Offensiv gegen sexualisierte Gewalt und für Betroffene
Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung

Aktuelles

Aktualisiertes Material zum "Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt"

Was ist eigentlich sexualisierte Gewalt? Was können Betroffene tun? Und wohin kann ich mich wenden, wenn ich Kenntnis von Fällen sexueller Gewalt habe? Antworten auf die wichtigsten Fragen beantwortet die Evangelische Kirche von Westfalen digital in drei leicht verständlichen Informationsflyern. Das Format soll Menschen einen ersten, elementaren Zugang zum Kirchengesetz und damit zum anspruchsvollen Thema „Schutz vor und Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung“ ermöglichen.  

Mit der Einrichtung einer eigenen landeskirchlichen Fachstelle hat die EKvW ihre Angebotsstruktur bereits im September ergänzt. Damit gibt es neue Ansprechpartner in den Themenfeldern „Intervention“ und „Prävention“. Diese Strukturveränderung greift die Ausführungsverordnung zum Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt (KGSsG) auf, so dass sich außerdem die rechtliche Grundlage geändert hat. All dies ist in den aktualisierten Flyern nun übersichtlich dargestellt.

Die begleitenden Comics zeigen konkrete Situationen und informieren über Unterstützungsangebote und Verfahrenswege für alle Betroffenen. „Die Comics sind ein Weg, Menschen niederschwellig zu erreichen. Die Bilder und Texte sollen Mut machen, das Thema sexualisierte Gewalt anzusprechen“, sagt Daniela Fricke, Leiterin der Stabsstelle „Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung“ und Ansprechstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt in der EKvW.

Die Flyer sind ab sofort digital verfügbar und können im Folgenden heruntergeladen werden:

Neue Fachstelle zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

Die neue „Fachstelle für Prävention und Intervention“ der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) zum Schutz vor sexualisierter Gewalt ist jetzt am Start. Der Sozialpädagoge und Diakon Christian Weber ist seit dem 1. August als Referent für Prävention im Landeskirchenamt erreichbar. Unterstützt wird er im Verwaltungsbereich bereits jetzt von Maria Schulz. Komplettiert wird das Team durch Jelena Kracht als Referentin für den Bereich Intervention. Sie nimmt Meldungen von Verdachtsfällen sexualisierter Gewalt entgegen und berät Leitungsverantwortliche in Interventionsfällen. Die EKvW ergänzt damit entsprechende Angebote der Landeskirchen in Lippe und im Rheinland.
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Forschung mit Betroffenen - nicht über sie

Teilnehmende für wissenschaftliche Aufarbeitungsstudie gesucht

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie zu sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche und der Diakonie in Deutschland sucht der unabhängige Forschungsverbund ForuM Teilnehmende für zwei Teilstudien:

  • Interview-Studie
  • Anonyme Online-Studie.

Weitere Details können dem Flyer entnommen werden.

Betroffene, die sich an der wissenschaftlichen Studie beteiligen möchten, sind herzlich eingeladen, sich zu melden und ihre Perspektive einzubringen. Die Kontaktadresse findet sich auf dem Flyer zur Studie.

Gerne darf dieser Aufruf weitergeleitet und verbreitet werden.

Fachtag „Sicher auf Freizeiten“

Die Vorstellung von evangelischen Freizeiten als Ort von Missbrauch, Übergriffen und Grenzverletzungen fällt schwer. Aber auch Kinder- und Jugendfreizeiten bergen Risiken und Gefahrenpotenziale für sexualisierte Gewalt. „Dieser Realität müssen wir uns stellen“ betonte Thorsten Schlüter, Fachreferent für Freizeitenarbeit im Amt für Jugendarbeit der EKvW, am Mittwoch (18.05.) in seiner Begrüßung. Rund 75 Personen aus der evangelischen Jugendarbeit in Westfalen waren der Einladung des Amtes für Jugendarbeit in das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund gefolgt. Ziel: Freizeiten gemeinsam zu einem möglichst sicheren Ort zu machen.

