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Vizepräsidentin verabschiedet oikos-Institutsleiter – Stephan Zeipelt wird Nachfolger

Pfarrer Ingo Neserke geht in den Ruhestand

MedienInfo 39/2026

Pfarrer Ingo Neserke, Leiter des oikos-Instituts für Mission und Ökumene der Evangelischen Kirche von Westfalen, geht in den Ruhestand. In einem Gottesdienst am 17. November in der Dortmunder St. Marienkirche (Beginn 16.00 Uhr) wird er von der theologischen Vizepräsidentin Susanne Falcke von seinem aktiven Dienst entpflichtet und verabschiedet. Pfarrer Stephan Zeipelt wird als sein Nachfolger in sein neues Amt eingeführt.  

Mission, Gemeindeentwicklung und weltweite Ökumene prägten Neserkes beruflichen Weg. Seit 2023 leitet er das oikos-Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) mit Sitz in Dortmund, welches aus dem Institut für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste (igm) und dem Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) hervorgegangen ist.

Zur Gründung des oikos-Instituts formulierte er dessen Auftrag so: „Das oikos-Institut bietet die Chance, die Kraft des Glaubens zu entdecken sowie für eine gerechte Welt einzutreten.“ Wichtig sei es, Netzwerke zu pflegen und neue aufzubauen, mit kirchlichen und nichtkirchlichen Organisationen zu kooperieren sowie Menschen unterschiedlicher Konfessionen und Kulturen zusammenzubringen.

Neserke wurde 1965 in Iserlohn geboren. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte er in Südafrika, wo seine Eltern im Auftrag des Berliner Missionswerks tätig waren. Als Jugendlicher absolvierte er ein missionarisch-diakonisches Jahr in Tansania. Evangelische Theologie, Soziologie und Politologie studierte er ab 1986 in Bielefeld-Bethel, Heidelberg und Berkeley USA.

Nach seinem Vikariat in Witten war Neserke zunächst Pfarrer für Ökumene und Partnerschaften im Kirchenkreis Hattingen-Witten. Von 1998 bis 2006 arbeitete er als Gemeindepfarrer in Witten, danach wurde er Superintendent des Kirchenkreises Hattingen-Witten (bis 2016). Ein Schwerpunkt seines Engagements lag dabei in der musik-missionarischen Arbeit der Creativen Kirche mit Gospel-Kirchentagen und biblischen Pop-Oratorien, die auch zur Gründung der Ev. Pop-Akademie in Witten führte.

2017 wechselte Neserke nach Dortmund und übernahm die Leitung des damaligen Amtes für missionarische Dienste der EKvW in Dortmund, später des Instituts für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste. Auch als Leiter des oikos-Instituts standen für ihn missionarische und ökumenische Themen sowie Fragen zur Zukunft der Kirche im Mittelpunkt seines Wirkens. Neserke engagierte sich zudem auf landeskirchlicher Ebene und innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland. Zudem ist er Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Bibelgesellschaft.

Stephan Zeipelt wurde 1972 in Lüdenscheid geboren. Er studierte Evangelische Theologie in Wuppertal und Bochum, sein Vikariat absolvierte er in Dortmund. Beruflich ist er seit vielen Jahren in den Bereichen Bibelerschließung, Bibelpädagogik und missionarischer Gemeindeentwicklung innerhalb der westfälischen Kirche tätig.

Sein Herz schlägt für die Werkstatt Bibel, die im oikos-Institut in Dortmund angesiedelt ist. Zudem ist er Geschäftsführer der von Cansteinschen Bibelanstalt in Westfalen. Wichtig ist ihm ebenso, wie man Glaube und Bibel genussvoll verbinden und genießen kann. Für seine neue Aufgabe als oikos-Institutsleiter wünscht er sich eine Kirche, die christuszentriert Wege entwickelt, um Menschen für die Schönheit des Glaubens zu begeistern. Dies funktioniert nur in weltweiter Partnerschaft auf Augenhöhe, die sich engagiert und gelassen an der missio Dei beteiligt.

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