Delegation westfälischer Kirchenleitender bewegt von ihrer Reise nach Polen
Relevanz ökumenischer Verbundenheit in wechselnden politischen Großwetterlagen
Zum Ende einer dreitägigen Delegationsreise der Kirchenleitung der EKvW ziehen die Beteiligten eine positive Bilanz. Nach dem Treffen mit Vertretern des Polnischen Ökumenischen Rates in Warschau, mit dem die EKvW seit vielen Jahrzehnten eng verbunden ist, zeigen sich die Mitglieder bewegt von der stabilen Freundschaft zwischen Deutschland und Polen.
Präses Dr. Adelheid Ruck-Schröder resümiert unmittelbar nach den Eindrücken der Reise: „Die persönliche Begegnung mit unseren Partnern vor Ort in Polen war für uns alle unschätzbar wertvoll. Unser Austausch war ausgesprochen vertrauensvoll und intensiv.“
Die ökumenische Verbundenheit und Partnerschaft bewähren sich in wechselnden Zeiten politischer Großwetterlagen. Beeindruckt waren die Mitglieder der Delegation von dem enormen wirtschaftlichen Aufschwung in Polen, der überall mit den Händen zu greifen ist. Zuletzt wuchs das Bruttoinlandsprodukt in Polen um rund 3,5 Prozent. Auch die Kirchen konnten von diesem Aufschwung profitieren. Anders als in Deutschland sind die ukrainischen Flüchtlinge in Polen inzwischen mehrheitlich gut integriert. Dazu haben auch die polnischen Partnerkirchen mit ihren umfangreichen Hilfen für Geflüchtete maßgeblich beigetragen. Allein die lutherische Kirche mit ihren ca. 60.000 Mitgliedern hat 100.000 ukrainische Kriegsflüchtlinge unterstützt.
Der deutsche Botschafter in Warschau, Miguel Berger, würdigte die Arbeit der Kirchen für den anhaltenden Prozess der Annäherung und Aussöhnung zwischen Polen und Deutschen. Sie ist zukunftsweisend für noch ausstehende Versöhnungsprozesse, die der Krieg in der Ukraine nach sich zieht. Die evangelischen und katholischen Kirchen bezeichnete der Botschafter als Brückenbauer zwischen beiden Ländern und in den gegenwärtigen internationalen Krisen. Die EKvW möchte ihr Engagement zusammen mit dem Polnischen Ökumenischen Rat fortsetzten und vertiefen.

