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Friedhofsseminar besucht „Ort der Hoffnung“

Nachhaltig, ökologisch und innovativ

Evangelische Friedhöfe sind Orte der Trauer, aber auch der Hoffnung. Deshalb starteten im Herbst 2018 die evangelischen Landeskirchen in NRW die Initiative „Evangelischer Friedhof - Ort der Hoffnung“, um die Hoffnung, die Christenmenschen antreibt, auch auf dem Friedhof sichtbar und spürbar zu machen. 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Friedhofsseminars haben jetzt den „Ort der Hoffnung“ in Schwelm besichtigt.

Das Seminar für neue Mitarbeitende in der kirchengemeindlichen Friedhofsverwaltung und im gärtnerischen Bereich wurde veranstaltet von der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Auf dem Evangelischen Friedhof Oehde in Schwelm wurde die Gruppe unter der Leitung von Ulrike Jurczik (Friedhofswesen der EKvW)  vom  Leiter des Friedhofsteams Jörg Klesper und von Elke Schreiber aus der Friedhofsverwaltung der Evangelischen Kirchengemeinde Schwelm begrüßt.

Naturnahe Gräber und recycelte Grabsteine

Klesper und Schreiber betonten, dass der Beschluss, sich an der Initiative „Evangelischer Friedhof - Ort der Hoffnung“ zu beteiligen, einer von vielen Schritten sei, den Friedhof Oehde zukunftsweisend zu gestalten.
Eine besondere Herausforderung sei für das Friedhofsteam, moderne Grabfelder in der alten Friedhofsstruktur einzubinden. Dass und wie das gelingt, zeigten Klesper und Schreiber an verschiedenen Grabfeldern. „Die Menschen wollen heute pflegeleichte Gräber“, erklärte Klesper den interessierten Besucherinnen und Besuchern. „Deshalb und auch aus ökologischen Gründen setzen wir auf naturnahe Gräber.“
Überhaupt spiele Ökologie und Nachhaltigkeit eine große Rolle bei der Gestaltung des Evangelischen Friedhofs in Schwelm. Das zeige sich, so Klesper, auch u.a. daran, dass er und sein Team verstärkt recycelte Grabsteine nutzen. So konnte er der Besuchergruppe eine Wasserstelle aus recycelten Grabmahlen zeigen.

Großen Wert legt das Friedhofsteam zudem auf die Besucher- und Nutzerfreundlichkeit der Friedhofsanlage. Als Beispiel dafür zeigten Klesper und Schreiber der Besuchergruppe den „Garten der Lichter“. „Diese Gräberfelder haben wir als Hochbeet auf alten Familiengruften angelegt“, erklärte Klesper. „Die Angehörigen müssen sich hier bei der Pflege der Gräber nicht mehr so weit nach unten bücken, was sehr geschätzt wird.“ Der „Garten der Lichter“ ist Teil der „Ruhegärten Schwelm“, die von verschiedenen Themengrabfeldern gebildet werden.

Die Besuchergruppe zeigte sich sichtlich beeindruckt von dieser Gestaltung und dem Gesamteindruck des Friedhofes. So lobte ein Teilnehmer auch die sauberen Wege, die weitgehend frei von Moos sind. Auch die Leiterin der Gruppe, Ulrike Jurczik attestierte der Ev. Kirchengemeinde Schwelm, dass sie mit ihrem innovativen Friedhofskonzept auf einem sehr guten Weg in Richtung Zukunftsfähigkeit des Friedhofs sei.

Kampagne „Ort der Hoffnung“

Am Ewigkeitssonntag 2018 hat die Evangelische Kirche von Westfalen gemeinsam mit den beiden anderen Landeskirchen in NRW die Initiative „Evangelischer Friedhof - Ort der Hoffnung“ gestartet. Ziel ist es, den evangelischen Friedhof von seinem Kern aus neu zu denken und die Hoffnung, die Christenmenschen antreibt, mit Leben zu füllen und auf dem Friedhof sichtbar und spürbar zu machen.
Gemeinden, die sich an der Initiative beteiligen, legen deshalb Wert auf eine besondere Friedhofsgestaltung, einen liebevollen Umgang mit trauernden Angehörigen sowie auf würdevolle Bestattungen. Rund 60 von 328 evangelischen Friedhöfen in Westfalen sind inzwischen „Orte der Hoffnung“. Zahlreiche weitere haben sich bereits auf den Weg gemacht und werden es in absehbarer Zeit sein.

 

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