Offensiv gegen sexualisierte Gewalt und für Betroffene
Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung

Aktuelles

Neue Fachstelle zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

Die neue „Fachstelle für Prävention und Intervention“ der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) zum Schutz vor sexualisierter Gewalt ist jetzt am Start. Der Sozialpädagoge und Diakon Christian Weber ist seit dem 1. August als Referent für Prävention im Landeskirchenamt erreichbar. Unterstützt wird er im Verwaltungsbereich bereits jetzt von Maria Schulz. Komplettiert wird das Team durch Jelena Kracht als Referentin für den Bereich Intervention. Sie nimmt Meldungen von Verdachtsfällen sexualisierter Gewalt entgegen und berät Leitungsverantwortliche in Interventionsfällen. Die EKvW ergänzt damit entsprechende Angebote der Landeskirchen in Lippe und im Rheinland.
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Forschung mit Betroffenen - nicht über sie

Teilnehmende für wissenschaftliche Aufarbeitungsstudie gesucht

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie zu sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche und der Diakonie in Deutschland sucht der unabhängige Forschungsverbund ForuM Teilnehmende für zwei Teilstudien:

  • Interview-Studie
  • Anonyme Online-Studie.

Weitere Details können dem Flyer entnommen werden.

Betroffene, die sich an der wissenschaftlichen Studie beteiligen möchten, sind herzlich eingeladen, sich zu melden und ihre Perspektive einzubringen. Die Kontaktadresse findet sich auf dem Flyer zur Studie.

Gerne darf dieser Aufruf weitergeleitet und verbreitet werden.

Fachtag „Sicher auf Freizeiten“

Die Vorstellung von evangelischen Freizeiten als Ort von Missbrauch, Übergriffen und Grenzverletzungen fällt schwer. Aber auch Kinder- und Jugendfreizeiten bergen Risiken und Gefahrenpotenziale für sexualisierte Gewalt. „Dieser Realität müssen wir uns stellen“ betonte Thorsten Schlüter, Fachreferent für Freizeitenarbeit im Amt für Jugendarbeit der EKvW, am Mittwoch (18.05.) in seiner Begrüßung. Rund 75 Personen aus der evangelischen Jugendarbeit in Westfalen waren der Einladung des Amtes für Jugendarbeit in das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund gefolgt. Ziel: Freizeiten gemeinsam zu einem möglichst sicheren Ort zu machen.

„Danke, dass ihr auch zu diesem unbequemen Thema so zahlreich erschienen seid!“, wertschätze auch Christian Weber als Fachreferent für die Arbeit mit Kindern im Amt für Jugendarbeit die Teilnahme der Besucherinnen und Besucher. Nach einer Kurzvorstellung des Gesamtkonzeptes „Prävention sexualisierter Gewalt“ der EKD und der EKvW auf der einen und dem Bund und dem Land NRW auf der anderen Seite wurde es ganz konkret. weiterlesen

Gefährdung von Schutzbedürftigen aus der Ukraine: Materialien des UBSKM

Die Flucht von Menschen aus der Ukraine stellt uns derzeit vor massive Herausforderungen. Insbesondere Frauen und Kinder können auf der Flucht und bei der Unterbringung in Deutschland einem erhöhten Risiko von Gewalt, Missbrauch, Ausbeutung und Menschenhandel ausgesetzt sein.

Damit das Recht auf Schutz und Sicherheit von Frauen und Kindern von Anfang an in dieser Notsituation berücksichtigt wird, hat der „Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“ (UBSKM) der Bundesregierung ein Materialpaket zusammengestellt.
Ukrainische Frauen in Deutschland sollen so über bestehende Hilfeangebote informiert werden, gleichzeitig sollen Menschen, die in der jetzigen Situation ehrenamtlich mithelfen, für das Thema sensibilisiert werden. 
Organisationen, die sich um geflüchtete Frauen und Kinder kümmern, können sich mit einer Veröffentlichung von Hilfeangeboten deutlich gegen Gewalt an Frauen und Kindern positionieren.

In der zip-Datei finden Sie Online-Banner sowie Kacheln für Facebook, Instagram und Twitter.

