag gegeben hatte.

Studie: Hochreligiös und eigenwillig

Die empirische Studie untersuchte, wie 16- bis 29-jährige Christinnen und Christen ihren Glauben leben, was für ein Bild diese Generation von Kirche hat, wofür sie sich engagiert und woran genau sie glaubt. Prof. Dr. Tobias Faix und Prof. Dr. Tobias Künkler vom Forschungsinstitut empirica zeichneten den Teilnehmenden ein lebendiges Bild von jungen Menschen, denen Lobpreismusik (Worship) und das persönliche Gebet ihren Angaben nach die größten Quellen des Glaubens sind. „80% dieser Jugendlichen beschreiben, dass sie den Glauben in ihrem Alltag als Hilfe erleben“, so Faix. Mehr als die Hälfte bete mehrmals täglich. Eine Gruppe, wie die Forschung sie nennt, „Hochreligiöser“, relativ unbeachtet aber von immerhin 20% aller Jugendlichen.

Die Zukunft der Kirche ist damit noch nicht gesichert. Denn gerade diese Gruppe junger Menschen hat ihre ganz eigenen Vorstellungen, wie sie Kirche erleben wollen. Nämlich eigentlich nur, wenn sie sie mitgestalten können, wenn sie mit ihren Ideen und Vorstellungen vorkommen und ernst genommen werden. Sie möchten Gott nicht doziert bekommen, sondern erleben und sie wünschen sich Vorbilder, die ihnen auf Augenhöhe Orientierung bieten können. Das Eigenwillige dabei: wenn die traditionelle Gemeinde ihnen diese Möglichkeit nicht bietet, dann machen sie es eben ohne sie.

Mehr als eine Spielwiese

„Es reicht nicht mehr aus, jungen Menschen innerhalb der Kirche Projekte im Sinne einer Spielwiese zu ermöglichen“, so Faix. Die Zukunftsfähigkeit der Kirche hänge davon ab, nicht ob, sondern wie schnell es Kirche gelingt, konsequent auf allen Ebenen neue partizipative Wege zu beschreiten. Jugendarbeit sei dabei schon immer Vorreiter gewesen.
 
Die hohen Potentiale der Jugendarbeit verdeutlichte auch Dr. Julia von der Gathen-Huy vom Deutschen Jugendinstitut und der TU Dortmund. Ihre Forschungsergebnisse assistieren der Jugendarbeit insgesamt eine hohe Relevanz für die Felder Bildung, Vergemeinschaftung, Verantwortungsübernahme und Integration.
 
Bereits 2006 hat die Untersuchung „Realität und Reichweite“ beschrieben, dass echte Partizipation die Basis für Identifikation mit Kirche ist. „Seit über 20 Jahren wird Jugendarbeit nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen und gelebte Partizipation bei Kirche einzufordern. Und zwar so, wie Jugendliche es brauchen und nicht, wie es Kirche am besten passt. Mir scheint die Zeit nun mehr als reif“, kommentierte Landesjugendpfarrer Udo Bußmann die Ergebnisse des Tages.

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GemeindenMitarbeitende
news-1446Tue, 12 Feb 2019 15:34:03 +0100Der Fachbereich Personalentwicklung im IAFW feiert sein zehnjähriges Bestehenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ein-dynamischer-prozess/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=50dd1cbe774816e5a482f3d7ad1c5949Die Gewinnung des Nachwuchses für kirchliche Berufe gehört für Oberkirchenrätin Petra Wallmann zu den drängendsten Aufgaben. „Diesem Thema müssen wir uns dringend stellen“, sagte Wallmann beim Symposium „Persönlichkeit und Kompetenz - neu gedacht“ in Haus Villigst (Schwerte). Mit der Fachtagung beging  der Fachbereich Personalentwicklung im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung (IAFW) der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) sein zehnjähriges Bestehen.

Als weitere wichtige Themen nannte Wallmann die Bindung der Theologiestudierenden, die Begleitung beim Seiteneinstieg, den Blick auf alle kirchlichen Berufsgruppen, die Salutogenese („Da dürfen wir nicht nachlassen. Das fängt auch schon bei jungen Menschen an.“) sowie die Verteilung des Personals zwischen den ländlich und städtisch geprägten Regionen der westfälischen Landeskirche. Personalentwicklung sei ein dynamischer Prozess, der auf allen Ebenen stattfinde. Die Frage sei, so Wallmann, wie Personalentwicklung in einer Netzwerkorganisation wie der evangelischen Kirche gestaltet werden kann. 

„Das Kompetenzmanagement der evangelischen Kirche steht in keinem Verhältnis zur strategischen Organisationsentwicklung.“ Diese These vertrat Professor Jörg Martens von der Fachhochschule für Diakonie in Bielefeld-Bethel. Die verfasste Kirche müsse ihr Selbstverständnis als Organisation klären und dienstleistungsorientiert handeln, so der gelernte Pfarrer. Gerade und besonders angesichts des Veränderungsdrucks, der die Kirche durch gesellschaftliche Entwicklungen begegne, brauche es ein strategisches Kompetenzmanagement.

Die Kirche stehe wie alle anderen Arbeitgeber vor zwei zentralen Herausforderungen: zum einen sei der Arbeitsmarkt eng und werde noch enger. Zum anderen stiegen die Anforderungen an die Mitarbeitenden in einer Welt, die immer dynamischer, ungewisser, komplexer und mehrdeutiger werde. 

Der jetzige Fachbereich Personalentwicklung ist im April 2008 mit vier Mitarbeitenden (Dirk Purz, Anne Braun-Schmitt, Astrid Gießelmann und Anke Knuth) an den Start gegangen. Während sich Pfarrerin Anne-Braun Schmitt weiterhin intensiv der individuellen Beratung von kirchlichen Mitarbeitenden widmet, wird der Teil der institutionellen Personalentwicklung durch Michael Westerhoff geleistet, der als Referent im Landeskirchenamt tätig ist.

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Mitarbeitende
news-1445Tue, 12 Feb 2019 14:36:32 +0100Am Samstag: Acht fahrende Buden auf dem Weg durch NRW nach Dortmundhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/budenzauber-fuer-den-kirchentag/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4250776ebf42b2821264f2d3528f18ceMit acht fahrenden Buden auf Sternfahrt wirbt die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) am Samstag, 16. Februar, für den Kirchentag in Dortmund.

Acht Buden aus acht Richtungen werden sich ab dem Vormittag auf Dortmund zubewegen. Bei kurzen Stopps auf dem Weg durch die Regionen Nordrhein-Westfalens gibt es kurze Events wie Konzerte von Chören und Posaunenchören, Theater oder Sing-Flashmobs, außerdem jede Menge Informationen zum Kirchentag. Alle Buden kommen um 17 Uhr an der Reinoldikirche in Dortmund zusammen, wo sie von Kirchentagspräsident Hans Leyendecker und der Dortmunder Superintendentin Heike Proske empfangen werden. Das Kirchentagsprojekt „Der Chor ist der Star“ mit mehr als 300 Sängerinnen und Sängern wird als abschließender Höhepunkt musikalisch für Aufmerksamkeit sorgen.

