Seelsorge - der Mensch steht im Mittelpunkt
Trost und Beistand

Seelsorge

Ein gutes Gespräch, ein offenes Ohr, eine liebevolle Geste, Zeit. Seelsorge hat viele Gesichter. Und doch eins immer gemeinsam: Der Mensch steht im Mittelpunkt.

Seelsorge ist eines der ureigenen Angebote der Kirche. Jede Christin und jeder Christ ist zur begleitenden Seelsorge im Sinne des Beistehens, Mittragens und des Sich-Einfühlens berufen und befähigt. Wir haben eine frohe Botschaft zu verkünden, können von Befreiung durch Jesus Christus sprechen und so Trost spenden und Perspektiven aufzeigen.

Evangelische Seelsorge und Beratung sind Angebote der persönlichen Begleitung in Glaubens- und Lebensfragen, in Krisen und Konflikten, in Schuld und Lebensangst, in Krankheit und Sterben, in Trauer und Neubeginn. Sie bietet psychologische und spirituelle Unterstützung an und erwächst aus dem Evangelium Jesu Christi und sieht den ganzen Menschen in seinen sozialen, spirituellen und materiellen Lebensbezügen.

Evangelische Seelsorge und Beratung ist offen für alle Menschen, unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu einer Kirche oder Religionsgemeinschaft. Sie unterliegt absoluter Vertraulichkeit und bietet neben der Möglichkeit zur Seelsorge in den Ortsgemeinden ein differenziertes Angebot von Beratungsstellen und besonderen Seelsorgediensten für die unterschiedlichen Lebenssituationen an.

Alten(heim)seelsorge

Menschen im Alter begleiten

Gott spricht: »Bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet.« (Jesaja 46,4) Evangelische Alten(heim)seelsorge will diese Zusage Gottes spürbar werden lassen.


Sie begleitet Menschen, deren Lebenssituation durch Alter, Krankheit und Pflegebedürftigkeit geprägt ist. Sie hat den diakonischen Auftrag, insbesondere Altenheimbewohnern, seelsorgliche Unterstützung und Orientierung anzubieten. Sie widerspricht der gesellschaftlichen Ausgrenzung alter, pflegebedürftiger und sterbender Menschen.

Die Alten(heim)seelsorge ist da für:

  • Alte und pflegebedürftige Menschen in Einrichtungen der Altenpflege
  • Angehörige und Betreuungspersonen
  • Mitarbeitende des Alten- und Pflegeheims – vor allem in seelsorglichen Fragen
  • Ehrenamtlich Mitarbeitende des Alten- und Pflegeheims

Die Alten(heim)seelsorge bietet an:

  • Regelmäßige Gottesdienste (Abendmahlsfeiern, Andachten, Segnungen, Gottesdienste für Menschen mit einer Demenz)
  • Seelsorgliche Gespräche
  • Beistand in Krankheit und Sterben
  • Besuche, insbesondere nach dem Einzug ins Altenheim, zu besonderen Anlässen und in Krisensituationen
  • Beratung (z. B. Umgang mit altersverwirrten Menschen)
  • Ausbildung und Begleitung von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen
  • Veranstaltungen zu ethischen Fragestellungen (z. B. Patientenverfügung, künstliche Ernährung)

In der Alten(heim)seelsorge engagieren sich:

  • Speziell in die Heime entsandte Pfarrerinnen und Pfarrer
  • Gemeindepfarrer und -pfarrerinnen
  • Diakoninnen und Diakone
  • Pfarrer und Pfarrerinnen im Ruhestand
  • Ehrenamtlich Mitarbeitende

Alle in der Alten(heim)seelsorge Tätigen sind im Alten(heim)seelsorge-Konvent in der EKvW zusammengeschlossen.

Ansprechperson


Pfarrer Olaf Kaiser
Seelsorge im Alter und in Einrichtungen der Altenpflege
Telefon: 02304-755 150 | E-Mail

Blinden- und Sehbehindertenseelsorge

Evangelische Blinden- und Sehbehindertenseelsorge in Westfalen

Wer nicht sieht, wird leicht übersehen.


