Neue leitende Theologin im Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken
Imke Philipps als Superintendentin eingeführt
Imke Philipps ist neue Superintendentin und damit leitende Theologin des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken. Am Erntedanksonntag wurde die 58-jährige Pfarrerin in der Großen Kirche in Burgsteinfurt in ihr neues Amt eingeführt.
Zahlreiche Gäste aus Politik, Gesellschaft und Kirchen waren dabei, darunter auch der Bischof der Ost-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Simbabwe, Dr. Vushebwashe Mhaka, der derzeit mit einer Delegation zu Gast im Kirchenkreis ist.
Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Dr. Adelheid Ruck-Schröder, gratulierte Philipps zur Wahl und dankte zugleich allen, die die Zeit ohne Superintendentin seit dem Wechsel von Susanne Falcke zur Landeskirche nach Bielefeld überbrückt hatten. „Ich bin froh, dass Sie mit Imke Philipps Ihre Superintendentin gefunden haben“, sagte sie.
Ruck-Schröder betonte, dass auf Philipps wichtige Aufgaben warteten. Dazu gehört auch die weitere Zusammenarbeit der drei evangelischen Kirchenkreise im Münsterland mit dem Ziel, einen gemeinsamen Kirchenkreis zu bilden. Philipps bringe als langjährige Gemeindepfarrerin und Supervisorin gute Voraussetzungen für die anstehenden Veränderungen mit. „Unsere Ressourcen werden kleiner, wir brauchen Ideen, wie wir Kirche gestalten“, sagte Ruck-Schröder. Ziel sei es, auch unter veränderten Bedingungen als Kirche vor Ort präsent zu bleiben.
„Was ist da? Wer ist da?“
In ihrer Predigt griff Philipps die biblische Geschichte von der Speisung der Viertausend auf. Im Mittelpunkt stand für sie die Frage Jesu an seine Jünger: „Wie viele Brote habt ihr noch?“ Statt auf das zu schauen, was fehlt, lenke die Frage den Blick auf das, was vorhanden ist.
„Diese Perspektive nehme ich mit in meine Arbeit: Was ist da? Wer ist da?“, so Philipps. Statt auf das zu schauen, was weniger werde – etwa die Zahl der Gläubigen oder die Kirchensteuermittel –, gelte es, den Blick auf das Vorhandene zu richten. Viele Menschen engagierten sich vor Ort in den Gemeinden und setzten Projekte um, die Begegnung ermöglichten. „Unsere Gemeinden können Orte sein, an denen wir mit unserer Verschiedenheit zusammenkommen und miteinander im Gespräch bleiben“, sagte die neue Superintendentin.
Glückwünsche für ihr neues Amt überbrachten unter anderem Superintendent Holger Erdmann aus dem Kirchenkreis Münster, Kreisdechant Dr. Ludger Kaulig für die katholische Kirche im Münsterland, Bischof Mhaka und Landrat Dr. Martin Sommer.
Hintergrundinformation
Der Evangelische Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken ist einer von 26 Kirchenkreisen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Zu ihm zählen knapp 73.000 evangelische Christen im westlichen Münsterland in 20 Kirchengemeinden an rund 40 Standorten. Zweimal jährlich kommen Delegierte aller Gemeinden und kreiskirchlichen Dienste zur Kreissynode zusammen, um grundlegende Entscheidungen für den Kirchenkreis zu diskutieren und zu entscheiden. Zwischen den Synoden führt der von der Synode gewählte Kreissynodalvorstand mit der Superintendentin als Vorsitzende die Geschäfte des Kirchenkreises.
Dienstsitz der Superintendentur und der Synodalen Dienste ist das Haus der Kirche und Diakonie in Steinfurt an der Bohlenstiege, während die zentrale Verwaltung für die drei Kirchenkreise Steinfurt-Coesfeld-Borken, Münster und Tecklenburg seit 2020 ihren Sitz in Münster am Coesfelder Kreuz hat.


