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Gedenk-Aktionen zum Weltflüchtlingtag 2026 in Dortmund

Die Namen nennen

Rund um den Weltflüchtlingstag am 20. Juni wird Dortmund erneut zu einem Ort des Erinnerns, Mahnens und der Begegnung: Vom 9. bis 26. Juni 2026 laden zahlreiche Initiativen, kirchliche Einrichtungen und zivilgesellschaftliche Gruppen zu einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm in und um die Stadtkirche St. Reinoldi ein.

Zentral ist dabei die Aktion „Beim Namen nennen – Zum Gedenken und gegen das Vergessen“, die an die inzwischen über 72.000 Menschen erinnert, die an den Grenzen Europas gestorben sind. Ziel ist es, den Opfern ihre Namen und ihre Würde zurückzugeben und zugleich auf die fortbestehenden humanitären Missstände aufmerksam zu machen.

„Die Zahl der Toten steigt stetig weiter“, beobachtet Susanne Karmeier, Pfarrerin an St. Reinoldi und wie schon in den Vorjahren die treibende Kraft hinter dem stetig wachsenden Programm. „Umso wichtiger ist es uns, auch in diesem Jahr wieder ein Zeichen zu setzen.“

„Wir erinnern an Männer, Frauen und Kinder, die auf der Flucht sterben – oft namenlos und unbeachtet“, heißt es im Aufruf der Veranstalter. Gleichzeitig wolle man für die Einhaltung der Menschenrechte und das Recht auf Asyl eintreten sowie Räume für Information, Austausch und Begegnung schaffen.

Im Mittelpunkt stehen eindrückliche Beteiligungsformate: Beim Namen-Schreiben entstehen vor und in der Reinoldikirche Stoffstreifen mit den Namen Verstorbener, die zum „Mahnmal der Menschenwürde“ zusammengeführt werden. Beim 24-stündigen Namen-Lesen (Samstag, 20. Juni, 11:30 bis Sonntag, 21. Juni, 11:30 Uhr) werden ihre Geschichten in der offenen Reinoldikirche hörbar gemacht – begleitet von musikalischen Beiträgen zur vollen Stunde. Ergänzt wird dies durch eine Mahnwache am Samstag, 20. Juni, zwischen 12 Uhr und 12:30 Uhr im Rahmen des „Circle of Silence“ vor der Reinoldikirche.

Das umfangreiche Programm umfasst darüber hinaus Ausstellungen, Vorträge, Filme, Musikveranstaltungen, Gottesdienste sowie interaktive Formate, die sich mit Flucht, Migration und gesellschaftlicher Verantwortung auseinandersetzen.

Zahlreiche Organisationen aus Kirche, Sozialarbeit und Zivilgesellschaft tragen die Veranstaltungsreihe gemeinsam. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei, Spenden unterstützen Hilfsprojekte für Geflüchtete.

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