Unsere aktuellen Nachrichten
auf einen Blick
Westfälische Präses besuchte Jüdische Kultusgemeinde

Austausch in geschwisterlichem Miteinander

Kennengelernt hatten sich die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Adelheid Ruck-Schröder, und die Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld, Irith Michelsohn, schon bei anderer Gelegenheit. Jetzt machte die Präses, die Mitte vergangenen Jahres ihr Amt in Westfalen übernommen hatte, einen Antrittsbesuch in der Jüdischen Kultusgemeinde, wo sie von deren Vorsitzenden und weiteren führenden Mitgliedern der Gemeinde empfangen wurde.

In einem zweistündigen, intensiven Gespräch tauschten sich die Präses und die Vertreter*innen der Kultusgemeinde über die Entwicklung der jüdischen Gemeinden in Deutschland und deren Anknüpfungspunkte zu christlichen Kirchen aus. Erörtert wurde auch die konfliktreiche Lage im Nahen Osten mit besonderer Perspektive auf die Situation von Jüdinnen und Juden in Deutschland und deren vielschichtige Verbundenheit mit dem Staat Israel.

Irith Michelsohn, Rabbinerin Natalia Verzhbovska und ihr Team beschrieben das Gemeindeleben und den Zusammenhalt innerhalb der Bielefelder Kultusgemeinde, die rund 500 Mitglieder zählt. Besonderes Engagement zeigt die Gemeinde unter anderem in der Unterstützung und Begleitung von geflüchteten Personen aus der Ukraine. Auch darüber berichteten die Vertreter*innen der Gemeinde eindrücklich.

Die leitende Geistliche der EKvW und die Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde, die zugleich Vorsitzende der Union Progressiver Juden in Deutschland ist, machten deutlich, dass beide Seiten großes Interesse an einer künftig verstärkten Zusammenarbeit und weiterem intensiven Austausch haben. Beide betonten das geschwisterliche Miteinander, das auch die offene, zugewandte Atmosphäre bei dem Treffen in den Räumen der Synagoge zeigte.

Adelheid Ruck-Schröder setzt sich seit langem aktiv für den christlich-jüdischen Dialog ein. Und auch Irith Michelsohn hob ihr stetes Interesse am Miteinander der beiden Religionen hervor.

Zurück