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NRW-Landtagspräsident besuchte Ev. Gesamtschule Gelsenkirchen

Aufmunterung zur Demokratie

Demokratie brauche Menschen, die sich einsetzen, sagte Landtagspräsident André Kuper bei seinem Besuch in der Evangelischen Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck (EGG). Dabei müsse man auch in der eigenen Partei keinesfalls immer einer Meinung sein, so der Landtagspräsident. Wichtig sei der Antrieb, Dinge für das Miteinander besser machen zu wollen.

Kuper ermunterte die Schülerinnen und Schüler, die zum Austausch mit dem politischen Gast in die Bibliothek der Gesamtschule gekommen waren, sich ehrenamtlich auszuprobieren. Jedes noch so kleine Engagement sei letztlich auch politische Arbeit und bedeute aktiven Einsatz für die Demokratie.

Der Präsident des nordrhein-westfälischen Landtags war auf Einladung der Schulleitung nach Gelsenkirchen gekommen, nachdem er der Evangelischen Gesamtschule im Herbst zur Erlangung des Deutschen Schulpreises gratuliert hatte. André Kuper verband seinen Besuch mit der Eröffnung der Ausstellung ‚Landtag macht Schule‘, die im Anschluss zwei Wochen lang in der EGG zu sehen ist. Sie veranschaulicht die Arbeitsweise des NRW-Parlaments, zeigt aktuelle Protagonist*innen und erläutert die parlamentarische Arbeit in Ausschüssen und Plenum.

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Volker Franken und einem Grußwort der landeskirchlichen Schuldezernentin Karin Ammann nahm sich Landtagspräsident Kuper Zeit, um mit Oberstufenschüler*innen ins Gespräch zu kommen. „Alle Fragen sind erlaubt“, so der Landtagspräsident zu Beginn der Gesprächsrunde. Und davon kamen schnell zahlreiche zusammen: Wie wird man eigentlich Politiker? Haben Sie auch schon mal Fehler gemacht? Was war Ihre beste Entscheidung? Und was verdient ein Landtagspräsident? Aber auch Fragen zu aktuellen weltpolitischen Themen brachten die Schülerinnen und Schüler ein, etwa zur Einschätzung der Bedrohung durch die gegenwärtigen Kriege in der Welt oder zu Armut und wirtschaftlicher Lage in der Stadt Gelsenkirchen, zu Problemen im Bildungsbereich und in Jugendzentren oder auch zu Schwierigkeiten bei der Einbürgerung von schon lange integrierten Migrant*innen.

André Kuper ging auf alle Fragen ein, bat zuweilen um Verständnis, wenn ihm konkrete Kenntnisse zu gezielten Fragen fehlten, und lud die Schülerinnen und Schüler ein, mit ihm in den anschließenden Mailkontakt zu treten. Und auch eine Einladung nach Düsseldorf sprach der Landtagspräsident aus. Dort sollen Gelsenkirchener Schülerinnen und Schüler vor Ort einen Eindruck von den Gegebenheiten im Landtag erhalten.

Die anwesenden Mitglieder der Schüler’innenvertretung ermutigte der Landtagspräsident, ihr Engagement weiter zu betreiben. Der Schulpreis, den die Evangelische Gesamtschule erlangt habe, zeige deutlich, dass hier schon demokratisches Verständnis gelebt werde. Weitere Schritte hin zu politischem Einsatz auf unterschiedliche Weise könnten folgen. „Schauen Sie gerne auch mal bei politischen Parteien vorbei und prüfen Sie, was von deren Aussagen Ihren Überzeugungen entspricht“, sagte Kuper, „aber unterschreiben Sie bloß nicht gleich beim ersten Kennenlernen ein Mitgliedsformular.“

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