Online-Veranstaltungsreihe zum neuen EKD-Gleichstellungsatlas
Wer führt? Frauen* in kirchlichen Leitungspositionen
Im März ist der 2. Gleichstellungsatlas der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) erschienen und offenbart, wo es in der Gleichstellung noch Defizite gibt und wo Chancen genutzt und wo bisher liegen gelassen wurden. Im Vorwort des Gleichstellungsatlas schreibt Bischöfin Kirsten Fehrs dazu: „Die neu vorgelegten Zahlen und Fakten bieten […] eine gute Grundlage – und sollten als Ansporn verstanden werden, im Engagement für mehr Geschlechtergerechtigkeit auf keinen Fall nachzulassen.“
Die neue Veranstaltungsreihe „Atlas2go“ fußt auf dem Atlas und arbeitet die speziellen Erkenntnisse über die Gleichstellung heraus. An drei Online-Terminen wird zu einem jeweils zentralen Aspekt des Atlasses debattiert. Es wird um Frauen* in Leitung, Männer* und Gleichstellung und dem neu im Gleichstellungsatlas berücksichtigten Berufsfeld der Kirchenmusik gehen. Nicole Richter ist die Gleichstellungsbeauftragte der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und moderiert gemeinsam mit Dr. Kathrin Wahnschaffe-Waldhoff die digitale Veranstaltungsreihe, die in Kooperation mit der Konferenz der Genderreferate und Gleichstellungsstellen in den Gliedkirchen der EKD sowie dem EKD-Studienzentrum für Genderfragen durchgeführt wird.
Am 1. Oktober widmet sich die Veranstaltung „Atlas2Go“ von 15 bis 17 Uhr der Fragestellung „Wer führt? Frauen* in kirchlichen Leitungspositionen“. 2015 zum Erscheinen des ersten EKD-Gleichstellungsatlas kreisten die Diskussionen besonders um die Tatsache, dass Frauen in kirchlichen Leitungspositionen – vor allem auf mittlerer Führungsebene – stark unterpräsentiert waren. Anhand der neuen Datenlage stellt sich die Frage: Was hat sich in den vergangenen zehn Jahren getan? Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um den Anteil von Frauen zu erhöhen? Wie hat sich etwa das Modell des geteilten Leitungsamtes bewährt? Und wie erleben Frauen* heute ihre Rolle in kirchlicher Leitung und den Weg dorthin – im Haupt- und im Ehrenamt?
Für die EKvW kann festgehalten werden, dass der Frauenanteil in vielen Bereichen unter dem EKD-weiten Schnitt liegt. Dies zeigt sich besonders in der Gemeindeleitung, an der Synoden-Beteiligung, im Pfarramt und der hauptamtlichen Kirchenmusik. In der EKvW arbeiten überdurchschnittlich viele Frauen, der Anteil von 81 Prozent liegt damit nochmals über dem EKD-Schnitt von 78 Prozent. Auch die Vollzeitstellen, die Frauen innehaben, liegen über dem EKD-Schnitt. Der Frauenanteil unter Theologiestudierenden und Vikar*innen ist in Westfalen auf 58 Prozent angestiegen. Dies hat eine zukünftig weiblichere Pfarrgeneration zur Folge.
Die Evangelische Kirche ist unterwegs. Veranstaltungen wie „Atlas2go“ mit den verbundenen Diskussionen und formulierten Zielen wollen helfen, die Gleichstellung der Geschlechter weiter voranzutreiben.
Zur Anmeldung.
