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10 Jahre Schulanfangsprojekt der NRW-Kirchen – auch an der Bielefelder Hans-Ehrenberg-Schule

„Unterwegs in Gottes Welt“

„Unterwegs in Gottes Welt“ sind Kinder schon immer gewesen. Seit 10 Jahren bekräftigt das ein gemeinsames Projekt der evangelischen Kirchen in NRW, das diesen Namen trägt.

Mädchen und Jungen, die neu in eine Grundschule oder die fünfte Klasse einer Sekundarstufe 1 kommen, werden mithilfe des Projektes in ihrem neuen Lebensabschnitt willkommen geheißen. So auch die Schülerinnen und Schüler der Bielefelder Hans-Ehrenberg-Schule, die jetzt in der Jesus-Christus-Kirche in Bielefeld-Sennestadt mit ihren Familien, künftigen Lehrer*innen und älteren Mitschüler*innen ihren Einschulungsgottesdienst feierten.

Mit dabei in Sennestadt war auch die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Adelheid Ruck-Schröder. Nachdem sie gemeinsam mit Schulleiterin Patricia Drewes die Festgemeinde begrüßt hatte, gestalteten Kinder der sechsten Klassen den Gottesdienst zu großen Teilen selbst. Sie waren im vergangenen Jahr neu an der evangelischen Schule aufgenommen worden. Als jetzt nicht mehr jüngste Mitglieder der Schulgemeinschaft übernahmen sie souverän zahlreiche Aufgaben; sie musizierten mit ihren Bläserklassen, sangen, lasen Gebete, spielten Szenen zum Schulanfang und erzählten die biblische Geschichte der Rut, die nach dem Tod ihres Mannes mit ihrer Schwiegermutter Noomi in deren Heimatstadt den Neuanfang wagte.

Die Geschichte aus dem Alten Testament (Rut 1-2) gab den liturgischen Rahmen des Gottesdienstes. Sie steht auch im Mittelpunkt der Materialien, die das Projekt „Unterwegs in Gottes Welt“ in diesem Jahr für Einschulungsgottesdienste zur Verfügung stellt. Hinzu kommen Impulse für Unterrichtseinheiten, die Lehrkräfte für den Religionsunterricht in den ersten Monaten der Jahrgangsstufe 5 nutzen können. Eine gedruckte Arbeitshilfe zum Thema bietet vielfältige inhaltliche Vorschläge und weist über einen QR-Code zudem den Weg zu weiterführenden digitalen Elementen.

Für die Kinder hatte „Unterwegs in Gottes Welt“ einen Mini-Rucksack als Überraschungsgeschenk parat, in dem ein Segenskärtchen und ein kleiner polierter Stein steckten. Der, so die Erläuterungen der mitgestaltenden größeren Kinder, stehe für die Erfahrungen, die die neuen Schülerinnen und Schüler aus ihrer Grundschulzeit mit an die Hans-Ehrenberg-Schule bringen. Auch Rücksäckchen und Steine werden in den nächsten Wochen Anlass für gemeinsame Gespräche im Unterricht geben.

Den Höhepunkt des Einschulungsgottesdienstes bildeten Segnung und Kerzenzeremonie. Alle Kinder der vier neuen Klassen wurden von ihrem Klassenlehrerteam namentlich aufgerufen. Jede neue Klasse fand sich im Altarraum zusammen. Ihre Klassenpaten – Schülerinnen und Schüler aus älteren Jahrgängen - entzündeten für sie am Altar eine Klassenkerze. Als Klassengemeinschaft empfingen die Fünftklässler*innen gemeinsam Gottes Segen für ihren neuen Lebensabschnitt, den ihnen Präses Adelheid Rück-Schröder im Wechsel mit Gemeindepfarrer Volker Gravemeier zusprach. Anschließend ging es mit Kerze, Pat*innen und Klassenlehrer*innen zur ersten Schulstunde in das neue Klassenzimmer.

Wie an der Bielefelder Hans-Ehrenberg-Schule nutzen landesweit zahlreiche Schüler*innen und Lehrkräfte das Angebot von „Unterwegs in Gottes Welt“. Auch im zehnten Jahr des Projekts waren die Unterlagen nach Angebotsstart im Mai binnen weniger Tage vergriffen. Im vergangenen Jahr erreichte das Projekt 44.933 Schulkinder in Nordrhein-Westfalen. Seit seinem Beginn im Jahr 2015 waren es insgesamt 335.800 Schülerinnen und Schüler, davon 138.058 an einer Grundschule und 197.809 in der Sekundarstufe 1 einer weiterführenden Schule.

Präses Adelheid Ruck-Schröder besuchte im Anschluss an den Gottesdienst in der benachbarten Kirche noch die Schule selbst. Dabei ließ sie sich von Schulleiterin Patricia Drewes, ihrem Stellvertreter Christian Budde sowie den Lehrer*innen Marie-Luise Hußmann und Daniel Mörchen Einblicke in das Alltagsleben der Schule geben. Den Eindruck des besonderen evangelischen Profils der Hans-Ehrenberg-Schule, den schon der vorausgegangene Gottesdienst gezeigt hatte, fand die Präses dabei bestätigt.

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