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Ratsvorsitzende Kurschus predigt am Ewigkeitssonntag in Wattenscheid

„Im Gedenken bleiben wir einander verbunden“

MedienINFO 63/2021

Zum Ewigkeitssonntag (21.11.) hat die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Annette Kurschus, daran erinnert, wie nötig der Trost für die Menschen ist: „Unzählige haben in der Pandemie erlebt, wie es ist, wenn kein Mensch da ist, der ein Wort des Trostes spricht. Die Trostlosigkeit war wirklich zum Verzweifeln.“ 

Die Zeit der Corona-Pandemie habe uns neu gelehrt, wie nötig wir Trost brauchen. „So nötig wie die Luft zum Atmen und das tägliche Brot. Die vergangenen Monate haben uns noch etwas gelehrt: Der Trost braucht Gesten und Formen und Rituale. Er braucht die gemeinsame Feier, das gemeinsame Gebet, das gemeinsame Gedenken“, so die Ratsvorsitzende und fügte hinzu: „Wir würdigen damit nicht allein unsere Toten, die uns ja nur eine Zeitspanne voraus sind. Wir schöpfen daraus Trost für uns Lebende. Im Gedenken bleiben wir miteinander verbunden. Weil der lebendige Gott unser gedenkt. In seiner Hand sind wir geborgen – die Lebenden und die Toten.“

Die Frage nach dem notwendigen Trost insbesondere in der Zeit der Pandemie steht auch im Fokus der Predigt von Kurschus, die diese im Rahmen der Aktion „Bäume der Hoffnung“ am Ewigkeitssonntag um 15 Uhr auf dem Ev. Friedhof Wattenscheid hält.

Der Ewigkeitssonntag im November, auch Totensonntag genannt, ist dem Andenken an Verstorbene gewidmet. Neben dem Totengedenken wird in vielen Gottesdiensten auch zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit ermutigt. Der Gedenktag geht auf die Reformationszeit zurück. Mit dem Ewigkeitssonntag endet das Kirchenjahr.

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