Gottes „Ja“ zum Menschen ist ein umfassendes und bedingungsloses.
Jeder Mensch ist ein einzigartiges Geschöpf Gottes. Auch Behinderung ist ein Teil dieser Originalität. Niemand fällt aus dem Netzwerk der Liebe heraus. Jeder ist geschwisterliche Person.

„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.“
(1. Samuel 16,10)

Zu jedem Menschen stehen unsere Mitarbeitenden mit Nächstenliebe in Beziehung - auf der Grundlage dieses christlichen Menschenbildes arbeitet die Evangelische Blinden- und Sehbehindertenseelsorge in Westfalen und macht sich stark für ein „unbehindertes“ miteinander Leben.

Sie ist da für:

  • sehbehinderte und blinde Menschen
  • Angehörige und Assistenzen
  • Mitarbeitende von Institutionen – vor allem in seelsorglichen Fragen
  • ehrenamtlich Mitarbeitende in Gemeinden und darüber hinaus

Sie bietet an:

  • seelsorgliche Begleitung vor Ort
  • Begleitung und Unterstützung im Umgang mit der Behinderung
  • Beratung zu Hilfsmitteln
  • Beistand im täglichen Leben und  bei Verschlechterung des Sehvermögens
  • Gruppenaktivitäten in Form von regionalen Begegnungstreffen
  • Freizeiten
  • das Ev. Hörmagazin (kostenlos zu beziehen)
  • Seminare, Ausbildung und Begleitung von Assistenzen (Begleiterschulung)
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Unterstützung von Veranstaltungen im kirchlichen Raum
  • Erstellung oder Vermittlung behindertengerechter christlicher Literatur

Im Arbeitsbereich der Blinden- und Sehbehindertenseelsorge finden Sie:

Ansprechperson


Jörg Jahnke
Beauftragter für Blinden- und Sehbehindertenseelsorge im Zentrum Seelsorge
Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung
Iserlohner Str. 25
58239 Schwerte
Telefon: 02304 755-138 | E-Mail

Gefängnisseelsorge

»Ich habe im Gefängnis gesessen und ihr seid zu mir gekommen!«

Gefängnispfarrer und -pfarrerinnen geben Menschen, die zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden sind, die Möglichkeit, ihren christlichen Glauben lebendig zu halten, neu zu entdecken und Seelsorge in Anspruch zu nehmen.


Das Angebot der Gefängnisseelsorge ist darüber hinaus offen für Menschen anderer Religionen und jeder Herkunft. Zudem ist die Gefängnisseelsorge Ansprechpartnerin für die Bediensteten der Gefängnisse und engagiert sich für die Umsetzung eines menschenwürdigen Strafvollzugs.

Im Bereich der EKvW arbeiten in 18 Gefängnissen und einer Einrichtung für Ausreisepflichtige 18 Seelsorgerinnen und Seelsorger in Voll- und Teilzeitstellen. Zusammen mit allen anderen evangelischen Gefängnisseelsorgenden aller Landeskirchen bilden sie die Evangelische Konferenz für Gefängnisseelsorge in Deutschland.

Zu den Aufgaben der Gefängnisseelsorge gehören:

Seelsorgliche Gespräche


Unter der Voraussetzung, dass Gott keinen Menschen verloren gibt und Jesus sich auch den Menschen am Rande einer Gesellschaft liebevoll zugewendet hat, bieten wir den Inhaftierten auf Wunsch begleitende Seelsorge an. Menschen finden bei uns die Möglichkeit, sich unter dem Schutz der Schweigepflicht vertraulich auszusprechen. Manchmal wagt es jemand, seine Schuld und das Leid, das seine Opfer erlitten haben, erstmalig anzuschauen.

Gottesdienste und die Leitung geistlich geprägter Gruppen


Ein lebendiger Glaube braucht die gottesdienstliche Gemeinschaft, in der gebetet, gesungen und über biblische Texte nachgedacht wird. Die Kirchräume in den Gefängnissen ermöglichen es, durch ihre spirituelle Ausstrahlung, »eine andere Luft zu atmen«. Spirituell geprägte Gruppen werden von Gefangenen besucht, die ihre Erfahrungen teilen und eine intensivere Gemeinschaft erleben möchten.  Solche Gemeinschaftserfahrungen stärken die Gefangenen während der Haftzeit und fördern notwendige soziale Kompetenzen.

