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Evangelischer Sender „Radio Paradiso“ für NRW

Was „paradiesisches“ auf die Ohren

Das Jahr fängt ja gut an: Auf dem Radiomarkt von Nordrhein-Westfalen herrscht Aufbruchsstimmung – und evangelische Kirche ist mittendrin: „Radio Paradiso NRW” heißt der neue Sender, der seit Ende letzten Jahres rund um die Uhr zu hören ist.

An dem gemeinnützigen Radiosender beteiligen sich neben dem Evangelischen Presseverband für Westfalen und Lippe (EPWL) auch die Stiftung Bethel und „Paradiso Berlin“, ein Sender, der seit vielen Jahren auf UKW erfolgreich sendet.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit Radio Paradiso NRW nun einen eigenen evangelischen Radiosender an den Start gebracht haben“, sagt Bernd Becker als Vorstand des EPWL: „Zu unseren Aufgaben gehört die Verkündigung auf den Gebieten der Presse, des Rundfunks, des Buches und der digitalen Medien.“ Radio Paradiso sei damit eine perfekte Ergänzung etwa zu den Angeboten von „Unsere Kirche“ oder den Büchern des Luther-Verlags. Auch die Stiftung Bethel ist bei der Radiogesellschaft mit im Boot. „Für Bethel bietet sich hier die einmalige Chance, unsere diakonische Botschaft Für Menschen da sein im wahrsten Sinne des Wortes aussenden zu können. Wir sind sehr glücklich, dass wir den Zuschlag bekommen haben“, sagt Bethels Pressesprecher Johann Vollmer.

Die drei Radio-Partner haben sich christliche Werte wie Nächstenliebe und Toleranz auf die Fahne geschrieben. Einige Pfarrerinnen aus Bethel wollen künftig zudem einen wöchentlichen Geistesblitz beisteuern, darunter Ulrich Pohl und Johanna Will- Armstrong. Ebenfalls ist geplant, Inhalte von UK und epd sowie kirchliche Beiträge aus den verschiedenen Regionen in Westfalen, Lippe und im Rheinland zu produzieren. „Wir werden nach und nach weitere spannende Formate entwickeln“, so die beiden Geschäftsführer Johann Vollmer und Bernd Becker. Schon jetzt gehören Nachrichten, Wetterbericht, stündliche „Gedanken zum Auftanken“ sowie regionale Beiträge aus NRW fest zum Programm.
Ganz neu ist im Januar das Format „Alles außer Fußball“ mit dem früheren WDR-Sportreporter Manni Breuckmann. Die eineinhalbminütigen Beiträge sind montags, mittwochs und freitags zu hören.

Neben den Wortbeiträgen spielt Radio Paradiso NRW vor allem viel Musik. Gesendet werden Hits aus den 80er Jahren bis heute, plus die sogenannten „Paradiso-Klassiker“ aus früheren Jahrzehnten. Soft-AC nennt sich dieses Musikformat, das entspannte Abwechslung zum hektischen Alltag bringt.

Ausgestrahlt wird „Paradiso NRW“ landesweit über DAB+  und weltweit per Internet. Im Internetradio findet man den Sender am einfachsten über den Suchbegriff „Paradiso". Im Auto gibt es das Programm über DAB+ in der Senderliste „Mein NRW“.

Hintergrund

Im Frühjahr hatte die Landesmedienanstalt NRW die letzten freien 16 digitalen Sendeplätze im Land an private Anbieter vergeben. Neben bekannten kommerziellen Radioanbietern wie Radio Energy, Antenne und Kiss FM ist Radio Paradiso NRW dabei das einzige gemeinnützige Projekt.

Die englische Abkürzung DAB+ bedeutet „Digitale Audioübertragung“ und wird perspektivisch das bisher gängige UKW ablösen. Bereits seit Ende 2020 müssen alle Radios in Neuwagen digitales Radio empfangen können.

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