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Antrittstermin bei Rektorin Prof. Dr. Angelika Epple

Präses besucht Universität Bielefeld

Beim ersten Kennenlernen am 23. Juli wurde schnell deutlich, dass Präses Dr. Adelheid Ruck-Schröder und Rektorin Prof. Dr. Angelika Epple vieles verbindet. Beide stammen aus Württemberg und wurden durch ihren beruflichen Werdegang nach Bielefeld geführt. Vor allem aber teilen sie die Sorge über gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland sowie die aktuelle weltpolitische Lage.

Die großen Herausforderungen der internationalen Politik ließen sich bei diesem Antrittsbesuch zwar nicht lösen, aber einig waren sich beide darin, dass der interreligiöse Dialog und das gegenseitige Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen zentrale Aufgaben aller gesellschaftlichen Institutionen seien. Daraus erwächst aus ihrer Sicht der Auftrag, künftig gemeinsame Formate zu entwickeln, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und den Austausch zwischen den Religionen fördern.

In diesem Zusammenhang berichtete Epple vom „Café Abraham“, einem Begegnungsformat für christliche, jüdische und muslimische Studierende. Seit dem 7. Oktober 2023 habe sich die Situation jedoch spürbar verändert: Insbesondere jüdische Studierende hätten sich – ohne konkrete Vorfälle an der Universität – zunehmend unsicher gefühlt und seien dem Format häufiger ferngeblieben. Dadurch habe sich auch der Charakter der Begegnungen verändert.

Umso wichtiger ist es beiden, Räume für interreligiösen Dialog zu schaffen, Empathie zu fördern und Vorurteile abzubauen. Dafür bietet das Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement (IDWM) der Universität Bielefeld als interdisziplinär arbeitendes Institut vielfältige Anknüpfungspunkte. Mit seiner Verbindung theologischer, sozialwissenschaftlicher und gesellschaftspolitischer Perspektiven greift es Fragestellungen auf, die auch für das Miteinander in einer pluralen Gesellschaft von großer Bedeutung sind.

Epple und Ruck-Schröder können sich eine künftige Zusammenarbeit zu den angesprochenen Themen sowie zu weiteren theologischen Fragestellungen im Rahmen des Diakonie-Studiums in Bielefeld gut vorstellen. Beide betonen: „Wir freuen uns über den geknüpften Kontakt und auf den weiteren Austausch.“

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