Familienarbeit


Durch die Inhaftierung eines Angehörigen kommt es vor, dass Lebenspartner voneinander getrennt werden und Kinder ohne einen Elternteil zurechtkommen müssen. Die Inhaftierung eines Familienmitgliedes ist schambesetzt und häufig isolieren sich die Betroffenen von Nachbarn, Arbeitskollegen und Freunden. Seelsorgliche Gespräche und Angebote, in denen der Kontakt zum inhaftierten Familienmitglied unterstützt  werden kann, stabilisieren die Familien in dieser schwierigen Zeit.

Seelsorge für Bedienstete der JVA und die Unterstützung der Institution Gefängnis


Seelsorgerinnen und Seelsorger haben für die Sorgen der Bediensteten offene Ohren. Die Bediensteten einer JVA sind häufig kritischen Situationen ausgesetzt, die im Nachhinein möglicherweise der seelsorglichen Begleitung bedürfen. In der Ausgestaltung eines menschlichen Strafvollzuges steht die Gefängnisseelsorge der Anstaltsleitung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der JVA beratend zur Seite.

Kontakt zu Kirchengemeinden und Kirchenkreis


Durch den Besuch der Kirchengemeinden vor Ort wird eine Brücke zwischen der Gefängnisgemeinde und den kirchlichen Gemeinden vor Ort geschlagen. Hinzu kommt die Begleitung christlich motivierter Einzelpersonen und Kontaktgruppen, die regelmäßig ehrenamtlich in die Gefängnisse kommen. Diese Verbindungen über die Gefängnisgrenzen hinweg, halten im Bewusstsein, dass der Umgang mit Straftätern und Straftäterinnen eine christliche und gesellschaftliche Herausforderung darstellt, die nicht ausschließlich an eine JVA abgegeben werden kann.

Ansprechperson


Pfarrerin Uta Klose
Dekanin für Seelsorge an JVAs
Belgische Str. 4
59457 Werl
Telefon: 02922 981 1306 | E-Mail

Gehörlosenseelsorge

Kirche in Gebärdensprache

Gottes Wort sehen und christliche Gemeinschaft in der eigenen Sprache erleben - das zu ermöglichen ist die Aufgabe der Gehörlosenseelsorge.

Kirche und Gebärdensprache

Gehörlosenseelsorge in der Evangelischen Kirche von Westfalen ist vor allem gebärdensprachliche Gemeindearbeit. Dazu gehören Gottesdienste genauso wie seelsorglich-diakonische Angebote, Bildungsarbeit und Ökumene. 
Die Gehörlosenseelsorge der Evangelischen Kirche von Westfalen lädt gebärdensprachlich kommunizierende Menschen ein, Kirche in ihrer ganzen Vielfalt zu erleben und aktiv mit zu gestalten.

Gebärdensprache ist eine vollwertige Sprache mit eigener Grammatik und einem umfangreichen Gebärdenwortschatz. Weltweit gibt es verschiedene nationale Gebärdensprachen mit regionalen Dialekten. Die Deutsche Gebärdensprache ist seit 2002 gesetzlich anerkannt.

Unsere Angebote in Gebärdensprache

  • Regelmäßige Gottesdienste in Gebärdensprache
  • Taufen, Konfirmationen, Trauungen, Beerdigungen gehörloser Menschen und auf Wunsch von deren Angehörigen 
  • Seelsorge und Beratung für gebärdensprachliche Menschen und deren Familien
  • Kirchlicher Unterricht, Erwachsenenbildung und gegebenenfalls Religionsunterricht 
  • Gemeindegruppen und Angebote für verschiedene Alters- und Zielgruppen auch in Kooperation mit Gehörlosenvereinen
  • Besondere Feste und Veranstaltungen auf regionaler und westfälischer Ebene, wie z.B. der Westfälische Gehörlosenkirchentag

