Zum Brandanschlag auf die Bergische Synagoge Wuppertal
„Antisemitismus widerspricht christlichem Selbstverständnis“
Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) ist erschüttert über den Brandanschlag auf die Bergische Synagoge in Wuppertal-Barmen am vergangenen Donnerstag, nur wenige Tage vor dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur. Wir sind dankbar, dass niemand verletzt wurde, und stehen an der Seite der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal.
„Dieser Brandanschlag ist für uns inakzeptabel und zutiefst böse“, erklärt Pfarrer Dr. Andar Parlindungan, Generalsekretär der VEM. „Als internationale christliche Gemeinschaft verurteilt die VEM jede Form von Antisemitismus und jeden Hass, der im Namen von Religion gerechtfertigt wird. Wir erwarten, dass dieser Angriff konsequent aufgeklärt und Gerechtigkeit gewährleistet wird. Unsere besondere Solidarität und unser Mitgefühl gelten den jüdischen Geschwistern in Wuppertal.“
Antisemitismus in jeder Form – ob religiös, politisch oder ideologisch motiviert – widerspricht zutiefst unserem christlichen Selbstverständnis und unserem Einsatz für ein friedliches, respektvolles Zusammenleben der Religionen. Als Mission mit einer historischen interreligiösen und interkulturellen Verbindung in Wuppertal ist es uns ein besonderes Anliegen, jüdisches Leben in unserer Stadt aktiv und dauerhaft zu unterstützen und dies nicht nur in Momenten der Betroffenheit.
Wir wünschen der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal Kraft und Zuversicht und laden alle, die sich der VEM verbunden fühlen, ein, die Solidarität mit unseren jüdischen Geschwistern nicht nur zu erklären, sondern zu leben, etwa durch Teilnahme an den öffentlichen Veranstaltungen der jüdischen Gemeinde.
Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) ist Mitglied in der Vereinten Evangelischen Mission. In dieser Eigenschaft veröffentlichen wir die Erklärung der VEM mit.
