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Festlicher Gottesdienst zum Beginn der VEM-Vollversammlung

Von Licht und Salz im rechten Maß

„Being Salt of the Earth“ – ‚das Salz der Erde sein‘. So lautet das Motto bei der 10. Vollversammlung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), die am Sonntagabend mit einem festlichen Gottesdienst in der Dortmunder Stadtkirche St. Reinoldi begann.

Teilnehmende der Vollversammlung und zahlreiche Gäste waren nach Dortmund gekommen, um im Gottesdienst und dem anschließenden Begrüßungsempfang den Beginn des internationalen Missionstreffens zu feiern.

73 Delegierte von Kirchen aus Afrika, Asien und Deutschland treffen in den Folgetagen auf Einladung der Evangelischen Kirche von Westfalen (EkvW) in deren Tagungszentrum Villigst zusammen, um zu beraten, sich auszutauschen und zu feiern. Bedingt durch die Corona-Pandemie musste die Vollversammlung um ein Jahr verschoben werden. Im vergangenen Jahr stand unter anderem die Feier des 25. Jubiläums des einstigen deutschen Missionswerks als gleichberechtigte Gemeinschaft von 38 Mitgliedskirchen und den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel an.

Der Ökumene-Dezernent der EkvW Albrecht Philipps und der Generalsekretär der VEM Volker Martin Dally eröffneten den Gottesdienst in St. Reinoldi, der von mehreren Beteiligten aus unterschiedlichen Ländern gestaltet wurde. So steuerten David Mushi (Tansania) Michaela Leyendecker (Deutschland) und Albert Purba (Indonesien) kurze einleitende Geschichten über Gefahren und Reichtum von Salz und Licht bei. Die Predigt hielten im Wechsel Dennis Solon (Philippinen), Faraja Mwakapeje (Tansania) und Tim Wendorff (Deutschland).

Auch sie beleuchtete unterschiedliche Aspekte von Licht und Salz. Das, so die Mahnung, brauche es einerseits, um Speisen geschmackvoll zuzubereiten, aber auch um sie haltbar zu machen. „Be Salt! – Seid Salz“, so die Aufforderung an die Zuhörerinnen und Zuhörer. Aufgabe von Christinnen und Christen sei es, mit ihrer Botschaft das Leben der Menschen zu würzen und so zu bereichern. Allerdings, so die Predigt, könne zu viel Salz auch schädlich sein. Es brauche stets die richtige Dosis. „If we overdo, our mission becomes dangerous“, so Prediger Tim Wendorff. Zuviel Salz könnte gefährlich sein und sein Ziel verfehlen. Daher der Rat an die christliche Mission, seine Würze nicht über die Maßen einsetzen zu wollen: „Be the salt, but be careful, not to oversalt the world!“

Die Lesung zum Gottesdienst erfolgte in vier unterschiedlichen Sprachen. Einen Bibeltext in englischer Sprache mag die Reinoldikirche schon in der Vergangenheit erlebt haben. Eine Lesung aus Matthäus 5, 13-16 auf Lingala (Sprache des Kongos), Kiswahili (aus Ostafrika) und einer Sprache aus Indonesien war aber sicher auch für die altehrwürdige Dortmunder Stadtkirche eine Besonderheit.

Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßte die Präses der gastgebenden Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, die Delegierten und hieß sie in Westfalen willkommen. In ihrem Grußwort betonte sie die große Bedeutung, die dem ökumenischen Miteinander in der EkvW beigemessen werde. Somit komme insbesondere auch der VEM und ihrer langjährigen Arbeit im gleichberechtigten Austausch der Kirchen aus verschiedenen Kontinenten eine hohe Wertschätzung und ein besonderer Stellenwert zu. Kurschus sagte, sie freue sich, die Kirchenvertreterinnen und -vertreter aus zahlreichen Ländern in der westfälischen Kirche zu Gast zu haben und wünschte den anstehenden Beratungen gutes Gelingen und Gottes Segen.

Grußworte an die Gottesdienstgemeinde richteten auch die gegenwärtige Moderatorin des VEM Rosmalia Barus und – als Vertreter der nordrhein-westfälischen Landesregierung – der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von einer Band der Evangelischen Pop-Akademie Witten.

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