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Kurschus: Solidarität mit Evangelisch-Lutherischer Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land

„Israels Annexionspläne gefährden den Frieden“

Die Pläne der Regierung Israels zur Annexion großer Teile Palästinas gefährden nach Überzeugung von Präses Annette Kurschus den Frieden, den Wohlstand und die Entwicklung der Gesellschaften im Nahen Osten. Das hat die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) in einem Brief an Bischof Sani Ibrahim Azar (Jerusalem) geschrieben. Kurschus bestärkte damit die Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (ELCJHL) in ihrem Einsatz für einen gerechten Frieden zwischen Palästina und Israel.

Präses Kurschus dankte Bischof Azar und seiner Kirche für ihre Beharrlichkeit auf diesem schwierigen Weg. „Besorgt nehmen wir wahr, dass das Ziel eines gerechten Friedens noch lange nicht greifbar ist“, schrieb Kurschus, die auch stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Sie versprach, „unseren Einfluss in Politik und Gesellschaft zur Geltung zu bringen“. Im vergangenen Jahr hatten Mitglieder des Landtags von NRW auf Einladung der evangelischen Landeskirchen auf einer gemeinsamen Reise Israel und Palästina besucht und sich als politische Multiplikatoren ein Bild von der Situation gemacht.

Annette Kurschus bekräftigte in dem Brief die Position der Evangelischen Mittelost-Kommission der EKD. Demnach wäre eine Annexion palästinensischer Gebiete ein Verstoß gegen das Völkerrecht, die den „radikalen Positionen in Israel und Palästina zuarbeiten“ und die Gewalt neu aufflammen lassen würde. Zudem würden die Chancen auf eine Zweistaatenlösung durch das einseitige Vorgehen weiterhin minimiert. Grundlage dieser Position ist die „doppelte Verbundenheit mit den Menschen in Israel und Palästina.“

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