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Antisemitische Gewalttaten „Angriffe auf unseren gesellschaftlichen Frieden“

Kurschus: Segenswünsche zum jüdischen Neujahrsfest

MedienInfo 66/2019
 

Zum jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana (29.9.-1.10.) hat Präses Dr. h. c. Annette Kurschus die jüdischen Gemeinden in Westfalen ihrer Verbundenheit und Solidarität versichert.

„Wir wenden uns ausdrücklich gegen alle Formen judenfeindlicher Haltungen. Wer Einzelne oder ganze Gruppen rassistisch diffamiert und Stimmungsmache betreibt, handelt gegen unser Grundgesetz“, schreibt die leitende Theologin im Namen der Evangelischen Kirche von Westfalen dem Vorsitzenden des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe, Zwi Rappoport (Dortmund).

Zu Recht fühlten sich viele Jüdinnen und Juden als selbstverständlicher Teil der Gesellschaft in Deutschland, doch ihnen fehle das Gefühl von Sicherheit und die Möglichkeit, ihre Religion frei ausüben zu können. Antisemitische Gewalttaten seien „Angriffe auf unseren gesellschaftlichen Frieden“.

Die Verbundenheit und der intensive Austausch mit jüdischen Gemeinden gehören für die Präses zur Identität der evangelischen Kirche: „Hier geht es um die Wurzeln auch unseres christlichen Glaubens.  Wir freuen uns, wenn wir jüdisches Leben, jüdische Kultur und jüdischen Glauben in unserer Nachbarschaft miterleben können.

Das jüdische Neujahrsfest erinnert an den Bund, den Gott mit seinem auserwählten Volk geschlossen hat. Im Gedenken daran sollen sich Menschen vom Bösen abwenden und nach Gottes guter Weisung handeln. Kurschus: „Dabei vertrauen wir gemeinsam auf Gott, der uns jedes Jahr täglich neu darin stärkt. Gerade in diesen zerrissenen Zeiten wünsche ich Ihnen und uns allen solches Gottvertrauen.“

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