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Synodenbesuch bei Partnerkirchen der Waldenser und Methodisten in Italien

Ökumenedezernent Philipps: „Getragen von dem, was uns verbindet“

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) hat bei der Synode der Partnerkirchen der Waldenser und Methodisten in Torre Pellice in Italien die langjährige fruchtbare Zusammenarbeit bekräftigt. Landeskirchenrat Dr. Albrecht Philipps überbrachte die Grüße von Kirchenleitung und Präses Adelheid Ruck-Schröder persönlich.

„Wir wissen uns getragen von all dem, was uns miteinander verbindet“, sagte Philipps in einem Grußwort vor den Synodalen. Die lange und „überaus intensive Beziehung zu Euch Waldensern“ habe in der Vergangenheit häufig dazu geführt, dass die EKvW „Impulse aus Italien übernommen“ habe. Gemeinsam sei beiden Kirchen das Anliegen, „unsere protestantische Spiritualität in einer europäischen postchristlichen Gesellschaft sichtbar werden zu lassen“.

Philipps lobte beispielhaft die Zusammenarbeit im Projekt „Mediterranean Hope“, mit dem die Partnerkirchen die Integration von Menschen unterstützen, die über das Mittelmeer nach Italien flüchten. „In Rom, Kalabrien, Sizilien und auf Lampedusa sind wir Menschen begegnet, die in der Nachfolge Jesu diesen Ruf zur Menschlichkeit gehört haben und danach leben. […] Wir sind dankbar und stolz, dass wir so das Thema auch nach Deutschland bringen können“, sagte Philipps.

Dieses Engagement bleibe insbesondere deshalb wichtig, da die Migrationspolitik Deutschlands sich aktuell stärker in Richtung Abschottung entwickle. Es brauche „das Licht des Evangeliums“, durch das die gemeinsamen Anstrengungen der Partnerkirchen „die Dunkelheit vertreiben“, stellte Philipps klar. „So wie ein kleines Licht ausreicht, um einen dunklen Raum etwas zu erhellen, so reicht auch unsere oft schwache Hoffnung und unser angefochtener Glaube, um unserer Welt ein menschlicheres Angesicht zu geben. Lasst uns daran weiterarbeiten. Das ist eine ökumenische Aufgabe, die über die Grenzen hinweg reicht.“

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