Die Tourstopps im Einzelnen

Kirchenkreis Dortmund: 
12.00 Uhr: Leverkusen-Schlebusch, Fußgängerzone Bergische Landstraße 36, vor St. Andreas
Chormusik, Begrüßung durch Bürgermeister und Superintendent Gert René Loerken
14.00 Uhr: Wuppertal-Barmen, Fußgängerzone
Verschiedene Chöre, Begrüßung durch Superintendentin Ilka Federschmidt

Kirchenkreis Bochum:
10.00 Uhr: Bocholt, Markplatz Bocholt, Markt 1
Sing-Flashmob mit verschiedenen Chören, Begleitung der Tour durch Impro-Künstler Stefan Kruse
12.00 Uhr: Dorsten, Marktplatz
Ten-Sing-Chor, Straßentheater und Jonglage, Begrüßung durch Superintendent Dietmar Chudaska
14.00 Uhr: Gelsenkirchen, Neumarkt am Ende der Fußgängerzone
Bandauftritt, Begrüßung durch Superintendent Heiner Montanus

Kirchenkreis Iserlohn:
9.30 Uhr: Brilon, Haus Hövener (Museum), Am Markt 14
Briloner Fingerfood von den „Köchelnden Kerlen“, Begrüßung Bürgermeister Dr. Christoph Bartsch

Kirchenkreis Gütersloh:
10.00 Uhr: Minden, Martinikirche 
Begrüßung durch Bürgermeister Michael Jäcke und Superintendent Jürgen Tiemann; Gutenberg-Druckerpresse, auf der gedruckt werden darf
11.45 Uhr: Herford, Münsterkirchplatz 7
Begrüßung durch Jürgen Elmers, Leitung Musicalchor Zentrum Kinder beim Kirchentag
13.30 Uhr: Gütersloh, Martin-Luther-Kirche
Ten-Sing-Band aus Bielefeld-Quelle unter Mario Ermlich, Begrüßung durch Superintendent Frank Schneider und Bürgermeisterin Monika Paskarbies

Kirchenkreis Hattingen-Witten:
10.00 Uhr: Düsseldorf, Johannes-Kirche
Posaunenchor
12.00 Uhr: Mülheim, Kurt-Schumacher-Platz
Posaunenchor

Kirchenkreis Lüdenscheid:
12.00 Uhr: Attendorn, Marktplatz
Verschiedene Chöre, Begrüßung durch Bürgermeister Christian Pospischil, Kinder-Actrion-Day mit CVJM und Kirchengemeinde 

Institut für Kirche und Gesellschaft: 
10.00 Uhr: Bad Berleburg, Abenteuerdorf Wittgenstein
Posaunenchor, Begrüßung durch Superintendent Stefan Berk

Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe):
14.00 Uhr: Unna, Stadtkirche
Begrüßung durch Superintendent Hans-Martin Böcker, Chöre

(MedienInfo 10/2019)

 

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Kirchentag 2019MedienMitarbeitende
news-1444Mon, 11 Feb 2019 13:52:40 +0100Christian Sander wird neuer Landeskirchen-Verwaltungsdirektorhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/36-jaehriger-verwaltungsexperte-tritt-nachfolge-von-guenter-wulf-an/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8d39aefe3d889f6fcb0d763122bf5d8aChristian Sander (36) wird neuer Verwaltungsdirektor im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Der erfahrene Verwaltungsexperte tritt seine neue Aufgabe am 1. April 2019 an. Er folgt auf Günter Wulf, der in den Ruhestand ging.

Christian Sander ist gebürtiger Mindener. Nach dem Abitur am Gymnasium Stolzenau wählte er die Inspektorenlaufbahn beim Landkreis Nienburg/Weser und absolvierte 2001 bis 2004 zunächst sein Studium zum Diplom-Verwaltungswirt (FH). Er wechselte 2005 als Sachbearbeiter zur Samtgemeinde Uchte und entwickelte sich dort bis zum Gemeindedirektor und Stellvertretenden Bürgermeister.

Zuletzt wechselte er an die Hochschule Ostwestfalen-Lippe, die an vier Standorten ca. 7.ooo Studierende mit 700 Mitarbeitenden betreut. Hier leitet er derzeit das Finanzdezernat. Ein dreijähriges berufsbegleitendes Studium der Verwaltungswissenschaften an der Universität Kassel schloss Sander im Sommer 2017 als Jahrgangsbester mit dem Master of Public Administration (MPA) ab.

Das Landeskirchenamt mit knapp 300 Mitarbeitenden ist die Verwaltung und der Sitz der Kirchenleitung der EKvW. (MedienInfo 8/2019)

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MedienMitarbeitende
news-1443Fri, 08 Feb 2019 14:59:09 +0100In eigener Sache: Homepage-Baukästen und Veranstaltungs-Datenbank nicht erreichbarhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/technische-stoerung-auf-webserver-update-stoerung-behoben/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=78185d49c6177a99a60f34250a4bb479Update 12.2.: Die Serverprobleme sind behoben und die Homepage-Baukästen und die Veranstaltungsdatenbank funktionieren wieder

Seit den frühen Morgenstunden des 7. Februar gab und gibt es eine gravierende technische Störung auf einem unserer Webserver. Davon sind die Veranstaltungs-Datenbank und sämtliche Homepage-Baukästen betroffen. Eine Lösung ist in Sicht - bis dahin ist leider mit einigen Einschränkungen zu rechnen. 

Zunächst  sah es so aus, als sei das Problem mit dem Server, auf dem der Homepage-Baukasten und die Veranstaltungs-Datenbank laufen, gelöst. Inzwischen wissen wir: wir haben uns zu früh gefreut. Leider. Denn seit gestern Abend hat es weitere kurze Ausfälle gegeben. Unser Dienstleister hat deshalb nachts noch bis 5 Uhr früh am System geschraubt und ist jetzt aktuell dabei, eine (hoffentlich) stabile Übergangslösung zu etablieren.

Aktuell sieht es folgendermaßen aus:
- Ursache ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Hardware-Defekt am Server
- Unser Dienstleister arbeitet auf Hochtouren an einer Übergangslösung*
- Homepage-Baukästen und Veranstaltungs-Datenbank sind am Freitag, 8.2. bis in die Abendstunden nicht erreichbar. Besucher von Baukasten-Websites und Veranstaltungs-Datenbank erhalten lediglich eine Fehlermeldung ("Verbindung fehlgeschlagen" oder ähnlich)
- Danach werden beide Systene wieder laufen, wenn auch vorerst nicht im gewohnten Tempo. Bis zur vollständigen Reparatur ist noch mit Einschränkungen zu rechnen

Und jetzt?

Nutzerinnen und Nutzer von Homepage-Baukasten und Veranstaltungs-Datenbank halten wir in unserem Blog auf dem Laufenden: https://blog.internet-ekvw.de/

Wir können uns an dieser Stelle nur aufrichtig für die Unannehmlichkeiten entschuldigen, die durch den Hardware-Defekt entstanden sind. Es tut uns ausgesprochen leid, dass Sie - sowohl als Betreiber von Baukasten-Seiten als auch als Besucherinnen -  im Moment mit Einschränkungen leben müssen.

*(Für Fachleute: Dazu werden die Systeme noch heute virtualisiert, so dass sie im Idealfall weiterhin stabil laufen sollten. Anschließend wird der Hardware-Defekt behoben, ggf. wird ein neuer Server bereitgestellt. Schließlich werden die Systeme auf den reparierten/neuen Server gespielt. Das soll im Laufe der kommenden Woche geschehen.)

### Update 12.02.2019 ###

Die Serverprobleme sind behoben und die Homepage-Baukästen und die Veranstaltungsdatenbank funktionieren wieder wie zuvor. Das System läuft stabil und wir gehen davon aus, dass es so bleibt.
Ursache für die Störungen war tatsächlich ein Hardware-Defekt. Die Systeme wurden erfolgreich virtualisiert. Es können noch Nacharbeiten erforderlich werden. Darüber werden wir ggf. rechtzeitig informieren.

