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Abfischaktion im Ortlohnpark in Iserlohn dient dem Tierwohl

27 große Teichfische erfolgreich umgesiedelt

MedienInfo
 

Im flachen Teich kann in heißen Sommern der Sauerstoff knapp werden. Deshalb sind Karpfen, Schleien und ein Wels aus dem Ortlohnpark jetzt in geeignetere Gewässer umgezogen. Am vergangenen Wochenende war die schonende Methode der Elektrobefischung das Mittel der Wahl, um die Fische zu fangen und anschließend in mit Wasser gefüllte Spezialbehälter für den Transport zu setzen.

Fischwirtschaftsmeister Till Seume hatte bei der Aktion sechs Helfer aus umliegenden Angelvereinen an seiner Seite. Sie teilten den Teich zunächst mit Netzen in Segmente auf. Dort erzeugten sie mit Hilfe eines speziellen Elektrofischfanggeräts ein 2,5 Meter breites Stromfeld, welches die Fische in eine kurze Narkose fallen lässt. So gehen sie leicht ins Netz, sind aber im Wassertank direkt wieder munter. „Das Elektrofischen wird auch bei Bestandsuntersuchungen und zum wissenschaftlichen Fischfang eingesetzt“, erklärte Seume. „Wenn man die Geräte fachgerecht nutzt, ist es eine sehr schonende Form der Fischerei und eine gute Alternative zum Abpumpen des Teichs, das bei den trockenfallenden Fischen erheblich höheren Stress verursachen würde.“

Nach vier Stunden waren 21 Spiegelkarpfen - zwei von ihnen fast 60 Zentimeter lang-, fünf bis zu 40 Zentimeter lange Schleien und ein 80 Zentimeter langer Wels gefangen. „Die Abfischung geschieht im Sinne des Tierwohls. Die Fische werden in geeignete Gewässer in der Nähe von Iserlohn wie die Lenne umgesiedelt, in denen sie bessere Bedingungen vorfinden“, erklärte Volker Knipp vom Naturschutzzentrum Märkischer Kreis, der die Aktion begleitete. Insgesamt seien im Teich weniger Fische gewesen als erwartet.

Das flache Gewässer im Ortlohnpark soll künftig vor allem Reptilien und Amphibien einen Lebensraum bieten. Die Evangelische Kirche von Westfalen, der das öffentlich zugängliche, private Parkgelände gehört, wird den Teich nach der Abfischaktion dafür herrichten.

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