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150 Ehrenamtliche treffen sich zum 10. Westfälischen Tag der Notfallseelsorge

„Mitten in der Gegenwart und darüber hinaus“

„Mitten in der Gegenwart und darüber hinaus“ – unter diesem Motto fand der 10. Westfälische Tag der Notfallseelsorge in Haus Villigst statt. Rund 150 überwiegend ehrenamtliche Notfallseelsorgende richteten den Blick sowohl zurück als auch nach vorn, um Entwicklungen vergangener Jahre zu würdigen, aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und Perspektiven für die Zukunft zu entwerfen.

Pfarrer Ralf Radix, Theologischer Referent für Seelsorge und Beratung und Mitbegründer der Notfallseelsorge in Westfalen, hielt einen Vortrag zum Thema „Zwischen Vorschrift und Spielraum: Mindeststandards in der NFS.“ Dabei hob Radix die Schutzfunktion gemeinsamer Standards hervor: „Wir arbeiten mit verletzten Seelen. Wir ziehen nicht nur eine Schraube fest.“

NFS-Regionalpfarrer Matthias Rausch würdigte im Anschluss Radix‘ große Verdienste um die Notfallseelsorge in der Evangelischen Kirche von Westfalen und darüber hinaus.

In Workshops wurden einzelne Aspekte des Vortrags vertieft, etwa die Zusammenarbeit mit anderen Einsatzkräften, Verbindlichkeit im Ehrenamt oder die Entwicklung der Notfallseelsorge von der Nische zum Teil der Rettungskette.

Eine von Christiane Poertgen-Tiegel moderierte Podiumsdiskussion mit Julia Makhardt (NFS-Beauftragte des Bistums Paderborn), Ralf Radix und Thomas Wienecke  (Kreisbrandmeister Kreis Soest) als Beteiligte rundete die Veranstaltung ab, indem sie den Titel noch einmal aufgriff und an Workshopergebnisse anknüpfte.

Schließlich gab Matthias Rausch, dessen Eintritt in den Ruhestand in greifbare Nähe rückt, die Funktion des Sprechers der landeskirchlichen Pfarrerinnen und Pfarrer für Notfallseelsorge an Ingo Janzen weiter.

Save the date: Der 11. Westfälische Tag der Notfallseelsorge findet am 25. September 2027 in Haus Villigst statt.

 

Text: Sven Fröhlich, Pfarrer für Notfallseelsorge in der Region Südwestfalen

 

 

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