Weitere Angebote

  • Informationen zur Gehörlosenseelsorge für hörende Gemeinden, Schulen und Einrichtungen (z.B. Frauenhilfe, Kirchlicher Unterricht, Krankenhaus)
  • inklusive Gottesdienste und Veranstaltungen in Laut- und Gebärdensprache
  • beratende Angebote für hörende Gemeinden
  • Kooperation mit Beratungsstellen und anderen Einrichtungen
  • Vermittlung von Gebärdensprachdolmetschenden für kirchliche Amtshandlungen in hörenden Gemeinden 

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Gehörlosenseelsorge in der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Ansprechpersonen
 

Chrsitian Schröder
Beauftragter für Gehörlosenseelsorge im Zentrum Seelsorge
Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung
Iserlohner Str. 25
58239 Schwerte
Telefon: 0571 6481106 | E-Mail

Martina Charbonnier

Sachbearbeitung
Telefon: 0521 594-259 | E-Mail

Krankenhausseelsorge

Menschen in Krankheit beistehen und begleiten

Im Krankenhaus geschehen lebensgeschichtliche Übergänge, die das Leben radikal verändern: Geboren werden und Sterben, schwere Krankheit und Genesung, Diagnosen und Verletzungen.


Krankenhausseelsorge hält das Bewusstsein der religiösen und existenziellen Dimension des Lebens gerade an diesem Ort wach. Seelsorge vertraut auf die Wirklichkeit Gottes. Sie hält seine Verborgenheit mit aus, bezeugt seine Nähe und hofft auf seine Gegenwart.

Die Seelsorgerinnen und Seelsorger begegnen und begleiten Menschen in Krisen, in Grenzsituationen und bei langen Aufenthalten. In Gesprächen und Gebeten, Ritualen und Gottesdiensten werden gemeinsam Lebensdeutung, Hoffnung und Trost gesucht.

Das Angebot der Seelsorge gilt nicht nur Mitgliedern der evangelischen Kirche, sondern allen Menschen im Krankenhaus: den Erkrankten, ihren Angehörigen und Zugehörigen sowie den Mitarbeitenden. So ist Seelsorge Botschafterin der Treue Gottes, der jeden Menschen sucht – unabhängig von seiner Lebens- und Glaubensgeschichte.

Umbrüche im Gesundheitswesen und der Wertewandel in unserer Gesellschaft sowie neue medizinische Möglichkeiten fordern die Seelsorgerinnen und Seelsorger zudem heraus, sich qualifiziert am Dialog der klinischen Ethik im Krankenhaus zu beteiligen. Bei Fragen der Therapiebegrenzung zum Beispiel kann Beratung mit allen Handelnden und Betroffenen zu ethisch verantworteten Entscheidungen beitragen.

»Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht.« (Matthäus 25,36)


Zahlreiche Geschichten der Bibel erzählen von kranken Menschen, viele von Heilung und Heil. Dabei geht es nie allein um körperliche Leiden, sondern immer auch um seelische Belastungen und soziale Einschränkungen. Menschen fragen nach dem Sinn des Lebens und nach Gott. Daher haben Christinnen und Christen schon immer die Sorge um die Seele und die Fürsorge für den Körper miteinander verbunden.

Im Bereich der Evangelischen Kirche von Westfalen arbeiten derzeit etwa 130 Frauen und Männer in der Krankenhausseelsorge. Zusammengeschlossen sind sie im »Konvent der Krankenhausseelsorge«.

Krankenhausseelsorge vor Ort


In fast allen Kliniken in Westfalen bestehen Angebote zur seelsorglichen Begleitung. Hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger arbeiten an vielen Orten mit Ehrenamtlichen zusammen. In der Regel wissen die Stationen, wie Kontakt zur Krankenhausseelsorge aufgenommen werden kann. Daneben weisen Plakate, Flyer und Internetauftritte auf die Angebote der Seelsorge hin.

Außerdem finden Sie auf den Internetseiten der Kirchenkreise Hinweise und Kontaktdaten der Pfarrerinnen und Pfarrer, die in der Evangelischen Kirche von Westfalen in der Krankenhausseelsorge arbeiten.