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GemeindenMitarbeitende
news-1442Wed, 06 Feb 2019 09:55:36 +0100Quo vadis? Studienkonferenz über den künftigen Weg der Kirchehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/organisationsformen-haben-keinen-anspruch-auf-ewigkeit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ad1a7a001accb74ac404e1a111bd978dDie evangelische Kirche wird nach Überzeugung von Vizepräsident Ulf Schlüter in Zukunft viel stärker beispielhaft arbeiten, Kräfte bündeln und Orte mit Ausstrahlung schaffen. Es sei nicht sinnvoll und künftig auch nicht mehr möglich, in kirchlicher Arbeit allerorten alles gleich abzubilden, sagte der Theologische Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen am Montag (4.2.) in Schwerte-Villigst.

Organisation sei notwendig, aber kein Selbstzweck, so Schlüter. „Organisationsformen haben keinen Anspruch auf Ewigkeit“. Verfassungsebenen, Kirchenordnungen, Gemeinde- und Landeskirchengrenzen seien etwas Vorläufiges. „Die evangelische Kirche wird ihren Weg finden, wenn sie mutig daran geht, sich zu verändern, um ihrem Auftrag nachzukommen: den Menschen das Evangelium in Wort und Tat zu bezeugen.“ Dazu seien die enormen Möglichkeiten der Kommunikation, die Kirche derzeit hat, zu nutzen. Zu diesem Kommunikationspotenzial zählen für Schlüter akademisch gebildete, verbeamtete Pfarrer ebenso wie Dorfkirchen und Kathedralen, Kindergärten und der Religionsunterricht, Krankenhäuser und Altenheime. Außerdem sei die große Mehrheit der Mitglieder ernst zu nehmen, die sich ihrer Kirche wenig verbunden fühlen. Sie wollten an zentralen Stationen des Lebens – wie Taufe, Trauung, Bestattung – persönliche Begleitung erfahren.

Für Dr. Christian Grethlein, Professor für Praktische Theologie in Münster, passen die herkömmlichen kirchlichen Strukturen heute nicht mehr zur gesellschaftlichen Wirklichkeit. Das flächendeckende Prinzip der örtlichen Kirchengemeinden stamme aus der Zeit Karls des Großen. Angesichts wachsender Mobilität, so Grethlein, sei dieses Prinzip nicht mehr angemessen. Menschen legen oft große Entfernungen zum Arbeitsplatz zurück, Ausbildung, Studium und berufliche Wechsel erfordern häufig Umzüge. Folge: Die Bindung an eine Ortsgemeinde nehme ab. Wer dann woanders kirchlich heiraten oder sein Kind taufen lassen will, verursacht einen Verwaltungsakt – das wiederum führe dazu, dass Kirche als „staatsanaloge Verwaltungsbehörde“ erlebt werde. Für Professor Grethlein wird und soll sich Kirche weg von der Institution und hin zu einer Bewegung entwickeln.

Vier Einrichtungen der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) hatten unter dem Titel „Quo vadis, Kirche?“ zu einer Studienkonferenz für Haupt- und Ehrenamtliche nach Haus Villigst in Schwerte eingeladen: das Evangelische Erwachsenenbildungswerk, das Institut für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste, das Pädagogische Institut und die Evangelische Akademie. Rund hundert Personen folgten dieser Einladung. (MedienInfo 7/2019)

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GemeindenMedienMitarbeitende
news-1441Tue, 05 Feb 2019 17:24:18 +0100Zwölf neue Fundraising-Spezialisten zertifizierthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/fundraising-veraendert-die-kirche/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f9786a9615b659880d43c84928b41362Sie sind Pfarrer oder Verwaltungskräfte, Ehrenamtliche aus Kirchengemeinden, Erzieherinnen oder Jugendreferenten – und seit dem 1. Februar auch ausgebildete Fundraiserinnen und Fundraiser: Zwölf Teilnehmer einer einjährigen Fortbildung erhielten am 1. Februar ihre Abschlusszertifikate.

An diesem Tag hatten sie die 1 1/2-jährige berufsqualifizierende Fundraising-Weiterbildung abgeschlossen, die die Evangelische Kirche von Westfalen und die Evangelische Kirche im Rheinland in Zusammenarbeit mit der Fundraising Akademie ermöglicht hat.

Zuvor hatten Sie als Praxisarbeit ein Fundraisingkonzept für die Sanierung der Doppeltürme der Würzburger St.-Johannis-Kirche entwickelt und damit die erworbene Kompetenz unter Beweis gestellt.

Kurs „hat viel gebracht“

„Die Maßnahmenbündel, die Sie vorgeschlagen haben, machen Lust – und sie sind für uns machbar“, lobte Pfarrer Jürgen Reichel, der gemeinsam mit Professor Eberhard Grötsch, dem Vorsitzenden des Freundeskreises Johanniskirche, angereist war, um das große Projekt vorzustellen und die Anregungen der frischgebackenen Spenden- und Förderexperten zu hören.

„Mir hat der Kurs für meine Arbeit viel gebracht – vor allem die theologische Fundierung war mir wichtig“, lobt Dr. Barbara Gierull, die seit 2018 das Fundraisingreferat im Kirchenkreis Recklinghausen leitet und dort unter anderem die erfolgreiche Spendenbriefarbeit der zwölf Gemeinden betreut. Sie brachte schon jahrzehntelange Praxiserfahrung in der Spendenarbeit mit und erhielt mit dem Kurs nun einen umfassenden Gesamtüberblick vom Spendenrecht bis zum Projektmanagement.

Auch Silke Lück, die im Institut für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste das Fundraising voranbringt, ist begeistert: „Was ich hier gelernt habe, lohnt sich für uns. Ich gehe sehr motiviert.“ Der Aufbau einer Förderung für geistliche Angebote entlang dem neuen Radschnellweg Ruhr ist ihr nächstes großes Vorhaben.

„Fundraising verändert die Kirche – langsam, aber unverzichtbar. Wir sind froh, dass Sie daran kompetent mitwirken“, betonte Landeskirchenrat Martin Bock in seiner Rede zur Überreichung der Abschlusszertifikate. Schon jetzt ist die Evangelische Kirche von Westfalen teilweise gut aufgestellt für die wachsende Bedeutung der Spendenarbeit. In 21 der 27 Kirchenkreise gibt es qualifizierte Fachkräfte – und auch in drei Ämtern und Einrichtungen hat der Aufbau begonnen. Hansjörg Federmann, Pfarrer für Fundraising und Mitgliederbindung im Landeskirchenamt, der den Kurs in Zusammenarbeit mit der Fundraising Akademie Frankfurt organisierte, ist stolz auf die Leistungen der Absolventen: „Das sind Leute mit Potenzial, von denen wir in der Kirche viel erwarten dürfen – vor allem dann, wenn sie entsprechend ihrer Qualifikation auch professionelle Arbeitsbedingungen finden.“

Info: Basiskurse für alle

Als kleinere Fundraising-Ausbildung für alle, die sich als Ehren- oder Hauptamtliche erfolgreich in der kirchlichen Spendenarbeit engagieren  wollen, gibt es den 2 x 3 Tage umfassenden Basiskurs „Fundraising mit Herz und Verstand“, der in diesem Jahr zweimal angeboten wird. Er umfasst zwei dreitägige Kursblöcke und einen Praxistag: 1.-3. April / 3. Juli / 9.-11. September 2019 und 13.-15. Mai / 4. Juli / 4.-6. November 2019.

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news-1440Tue, 05 Feb 2019 15:28:51 +0100Zum Abschlussbericht der Kohlekommission - Kommentar von Klaus Breyer http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/ein-anfang-ist-gemacht/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7bd66dd9d9e6180cd9e74face520dd3cDeutschland steigt aus der Kohle aus. Frühestens 2035, spätestens jedoch 2037 geht das letzte Kohlekraftwerk vom Netz. Das hat die sogenannte Kohlekommission (eigentlich: Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung) in ihrem Abschlussbericht vorgelegt. Fast alle Kommissionsmitglieder tragen den Kompromiss mit und entsprechend groß ist sein Gewicht. Das ist ein gutes Zeichen für die politische Kultur in Deutschland, findet Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen. 

