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Neuer Superintendent im Evangelischen Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Kreissynode wählt Pfarrer Steffen Riesenberg

Steffen Riesenberg wird neuer Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Gladbeck-Bottrop-Dorsten. Die Kreissynode wählte den 37-jährigen Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrop auf ihrer Tagung in der St. Stephani-Kirche in Gladbeck zum Nachfolger von Pfarrer Dietmar Chudaska, der auf eine zweite Amtszeit verzichtet hatte. 

Riesenberg setzte sich im ersten Wahlgang mit 43 Stimmen gegen seine Mitbewerberin Pfarrerin Renate Wefers aus Vlotho durch.

„Meine ersten Schritte als Superintendent werden mich in die Gemeinden führen“, kündigte Riesenberg vor der Synode an. „Bottrop kenne ich natürlich ganz gut, so dass ich zuerst die Gemeinden in Gladbeck und Dorsten besser kennenlernen möchte“. Dazu wolle er die Begegnung suchen – mit den Presbyterien und den Gottesdienstgemeinden. „Wichtig ist mir von Anfang an auch der Kontakt zum Diakonischen Werk und zu unseren Nachbarn im Kirchenkreis Recklinghausen.“

Für Riesenberg sind drei Themenbereiche im Moment besonders dringlich: „In einem Konzeptionsprozess wollen wir uns vergewissern, wie wollen wir als Kirche für die Menschen hier sein?“ Sei diese Frage geklärt, werde die Frage, welche Strukturen dafür gut seien, leichter zu beantworten sein. Sowohl mit Blick auf die Trägerschaften als auch auf die Vereinigung mit dem Kirchenkreis Recklinghausen.

Da man im Kirchenkreis die Trägerschaften neu durchdenkt, sehe er es als seine Aufgabe als Superintendent an, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen. Sorgen mache ihm das neue kirchliche Finanzsystem, räumte Riesenberg ein, den auch die Zukunft des Pfarrdienstes beschäftigt. „Wie können wir angesichts fehlender Theologinnen und Theologen die Pfarrstellen in unserem Kirchenkreis auch in Zukunft attraktiv machen?“ 

Besonders am Herzen liege ihm die kirchliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, unterstrich Steffen Riesenberg. „Auch als Superintendent möchte ich da einen Schwerpunkt setzen.“ Er fände es darüber hinaus schön, wenn er in den Gemeinden und Kirchen im Kirchenkreis hin und wieder predigten könnte. „Ich will gerne Pfarrer und Prediger bleiben.“

Der designierte Superintendent unterstrich, dass sich die Kirche für die Schwachen stark machen müsse und zeigte klare Kante gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus, nicht zuletzt mit Blick auf die jüngsten Ereignisse in Thüringen.
Den Beschluss der Synode für die Hauptamtlichkeit im Superintendentenamt deutete Riesenberg auch als Wunsch an einem „mehr“ an Kirchenkreis. „Für Ideen dazu bin ich offen.“ Er habe in seinem Leben viele Erfahrungen mit Umbrüchen, Abbrüchen und Aufbrüchen gesammelt und gemerkt: „Der Wandel macht mir keine Angst.“ Das reize ihn an der neuen Aufgabe: „Veränderungen begleiten und gestalten zu können.“ Mit offener und transparenter Kommunikation auf allen Ebenen des Kirchenkreises.

Steffen Riesenberg ist in Horn-Bad Meinberg in Ostwestfalen geboren und aufgewachsen. Das Theologiestudium führte ihn nach Bonn und Göttingen. 2007 wanderte er nach Schweden aus, hat dort sein Examen gemacht und ist 2010 in der schwedisch lutherischen Kirche ordiniert worden. In der Hauptstadt Stockholm hat Riesenberg in einer großen Gemeinde als Kinder- und Jugendpfarrer gearbeitet, bevor er Ende 2014 nach Deutschland zurückkehrte und zum Pfarrer in Bottrop gewählt wurde.
Riesenberg ist seit drei Jahren mit einer Lehrerin verheiratet und Vater eines kleinen Sohnes. 

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