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Pfarrerinnen und Pfarrer feierten ihr Ordinationsjubiläum in Haus Villigst

Kurschus: „Pfarrer und Pfarrerinnen machen neugierig auf Gott.“

175 Pfarrerinnen und Pfarrer der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) haben im vergangenen Jahr ein Ordinationsjubiläum gefeiert. Annette Kurschus, Präses der EKvW, hat sie deshalb zu einem Festgottesdienst mit anschließendem Empfang in Haus Villigst (Schwerte) eingeladen.

79 von ihnen sind der Einladung gefolgt, zum Teil mit Begleitung. Gemeinsam mit dem westfälischen Pfarrverein konnten sie auf 10, 25, 50, 60 oder sogar 65 Jahre pfarramtlichen Dienst seit der Ordination zurückblicken.

„Pfarrer und Pfarrerinnen sind Menschen“, so Präses Annette Kurschus in ihrer Predigt, „die nicht alles wissen, sondern die neugierig machen auf Gott. Die im Gottesdienst, bei Amtshandlungen, in Seelsorgegesprächen, in der Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden aufmerksam machen auf Gottes Stimme. Auf die Stimme, die mich bei meinem Namen ruft und sich für meine Geschichte interessiert; die mir Freiheit gönnt und eigene Erfahrungen; die meine Fragen ernstnimmt – und meine Antwortversuche auch.“

Wenn etwas in Erinnerung bleibe von Kirche, dann sei es oft die Person des Pfarrers oder der Pfarrerin, betonte Kurschus: „Und bei den meisten ist das eine gute Erinnerung.“

„Es war keine schlechte Erfindung der Kirche, dass es Pfarrerinnen und Pfarrer gibt, die gut ausgebildet sind“, sagte Oberkirchenrätin Petra Wallmann. "Sie ermutigte ausdrücklich dazu, regelmäßig Fortbildungsangebote wie z.B. Kontaktstudium oder Oasentage einzuplanen." Zugleich überbrachte sie als Personaldezernentin Grüße und gute Wünsche der Kirchenleitung und dankte den Jubilarinnen und Jubilaren sowie deren Partnerinnen und Partnern für den Dienst. Wallmann: „Wir wissen, wie wichtig Ihr Dienst ist. Sie stehen in der Öffentlichkeit mit Ihrer ganzen Existenz für das Evangelium ein.“

„Die Begleitung von Menschen an wichtigen Punkten ihres Lebens ist mir nach wie vor eine große Freude“, sagte Pfarrerin Sarah Töws (Rheda-Wiedenbrück). Sie hat im vergangenen Jahr das 10-jährige Ordinationsjubiläum gefeiert und ergänzte: „Ich möchte in meinem Dienst und trotz meines Dienstes gesund bleiben bis zum Ruhestand und deutlich darüber hinaus.“

Pfarrerin Silke Niemeyer (Lüdinghausen, vor 25 Jahren ordiniert) betonte, dass für sie die Gemeinde der richtige Ort sei („Ich bin so 'ne richtige Gemeindetante.“) Zugleich plädierte sie dafür, sich am Tag der Feier des Ordinationsjubiläums in Erinnerung zu rufen, „was man in den 25 Jahren alles durfte. Ich bin so dankbar!“ Niemeyer: „Was ist das für ein Geschenk, diesen Beruf zu haben? Und das ist es!“

Pfarrer Wolfgang Heide (früher Matthäusgemeinde in Münster, vor 50 Jahren ordiniert) sagte: „Das größte Potential der Kirche sind die ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Hier komme es darauf an, kontinuierlich Beziehungen zu pflegen. Zudem sei es wichtig, junge Theologinnen und Theologen beizubringen, wie man leitet.“

Von den 175 eingeladenen Jubilarinnen und Jubilaren sind 18 vor zehn Jahren ordiniert worden, 109 vor 25 Jahren, 31 vor 50 Jahren, 11 vor 60 Jahren und sechs vor 65 Jahren.

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