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Neues Webangebot zum Berufseinstieg bei Kirche

Roadtrip durch die westfälische Landeskirche

Wer auf der Suche nach Sinn-vollen Berufsfeldern ist, findet im kirchlichen Bereich vielfältige Arbeitsfelder: in der Diakonie, Gemeinde- und Religionspädagogik, Kirchenmusik oder auch im Pfarramt. Und wer später in einem städtischen Ballungsraum arbeiten möchte, wird in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) genauso fündig, wie diejenigen, die ihre Zukunft eher im ländlichen Raum sehen.

Doch: Wie genau finden Interessierte nach abgeschlossener Ausbildung eine geeignete Stelle, die zu ihnen und ihren Vorstellungen von kirchlicher Arbeit passt? Bei 27 Kirchenkreisen, die in 11 Gestaltungsräumen zusammengefasst sind und sich von Ostwestfalen bis ins Siegerland erstrecken, kann man schon einmal den Überblick verlieren. Da wäre doch eine Übersicht über die jeweiligen Erfahrungsmöglichkeiten und Schwerpunkte in jedem Kirchenkreis sinnvoll – gerade für die, die am Anfang ihres Berufslebens stehen.

...und in Ostwestfalen leben Eisbären

Um hier mehr Klarheit zu schaffen, insbesondere für den ländlichen Raum, stand am Anfang eine Arbeitsgruppe. Informationen zum kirchlichen Leben dort existieren oft in Form von Gerüchten: Der eine Kirchenkreis ist superfromm, der nächste genau das Gegenteil und in Ostwestfalen leben Eisbären. Damit nicht Hörensagen den Ausschlag gibt für oder gegen eine Region, sondern ein inhaltlicher Aspekt leitend werden kann, entstand die Idee eines „Katalogs“ über die westfälischen Kirchenkreise. Hier stehen insbesondere die jeweiligen Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten vor Ort, sowie Unterstützungsmöglichkeiten für Berufseinsteiger*innen im Vordergrund. Vom Katalog zur Webseite war es dann nicht mehr weit: www.machkirche.de ist schon jetzt die Webseite und Anlaufstelle für den westfälischen Nachwuchs in kirchlichen Berufen. Dort findet sich jetzt neu auch die Unterseite „Berufseinstieg“: www.machkirche.de/berufseinsteig.

Gewonnen wird damit die Möglichkeit, die Kirchenkreise auf inhaltlicher Ebene und deren Besonderheiten vor Ort besser miteinander vergleichen zu können. Dies soll nicht nur zur Basis für die Berufseinstiegs-Gespräche nach dem ersten theologischen Examen und vor dem Vikariat sein, das in jedem der 27 Kirchenkreise durch unterschiedliche Akzente vor Ort individuell angepasst werden kann.

Da das 1. Theologische Examen zumeist wenig Kapazitäten für eine ausführliche Vorbereitung auf die Zeit nach den Prüfungen lässt, ist diese transparente Übersicht besonders für Theologiestudierende in der Endphase ihres Studiums eine gute Möglichkeit, sich vergleichbare Informationen einzuholen. Aber eben nicht nur die künftigen Pfarrpersonen werden von dieser Orientierungshilfe profitieren können: Nach und nach werden auch Diakon*innen, Gemeindepädagog*innen und Kirchenmusiker*innen erste hilfreiche Informationen für ihre Berufseinstiege finden können. So soll Transparenz für jeden kirchlichen Beruf geschaffen werden, der auf Machkirche.de vertreten ist.

Fragekatalog für Kirchenkreise gibt Überblick

Damit den Superintendentinnen und Superintendenten ein zu diesem Zweck erstellter Fragekatalog im persönlichen Austausch vorgestellt werden konnte - um mit Antworten aus erster Hand Klarheit zu gewinnen - hat sich ein engagiertes Machkirche-Team zusammengefunden und einen Roadtrip durch die westfälische Landeskirche auf die Beine gestellt: Die Tour startete in der Gladbecker Superintendentur und führte über viele Kilometer zur Mehrzahl der landeskirchlichen Gestaltungsräume. Bei jedem Treffen, das nicht selten von Mitarbeitenden der Verwaltung oder den jeweiligen Öffentlichkeitsreferent*innen begleitet wurde, ist das Team nicht nur herzlich willkommen geheißen worden, sondern es konnte auch gewinnbringend miteinander diskutiert werden. So wurden aus vielen Gesprächen neue Perspektiven zur Weiterentwicklung des Fragenkatalogs aufgenommen. Ein vorläufiges Ende fand der Roadtrip nach einer intensiven Zeit mit den Kirchenkreisen Siegen und Wittgenstein.

Inhaltlich beginnt der Fragenkatalog mit der Kategorie Zahlen, Daten, Fakten“. Neben einer kurzen Selbstvorstellung des jeweiligen Kirchenkreises inklusive eines ersten Einblicks mithilfe eines Fotos, sind hier Angaben zu den Mitarbeitenden und den kirchlichen Einrichtungen zu finden. Im Fokus stehen anschließend ausführliche Informationen über die expliziten Schwerpunkte eines jeden Kirchenkreises mit den entsprechenden Lernorten und Erfahrungsmöglichkeiten für Berufseinsteiger*innen. Neben Angaben zu regionalen und kulturellen Besonderheiten des Ortes gibt es abschließend ein Kontaktangebot, um Unterstützungsmöglichkeiten und Antworten rund um alle praktischen Fragen, die ein Berufseinstieg mit sich bringen kann, zu erhalten. On Top gibt es auf der Website die Möglichkeit, sich mit ehemaligen Berufseinsteiger*innen der Kirchenkreise in Verbindung zu setzen. So können im persönlichen Gespräch weitere individuelle Fragen gestellt werden.

Sobald die Einträge der ersten Kirchenkreise online sind, können sich also Interessierte über machkirche.de/berufseinstieg durch die Kirchenkreise klicken und sich von der Vielfalt der Landeskirche überzeugen und womöglich noch überraschen lassen. Ein sinnvolles Tool nicht nur für Examenskandidat*innen im Theologiestudium, sondern auch für alle anderen, die die verschiedenen Kirchenkreise kennen lernen möchten.

Das Machkirche-Team freut sich sehr, dass das Projekt in Zusammenarbeit mit der Landeskirche entwickelt und über den Roadtrip in die Kirchenkreise gebracht werden konnte. Denn es ist überzeugt, dass ein gelungener Berufseinstieg zu einer guten Nachwuchsgewinnung gehört.

Wer übrigens den Verlauf des Projektes filmisch nacherleben möchte, ist eingeladen, sich auf dem YouTube-Kanal von Machkirche einen Kurzfilm über den Roadtrip anzuschauen. Zusätzlich sind dort auch interessante Interviewsequenzen mit einigen Superintendent*innen enthalten, die auf dem Roadtrip besucht und zu ihrer Arbeit und den Charakteristika in ihrem Kirchenkreis befragt worden sind. Dabei kommen auch die Unterschiede zwischen der pfarramtlichen Arbeit im ländlichen und urbanen Raum zur Sprache.

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