Ansprechpersonen


Pfarrerin Anja Franke
Beauftragte für Seelsorge im Gesundheitswesen im Zentrum Seelsorge
Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung
Iserlohner Str. 25
58239 Schwerte
Telefon: 02304 755-153 | E-Mail

Pfarrer Maximilian Dietrich
Klinikum Bielefeld-Mitte (Universitätsklinikum OWL)
Teutoburger Straße 50
33604 Bielefeld
Telefon: 0521 581-1186 | Mobil: 0171 8479410 | E-Mail

Militärseelsorge

Ein offenes Ohr für Soldatinnen und Soldaten

Militärpfarrerinnen und -pfarrer begleiten Soldatinnen und Soldaten in ihrem Dienst in der Bundeswehr. Sowohl im Alltag als auch bei Auslandseinsätzen.


Neue Kameraden, mit denen man auf wenig Raum zusammen leben muss. Vorgesetzte, die Befehle erteilen, denen die Soldatinnen und Soldaten gehorchen müssen. Lernen, wie man mit Waffen und manchem komplizierten Gerät umgeht. Übungen, Manöver und vielleicht sogar Einsätze in Krisengebieten – das alles und noch viel mehr erwartet Soldatinnen und Soldaten bei der  Bundeswehr.

Militärseelsorger haben ein offenes Ohr für Sorgen, die drücken. Wann immer etwas auf der Seele lastet – mit ihnen können Soldatinnen und Soldaten über alles reden; ihnen können sie sich anvertrauen, sie haben Zeit für sie.
Dabei können sie sicher sein: Nichts von dem, was dem Militärseelsorger anvertraut wird, wird weitererzählt.

Militärseelsorge ist Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt. Neben dem Seelsorgeangebot feiern die Militärseelsorgerinnen und -seelsorger Gottesdienste in der Gemeinschaft der Kameraden. Die Geistlichen arbeiten in den Bundeswehrliegenschaften. Dadurch pflegen sie den Kontakt zu ihren Gemeindegliedern während der Arbeitszeit und an deren Arbeitsplatz.

Ansprechperson
 

Winfried Moselewski

Militärpfarrämter im Bereich der EKvW
 

Ev. Militärpfarramt Unna

Militärpfarrer
Winfried Moselewski
Kamener Straße 93
Glückauf-Kaserne
59425 Unna
Telefon: 0173 8797303 | E-Mail

Ev. Militärpfarramt Münster

Militärpfarrerin
Daniela Fricke
Lützowstr. 1a
Lützowkaserne (Gebäude A 28)
48157 Münster
Telefon: 0251 9327-5050 | E-Mail

Weitere Militärpfarrer*innen aus Westfalen
 

Ev. Militärpfarramt Wunstorf

Militärpfarrer
Bernd Tiggemann
Zur Luftbrücke 1
Flugplatz Wunstorf (Gebäude 16)
31515 Wunstorf
Telefon: 05031 405-2870 | E-Mail

Ev. Militärpfarramt Bruchsal

Militärpfarrer
Hans-Jürgen Hoeppke
Eichelberg, Gebäude H
General Dr. Speidel Kaserne
76646 Bruchsal
Telefon: 07251 938-4266 | E-Mail

Ev. Militärpfarramt Leer

Militärpfarrer Ansbert Junk
Papenburger Str. 82
Evenburg-Kaserne (Gebäude 12, EG)
26789 Leer (Ostfriesland)
Telefon: 04421 68-5600 | E-Mail

Notfallseelsorge

An Grenzen begleiten

Notfallseelsorge ist »Grundbestandteil des Seelsorgeauftrags der Kirchen«. Sie ist die angemessene Organisationsform, um Menschen beistehen zu können, die plötzlich in eine Notlage gekommen sind, die ihr Leben nachhaltig verändern wird.


In allen Kirchenkreisen  der Evangelischen Kirche von Westfalen sind an den Rettungsleitstellen der Kreise und kreisfreien Städte Rufbereitschaften der Notfallseelsorge installiert.

