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Birger-Forell-Sekundarschule in Espelkamp ist „Verbraucherschule in Gold“

Verantwortungsbewusste Konsumentscheidungen treffen

An der Birger-Forell-Sekundarschule in Espelkamp lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur lesen, schreiben und rechnen. Die evangelische Schule unterstützt sie auch darin, mündige und verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger zu werden und bewusste Entscheidungen zu treffen. Unter anderem: Konsumentscheidungen. Dafür hat die Schule in Trägerschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen nun eine „vergoldete“ Auszeichnung aus den Händen der Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, Christiane Lambrecht, erhalten.

Auf dem Lehrplan der Birger-Forell-Sekundarschule steht schon lange sehr viel mehr als graue Theorie. Auch praktisches Alltagswissen ist fest verankert; dazu gehört auch die sogenannte Verbraucherbildung. Das hört sich sperrig an, doch verbergen sich dahinter so lebenspraktische Dinge wie der Umgang mit Geld, Online-Banking und Kredit, gesunde Ernährung, sicher online unterwegs sein oder umwelt- und klimabewusstes Verhalten. Kurz: Dinge die, im täglichen Leben der Jugendlichen eine Rolle spielen.

Dafür hat die Birger-Forell-Sekundarschule Anfang Februar in Berlin die Auszeichnung „Verbraucherschule in Gold“ erhalten. Mit der Urkunde werden Schulen ausgezeichnet, die sich intensiv mit Verbraucherschutz auseinandersetzen und Maßnahmen zur Vermittlung von Alltagskompetenzen in den Themenbereichen Finanzen, Ernährung, Medien und nachhaltiger Konsum umsetzen. 57 Schulen hatten sich beworben, 27 bekamen die Bestnote, unter ihnen die Birger-Forell-Sekundarschule.

„...Schülerinnen und Schüler auf späteres Leben vorbereiten“

Viele Konsumentscheidungen würden unbewusst und überstürzt getroffen, erklärt dazu Schulleiterin Anja Buhrmann. Dabei beeinflussten Kommunikation, Werbung und Verkaufspraktiken die Schülerinnen und Schüler stark. „Häufig haben diese Entscheidungen ökonomische, soziale und ökologische Folgen für sie selbst und für die Umwelt, die die Schülerinnen und Schüler noch nicht überschauen können. Wir, als evangelische Schule, sehen unseren Auftrag darin, die Schöpfung zu bewahren und unsere Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewussten Konsumenten auszubilden und sie auf ihr späteres Leben in der Berufswelt vorzubereiten.“

Die Verbraucherbildung wurde seit der Gründung der Schule 2013 Schritt für Schritt im Lehrplan der Schule verankert, flankiert durch fächerübergreifende Angebote und außerschulische Partner. Zusätzliche Maßnahmen sind z. B. ein Bauernhofbesuch, eine Wasserwerkstatt  oder Projekte wie der Gesunde Schulkiosk und der Schulsanitätsdienst. 
Die Schule in Espelkamp wird sich aber noch lange nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen: Es sollen weitere, fächerübergreifende Projekte entstehen und zukünftig fester Bestandteil des Lehrplans und des Schulcurriculums werden.

Info: Verbraucherschule

Seit April 2019 wird das Projekt Verbraucherschule durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit auf Beschluss des Deutschen Bundestages sowie durch die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz gefördert. Für die Auszeichnung können sich bundesweit alle allgemein- und berufsbildenden Schulen bewerben, die ihre Schülerinnen und Schüler durch praxisorientierte und innovative Unterrichtsmaßnahmen und Projekte fit für den Alltag machen. 
Die Auszeichnung in Gold gilt für zwei Jahre.

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