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Spendenaufruf für die Ukraine / Diakonie RWL spendet 50.000 Euro

Präses Annette Kurschus bittet um Solidarität im Beten und Tun

MedienInfo 10/2022

Vor knapp einer Woche hat die russische Armee die Ukraine angegriffen. Inzwischen sind mehr als 700.000 Ukrainer auf der Flucht, es gibt Tote, Verletzte, massive Zerstörungen und unermessliches Leid. „Die Menschen in der Ukraine werden bombardiert und beschossen. Sie verteidigen sich, suchen zu Hunderttausenden Schutz in Kellern oder sie flüchten aus dem Land, um ihr Leben und das ihrer Kinder zu retten“, sagt  Präses Annette Kurschus, die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). „Sie brauchen unsere Solidarität – im Beten und im Tun.“

Christian Heine-Göttelmann Vorstand des Diakonischen Werks Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL), ergänzt: „Wir verurteilen Wladimir Putins Angriffskrieg aufs Schärfste."

Diakonie und Kirchen rufen zu Spenden auf

„Gemeinsam mit den Kirchen im Rheinland, in Westfalen und in Lippe sowie den Diakonischen Werken setzen wir uns für die Menschen ein, die mit Gewalt aus ihrer Heimat vertrieben werden", betont Heine-Göttelmann und bittet um Unterstützung: „Spenden Sie, wenn es Ihnen möglich ist, für die Ukrainerinnen und Ukrainer.“

Mit der Diakonie Katastrophenhilfe hat die evangelische Kirche ein gutes Netzwerk, das schnell und direkt helfen kann. Seit vielen Jahren bestehen enge Partnerschaften zu Kirchen, Gemeinden, Diakonischen Werken und anderen gemeinnützigen Organisationen in der Ukraine und ihren Nachbarländern Polen, der Slowakei, Moldawien, Ungarn und Rumänien.

Schnelle Hilfe durch Netzwerke

Die Diakonie Katastrophenhilfe hat bereits 500.000 Euro für die Ukraine bereitgestellt. Die diakonischen Partnerorganisationen können davon unbürokratisch jeweils 50.000 Euro abrufen, um die Not der Geflüchteten zu lindern.

Die schnelle Hilfe ist dringend nötig. Das zeigt das Beispiel der Diakonie Polen, die bereits die ersten 50.000 Euro abgerufen hat. In das ukrainische Nachbarland sind nach UN-Angaben rund 340.000 Menschen geflohen. Schon im Winter 2021 hat die Diakonie Polen Geflüchteten, die über die belarussische Grenze kamen, geholfen – jetzt setzt sie sich für die fliehenden Ukrainerinnen und Ukrainer ein.

Diakonie Polen vermittelt Schlafplätze für Geflüchtete

In Hilfszentren werden die Menschen mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Matratzen, Decken und Schlafsäcken versorgt. In Feldküchen erhalten sie warme Mahlzeiten. Denjenigen, die über die polnische Grenze fliehen, vermittelt die Diakonie Polen Schlafplätze bei Familien und Gemeindemitgliedern. Außerdem wird ein psychologisches Unterstützungsangebot aufgebaut.

„Der Einsatz der Diakonie Polen ist wirklich beeindruckend. Unsere Partnerin engagiert sich nicht erst jetzt über ihre eigenen Ländergrenzen hinweg“, sagt Christian Heine-Göttelmann. „Während der Hochwasserkatastrophe in Westdeutschland stand die Diakonie Polen uns eng zur Seite und hat für die von der Flut Betroffenen gesammelt. Uns ist es nun ein besonderes Anliegen, sie bei ihrer so wichtigen Arbeit für die Geflüchteten zu unterstützen.“

Deshalb spendet die Diakonie RWL in zwei Tranchen insgesamt 50.000 Euro an die Diakonie Polen. Gleichzeitig werben die Diakonie RWL und die Evangelische Kirche von Westfalen weiterhin für Spenden an die Diakonie Katastrophenhilfe, die ebenfalls eng mit der Diakonie Polen zusammenarbeitet.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden:
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Ukraine Krise

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Datum: 02.03.2022