365 Tage im Jahr und rund um die Uhr sind Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei alarmierbar.

Indikationen für die Begleitung von Betroffenen durch die Notfallseelsorge sind in erster Linie:

  • Tod im häuslichen Bereich
  • Überbringen einer Todesnachricht
  • Tod und schwere Verletzungen von Kindern
  • Unfälle
  • Brände
  • Suizid
  • Gewaltverbrechen

Die Beauftragten für Notfallseelsorge/Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst in den einzelnen Kirchenkreisen treffen sich regelmäßig in der Landeskonferenz, die die Ausrichtung der Arbeit reflektiert und bestimmt.

Für die Aufrechterhaltung und die Begleitung der Notfallseelsorge hat die EKvW fünf Regionalpfarrstellen eingerichtet.

Ansprechperson
 

Pfarrer Matthias Rausch
Beauftragter für Notfallseelsorge und Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst
Markgrafenstr. 7
33602 Bielefeld
Telefon: 0163 6927927 | E-Mail

Weitere Informationen

  • zur Ausbildung zu Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorgern
  • zur Praxis in der Notfallseelsorge
  • und zu Aufbau und bestehenden Systemen der Notfallseelsorge

erhalten Sie auf der Website der Notfallseelsorge in der EKvW.

Nachgefragt

Erste Hilfe für die Seele: Was Notfallseelsorge ist und welche Bedeutung sie für die evangelische Kirche von Westfalen hat, erläutert Pfarrerin Daniela Fricke.

Polizeiseelsorge

Kirchlicher Dienst in der Polizei

Haupt- und nebenamtliche Polizeipfarrerinnen und Polizeipfarrer engagieren sich aus vielfältige Weise in der Polizeiseelsorge.


Die Ausübung des staatlichen Gewaltmonopols durch die Polizei ist eine der sensibelsten gesellschaftlichen Schnittstellen zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und dem Staat. Nur wenige Institutionen dürfen und können auf gesetzlicher Grundlage so tief in unser Leben eingreifen wie die Polizei. Die damit übertragene Verantwortung für jede einzelne Polizistin und für jeden einzelnen Polizisten ist deswegen ebenso groß, wie die mit der Ausübung dieses Berufes häufig einhergehenden Belastungen im beruflichen, aber auch im privaten Bereich.

Aus diesem Grund engagieren sich haupt- und nebenamtliche Polizeipfarrerinnen und Polizeipfarrer in den Feldern Seelsorge, Spiritualität und Berufsethik auf vielfältige Weise in der Polizeiseelsorge der Evangelischen Kirche von Westfalen. Diese Arbeit wird durch den Beauftragten für den kirchlichen Dienst in der Polizei in Münster koordiniert und durch den landeskirchlichen Ausschuss für den Kirchlichen Dienst in der Polizei (AKDP) begleitet.

Eine enge Verzahnung mit den Kolleginnen und Kollegen der kirchlichen Arbeit in der Polizei der Evangelischen Kirche im Rheinland und mit den katholischen Polizeiseelsorgerinnen und –seelsorgern aus den Bistümern in NRW ist selbstverständlich.

Wichtige Tätigkeitsfelder in diesem Arbeitsbereich sind

  • Seelsorge und Beratungsgespräche in der Polizei
  • Begleitung in Krisensituationen
  • Vermittlung von Hilfsangeboten
  • Krisenintervention in Gruppen
  • Begleitung von Großeinsätzen
  • Begleitung in der täglichen Arbeit
  • Berufsethischer Unterricht in der Aus- und Fortbildung der Polizei
  • Bildungsangebote für Polizeibedienstete
  • Gottesdienste, Gesprächskreise und geistliche Angebote

Ansprechperson
 

Stephan Draheim
Polizeipfarrer
Beauftragter für den Kirchlichen Dienst in der Polizei der EKvW
Kleine Breikamp 11
48163 Münster
Telefon: 0172 7056722 | E-Mail | Website

Schulseelsorge

Menschen in der Schule begleiten

Evangelische Schulseelsorge bietet Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und allen in der Schule tätigen Menschen Begleitung, Orientierung und Stärkung an.