Beauftragtenrat zum Schutz vor sexualisierter Gewalt neu zusammengesetzt

Ratsvorsitzende Annette Kurschus drängt auf schnelle Berufung und Stärkung des UBSKM

Im Rahmen seiner ersten Sitzung hat der neugewählte Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) den Beauftragtenrat der EKD zum Schutz vor sexualisierter Gewalt neu berufen. Neben dem Braunschweiger Landesbischof Christoph Meyns und Bischöfin Kirsten Fehrs (Nordkirche), die bereits seit 2018 dem Gremium angehören, wurden drei neue Leitungspersonen aus der Kirchenkonferenz vom Rat berufen: Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst (Pfalz), Dr. Jan Lemke (Mitteldeutschland) und Oberkirchenrätin Franziska Bönsch (Anhalt). Die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus wünschte allen neuberufenen Personen Erfolg, Kraft und Gottes Segen für das neue Amt und die herausfordernde Aufgabe. „Dass Menschen in der Evangelischen Kirche sexualisierte Gewalt erlitten haben, schmerzt uns unermesslich. Umso wichtiger ist es, erlittenes Unrecht aufzudecken und künftiges Leid zu vermeiden.“ weiterlesen

Begleitmaterial zum „Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“

(26.10.2021) Die Evangelische Kirche von Westfalen geht einen neuen Weg, um über das Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt (KGSsG) zu informieren. Drei Informationsflyer greifen in Comicform zentrale Themenfelder auf. Das Format soll Menschen einen ersten, elementaren Zugang zum Kirchengesetz und damit zum anspruchsvollen Thema „Schutz vor und Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung“ ermöglichen. 

Die Comics zeigen konkrete Situationen und informieren über Unterstützungsangebote und Verfahrenswege. „Durch die Kombination von Wortbeiträgen, Illustrationen, Gesetzeszitaten und Kontaktvermittlung sollen sich kreative und formale Informationsvermittlung ergänzen“, sagt Daniela Fricke, landeskirchliche Beauftragte für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung.

Im ersten Faltblatt geht es um die Frage: Was ist eigentlich „sexualisierte Gewalt“? Die Aufgabe der Ansprechstelle beschreibt der zweite Flyer zum Thema „Was können Betroffene tun?“, der dritte beantwortet die Frage „Wie melde ich sexualisierte Gewalt?“ und informiert über Meldestelle und Beratungsrecht. Die Stabsstelle Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung entwickelt zurzeit verschiedene Begleitmaterialien zum Kirchengesetz.  „Die Comics sind ein Weg, Menschen niederschwellig zu erreichen. Die Bilder und Texte sollen Mut machen, das Thema sexualisierte Gewalt anzusprechen“, sagt Daniela Fricke.

Die drei Informationsflyer richten sich an verschiedene Zielgruppen wie Kinder und Jugendliche, erwachsene Nutzerinnen und Nutzer kirchlicher Angebote, haupt- und ehrenamtlich Tätige, mögliche Betroffene und Leitungsverantwortliche. Gedruckte Exemplare wurden bereits an die ersten 130 Gemeinden und Einrichtungen verteilt. Wer das Informationsmaterial für seine Gremien, Gruppen und Kreise nutzen möchte, kann die Comics hier digital herunterladen oder im Kirchenshop des Ev. Presseverbandes für Westfalen und Lippe (EPWL) kostenlos bestellen. Zu tragen sind nur die Portokosten. 

Die Flyer stehen im PDF-Format bereit, z. B. für den Einsatz in Präsentationen oder zur Nutzung auf dem Smartphone. 
Hinweis: Für eine optimale Darstellung sollten die Dateien in einem PDF-Viewer geöffnet werden (Rechtsklick - öffnen mit).

Wissenschaftliche Studie zu sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und Diakonie Deutschlands

Der Forschungsverbund „Forschung zu sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der evangelischen Kirche und Diakonie Deutschlands“ (ForuM) untersucht Strukturen und systemische Bedingungen von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch im Kontext der evangelischen Kirche.
Um hierzu Einsichten gewinnen zu können, ist die Perspektive Betroffener wichtig, d.h. die Sichtweise von Menschen, die selbst sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche, Diakonie oder in weiteren evangelischen Kontexten erlebt haben.

Deshalb lädt ForuM im Rahmen einer Aufarbeitungsstudie Betroffene zur Teilnahme an zwei Interviewstudien ein.

Die Teilprojekte der Aufarbeitungsstudie sowie das gesamte Forschungsvorhaben sind auf der Verbundhomepage www.forum-studie.de beschrieben. Hier kann auch ein Newsletter abonniert werden, der regelmäßig (voraussichtl. halbjährlich) über die Fortschritte der Studie informieren wird.

Die Durchführung dieser dreijährigen wissenschaftlichen Studie beruht auf einem Beschluss der EKD-Synode vom November 2018.

Zweites Rundschreiben zum Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

Das Rundschreiben 21/2021 gibt schwerpunktmäßig Hinweise zum Umgang mit erweiterten Führungszeugnissen. Zusätzlich stehen Ihnen die darin genannten Anlagen 4 bis 6 (Musterbriefe/-texte) gesondert als zu bearbeitende Dokumente zur Verfügung.

Drittes Rundschreiben zum Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

Weitere Materialien, Links und Informationen finden Sie hier:

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