Prof. Rainer Timmer in den Ruhestand verabschiedet
„Religion braucht Bildung“
Er hat auf vielen Ebenen in der westfälischen Landeskirche gewirkt und Spuren hinterlassen – unter anderem als Gemeindepfarrer, Religionslehrer, Schulreferent und Unidozent in Münster, als Leiter des Pädagogischen Instituts (PI) der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und seit 2020 auch als theologischer Bildungsdezernent im Landeskirchenamt.
Jetzt ist Dr. Rainer Timmer in einem feierlichen Gottesdienst in der Bielefelder Süsterkirche von seinem Amt entpflichtet und in den (vorzeitigen) Ruhestand verabschiedet worden.
„Religion braucht Bildung. Davon warst und davon bist du in der Tiefe, bis in die letzte Haar- und Zehenspitze überzeugt“, würdigte Vizepräsident Ulf Schlüter den leidenschaftlichen Einsatz Timmers. „Religion braucht Bildung – der verlorenen Automatismen wegen – und vor allem, weil Religion ohne Bildung für Welt und Gesellschaft so gefährlich wird wie des Hannibals Elefantentruppe für Rom.“ Alles Engagement in der Frage, wie Religion Bildung erfahren und die Kommunikation des Evangeliums von Generation zu Generation weitergegeben werden könne, fuße auf dem biblischen Missionsauftrag Jesu Christi: „… gehet hin und lehret alle Völker: taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe…“ (Mätthäus 28,18-20).
Rainer Timmer selbst blickt mit Dankbarkeit auf seine berufliche Laufbahn zurück, freut sich jetzt aber auch auf den neuen Lebensabschnitt. Auf mehr Zeit für die Familie – und innere Einkehr mit Stille, Zeit zum Nachdenken und fürs Gebet. Und er endete mit Worten von Francis Bacon: „Nicht die Glücklichen sind dankbar, sondern die Dankbaren sind glücklich.“