Dazu gehören unterschiedliche Bereiche:

  • in kleinen und großen Krisen da sein, zuhören und Gespräche führen;
  • im Lebensraum Schule Räume für religiöse und spirituelle Erfahrungen öffnen;
  • das Schulleben gestalten mit dem Ziel einer menschenfreundlichen Schule.

Ansprechperson
 

Pfarrer Wolfram Bensberg
Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung
Iserlohner Str. 25
58239 Schwerte
E-Mail

weitere Ansprechpersonen und Infos

Telefon-Seelsorge

Sorgen kann man teilen

Probleme und Krisen können Menschen in jeder Lebensphase treffen. Manchmal bereiten sie kleine Sorgen, die nach einigen Tagen schon nicht mehr so belastend sind. Manchmal erscheinen Probleme jedoch erdrückend und ausweglos.


Die Schwierigkeiten, die im Leben begegnen können, sind vielfältig: Probleme mit der Partnerin oder dem Partner, Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz, Arbeitsplatzverlust, Sucht, Krankheit, Einsamkeit oder Sinn- und spirituelle Krisen. Solche Ereignisse und Verletzungen bringen Menschen oft an ihre Grenzen. Der eine oder die andere fühlt sich dann mit den Problemen alleine gelassen: Es ist keine gute Freundin oder kein guter Freund zur Stelle, dem sie ihre Probleme anvertrauen können. Oder sie möchten eine vertraute Person nicht mit den eigenen Sorgen belasten.

Sorgen kann man teilen


Zum Glück kann man Sorgen teilen. Zum Beispiel mit der TelefonSeelsorge. Ein Gespräch hilft in schwierigen Lebenssituationen oft weiter. Manchmal genügt es bereits, die Probleme erst einmal in Worte zu fassen und sie verlieren alleine dadurch schon ihren Schrecken. Oder im Austausch entwickeln sich neue Perspektiven.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TelefonSeelsorge haben ein offenes Ohr für Ihre Sorgen. Und sie können mit Informationen und Kontaktdaten von Beratungsstellen vor Ort weiterhelfen.

Anonyme Nähe


Das Beratungsangebot der TelefonSeelsorge - am Telefon, per Mail und Chat – schafft die nötige persönliche Nähe, um sich mit seinem Anliegen jemandem zu öffnen. Und gleichzeitig die Distanz, die manchmal nötig ist, um sich jemandem anzuvertrauen. Der Anruf bei der TelefonSeelsorge ist vertraulich und bleibt anonym.

Seelsorge und Beratung mit Kompetenz


Inzwischen hat sich die TelefonSeelsorge zu einer bundesweiten Organisation entwickelt, deren Gesprächsangebot alle Facetten des Lebens umfasst. Die bundesweit über 7.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden sorgfältig auf ihre Tätigkeit am Telefon vorbereitet: Sie haben in einer qualifizierten Ausbildung gelernt zuzuhören, mit anderen ins Gespräch zu kommen und offen für alle Themen zu sein.

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter üben diese Aufgabe auch über lange Jahre aus und empfinden es als Bereicherung, Anruferinnen und Anrufern in ihren Problemen und Krisen beizustehen. In Zusammenarbeit mit hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen machen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die TelefonSeelsorge zu einem einzigartigen und professionellen Netzwerk von über 100 regionalen TelefonSeelsorgestellen.

Rund um die Uhr


Ob alt oder jung, ob Berufstätiger, Hausfrau, Auszubildende oder Rentner, ob evangelisch, katholisch, Angehörige einer anderen Glaubensgemeinschaft oder ohne Kirchenzugehörigkeit – die TelefonSeelsorge ist für jeden da.

Mehr als zwei Millionen Gespräche werden bei der TelefonSeelsorge bundesweit jedes Jahr geführt. Kostenfrei und rund um die Uhr. Denn Sorgen wiegen schwer und sie richten sich nicht nach Tages- oder Öffnungszeiten. Da ist es gut, wenn auch mitten in der Nacht jemand ein offenes Ohr hat. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sich ihrer verantwortungsvollen Aufgabe bewusst und nehmen Ihren Anruf ernst - egal ob um acht Uhr morgens oder um Mitternacht.