„Ist damit alles erreicht, wofür auch wir uns als Kirchen jahrzehntelang engagiert haben? Leider nein“, stellt Breyer weiter fest. Aber es sei ein Anfang, ein großer Schritt in die richtige Richtung. „Die eigentliche Arbeit fängt jetzt an. Der nun beginnende Umsetzungsprozess muss auch von den Kirchen konstruktiv und kritisch begleitet werden.“

Denn die Vorschläge der Regierungskommission weisen einen Weg, der bei kontinuierlichem Rückbau der Kohle einen sozialverträglichen Strukturwandel ermöglicht. Dennoch müsse angesichts der Klimakrise der Kohleausstieg noch ambitionierter ausfallen. Hier seien Nachbesserungen notwendig. 

Ansatzpunkte gibt es genug: Noch in diesem Jahr sollten die Eckpunkte des Kohleausstiegs in einem Klimaschutzgesetz verankert werden, auch der Ausbau erneuerbarer Energien müsse deutlich an Fahrt gewinnen. „Hier besteht besonders in NRW ein großer Nachholbedarf“, kritisiert Breyer, der auch Sprecher und Gründungsmitglied der Klima-Allianz Deutschland ist.

Weiter lesen: Der Kommentar im Wortlaut.

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Mitarbeitende
news-1439Mon, 04 Feb 2019 14:50:30 +0100Präses Dr. h. c. Annette Kurschus predigte bei Festgottesdienst zur Wiedereröffnung der Johanniskirche in Hagenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gott-sei-dank-1/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1fb390648aa0344013fc4bfc390fd7d1Acht Tage lang feierte die Stadtkirchengemeinde Hagen die Wiederöffnung der Johanniskirche mit einem kulturellen Programm und verschiedenen Gottesdiensten. Zum Abschluss hatte die Gemeinde zu einem Festgottesdienst mit Präses Dr. h. c. Annette Kurschus eingeladen. In ihrer Predigt regte die Präses an, der Dankbarkeit mehr Platz in Gottesdiensten einzuräumen. 

Für ein „Gott sei Dank“ sei in der Liturgie kein fester Platz vorgesehen, sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen im Gottesdienst am Sonntag. „Die Fürbitte fehlt in keinem Gottesdienst. Aber der Fürdank?“ Dabei sei die Bibel voll von Dank für andere Menschen, der an Gott gerichtet werde.
 
Auch alles, was Menschen einander verdankten und wofür sie einander dankbar seien, seien göttliche Gaben, sagte Kurschus weiter. „Womöglich würde es uns gut tun, den Fürdank für unsere Gottesdienste wiederzuentdecken? Und zwar nicht nur an einem Tag wie heute, wo er uns beinahe wie von selbst auf dem Herzen und auf der Zunge liegt.“
 
Zu danken müsse nicht heißen, dass es keine Konflikte gebe, betonte die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Auch bei der Renovierung der Johanniskirche habe es Unstimmigkeiten über die Opfer gegeben, die gebracht werden mussten. Es sei Anlass zum Staunen, „dass in allem, was immer wieder schwierig ist und mühsam werden wird, dennoch etwas zum Segen entsteht“, sagte die Präses.

So sei die Johanniskirche eine „Kirche mit Leuchtkraft, mit Wort und Klang, für Leib und Seele,“ eine Kirche „mitten im Getümmel der Stadt“, eine, in der sich das runde, volle Menschenleben abspielte, zwischen Schmerz und Freude, zwischen Verzweiflung und Gottvertrauen.
„Gott sei Dank, dass es die Johanniskirche in Hagen gibt.“ (epd/KK Hagen)

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Mitarbeitende
news-1438Thu, 31 Jan 2019 14:24:22 +0100Stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus: Gott ist unbequem / Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung zu Karl Barthhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/welche-aufgaben-haben-die-kirchen-im-verhaeltnis-zum-staat/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=57d66ce2294d2fec47a7fc1d27a72dabDie besondere Aufgabe der Kirchen im Verhältnis zum Staat hat Präses Dr. h. c. Annette Kurschus beschrieben: Die Kirchen erinnern immer wieder an Gottes Gebot und an Gottes Gerechtigkeit – und damit an die Verantwortung von Regierenden und Regierten, sagte die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Donnerstag (31.1.) in Bonn. Dieses Erinnern geschehe in voller Anerkennung der Souveränität Gottes – doch daraus folge gerade nicht, dass Menschen die Hände in den Schoß legen, sondern Gott antworten, indem sie das gesellschaftliche Leben tatkräftig mitgestalten.

Die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen sprach bei der Tagung „‘Genosse Pfarrer‘. Der politische Karl Barth“, zu der die Friedrich-Ebert-Stiftung, der Reformierte Bund und die EKD eingeladen hatten.

Annette Kurschus warnte davor, Gott in menschliche Kategorien zu zwängen und ihn für eigene Vorlieben zu instrumentalisieren: „Gott ist nicht der engelumschwebte, vollbartberauschte Inbegriff des je aktuellen common sense darüber, was menschlich, vernünftig oder machbar sei.“ Gott sei unbequem, gerade und zuerst für die Kirchen. „Gott, der Erhabene, ist zugleich der Menschenfreundliche und – so glauben wir Christen – der Menschgewordene.“

Da es in der evangelischen Kirche kein Lehramt gibt, das Überzeugungen und Normen für Christen festlegt, „folgen evangelische Christen ihrem informierten und theologisch geschärften Gewissen. Sie können sich dabei auch irren“, sagte Kurschus. Sie mahnte deshalb zur Zurückhaltung und Bescheidenheit: Die Kirche sollte sehr genau überlegen, „wann und wem sie was meint sagen zu müssen. Sie sollte sorgfältig abwägen, wie sie dies jeweils tut, und wird sich immer der Gefahr bewusst sein, dabei den Mund zu voll zu nehmen.“

Für Karl Barth ist das Gebet vordringliche Aufgabe des Glaubens für die Politik – „eine kräftige Provokation“, wie Annette Kurschus sagte: Wer betet, setze zunächst nicht auf das Handeln der Menschen, sondern auf Gottes Handeln. „Wer betet, erkennt an – und sei es auch nur in diesem Moment –, dass da etwas oder jemand über den menschlichen Möglichkeiten steht. Beten hat mit ‚empowerment‘ zu tun, denn wo das Gebet menschliche Macht relativiert, da relativiert es auch menschliche Ohnmacht.“ Angesichts populistischer Tendenzen in vielen Ländern „mit ihrer neuen Lust auf starke Männer und einfache Antworten“ stelle sich die Frage, ob und wie angemaßte Allmacht und tatsächliche Ohnmacht miteinander zusammenhängen. „Wer weiß, vielleicht wird es ausgerechnet durch das Gebet möglich, in aller Vorläufigkeit und mit allem Ernst, in aller Bescheidenheit und mit Selbstbewusstsein menschliche Politik zu treiben – und Politik menschlich zu machen?“, fragte Kurschus. (MedienInfo 6/2019)

 

Bildnachweis: Bundesarchiv, Bild 194-1283-23A / Lachmann, Hans / CC-BY-SA 3.0

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MedienMitarbeitende
news-1437Wed, 30 Jan 2019 11:53:36 +0100Kurschus: An einer evangelischen Schule ist von Gott die Rede – das bleibt nicht ohne Folgen / Schulleiterwechsel an evangelischen Schulenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/zweifacher-wechsel-der-schulleitung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f24c3df5c63c3fd7b5c03e702a9fb4dc„Es ist wie die Übergabe eines Staffelstabs: Die Personen wechseln, und der Lauf geht weiter“, sagte Präses Dr. h. c. Annette Kurschus am Dienstag (29.1.) in Espelkamp. Dieser Wechsel hat sich an den beiden Schulen der Evangelischen Kirche von Westfalen vollzogen:

Das Söderblom-Gymnasium erhielt mit Marie-Luise Schellong zum 1. Februar eine neue Leiterin. Sie folgt auf Ernst-Friedrich Brandt, der in den Ruhestand verabschiedet wurde. Die Leitung der Birger-Forell-Sekundarschule übernahm Anja Buhrmann als Nachfolgerin von Ursula Beinlich, die ebenfalls in den Ruhestand geht. Zu Abschied und Einführung wurde ein festlicher Gottesdienst gefeiert.

