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Kirchenkreis Wittgenstein: Simone Conrad als neue Superintendentin eingeführt / Stefan Berk verabschiedet

„Das Land ist hell und weit“

Ohne Gemeindegesang, dafür mit Musik der Wittgensteiner Band „Yazzmine“: Am Montagabend (21.9.) wurde unter Corona-Bedingungen in der Evangelischen Kirche Erndtebrück Stefan Berk als Superintendent des Kirchenkreises Wittgenstein entpflichtet und Simone Conrad aus Wingeshausen als neue Superintendentin ins Amt eingeführt.

Die Wittgensteiner Kreissynode hatte am Mittwoch (16.9.) die Birkelbacher Gemeindepfarrerin und Wittgensteiner Diakoniepfarrerin Simone Conrad mit 40 Ja-Stimmen bei sechs Enthaltungen zur Nachfolgerin von Stefan Berk gewählt. Dieser hatte sich nach 13 Jahren im Amt gegen eine neuerliche Kandidatur entschieden. Zum Abschied erhielt er ein Geschenk, das mit Wittgenstein zu tun hat: Der Entwurf des Bronzekreuzes, das scheidende Superintendenten oder Superintendentinnen von Präses Annette Kurschus bekommen, stammt vom ehemaligen Wittgensteiner Kreisheimatpfleger Wolfgang Kreutter.

Präses Annette Kurschus erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass sie viereinhalb Jahre als Siegener Superintendentin mit Stefan Berk zusammengearbeitet habe. Er sei ein zuverlässiger, offener Kollege, ein Impulsgeber auf verschiedenen Ebenen: „Du bist anerkannt, bist geschätzt. Du musstest nicht gehen, aber du wolltest.“ Dabei unterstrich die Präses, dass man das nicht als Entscheidung gegen Wittgenstein und Erndtebrück verstehen dürfe, vielmehr habe es einen guten und tiefen Sinn in der evangelischen Kirche, dass Leitungsämter auf Zeit vergeben würden. Da sei sein Wechsel zur Diakonie - Stefan Berk wird in absehbarer Zeit theologischer Referent des Vorstandsvorsitzenden des Evangelischen Johanneswerks - ein echter Neuanfang. Dafür wünschte sie ihm: „Geh getrost und geh mit Gott“.

Der Entpflichtung des scheidenden Superintendenten folgte die Einführung seiner Nachfolgerin Simone Conrad. Nach einem ersten Gespräch mit der neu gewählten Superintendentin in Bielefeld freute sich Annette Kurschus jetzt in Erndtebrück über Simone Conrads nüchternes eigenes Rollenverständnis als „Interimslösung auf Zeit“. Dabei spielte Annette Kurschus auf die mögliche Vereinigung der Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein an, für die von den Synoden in Bad Berleburg und Siegen gerade ein Stellungnahme-Verfahren auf den Weg gebracht wurde.

In ihrer anschließenden Predigt erinnerte sich die neue Superintendentin Simone Conrad an ihren Konfirmationsspruch: „Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“ Das damit transportierte Gottvertrauen ermutige zu Freiheit, Gelassenheit, Lebendigkeit. 
Die letzten Worte des Abends hatten die Wittgensteiner Hauptakteure. Stefan Berk ermutigte „Vertraut einander, hier geht viel“ und Simone Conrad zitierte „Das Land ist hell und weit.“ 

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