Ansprechperson
 

Pfarrerin Angela Kessler-Weinrich

Hier finden Sie alle TelefonSeelsorge-Stellen in Westfalen auf einen Blick.

Kontakt per Telefon

0800 111 0 111
0800 111 0 222

Die TelefonSeelsorge wird von der Telekom unterstützt. Ihr Anruf ist kostenfrei

weitere Kontaktmöglichkeiten

Zentrum Seelsorge

Das Zentrum Seelsorge der EKvW

Die Evangelische Kirche von Westfalen hat zum 1. August 2022 im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung ein Zentrum Seelsorge gegründet. Dessen Aufgaben sind wie folgt beschrieben:


„Seelsorge als ,Kernkompetenz und Kernauftrag der evangelischen Kirche‘ bedarf einer beständigen Reflexion und Weiterentwicklung. Diesen Auftrag nimmt das Zentrum Seelsorge wahr, indem es die Fülle der Felder und Formen von Seelsorge in der gesamten Landeskirche in den Blick nimmt.

Es gewährleistet die Begleitung, Vernetzung und Beratung der seelsorglich Tätigen und der für die Rahmenbedingungen seelsorglichen Handelns Verantwortlichen.

Es arbeitet an der Weiterentwicklung der Seelsorge in Praxis und Theorie sowie an der Profilierung der Seelsorge im Bereich der EKvW und an der Qualitätssicherung in den unterschiedlichen Seelsorgefeldern. Damit gehören die Kommunikation, Kooperation und Kon­zeptentwicklung für die jeweiligen Seelsorgebereiche, die Beratung der Kirchenkreise und Kirchengemeinden sowie die spezifische Seelsorgefort- und -weiterbildung ebenfalls zu den Aufgaben des Zentrums.

Das Zentrum Seelsorge berät Gremien und mit Seelsorge beauftragte Personen darin, seelsorgliche Angebote auch in Zeiten struktureller Veränderungsprozesse erkennbar und konzeptionell verankert zu gewährleisten. Es stellt sein Fachwissen und seine Kenntnis von Modellen guter Praxis zur Verfügung und bietet die Moderation von Klärungs- und Veränderungsprozessen an.

Die Mitarbeitenden im Zentrum Seelsorge beraten bei notwendigen Strukturreformen in allen Bereichen der Seelsorge. Dabei nehmen sie besonders die Ressourcen in den Blick, die sich sowohl innerhalb der Kirchenkreise/Gestaltungsräume/Regionen als auch durch die Kooperation mit ökumenischen, diakonischen oder kommunalen Partnern ergeben.

Sie beraten die Kirchenkreise bezüglich der Refinanzierung seelsorglicher Angebote und koordinieren die Verhandlungen mit überregionalen Partnern/Trägern.

Sie unterstützen bei der Gewinnung und Qualifizierung von ehrenamtlich Mitarbeitenden und bei der Fortbildung von beruflich in der Seelsorge.

Weitere Infos und Ansprechpersonen

Ihr Ansprechpartner:
Ralf Radix

 Ralf  Radix

Pfarrer/Theol. Referent für Seelsorge und Beratung
Landeskirchenamt

Altstädter Kirchplatz 5
33602 Bielefeld

Telefon: 0521 594-106
Mobil: 0151 21 59 40 43

Kontakt per E-Mail
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Beratungsangebote der Diakonie

Wenn Sie Hilfe suchen, können Sie sich auch an die Beratungsstellen der Diakonie wenden. Über 2.000 gibt es davon. Auch in Ihrer Nähe.

Weiter zur Diakonie

Seelsorge und Beratung in den Kirchenkreisen der EKvW

Die Kirchenkreise der EKvW bieten verschiedenste Möglichkeiten der Seelsorge. An dieser Stelle finden Sie einen schnellen Zugang zu den verschiedensten Möglichkeiten der Seelsorge in Ihrem Kirchenkreis. 

IAFW