An einer evangelischen Schule ist von Gott die Rede - für Präses Kurschus zeigt sich darin das Besondere: „Wer davon redet oder hört, dass Gott ausnahmslos jedem Menschen sein Leben geschenkt hat und dass Gott ausnahmslos jeden Menschen liebt und achtet, der kann andere nicht mehr so einfach ausgrenzen und verachten, klein machen und geringschätzen, nur weil sie anders sind.“ Das bleibe nicht ohne Folgen: „Wer davon redet oder hört, dass Gott die Welt mit Liebe geschaffen hat und dass sein Ziel mit uns eine gute Welt ist, der bleibt nicht unberührt von Krieg und Hass und Klimawandel und Vermüllung der Meere.“ An einer evangelischen Schule, so die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, lehren und lernen zwar durchaus keine besseren Menschen. „Aber dass Gott hier ausdrücklich vorkommt: Das wirkt sich aus. Bis in die Lehrpläne und Diskussionsweisen, bis in die Unterrichtsformen und schulischen Strukturen hinein.“ Und wer mit der Überzeugung lebt, jemanden zu brauchen, der einen hält und trägt, der werde in seinem Leitungshandeln besonders überzeugend. „Wer auf Gott seine Hoffnung setzt, gewinnt ungeahnte Kräfte aus einer Quelle, die außerhalb der menschlichen Möglichkeiten liegt.“ (MedienInfo 5/2019)

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MedienMitarbeitende
news-1436Tue, 29 Jan 2019 10:45:17 +0100Präses Annette Kurschus spricht bei ihrer Ehrenpromotion über die öffentliche Rede von Gotthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/heilsame-stoerung-der-banalen-geschwaetzigkeit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=26ee688fe32f8f3a0d7bdf3fd8380888Für Präses Annette Kurschus ist die öffentliche Rede von Gott eine „heilsame Störung der allgemein-banalen Geschwätzigkeit“ -  etwa auch in den Medien. Solche Mut machenden Störungen seien nötiger denn je, sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen am Montag (28.1.) in Münster. Dort wurde ihr die theologische Ehrendoktorwürde verliehen. Kurschus sprach „Zur öffentlichen Rede von Gott und ihrer Wirkung“.

Sie vertrat die Überzeugung, dass biblische Grundbegriffe des Glaubens wie Vergebung, Trost, Schuld, Gnade oder Barmherzigkeit nicht nur auf der Kanzel, sondern auch im öffentlichen Raum unverzichtbar seien, gerade weil sie vielen Menschen fremd geworden sind. Angesichts solcher Entfremdung sei es die vornehmste Aufgabe der Theologie, von Gott zu reden – „indem wir nicht müde werden, die Krafträume aufzusuchen, die uns die biblischen Texte eröffnen, und die Orientierungspfade zu betreten, auf die uns die biblischen Sprachformen locken“. Grundlage und Voraussetzung dafür sei das „Zutrauen ins Unglaubliche“. Öffentliche Theologie habe „das Leben und die Welt für die Transzendenz offen zu halten“.

Die Evangelisch-Theologische Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat Präses Kurschus den Titel einer Doktorin der Evangelischen Theologie ehrenhalber (Dr. theol. h. c.) verliehen. Dr. Traugott Roser, Professor für Praktische Theologie in Münster, würdigte sie in seiner Laudatio als begnadete Predigerin: „Ihre Sprache erreicht die Hörerinnen und Hörer sowohl im Kleinen, in Andachten und Meditationen, berührt die Menschen aber auch im Großen, bei Gottesdiensten und Feiern in Kirchen, Kathedralen, bei Rundfunk- und Fernsehproduktionen.“ Sie nutze ihr Amt als Geistliche, um Theologie in Gestalt geistlicher Rede öffentlich zu machen, und „mahnt, ohne Besserwisserei“. Zudem sei sie eine herausragende Vertreterin christlicher Publizistik.
„In der Evangelischen Theologie war von ihren Anfängen an die Einsicht immer wichtig, dass ein Erkennen und ein Verstehen erst dann wirklich ans Ziel gelangen, wenn sie ansprechend - leicht und einfach - zur Sprache gebracht werden“, sagte Professor Dr. Hans-Peter Großhans, Dekan der Evangelisch-Theologischen  Fakultät. Diese Sprachkunst zeichne Annette Kurschus‘ Predigten und Reden aus.

 

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GemeindenSuchendeMitarbeitende
news-1435Mon, 28 Jan 2019 15:53:00 +0100Vikariatskurs auf Partnerschaftsreise in Südafrikahttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/herausforderung-fuer-kirchen-in-suedafrika-und-deutschland/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=04c97d70052a0aba80b2d1459d85800415 Tage lang ging es im Januar für eine Gruppe rheinischer und westfälischer Vikarinnen und Vikare auf Partnerschaftsreise nach Südafrika. Die angehenden Pfarrerinnen und Pfarrer hatten im Rahmen ihres Vikariats die einmalige Möglichkeit, Fragen nach kirchlicher Relevanz und gesellschaftlicher Verantwortung im internationalen Kontext zu erarbeiten.

Vor Ort wartete ein vielfältiges Programm in der Kap Region und im Großraum Johannesburg auf die Teilnehmenden. Sowohl Zeitzeugen des Anti-Apartheid-Kampfes als auch junge Pfarrerinnen und Pfarrer der URCSA (Uniting Reformed Church in Southern Africa) und der Rhenish Church in South Africa waren bereichernde Gesprächspartnerinnen. 
 
So trafen die jungen deutschen Theologinnen und Theologen unter anderem auf John de Gruchy und Father Edwin Arrison - zwei maßgebliche Theologen des "struggles" (Selbstbezeichnung des theologischen Kampfes gegen den Rassismus vor 1994). Horst Kleinschmidt, ehemaliger Mitarbeiter im Christian Institute unter Beyers Naudé und Nachkommen ehemaliger rheinischer Missionare, sensibilisierte die Vikare und Vikarinnen anhand seiner Familiengeschichte für die komplexe Missions- und Kolonialgeschichte des südlichen Afrikas. 
 
Als Höhepunkt gab es ein Wochenende in Gastfamilien und Kirchengemeinden der beiden Mitgliedskirchen der VEM. Mit Hilfe der VEM und organisiert von Hendry Tromp (URCSA) und Divan Sass (RCSA), beide Mitglieder ihrer Kirchenleitungen, könnten die Vikarinnen und Vikare verschiedene Kirchengemeinden und sozial-diakonische Projekte beider Kirchen Kennenlernen. Gemeinsam gestalteten die Vikarinnen und Vikare Gottesdienste in den lokalen Gemeinden und predigten hier auch. Die Gastfreundschaft und die offenen und ehrlichen Gespräche begeisterte und bereicherte die Gruppe. So sind es oft die gleichen Herausforderungen und Probleme, vor denen Kirchen in Deutschland und Südafrika stehen. Transformation und Veränderung von Gesellschaft sind dabei zentrale Bezugspunkte für eine relevante, kontextuell verortete kirchliche Arbeit. Voll von bereichernden Erfahrungen und Eindrücken werden die Vikarinnen und Vikare als begeisterte Ökumeniker wieder nach Deutschland zurückkehren. (Hendrik Meisel)

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Mitarbeitende
news-1434Fri, 25 Jan 2019 16:35:35 +0100Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januarhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/erinnern-und-gedenken/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=14dc48f4194dc0a768b3468bef616ab6Vor 74 Jahren, in den Mittagsstunden des 27. Januars 1945, wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit. Der Tag steht für Hunderte andere, an denen das Morden beendet wurde.

