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Großes Bündnis mobilisiert zu über 400 Demonstrationen am 20. September

Gemeinsam für den Klimaschutz

MedienInfo 58/2019
 

Fridays for Future ruft für den kommenden Freitag, 20. September, zu weltweiten Protestaktionen auf. In hunderten Städten werden Menschen ihren Alltag unterbrechen, um an den Demonstrationen teilzunehmen. Ziel sind sofortige Maßnahmen für einen gerechten und wirksamen Klimaschutz.

Bundesweit sind über 400 Demonstrationen geplant, täglich kommen weitere hinzu. Auch im Bereich der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) wird es zahlreiche Aktionen geben. Dahinter steht ein breites Bündnis aus mehr als 200 Organisationen: Umwelt-, Wohlfahrts-, Kultur- und Entwicklungsverbände, Kirchen, Klimaschutzinitiativen, soziale Bewegungen wie auch Unternehmen und Gewerkschaften.

Präses Annette Kurschus: Gottes Verheißung beflügelt uns zu tatkräftigem Einsatz

Gemeinsam mobilisiert das Unterstützer-Bündnis zur Teilnahme. Bei einer Pressekonferenz am Montag (16.9.) in Berlin sagte Dr. h. c. Annette Kurschus, Präses der EKvW: „Wir sind Teil der Schöpfung Gottes und mitverantwortlich, sie zu bewahren.“ Noch konsequenter als bisher werde sich die EKvW für den Klimaschutz einsetzen, so die leitende Theologin. Die Erde sei den Menschen anvertraut. „Sie gehört nicht uns und sie gehört erst recht nicht unserer Generation. Als Christen glauben wir: Gott hat es anders vor mit dieser Welt. Wir hoffen auf eine Welt, auf der Frieden und Gerechtigkeit wohnen. Gott will, dass alle genug haben und nicht nur einige. Und dass alle gut leben und nicht nur wir. Diese Verheißung beflügelt uns zum tatkräftigen Einsatz für die bedrohte Schöpfung. Gemeinsam mit vielen anderen. Damit auch künftige Generationen weltweit in Würde leben können.“ Präses Kurschus hat die Gemeinden und Kirchenkreise der Evangelischen Kirche von Westfalen dazu aufgerufen, am 20. September an den Aktionen zum Schutz des Klimas teilzunehmen. In ganz Deutschland werden in vielen Kirchen die Glocken zu Gebet und Besinnung läuten. Kurschus: „Das Gebet ersetzt keine politische Tat, aber es ist durch nichts zu ersetzen. Beides gehört zusammen: Beten und Handeln.“ Am Freitag werde es um eine bundesweit wahrnehmbare Unterbrechung des Alltags gehen: „Menschen lassen sich unterbrechen, ändern ihre geplanten Termine, um an Demonstrationen, Andachten, Gottesdiensten, Kundgebungen und anderem mehr teilzunehmen. Das wird hier und da unbequem werden, weil es den gewohnten Ablauf stört. Ein Zeichen, das auffallen soll und uns irritierend heilsam bei unserer Verantwortung behaftet.“

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