Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum ...?
Kirchenaustritt?

Wir sind trotzdem für Sie da

Sie spielen mit dem Gedanken, aus der Kirche auszutreten oder haben es bereits getan. Das bedauern wir sehr. Denn wir sind fest davon überzeugt, mit der besten Botschaft der Welt »unterwegs zu sein«.

Sicher haben Sie Ihre Gründe ...

, die Ihnen einen Austritt aus der Evangelischen Kirche sinnvoll erscheinen lassen. Vielleicht sind Sie von Menschen in Ihrer Kirchengemeinde enttäuscht worden. Oder die gute Nachricht vom auferstandenen Jesus Christus bedeutet Ihnen nichts mehr.

Möglicherweise fragen Sie sich, was die Kirche mit dem Geld tut, das ihr anvertraut ist. Oder Sie sind irritiert durch einen Skandal »bei Kirchens«, über den Sie durch die Medien erfahren haben. Oder Ihnen fehlt schlicht und ergreifend das Geld für die Kirchensteuer, das Sie an anderer Stelle gut gebrauchen können.

Wie dem auch sei, wir haben großes Interesse daran, zu erfahren, warum Sie der Kirche den Rücken gekehrt haben oder noch kehren möchten. Deshalb freuen wir uns auf Ihre Rückmeldung, sei es im persönlichen Gespräch, am Telefon oder per E-Mail. Nur so haben wir eine Chance, unsere Sache besser zu machen. Wenn Sie uns kontaktieren, brauchen Sie nicht zu befürchten, dass wir Ihre Entscheidung zum Kirchenaustritt in irgendeiner Weise kommentieren.

Zuständig für den Kirchenaustritt ist das Amtsgericht, wo Sie ihren Austritt erklären müssen (§1 Kirchenaustrittsgesetz NRW). Ein Austritt bei einer unserer Ansprechpersonen ist nicht möglich, weder telefonisch noch schriftlich.

Das sollten Sie wissen - Kirchenrechtliche Folgen eines Kirchenaustritts und gute Gründe zu bleiben

Reisende soll man nicht aufhalten, aber wir haben mindestens fünf gute Gründe zum Bleiben

Sie können es an einer Hand abzählen.

  1. Menschen, die glauben. Die dem trauen, was Gott im Christus Jesus an Lebensmut verbreiten lässt. Die Evangelischen trauen dieser Kirche eine Menge zu. Aber Vertrauen in Zuwendung, Geleit und Segen gründet in einer Kraft außerhalb unserer selbst. Hier wird an mehr geglaubt als schon ist.
     
  2. Eine Gemeinschaft. Evangelisches Christentum ist  eine Gemeinschaftsleistung. Glaube verkümmert, wenn er sich isoliert. Die Kirche ist eine Versammlung von Menschen, die aufeinander achten, die wissen, wohin und zu wem wir gehören. In der Kirche wohnt ein Geist, der aufweckt, begeistert und neue Horizonte öffnet.
     
  3. Eine Sprache des Glaubens. Evangelisches Christentum will gelernt sein, und ausgeübt, um sich zu entfalten. Wir sind nicht allwissend, deshalb lernen wir Bibel und Liturgie, immer wieder neu. Christenmenschen haben Teil an einer Mission. Frauen und Männer sind geschickt weiter zu geben, was sie empfangen haben.
     
  4. Menschen, die Gott suchen. In den Menschenworten der Bibel, in den Sakramenten und der Musik, und die manchmal das Glück haben, dem Heiligen geistlich  und sinnlich zu begegnen. Wir feiern Gottesdienste, weil nichts wirklich wird, was nicht gefeiert und genossen wird. Sie sind Quelle der Motivation, Werte und Orientierung.
     
  5. Engagement. Christenmenschen steuern etwas bei, indem sie Nächste lieben. Christlicher Glaube macht umsichtig. Die Kirche stellt sich den Nöten, Menschen übernehmen Verantwortung. Es wird etwas versucht. Jeder Einzelne zählt, aber manchmal braucht es die Verlässlichkeit einer großen Institution.

© Dr. Uwe Vetter/Düsseldorf

Was ändert sich für mich bei einem Kirchenaustritt?

Ein Kirchenaustritt ist schnell vollzogen, hat aber weitreichende Folgen. Formell gesehen verlieren Sie durch einen Austritt Ihre Mitbestimmungsrechte im Gemeindeleben und den Anspruch auf die »Dienstleistungen der Kirche«. Zugleich entbindet Sie ein Austritt von den Pflichten eines Kirchenmitglieds. Im Einzelnen zieht ein Austritt folgende Konsequenzen nach sich:

  • Sie können kein Patenamt übernehmen.
  • Sie können nicht in einer Kirche heiraten.
  • Sie können nicht kirchlich bestattet werden.
  • Sie dürfen bei Gemeinde- oder anderen Kirchenwahlen nicht mitwählen.
  • Sie haben es schwerer bei der beruflichen Einstellung durch einen evangelischen Träger.

Eins ändert sich jedoch nicht: Ihre Taufe bleibt weiterhin gültig. Ganz sicher!

Kommen sie mit uns ins Gespräch

Wir freuen uns über ein Gespräch mit Ihnen.

Wir haben ein großes Interesse daran zu erfahren, weshalb Sie aus der Kirche austreten möchten oder bereits ausgetreten sind. Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn Sie mit uns ins Gespräch kommen.

Ansprechpartner auf landeskirchlicher Ebene ist Pfarrer Martin Mustroph i. R.. Seine Kontaktdaten finden Sie in der rechten Spalte. Erzählen oder schreiben Sie ihm, welche Erfahrungen Sie mit der evangelischen Kirche gemacht haben und weshalb Sie mit dem Gedanken spielen, aus der Kirche auszutreten.

Wenn Sie Kontakt zu ihm aufnehmen, können Sie sicher sein, dass es nicht sein Ziel ist, Ihre Entscheidung rückgängig zu machen. Wir von der evangelischen Kirche möchten unsere Sache allerdings noch besser machen als bisher. Das können wir jedoch nur dann, wenn wir wissen wo es hakt oder wo etwas schief gegangen ist.

Gerne können Sie sich auch an eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner aus einer der Wiedereintrittsstellen in Westfalen wenden. Damit Sie dort anrufen oder einen persönlichen Termin vereinbaren können, finden Sie hier die Kontaktdaten.

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Ihr Ansprechpartner:
Pfarrer Martin Mustroph i. R.