„Danke, dass ihr auch zu diesem unbequemen Thema so zahlreich erschienen seid!“, wertschätze auch Christian Weber als Fachreferent für die Arbeit mit Kindern im Amt für Jugendarbeit die Teilnahme der Besucherinnen und Besucher. Nach einer Kurzvorstellung des Gesamtkonzeptes „Prävention sexualisierter Gewalt“ der EKD und der EKvW auf der einen und dem Bund und dem Land NRW auf der anderen Seite wurde es ganz konkret. weiterlesen

Gefährdung von Schutzbedürftigen aus der Ukraine: Materialien des UBSKM

Die Flucht von Menschen aus der Ukraine stellt uns derzeit vor massive Herausforderungen. Insbesondere Frauen und Kinder können auf der Flucht und bei der Unterbringung in Deutschland einem erhöhten Risiko von Gewalt, Missbrauch, Ausbeutung und Menschenhandel ausgesetzt sein.

Damit das Recht auf Schutz und Sicherheit von Frauen und Kindern von Anfang an in dieser Notsituation berücksichtigt wird, hat der „Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“ (UBSKM) der Bundesregierung ein Materialpaket zusammengestellt.
Ukrainische Frauen in Deutschland sollen so über bestehende Hilfeangebote informiert werden, gleichzeitig sollen Menschen, die in der jetzigen Situation ehrenamtlich mithelfen, für das Thema sensibilisiert werden. 
Organisationen, die sich um geflüchtete Frauen und Kinder kümmern, können sich mit einer Veröffentlichung von Hilfeangeboten deutlich gegen Gewalt an Frauen und Kindern positionieren.

In der zip-Datei finden Sie Online-Banner sowie Kacheln für Facebook, Instagram und Twitter.

Beauftragtenrat zum Schutz vor sexualisierter Gewalt neu zusammengesetzt

Ratsvorsitzende Annette Kurschus drängt auf schnelle Berufung und Stärkung des UBSKM

Im Rahmen seiner ersten Sitzung hat der neugewählte Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) den Beauftragtenrat der EKD zum Schutz vor sexualisierter Gewalt neu berufen. Neben dem Braunschweiger Landesbischof Christoph Meyns und Bischöfin Kirsten Fehrs (Nordkirche), die bereits seit 2018 dem Gremium angehören, wurden drei neue Leitungspersonen aus der Kirchenkonferenz vom Rat berufen: Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst (Pfalz), Dr. Jan Lemke (Mitteldeutschland) und Oberkirchenrätin Franziska Bönsch (Anhalt). Die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus wünschte allen neuberufenen Personen Erfolg, Kraft und Gottes Segen für das neue Amt und die herausfordernde Aufgabe. „Dass Menschen in der Evangelischen Kirche sexualisierte Gewalt erlitten haben, schmerzt uns unermesslich. Umso wichtiger ist es, erlittenes Unrecht aufzudecken und künftiges Leid zu vermeiden.“ weiterlesen

Wissenschaftliche Studie zu sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und Diakonie Deutschlands

Der Forschungsverbund „Forschung zu sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der evangelischen Kirche und Diakonie Deutschlands“ (ForuM) untersucht Strukturen und systemische Bedingungen von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch im Kontext der evangelischen Kirche.
Um hierzu Einsichten gewinnen zu können, ist die Perspektive Betroffener wichtig, d.h. die Sichtweise von Menschen, die selbst sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche, Diakonie oder in weiteren evangelischen Kontexten erlebt haben.

Deshalb lädt ForuM im Rahmen einer Aufarbeitungsstudie Betroffene zur Teilnahme an zwei Interviewstudien ein.

Die Teilprojekte der Aufarbeitungsstudie sowie das gesamte Forschungsvorhaben sind auf der Verbundhomepage www.forum-studie.de beschrieben. Hier kann auch ein Newsletter abonniert werden, der regelmäßig (voraussichtl. halbjährlich) über die Fortschritte der Studie informieren wird.

Die Durchführung dieser dreijährigen wissenschaftlichen Studie beruht auf einem Beschluss der EKD-Synode vom November 2018.

Zweites Rundschreiben zum Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

Das Rundschreiben 21/2021 gibt schwerpunktmäßig Hinweise zum Umgang mit erweiterten Führungszeugnissen. Zusätzlich stehen Ihnen die darin genannten Anlagen 4 bis 6 (Musterbriefe/-texte) gesondert als zu bearbeitende Dokumente zur Verfügung.

Drittes Rundschreiben zum Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

Weitere Materialien, Links und Informationen finden Sie hier:

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