Eine Veranstaltung, die nachhallt
Rückblick auf „Zukunft(s)gestalten reloaded“
Räume ermöglichen Bewegung. In großen Räumen kann Einiges bewegt werden. Und der Erlebnisreich Campus in Lünen bietet einen sehr großen Raum. Rund 250 Kolleg*innen aus kirchlichen Berufsfeldern konnten das am 30. Oktober im vergangenen Jahr erleben.
Zwei Jahre nach der Auftaktveranstaltung in der Dortmunder DASA hieß es „Zukunft(s)gestalten – reloaded: gemeinsam – mutig – machen“. Eine Altersbeschränkung gab es in diesem Jahr nicht. Auf den vielen Quadratmetern gab es etliche Gespräche, bei denen sich Kolleg*innen über die Berufs- und Altersgrenzen hinweg miteinander vernetzen konnten.
Fragen standen im Zentrum. Gute Fragen zu einem guten Arbeiten bei oder in einer Kirche von Morgen. Die erste Frage des Tages wurde von Präses Adelheid Ruck-Schröder gestellt. Ihre Videobotschaft wurde prominent am Anfang der Veranstaltung im versammelten Plenum eingespielt: Welche Kirche wollen wir gewesen sein, fragte sie.
Mit dieser Inspiration am Beginn entstanden im Laufe des Tages dutzender inspirierender Fragen. Später wurde es in rund 20 „Zukunftsräumen“ konkret. Wie geht Kirche in Zukunft gut auf dem Dorf? Wie lassen sich kleine „Transformationssnacks“ vorbereiten, mit denen das Thema Veränderung z. B. gut in Presbyterien eingespielt werden könnte? Wie kann das Lassen klug organisiert werden?
Die Learnings der „Zukunft(s)gestalten reloaded“ flossen im Nachgang direkt in die Arbeit des Personalausschusses der Landessynode ein. Dort wurden von der Synode drei Beschlüsse gefasst:
- Ein öffentlichkeitswirksames Statement ist von Präses und Kirchenleitung erbeten worden, in welchem die Notwendigkeit einer Transformation und die Notwendigkeit von Freiräumen herausgestellt wird.
- Die Kirchenleitung wurde gebeten, den Aufgabenplaner sowie Muster für Dienstanweisungen soweit wie möglich dahingehend zu überarbeiten, dass angemessene Freiräume (mindestens zwei Terminstunden bzw. 10% der Arbeitszeit) für transformatorisches Arbeiten abgebildet werden.
- Und schließlich und aufbauend auf den Ergebnissen und den Erfahrungen der beiden Zukunft(s)gestalten-Großveranstaltungen in Dortmund und Lünen wurde die Kirchenleitung gebeten, bis zur nächsten Herbstsynode ein Konzept für die Schaffung unterstützender Strukturen zu erarbeiten.
Das ist in Summe eine ganze Menge, was da unter dem Stichwort „gemeinsam-mutig-machen“ vereinbart wurde. Bleibt abzuwarten, wie die Ergebnisse ausfallen werden. Klar wurde – auch durch die „Zukunft(s)gestalten – reloaded“ Veranstaltung in Lünen: Es braucht Räume, wenn Bewegung das Ziel sein soll. Freiräume sind auch ein zeitliche Gestaltungsressource, die die Transformation der kirchlichen Arbeit dringend braucht.
