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Kostensteigerungen in Espelkamp machen Nachfinanzierung erforderlich

Turnhallen-Neubau am Schulzentrum verzögert sich

Der erste Spatenstich für die neue Turnhalle des Evangelischen Schulzentrums Espelkamp ist verschoben. Grund ist eine prognostizierte Baukostensteigerung von rund 600.000 Euro.

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) als Trägerin des Schulzentrums hat ein Moratorium ausgesprochen. Dieser Aufschub soll dazu genutzt werden, um eine Nachfinanzierung zu erarbeiten und in den Gremien zu beraten. Für den Neubau der Turnhalle sind jetzt rund 5,8 Millionen Euro veranschlagt. Wie sich das Moratorium auf den Zeitplan auswirkt, lässt sich erst nach Abschluss der Nachfinanzierung sagen.

Eine Kostensteigerung gibt es beim Rohbau: Die Untersuchung des Baugrunds hat ergeben, dass der Boden stark auf Wasser reagiert. Das Erdreich muss sofort wieder versiegelt werden, um sich nicht mit Wasser vollzusaugen. Außerdem kann die Baustelle nur mit kleinem Gerät befahren werden. Steigende Kosten haben die Baufachleute des Landeskirchenamts auch beim Nahwärmeanschluss an das Blockheizkraftwerk ermittelt. Außerdem schlägt die nach wie vor starke Konjunktur im Baugewerbe zu Buche: Die bereits eingeplanten Baukostensteigerungen sind deutlich höher ausgefallen als erwartet.

„Wir brauchen in Espelkamp genug Hallenkapazitäten, um den Sportunterricht für rund 1700 Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Außerhalb des Schulsports werden die Hallen des Schulzentrums zudem für den Vereinssport genutzt“, sagt Landeskirchenrätin Monika Pesch, Dezernentin für Bildung in der EKvW.

Hintergrund

Die westfälische Landeskirche betreibt in Espelkamp das Evangelische Schulzentrum, bestehend aus Birger-Forell-Sekundarschule und Söderblom-Gymnasium. Zum Schulzentrum gehören zwei Dreifach-Sporthallen, eine Einfach-Sporthalle und mehrere Außensportanlagen. Die nördlich des Busbahnhofs gelegene Dreifach-Sporthalle ist stark sanierungsbedürftig. Landeskirche und Stadt Espelkamp hatten deshalb den Neubau einer Zweifach-Sporthalle beschlossen und zunächst einen Finanzrahmen von rund vier Millionen Euro gesteckt, der im Lauf der Planungen auf 5,2 Millionen Euro erhöht werden musste. Drei Fünftel der Baukosten trägt die EKvW, zwei Fünftel die Stadt. Im Jahr 2019 wurde ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Die Baugenehmigung liegt seit September 2020 vor, eine Fertigstellung der Halle war bisher für Juli 2022 geplant.

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