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Manuel Schilling wird neuer Superintendent im Kirchenkreis Soest-Arnsberg

Pfarrer aus Minden bei Wahlsynode in Meschede gewählt

Am Ende war es überraschend deutlich: Mit 98 zu 36 Stimmen hat Dr. Manuel Schilling, Pfarrer aus Minden, die Wahl zum Superintendenten im Kirchenkreis Soest-Arnsberg für sich entscheiden können. Auf Dr. Christian Klein entfielen lediglich 36 Stimmen im ersten Wahlgang. Eine von vielen erwartete Stichwahl wurde somit nicht nötig, da Schilling die absolute Mehrheit von 79 Stimmen der 156 Wahlberechtigten mühelos erreichte.

„Ich hätte nie gedacht, dass dieser Moment mal kommen könnte; so eine öffentliche Rolle hatte ich mir eigentlich nie zugetraut“, formulierte ein sichtlich bewegter Gewinner nach der Wahl. Noch nach der öffentlichen Vorstellung in der Johanneskirche am vergangenen Freitag, so Schilling (52 Jahre), hätten ihn Zweifel geplagt, ob er den großen Anforderungen dieser Aufgabe gerecht werden könne: „Aber ein Freund hat dann zu mir gesagt, ,Du hast Dich auf den Tiger gesetzt, jetzt musst Du ihn auch reiten‘.“

Zuvor hatten beide Kandidaten noch einmal jeweils etwa fünfzehn Minuten Zeit gehabt, für sich zu werben. Schilling nahm die Synode dabei mit auf eine imaginäre Reise durch den Kirchenkreis und zeigte sich dabei erstaunlich gut und detailgenau informiert. Er begann in der Wiesenkirche, setzte sie zur Lippstädter Marienkirche fort und beendete diese Rundreise nach einem Halt in der Arnsberger Auferstehungskirche schließlich auf der „Baustelle Lukaskirche“ in Sundern: „Die möchte ich gerne als ihr Superintendent miteinweihen.“

In seinen kurzen Statements wiederholte er noch einmal, dass Kirche in wichtigen gesellschaftspolitischen Fragen klar Stellung beziehen müsse. Und dass diese Rolle in Zukunft noch wichtiger werde.

Zu Beginn der Wahlsynode hatte Vizepräsident Ulf Schlüter ein Grußwort der Landeskirche überbracht und noch einmal auf die Besonderheit verwiesen, dass in diesem Jahr in zwölf von 27 Kirchenkreisen eine neue Superintendentin bzw. ein neuer Superintendent gewählt werden: „Sie alle werden Schlüsselfiguren der kirchlichen Entwicklung werden.“

Für Dieter Tometten war es nach achteinhalb Jahren die letzte Synode. Thomas Gano dankte ihm im Namen des Kreissynodalvorstandes für seine „Visionen und klaren Vorstellungen“: „Sie haben im Kirchenkreis mit einer oft bewundernswerten Ruhe und Gelassenheit eine ganze Menge auf den Weg gebracht.“
Die Amtszeit von Tometten endet am 31. Mai. Am 5. Juni wird Dr. Manuel Schilling dann in der Wiesenkirche als sein Nachfolger eingeführt. Gleichzeitig wird Präses Annette Kurschus an diesem Tag Tometten entpflichten.

 

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