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auf einen Blick
Das neue Konzept der Studierendenbegleitung in Westfalen

Startschuss für Experimentierräume während des Studiums

Spätestens seit 2023 sind wir in Westfalen im Modus der Experimentierräume unterwegs. Damit verbindet sich für die Kolleginnen und Kollegen im Hauptamt der Gedanke, Möglichkeiten für die berufliche Entwicklung zu schaffen: z.B. neue Dinge ausprobieren zu können, zu lernen und sich neu zu vernetzen.

In diesem Jahr, 2026, starten wir „Entwicklungsräume“ für Studierende. Damit sind ganz ähnliche Möglichkeiten für deine Entwicklung schon in der Zeit deines Studiums gemeint.

Zwei Säulen der Studierendenbegleitung

Durch das neue Konzept der Studierendenbegleitung mit ihren zwei Säulen kommst du ohne weitere Hürden und den Umweg eines Auswahlseminares direkt ins Vikariat. Die Voraussetzung ist, dass du die drei Bausteine der ersten Säule für dich und deine Profilierung schon im Studium nutzt.

Diese drei Bausteine der ersten Säule sind zu Beginn, in der Mitte und am Ende deines Studiums verortet.

  • Im ersten Entwicklungsraum geht es um das Entdecken der Praxis. Hier wird dein Gemeindepraktikum thematisiert und reflektiert.
  • Im zweiten Entwicklungsraum geht es um dich. Wie willst du dich als Persönlichkeit entwickeln, was willst du an deinen Fähigkeiten weiter ausbilden, um sie jetzt für das Studium und später für den Beruf nutzen zu können?
  • Der dritte Baustein thematisiert den Übergang in den Beruf. Was willst du gerne selbst in die Hand nehmen und gestalten? Und welche Möglichkeiten bietet dir der Pfarrberuf in Westfalen dafür?

Die zweite Säule sind wechselnde Bausteine. Das können punktuell durchgeführte Veranstaltungen sein wie z. B. die Zukunftsgestalten sein. Das können aber auch selbst gewählte Schwerpunkte sein, die durch dein Zutun zu einem weiteren Entwicklungsraum für dich und deine Kommiliton*innen werden. Du würdest die Landschaft der westfälischen Gottesdiensträume gerne im Rahmen so eines Entwicklungsraums erkunden? Großartig! Du hast hier nicht nur die Möglichkeit dazu, sondern bekommst auch die Unterstützung dafür.

Durch diese beiden Säulen werden die Entwicklungsräume für dich zu einem gut organisierten und begleiteten Erfahrungsfeld. Du kannst darin viel über dich selbst und die Landeskirche, in der du später einmal eine gute berufliche Perspektive finden kannst, lernen. Du wirst feststellen, dass diese Art der Qualifikation deine Studieninhalte hilfreich ergänzt.

Hast du Lust, Teil der Entwicklungsräume zu werden? Das Programm startet zum Wintersemester 2026/2027. Einen Veranstaltungskalender findest du demnächst hier


Du willst noch genauer wissen, was die Studierendenbegleitung der EKvW dir anbietet und wie sie dich unterstützt? 

Wenn du dich für die drei Bausteine der ersten Säule entscheidest, dann erwarten dich diese drei Entwicklungsräume als feste Angebote.

Entwicklungsraum 1: Praxis erleben

Zu deinem Studium gehört, dass du im Grundstudium ein Gemeindepraktikum machst. Die Studierendenbegleitung bietet dir die Möglichkeit zu zwei Gesprächen während und nach dem Praktikum.

Das erste Gespräch findet etwa in der Hälfte Deiner Praktikumszeit vor Ort in deiner Praktikumsgemeinde statt. Hier hast du die Gelegenheit über Deine aktuellen Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen zu sprechen und eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Nach dem Praktikum wirst du zu einem Reflexionsgespräch eingeladen und hast die Möglichkeit, die Eindrücke aus dem Gemeindepraktikum noch einmal Revue passieren zu lassen. Darüber hinaus wird dein Studium mit dem Erlebten aus der Praxis reflektiert: Haben sich meine bisherigen Standpunkte bestätigt oder verändert? Habe ich neue Perspektiven entwickelt?  Welche Bedeutung hat das Gemeindepraktikum für mein weiteres Studium oder für meine Sicht auf das Pfarramt? Und natürlich gibt es ausreichend Zeit und Raum für alle Fragen, die du selbst mitbringst.

Die Gesprächstermine vereinbarst du individuell. Antje Röse ist deine Ansprechpartnerin, die dich auch schon im Vorfeld bei der Auswahl von Praktikumsort und Mentor*in unterstützt. Wichtig zu wissen: Die Gespräche sind vertraulich. Nichts daraus wird an andere weitergegeben.
 

Entwicklungsraum 2: Sich selbst entwickeln

Was will ich mal machen und was bringe ich dafür mit? Passt das Pfarramt zu mir? Für diese und andere Fragen bietet der Entwicklungsraum in der Mitte des Hauptstudiums den Freiraum. Hier kannst du entdecken, was du an Ressourcen mitbringst – nicht nur fürs Berufsleben.  Das mehrtägige Seminar findet zweimal jährlich in den Winter- und Sommersemesterferien (März/September) statt. Bis zu 12 Studierende kommen zusammen und stellen sich folgende Fragen: Wer bin ich und wie werde ich wahrgenommen? Wie komme ich in Kontakt mit anderen und mit meinem Glauben? Was brauchen gute Teams und was kann ich dazu beisteuern? Mit Methoden der Erlebnispädagogik, Rollenanalysen und Supervision navigierst du durch deine ‚soft skills‘ und entdeckst, was du mitbringst oder noch mitbringen willst für dein künftiges Berufsleben. Begleitet wirst du vom Team der Landeskirchlichen Studienbegleitung und externen Referent*innen. Die Kosten für deine Unterbringung übernimmt die EKvW.

Hierzu gehört ein Nachgespräch einige Wochen später. Zu diesem verabredest du dich mit Antje Röse.


Entwicklungsraum 3: Möglichkeiten entdecken und gestalten

Du bist bald scheinfrei und du hast schon einen Examenstermin ins Auge gefasst? Dann ist es Zeit für das letzte Modul der Kirchlichen Studienbegleitung, dass du zum Ende des Hauptstudiums vereinbarst. Hier hast du die Gelegenheit, sowohl auf dein Studium zurückzuschauen als auch nach vorne auf die nächsten Schritte, die du berufsperspektivisch planst. Zwei Möglichkeiten stehen für dich zur Auswahl:

  • Ein Perspektivtag führt dich an einen besonderen kirchlichen Ort in Westfalen, um vor Ort zu erfahren, mit welcher Kreativität pastorale Arbeit in der EKvW stattfindet. Im Anschluss daran gibt es einen Workshop mit der Personaldezernentin, die dich über aktuelle Entwicklungen in der EKvW informiert und mit dir über den Pfarrberuf und deine Möglichkeiten ins Gespräch kommt.
  • Oder du vereinbarst einfach Gesprächstermin. Das Gespräch findet in den Räumen der ESG in Münster statt und dauert ca. 90 min.

Zum Abschluss des Gesprächs/des Perspektivtags erhältst du eine Bescheinigung über die Teilnahme an der Landeskirchlichen Studienbegleitung. Diese berechtigt dich, nach bestandenem erstem Examen ohne weitere Hürden ins Vikariat der EKvW übernommen zu werden. Dazu schickst du die Bescheinigung an Antje Stenzel, die die Schritte ins Vikariat mit dir bespricht und plant.

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Datum: 12.03.2026