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Sieben Menschen sterben in den Lavamassen

Neue Eruption des Sinabung-Vulkans löst Katastrophe aus

Auf Sumatra ist es erneut zu einer Naturkatastrophe im Zusammenhang mit dem Sinabung-Vulkan im Norden der indonesischen Insel gekommen. Am Nachmittag des 21. Mai 2016 brach eine große Menge Lava aus dem Vulkan aus.

Heiße Asche und flüssige Lava bahnten sich ihren todbringenden Weg durch das Dorf Gamber. Sieben Menschen verloren dabei ihr Leben, zwei Opfer befinden sich noch in einem kritischen Gesundheitszustand. Die Christlich-Protestantische Karo-Batakkirche (GBKP) vor Ort wendet sich mit der Bitte an die Partnerkirchen in Deutschland, die Opfer dieser neuen Katastrophe in ihre Gebete miteinzuschließen.

Erst vor wenigen Tagen lösten schwere Überschwemmungen infolge von starkem Regen sogenannte kalte Lavaströme, bestehend aus Geröll und Schlamm aus. Sie rissen 150 Häuser in den Dörfern Kutambaru und Mardinding am Fuße des Sinabung-Vulkans hinweg, ein fünfjähriges Mädchen starb in der Gerölllawine. Unmittelbar nach Eingang der ersten Katastrophenmeldung haben die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR), die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) und die Vereinte Evangelische Mission (VEM) der GBKP eine Soforthilfe von insgesamt 15.000 Euro für die Unterstützung der Opfer bereitgestellt.

Seit 2013 kommt es immer wieder zu heftigen Eruptionen des Sinabung-Vulkans, die bereits viele Opfer unter der örtlichen Bevölkerung forderten. Alle Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in die Heimatdörfer wird mit jedem neuen Ausbruch vernichtet. Da die Lavamassen weite Teile der Gemüseanbaugebiete vernichten, zerstören sie die Lebensgrundlage der vielen lokalen Kleinbauern.  Die GBKP widmet sich mit der Bereitstellung von Unterkünften, Nahrung, medizinischer Hilfe usw. seit einigen Jahren der Versorgung der vielen tausend Vulkan-Flüchtlinge. Die Kirche kann dabei auch auf die verlässliche Unterstützung durch das Netz der VEM-Gemeinschaft zählen wie sich mit der aktuellen Soforthilfe bestätigt.

Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) mit Hauptsitz in Wuppertal ist eine internationale, gleichberechtigte Gemeinschaft von 35 protestantischen Kirchen in Afrika, Asien und Deutschland und den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Die VEM verfolgt traditionell und konsequent ein ganzheitliches Missionsverständnis. Zur Verkündigung des Evangeliums gehört auch, die Lebensumstände notleidender Menschen zu verbessern und für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einzutreten. (Pressemitteilung 24/2016)
Bildnachweis:<link https: commons.wikimedia.org wiki _blank externen link in neuem> Mount Sinabung eruption. Medan, Indonesia von <link https: www.flickr.com people _blank lexternal>Rendy Cipta Muliawan / <link http: creativecommons.org licenses by _blank externen link in neuem>CC BY 2.0, via Wikimedia Commons; Bearbeitung: EKvW

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