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Sadrack Djiokou als Pfarrer in Altena eingeführt / Erster Theologe einer Partnerkirche hat Gemeindepfarrstelle inne

Von Kamerun nach Altena

Aufgewachsen ist er in Kamerun. Studiert hat er in Yaoundé, der Hauptstadt, in der mit 2,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern knapp zehn Prozent der Bevölkerung des zentralafrikanischen Landes leben. Jetzt ist Sadrack Djiokou Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Altena, zu der knapp 4.000 Gemeindeglieder gehören. Doktor Sadrack Djiokou, um genau zu sein. Denn im vergangenen Jahr hat er an der Ruhr-Universität in Bochum promoviert.

Am Sonntag, 1. März, ist er von Superintendentin Martina Espelöer (Kirchenkreis Iserlohn) und Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller (Mitglied der Kirchenleitung der westfälischen Landeskirche) in einem Festgottesdienst in sein neues Amt eingeführt worden.

Und das ist tatsächlich eine Premiere: Djiokou ist der erste Theologe aus einer Partnerkirche, der eine Gemeindepfarrstelle in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) innehat. So war die Freude nicht nur bei ihm selbst, sondern auch bei Dr. Ulrich Möller, der zugleich Ökumenedezernent der EKvW ist, groß: „Das ist eine Riesenchance für die Kirchengemeinde Altena, die ab sofort und jeden Tag mit afrikanischem Lebensgefühl konfrontiert ist. Und es ist ein Schub für die Ökumene in Westfalen. Aus einer partnerschaftlichen Verbundenheit ist entschlossenes Handeln geworden, das Verbindlichkeit schafft und weit über gegenseitige Besuche hinausgeht.“ 

Zum Thema seiner Predigt machte Pfarrer Sadrack Djiokou die Jahreslosung aus dem Markus-Evangelium: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben“. Der Mensch stehe beim Glauben im Mittelpunkt. Nicht sinkende Gemeindegliederzahlen. Und nicht knapper werdende Finanzen. Djiokou warb: „Der Glaube öffnet uns für Dinge, die wir mit Wissen alleine nicht erreichen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Kirchengemeinde zum Empfang ins benachbarte Lutherhaus ein. Altenas Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein verband mit dem Dienstantritt des Theologen aus dem Kamerun sogar die Hoffnung, dass sich darüber eine Partnerschaft zu einem Ort auf dem afrikanischen Kontinent aufbauen lasse.

Djiokou, Jahrgang 1967, ist verheiratet und hat fünf Töchter. Nach dem Studium der Theologie und Philosophie war er seit 2002 als Pfarrer im damaligen Kirchenkreis Soest und als Gastdozent im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Evangelischen Kirche von Westfalen tätig. 

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