Offensiv gegen sexualisierte Gewalt und für Betroffene
Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung

Aktuelles

Begleitmaterial zum „Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“

(26.10.2021) Die Evangelische Kirche von Westfalen geht einen neuen Weg, um über das Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt (KGSsG) zu informieren. Drei Informationsflyer greifen in Comicform zentrale Themenfelder auf. Das Format soll Menschen einen ersten, elementaren Zugang zum Kirchengesetz und damit zum anspruchsvollen Thema „Schutz vor und Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung“ ermöglichen. 

Die Comics zeigen konkrete Situationen und informieren über Unterstützungsangebote und Verfahrenswege. „Durch die Kombination von Wortbeiträgen, Illustrationen, Gesetzeszitaten und Kontaktvermittlung sollen sich kreative und formale Informationsvermittlung ergänzen“, sagt Daniela Fricke, landeskirchliche Beauftragte für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung.

Im ersten Faltblatt geht es um die Frage: Was ist eigentlich „sexualisierte Gewalt“? Die Aufgabe der Ansprechstelle beschreibt der zweite Flyer zum Thema „Was können Betroffene tun?“, der dritte beantwortet die Frage „Wie melde ich sexualisierte Gewalt?“ und informiert über Meldestelle und Beratungsrecht. Die Stabsstelle Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung entwickelt zurzeit verschiedene Begleitmaterialien zum Kirchengesetz.  „Die Comics sind ein Weg, Menschen niederschwellig zu erreichen. Die Bilder und Texte sollen Mut machen, das Thema sexualisierte Gewalt anzusprechen“, sagt Daniela Fricke.

Die drei Informationsflyer richten sich an verschiedene Zielgruppen wie Kinder und Jugendliche, erwachsene Nutzerinnen und Nutzer kirchlicher Angebote, haupt- und ehrenamtlich Tätige, mögliche Betroffene und Leitungsverantwortliche. Gedruckte Exemplare wurden bereits an die ersten 130 Gemeinden und Einrichtungen verteilt. Wer das Informationsmaterial für seine Gremien, Gruppen und Kreise nutzen möchte, kann die Comics hier digital herunterladen oder im Kirchenshop des Ev. Presseverbandes für Westfalen und Lippe (EPWL) kostenlos bestellen. Zu tragen sind nur die Portokosten. 

Die Flyer stehen im PDF-Format bereit, z. B. für den Einsatz in Präsentationen oder zur Nutzung auf dem Smartphone. 
Hinweis: Für eine optimale Darstellung sollten die Dateien in einem PDF-Viewer geöffnet werden (Rechtsklick - öffnen mit).

Wissenschaftliche Studie zu sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und Diakonie Deutschlands

Der Forschungsverbund „Forschung zu sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der evangelischen Kirche und Diakonie Deutschlands“ (ForuM) untersucht Strukturen und systemische Bedingungen von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch im Kontext der evangelischen Kirche.
Um hierzu Einsichten gewinnen zu können, ist die Perspektive Betroffener wichtig, d.h. die Sichtweise von Menschen, die selbst sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche, Diakonie oder in weiteren evangelischen Kontexten erlebt haben.

Deshalb lädt ForuM im Rahmen einer Aufarbeitungsstudie Betroffene zur Teilnahme an zwei Interviewstudien ein.

Die Teilprojekte der Aufarbeitungsstudie sowie das gesamte Forschungsvorhaben sind auf der Verbundhomepage www.forum-studie.de beschrieben. Hier kann auch ein Newsletter abonniert werden, der regelmäßig (voraussichtl. halbjährlich) über die Fortschritte der Studie informieren wird.

Die Durchführung dieser dreijährigen wissenschaftlichen Studie beruht auf einem Beschluss der EKD-Synode vom November 2018.

Zweites Rundschreiben zum Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

Das Rundschreiben 21/2021 gibt schwerpunktmäßig Hinweise zum Umgang mit erweiterten Führungszeugnissen. Zusätzlich stehen Ihnen die darin genannten Anlagen 4 bis 6 (Musterbriefe/-texte) gesondert als zu bearbeitende Dokumente zur Verfügung.

Weitere Materialien, Links und Informationen finden Sie hier:

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