Besuch syrisch-orthodoxer Religionslehrer*innen im Landeskirchenamt
Respekt und Dank für ökumenische Zusammenarbeit
Zu einem Besuch im Landeskirchenamt hat der Theologische Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen, Ulf Schlüter, syrisch-orthodoxe Religionslehrerinnen und -lehrer in Bielefeld begrüßt. Im Rahmen eines Fortbildungstages tauschten sich die Lehrkräfte mit Schlüter über die Situation ihrer Kirchen aus.
Die Syrisch-Orthodoxe Kirche in Deutschland ist im Bereich der Evangelischen Kirche von Westfalen sehr präsent. Zahlreiche Gemeinden und der Sitz des Erzbischofs für die Diözese der Syrisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland befinden sich im Bereich der EKvW. Eine wichtige Aufgabe sieht die Syrisch-Orthodoxe Kirche in der Erteilung des syrisch-orthodoxen Religionsunterrichtes als ordentliches Lehrfach für die Primar- und Sekundarstufe in den Schulen in Nordrhein-Westfalen.
Dazu gehören regelmäßige Fortbildungen für die Malfone, wie die syrisch-orthodoxen Religionslehrer*innen in ihrer Kirche genannt werden. Dazu gehören auch Fortbildungen, die dem Kennenlernen der Evangelische Kirche von Westfalen und ihrer verschiedenen Arbeitsbereiche dienen.
Das Treffen fand im Kleinen Sitzungssaal im Landeskirchenamtes statt. Die repräsentative Architektur des Gebäudes im Stile der 1950er Jahre zeige, dass die Evangelischen Kirche von Westfalen damals eine andere gesellschaftliche Bedeutung eingenommen habe als heute, wo wir einen deutlichen Rückgang der Kirchenmitglieder erleben, insbesondere durch den demografischen Wandel in unserer Gesellschaft, so Schlüter.
Zugleich sei die westfälische Kirche in vielen kirchlichen Handlungsfeldern aktiv und bemühe sich in diesem Veränderungsprozess ihre Verantwortung als Kirche auch gegenüber unserer Gesellschaft engagiert wahrzunehmen. Schlüter würdigte die ökumenische Zusammenarbeit mit der syrisch-orthodoxen Kirche. Augin Yalcin, Landeskoordinator für den syrisch-orthodoxen Religionsunterricht in NRW bedankte sich bei Schlüter für die langjährige Unterstützung durch die westfälische Landeskirche.
Nach einer Führung durch das Landekirchenamt und weiteren Informationen zur Struktur und zum Selbstverständnis der westfälischen Landeskirche besuchten die Malfone die von Bodelschwinghschen Stiftungen. Kerstin Hinz-Ungruhe präsentierte die verschiedenen Arbeitsbereiche, insbesondere auch im medizinisch-therapeutischen Bereich.
Nach einem Besuch im ehemaligen Mutterhaus der Sarepta-Schwestern und in der Zionskirche wurden die syrisch-orthodoxen Religionslehrer*innen von Sr. Sigrid Pfäfflin über die Arbeit des Hauses der Stille und der Sarepta-Schwesternschaft informiert. Der Fortbildungstag endete mit einem Gebet in der Kapelle des Hauses der Stille.
