Dreifache Verabschiedung im IAFW: Annette Alberts, Kerstin Othmer und Friederike Rüter
„Alle drei werden der Landeskirche fehlen“
Verabschiedung im Dreierpack: Gleich drei Dozentinnen aus dem Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung (IAFW) der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) wurden am Donnerstag (13. August) von ihren Ämtern und Aufgaben entpflichtet – Annette Alberts, Kerstin Othmer und Friederike Rüter.
Landeskirchenrat Dr. Vicco von Bülow, der auch die Grüße von Präses Annette Kurschus und Oberkirchenrätin Katrin Göckenjan-Wessel überbrachte, dankte allen dreien für ihr langjähriges Engagement für die westfälische Landeskirche und wünschte ihnen Gottes Segen für ihre ganz unterschiedlichen neuen Lebensabschnitte: „In der EKvW werden alle drei, die gehen, eine spürbare Lücke hinterlassen. Jede auf ihre Weise. Das ist ein Verlust, alle drei werden der Landeskirche fehlen.“ Alle drei, so von Bülow, hätten maßgeblich dazu beigetragen, Inhalte in der Landeskirche zu etablieren. Und zwar die Supervision, den Kindergottesdienst bzw. die Kirche mit Kindern und die Seelsorge, genauer: die Krankenhausseelsorge. Und: „Diese Inhalte werden bleiben. Darüber bin ich sehr froh – und darauf können Sie stolz sein.“
Annette Alberts (63) arbeitete seit Ende der 80er-Jahre im Bereich Supervision und geht jetzt in den Vorruhestand. In ihrer Zeit im Pastoralkolleg und im IAFW habe sie sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Supervision in der EKvW selbstverständlich geworden sei: „Mit Ihrer Erfahrung als Erzieherin und Kindergartenleiterin, mit Ihren Kenntnissen aus dem Sozialpädagogikstudium und mit Ihrer menschlichen Art haben Sie eine ganz eindrückliche Wirkung ausgeübt auf die, die Sie kennen lernen durften“, würdigte von Bülow.
Kerstin Othmer (59) war seit 1999 Dozentin am IAFW für Kirche mit Kindern. Als landeskirchliche Beauftragte für den Kindergottesdienst war sie „eine engagierte Lobbyistin für Kinder in der Kirche“ und verlässliche Ansprechpartnerin für alle Ebenen. So hat sie Kinder und ihre Familien, Ehren- und Hauptamtliche in der Kirche gestärkt und ermutigt, fortgebildet und unterstützt. Jetzt wechselt sie zurück ins Pfarramt. Aber nicht in irgendeins: Sie geht als Auslandspfarrerin für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) nach Cambridge/England.
Friederike Rüter (59) leitete seit 2014 den Fachbereich Seelsorge im IAFW und war dort Dozentin für Krankenhausseelsorge. Nach vielen Jahren in der aktiven Krankenhausseelsorge und der Begleitung Theologiestudierender arbeitete sie in den Jahren 2011 bis 2014 als Referentin für Seelsorge im Landeskirchenamt in Bielefeld und hat danach, wie sich von Bülow wertschätzend erinnert, „den Wechsel nach Villigst vollzogen in den Fachbereich, dessen Etablierung du selbst mit vorbereitet hast.“ Sie lässt sich beurlauben und will sich künftig stärker Freiräume für die Familie und für freiberufliche Aufgaben haben.
