Unsere aktuellen Nachrichten
auf einen Blick
Die Evangelische Kirche von Wetsfalen setzt auf Nachwuchsgewinnung

Das Kompassjahr geht weiter

Es gibt Einsatzstellen, die waren jedes Jahr dabei. Das bedeutet, dreimal Freiwillige im Kompassjahr. Dreimal hochmotivierte junge Menschen, die sich für die Arbeit in der Evangelischen Kirche von Westfalen interessieren und einen Freiwilligendienst machen wollen. Und das ist das Kompassjahr zunächst: Ein Freiwilligendienst, wie es sie viele gibt. Nur eben mit einem besonderen Fokus: Auf kirchliche Berufe, auf die Arbeit an einem kirchlichen Ort, an dem sich heute schon in Ansätzen eine „Kirche von morgen“ abbildet.

Drei Gruppen mit je ungefähr 15 Jugendlichen haben das Kompassjahr durchlaufen. Etwa Zweidrittel haben sich im Nachgang für einen kirchlichen Beruf entschieden bzw. auf ein Studium, das darauf vorbereitet. Und auch wenn andere Berufsfelder im Nachgang attraktiver waren, sind die (Lern-) Erfahrungen im Kompassjahr gut gewesen. Ein Jugendlicher, der jetzt nach dem Kompassjahr in einem anderen Berufsfeld studieren will, schreibt: „Ich habe im Kompassjahr Zeit gewonnen und auf den Seminaren viel Zeit gehabt, mich mit mir selbst auseinander zu setzen“ Es gab eine wirklich gute pädagogische Begleitung. In der Regel spannende Einsatzstellen und gute Impulse für die Berufsorientierung – basierend auf den eigenen Talenten und unabhängig vom am Anfang der Seminarzeit benannten Berufsziel.

Es ist eine gute Nachricht: Das Kompassjahr geht weiter, die Kirchenleitung hat sich für fünf weitere Jahre festgelegt. Dies war angesichts des aufwändigen Programms und der Ressourcenknappheit keine Selbstverständlichkeit. Seit dem 1. September wird das Kompassjahr von Machkirche in Kooperation mit dem Diakonischen Werk durchgeführt. Für die Einsatzstellen bedeutet das, dass die Verwaltung und Abrechnung des Freiwilligendienstes über das Diakonische Werk in Düsseldorf organisiert ist. Die Anbahnung und die Organisation von geeigneten Einsatzstellen aber über die Nachwuchsgewinnung der EKvW läuft. Astrid Fliedner übernimmt von hier aus die pädagogische Begleitung dieses Freiwilligendienstes.

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre sind gut. Jugendliche erproben sich im Kompassjahr und finden dadurch heraus, ob ein kirchliches Berufsfeld für sie infrage kommt. Dabei helfen zahlreiche Einsatzstellen, bisher war der Großteil im Bereich der Evangelischen Jugend angesiedelt. Einsatzstelle zu werden und am Programm „Kompassjahr“ teilzunehmen, ist nicht schwer. Hierfür einfach eine Mail an machkirche@ekvw.de schreiben.

Es lohnt sich. Die Einsatzstellen in Kirchenkreisen und Gemeinden ist der Schlüssel, der bei der Entscheidung für oder gegen einen kirchlichen Beruf zentral ist. Auf die Frage nach den Lernerfahrungen des Kompassjahres schreibt ein*e Freiwillige*r: „Ich fand auch die Berufsorientierung von Machkirche gut, da die eigenen Interessen und Fähigkeiten hier nochmal deutlich wurden. Ich konnte einen Arbeitsalltag kennenlernen. Ich hatte die Möglichkeit, auch mal in den Kindergarten reinzuschauen oder ein Praktikum zu machen. Ich fand gut, dass es Angebote gab wie die EVH gemeinsam zu besuchen und auch die Ausflüge zu verschiedenen Unis. Das Kompassjahr hat mir gezeigt, dass es auch einen Unterschied macht, wo man einen Studiengang studiert. Dass man sich gut überlegen sollte, was man genau machen will.“

Zurück
Datum: 07.09.2026