Großer Besucherzulauf bei den Bielefelder ‚Nachtansichten‘
Landeskirchenamt – mal anders
Klassische Klaviermusik, illuminierte Innenräume und kunsthistorische Erkundungen; all das und mehr konnten Besucherinnen und Besucher im Landeskirchenamt während der Bielefelder Nachtansichten erleben.
Und viele Menschen aus Bielefeld nahmen die Einladung gerne an. Mehr als 1500 Gäste zählten Verwaltungsleiterin Sonika Mohme und ihr Team in den Abendstunden des 29. April, erheblich mehr, als sie im Vorfeld erwartet hatten.
Wo sich sonst nur wenige Mitarbeitende aus den Dezernaten auf dem Weg ins Nachbarbüro oder einen der Sitzungssäle begegnen, tummelten sich bei den Nachtansichten viele fröhliche Menschen. Das farbig beleuchtete Foyer und das ebenfalls illuminierte Treppenhaus gaben dafür den Rahmen mit außergewöhnlichem Charme.
Am Anfang des Programms stand eine ausführliche Führung durch das Haus, die Informationen über Bauhistorie und andere geschichtliche Hintergründe zum Landeskirchenamt bot. Ulrich Althöfer aus dem landeskirchlichen Referat Bau, Kunst und Denkmalpflege startete mit einer großen Gruppe kunstinteressierter Gäste vor dem Portal des Hauses und führte sie anschließend durch alle Stockwerke. Vor dem großen Saal waren Waffeln, Snacks und Getränke zu haben; und wer wollte, konnte sich im Saal den Info-Film über die Evangelische Kirche von Westfalen anschauen.
Künstlerischer Höhepunkt im vollbesetzten Foyer war ein Konzert mit Werken von Mendelssohn, Chopin, Chatschaturjan und anderen. Anja David, Professorin an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford, und Nils Fricke waren am Klavier zu hören, die junge Geigerin Niobe Langmaack, die zusammen mit Anja David eine Komposition für Violine und Klavier von Camille Saint-Saens darbot, wurde vom Publikum mit Bravorufen und Ovationen gefeiert.
Davids Professoren-Kollege Ulrich Hirtzbruch animierte schließlich die Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen. Am Flügel intonierte er gängige Choräle, aber auch neuere Kirchenlieder und lud die Gäste ein, mit Liederbuch und Liedflyern versehen einzustimmen. „Ein Versuch“ sollte es sein, im Rahmen der Nachtansichten mit dem Publikum gemeinsam zu singen, so Hirtzbruch. Ein Versuch, der gelang; zahlreiche Gäste ließen sich einladen und musizierten mit.
Insgesamt freute sich das LKA-Team über einen gelungenen Abend. Den Nachtansichten-Besucherinnen und -Besuchern präsentierte sich das Landeskirchenamt als sympathischer, interessanter Gastgeber. Und Kirchen-Insider erlebten das große, von vielen als streng empfundene Verwaltungsgebäude am Altstädter Kirchplatz in ungewohnt belebter, freundlicher Atmosphäre.