Die Nazis und ihre Verbündeten hatten Europa mit einem dichten Netz von Lagern überzogen. Sie hatten die Menschen, die sie ermorden wollten  -  Juden, Sinti und Roma, auch Menschen mit Handicaps oder mit einer für Faschisten unerträglichen Meinung, Religion, Sexualität  -  aus allen Enden Europas deportiert oder sie gleich an Ort und Stelle niedergeschossen. Allein in Auschwitz starben rund 1,1 Millionen Menschen.

Öffentliche Gedenkstunde in der Synagoge Bochum

In der Christuskirche Bochum wird traditionell seit vielen Jahren an den „Tag der Befreiung“ erinnert: In der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen haben sich Überlebende des Mordens im „Club Stern“ zusammengeschlossen. Als Kinder haben sie die deutschen Erschießungskommandos in Weißrussland, der Ukraine, in Russland überlebt. Viele von ihnen haben mit ansehen müssen, wie ihre Eltern und Geschwister und Freunde ermordet wurden, alle sind sie ihrer eigenen Ermordung nur zufällig entkommen. 
 
Seit gut zwei Jahrzehnten leben sie in Bochum, in einer Stadt, die ihre Juden ebenfalls vertrieben und in die Todeslager deportiert hat. Die Namen von 600 Bochumer Juden und Jüdinnen, die ermordet worden sind, werden alle Jahr für Jahr am 27. Januar in der Synagoge gelesen. Und dann nennen die Überlebenden selber die Namen ihrer Angehörigen und Freunde, die von den Nazis ermordet worden sind. 
Es sind deutschsprachige Namen, ukrainische, russische, polnische, hebräische, es ist eine europäische Erinnerung.

Weitere Gedenkveranstaltungen

Rund um den 27. Januar erinnern in vielen weiteren Städten Gedenkveranstaltungen, Ausstellungen und Lesungen an den Tag der Befreiung von Auschwitz und damit an die Opfer des Nationalsozialismus. Für den Bereich der westfälischen Landeskirche seien hier in Auswahl genannt:

Das Theater Münster lädt am Sonntagabend zu einer Lesung mit dem Titel „Der leere Raum“ ein. Der Abend will sich assoziativ dem Themenkomplex der Shoah widmen. 
Am Montag (28.1.) ab 11.30 Uhr gedenken dann Münsteraner Schülerinnen und Schüler auf dem Platz des Westfälischen Friedens gemeinsam der Opfer des Nationalsozialismus. Im Fokus stehen hier insbesondere Kinder und Jugendliche, die zu Opfern wurden.
Später schließen sich eine Kranzniederlegung und ein ökumenischer Gedenkgottesdienst (16:30 Uhr in der Apostelkirche) an. Das Gedenken beginnt um 16:00 Uhr vor dem Zwinger auf der Promenade. Der Zwinger war Hinrichtungsstätte der Gestapo.

Am 27. Januar um 11 Uhr eröffnet im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte die Ausstellung „I.G. Farben und das KZ Buna-Monowitz“. -  Der Chemiekonzern IG Farben ließ ab 1941 in direkter Nähe zum Konzentrationslager Auschwitz die größte Chemiefabrik Europas bauen, in der auch KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene eingesetzt wurden. 1942 wurde ein firmeneigenes KZ errichtet. Tausende Menschen starben durch unmenschliche Arbeitsbedingungen oder wurden in Auschwitz-Birkenau in den Gaskammern ermordet, wenn sie arbeitsunfähig wurden.
Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Direktorin des Fritz Bauer Instituts, hält einen Vortrag über „Auschwitz – eine Stadt und ‚ihr‘ Lager“. Reinhard Rauball, Präsident des BVB und Thomas Wessel sprechen über die den Gedenktag begleitende Ausstellung, die bis zum 7. April zu sehen ist.

In der Bartholomäus-Kirche Lütgendortmund erinnert die Ausstellung „Leben wollt ich!“ mit dokumentarischen Bildern von Sonja Weis an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Sie wird am Sonntag um 11.30 Uhr mit einer Gedenkfeier eröffnet. Die Ausstellung ist bis 10. Februar geöffnet (montags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr, mittwochs von 11 bis 13 Uhr, sonntags in und um den Gottesdienst sowie nach Vereinbarung). 

Die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde in Bielefeld lädt am Sonntag um 18 Uhr zu einem Schoah-Gedenkgottesdienst ein (Bodelschwinghkirche). Im Mittelpunkt steht hier Arthur Goldschmidt („Hunger nach Überleben – Arthur Goldschmidt und die evangelische Gemeinde im Ghetto Theresienstadt 1942-1945“), der die dortige evangelische Gemeinde geleitet hat.

Im Borusseum, dem Vereinsmuseum des Fußballvereins Borussia Dortmund im Signal Iduna Park, findet am 28. Januar zum neunten Mal ein Tag gegen das Vergessen statt. Das Thema der Abendveranstaltung lautet „Der Weg in den Holocaust. Die Eskalation der deutschen Vernichtungspolitik in der Sowjetunion im Sommer 1941“. Dazu spielen Maik Hester und Peter Sturm Lieder, die in Konzentrationslagern und Ghettos entstanden sind.

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus wurde 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog proklamiert und auf den 27. Januar festgelegt, den Tag, an dem das Vernichtungslager Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit worden war. Die Vereinten Nationen riefen 2005 den 27. Januar als „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ (International Day of Commemoration to honour the victims of the Holocaust) aus. Seit 2006 wird er weltweit begangen. Bis zum Kriegsende wurden rund sechs Millionen Juden ermordet. In Auschwitz starben rund 1,1 Millionen Menschen.

(mit Material von epd und Christuskirche Bochum)


Bildnachweis: Eingangstor des KZ Auschwitz, Arbeit macht frei (2007): Dnalor 01 / CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons
 

  
  

 

 
 

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SuchendeMitarbeitende
news-1433Thu, 24 Jan 2019 12:54:15 +0100Privatquartierkampagne startet unter dem Motto „Noch Platz im Revier?“http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/8000-betten-fuer-gaeste-des-kirchentages-gesucht/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ada724c9c9cdaeb3d918f43db366db4bUnter dem Motto „Noch Platz im Revier?“ sucht der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag ab sofort 8.000 private Unterkünfte in Dortmund und der Region für Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Großveranstaltung. „Das Thema Gastfreundschaft macht einen wichtigen Teil von Kirchentagen aus“, sagte Hans Leyendecker, Präsident des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dortmund.

Und das gab`s so noch nie: Erstmals werden für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kirchentages nicht nur in der Kirchentagsstadt selber private Unterkünfte gesucht, sondern ebenso in zehn weiteren Städten rund um Dortmund. „Das liegt daran, dass wir Privatquartiere immer in einem Umkreis suchen, der es ermöglicht, in 50 Minuten öffentlich von der Haustür zum Veranstaltungsort zu fahren“, erläuterte der Kirchentagspräsident weiter.

Heute präsentierte Hans Leyendecker gemeinsam mit dem Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau, sowie der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen Annette Kurschus und Generalsekretärin Julia Helmke, die Kampagne mit Motiv.

