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auf einen Blick
Aufruf zur Unterstützung der Organisationen „Rabbis for Human Rights“ und „Standing Together“

Zunehmende Bedrohung von Palästinenser*innen durch radikale Siedler

Die Vollversammlung der Evangelischen Mittelost-Kommission der EKD ruft dazu auf, freie Kollekten oder Kollekten bei außerordentlichen Veranstaltungen zu nutzen, um zwei Organisationen, die im Westjordanland „Protective Presence“ leisten, zu unterstützen. Beide Organisationen schützen Palästineser*innen im Westjordanland durch beobachtende und begleitende Anwesenheit vor Ort.

Christliche Kirchen sowie andere Organisationen aus dem Westjordanland und aus Israel berichten in den letzten Monaten verstärkt über Übergriffe radikaler Siedler. Diese bedrohen palästinensische Bewohnerinnen und Bewohner, zerstören Olivenbäume und andere Kulturpflanzen, verwüsten Ackerland und entführen oder töten Schafe und Ziegen. Es wird mehrfach davon berichtet, dass das Militär nicht eingreift oder sogar die radikalen Siedler unterstützt bzw. Palästinenser verhaftet, die sich gegen die Übergriffe zur Wehr setzen.

Reportagen von unabhängigen Medien und Organisationen bestätigen diese Übergriffe, z. B. die Tagesschau am 17.4.2026, Haaretz  oder das United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs. Der Exekutivausschuss der Evangelischen Mittelost-Kommission bittet daher darum, in den kommenden Wochen Organisationen und Programme finanziell zu unterstützen, die Palästinenserinnen und Palästinenser durch ihre beobachtende und begleitende Anwesenheit vor Ort (Protective Presence) schützen. Diese Arbeit wird immer gefährlicher, bleibt aber von enormer Bedeutung. Die finanzielle Unterstützung dieser Organisationen kann z. B. durch freie Kollekten oder Kollekten bei besonderen Gottesdiensten (Synoden, Jubiläen, Amtseinführungen etc.) geleistet werden.  

 

Der Exekutivausschuss empfiehlt die Unterstützung der Arbeit der Organisationen „Rabbis for Human Rights“ und „Standing Together“

  • Die jüdische Organisation Rabbis for Human Rights, die auch viele Freunde in Deutschland hat, bringt Rabbinerinnen und Rabbiner aller Konfessionen und Rabbinerschulen in Israel zusammen. Seit ihrer Gründung setzt sie sich für die Förderung der Rechte schutzbedürftiger Gruppen in der Gesellschaft ein, um die Rechte von Minderheiten in Israel sowie von Palästinenser*innen in den Gebieten zu schützen. Ihre Arbeit speist sich aus zwei Hauptquellen: der humanistischen jüdischen Tradition und den internationalen Menschenrechtskonventionen. Die Rabbis for Human Rights sind zusammen mit anderen Organisationen an der aktuellen Aktion „Protect the Harvest“ zum Schutz der Olivenernte in Palästina beteiligt (https://protecttheharvest.net/).  

Kontodetails:  
Spendenkonto: Ökumenewerk der Nordkirche 
IBAN: DE77 5206 0410 0000 1113 33 
BIC: GENODEF1EK1 
Evangelische Bank  
Verwendungszweck (Projekt-Nr.): Rabbis for Human Rights (4014) - Protective Presence 

  • Standing Together ist eine Graswurzel-Bewegung, die jüdische und palästinensische Bürgerinnen und Bürger Israels gegen die Besatzung und für Frieden, Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit zusammenbringt. Sie versteht sich als eine säkulare Bewegung, die jedoch offen ist für Glaubende aller großen Religionen. Im Mai 2024 wurde die „Solidarity Guard“ ins Leben gerufen, eine Initiative zum Schutz der palästinensischen Bevölkerung vor Angriffen durch Siedler. Die Friends of Standing Together sind ebenfalls an der aktuellen Aktion „Protect the Harvest“ beteiligt.

Kontodetails: 
New Israel Fund Deutschland 
IBAN DE80 4306 0967 1168 4348 00  
BIC: GENODEM1GLS 
GLS-Bank 
Verwendungszweck: “Standing together 51-5495067, Solidarity Guard” 

 

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