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Westfälischer Orgeltag mit rund 90 Veranstaltungen

Faszination der »Königin der Instrumente«

Konzerte, Orgelführungen und Gottesdienste: Mit rund 90 Veranstaltungen an über 60 Orten hat die Evangelische Kirche von Westfalen am 24. Juni die Orgelmusik in den Mittelpunkt gestellt.

Beim ersten »Orgeltag Westfalen« sollte die Faszination der »Königin der Instrumente« einer breiten Öffentlichkeit nahegebracht werden - was Dank des ungewöhnlichen Formats auch gelungen ist. Denn statt einer zentralen »Highlight-Veranstaltung«, die die Aufmerksamkeit (und damit den Großteil der Besucherinnen und Besucher) auf sich zieht, lockten viele große und kleine Konzerte und Aktionen die Interessierten in ihrer Region an.

»Ungewöhnliches Konzept... «

Das neuartige Konzept führte zunächst dazu, dass im gedruckten Programm, das bereits im Februar veröffentlicht wurde, nur ein Teil der Veranstaltungen abgebildet war. Dafür gingen noch bis zur letzen Woche weitere Veranstaltungsanmeldungen ein, die Dank Online-Karte und Veranstaltungsdatenbank auf der Website gefunden werden konnten.

»Das ungewöhnliche Konzept hat viele Besucherinnen und Besucher angesprochen«, freut sich Kirchenmusikdirektoren Ute Springer, die zusammen mit Andreas Fröhling, Matthias Nagel und Kantor Heiko Ittig den Orgeltag vorbereitet hat. Die Karte mit vielen großen und kleinen Veranstaltungen habe die Möglichkeit geboten, auch mal über den Tellerrand zu schauen und z.B. die Orgel in der Nachbargemeinde zu entdecken.

Besucherinnen und Besucher konnten dabei nicht nur der »königlichen« Musik lauschen, sondern auch erfahren, was sich hinter der Frontseite der »Spielmaschinen« verbirgt und wie ihnen Töne entlockt werden können. Es gab »Orgel zum Anfassen«, Orgel bei Nacht, vierhändiges Spielen, Videoübertragungen von der Orgelempore, Orgel für Kinder und noch vieles mehr.
»Ein Besucher erzählte, er habe die Orgel ›schon 100 Mal gehört, aber noch nie die Orgel gesehen‹«, berichtet Ute Springer. Auch Viele, die sonst nicht in die Kirche kommen, hätten die Gelegenheit genutzt, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

»...hat viele angesprochen«

Besonders gut sei die »Orgelkiste« angekommen, eine komplette Kleinorgel, die in ihre Einzelteile zerlegt in einer Kiste transportiert wird. Das Besondere: Die Orgel konnte von Kindern (oder auch von Erwachsenen) im Rahmen eines Workshops selbst zusammengebaut werden.
Studenten der Hochschule für Kirchenmusik in Herford gaben das Konzert »Organissimo!«, Themenführungen in Wort und Ton waren in der Paderborner Abdinghofkirche zu erleben, meditative Musik gab es unter der Sternenkuppel der mittelalterlichen St.-Georgs-Kirche in Hattingen. Die evangelische Christuskirche in Ahaus an der deutsch-niederländischen Grenze präsentierte »Orgelpop von 1600 bis heute« und am Phoenixsee in Dortmund war eine Freiluft Orgel zu hören.

»Schön ist auch, dass die Veranstaltungen in die Kirchengemeinden hineingewirkt haben« berichtet  Mitorganisatiorin Ute Springer; z. B. war die Orgelnacht oft in ein Gemeindefest eingebunden. Und schon bei den Vorbereitungen vor Ort hätten sich viele Haupt- und Ehrenamtliche engagiert. Auch hier sei das regionale Konzept aufgegangen und Chancen zur Vernetzung wurden genutzt.

Fazit des ersten westfälischen Orgeltages: Das Ziel, Menschen die Orgel nahe zu bringen, wurde erreicht. Es wird wahrscheinlich nicht der letzte Tag seiner Art gewesen sein.

Orgelmusik

Die Tradition von Orgelbau und Orgelmusik in Deutschland, die im Dezember vergangenen Jahres von der Unesco zum immateriellen Kulturerbe erklärte wurde, spielt auch im Bereich der westfälischen Kirche eine bedeutende Rolle. In ihrem Bereich sind rund 1.200 Orgeln in Gebrauch. Sie reichen von der spätmittelalterlichen Orgel bis zum modernen Instrument mit computergesteuerter Registeranlage. (mit Material von epd)

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