„Die Vorfreude auf den Deutschen Evangelischen Kirchentag ist groß. Wir sind generell gastfreundlich in Dortmund. Das wird sich auch beim Kirchentag zeigen“, betonte Ullrich Sierau. Neben Dortmund werden auch in Lünen, Unna, Bochum, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Hagen, Herne, Kamen, Schwerte und Witten Privatquartiere gesucht. Jeweils mit den Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern als Unterstützerinnen und Unterstützer

„Erwartungsvoll-gespannt“

Für Präses Annette Kurschus steht fest: „Die Stimmung in den Gemeinden ist erwartungsvoll-gespannt. Man spürt: Wir wollen gute Gastgeber sein. Da entwickelt sich ein fruchtbarer Ehrgeiz. Er geht einher mit einer freundlichen Offenheit. Ich bin zuversichtlich, dass das auch in der heißen Phase – trotz mancher Herausforderungen – so bleiben wird.“

„Wer einen Kirchentagsgast aufnehmen möchte, braucht kein Gästezimmer. Ein Bett, ein Sofa oder eine Liege und ein kleines Frühstück am Morgen reichen völlig aus. Bringen Sie Ihre Gäste einfach so unter, wie Sie Freunde oder Familie unterbringen würden“, sagte Julia Helmke. „Zugleich richtet sich das Angebot von Privatquartieren an bestimmte Menschengruppen: An Menschen ab 35 Jahre. An Menschen mit Behinderung. An Mitwirkende. An internationale Gäste. Und an Familien mit kleinen Kindern. Ich denke, da haben wir Platz im Revier!“

Wer Besucherinnen und Besucher des Kirchentages aufnehmen möchte, kann seinen Schlafplatz telefonisch unter der Schlummernummer 0231 99768-200 oder unter kirchentag.de/privatquartier anmelden.

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Kirchentag 2019GemeindenSuchendeMitarbeitende
news-1429Tue, 22 Jan 2019 14:16:00 +0100Analyse eines Zählprojektes im Evangelischen Kirchenkreis Herfordhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gottesdienst-es-kommen-mehr-als-man-glaubt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=db219e5d956cbccce90755b4013ea040Der Gottesdienstbesuch in der evangelischen Kirche ist besser als die offizielle Statistik nahelegt. Das zeigte ein Projekt im Evangelischen Kirchenkreis Herford. Die Ergebnisse liegen jetzt in einer Broschüre vor.

„Den Kirchen laufen die Leute davon“ – so heißt es immer wieder in der allgemeinen Wahrnehmung, in Gesprächen und in Medien. Meistens macht sich diese stereotype Feststellung am sonntäglichen Gottesdienstbesuch fest. Gähnend leere Kirchenbänke sind ein beliebtes Bild, um den angeblich ständig rückläufigen Kirchgang zu illustrieren. Aber stimmt es auch? Tatsächlich scheint es die Statistik zu bestätigen. Die durchschnittliche Teilnahme an evangelischen Gottesdiensten ist laut Erhebung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in den vergangenen Jahren beständig gesunken. Lag sie 2004 noch bei 4,38 Prozent, so waren es 2016 nur noch 3,60 Prozent.

Doch wie kommen diese Zahlen zustande? Die Statistik der EKD erfasst nur den Gottesdienstbesuch der traditionellen „Hauptgottesdienste“ an den sogenannten Zählsonntagen (Invocavit, 1. Advent); hinzukommen wichtige Feiertage. Auf dieser Grundlage wird für das ganze Jahr hochgerechnet. Die offizielle Statistik nimmt also längst nicht alle Gottesdienste in den Blick.

Um wirklichkeitsnähere Gottesdienstzahlen zu erhalten, hat die Evangelische Kirche von Westfalen in Kooperation mit dem EKD-Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst (Hildesheim) im Kirchenkreis Herford die Teilnahme an allen Gottesdiensten ein Jahr lang (ab März 2015) real gezählt. Dabei waren also nicht nur die Sonn- und Feiertagsgottesdienste im Blick, sondern auch die zahlreichen werktäglichen Veranstaltungen einschließlich Bestattungen. Das Ergebnis, das jetzt in einer Broschüre vorliegt, zeigt: Das Gottesdienstangebot ist viel größer und vielfältiger, als die traditionellen Vorstellungen und die offiziellen Zahlen vermuten lassen. Und das bedeutet wiederum, dass erheblich mehr Menschen Gottesdienste feiern als allgemein angenommen. Würde man der EKD-Hochrechnung für Herford im genannten Zeitraum folgen, wären es sonntags 220.532 oder 3,76 Prozent. Die im Kirchenkreis vorgenommene Zählung aller Gottesdienste pro Woche ergibt dagegen die Zahl 357.224 oder 6,05 Prozent. Rechnet man noch die Bestattungen hinzu, sind es sogar 446.403 oder 7,56 Prozent, also mehr als das Doppelte.

Nach wie vor finden zwar die meisten Gottesdienste sonntags statt (55 Prozent), aber der Anteil der Feiern an Werktagen ist mit 45 Prozent eine bedeutende – und wachsende – Größe. Mit Bestattungsgottesdiensten kehrt sich das Verhältnis zwischen Werktag (54 Prozent) und Sonntag (46 Prozent) sogar um. Gottesdienste, nicht nur sonntags, gibt es eben auch in Altenheimen, Krankenhäusern, Gemeindehäusern, Schulen, Kindergärten, auf Friedhöfen oder an anderen Orten.

Differenziert hat das Herforder Zählprojekt auch das Teilnahmeverhalten an Sonntagsgottesdiensten untersucht; der Durchschnitt ist hier bei 82 Personen. Gibt es keine Besonderheiten, dann liegt die durchschnittliche Teilnehmerzahl bei knapp 50. Wird Abendmahl gefeiert, sind es immerhin 100, ebenso (leicht erklärlich) bei Taufen. Und sogar 148 kommen, wenn außergewöhnliche Kirchenmusik erklingt.

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GemeindenMitarbeitende
news-1432Tue, 22 Jan 2019 09:38:44 +0100Netzwerktag Fresh X am 16. Februar in Dortmundhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/unterwegs-zu-neuen-ufern/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=da1ddad5559b44f46bb0004e6041b5fbAn vielen Orten in Westfalen sind in den letzten Jahren neue Initiativen entstanden, die auf neuen und ungewohnten Wegen Menschen erreichen möchten. Der Netzwerktag „unterwegs zu neuen Ufern…!“ bietet Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse für die eigene Arbeit zu bekommen.

Neue Projekte und Initiativen finden sich zum Beispiel im „ZeitRaum“ in Witten, in Lüdenscheid in einer ehemaligen Buchhandlung, der „Guten Stube“, in Minden in der „Simeons Herberge“ oder im „frei:Raum“ in Siegen.

Beim Netzwerktag am Samstag, 16. Februar 2019 in der St. Marien-Kirchengemeinde in Dortmund werden Pionierinnen und Pioniere aus Köln, Menden und Minden im Rahmen einer Talkrunde von ihren ersten „Wegerfahrungen“ berichten. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, verschiedene Workshops zu besuchen, z.B. zu den Themen „Fresh X kennen lernen und selbst entwickeln“, „Fresh X im ländlichen Kontext“ oder die „Kirche Kunterbunt“ – ein Modell von Kirche für kirchenferne Familien.

Der Runde Tisch „Fresh X in Westfalen“ lädt dazu alle ein, die Lust haben, zu träumen, quer zu denken und aufzubrechen – Ehren- wie Hauptamtliche, Gemeindegruppen und Hauskreise, kirchlichen Gremien, die gemeinsam nach den nächsten Schritten für ihre Gemeinde fragen…

Die Teilnahme am Tag ist kostenlos, um vorherige Anmeldung wird gebeten unter:
Natalie Griffin, Institut für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste, Tel. 02 31/54 09-60, eMail: natalie.griffin@amd-westfalen.de.

