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12 Jahre Attendorner Adventskranz: Tradition & Spendenaktion für bedürftige Kinder

Erste Kerze am Attendorner Wichern-Adventskranz angezündet

Die Hansestadt Attendorn im Advent, das ist schon seit 2008 etwas Besonderes: Seit nunmehr zwölf Jahren wird zum 1. Advent vor der evangelischen Erlöserkirche ein riesiger „Wichern-Adventskranz“ errichtet. Traditionsgemäß wird die erste Kerze an dem vier Meter breiten und 70 cm dicken Kranz nach dem Gottesdienst angezündet.

Pfarrer Andreas Schliebener wies bei seiner Begrüßung der Gemeinde zu Beginn des Festgottesdienstes darauf hin, dass sich 2019 die „Erfindung“ des Adventskranzes zum 180. Male jähre. Der Initiator des Kranzes in Attendorn erklärte auch, dass es sich bei dem Kranz vor der Kirche nicht um einen evangelischen, sondern um einen ökumenischen Kranz handele. Zahlreiche Firmen, Unternehmer und Handwerker sowie Karnevalswagenbauer hätten wie in den vergangenen Jahren ohne Rücksicht auf die Konfession zum Gelingen beigetragen.

Die Idee sei ihm im Jahre 2008 gekommen, als die Evangelische Kirche von Westfalen mit der Kampagne „Lasst uns nicht hängen“ auf die weltweite Kinderarmut hinweisen wollte. Und so verband er den Adventskranz mit einer Spendenaktion, die inzwischen über 4.000 Euro erbracht hat, um bedürftige Kinder und Familien in der Hansestadt mit Schulmaterial zu versorgen.

Anlässlich des 180. Geburtstages des Wichernkranzes ließ es sich die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, nicht nehmen, in Attendorn die Festpredigt zu halten und anschließend die erste Kerze am Kranz zum Leuchten zu bringen. Ausdrücklich dankte sie der Attendorner Gemeinde dafür, dass sie in jedem Jahr die Aktion aus 2008 mit dem Wichern-Adventskranz wiederhole und somit immer wieder auf die Armut von Kindern aufmerksam mache. Die Präses, die sich während ihrer Predigt auch ausdrücklich als Fan des Wichernkranzes outete, erhielt als Gastgeschenk – zu ihrer Überraschung und großen Freude – einen Wichern-Adventskranz vom Vorsitzenden des Presbyteriums Wolfgang Dröpper und Pfarrer Andreas Schliebener überreicht. Für ihr Dienstbüro, damit ihr das Entzünden der ersten Kerze am Adventskranz in Attendorn in Erinnerung bliebe.

 

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