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Veranstaltungsreihe „17 Jahrhunderte“ / Auftakt am 24. August 2021 in Bielefeld

„Die Vielfalt jüdischen Lebens aufmerksam wahrnehmen“

MedienInfo 42/2021
 

„17 Jahrhunderte“ – so der Titel einer Veranstaltungsreihe, zu der die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) gemeinsam mit dem Landesverband der jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe und dem Landesverband progressiver jüdischer Gemeinden in Nordrhein-Westfalen einlädt.

Anlässlich der Auftaktveranstaltung wird Präses Dr. h. c. Annette Kurschus am kommenden Dienstag (24. August) in der Bielefelder Synagoge „Beit Tikwa“ ein Grußwort sprechen.

„In diesem Jahr erinnern wir uns an 1700 Jahre jüdisches Leben in unserem Land“, so die leitende Theologin der westfälischen Landeskirche vorab. Damit sei auch der Aufruf an Christinnen und Christen verbunden, „unsere Beziehung zum Judentum zu bedenken und die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland und insbesondere bei uns in Westfalen aufmerksam wahrzunehmen“. Die geplante Vortragsreihe, hofft Kurschus, werde dazu einen Beitrag leisten: „Wir gehen dorthin, wo jüdisches Gemeindeleben stattfindet, und hören bewusst auf jüdische Stimmen unserer Gesellschaft.“ Ihr Wunsch: „Möge der eine Gott unsere Begegnungen segnen und die Beziehungen zwischen Christentum und Judentum in Westfalen stärken!“

Von August 2021 bis Februar 2022 werden in den elf jüdischen Gemeinden in Westfalen die unterschiedlichsten Aspekte jüdischen Lebens in Westfalen bzw. Deutschland angesprochen: Geschichte und Gegenwart, Musik und Sport, orthodoxes und liberales Judentum, Antisemitismus und christlich-jüdischer Dialog, rabbinisches Wirken und Genderthematik sowie Bildung und Erziehung.


Die einzelnen Veranstaltungen im Überblick:

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Coronapandemie sind kurzfristige Programmänderungen bzw. -absagen möglich. Zurzeit gilt die 3-G-Regel, das heißt: An den Veranstaltungen Teilnehmende müssen geimpft, genesen oder (max. 48 Stunden vorher) negativ getestet sein.

24. August 2021, 19 Uhr, Synagoge Beit Tikwa, Bielefeld
Singt Gott ein neues Lied. Die Bedeutung der Musik für das Judentum
Kantor Isidoro Abramowicz, Berlin – mit einem Grußwort von Präses Annette Kurschus

25. August 2021, 19 Uhr, Synagoge Beit Tikwa, Bielefeld
Konzert: „Liturgische Musik zum 200. Geburtstag von Louis Lewandowski
Isidoro Abramawicz/Gesang und Dr. Jakub Stefek/Orgel

1. September 2021, 18 Uhr, Alte Synagoge der jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen
Vortrag „Neuanfang jüdischen Lebens in Gelsenkirchen nach der Shoah“
(mit Führung durch die alte Synagoge)
Judith Neuwald-Tasbach, Gelsenkirchen

4. Oktober, 19 Uhr, Rathaus der Stadt Recklinghausen
Von „Bar Kochba“ bis zu MAKKABI Deutschland. Die Bedeutung des Sports im Judentum
Alon Meyer, Frankfurt

6. Oktober 2021, 19 Uhr, Jüdische Gemeinde Hagen
„Jüdisches Leben in Westfalen und Deutschland. Der große Überblick.“
Dr. Uri Robert Kaufmann, Essen

3. November 2021, 19 Uhr, Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen
„Orthodoxes Judentum in Deutschland. Gestern und heute.“
Rabbiner Avichai Apel, Frankfurt

25. November 2021, 19 Uhr, St. Simeons-Kirche, Minden
Jude sein in Westfalen. Jüdisches Gemeindeleben heute.
Alexander Sperling, Dortmund

7. Dezember 2021, 19 Uhr, Ev. Jakobuszentrum, Münster
Jüdisch-christlicher Dialog (und abrahamitischer Trialog). Geschichte und Gegenwart.
Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens

12. Januar 2022, 19 Uhr, Jüdische Kultusgemeinde Groß-Dortmund, Dortmund
Rabbinisches Wirken in Deutschland … und sein Einfluss auf das heutige Judentum
Rabbiner Avraham Yitzchak Radbil, Konstanz

19. Januar 2022, 19 Uhr, Jüdische Gemeinde „haKochaw“ für den Kreis Unna, Unna
Progressiv, liberal, reformorientiert. Liberales Judentum in Deutschland.
Rabbinerin Natalia Verzhbovska, Unna

31. Januar 2022, 19 Uhr, Jüdische Gemeinde Herford-Detmold, Herford
Ein Jahrhundert Antisemitismus in Deutschland: 1920-2020
Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin

8. Februar 2022, 19 Uhr, Jüdische Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen, Bochum
Warum ist diese Nacht so anders als die übrigen Nächte? Erziehung und Bildung im Judentum.
Rosa Rappoport, Dortmund

16. Februar 2022, 19 Uhr, Paderborn (der genaue Veranstaltungsort steht noch nicht fest)
„… und schuf sie als Mann und Frau“. Jüdische Perspektiven zur Genderthematik.
Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck, Paderborn

Zum Hintergrund

Unter dem Motto „2021 – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ wird im laufenden Jahr an die erste urkundliche Erwähnung von Juden in Deutschland im Jahr 321 erinnert. Bundesweit thematisiert eine Vielzahl von Veranstaltungen und Publikationen die Geschichte und Gegenwart des Judentums in Deutschland. Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) ist Mitglied des Vereins „2021 – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und unterstützt dessen Anliegen, jüdisches Leben in seiner Vielfalt sichtbar zu machen und gegen den erstarkenden Antisemitismus vorzugehen.

 

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Datum: 23.08.2021