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news-1431Tue, 22 Jan 2019 08:56:09 +0100Anne Heckel als Frauenbeauftragte eingeführthttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/fuer-geschlechtergerechtigkeit-auf-allen-ebenen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f2ebf6e60d943cc99342910c984da2feAnne Heckel ist mit einem feierlichen Gottesdienst in ihr Amt als Pfarrerin im Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und als landeskirchliche Frauenbeauftragte eingeführt worden. Der Gottesdienst wurde von Kirchenrat Dr. Jan-Dirk Döhling, Dezernent im Landeskirchenamt für gesellschaftliche Verantwortung, Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft und Kerstin Neddermeyer, Vorsitzende des landeskirchlichen Frauenausschusses, mitgestaltet.

Anne Heckel, 1983 in Wuppertal geboren, studierte ab 2002 Theologie in Wuppertal/Bethel, Leipzig und Heidelberg, und außerdem ab 2005 an der Fernuniversität Hagen Politik- und Verwaltungswissenschaften. Als Vikarin lernte sie in Dortmund praktische Gemeindearbeit, arbeitete später im Institut für Kirche und Gesellschaft der westfälischen Landeskirche und wurde 2013 Pfarrerin im Probedienst im Kirchenkreis Iserlohn. Von 2017 bis Herbst 2018 war sie Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Schwerte. Anne Heckel ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Im landeskirchlichen Frauenreferat wird sich Anne Heckel für die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit auf allen Ebenen der Kirche und der Gesellschaft einsetzen. Darüber hinaus vertritt sie auf der Landessynode frauen- und geschlechterpolitische Interessen.

Das Streben nach Geschlechtergerechtigkeit sieht sie als eine ekklesiologische – eine ureigene - Frage der Kirche. Deshalb möchte sie auch geschlechterbewusste Theologie in der EKvW fördern zum Beispiel durch entsprechende Seminare und das Fernstudium Theologie Geschlechterbewusst, das im 2. Halbjahr 2019 neu starten wird. Im Februar setzt sie mit dem Thema Transidentität in Kirche und Gesellschaft einen neuen Themenschwerpunkt in der Arbeit des Frauenreferats.

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news-1430Fri, 18 Jan 2019 16:54:14 +0100Förderwettbewerb „Gemeinde 2019“: 25.000 Euro für engagierte Kirchengemeindenhttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gesucht-die-gemeinde-2019/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d7bd547e9ede5e8de9cc668756aef674Ob Kirchenrenovierung, Gemeinde- und Sozialarbeit für Jung und Alt, Unterstützung von Flüchtlingen oder regionale Kulturprojekte – Gemeinden bringen großartige Dinge auf den Weg, auf die man stolz sein kann – und über die man reden darf. Die evangelische Monatszeitschrift „chrismon“ sucht deshalb bereits zum fünften Mal spannende und kreative Projekte von Kirchengemeinden.

Der Preis „Gemeinde 2019“, der in diesem Jahr unter dem Motto „Worauf wir stolz sind“ steht, wird durch Online-Publikumswahl und Juryentscheid vergeben. Unter den 30 vom Publikum nominierten Gemeinden wählt eine fachkundige Jury fünf Projekte aus und fördert diese mit Preisen zwischen 3.000 und 1.000 Euro. Die drei Kirchengemeinden mit den meisten Publikumsstimmen erhalten Preise von 2.000 Euro, 1.000 Euro und 500 Euro. Ferner vergibt die Jury sieben zusätzliche Preise in Höhe von 1.000 Euro in den Kategorien „Besonderer Gottesdienst“, „Diakonie“, „Flüchtlingsarbeit“, „Jugend“, „Kirchenrenovierung“, „Musik“ sowie „Öffentlichkeitsarbeit & Fundraising“. Erstmals wird zusätzlich ein mit 5.000 Euro dotierter Sonderpreis von Brot für die Welt an eine Gemeinde vergeben, die sich in besonderer Weise um die Lebensverhältnisse von Menschen in armen Regionen weltweit kümmert.

Fast 160 Gemeinden hatten sich bei der letzten Ausschreibung zur „Gemeinde 2017“ beteiligt. Im Reformationsjubiläumsjahr konnten sich aus der Evangelischen Kirche von Westfalen gleich zwei Kirchengemeinden platzieren: Die Lydia-Kirchengemeinde Dortmund ergatterte mit dem Projekt „Pauluskirche und Kultur“ den mit 1.000 Euro dotierten fünften Platz bei den Jurypreisen. Die Kirchengemeinde Frömern konnte mit einer etwas anderen Kinderbibelwoche an den Erfolg von 2015 anknüpfen und bei den Publikumspreisen den 3. Platz belegen. 2015 reichte das Projekt „Sei kein Schaf - Geh wählen“ sogar für den zweiten Platz.

Mitmachen können alle evangelischen, katholischen und freikirchlichen Gemeinden, die der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) angehören. Die Bewerbung ist ab sofort unter www.chrismongemeinde.de möglich. Die Publikumswahl beginnt am 12. März und endet am 4. April 2019.
Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 25.000 € stellen die „Bank für Kirche und Diakonie – KD-Bank“, das „Gustav-Adolf-Werk“,  „Gemeindebrief – Magazin für Öffentlichkeitsarbeit“ und „Brot für die Welt“ bereit.

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news-1428Sun, 13 Jan 2019 11:10:00 +0100WDR-Radiogottesdienst mit Präses Annette Kurschus aus der Ahlener Pauluskirchehttp://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/gott-selbst-ist-bei-uns-und-rettet-uns/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=83c03f613febf0d289b9f059e8e5106dZum aktuellen Wochenspruch aus dem Römerbrief des Apostels Paulus („Welche der Geist Gottes treibt, die sind Kinder Gottes“, Römer 8,14) kommen Präses Annette Kurschus spontan zwei Bilder in den Sinn: ein Hamsterrad und ein Bergsee-Idyll. Hier rastlos Getriebene – dort Menschen, die sich träge und ziellos in einem Segelboot treiben lassen.

Wirklich erstrebenswert ist für die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) aber weder das eine noch das andere. Was aber meint es dann, von Gottes Geist getrieben zu sein? Dem spürte Kurschus in ihrer Predigt im WDR-Radiogottesdienst nach, der am Sonntagmorgen (13.1.) live aus der Ahlener Pauluskirche übertragen wurde.

Predigttext war die biblische Erzählung von Durchquerung des Jordan (Josua 3, 5-11.17) durch das Volk Israel. Bei dieser Geschichte „von Mut und Furcht; von Menschen, die wie gelähmt sind und doch aufbrechen wollen; und von Gott, der ihnen mitten darin auf unerwartete Weise begegnet“, so Kurschus, komme ihr für die treibende Kraft Gottes ein drittes, schönes und hoffnungsvolles Bild vor Augen: „Ich sehe ein Flussufer. Dort stehen Menschen, die hinüberwollen auf die andere Seite des Flusses. Sie stehen und halten lauschend inne. Auf ihren Gesichtern liegt ein Schein, der verrät: Sie wissen sich gut geleitet. Sie sind gewiss, sie werden hinüberkommen. Sie vertrauen fest darauf, dass das verheißene Land vor ihnen liegt. Und wenn sie es nicht selbst erreichen, werden das ihre Kinder tun. Oder ihre Kindeskinder. Oder deren Nachkommen. Weil Gott selbst da ist. Weil er ihnen Kraft gibt. Weil er sie nicht im Stich lässt.“

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