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Fürbitte für die Opfer der rassistischen Gewalttat in Hanau

"Ach Gott, was ist geschehen?"

Barmherziger, ewiger Gott, erschrocken und voller Trauer kommen wir vor Dich, angesichts der rassistischen Morde in Hanau. Sprachlos sind wir, auch wütend, beschämt und ratlos über den Hass und die Verachtung und die Gewalt inmitten unseres Landes. Ach Gott, was ist geschehen? Und was können, was sollen wir tun?

So nehmen wir unsere Zuflucht zu Dir, dem Gott allen Trostes, der Liebe und der Gerechtigkeit.

Für die Familien, die Eltern, die Kinder und Partner der Getöteten bitten wir um Deinen Trost und Segen, um Menschen, die mit ihnen schweigen und weinen und beten.

Für die Menschen, die Angst haben müssen, wegen ihrer Hautfarbe, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Religion bitten wir um die Gewissheit, nicht allein gelassen zu werden.

Für die Menschen in den Stadträten und Parlamenten, in Verwaltungen und Medien, für Seelsorger, für Polizistinnen, für Ärzte und Psychologen und die Geistlichen aus allen Religionen, bitten wir um Respekt und Anerkennung, die sie verdienen und um Kraft und Besonnenheit, die sie brauchen.

Für alle, die sich verloren haben in Dummheit, Vorurteil und Hass, bitten wir um Besinnung, um Reue und Umkehr.

Für die Bürger und Bürgerinnen in Hanau, hier in unserer Stadt und an allen Orten in unserm Land bitten wir um Zivilcourage, um den Mut, dem Hass zu widersprechen, um Phantasie für neue Worte und Taten der Güte und Menschlichkeit.

In Jesu Namen. Amen.

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Datum: 23.02.2020