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auf einen Blick
EKvW unterstützt innovative Projekte mit bis zu 1,4 Millionen Euro 

Experimentierräume für die Kirche von morgen

Die Zukunft der Kirche entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen und eigene Ideen verwirklichen können. Mit einem Zukunftsfonds fördert die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) deshalb zum zweiten Mal zukunftsgestaltende Projekte und Experimentierräume in vier Kirchenkreisen, Kirchengemeinden und Gestaltungsräumen.  

Durch die Mittel, die nach den Regeln des neuen Finanzausgleichgsetzes (FAG) der EKvW bereitgestellt werden, werden Personalstellen über bis zu sechs Jahre unterstützt, damit Projekte nachhaltig verankert bleiben und als Vorbild für andere Regionen dienen können. Die EKvW stellt dafür jährlich bis zu 1,4 Millionen Euro bereit. 

Wie funktioniert die Förderung? 

Der Transformationsprozess „Zukunft(s)gestalten“ hat gezeigt, wie wichtig Freiräume für Kreativität, Innovation und gemeinsames Lernen sind. Ziel der Förderung ist deshalb, innovative Vorhaben mit ausreichend Zeit und Ressourcen auszustatten, damit nachhaltige Entwicklungen entstehen können. 

Gefördert werden Projekte, die berufsgruppenübergreifend in Teams aus haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden umgesetzt werden. Die Projekte sollen modellhaft sein und Impulse für andere Gemeinden, Kirchenkreise und kirchliche Arbeitsfelder geben können. Weitere wichtige Kriterien sind ein Bezug zum jeweiligen Sozialraum, die Einbeziehung unterschiedlicher Generationen und Kulturen sowie die nachhaltige Wirkung für die Weiterentwicklung kirchlicher Arbeit. 

Die vier geförderten Projekte für das Jahr 2027 sind: 

FUGE: Digital-regionale Kirche (GRI) für junge Erwachsene im Münsterland 
Sie schafft beziehungsorientierte, sozialraumbezogene und digitale Zugänge zur Glaubenspraxis, die nicht auf Integration in bestehenden Strukturen zielen, sondern eigene Resonanzräume für Sinn-, Glaubens- und Lebensfragen eröffnet. Ziel der Arbeit ist die Stärkung religiöser Mündigkeit junger Erwachsener. 

Kirche und Evangelium neu inszenieren (KK Dortmund)  
Die Stadtkirchen in Dortmund entwickeln und experimentieren mit neuen, zeitgenössischen Formen von Kirche, Liturgie und Präsenz im öffentlichen Raum, um das Evangelium in die Stadt hineinzukommunizieren. In Kooperation mit Kunst, Kultur und Zivilgesellschaft werden Räume für die Frage nach Gott geschaffen, Kirche als attraktive Akteurin sichtbar gemacht und Formate für andere kirchliche Orte entwickelt. 

Interprofessionelles Team Transformation (KK Iserlohn) 
Ein Team aus theologischer/gemeindepädagogischer und verwaltungsjuristischer Perspektive bringt eine doppelte Expertise ein, um eigene Transformationsstrategien zu entwickeln, diese nachhaltig umzusetzen, sie in neue tragfähige Strukturen zu überführen anhand der bereits vorhandenen Erfahrungen und des gesammelten Know-hows rund um das Evangelische Lebenszentrum Lendringsen als kirchlicher, quartiers- und sozialraumorientierter Zukunftsort. 

Würdigen, Trauern, Loslassen (KK Hamm) 
Eine tiefgreifende Transformation, die zu gesunden Arbeitsverhältnissen führt und zur schöpferischen Freiheit, Kirche tatsächlich neu zu denken und zu gestalten, um mit Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen Evangelium kommunizieren zu können, wird nur durch Exnovation gelingen, also bewussten Verzicht, um Ressourcen für Neues zu schaffen. Dazu braucht es Beratung und Begleitung, Identifikation von Überlastungsgründen, Identifikation von Aufgabenfeldern, die aufgegeben werden sollen, Formate der Würdigung und Trauerbewältigung, Multiplikation von Exnovationswissen und Methodenkompetenz. 

Wer entscheidet? 

Über die Vergabe der Fördermittel entscheidet ein eigens eingerichtetes Begleitgremium. Ihm gehören Vertreterinnen und Vertreter des Landeskirchenamtes sowie verschiedener kirchengemeindlicher und kreiskirchlicher Arbeitsfelder an.  

Das Gremium prüft die eingereichten Anträge und legt der Kirchenleitung Vorschläge für die konkrete Förderung vor. Während der Laufzeit begleitet es die Projekte und dokumentiert ihre Erfahrungen, damit gewonnene Erkenntnisse auch anderen Bereichen der EKvW zugutekommen können.  

Jetzt für die neue Förderrunde bewerben! 

Bereits jetzt richtet sich der Blick auf die nächste Förderrunde im kommenden Jahr. Gemeinden, Kirchenkreise und Gestaltungsräume sind eingeladen, zukunftsweisende Ideen zu entwickeln und Projektskizzen vorzubereiten. Vorschläge für förderfähige Projekte können ab sofort bis zum 31. März 2027 über die Kreissynodalvorstände der Kirchenkreise eingereicht werden. 

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