Stiftung Creative Kirche sichert geschichtsträchtigen Standort an der Ruhrstraße (Witten).
Ein Haus für Musik. Ein Ort mit Zukunft
An der Ruhrstraße 48 beginnt ein neues Kapitel: Die gemeinnützige Stiftung Creative Kirche hat das Gebäude erworben und damit die langfristige Zukunft des Standorts als besonderen Bildungs- und Kulturort in Witten gesichert. „Schon heute ist hier eines der wichtigsten Zentren für christliche Musik in Deutschland“, sagt Martin Bartelworth, Vorstand der Creativen Kirche.
Seit 2016 schlägt an der Ruhrstraße 48 das kreative Herz der Stiftung: Konzerte, Veranstaltungen, Proben, Workshops und Gottesdienste finden dort statt. Auch die Evangelische Pop-Akademie und die Hochschule für Kirchenmusik haben an diesem Standort ihren Sitz. Das Gebäude blickt auf eine lange Geschichte zurück: 1865 als Villa erbaut, diente es zunächst als Wohnhaus, später als Hauptstelle der Sparkasse mit eigenem Tresorraum und schließlich als Stadtbücherei.
Den Kauf hatte nicht zuletzt eine groß angelegte Spendenaktion möglich gemacht. Fast 700 Spenden in nahezu allen Größenordnungen, darunter auch einige Zustiftungen, flossen an die Stiftung. Auch viele Menschen außerhalb von Witten beteiligten sich. Rund 1,5 Millionen Euro kamen so am Ende zusammen. „Wir sind dankbar für so viel Zuspruch“, betont Martin Bartelworth. Dies zeige die bundesweite Bedeutung des Standortes. Der Rest der Kaufsumme wird über ein Darlehen der Evangelischen Kirche von Westfalen finanziert.
Nun kann das Haus dauerhaft als Zentrum für christliche Popmusik, als Lernort für Musikerinnen und Musiker und als Zuhause für die Wittener Gemeinde der Creativen Kirche erhalten bleiben und dabei den Haushalt der Stiftung dauerhaft entlasten. Folgende Neuerungen möchte die Stiftung zeitnah umsetzen: Für mehr Begegnung soll der Ausbau des Bistros sorgen, geplant sind außerdem ein Raum der Stille und ein Jugendraum. Das Videostudio für den bundesweit ausgestrahlten Wohnzimmer-Gottesdienst auf Youtube wird im Vorraum der ehemaligen Schatzkammer einziehen.
Und noch eine weitere Immobilie gehört ab sofort zum Stiftungsvermögen: Auch das ehemalige „Kutscherhaus“ im Hof, die Ruhrstraße 46, konnte kurzfristig erworben werden. Eine lang ersehnte Möglichkeit, weitere dringend benötigte Übungsräume und kleinere Seminarräume zu schaffen. „Wir sind gekommen, um zu bleiben – Gott hat es gut gefügt”, so Martin Bartelworth.

